Kür -en Bücheriisch
Entwicklungsgeschichte des Äuhrgebietes
Politik und Geschichte
Saar.
— „Auf st and der Nation." Vom 30. Januar 1933 bis zum 30. Januar 1934. Von Ernst Günter Dick mann. Trommler-Verlag .Magdeburg. Ganzleinen gebunden 3 Mark, kartoniert 2,25 Mark. — (124) — Dieses Buch gibt die wichtigsten
— Hans Spethmann-Essen: Das Ruhrgebiet im Wechselspiel von Land und Leuten, Wirtschaft, Technik und Politik. 1. Band: Von der Vorrömerzeit bis zur Gestaltung eines Reviers in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit einer Karte und 167 Abbildungen, 252 S. II. Band: Die Entwicklung zum Großreoier
Worte sprach, die wje eine Saat aufgingen und allen jenen Zehntausenden Kraft gaben, neues Vertrauen zu Gegenwart und Zukunft zu fassen. Ich widme daher mein Buch in Dankbarkeit und Verehrung dem Führer des deutschen Volkes und all jenen, die ihr Herzblut einsetzten und einsetzen für die heiligen Aufgaben des Vaterlandes ..." Die Menschen und Begebenheiten, die hier geschildert werden, sind allesamt bodenständig angesiedelt im hessischen Odenwald, und sie konnten, so, wie sie sich darstellen, nur von jemandem geformt werden, der elber dort unter den Bauern gelebt und ihnen in Her^ und Haus gesehen hat; auch aufs Maul, wie Luther es ausgedrückt hat: der einfache und unver- chminkte Realismus des Erzählers nennt die Dinge handfest und oft mit vertrautem mundartlichem Klang beim Namen. Er läßt sich Zeit, er holt aus und malt mit breiten, festen Strichen ein Bild bäuer- ichen Lebens — wie es ist: ernsthaft und heiter, mit einen Schwänken und seinen Schicksalen, seinen ewigen Nöten und Sorgen, mit Liebe und Tod, mit Tränen und Blut und Gelächter, voll harter Arbeit und zäher Liebe zum Boden und zum ange
stammten Haus und Hof. Mit ruhiger, sicherer Hand ist eine Fülle lebendiger Gestalten aus dem Leben gegriffen, junge und alte, Männer und Frauen, gerechte und ungerechte. Ihre Schicksale laufen bunt durcheinander, und es sind — so heißt es weiter in der Widmung — „schlechthin deutsche Schicksale. Möge es der Jugend, der die Zukunft gehört, Vorbehalten sein, ihr Geschick besser zu meistern". So soll dieses Buch nicht bloß ein Roman sein, unterhaltend, spannend, schildernd und auch wohl erschütternd, sondern es will, gerade heute, eine erzieherische Mission erfüllen und die Liebe zum Heimatboden, die Ehrfurcht vor der Scholle in den Menschen unserer Zeit nähren und festigen. Darum war es ein guter Gedanke, die Erzählung von Bildern begleiten zu lassen, die zum Besten gehören, was eine deutsche Heimatkunst (im guten Sinne) hervorgebracht hat. Die Namen Hans von D o l k m a n n und Hans Thoma, Otto Ubbelohde und Rich. Hoelscher bedürfen wohl keiner besonderen Empfehlung; sie geben dem Buche Schmuck und Geleit, wie es Verleger und Verfasser sich nicht schöner wünschen konnte.
— Ern st Rudolf Huber: „Die Gestalt des deutschen Sozialismus". Schriften- reihe: „Der deutsche Staat der Gegenwart". Herausgeber: Prof. Dr. Earl Schmitt. Heft 2; kartoniert 2 Mk. Hamburg, Hanseatische Verlagsanstalt. — (28) — Der Verfasser, Professor für Staatsrecht an der Universität Kiel, umreißt bie Jfarm und das Wesen des arteigenen deutschen SMalismus. Di« natürlichen Interessengegensätze in der Wirtschaft, die eine in sich gegliederte organische Gemeinschaft darstellt, sind von der Einheit des staatlichen Wollens überhöht und auf den Sinn des Wohles der gesamten Nation ausgerichtet. Damit steht der deutsche Wirtschaftsgedanke int Zweifrontenkamp gegen den liberalen Kapitalismus und gegen bfn internationalen Marxismus. In der deutschen Arbeitsfront und in der ständischen Selbstverwaltung findet der wirtschaftende Mensch die organisatorische Form, die seinem Wesen und seinem unverdorbenen Ethos wesengemäß ist. Der Staat selbst hat aber die Pflicht, in einem kleinen Sektor bestimmter, politisch lebensnotwendiger Sachgebiete die wirtschaftliche Gestaltung unmittelbar durch Staatsorgane vollziehen zu lassen. Hier lebt der Begriff der alten Regale, also der wirtschaftlichen Schlüsselstellung wieder auf: hier tritt die totalitäre Natur des Politischen, die alles Sein bestimmt, ganz offen zu- tage.
