Der Tag -er HF. auf -er Berliner Funkausstellung. Dr. Goebbels im Zeltlager der Funkwarte.
„Lieber nicht!"
Schweizer Miliz als Abstimmungspolizei für das Saargebiet?
Genf, 22. Aug. (DNB.) Die „Basler Nachrichten" beschäftigen sich mit dem Vorschlag eines französischen Journalisten, Schweizer Miliz als neutrales Polizeikorvs nach dem Saargebiet zu entsenden. Es wird darauf hingewiesen, daß die Schweiz zweifellos in der Lage wäre, ein^ Polizeitruppe zu rekrutieren, die bis auf den letzten Mann die französische und die deutsche Sprache vollständig beherrscht, was die Saarregierung als einen Faktor von wesentlicher Bedeutung betrachte. Sie könne zwar ein Kontingent stellen, das durch seinen h i st o - rischen Neutralitätswillen sich selber Achtung und Vertrauen und dem Saarland wünschenswerte individuelle geistige Freiheit über den Tag der großen Entscheidung hinaus verschaffen könnte, aber, so schließt der Verfasser, wenn es nicht unbedingt nötig sei, dann solle man es lieber nicht tun.
ung entgangen sein dürfte. Sie
■ m diesem Zeitpunkt den Entwurf einer Verordnung vorbereitet, durch welche sie lnstandgesetzt werden soll, gegen Druckschriften, welche sich Ausfälle gegen Staatsoberhäupter zuschuldenkommen lassen, e i n 3 u - schreiten. Der Entwurf liegt zur Zeit den ge-
Die deutschen Beschwerden über Exzesse marxistsscherBIätter imSaargebiet werden von der Aegiernngskommissson als begründet anerkannt.
Ltmfangreiche Vorbereitungen für die Gaarkun-gebung auf -em Ehrenbreitstein
Staat und Kirche - Staat und Wissenschaft Grundsätzliche Ausführungen Alfred Rosenbergs.
Oie deutschen Pfarrer tagen in Frankfurt a. M.
Der Verband der deutschen Evangelischen Pfarrervereine hält seine diesjährige Tagung in Frankfurt a. M. Die Beratungen beginnen Dienstag, den 4. September, und dauern bis §um 6. September. Der eigentliche Pfarrertag findet in der Aula der Universivät statt. Zahlreiche Besich. tigungen von Frankfurter Kirchen und anderen Sehenswürdigkeiten stehen auf dem Programm«
ten eine entscheidende Abfuhr geben. Der deutsche Saarländer denkt nicht daran, am 13. Januar das Saargebiet zu einem offiziellen Asyl für all' die Leute zu erklären, die bei uns der Staatsanwalt sucht.
In Bezug auf die Darstellung ausländischer Zeitungen über die Saarfrage erklärte der Saarbevoll- mächtigte, es wäre zu empfehlen, wenn sich diese neutralen Besucher des Saargebietes am Sonntag in Koblenz über den wahren Geist und die unerschütterliche Treue der übergroßen Mehrzahl der deutschen Saarländer unterrichten würden. „D a s gesamte Deutschland", so schloß der Saarbevollmächtigte, „wird am kommenden Sonntag in der großen Kundgebung in Koblenz dem Saarländer als deutschem Bruder im Geiste die Hand drücken mit dem beiderseitigen Gelöbnis: Wir beide sind die gleichen Deutschen!"
Ltnerhörte Verurteilung Gaar-eutscher -urch ein französisches Gericht.
Saarbrücken, 22. Aug. (DNB.) Die S t r a f. kammer in Metz befaßte sich mit dem sogenannten „Spionageprozeß" gegen Röchling-Beamte, bei dem folgendes Urteil gefällt wurde: Die beiden Angestellten der Firma Röchling in Völkingen (Saar), der Kriegsblinde R a t h k e und F r i f ch m a n n, er- hileten je 18 Monate Gefängnis. Der Generalsekretär wurde in Abwesenheit zu f ü n f I a h- ren Gefängnis verurteilt, Baldes erhielt 18 Monate Gefängnis.
Wie erinnerlich, waren die jetzt Verurteilten vor einigen Wochen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen über die lothringische Grenze gelockt und dort verhaftet worden. Ein ge-
l r V^rli n 22. Aug. (DNB.) Der Mittwoch die- ser Woche der großen Sendungen aus den Funk« hallen am Kaiserdamm gehörte der Hitlerjugend.
