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Darmstadt, 14,47 Meter: 2. Gugel, 1900 Gießen, 13,90 Meter: 3. Luh, VfB.-Reichsbahn, 13,45 Meter. Gute Leistungen aller. Luh hat seine Form noch nicht gefunden.

Diskuswerfen, Kl. I: 1. Schneider, Polizei Darmstadt, 42,70 Meter; 2. Kilo, 1900 Gießen, 40,45 Meter: 3. Luh, VfB.-Reichsbahn, 38 Meter. Auch hier fjegt Schneider. Der Darmstädter konnte durch sichere technische Würfe überzeugen.

Hochsprung, Kl. II: 1. Anhaier, Koblenz, 1 68 Meter; 2. Klein, Neuwied, 1,63 Meter; 3. Pieh, DfB.-Reichsbahn, 1,58 Meter.

200 Meter, K l. II: 1. Kaupe, Post Frankfurt, 25 Sek.: 2. Koch, 1900 Gießen, 25,1 Sek.: 3. Rodri­guez, VfB.-Reichsbahn. Dem kleinen Trittstil laufen­den Rodriguez sagte die weiche Bahn nicht zu; er «ati kurz vorm Ziel, noch aussichtsreich liegend, das Rennen auf.

VfB.-Reichsbahn Gießen.

VfV. I VfL. Germania Frankfurt I 1:0 (1:0).

Die Germanen, in der angekündigten Aufstellung fpielenb, hinterliehen in technischer Hinsicht einen vorzüglichen Eindruck. Im Kopfspiel war jeder ein­zelne den Gießenern überlegen. Wenn die Mann- schast trotzdem zu keinen Torerfolgen kam, so ist dies teils dem Unvermögen des Gästesturmes, teils dem fehlerfreien Spiel der Gießener Hintermann­schaft zuzuschreiben. Der zum ersten Male im Gie­ßener Tor stehende Schwan bot, abgesehen von einer großen Dosis Glück, ohne die es beim Fuß­ball nicht geht, Glanzleistungen, die sein Verblei' den in der Mannschaft sichern dürften. Der Gieße­ner Sieg muß unter Würdigung aller Umstände als glücklich bezeichnet werden.

Dem korrekt und sicher amtierenden Schiedsrich­ter stellten sich die VfBer mit Ersatz für Wilhelm und Ritter. Die ersten zehn Minuten war das Spiel vollkommen offen. Eine Vorlage des Mittel­läufers an den Linksaußen lenkte dieser sofort zur Mitte zwischen die Verteidigung, die mit dem Ein­greifen zögerte und damit Heß Gelegenheit gab, kurz entschlossen einzuschießen. Dieses Tor sollte die Niederlage der Gäste besiegeln. Der Rest der ersten Halbzeit war eine dauernde Drangperiode der Gäste, die nichts Zählbares erreichen konnten. Der Frank­furter Halbrechte schoß aus vollem Lauf aus das Tor; der Ball sprang, mit dem Fuße abgewehrt, zum Rechtsaußen, der einschoß. Dieses Tor wurde wegen abseits nicht gewertet. Die zweite Halbzeit bot im großen und ganzen daselbe Bild, wie die

erste. Immer wieder rollten die Frankfurter An- grifse auf das Gießener Tor, das eine in den Leistungen über sich hinauswachsende Hintermann­schaft verteidigte. Fast hätte ein Durchbruch der Gießener zu einem zweiten Tor geKhrt. Der ab­seits stehende Rechsaußen erhielt den Ball, flankte zur Mitte, wo zwei Stürmer, von denen jeder mit dem Schießen zögerte, dem herbeieilenden Verteidi­ger den Ball auf den Körper schossen und damit eine klare Torchance vergaben.

Vor dem Ligaspiel schlug die Dritte die nur mit neun Mann erschienenen Daubvinger verdient mit 4:0 Toren.

Vfv Reichsbahn I Union Riederrad I 0:4 (0:2).