— Fritz Carl Rotzgels: Deutsches Schicksal an der Saar. Mit einem Geleitwort von Vizekanzler Franz von Papen, dem Reichsbeauftragten für die Saarfrage. Mit 40 Bildern und zwei Karten kart. 2,50 Mk. Bergstadtverlag, Breslau I. — (166) — Die Saar hat in den 15 Jahren schwer gelitten. In Kürze entscheidet sich das Schicksal der Deutschen an der Saar. Mit starkem Hoffen, endlich wieder dem Mutterlande anzugehören, mitarbeiten zu können am Aufbau des Dritten Reiches, erwartet die Bevölkerung den Tag der Befreiung, mit dem stolzen Bewußtsein, siegreich aus den Kämpfen hervorzugehen. Wie wichtig das Saargebiet für Deutschland ist, erzählt Roegels interessant in seinem reich bebilderten Buche. Er gibt den Kampf des Saarvolkes gegen den Einfluß eines artfremden Nachbarn wieder, der aus der Gesamtheit wie aus dem einzelnen durch wirtschaftliche Maßnahmen materiellen Nutzen zieht. Der Verfasser schildert die Opfer, die der Saarbevölkerung zugemutet werden, sei es an Geld oder Ehre; und darum ist dies Buch eine Mahnung, der deutschen Treue an der Saar stets eingedenk zu sein.
seit Mitte des 19. Jahrhunderts, 676 S. mit einer Karte und 85 Abbildungen. 1933, Verlag von Reimer Hobbing in Berlin SW 61. — (163) — Das vorliegende Werk hat für weite Kreise schon deshalb eine besondere Bedeutung, weil es unsere größte und bei weitem wichtigste Industrielandschaft zum Gegenstände hat und sie auf ganz neue Weise vorbildlich dem Verständnis erschließt. Das ist darin begründet, daß der Verfasser für seine Aufgabe vorbereitet ist wie selten jemand. Er kennt die Landschaft, die seine Heimat ist, aus jahrzehntelangen Wanderungen und Studien, zudem steht er selbst mitten in chrem wirtschaftlichen Leben. Er hat sich als Geograph einen Namen gemacht und beherrscht ihre wissenschaftlichen Methoden nicht nur, sondern bildet sie weiter und weist neue Wege. Dazu eignet ihm die Kunst der Darstellung in hohem Maße. Das Zusammenwirken so vieler Vorzüge läßt Besonderes erwarten, und in der Tat wird kein Leser sich von diesen Büchern enttäuscht fühlen. Speth- mann will nicht einfach den heutigen Zustand der Landschaft schildern, sondern er will aufweisen, wie das Gegenwartsbild entstanden ist. Das erreicht er nicht auf historischem Wege, indem er etwa die Entwicklung chronologisch darstellt, sondern er geht durchaus geographisch vor, indem er stets die Landschaft zum Gegenstände der Darstellungen macht. Er faßt sie als lebendigen Organismus auf, in dem alles fortwirkt, was jemals für fein Leben von Bedeutung gewesen ist, und es kommt ihm eben darauf an, festzuhalten, welches diese bis zur Gegenwart wirkenden Kräfte, gleichsam das gestal-Iihr Ansehen erhöht.