Reichssendeleiter Hadamovsky und Gebiets» fuhrer Cerff Leiter der Abteilung Rundfunß der Reichsjugendführung, sprachen von dem fugend« betonten Kulturwillen des deutschen Rundfunks.
An der Veranstaltung in der großen Ausstel» lungshalle selbst nahmen Reichsminister Dr. G o e b- bels und die Führer des deutschen Rundfunks, Reichssendeleiter Hadamovsky und Ministerin^ rat D r e ß l e r - A n d r e ß teil, die von der Jugend und den zahlreichen Gästen begeistert begrüßt wur. den. HI.-Spielscharen und Musikzüge aus ganz Deutschland zeigten hier im Volkslied und Volks« tanz das Beste aus ihrer Heimat. Gebietsführer Cerff eröffnete die Veranstaltung im Namen der Reichsjugendführung. Dann sprach nach einigen Vortragen Reichssendeleiter Hadamovsky. Dieser Abend, so führte er u. a. aus, sei ein sichtbares Zeichen dafür, daß im nationalsozialistischen Rundfunk die Jugend siegreich zum Durch- v r u ch gekommen sei. Oberbannführer Franz Koppe gab dann der Reihe nach die Darbietun- gen bekannt, an denen die Spielscharen In» sterburg und Stuttgart sowie die Musik- Zuge Züllichau und Karlsruhe beteiligt lebhafter Beifall folgte den ausgezeichneten und lebendigen Vorträgen.
Den Höhepunkt und Abschluß des Abends bil- das Auftreten einer Bergmanns- k a p e l l e und einer Abordnung aus dem Sa arge bi et, die unter dem Gesang des Saar- liedes in die Halle einzogen.
Reichsminister Dr. Goebbels ließ einen Jung- volk-Pimpf aus dem Warndt (Saar), der zur Ein- lertung der Abendveranstaltung ein Gedicht gespro- chen hatte, zu sich kommen und trug ihm Grüße an die deutschen Brüder im Sa arge- blet auf Anschließend begab sich Dr. Goebbels bem Zeltlager des Reichsoerbandes Deutscher Rundfunkteilnehmer für die Gau- und Kreis- funkwarte. Der Intendant des Reichssenders Breslau meldete dem Minister, daß die Gau- und Kreis- funkwarte angetreten seien. Dr. Goebbels schritt dann die lange Front der in drei Gliedern stehen- oen Gau- und Kreisfunkwarte ab. Er besichtigte darauf das Zeltlager und die Feldküche und nahm g e m ein s a m mit den Funkwarten und
MahlzeU ein. Erst kurz vor Mitternacht verließ der Minister, von der Volks- menge auf der Straße begeistert begrüßt, wieder das Zeltlager.
Saarbrücken, 22. Aua. (DNB.) Die Regierungskommission des Saargeoietes hat an das 2uis- wärtige Amt folgende Note gerichtet:
Die Regierungskommission des Saargebietes beehrt sich, dem Auswärtigen Amt den Empfang der Verbalnote II S. E. 1880 vom 14. August 1934 zu bestätigen, welche sich mit der mißbräuchlichen Ausdrucksweise befaßt, die sich einige im Saargebiet erscheinende Zeitungen beim Ableben des Herrn Reichspräsidenten Generalfeldmarschalls von Hindenburg zuschulden kommen ließen.
wisser Litzenburger diente dabei offensichtlich als agent provocateur und wurde auch heute für diese seine Bemühungen freigesprochen. Bisher sind nähere Einzelheiten über den Ausgang des heutigen Prozesses nicht bekannt. Es muß jeooch schon heute als ungeheuerlich bezeichnet werden, daß französische Gerichte Saarländer, die mit Spionage nicht das geringste zu tun haben, zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilen. Man hat fogar den Kriegsblinden Ratbke, der offensichtlich von den französischen Behörden über die Grenze gelockt wurde, zu einer Gefängnisstrafe von IVr Jahren verurteilt.
Koblenz für -en Empfang -er Gaartreue-Kahrer gerüstet.
Koblenz, 28. Aug. (LPD.) Im Laufe des Dienstagnachmittag trafen aus Dortmund, München, Berlin und Beuthen die er st en Saartreue-Fahrer mit Sonderzügen in Koblenz ein. Die Gaupropagandaleitung und zahlreiche Helfer nahmen sich sofort der Volksgenossen an und führten sie zum Train-Depot in Koblenz-Lützel, wo für Tausende und aber Tausende Unterkunft her- gerichtet ist. Peinliche Ordnung und Sauberkeit herrscht überall in den Räumen. Die Wagenhäuser sind zu Gemeinschaftsunterkünften für Männer und Frauen getsennt hergerichtet. In langer Reihe stehen die Feldbetten aufgebaut. Zahlreiche Blumensträuße grüßen zum Willkommen.
