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Donnerstag, 24-MaiM^
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderheffen)
Nr. 118 Drittes Blatt
Bilder aus dem Zeltlager der HL. am Gederner See
g der Gaste. >}n Führungstreffer.
Links: Die „Schreibstube" im Freien. Für die
pfinMußball der heimischen Mnnschafien
seinem Gegner etwas voraus.
Nachdruck verboten!
13 Fortsetzung
Nach der Pause lief die Gießener Elf zu großer Form auf, während der Gastgeber nicht mehr so recht mitkonnte. Koch zeigte sich von der besten Seite. Er setzte geschickt immer wieder die Flügelstürmer ein. Oft wurde dadurch Sobernheims Hintermannschaft überspielt. Es hätten aber weit mehr Tore fallen müssen. Eine Unfairneß an Koch (1900) sühnte der Spielleiter mit einem Elfmeter, den Koch sicher und geschickt täuschend zum Siegestreffer einschoß. Bei den Gießenern war in beiden
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Donnert aber machte Stielaugen. Die Kleine schien tatsächlich nicht von Pappe zu sein. Jeder zweite Besucher kannte sie fast.
Er kniff ein Auge zu und lächelte.
Ellen zuckte wie unter Hieben zusammen. Jetzt ahnte sie den Grund ihrer Versetzung nach hier oben. Es war Donnert scheinbar sogar erwünscht, daß diese Männer sie kannten. Oh...!
Sie ließ das Publikum passieren und war innerlich zerrissen von tausend neuen Befürchtungen und schlimmen Erwartungen.
Angst und Grauen waren in ihr vor den kommenden Tagen. Wurde schon wieder zerstört, was kaum sich zu bilden begonnen hatte? Ach, und sie hatte doch endlich einmal ein wenig aufgeatmet.
In der Garderobe löste ihre Versetzung zischenden Protest aus.
Man maß die Neue mit Achselzucken und deutlichen Anspielungen. Ihre angeblich gespielte Naivität wurde gehässig belächelt.
„Freilich — man muß dem Direktor entgegenkommen, dann macht man schnell Karriere! Es ist dasselbe wie im Büro, wie im Leben überall!"
Eine kleine, vermickerte Person mit gelblichblassem Gesicht sagte dies zischend.
Ellen wankte hinaus. Ekel und Abscheu erfüllten sie. Die Arbeit im Laboratorium war ja ein Paradies gewesen; das wußte sie schon lange.
Ein Trost, daß Bernd Caßler sie draußen erwartete. Es war ein so wunderbares Gefühl des Geborgenseins in seiner treuen Brüderlichkeit, nun, da die Dinge ehrlich zwischen ihnen besprochen waren. Und neben ihm Frau Zimmermann.
Ein befreiter Atemzug rang sich aus ihrer zer- quälten Brust.
In diesem Augenblick löste sich auf der anderen Straßenseite Holms hünenhafte Gestalt aus dem Dunkel und trat in das helle Licht der Bogenlampen.
Wie gut, daß die zwei treuen Menschen hier neben ihr standen! Wie nach einem Halt suchend, griff Ellen nach Frau Zimmermanns Hand.
„Sie sehen nicht gut aus, Ellen — gar nicht gut. Hat Sie der Dienst so angestrengt, das lange Stehen?"
Ellen suchte mit den Augen in Richtung Holms. Da wandte sich auch Bernd Caßler um — und erschrak.
Ein prüfender Blick zu dem Mädchen neben ihm und ein Orientieren in den Augen des Mannes, der jetzt langsam auf die kleine Gruppe zukam und zynisch lächelnd grüßte.
Holm war vorüber.
Schweigend gingen die drei weiter. Frau Zimmermann hüstelte manchmal verlegen. Eine peinliche Stimmung — geladen von Ungewißheit.
Kalt und kraftlos lag Ellens Hand in der Bernd Caßlers, als sie sich die Hand zur guten Nacht reichten. Und ebenso matt gab der junge Künstler den Druck zurück. (Fortsetzung folgt.)
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Lagerleitung gab es immer viel Arbeit. — Mitte: An der Feldküche. — Rechts: In der Freizeit unterhielt sich die Jugend mit allerlei lustigem Spiel.
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Llnd nun, Ellen?
Roman von Käthe Mehner.
Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.)
überraschenden Schuß zum Führungstor.