tende Erbgut der Landschaft, sind. Um das zu erreichen, betrachtet er das Gebiet in 12 Bildern, die jeweils den Zustand in einem für die Gesamtentwicklung besonders wichtigen Zeitpunkt festhalten. Das älteste ist „Das Waldland vor Beginn unserer Zeitrechnung", lieber die Römerzeit, die Rodungsarbeit seit den Tagen Karls des Großen geht's weiter bis zur Gegenwart, und immer wird uns nicht nur das Aussehen des Raumes in jedem Zeitabschnitt geschildert, sondern außerordentlich eindrucksvoll werden die wichtigsten Kräfte herausae- hoden, die jeweils neue Züge in das Landschaftsbild eingraben, so daß sie bis zum heutigen Tage fortwirken. Dabei wird stets auf das Werden und nicht auf die vollendete Form das Augenmerk gerichtet, und so wird es erreicht, daß der Leser, dessen Aufmerksamkeit durch die hohe Kunst der Darstellung ständig lebendig gehalten wird, zum Schluß eine ungewöhnlich eindringliche Vorstellung von dem heutigen Leben der Landschaft erhält, weil er es eben gleichsam miterlebt. So bedeutet das Werk eine Tat nicht nur für das Industriegebiet selbst, sondern für alle landeskundlich interessierten Kreise. Es bleibt nur zu wünschen, daß dieses neue Verfahren geographischer Darstellung rechte Schule machen möge. „Dynamische Länderkunde" hat es der Verfasser genannt, in mehreren methodischen Schriften eingehend dargestellt und gegen viele Anfeindungen mannhaft verteidigt. Möge ihm die Genugtuung zuteil werden, daß von seinem Gedankengut reiche Anregungen ausgehen. Wenn für andere Landesteile des Reiches ähnlich gestaltete Darstellun
gut reiche Anregungen ausgeben. Wei Landesteile des Reiches ähnlich geftatti gen erscheinen, werden weite Kreise des deutschen Volkes ihre Kenntnisse des deutschen Landes erheblich vertiefen, und damit wäre eine Grundforderung des heutigen Staatslebens erfüllt. Zugleich wäre die Unentbehrlichkeit der wissenschaftlichen Geographie für das Leben unseres Volkes erneut festgestellt und I ihr Ansehen erhöht. Dr. R. Fox.
Simon. Gerhard Stallina Verlag, Oldenburg i. O.' Steif kartoniert 2,85 Mk. — (111) — Die Saar steht im Endkampf. Ihr künftiges Schicksal beherrscht seit vielen Monaten nicht nur die deutsche Öffentlichkeit, sondern auch die ganze Welt. Ein himmelschreiendes Unrecht wird offenbar. Aber allen Schikanen der Gegenseite zum Trotz soll die Abstimmung im nächsten Jahre beweisen, daß das Saarvolk und sein Land nur deutsch waren und auch immer deutsch bleiben wollen. Die Saar । stöhnt seit 15 langen Jahren unter dem Druck französischer Gewaltherrschaft. Die Regierungskommission ist weiches Wachs in den Händen Frankreichs, sie tut Handlangerdienste zum Kriege an der Saar gegen alles, was deutsch ist. Krieg mit allen Ränken, mit Separatisten vom Schlage Matz Brauns und mit Emigranten, deren unheilvolle Bekanntschaft wir selbst im Reiche während der schwarzen Jahre des Verfalles täglich spürten. Verbittert preßt das Saarvolk die Zähne zusammen, es duldet, es schweigt und blickt sehnsüchtig täglich nach dem Deutschland Adolf Hitlers: „1935 ist Abstimmung ... durchhalten!" — Wie im Saarland mit Herzblut für die Heimat, für das neue Deutschland gerungen wird, das sagt das vomüalich ausgestattete Buch von Puttkamer. Leidenschaftlich, eindringlich schildert es in Wort und Bild den erbitterten Kampf des geknechteten Saarvolkes um Haus und Hof, um Sitte und Kultur, um Recht, um Deutschland. Dieses Buch hilft jedem Deutschen kämpfen, denn an der unwandelbaren treuen Zuversicht aller Volksgenossen im Reiche soll sich das Saarvolk zur letzten Kraftprobe hart und siegreich aufrichten. — Das ist Der Sinn dieses Buches vom deutschen Leid an der
Neue Gedichte.
