Das Siedlungs-Vauprogramm der StadiGießen
sicht au
Aus der Provinzialhauptffadt.
Beobachtungen im Wiesental.
Vor einigen Tagen hat das Städtische Hoch« und Tiefbauamt im Auftrage der Stadtverwaltung einen Aufruf an die Gießener Bevölkerung gerichtet, der den Plan eines großzügigen Siedlungs« Bauprogramms auf der Grundlage der vom Reichssiedlungskommissar Gottfried Feder aufgestellten Richtlinien ankündigte. Durch den Aufru; sollte zunächst festgestellt werden, welche Zahl von ernsten Reflektanten für die Durchführung dieses Siedlungsprojektes in Betracht kommen würde, und zwar sowohl für S i e d l e r st e l l e n, als auch für Eigenheime und Mietwobnunaen
Der anerkennenswerke Grundgedanke, den untere Stadtverwaltung in dankenswerter weife mit diesen beiden Bauprogrammen verfolgt, ist ja nicht nur der, dem Wangel an Wohnungen so tatkräftig wie möglich abzuhelfen, sondern auch den deutschen Volksgenossen wieder in engste Verbindung zur heimatlichen Scholle zu bringen und ihm damit den hohen ideellen Besitz der Verwurzelung mit der deutschen Erde zu geben.
Man kann nur wünschen, daß diesem vorbildlichen Streben unserer Stadtverwaltung in allen Kreisen der Bürgerschaft weitgehendst Folge geleistet werden möchte.
Soweit uns bekannt ist, sind die von der Stadt- Verwaltung vermittelten Finanzierungsbedingungen für den Wohnhausbau derart günstig, daß eine hervorragende Rentabilität der Häuser durch die Wohnungsvermietung als gegeben anzusehen ist.
Unter diesen günstigen Umständen wäre es nament- ich auch für Arbeiter und Angestellte, die sich in fester wirtschaftlicher Stellung befinden und ein ge-
bie Rückfahrt über Regensburg mit Gelegenheit zur Besichtigung und Verpflegung dort. Abfahrt am 29. September abends. Rückkehr am 7. Oktober nachmittags. Anmeldetermin bis 18. September Kosten 31 Mark.
Rheinfahrk am 9. September.
Die dritte Rheinfahrt der NSG. „Kraft durch Freude findet wegen des großen Winzerfestes nicht am 2., sondern am 9. September statt. Anmeldungen werden noch bis zum 25. August entgegengenommen.
Tagen machtlos an Gras und Kraut sitzen, bei Hellem heißen Wetter aber flink und gewandt umherfliegen. $r
AusparteramilichenBekannünachungen
Der nächste Ortsgruppenabend der R S.- F r a u ° en schäft G i e ß e n - M i t t e findet am morgigen greitag, 20 Uhr, im Haus der Arbeit, Schanzen- straße, statt. Zu dem Abend sind die Liederbücher mltzubmngen.
AE.-Gemeinschafi,,Krast durch Freude"
Kreis Gießen.
wo fahren wir hin? '-1-
wlsses eigenes Kapital besitzen, sehr empfehlenswert, mit Hilfe des Planes der Stadtverwaltung ein Stück Eigentum zu erwerben und sich dadurch einen Anteil am deutschen Grund und Boden tu verschaffen. >
Das Siedlungs-Dorhaben an der Krofdorfer Straße in der Nähe des Umspannwerkes nimmt nach unseren Erkundigungen an maßgebender Stelle erfreulicherweise ebenfalls festere Formen an. Bis jetzt haben sich bereits über 30 Bewerber um Siedlungsstellen auf dem Gelände im Neustädter Feld gemeldet, die im Hinblick auf das außerordentliche Entgegenkommen des großzügigen Siedlungsplanes des Reichsheimstättenamtes sich ein Eigenheim mit Garten errichten lassen wollen. Auch hier ist es zu begrüßen, daß sich diese stattliche Zahl von Interessenten für den günstigen Siedlungsplan gemeldet hat, zu wünschen wäre nur, daß noch ein weiterer Kreis von Mitbürgern sich ebenfalls den großen wirtschaftlichen und sozialen Vorteil dieses Siedlungsprogramms zunutze machen möchte.
Elftes Kapitel.