Nachdem die Schüler die gleiche des Sportvereins Krofdorf-Gleiberg bei guten Leistungen mit 5:0 ge­schlagen hatten, betraten beide Mannschaften das Spielfeld. Das Spiel bot insofern eine Ueber- raschung, als die hoch favorisierten Niederräder in technischer Hinsicht manche Wünsche offen ließen und zu einem 4:0-Sieg kamen, der bei einer besse­ren Leistung des Gießener Torhüters, der zwei haltbare Bälle passieren ließ, niedriger ausgefal­len wäre. Die überragenden Kräfte der Nieder­räder waren der Linksaußen und der Halbrechte. Von dem Mittelstürmer Leichter haben wir in Gießen schon bessere Leistungen gesehen.

Zu Beginn des Spieles kamen die Gießener auf der rechten Seite gut durch, die Flanke von dem Linksaußen, scharf aufs Tor getreten, hielt der Niederräder Torwart. Da die Niederräder den Gie­ßenern in Körperbeherrschung überlegen waren, konnten sie einige Torchancen herausarbeiten, die aber nicht ausgewertet wurden. Ein scharfge-schosse- ner Ball sprang von den Knien des Gießener Tor­hüters ins Tor und sicherte somit den Gästen eine 1:0-Führung. Eine Minute vor Halbzeit fiel über­raschend das zweite Tor. Die Flanke des Links­außen wurde von der Verteidigung verfehlt. Becker zögerte mit dem Eingreifen, und der dazwischen spurtende Halblinke hob den Ball über ihn ins Netz. In der zweite Spielhälfte waren die Nieder­räder durch die glänzende Aufbauarbeit ihrer Läu­ferreihe zeitweise stark feldüberlegen. Eine geschickte Körpertäuschung des Halblinken verschaffte dem Linksaußen freies Schußfeld zum dritten Tor. Bei einem Gedränge vor dem Gießener Tor schoß der Halbrechte zum vierten Tore ein und sicherte seiner Mannschaft einen verdienten Sieg. Schiedsrichter Kunze war für dieses Spiel der'gegebene Leiter.

Wirtschaft.

Siegerländer Erzgruben für Beibehal­tung der Reichs- und Staatsbeihilfen.

Der Siegerländer Eisensteinverein G. m. b. H., Siegen, teilt mit: In der am 16. Mai abgehaltenen ordentlichen Generalversammlung der AG. Buderus- schen Eisenwerke wurde auch die Frage der staat­lichen Beihilfe für den Eisenerzbergbau an Lahn, Dill, in Oberhessen und im Siegerland behandelt und dabei zum Ausdruck gebracht, daß es für den Bergbau an Lahn, Dill und in Oberhessen er­wünscht sei, schon vom nächsten Etatsjahre ab auf die bisher für Aus- und Vorrichtungsarbeiten er­haltenen Reichs- und Staatsmittel zugunsten er­weiterter Untersuchungs- und Austchlußarbeiten zu verzichten.

Sollten die gemachten Ausführungen tatsächlich für sämtliche Dill-, Lahn- und oberhessische Gruben zutreffen, so muß mit allem Nachdruck darauf hin­gewiesen werden, daß eine Anwendung derartiger Maßnahmen keinesfalls auf das Siegerland in Frage kommen darf. Bei den großen Teufen und den damit verbundenen besonders hohen Kosten einerseits und den geringen Erlösen andererseits muß die wirtschaftliche Lage der Gruben trotz der inzwischen erfolgten Weigerung von Förderung und Absatz nach wie vor als nicht befriedigend ange­sprochen werden. Vor allem ist es notwendig, an Aus- und Vorrichtungsarbeiten, für die seit April 1933 die Beihilfe verwandt wird, im Siegerland noch sehr viel nachzuholen. Es ist daher unbedingt erforderlich, daß die bisherige Verwendung des Reichs- und Staatszuschusses für die Siegerländer Gruben auch weiterhin beibehalten wird, zumal sich diese Beihilfe nicht nur im Interesse der heimischen Arbeiterschaft, sondern auch im nationalen Interesse so produktiv auswirkt, wie bei kaum einer anderen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