— Uns trägt ein Glaube. Verse aus der deutschen Revolution. Gesammelt von Prof. Dr. Wolfgang Stammler und Dr. Ruth W e st e r - mann. Hirts Deutsche Sammlung. Geh. 50 Pfg., tn Seinen 85 Pfg. Verlag Ferdinand Hirt, Breslau. — (157.) — Der Sturmwind einer neuen Zeit, die Hoffnungsgläubigkeit eines jungen Geschlechts, tzluterverbundenheit und Opferbereitschaft, reoolu- lonäre Glut und bedinungslose Hingabe an den Führer tönen uns aus diesen Versen entgegen. Das [ßerben eines neuen Deutschland, das Kommen jes Dritten Reiches hat im Wort des Dichters Gewalt gefunden. — Diese Auswahl nationalsozialistischer Lyrik birgt das Gedankengut aller Deutschen, deren Streben auf vollständige geistige Revolutionierung des deutschen Staates und Volkes gerichtet ist. Alle Kraft schöpft diese Revolution lus den beiden größten Kräften: aus Rasse und Loden. Der große Dichter ist vertreten neben dem unbekannten SA-Mann. Zu der Gemeinschaft des Volkes soll die Sammlung sprechen. Reichsminister Dr. Goebbels nahm die Widmung des Buches an. Unter den Mitarbeitern: Anacker, Benn, Bin- ding, Blunck, Eckart, George, Johst, Kolbenheyer, Lersch, v. Schirach und Schwarz.
— Gedenke! Gedichte für die Volksschule und ihre Feiern. Herausgegeben von Paul Großmann. VIII und 92 Seiten. Verlag Moritz Diesterweg, Frankfurt a. M. — (151.) — Aus Dichterworten spricht hier die Heimatliebe deutscher Kämpfer und der Geist derer, die sich gegen Bedrückung und Knechtschaft auflehnten. Diesen Kampfgeist und das durch ihn gewordene Erlebnis des deutschen Umbruchs in unserer Jugend und in unserem Volke wachzuhalten, soll der Zweck dieser Sammlung sein. Es kam hier nicht so sehr auf die einheitliche Form dichterischen Ausdrucks als auf den Grad innerer Erlebnisechtheit an. Einiges in der vorliegenden Auswahl entspricht vielleicht nicht restlos den strengen Gesetzen dichterischer Feinheit. Trotzdem werden diese Verse politisch-erzieherisch im Sinne des Nationalsozialismus und damit für die deutsche Zukunft wirken.
— Wunder der Erde. Gedichte. Von Manfred Sturmann. 92 S. Leipzig, Hesse & Becker Verlag. — (170.) — Das Bändchen läßt eine Erdverbundenheit erkennen, die sich in Sturmanns erstem Gedichtbande („Die Erben") noch nicht in diesem Maße offenbarte. Naturnähe und kosmisches Gefühl sind die besonderen Zeichen aller dieser Gedichte. Dazu tritt eine Herbheit, die jeden Singsang von vornherein ausschließt. Der junge Lyriker Sturmann steht mit Erstaunen und Bewunderung vor den Wundern der Erde und findet, nach einem Goethewort, in feinen reifsten Gedichten „den Zugang in das innere Heiligtum".
Deutsche Erzähler.
— Hermann Stehr: Gudnatz. Eine Novelle. 87 Seiten. (Insel-Bücherei Nr. 62.) Im Insel- Verlag zu Leipzig. — (143) — „Daß auch in der Welt der Schieber die moralischen Götter noch manchmal regieren, ja sogar der hohe Himmlische mit schimmernden Hauch über einen solch unredlichen Menschen Gewalt gewinnt, selbst wider den Willen des also Betroffenen, das hätte die ganze Welt in den Tagen des ausgehenden Leidensjahres 1919 zum Trost kennenlernen können, wenn der, dem ein solches Schicksal bereitet wurde, ein anderer als Anton Gudnatz gewesen wäre." Mit diesem einleitenden Satz umschreibt der 7Ojährige schlesische Dichter Hermann Stehr (ähnlich wie Kleist es in seinen Novellen zu tun liebte) das Thema seiner Erzählung, die also von der wunderbaren Bekehrung eines schlimmen, verachteten und gefürchteten Menschen in einer heillos aus allen Fugen gegangenen Zeit handelt. Stehr schildert das so, daß die Gestalten des Buches, vor allem die Hauptperson Anton Gudnatz selber, fest und unverwechselbar im Boden des schlesischen Grenzlandes wurzeln; und daß der aus naturalistischen Anfängen zu bildhafter Anschaulichkeit gelauterte Stil der Erzählung Farbe und unmittelbare Lebendigkeit gibt; und endlich auch so, daß die aus sehr realen und ganz immateriellen Elementen gemischte Begebenheit aus einer folgerichtigen und ungebrochenen Entwicklung begriffen werden kann. So sollten die zahlreichen Freunde des Dichters auch diese neue Gabe als ein echtes Werk seines Geistes herzlich willkommen beißen. ”7”