„Ich habe nicht über Helge zu bestimmen. Ich habe sie nur zu bewachen. Und ich habe mir die chwersten Vorwürfe zu machen, daß es nicht sora- faltiger geschehen ist. Meine Nichte Nora wird außer sich sein."
Das hott- damals Tante Greta zu Doktor Farn- bringen91’ ^"0" war sie auch nicht abzu- „Dann darf ich um die Adresse Frau Nora Nordstroms bitten", hatte er fest gesagt.
f nicht, da ich die Adresse
nicht weiß. Aber meine Nichte Nora kommt in sechs Wochen hierher. Und da will ich sie vor- bereiten. Verstehen Sie mich recht, Herr Doktor — id) habe nichts gegen Ihre Persönlichkeit, aber ich fann nicht zusagen. Ich muß alles meiner Nichte Jcora überlassen. Sie hat nun einmal so lange schon gan» allein für Helge gesorgt. Nicht einmal ihren -üruder Erik hat sie daran teilnehmen lassen. Und oavei wissen alle Bekannten Noras nicht einmal, sie noch diese junge Schwester besitzt. Sie will nicht, daß Helge je ein Herzeleid kennenlernt, so wie £5.lv. einst selbst beschieden war. Wenn sie wüßte, oah hier inzwischen--mein (Bott' ich weiß ja
nocy gar nicht, wie ich das Nora gegenüber verantworten soll.
Ganz bekümmert sah die alte Dame aus, und das graue Spitzenhäubchen war ihr schief gerutscht.
(Fortsetzung folgt)
nef SinöbI'itC 3U bcm Cotb auf wie ein gescholte-
Der Lord lächelte.
^rar 65 ein grausames Lächeln. Aber seine Worte klangen ruhig und bestimmt.
„Gnädige Frau, ich ersuche Sie, Schloß Farone zu verlassen, sobald die Beerdigung vorüber ist! Wenn Sie es wünschen, kann er hier ruhen der mehr hier!" $ür Sie aber 'st kein Platz wankte Doris Kreloff. Fetzt wußte sie, wie falsch diese eine, größte Rechnung gewesen war, als sie glaubte em Blick genüge, und Lord Farone werben ^°n bltten' fPater seine Gattin zu
Was nun?
Drohend erhob sich die Frage. Und Doris wußte keine Antwort. Zuerst mußte sie wohl hierbleiben. Mußte alles abwarten. Und dann mußte sie sehen ?inh^f?<>PlhrtH»Uc^en' ®ar völlig im unklaren.' Unö sie hatte sich das auch immer alles vom halse fegen wiu7nnn ff CinmaI tte Rechnung
D°r,s war ftoh.endlich einen Menschen zu haben, der sich ihr so liebenswürdig zur Verfügung stellte Und sie erzählte ihm ihr Leid. Weinte wieder ein blßchen, war aber doch darauf bedacht, daß ihr Aussehen nicht etwa litt, und machte große, schöne
Der elegante Kavalier war enttäuscht. Dazu kam noch die andere Enttäuschung, die ihm der ehemalige Freund und Komplice bereitet. Ohne Geld hatte der ihn sitzen lassen, hm! Und nun lief ihm da die 5rau m den Weg. hatte auch nichts mehr' War eine alberne Geschichte. Und er, Kurt Jessen' hatte doch schon geglaubt, ihm fei ein guter Fana oe- gluckt. Er hätte da irgendeine reiche Dame kennen« aeiernt. hm! Das war ein Reinfall. Aber — Kreloffs Frau war schön. Und sie hatte kein her-,! Das war für die Rolle, die er ihr da in aller Eile -uoachte, zuweilen mehr wert als Geld. Vorläufig befaß sie noch Schmuck und die Rente. Vorläufia konnte man also noch gut und gern ein halbes Jahr auf Reifen gehen. Auf dieser Reise würde sich alles andere finden. Kurt Jessen, oder wie er sich ;efat Dons gegenüber nannte, Lord Mürel, küßte Dorn; die Hand.