Der Bayernhilfszug, ein Wunderwerk modernster Technik, ist in Koblenz eingetroffen, um während der großen Saarkundgebung die Verpflegung der Tausende zu übernehmen. Der Hilfszug ist imstande, alle Aufgaben, die eine so riesige Massenversammlung an Ernährungs- und Pflegenotwendigkeiten stellt, mit größter Beschleunigung der Transportmöglichkeiten und weitester Ausdehnung der Arbeitsdauer zu erfüllen. Die Küchenwagen leisten: 30 000 Kafseportionen, beispielsweise früh 4 Uhr: 30 000 Portionen Eintopfgericht beispielsweise 13 Uhr; 30 000 Portionen Tee 18 Uhr. Es ist dabei gleichgültig, wohin die Verpflegung abgeliefert werden muß. Entfernungen bis zu 50 oder 60 Kilometer spielen keine Rolle. Die Gerät- Zweirad-Anhänger enthalten Einrichtungen für Holzbearbeitung, -eine Schlosserei, eine Klempnerei mit Löt- und Schweißvorrichtungen, eine Feuerlöschstation, eine elektrische Licht- und Kraftstation und die Wasserversorgung. Der Operationswagen gleicht dank seiner ungemein reichlichen Ausstattung einer modernen Klinik. So ist die Gesamtanlage des Bayernhilfszuges ein Musterbeispiel deutscher Technik.
Die Regierungskommission, welche im gleichen Maße wie die deutsche Regierung diese Exzesse mißbilligt, hatte nicht verfehlt, sich mit denselben bereits vor Erhalt der Verbalnote zu beschäftigen. Bei Erörterung der zu ergreifenden Maßregeln stellte sie mit Bedauern fest, daß keine Gesetzesbestimmung zur Unterdrückung schimpflicher Angriffe gegen verstorbene Staatsmänner vorhanden ist. Diese Fälle unterliegen allein dem Urteil des Anstan- des und der öffentlichen Meinung. Somit vermochte die Regierungskommission nur die Ausdrucksweise, die anläßlich dieses traurigen Ereignisses von einigen Zeitungen des Gebietes geführt wurde, ebenso zu beklagen wie diejenigen anderer Zeitungen bei der Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers.
Was die gegen Seine Exzellenz, den Führer undReichskanzler, gerichteten Schmähungen anbelangt, hatte die Regierungskommission bereits vor dem 14. August gegen zwei Zeitungen Sanktionen ergriffen, welche nach dem derzeitigen Stand ihrer Gesetzgebung zulässig erscheinen, eine Tatsache, die der Aufmerksamkeit der deutschen Regierung entgangen sein dürfte. Sie hatte ferner vor k:-f— * !I- - v ~ ■
Der Reichsbahn ist die gewaltige Aufgabe gestellt, in der kurzen Zeit von Samstag bis Montag rund 200 000 Volksgenossen nach und von Koblenz zu befördern. Als Ankunftsund Abfahrtsbahnhöfe find außer dem Hauptbahnhof Koblenz noch die linksrheinischen Bahnhöfe Koblenz-Lützel und die rechtsrheinischen Bahnhöfe Ehrenbreitstein und Vallendar ausersehen. Dor allem mußte für ausreichende Aus- und Einsteigmöglichkeiten gesorgt werden. Die Kosten der notwendigen Anlagen stellen sich voraussichtlich auf rund 140 000 Mark. Um den Ab- und Zumarsch zu den Bahnhöfen zu gewährleisten, mürben entsprechende Vorkehrungen getroffen.
Das Programm.
Koblenz, 22. Aug. (DNB.) Für die große Saartreuekundgebung in Koblenz-Oberehrenbreit- slein am Sonntag, 26. August, wird folgendes Programm bekanntgegeben:
12 bis 14.30 Uhr: INufik, ausgeführt von der 100 Mann starken Kapelle des Freiwilligen Arbeitsdienstes unter Leitung des Musikzugführers Schupf, und Männerchöre, ausgeführt von 2000 Sängern des INittelrheinifchen Sängerbundes unter Leitung von Gauchormeister Dr. Kotig- n o n.
14.45: Einmarsch der Fahnen.