* Verordnung über d i e Regelung des Absatzes von Zuckerrüben. Der Reichsernährungsminister hat durch eine Verord­nung den Reichsnährstand ermächtigt, zur Regelung des Absatzes und Preises von Zuckerrüben Richt­linien für Abschluß und Durchführung über die Lieferung von Zuckerrüben zu bestimmen, und zwar im Zusammenwirken mit der Wirtschaftlichen Ver­einigung der deutschen Zuckerindustrie. Der Nähr- stand kann bestimmen, daß die betr. Verträge den

Richtlinien entsprechen müssen, bezw. ihnen anzu­passen sind. Geschieht dies nicht, so können sie auf Verlangen einer Vertragspartei für unwirksam er­klärt werden. Zur Beurteilung derartiger Fälle, sowie zur Entscheidung von Streitigkeiten zwischen Zuckerfabrik und Rübenbauer über Rübenlieferung der Ernte dieses oder der folgenden Jahre werden für die einzelnen Kontingentsbezirke Bezirksschieds­gerichte gebildet, denen gegenüber ein Reichsschieds­gericht als Berufungsinstanz wirkt.

Frankfurter Börse.

Gefchäfislos.

Frankfurt a. M., 22. Mai. Nach der Pfingst- untevbrechung lag die Börse ziemlich geschäftslos. Aufträge der Bank kundschaft fehlten fast vollkom­men, die Kulisse zeigte die gewohnte Zurückhaltung. Infolge dieser Geschäftsstille gaben die Kurse zu­meist bis auf wenige Ausnahmen nach. Besondere Anregungen lagen nicht vor: der Wiederbeginn der Transferbesprechungen wird mit Interesse verfolgt. Die Märkte sind vollkommen leer, so daß börlen- technisch eine Aufwärtsbewegung bei leichtem An­stoß begünstigt ist.

Farbemndustrie eröffnete 0,25 v. H. leichter, be­hauptet waren Deutsche Erdöl und Scheideanstalt, Th. Goldschmidt lagen 1,65 v. H. fester. Non Mon­tanpapieren verloren Phönix, Stahlverein und Mannesmann je 1,25 v. H., Rheinstahl und Bude- rus je 0,75 v. H., Mansfeld 0,50 v. H., während Harpener 0,90 v. H. und Rhein. Braunkohlen 2,25 v. H. gewannen, wobei die Adfatzentwicklung in der Braunkohlenindustrie anregte. Schiffahrtspapiere lagen freundlich, Nordd. Lloyd plus 1,25 v. H., Ha- pag plus 0,25 v. H. Reichsbahn-VA. verloren 0,50 v. H., Reichsbankanteile 0,25 v. H. Vollkommen ver­nachlässigt und kaum verändert war der Elektromarkt. Sonst eröffneten Daimler-Motoren 1, Kunstseide Vemberg 2,25 o. H. schwächer, Zellstoffaktien blie­ben gehalten.

Der Rentenmarkt war ebenfalls ohne Bewegung: bei kleinsten Umsätzen verloren Alt- und Neubesitz­anleihe etwa 0,25 v. H., späte Reichsschuldbuchforde­rungen waren behauptet, Stahlverein-Bonds minus 1 v. H.

Im Verlaufe stagnierte das Geschäft vollkommen. Kundenorders waren auch späterhin nicht eingetrof­fen, während die Kulisse in Zurückhaltung verharrte. Das Kursniveau bröckelte zumeist noch geringfügig

und zwar um 0,25 bis 0,50 v. H. ab. Etwas fester lagen Schuckert mit plus 1 v. H. Die später notierten Werte gaben überwiegend bis 0,75 v. H. nach.