"Sv s^n und so verlassen! Das geht doch nicht Und Ihr Gatte ist ja gar nicht wert, daß Sie um ihn trauern. Reisen Sie mit mir nach Indien. Oder ™ro! Oder Japan! Es ist überall schön. Wollen
Doris sah ihn prüfend an. Aber er gefiel ihr und so sagte sie nach einer Weile:
„Ich möchte schon, aber meine Kasse wird es nicht erlauben^ Ich bin ja nun solch arme, kleine, ver- la|)ene Frau geworden."
Ahnen ^n Freund sein. Ich hoffe er fcif^nen fpatcr wehr sein zu dürfen", sagte
1. Vom 8. bis 16. September: ham- vur g mit anschließender Seefahrt. Dampfer „Monte Olivia", nach Norwegen. Anmelde- termin bis 26. August. Kosten 53 Mark.
Vom 15. h i s 23. September: vchwarzwald (Donautal, Quartierorte zwischen Beuron, Sigmaringen und Ehingen). Abfahrt ab Frankfurt a. M. 15. September mittags; Rückfahrt am Sonntag, 23. September; Anfahrt Frankfurt am Main Schwetzingen, Karlsruhe, Offenburg, Tnberg (850 Meter hoch), Donaueschingen; Rück- fahrt Ulm, Stuttgart, Bruchsal, Frankfurt a. M. Anmeldetermin bis 2. September. Kosten 28.50 Mark.
Fahrt zur Samländischen Küste am 22. September.
Die ür 1. bis 11. September vorgesehene Fahrt an bie arnlandische Küste (Ostpreußen) ist mit Rück- W auf den Aufmarsch der HI. in Frankfurt a. M. unö au den Reichsparteitag auf den 22. September verschoben worden. Die abgegebenen Anmeldungen bleiben für den neuen Termin bestehen.
Die Schulgottesdienste am 31. Oktober sollen als Bibelfestgottesdienste begangen werden. Den Genreindekirchenräten wird die Aufgabe zu- gewiesen, die in den einzelnen Gemeinden bestehen- den Bibelstunden weiter auszubauen und die Verbreitung der Bibel nach Kräften zu fördern. Ferner soll der kirchliche Unterricht an die Tat- fache des Bibeljubiläums anknüpfen. Schließlich sind Bibelausstellungen vorzubereiten, bei denen auch alte Bibeln, die sich in Privatbesitz befinden, gezeigt werden können.
Oie Bekämpfung derRindertuberkulose
Der hessische Staatsminister Jung erläßt unter Aufhebung der Bekanntmachung vom 13. Juli 1931 eine neue Verfügung vom 15. August 1934 betr. die Bekämpfung der Rindertuberkulose, in der die Tötung (Schlachtung) von tuberkulösen Rindern geregelt wird. Die bakteriologische Feststellung der Tuberkulose im Sinne des Reichsviehseuchengesetzes wird dem hessischen Veterinäruntersuchungsamt in Ließen übertragen. Gleichzeitig werden die Grundsätze für das staatlich anerkannte freiwillige Tuber« kulosenbekämpfunasverfahren veröffentlicht. Trägerin dieses Verfahrens ist die Landesbauernschaft Hessen-Nassau in Frankfurt, während die Leitung des Verfahrens dem hessischen Veterinäruntersuchungsamt in Gießen obliegt.
78 Kinder fahren in Ferien.
„Leben Sie wohl, gnädige Frau!" ihr o- nete 5r bie Tür und sie ging schnell in iniÄmer ?.,nauf- Dort parfte sie noch schnell Poffer imh §c^ort9e Kleinigkeiten in einen hand- nrnfi? baJ}n 9mg fie hinunter, wo soeben das große gelbe Auto vorfuhr, um das Gepäck auf-
?lst)er f° freundlicher Gast-
Änau?"KOmer5mae"n®« 44Ä äs alles gesagt, hatte ihm die Stellung in Kanada angeboten. Dann wäre alles anders gekommen Kreloff^Nii!'^"vch jetzt die glückliche Gattin Assen Kreloffs. Nur Farone war an allem schuld. Nur er! -r-r/Ovlv Kreloff hatte keine Ahnung, daß Lord Farone die kleine Rente an sie bezahlte. Daß aus narh Kr?lvffs hervorging, daß in Berlin
nach Auflösung des Haushalts noch Schulden da fein wurden, tue Lord Farone bezahlen wollte!
e i m e und Mietwohnungen.