Minuten später vergab Wieseck den sicheren Aus- gleich, indem es einen Elfmeter neben den Pfosten jagte. Wieseck drückte nun etwas mehr und erzielte dann doch den Ausgleich und wenige Minuten später das Führungstor. Frankfurt ging jetzt aus sich her-
„Extra — außer dem üblichen!?" „Meinetwegen!" knirschte Olsen ärgerlich.
„Sie kennen Rakenius' Frau? Sie wird elegant sein, interessant, fesch. Um so weniger wird sie eine Nebenbuhlerin ertragen können!" Holms Gesicht hatte wieder jenen fanatischen Ausdruck, der es zur Grimasse machte. „Stimmt das? — Dann hätten wir leichtes Spiel!"
„Und ob! Evelyn von Rakenius duldet keine Götter neben sich. Aber — Sie kennen das Mädchen?"
„Sie selber kennen es!" Holm liebte es manchmal, zu bluffen. So auch jetzt.
„Unmöglich!" kam es verhalten zurück.
„Nicht unmöglich! Ich zeigte sie Ihnen schon. Unter der Maske einer Platzanweiserin sucht man sie allerdings nicht. Dieses schöne Mädchen ist Rakenius' Verhältnis. Ich weiß es. Nun wird Ihnen auch die Aehnlichkeit auf der Reklame klar, wenn Sie noch nicht alle Kombinationsgabe verloren haben, Doktor."
Olfens Laune besserte sich merklich. Ein wohlgefälliges Schmunzeln ging über sein Gesicht. „
„Nach dem nächsten Akt verschwinde ich, Holm.
Der andere nickte nur. Im Augenblick war nichts mehr zu besprechen. Die Sache mußte ihren Gang gehen. ......
Als Doktor Olsen an Ellen ooruberging, überprüften seine Augen noch einmal mit Kennerblicken die entzückende Mädchengestalt. Er war zufrieden.
Elftes Kapitel.
„Sie kannten den Herrn da eben?" Direktor Donnert stand neben Ellen.
„Nein, Herr Direktor!" kam es verstört.
„Er sah Sie so eigenartig an; recht vertraulich eigentlich, möchte ich sagen."
„Aber ich kenne ihn nicht, Herr Direktor. Ganz gewiß nicht!" beteuerte Ellen.
„Ich habe Sie ja auch nicht umsonst nach hier oben versetzt."
Ellen fühlte, wie ihr das Blut ins Gesicht stieg. Sie blickte hilflos zu Boden.
Das Licht flammte, stetig stärker werdend, auf.
Direktor Donnert ging mit hastigen Schritten in guter Stimmung davon. Das schöne, schüchterne Mädchen reizte ihn.
Als er sich gegen Ende der Vorstellung wieder an den Vorhang stellte, ging gerade Holm hinaus. Er hatte den Schluß nicht abgewartet, da er fürchtete, daß das Personal dann nicht mehr anzutreffen fei.
Ellen foh ihn kommen. Sie wich angstvoll zuruck.
Doch Holm hatte sie schon gesehen, nur den Mann nicht, der sich abwartend in ihrer Nähe aufhielt.
„Auf Wiedersehen, Fräulein Ehlers! Vergessen Sie mich nicht!" flüsterte er nach der Richtung, wo Ellen stand. „Ich werde draußen auf Sie warten!" „Unverschämtheit!"
Rote Flecke brannten auf Ellens Wangen.
Kombination den Siegestreffer und damit begnügte man sich.
FL. 03 Sobernheim (Nahe) — 1900 Gießen 1:2 (1:1).
Sodernheim nimmt heute noch einen beachtenswerten Platz in der Bezirksklasse ein. Man rechnete mit einer Niederlage der 1900er. Die Gießener Blauweißen überraschten aber noch der angenehmen Seite. Wieder ging der technisch ausgezeichnete Gegner durch einen hohen weiten Ball in Führung. Dieser Erfolg hätte von' Letsch verhütet werden müssen. Dann hatte 1900 (mit dem heftigen Rückenwind spielend), mehr vom Spiel und auch ausgezeichnete Chancen. Es reichte aber immer nur zu Eckbällen, deren einer von Schmidt im Nachschuß verwandelt wurde.