Auch am Rentenmarkt herrschte Geschäftslosigkeit. Deutsche Anleihen bewegten sich etwa auf Anfangs­basis. Am Pfandbriefmarkt lagen Gold Pfandbriefe und Kommunal-Obligationen zumeist unverändert, Liquidationspfandbriefe tendierten bei geringen Abweichungen uneinheitlich. Stadtanleihen zogen überwiegend an, Staatsanleihen lagen unverändert. Von fremden Werten waren Goldmexikaner mäßig höher. Tagesgeld blieb zum Satz von 4 v. H. unverändert.

Die Frankfurter Abendbörfe fällt in­folge des lokalen Feiertages heute aus.

Frankfurter Schlachtmelimarkt.

Frankfurt a. M., 22. Mai. Auftrieb: Rinder insgesamt 921 (gegen 1364 am letzten Montags­markt), darunter 366 Ochsen, 51 Bullen, 278 Kühe, 226 Färsen. Kälber 301 (889), Schafe (39), Schweine 3682 (4533). Notiert wurde pro ein Ztr. Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 35 bis 36, b) 33 bis 34, c) 30 bis 32, d) 27 bis 29. Bullen a) 32

bis 33, b) 30 bis 31, c) 28 bis 29, d) 26 bis 27.

Kühe a) 29 bis 32, b) 26 bis 28, c) 23 bis 25, d) 17 bis 22. Färsen a) 35 bis 36, b) 33 bis 34,

c) 30 bis 32, d) 26 bis 29. Kälber a) 52 bis 54,

b) 49 bis 51, c) 43 bis 48, d) 31 bis 42. Schafe

nicht notiert. Schweine al) 50, a2) 39 bis 42, b) 38 bis 42, c) 37 bis 42, d) 35 bis 40, e) 33 bis 38, gl) 36 bis 38, g2) 30 bis 35. Im Preisvergleich zum letzten Montagsmarkt ergaben sich keine Ver­

änderungen. Marktverlauf: Rinder mittelmäßig, ausverkauft. Kälber rege, geräumt. Schweine schlep. pent), Ueberstand.

Fleischgroßmarkt. Beschickung: 562 Viertel Rinv- fleisch, 107 ganze Kälber, 3 ganze Hämmel, 272 Schweinehälften. Preis für ein Ztr. frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 53 bis 58, II 49 bis 53. Bullenfleisch 48 bis 54. Kuhfleisch II 35 bis 44, III 28 bis 35. Kalbfleisch II 72 bis 80, III 65 bis 72. Hammelfleisch 70 bis 75. Schweinefleisch 60 bis 66. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: ruhig.

Mainzer Schlachtviehmarkt.

Mainz, 22. Mai. Auftrieb: 36 Ochsen, 16 Bullen, 492 Kühe oder Färsen, 274 Kälber, 739 Schweine. Preise: Ochsen al 31 bis 35, b2 24 bis 30; Bullen c 25 bis 29; Kühe a 23 bis 30, b 16 bis 22, c 12 bis 15; Färsen a 28 bis 36, b 23 bis 27; Kälber b 38 bis 46, c 32 bis 36, d 22 bis 30; Schweine b 40 bis 42, c 37 bis 42, d 34 bis 40. Verlauf: Großvieh mäßig belebt, langsam ge- räumt. Kälber ruhig, ausverkauft. Schweine ruhig, Ueberstand.

Schweinemarkt in Lich.

* L i ch , 23. Mai. Auf dem gestrigen Schweine- markt in unserer Stadt standen 508 Ferkel und Springer zum Verkauf. Es kosteten Ferkel bis zu 6 Wochen alt 12 bis 15 Mark, von 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 16 bis 18 Mark, 8 bis 10 Wochen alte Tiere 19 bis 22 Mark, Springer 27 Mark pro Stück. Das Handelsgeschäft verlief flott, der Markt wurde geräumt.

Genoffenschasts-Aeuordnung in Krofdorf.

Letzte Generalversammlungen derSpar- und Kreditkasie" und derSpar­und Darlehenskasse".