wir von zuständiger Seite hören, hat sich infolge dieses Aufrufes erfreulicherweise eine größere Zahl von Interessenten gemeldet, die bereit sind, mit einem gewissen Eigenkapital als persön« llchen Einsatz Hauser zu errichten, in denen sie auch Mietwohnungen zur Verfügung stellen können. So erfreulich dieses große Interesse an dem von der Stadtverwaltung mit starker Initiative einqeleite- ten Bauvorhaben ist, so sehr wäre es zu begrüßen wenn sich angesichts der bekannten großen Knappheit an Wohnungen in unserer Stadt und im hin- blick auf die sich noch immer steigernde Nachfrage nach Vier-, Fünf- und Sechszimmerwohnungen noch weitere Gießener Bürger zum Bau von Eigenheimen im Rahmen dieses Bauprogramms entschließen wurden.
Der arme Assen!
Aber er hatte doch auch solch großes Unrecht an ihr begangen. Sie fjatte ihn für einen reichen Mann gehalten, und er hatte in Wahrheit doch nichts gehabt! Sie hatten ihr Geld verlebet, vertan Beide hatten sie dieses verschwenderische Leben geliebt Aber betrogen hotte sie Assen Kreloff nicht. Weder in der Liebe noch um Geld!
Nun war er tot! Sie hatte viel gemeint in diesen Tagen. Aber man mußte ja auch schließlich darüber hmwegkommen. Denn es ging um die Zukunft.
Im Abteil des Zuges nach London lernte Doris Kreloff einen Herrn kennen. Noch jung, sehr eleaant voll sprudelnder Liebenswürdigkeit. Er sah bebau« ernb auf ihre Witwenkleidung und fragte ob sie einen schweren Verlust gehabt habe. '
Man kommt auf feinen Wanderungen in der schönen Sommerzeit nach einer herrlichen Waldpartie in angenehmer Abwechselung auch einmal durch em liebliches Wiesental, wo der Naturfreund gar manche Dinge beobachtet und sich an gar manchen Erscheinungen erfreut. Da rauscht das silberhelle Bachlein, die Wellen spielen im Sonnenlichte, die Rohr- und Schilfholme lassen ihre Fahnen wehen Fliegen und Käfer summen leise am Ufer. , ist Hoch mittag, die Vögel, die am Margen so
1v $Hber sangen, sind verstummt, alles ift still und ruhig, wie es im Sommer am Mittag immer so ist.
Aber unzählige Tierchen tauchen aus den glän- genben Fluten des schilfumsäumten Wassertümpels l et ^^61110163 und fliegen als neugeborene, feenhafte Geschöpfe durch die warme Luft. Im Wasser leben nämlich zahllose Insekten als häßliche Larven ^..bunten Allerlei, gute und böse, nützliche und schädliche. Eine der häßlichsten von ihnen mit dickem Kopfe, glotzenden Augen, von fahler Schlammfarbe und mit einer sonderbaren Maske, klettert letzt mühselig an einer Binse hinauf, sonnt sich einige Augenblicke, sprengt dann plötzlich die unsaubere hülle, und aus dieser befreit sich nun mit einiger Anstrengung ein ganz anderes, mit einem glanzenden Hochzeitskleide geschmücktes Tierchen. Roch ist es zart und weich, von blasser Farbe und mit schlaff herabhängenden, schleierartigen Flügeln, doch während diese zusehends wachsen, sich dehnen und ausstrecken, geben Licht und Luft dem Körper die nötige Kraft und Härte und einen bunten Farbenglanz, und in kurzer Zeit schwebt es, im linden hauch sich wiegend, lustig von bannen. Das ift bie Wasserjungfer ober Libelle.
Bei regnerischem Wetter sitzen die Libellen träge an irgendeiner Hecke, ober an einem Baumstamm unb lassen sich leicht mit der Hand ergreifen; an warmen Tagen aber, wenn die Sanne hoch am Himmel steht, fliegen sie fortwährend ohne Rast und Ruh umher. Während sie umherfchweben fan- gen sie eme große Anzahl van Insekten, namentlich Schnaken, Fliegen, Schmetterlinge usw. Die unverdaulichen Teile, wie Flügel und Beine, lassen ?^-Ä ?oöen fallen. Wenn eine im Raupenzustande schädliche Schmetterlingsart sich irgendwo in großer Anzahl zeigt, kann die Anwesenheit vieler Wasserjungfern einer Raupenplage vorbeugen.