15 Uhr: Beginn der Kundgebung: Männerchöre „Freiheit, die ich meine". Rede des Präsidenten des Bundes der Saarvereine Gauleiter Simon. Allgemeiner Gesang „Saarlied". Eintreffen der Reichstreuestaffeln aus allen Grenzgauen Deutschlands. Ueberreichung kurzer Sendbotschaften an den Führer. Sprechchöre der HI.
Ansprache des Gesandten und bevollmächtigten Ministers des Reiches in Oesterreich Herrn von P a p e n, Ansprache des Saarbevollmächtigten der Reichsregierung Gauleiter Bürckel. Männerchor „Was ist des Deutschen Vaterland". Rede des Führers. Deutschlandlied, Horst-Wessel-Lied. Aufflug von 1 0 000 Brieftauben. Staffelflüge, Marschmusik, Männerchor, F e u e r w e»r k, Beleuchtung der Feste Ehrenbreitstein.
Am Vormittag des 26. August finden für die Teilnehmer der Saartreuekundgebung auf dem Kund- gebungsplah auf dem Ehrenbreitstein evangelische und katholische Feldgottesdienste statt.
Oie Aufgaben
-es Gaarbevollmachtigten.
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.Das Wichtigste an dieser Note scheint uns zu sein, daß die Regierungskommission die deutschen Beschwerden als begründet anerkennt. Sie versucht zwar, dies Anerkenntnis dadurch abzuschwächen, daß sie ihrerseits Beschwerden über die Haltung der deutschen Presse unb des deutschen Rundfunks ihr gegenüber vorbringt. Dieser Versuch scbeitert freilich völlig. Denn wenn die deutsche Presse die Haltung der Regierungskommission einer zuweilen scharfen Kritik unterzogen hat, fv haben dafür gewisse, von der Regierungskommission geduldete Zu- stände im Sa ar gebiet, die zu den letzten beispiellosen Exzessen einiger im Saargebiet erscheinenden Blätter geführt haben, allen Anlaß gegeben.
Negern abspricht unb die Kolomalvölker zu eine« Revolte gegen die weiße Rasse aufruft, so hat das nichts mehr mit der Freiheit des Forschens zu tun, sondern ist eine weltkommuni st ische Pro« p a g a n d a gewesen. Wenn ein Professor (Bum« bei in Heidelberg, auf einer deutschen Hochschule also, erklärt, die deutschen Soldaten seien aus dem Felde der U n e h r e gefallen, so hat er da« mit nach unserer Anschauung das Recht Der« wirkt, auf einer deutschen Hochschule zu lehren, deren Existenz durch die Verteidigung des deutschen Soldaten überhaupt ermöglicht worden ist.
Das sind nur einige Beispiele von Hunderten, die wir zu unserer bitteren Schande im Laufe bei? 14 Jahre in Deutschland beobachten mußten. Im übrigen glauben wir, daß ebensowenig, wie der Neger imstande fein wird, die europäische Kultur in ihrem Wesen zu erfassen, auch der aus Syrien stammende Jude dies nicht tun kann. Und wenn man dies geglaubt haben sollte, so hat Deutschland jedenfalls an [.einem Leid die Tatsache tausendfach erlebt, daß dies nicht möglich war, sondern daß nahezu alle jüdischen Gestalten auf deutschen Lehrstühlen sich politisch gegen die deutsche Staatlichkeit und weltanschaulich gegen das deutsche Wesen eingestellt hatten.
Was wir fordern, ist bloß die Freiheit der deutschen Nation, über ihre geistige Haltung selb st zu bestimmen. Auch das gehört zur Gleichberechtigung innerhalb der anderen Nationen, und ich glaube, wenn die Beweggründe richtig verstanden Derben, so wird balb ein besseres Verhältnis zwi^ chen Deutschland unballen jenen, die guten Willens mb, das neue Leben zu begreifen, hergestellt werden können.'
Oie Vereidigung -er Beamten un- Gol-aten -er Wehrmacht , D-rlin, 22. Aug. (DNB.) In Verfolg des Ee. sttzes über bas Staatsoberhaupt bes Deutschen Reiches unb ber Volksabstimmung vom 19. August
, die Reichsreaierung bas folgenbe Gesetz 'A v Beeidigung der Beamten unb ber Soldaten ber Wehrmacht" beschlossen, bas in ber ycr. 98 bes Reichsgesetzblattes Teil I veröffentlicht ist:
1. Der Diensteib ber öffentlichen B e - amten lautet: „Ich schwöre, ich werbe bem Z^rer des Deutschen Reiches unb bes Volkes r Hltler treu unb gehorsam fein, bie (Zeetze beamten unb meine Amtspflichten gewissen- haft erfüllen, so wahr mir Gott helfe "
2 Der Diensteib ber Solbaten der ?;r^rnka>$ sHwöre bei Gott diesen
heiligen Elb, baß ich bem Führer bes Deutschen Reiches unb Volkes Abolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehör- [am leiste unb als tapferer Solbat bereit fein will leberzeit für biefen Eib mein Leben einzusetzen."