Das Spiel begann sehr flott. Friedberg lag zuerst im Angriff und mußte Wieseck gute Abwehr leisten. Auf der Gegenseite zerschellten vorerst olle Angriffe an der guten Verteidigung der Gäste. In der 7. Minute kam Friedberg zum Führungstreffer. Das Spiel wurde nun ausgeglichener. Manch schönen Angriff entwickelte Wieseck, doch blieb ihm der oft in der Luft hängende Ausgleich verfagt. Auch auf der Gegenseite verhinderte das gute Schlußtrio der Gastgeber jeden Erfolg. Gegen Schluß der ersten Spielhälfte war Wieseck etwas überlegen, erzwang auch einige Ecken, die aber nichts einbrachten. Halb- zeit 0:1. Nach Seitenwechsel wurde das Spiel sehr lott weitergeführt. Wieder waren es die Gäste, die nach wenigen Minuten das Resultat auf 2:0 stellten. Wieseck gab sich jedoch noch nicht geschlagen. Vor beiden Toren gab es spannende Momente, da gelang es Wieseck bei einem Gedränge, zum ersten Gegen- tt ejfer zu kommen. Angespornt hierdurch ging Wie- seck aus sich heraus, und wenige Minuten später landete ein scharfer Schuß des Halblinken,zum Aus- gleich im Tor der Gäste. Friedberg wurde nun zerfahren, während Wieseck mehr aufs Tempo drückte und etwas mehr vom Spiele hatte. Ein schöner Durchbruch des Halbrechten brachte ihm dann auch das Führungstor. Noch einmal versuchten die Gäste, den Ausgleich zu erzwingen, doch machte der Schlußpfiff des Unparteiischen dem Spiel ein Ende.
im Spielen ab, taten aber ihre Schuldigkeit. Letsch wurde vor keine allzu großen Aufgaben gestellt. Mit der Gesamtleistung der Gießener Elf konnte man an beiden Tagen zufrieden sein.
1900’5 2. und 3. Mannschaft gaben Gastspiele in Schotten.
Schotten I — 1900 Gießen II 5:0.
Eine verdiente Niederlage der Gießener, die sich nicht anstrengten und auch während dem ganzen Spielverlauf nicht den erforderlichen Zusammenhang fanden. Für Letsch stand Handballtormann Enders im Gehäuse. Die Gießener Leistungen litten unter einer verkehrten Aufstellung. Nur Best konnte gefallen.
Schotten II — 1900 Gießen III 2:4.
Entgegen der Voraussage siegten hier die Blauweißen ganz leicht nach überlegen durchgeführtem Spiel. Der Ersatztorhüter H. Schneider bewegte sich des öfteren auf der Spielfeldmitte. Zu berücksichtigen ist aber, daß der Gastgeber nur zehn und später gar nur noch neun Spieler im Feld hatte.
©portabteilung des Tv. Wieseck.
Wieseck 1 — VfB. Friedberg (kombiniert) 3:2.
Für den ersten Pfingstfeiertag hatte sich die Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck die Ligareserve des VfB. Friedberg zum Freundschaftsspiel verpflichtet. Friedberg erschien jedoch mit einer kombinierten Mannschaft aus Liga und Ligareserve, während Wieseck in der bekannten Aufstellung zum Spiel erschien. Friedberg führte zeitweise ein technisch schönes Spiel vor, wies jedoch auch Schwächen auf, die man nicht erwartet hätte. Auch Wieseck zeigte noch einige schwache Stellen in der Mannschaft, bewies aber auch, daß im gegebenen Moment der Einsatz des ganzen Könnens zu Erfolgen fuhren muß.
eigentliche Grund ihrer Zusammenkunft berührt. Alles andere hatte in den Hintergrund zu treten.
„Sie sind mir reichlich unvorsichtig, Paulsen — äh!, Pardon!, Holm. Man muß sich an den Namen erst noch gewöhnen."
„Wird endlich Zeit, Doktor. Doch weiter: Was ist nun zu tun?" _ . .
„Ich habe versucht, mit Rakemus Junior und dem Seniorchef zu verhandeln. Natürlich negativ, wie damals mit der Automobilbude."
Holm furchte die Stirn. Es war ja dunkel hier, und die leise geflüsterten Worte gingen im Lärm des Tonfilms unter.
„Sie meinten unvorsichtig, weil ich Sie draußen im Vestibül erwartete? Unsinn! Ich glaube, daß ich Ihnen den Beweis meiner Vorsicht oft genug gegeben habe. Also weiter."