Im Larvenzustande sind die Libellen ebenfalls sehr nützlich. Die Larven machen nämlich als gefährliche Raubtiere unermüdlich Jagd auf Wasser- tnfeften, Stechmücken, Schnaken usw., die sie mit der zangenförmigen, vorschnellbaren Unterlippe ergreifen. Die Wasserjungfern machen eine unvollkommene Verwandlung durch, d. h. in der Entwicklung fehlt der Puppenzustand. Die mit Flügel- ftummeln versehene Larve heißt Nymphe.
. Die F l o r f l i e g e n oder G o l d a u g e n sind „zierliche, aber nutzlose Geschöpfe im haushalte der ?!°Eur! Die Larven geradezu häßlich, gewiß eher a ! ""tzl'ch! So lautet das Urteil vieler Menschen, das aber höchst ungerecht und der Un- kenntnls und der Oberflächlichkeit entsprungen ist.
Die dieser Familie angehörenden Arten besitzen ungefähr gleiche, glashelle, fein geaderte Vorder- unb hmterflugel, welche in der Ruhe einander dachförmig bedecken. Der ziemlich große Kopf hat große hervorragende, halbkugelförmige Augen. Der Hinterleib ist sehr dünn. Die wunderlich gestalteten ,,^en mit langen Freßzangen, borstigen Fühlern und sechs Fußen nähren sich vom Körpersast an- derer Insekten (Blattläuse, Insektenlarven, Rau- pen), bie sie aussagen. Sie sind immer dicker und großer als das vollendete Insekt.
Eines der schönsten Wesen unserer an schillernden Farben so reichen Jnsektenwelt ist die ge- meme u I o r f liege mit einem äußerst zarten, blaf3grunen, langen Körper, vier durchsichtigen, ftorahnlichen Flügeln und großen, goldglänzenden Augen. Die Larven, allgemein Blattlauslöwen genannt, vertilgen mit Gier und Ausdauer eine Un- besonders die grünen auf den •Hofen, Dbftbaumen und Fruchtfträuchern. Wir sollten an ihrem nützlichen Treiben Freude haben und die harmlosen, für den Naturhaushalt nützlichen Tierchen schonen und schützen, wenn sie an kühlen
. Durch die NSV. Kreäsamtsleitung Gießen wurde bisher 150 Kindern aus dem Kreise Gießen Ferieri- aufenthalt vermittelt. Interessant ist es, zu erfahren, bafe im Gaugebiet bereits 12 500 Kindern Gelegen- heft gegeben werden konnte, Ferien auf dem Lande 3U »erbringen. Für die Zeit der herbstfeoien ist vorgesehen, nochmals Kinder, etwa 200 an der Zahl, in Gießen und Umgebung unterzubringen. Wer sich bereitfindet, ein Kind aufzunehmen, wird gebeten, möglichst bald seine Adresse an die Ortsgruppen oder an die Kreisamtsleitung der NSV. zu richten.
Giefzener Wochernnarltpreise
^20erl ?ar alles vorüber. Und Lord Farone sagte ihr, daß ihr, wenn sie das Haus in v^aufe, eine Rente von monatlich vier- J^Qrfr bIJibe- Damit könne sie bescheiden und auskömmlich leben. Sie könne reifen, könne sich -h" nein?c bescheidenes Heim einrichten.
T lt>reI kreise, die wohl andern- 7? 9 ' 9enau mftteilen, wie sie sich ent« Grundstück Angelegenheit die ihr Berliner Grunbstuck betreffe, gern regeln, da er einen Bekannten m Berlin besitze.