(D Krofdorf-Gleiberg, 22. Mai. Am Samstag abend hielten die beiden hiesigen Genos­senschaftskassen, die demLändlichen Genossen- schaftsverband-Raiffeisen" in Frankfurt a. M. ange­hören, die letzten Generalversammlungen seit ihrem langen Bestehen ab. Damit ist endgültig der Schlußstrich unter einen Abschnitt dörflichen Genos­senschaftslebens gezogen, das in allen feinen Teilen tief verwurzelt war mit allen Schichten der Be­völkerung im Ort und darüber hinaus. War ein Nebeneinanderstehen und -arbeiten zweier solcher gleichwertigen Kassen möglich, solange sie verschie­denen Spitzenverbänden angehörten und solange scharfe politische und weltanschauliche Gegensätze unklare Verhältnisse schufen, so änderte sich dieser Zustand einmal dadurch, daß die großen Verbände, derLändliche Genossenschaftsverband" und der Raiffeisenverband", zum Reichsverband verschmol­zen, und zum anderen, daß mit der Machtüber­nahme Adolf Hitlers in Deutschland die Voraus­setzungen für die Dorfgemeinschaft unter lieber« brückung aller Hindernisse gegeben wurden. So be­schloß man an der letzten Jahreswende die Ver­schmelzung beider Dorskassen zu der neuenS par- u n b Vorschußkasse Krofdorf-Glei- b er g".

Es war ein erfreuliches Zeichen guten Willens für gemeinsame Zukunftsarbeit, daß beide Vereine ihre abschließenden Generalversammlungen in einem Lokal (Wirtschaft Hofmann) zu gleicher Zeit abhielten. Nach kurzen Begrüßungsworten des Vor­sitzenden der neuen Kasse, Wilh. Wagner, an die Anwesenden, eröffnete für die

Spar- und ftrebUfaffe

K. Feuser, Vorsitzender des Aufsichtsrates, unter besonderer Begrüßung an den zum erstenmal hier weilenden Verbandsrevisor Nebel- Wetzlar die Tagung. Der neue Kassenführer Hemmerle gab einen eingehenden Geschäftsbericht über das Jahr 1933. Sechs Mitglieder sind der Genossenschaft neu beigetreten, ausgeschieden durch Tod eins, durch Aufkündigung drei, so daß am 31. Dezember 1933 246 Mitglieder der Genossenschaft angehörten. Der »(auf einer Hauptbuchseite) betrug 453 133,35 er Stand der Spareinlagen 267100,59 Mk.

(12 327,99 Mk. mehr als im Vorjahre). Neue Spar­bücher wurden 15 ausgegeben. Als festbefristete Darlehen bestanden 188 272,39 Mk. In laufender Rechnung hatten die Mitglieder Schulden 167 798,96 Mk., Guthaben 8757,22 Mk. Die Schuld bei der ge­nossenschaftlichen Zentralkasse in Frankfurt betrug 74 751,61 Mk. An Aufwendungen entstanden 2950,39 Mk. Es verblieb ein Reingewinn von 1087 Mk. Die Bilanz wurde einstimmig genehmigt und der Ver­waltung Entlastuna erteilt. Ebenso fand der Vor­schlag einstimmige Annahme, den Gewinn wie folgt zu verteilen: 5 Prozent Dividende auf Geschäftsgut­haben, 400 Mark auf Reservefonds und 445,10 Mk. auf Betriebsrücklage.