Olsen wurde es unbehaglich. Der kühne Ton Holms behagte ihm in der letzten Zeit immer weniger. Aber er war ja auf ihn angewiesen Sie kannten sich seit Jahren.
Wir müssen das Verfahren m allen Einzelheiten kennen. Bedenken Sie die Revolution in der Chemie, wenn die (Entgiftung des Leuchtgases tatsächlich gelungen ist. Und daran zweifle ich nicht. Rakenius ist ein Kopf. Viel zu exakt, als daß er vorlaute Bemerkungen macht."
Und auf welchem Wege?" Holm fragte leise zurück Er dachte an den günstigen Zufall, der ihn damals mit Doktor von Rakenius nach jenem Unglück zufarnrnenführte. ± .
„Ich kenne Frau von Rakemus sehr gut. Diese Beziehung wird mir nützlich sein. Doch ich weiß nicht, ob sie mir heute noch so ganz ergeben ist. Vermute, habe Anhaltspunkte. Aber ob ich durch sie zu dem Geheimnis des Verfahrens komme? Fraglich. Doch kenne ich ihre Ehe zu wenig. Konnte auch bislang nichts feststellen. Da müssen Sie ein» springen. Sie — kennt man nicht."
Holm schüttelte mit dem Kopfe.
„Unmöglich! Mich kennt Rakenius. Wenig allerdings, ganz wenig; aber es genügt."
„Verdammt!" Olfens Ausruf war etwas zu laut. Man sah sich um.
Minutenlanges Schweigen zwischen den beiden Männern, die ja nur der Unterhaltung wegen hierher gekommen waren.
In dieser Zeit stand Holms Plan fest.
„Ich besitze ein Druckmittel. Könnte nachhelfen. Aber unter anderen Bedingungen. Damals mit dem Stromlinientyp riskierte ich Kopf und Kragen. — Heute...?" _ t ..
„Sie kennen mich nicht als Knauser, raus mit der Sprache!" Olfen kannte feinen Agenten. Er wußte, was hier allein wirkte. Seine Hand tastete im Dunkel nach der des angeblichen Diplom-
; Ingenieurs. Papier knisterte.
Dorn auf der Leinwand blinkte ein strahlender ■ Sommertag. Die grellere Beleuchtung genügte,
• Holm das Geld hastig zählen zu lassen.
Ellens Taschenlampe zuckte auf. Zwei Herren lernen. Das helle Licht des Vestibüls blitzte sekun- benlang durch den dicken, lederbesetzten Vorhang itnb zeichnete haarscharf ein' Silhouette, die Ellen rr djauern ließ. Ernst Holm...
Im selben Augenblick aber hatte Holm sie auch Ichoü erkannt und grüßte lässig. .
Wieder stand das gehaßte, undefinierbare Lächeln In feinen Mundwinkeln. „
„Sieh da! Fräulein Ehlers! So wett also.. fischte Holm gedämpft. Doch schonwar sein Se=
* g[eiter aufmerksam geworden und schaute sich nach dem Mädchen um.
Vor Ellens Augen aber tanzten rote Punkte Das Blut schien ihr m den Adern zu stocken. Ihre ’ ssiiße versagten. Schwankend ging sie die wenigen ? dritte öffnete mit bebenden Händen die lur zur
^Bittet" faqte sie matt und fühlte mit einem Maie eine zärtliche Berührung ihres Armes.
„Ich habe dich alfo doch gefunden — nun ent« ^^icht^ne'ben Ellens Ohr fummten die Worte.
In Angs und Schrecken stand das Mädchen wieder auf ihrem Platz neben dem Vorhang am S‘l>9e?net)ef kam. stellte sich wie so oft in ihre Nähe.
Merkte9 er nicht, wie sie zitterte? Wie alles auf. "^n"der'Loa/''am weitesten links fast Ernst Holm mü stin-m Ll-ü-r Doktor Olaf Olsen aus Däne- "Manchmal wandte er den Kops herum.doch Ellen
Begegnung mit der ÄÄÄ ÄÄ0-ife%atte Cf<2öonDerÖfernen Sie diese Wunderblume. Holm? 8öÜ 'L ich°n7cht°°ache, Wollen Sie auch |J,iÄmmt“ Dabe ich das. Gesicht '4°" irgendwo
her Chemie-Attiengesellschast mtt dem .Eos ein. 3eSryebnSI7 metfen schließlich alle Schön-
I Mochte* sich°Olsen°den9 Kops zerbrechen. Jetzt war
mit dem Stichwort „Chemie-Aktiengesellschast der
Wieseck Jugend — Alten-Duseck Jugend 5:1.