Doris dachte empört:
erlich "und"Ä h^E. ~ regelrecht hinaus wirft IkbTmidU W Q aUb™ f°nnCn' biefer Mann fn^hbhQU^e Bedenkzeit. Affen tjat mir ge- °9^ b h wir nichts mehr haben. Also stimmt es wohl mit der kleinen Rente, und ich muß froh sein sie noch zu haben, diese kleine Rente. Ich bitte also'
Nr. micLregeln zu wollen. Ich werde mir bie Bnnp6 1 hh 1 Monat in Hamburg bei der Deutschen Bant abheben. Ich gedenke, mir dort eine Heine Farone?9 ne^men- ßeben Sie wohl, Lord
Heute morgen verließ der voraussichtlich letzte Ferientransport mit 78 Kindern aus Gießen, Klein- 1.int^n Großen-Bufeck, Harbach usw. unsere Stadt. Vie Kinder, etwa zwei Drittel Buben und ein Drittel Mädchen, werden für 4 Wochen, bis zum 22. September, in Groß-Gerau und Umgebung unter» gebracht. Zum Zeitpunkt, da die Kinder hier die Keife anzutreten hatten, herrschte in der Bahnhofsvorhalle reger Betrieb. Die Eltern der Kinder waren fast alle mit dabei und trugen ihren Spröß- Ungen die mehr oder weniger schweren Koffer. .- ^er Kindertransport, der von der Kinderlandver'- schickung der NSD., Kreisamtsleitung Gießen, aus- geht, wird von dem Sturmhauptführer Ott geleitet. Die Kinder werden von Kameraden der HI und Kameradinnen des BdM. betreut. Die Begleiter und Begleiterinnen werden noch während des Zeitraumes von drei Tagen bei den Kindern bleiben und sich davon überzeugen, ob sie auch alle gut unterbracht sind. Zur Verabschiedung hatten sich wieder Gruppen des Jungvolks und des BdM. auf dem Bahnhof eingefunden und bereiteten den Ferien- kmdern einen freundlichen Abschied.
Da dachte Doris Kreloff: Das Glück! Mein Glück verlaßt mich ja gar nicht! Wie konnte ich nur so mit meinem Schicksal hadern? Es mußte durchaus nicht der häßliche Lord Farone sein. Lord Mürel ist mna und elegant. Und er ist lustig und gesellig. Besser konnte es das Schicksal nicht mit mir meinen. Mannes^ ^^9 Cin in bie dargereichte Hand des
„Abgemacht. Ich vertraue mich Ihnen an." , ..B^vn Doris Kreloff in dieser Minute geahnt hatte, daß sie einem der herzlosesten Verbrecher
die Hande gefallen war! Wenn sie das gewußt hatte, daß sie einige Jahre später mit diesem Manne zusammen zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt wurde!
Der Zug ratterte durch die grünen, schon herbst- lugen Fluren. Und die Augen des Mannes ruhten gierig auf dem weißen Hals der Frau, wo eine schmale, aber sehr wertvolle Perlenkette ruhte.
Unb Doris Kr-loss lächelte in eine unbekannte Zukunft hmem.
Bibeljubiläum am Reformationsfest.
ELP. Im Gesetzblatt der Deutschen Evangelischen Kirche wird letzt mi,geteilt, daß das ^Mjährige Jubiläum der deutschen Lutherbibel im ganzen □ftiS!*onb einheitlich am Refarma- ttonsfeff 1934 begangen werden soll. Auf diesen Termin haben sich die obersten Behörden der deutschen evangelischen Landeskirchen geeinigt.
?ür die Ausgestaltung der Feiern hat der Reichs- dlschof eine Reihe wichtiger Anregungen gegeben.
65 u‘ a’: "Wo nicht durch besondere Verhältnisse neben den Gemeindefeiern eine gemein« ame Feier einer ganzen Landes- ober Provinzial- Arche geboten ist, wird es sich empfehlen, allen Flachdruck auf die würdige und fruchtbare Be- aehung des Gedächtnisses an die Vollendung der ^utherbibel in den einzelnen Gemeinden zu legen. Es wird demnach der R e f o r m a t i o n s f e ft • 9 °k • 3 1 c n ft in diesem Jahre noch stärker und
eindrücklicher als in anderen Jahren dazu dienen müssen, die Gemeinde vor Gott zu vereinigen in für die Gabe, die er ihr mit der beut» leben Bibel Martin Luthers in bie Hanb gelegt hat unb in ber Verantwortung, bie bamit auf bie ganze Semembe unb auf jeben deutschen evangelischen Christen gelegt ist."
WAkMM
Vornan von Gert Nothberg.