Darauf eröffnete der Vorsitzende des Aufsichts- rates W. Mandler die Versammlung der

Spar- und Darlehnskasse.

mit herzlicher Begrüßung an die Mitglieder. Auch hier gab Geschäftsführer Hemmerle den Bericht,

aus dem folgendes zu entnehmen ist: Neue Mit« glieder 1, ausgeschieden durch Tod 7, durch Aus. kündigung 3, so daß 356 Mitglieoer vorhanden sind. Umsatz (auf einer Hauptbuchseite) 205 622,C* Mark, Spareinlagen 274 016,23 Mark (17 951,26 Mark weniger als im Vorjahr), festbefristete Dar­lehen 276110,71 Mark, Schulden der Mitglieder in laufender Rechnung 11 594 Mark, Guthaben 4427.45 Mark, Schuld bei der Zentralkasse 9116 Mark, Aufwendungen 29 880,68 Mark, Gewinn 4224,34 Mark. Auch hier erfolgte einstimmige Ge­nehmigung der Bilanz und Entlastung der Verwal- tungsorgane. Die Verteilung des Gewinnes: 550 Mark Zuwendungen für die Verwaltung, 1152 Mark auf Konto der Spareinlagen-Aufwertung und 2522,34 Mark auf Reservefonds.

PunktVerschiedenes behandelten beide Institute gemeinsam. Es entspann sich eine längere Aus­sprache über eine evtl. Nachaufwertung der alten Spareinlagen mit folgendem Beschluß:

Beide Kassen geben den Aufwertungsgläu­bigern, die am 31. Dezember 1933 noch ein Spareinlage - Aufwertungsguthaben hatten, 1 v. H. Rachaufwertung. Der Zeitpunkt der Gutschrift wird vom Vorstand und Aufsichts- raf der neuen Spar- und Vorfchuhkasse fest- gefetzt."

Verbandsrevisor Nebel sprach über Weckun- und Pflege des Sparsinnes, was am besten ge­schehen könne, wenn man dem Kleinsparoerkehr die nötige Aufmerksamkeit zukommen lasse. (Fr machte Mitteilung von dem Entgegenkommen des Verbandes, das dieser in Hinsicht auf die Bedeu­tung des Kleinfparverkehrs feinen Genossenschaften zeige. Grundsatz müsse sein: Jeder Sparpfennig der Dorf kaffe!

Nach Abstattung des Dankes an die ausfcheiden- denMitglieder der Verwaltung durch W. Mond- l e r sprach Lehrer Praß das Schlußwort, in dem er u. a. ausführte, daß mit der Auflösung der bei­den, viele Jahre so segensreich für Dorf und Um­gegend gearbeiteten Kassen ein Stück aenossenschaft- liehe Dorfgeschichte wohl einen gewissen Abschluß erhalten habe, sich aber in neuem, bedeutend bes­serem Rahmen fortsetzen werde. Redner wies auch auf den

g*.» o"enfchaftlichen Gedanken in der Dorf- gemeinschaft Krofdorf-Gleiberg

vor vielen hundert Jahren hin, als unsere Vorväter bei der Behandlung ihres Markwaldes gemäß dem Grundsatz .Gemeinnutz geht vor Eigennutz" handel­ten. Mit dem Dank an die beiden bisherigen Rech' ner, die in schwersten Zeiten viele Jahre lang um- sichtig und einsatzbereit ihr verantwortungsvoller Amt geführt haben, und mit der Mahnung zu ge­nossenschaftlicher Pflichterfüllung aller dem neuen Kasseninstitut gegenüber schlossen die Ausführungen.

In einigen Tagen wird die Spar- und Vorschuß' kaffe in den Räumen der bisherigen Amtskasse ihre Arbeit beginnen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe der zuietzl deich losienen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß S o. H.

$ranffun a. Dl.

Serhn

Schluß« furt

Schlußk. Abend, bflrfe

Schluß. hn#

Schlußk. Dlitteq. börse

Datum

18.5.

22.5.

18-5.

22-5.

% Deutsche RelchSanleihe v. 1927

95,75

95,5

95,65

95,65

8% ehem.7% Dl. Reichöanl. v. 1929

99,8

99,7

91,5

99,8

91,5

99,8

5%% Doung-Anleihe von 1930 ..

91,6

91,25

Deutsche ölnl.-Ablüs.-Schuld mit

95,5

18

95,2

95,4

AuSIos..Rechten .........

95,4

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte......

17,75

17,85

17,7

8% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929

93,5

93,5

93

(rückzahlb. 102%) ...........