Vorher standen sich diese Jugendmannschaften im Freundschaftsspiel gegenüber. Zwei gleichwertige Gegner maßen hier ihre Kräfte. Was Wieseck technisch voraus hatte, versuchten die Gäste durch größeren Eifer auszugleichen. Wieseck erzielte bald die Führung und kam durch das bessere Spiel feines Sturmes bald zu zwei weiteren Toren. Durch einen Handelfmeter kamen die Gäste zu ihrem einzigen Erfolge. Halbzeit 3:1. Nach Seitenwechsel war Wie- seck merklich überlegen und erzielte noch zwei wei- tere Tore, denen die Gäste trotz aller Anstrengungen nichts entgegensetzen konnten.
Wieseck I — F. Spv. Frankfurt (Sondermannschaft) 4:2.
Am zweiten Pfingstfeiertag hatte Wieseck eine Sondermannschaft des Fußballsportvereins Frank- furt a. M. zum Gegner. Die Gäste stellten wohl eine körperlich kräftige Mannschaft ins Feld, erfüllten jedoch nicht die in sie gesetzten Hoffnungen. Wohl sah man ein flottes Spiel, doch reichten die Leistungen nur an den Durchschnitt heran. Auch Wieseck bot nicht die Leistung vom Tage zuvor, war jedoch
Odernheim spielte noch im vergangenen Jahr in Ier Bezirksklasse, wurde aber bei der Neueinteilung h er 1. Kreisklasse zugeteilt Diese Mannschaft war !?hr schnell und eifrig, technisch aber den Gießenern lucht gewachsen. Der Platz war sehr klein. Bis sich 1900 gefunden hatte, hieß es schon 1:0 für den Gastgeber. Ein verschuldeter Eckball war aus dem Hintergrund flach und unhaltbar in die äußerste Ecke eingeschossen worden. Die Gießener hatten dann mehr vom Spiel, Torwart und Verteidiger des Gast- cebers waren aber sehr sicher in der Abwehr. Koch 11900) erzielte den Ausgleich durch Weitschuß ins leere Tor Er hatte einen vom Odernheimer Tor- 7br,e.nbÄr,7aÄUm KÄS I 8 pi-l-nHg-dorf'gleich 9üt, J-il-r unbS« Siebener bergauf und wurden bedeutend besser. Luft nur am ersten Tage, Lippert Hambach und Loch schoß Mitte der zweiten Halbzeit nach schöner । Koch dagegen am zweiten. Die anderen wechselten
Dpielvereinigunq 1900 im Rheinland
Bei herrlichem Wetter verlief die Pfingstreise der Agamannschaft in die Pfalz, an die Nahe und an >en Rhein in jeder Hinsicht recht eindrucksvoll. Ueberaü war die Aufnahme der Gießener die denkbar beste. Die lange Reise wurde im Auto zurück- 5elegt. Die sportliche Ausbeute bestand darin, daß He junge Gießener Elf in beiden ausgetragenen treffen jedesmäl mit 2:1 verdienter Sieger blieb. LL. 1920 Odernheim/Pfalz — 1900 Gießen 1:2 (1:1).
Motorradrennen „Rund um Schotten^ fällt in diesem Jahre aus.
& Schotten, 24. Mai. Das bekannte M o - torrabrennen „Rund um S ch o 11 e n", das chon feit zehn Jahren regelmäßig alljährlich statt- and, wird in diesem Jahre aus fallen, da die Rennstrecke im derzeitigen Zustand für ein Rennen nicht benutzt werden kann. Die Strecke wird erstklassig yergerichtet, mit den Arbeiten ist z. T. schon begonnen. Die Strecke Schotten—Rudingshain ist ch'ön im vergangenen Jahre wesentlich verbreitert worden. Es wird auf diese Weise möglich sein, auch ein Rennen mit Kleinkraftwagen durchzuführen. Jedenfalls wird im nächsten Jahre ein ganz großes Rennen vom Club veranstaltet werden. Die neue Rennstrecke wird allen Anforderungen entsprechen.