Urheberrechtsschutz: Fünf «Türme «Verlag, Halle (S.) 22. Fortsetzung. Nachdruck verboten!
Naiv gab diese Frau kund, um was es ihr zu tun war. Sie wollte nicht aus einem luxuriösen Le- fütinoen’ ei" Mensch über die Klinge
Iprmgen. Gr fühlte nur noch Verachtung für diese Frau. N.ch^ weiter. Und doch war fie gewisser- mafeen im Recht. Es konnte ihr von Rechts wegen Ä 3 9emutet ^^den, mit einem Verbrecher zu
Trotzdem!
^Welch hohes Lied der Liebe wäre es gewesen, Krolls? h p ^ove Frau sich trotz allem zu Assen 5?tte 1 Gben* weil er so viele ^he Eigenschaften gehabt hatte. Unb
06,1 kein geborener Verbrecher war, fonbern UnbhJr bem wieber herausgewollt hatte, don h/ff. Rosien m Kanaba, ber wäre bei ihm in hätte6 fön»™06" 9erocJen. Denn keinen Pfennig wußte ^runtreut. Keinen Pfennig. Das
* »? 1 e n ' 23 Aug. Auf bem heutigen Wochen- kosteten: Molkereibutter, bas Pfunb 1,45 bis 1,50 Mark, ßanbbutter 1,35 bis 1,40, Matte 20 Pf §ose, das Stück 4 bis 10, Eier Klasse S 10VV N?sie A /0, Klasse B 9'/r. Klasse C 9, Klasse D 8,' ^lf?n9 nL15 bis Weißkraut 10 bis 12' ^o^raut 15, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 10, Spmat 20 b's 25 Römischkohl 8, Bohnen (grün) 20 bis 25 (gelb) 25, Erbsen 25, Tomaten 12 bis In @mte?»nr 12z bl5 15, Rhabarber 8, Pilze 40 bis 60, Kartoffeln (neue), bas Pfunb 5 bis 572 Pf b" Zentner 5 bis 5,50 Mark, Frühäpfel, bas Pfunb 12 bis 25 Pf., Fallapfel 5, Pfirsiche 20 bis 45, Brombeeren 30 bis 35, Preißelbeeren 40, ^rnen 10 bis 25, Kirschen 25, Zwetschen 10 bis Rn^ironbern 15, Reineclauben 20, junge S)^ne
90, Suppenhühner 60 bis 70, Tauben, bas Stuck 50, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 10, Salat- 6urken 20 bis 30, Einmachgurken 1 bis 2, Enbivien 10 b's 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, ^etftch 5 bis 15, Sellerie 20 bis 25, Rabieschen,
3 Vom 22. September bis 1.Oktober: r- 6 u § e n. Letzte Bäberfahrt an bie Sam- lanbische Bernsteinküste. Abfahrt am 22. September trüb mit einer Uebernachtung nach Hohenstein, Tannenberg, Königsberg. Von bort erfolgt bie Unterbringung an ben Küstenorten norbwestlich Königsbergs Die Rückfahrt erfolgt am 30. Septem« ber früh. Besichtigung von Marienburg, Uebernach- c9^m Ankunft am Montag, 1. Oktober abends. Anmelbetermin bis 11. September. Kosten 51 Mark.
4. Vom 29. September bis 7. Oktober-
6 fsl et.r Malb. Fährt in ben herbstlichen ^Hwalb ber bayerischen Ostberge. Unterkunftsorte Zwiesel usw am Fuße bes Arbers, mit ben Hoch- Aoldern unb Wilbbachen, mit ben herzlichen Men- pen; bie gute Kost, bie bekannten Glasbläsereien locken zur zweiten Fahrt. Anfahrt über Passau
^un war sie völlig ratlos. Da sagte Farpne: „Qmabige Frau, tun Sie vorerst nimts! Ick
merbe Ihnen helfen, Drbnung zu schaffen?
®r verbeugte sich leicht unb ging.
mein°fr/mHherHTrf V auf bie Chaiselongue unb roemte roilb. Unb im Nebenzimmer, feinem Zimmer hm p^re!°f s- ?bßr 0inP uicht hinüber zu Sie konnte bie es ernste, chöne, starre Gefickt nicht nach einmal sehen. ' 1