6% Hess. LandeSban! Darmstadt Gold N. 12.................

90,75

90,75

6y.% Hess. Landes-Hypotheken-

89,75

ban! Darmstadt Liqui.......

90

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten ..........

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

93

93,13

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

93

93,75

4% ebem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

90,65

90,75

% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

90,65

90,75

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

ehem. <y,% Franks. Hyp^ Bank-Liglu-Psandoriefe.......

90

90

y.% «hem. 4K% Rheinische

90,5

Hyp.-Bank-Liqu.^Voldpfe.....

91

6% ehern. 8% Pr. Landespfand, vriefanstalt, Pfandbriefe R. 19

94

94

94,25

94,25

6% ehern. 7% Pr. Landespfand.

briefanstalt, Pfandbriefe R. 10

94

94

94

94

Lteuergutsch. Verrechnungskurs - -

98,25

98,25

98,25

98,25

4% Oesterretchtiche Golbrente.... 4,20% Oesterreichlsche Sllberrentr

23,13

23,25 0,90

23,5 1,1

23,5

4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8,95

6,9

7

7

6,4

6,4

6,75

6,5

4si% deSgllvon 1913 ......

6,5

6,5

6,75

6,55

6% abgest. Goldmexikaner von 99

8,13

8,4

8,45

8,65

4^ Türkische Zollanleihe von 1911

6.75

5,75

6,75

6,6

6,6

*

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß- kurS

Schlußk. Abend, börse

Schluß» kurs

Schlußk. Mittag, börse

Datum

18-5.

22.5-

18-5-

22-5.

4% desgl. Serie II ............

6,7

6,7

5% Ruinän. vereinh. Rente v. 1903

4,05

4,3

4,05

4,15

4^,%Rumän.vereinh.Rentev.l918

6,85

4% Rumänische vercinh. Rente ..

3,65

3,7

3,7

3,8

2%% Anatolier ...........

29,75

80,15

30,3

30

vamvurg-Amerika-Pakei ..... 0

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

Hansa-Dampfschiff..........0

Norddeutscher Lloyd .........0

21.®. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Cummer», und Privat-Bank ... 0 Deutsche Ban! und DiSco nto-

Gesellschast................ o

Dresdner Ban!..............0

Reichsbank ................ 12

21,25

21,75

21,75 24

21,5

23,25

25,4

26,75

25,65

26,65

65

65

64,9

64,65

84,75

84,75

85

85

45,25

47

45,25

47

53,75

53,25

53,75

53,25

61,5

60,5

61,5

60,5

150,25

150

149,4

149,5

Ä.C.G...................... o

Betula..................... o

Slettr. LieserungSgesellschaft... 6

Licht und Kraft ...... g

Felten L Guilleaume......... 0

^d'-Ul^.f.eieftT.Untenieljnninfl. 6

KMnifdje Elektttzitäl ........ 6

Schuckert L Lo............... z

Siemens L Halüle..... 7

SabmeverSLo.............io

Buder« .................. 0

Deutsche IfrbM ...............

Gelsenkirchen«..............J

barpener....................

Voesch EisenKbln.Neuessen .* 0

Ilse Bergbau ......... A

Nie Bergbau Genüsse........-

-löcknerwerle ................

- E-MMMD MG d

24,75

24,75

25,25

25

132,9

133,65

133

133,4

96,5

96,25

96,75

96,25

103,25

102,75

102,75

102,75

53,5

53,5

53,25

53,75

96

95,9

95,9

94,75

93,25

94,5

9 5

95

88,25

88

89,65

134

133,9

134

131,75

115

116

115

115,25

73,75

73

73,25

72,25

115

115,25

115,4

114,75

60,75

60,5

61,4

60

90

90,9

90,5

90,5

72,75

70,75

136,5

136

136,5

136

112,75

112

64

63

64

62,75

6M

62,4

62,75

62

Frankfurt a. UL

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß- kurs

Schlußk.