Die im Dienst befinblichen Beamten finb un- verzüglich zu d e r e i b i g e n. Das Gesetz über die Dereibigung ber Beamten unb der Soldaten der Wehrmacht vom 1. September 1933 (RGB I S. 1016) und die Verordnung vom 2. gleichen Monats (RGB. I 6.1017) werben a u f g e h o b e n. Auf Grunb biefes Gesetzes, nach bem alle öffentlichen Beamten auf bie Person des Führers und Reichskanzlers Abolf Hitler zu oereibigen finb, wie dies bei ben Solbaten ber Wehrmacht bereits ge- chehen ist, hat ber Reichsminister bes Innern ämtliche Behörben angewiesen, bie Dereibigung ber im Dienst befinblichen Beamten unverzüglich vorzunehmen.
B er 11 n, 22. Aug. (DNB.) Der „Wlkische Beob- achter veröffentlicht eine Unterrebung des Beauftragten des Führers für die Ueberwachung ber ge« weltanschaulichen unb geistigen Erziehung ber 211 f r e b Rosenberg, mit bem
Vertreter des International News Service Pierre M die Frage: „Welches ist die Stellung ber NSDAP gegenüber Katholiken unb o te st a n t e n?" antwortete Rosenberg u a • ' Die NSDAP, ist zwar eine weltanschaulich-politische Kampfbewegung, hat aber den Grundsatz religiöser Duldsamkeit stets vertreten und, nachdem sie staatlich zum Siege gelangt ist, dAen Schutz der Bekenntnisse auch staatlich gesichert. Der Führer hat mehr als einmal erklärt, s »-r Jn die bekenntnismäßige Sphäre der Kirchen nicht e i n g r e i f en wolle. Was sich ^Gebiet bes protestantischen Kirchenwesens abgespielt hat, war eine organisatorische
V V? Uh? 9 verschiedener kirchlicher
-nd°4 kein. Eingreifen in die verschiedenen »efenntmffe. Allerdings darf ber Staat auch reli- gwfe Bekenntnisse nicht unterdrücken, wenn sie in bem einen ober anderen Punkt nicht mit den Dogmen der zwei anderen großen Kirchen übereinstimmen. Unangefochten unb staatlich begrüßt ^soeben m Berlin ein B a p t i st e n k o n g r e ß stattgefunben und wir hoffen, daß seine Teilnehmer hoUrGh Do” der religiösen Duldsamkeit
der deutschen Nation mit in ihre Heimat genommen haben- Wogegen wir aber protestieren, das ist, daß die alten Bekenntnisse die Macht des Staates fordern, um kleinere religiöse Gruppie- rungen zu unterdrücken. Und weil das nicht ge- !.?ieht, so ist manchmal eine nicht berechtigte Klage über Unfreiheit groß geworden. Die NSDAP, steht also auf dem Standpunkt, daß die Religionsfrage der persönlichen Entscheidung des ein-
Berlin, 22. Aug. (DNB.) Der Saarbevollmächtigte des Reichskanzlers Gauleiter B r ü ck e l äußerte sich in der Nationalsozialistischen Parteikorrespondenz über seine Aufgaben folgendermaßen:
Meine Aufgabe als Saarbevollmächtigter ergibt sich aus ben Zustänbigkeiten des Reiches,'die in den bestehenden Verträgen unb Abmachungen beim Völ- - terbunb festgelegt sind. Es besteht ohnedies nicht ber geringste Zweifel barüber, baß bie eigentliche Saar- trage bas Bekenntnis ber Saar zum Reich, schon deshalb eine innere Angelegenheit ber Saarbewohner selbst ist, weil biefe es als Beleibigung auffassen müssen, wollte man ihnen bei 'hrem Bekenntnis zu Deutschlanb Hilfe von außen anbieten Wenn heute oft im Zusammenhang mit Der ■äuffteUung von Polizeiorganen bie Forberung nad) „neutralen" ©aarlänbern zum Zwecke ber polizeilichen Verwendung erhoben wird, so muß dabei bedacht werden, daß kein Mensch als „Neutraler" geboren wird, und ganz besonders der Saarländer wird durch seine erste Abstimmung bezeugen, daß er als Kind einer deutschen Mutter geboren wurde.
. Wenn der Gau Pfalz am 19. August sich mit einem 96prozentigen „Ja" zum neuen Deutschland bekannt hat, so sehen die Saardeutschen dieses offene Bekenntnis ihrer Nachbarn und Stammesbrüder als einen besonders eindrucksvollen Beweis der Verlogenheit, mit der die separatistischen Hetzer das Deutschland Adolf Hitlers verleumden. Das Abstimmungsergebnis der Pfalz ist auch deshalb bemer- kenswert, weil sie durch das unmittelbare Angren- 3en an das Saargebiet wahrhaftig nicht verschont bleibt von all' den Greuelmärchen und der Hetzpropaganda, die durch die Emigranten und S e p a r a t i st e n, die diesen Lügenfeldzug für ihren Entscheidungskampf in steigendem Maße organisieren, verbreitet werden. Und ebenso wie der Pfälzer, so wird auch ber Saarlänber diesen dunklen Giemen-
meinen Menschen unterliegt. Was der Staat fordert, ist der völlige Einsatz des Menschen für sein Volk und für diesen neuen, das Volk schirmenden Staat."
Huf die weitere Frage: „Wie stellt sich die NSDAP, zur Freiheit der Wissenschaft?" antwortete Rosenberg u. a.:
Die NSDAP, steht auf dem Standpunkt daß die Erringung der freien Forschung vor einem halben Jahrtausend mit zu ben größten Errungenschaften europäischer Kultur gehört und niemals mehr ausgetilgt werden darf. Wir stehen aber auch vor der Tatsache, baß feit Jahrzehnten auf Lehrstühle nur Professoren berufen wurden, welche auf wirtschaftlichem Gebiet entweder marxistische oder liberali- stische Ideen oortruaen. Große Denker auf diesem Gebiet aus ber beutschen Vergangenheit finb nicht 3 uge la ff en worden. Aehnlich verhält es sich auf philosophischem Gebiet, auf bem Gebiet der Geschichte usw. Was der nationalsozialistische Staat getan hat, ist, einmal auch jenen Kräften freie Bahn zu geben, die seit Jahrzehnten in Deutschland auf weltanschaulichem und biologischem Gebiet wirkten, ohne anerkannt zu werben. Der nationalsozialistische Staat beansprucht also das gleiche Recht, das alle anderen Staaten für thre Universitäten in Anspruch nehmen.
Auch heute lehren Menschen sehr verschiedener Denkungsart in Deutschland, und die freie Forschung roirb nirgenbs unterbrücft. Was zu dieser Meinung geführt hat, ist bloß die Tatsache, baß leider eine
. Anzahl jüdischer, aber auch deutscher Hoch- L s rer Freiheit des Forschens mit ber Frei- heU bes Beschimpfens des beutschen Namens verwechselt haben. Wenn ein Herr Einst ein der weißen Rasse überhaupt das Recht auf bie Behauptung einer moralischen Höherwertigkeit gegenüber
wählten Vertretern ber Bevölkerung zur Abgabe eines Gutachtens vor.
Die Regierungskommission hat damit im voraus die Berechtigung ber in oben genannter Note vorgebrachten Beschwerben gegen bie Exzesse einer unabhängigen Presse anerkannt. Sie kann indessen nicht umhin, ihrem Erstaunen darüber Ausdruck zu geben, daß die deutsche Regierung seit vielen Monaten und trotz ber unbeantwortet gebliebenen Proteste ber Reaierungskommission in einer gesetzlich der Kontrolle des Staates unterstellten Presse einen heftigen Feldzug gegen d i e Reglerungskommission, ihre Mitglieder und ihre Beamten duldet. Mehr noch: Angriffe oft schimpflicher Art — um dies festzustellen genügt ein Hinweis auf eine von einem verantwortlichen Reichsminister an ber Grenze bes Saargebietes gehaltene Rebe — würben fast täglich durch die amtlichen deutschen Rundfunksender verbreitet.
Da die Note der deutschen Regierung der Presse mitgeteilt worden war, wird bie Regierungskommission biefes Antwortschreiben veröffentlichen, sobald es in den Besitz der deutschen Regierung ge- laiwt sein wird.
Saarbrücken, 21. August 1934.