Mlnag.

Wrfe

Datum

18.5-

22-5.

18.5.

22.5.

Mansfeld« Bergbau......... O

Kokswerke ........... 0

Phönix Bergbau.............O

Rheinische Braunkohlen .....10

Rheinstahl .................O

Bereinigte Stahlwerke........O

Otavi Minen ...... O

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

3. 9. Farden.Jndustrts....... 7

Scheideanstalt...............v

Goldschmidt ................O

RütgerSwerke .............. O

Philipp Holzmann....... 0

Zementwerk Heidelberg ......O

Leu,entwert Karlstadt...... O

Schnltdetk Patzenhoser .......O

Aku (SMgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg...................O

Zellstoff Waldhof ............O

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Dessauer @a8 ............... 7

Daimler Motoren............ O

Deutsche Linoleum........... O

Orenstetn & Koppel .......... O

Leonhard Tietz .............. O

thade......................10

AerumuIatoren-FabrÜ........O

Lonti-Gummt...............O

Grttzner....................O

Mainlraftwerke Höchst a.w 4

Süddeutscher ßu4a ft

69

48,75 218,75

90,5

41,75

14

108 145,5

133,5

185

61

40,9

79,9

62

102

120

58,25

66

46,5

40

47,65 58,25

17,5

163 170,25 152,5

72 Ul

68,5

47,5

221

89,75

40,5

14

107

145

133,4

184,5

62,65

41

79,5

61,5

101,75

55,75

63,75

46

40

46

58

17,25

163,5

170

151

I 23

72

I U4,76

69

94,4

48,5

220

90,65

41,4 14,13 109,5 107,5 144,9

133,5

62

41,13

! -

103,5

58

65,25

46,5

40

123,25 47,9

58,75 62,25 17,65

163,5

169,5 152

1 l?Jr5

68,5

92

47

220

90,13

40,65

14,13

109,9

109

145

133,5

61,5

40,5

78,5

62

102,65

57

63,75

45,65

40

123,9

45,9

58

61,5

17,4

163,25

169,25

151,75

l Ä4

Vevifenmarkl Berlin Frankfurt a. HL

18.Mai

22-Mal

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Seid

3 rief

Geld

I »ne _

Buenos Mtre-:

0,580

0,584

0,580

0,584

Brüssel.....

58,44

58,56

58,41

58,53

Rio de Jan. .

0,211

0,213

0,211

0,213

Sofia ......

3,047

3,053

3 047

3,053

Kopenhagen.

56,89

57,01

5M4

56,96

Danzig.....

81,62

81,78

81,64

61,80

London .....

12,745

12,775

12,73

12,76

Helsingfors..

5,644

5,656

5,644

5,656

Paris ......

16,54

Holland ....

169,53

169'87

169'53

169,87

Italien.....

21,28

21,32

21,29

21.33

Japan ......

0,756

0,758

0,754

0,756

Jugoslawien.

5,664

5,676

5,664

5,676

Oslo..... :

64,04

64,16

63,94

64,06

Wien.......

47,30

Lissabon....

1L60

11,62

1L58

11.60

Stockholm...

65,68

65,82

65,58

65,72

Schweiz ....

81,27

81,43

81,27

81,43

Spanien....

34,27

34,33

34,27

34,33

Prag.......

10,48

10,45

10,43

10,45

Budapest ...

Neuyork...

2,497

2,503

2,494

2,488

Banknoten.

Berlin, 22-Mai

Feld

grleL

Amerikanische Roten..............

2,446

2,466

Belgische Noten..................

58,25

58,49

56,79

57,91

12 685

12,745

Französische Noten...............

16,46

16,52

Holländische Noten...............

169,11

169,79

Italienische Noten................

21,17

2L25

Norwegische Noten ..............

63,77

Deutsch Oesterreich, A 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Notes...............

65,42

65,68

Schweizer Noten.................

81,09

81,4z

Spanische Note».................

34,13

34,2/

Enaodjdx Siettl *««»