— AlbrechtSchaeffer: D e r G e n e r a l. Erzählung. 85 Seiten. Rütten & Loening, Verlag, Frankfurt a. M., 1934. — (169) — Wir haben schon mehrfach, aus verschiedenem Anlaß, nachdrücklich auf Albrecht Schaeffer hingewiefen, der sowohl den Lesern des Feuilletons und der Unterhaltungsbeilage als auch den Freunden des Goethe-Bundes seit langem wohlbekannt ist. Wir halten Schaeffer für eine der wesentlichsten Kräfte des lebendigen Schrifttums, dem unter vielem anderem eine der schönsten Liebesgeschichten in deutscher Sprache zu verdanken ist. Die Erzählung „Der General", manchen vielleicht schon aus dem Vorabdruck bei Velhagen bekannt, ist eine meisterhaft gestaltete Novelle, die vielen aus der jüngeren Generation als ein Vorbild von klassischer Gültigkeit dienen kann; sie weist nicht nur jenen berühmten „Falken" auf, der von alters- her als charakteristisches Merkmal der echten Novelle großen Stiles gilt: sie ist zugleich eine Liebesgeschichte von außerordentlicher Zartheit und Kraft des Gefühls, und die hier geschilderte Begegnung wird überschnitten durch eine milde und kluge Gegenüberstellung zweier Generationen, das Ganze wiederum innerlich zusammengehalten durch den von der Erzählung überspannten Bogen , der Entwicklung aus einer längst abgelebten Zeit bis an die Schwelle der Gegenwart, — und überdies durch einen Stil non fo BIäferner «lartjeii und reifer B-. herrtoung der Mittel, daß der Lefer in die schickfal. haft gesteigerte und endlich geloste Schilderung der Begebenheiten gleichsam verzaubert wird. Dieses schmale (übrigens vom Verlag so gediegen wie anmutig ausgeftattete) Buch ist wie wenige geeignet, der heute vielfach zu Unrecht vergessenen oder uber- f-henen Kunstform der Novelle neue Freunde zu werben, die beglückende Begegnung mit einem echten Dichter zu vermitteln und auf lange Zeit unvergest- lich^M machen.ch Philipp Tempel: HeiNge Erde. Ein Buch von deutschem Bauerntum und einen Schicksalen. 309 Seiten. Mit 27 Bildern deut- cker Meister. Verlegt bei Gotthard P^lhko, •£>ar?1: tabt. — (85) — Das Geleitwort, das der Verfasser einem Heimat-Roman vorangestellt hat, beginnt so: Dieses Bauernbuch steht am Wege von Erkenntnissen, die in mir Raum gewannen, als zur Svnnen- wende 1932 der Führer des neuen Deutschland, Adolf Hitler, vom höchsten Gipfelberg des Hessenlandes
Eindrücke des Jahres 1933 wieder, es erzählt von der großen Tat des Staatsmannes Adolf Hitler und feiner Mitarbeiter, von der politischen und kulturellen Neuordnung des Reiches, und deutet in großen Zügen auf die wirtschaftspolitischen und kulturellen Probleme hin, die von der nationalsozialistischen Regierung in großzügiger Weise gelost worden sind. Ernst Günter Dickmann, Verfasser einer ausgezeichneten Horst-Wessel-Broschüre, seit Jahren Kulturpolitiker der größten nationalsozialistischen Tageszeitung Mitteldeutschlands, hat dieses Buch geschrieben. Dickmann erzählt packend von den gewaltigen Leistungen Adolf Hitlers, vom Sein und Werden eines neuen Volkes, von dem Kulturprogramm, das Goebbels in zahlreichen Versammlungen entwickelte und nun in diesem ersten Jahr zur Verwirklichung brachte, von den organisatorischen Umwälzungen, der großen Maifeier und dem Erntedankfest, vom Nürnberger Parteitag und von dem Erfassen der deutschen Arbeiterseele. Das mit zahlreichen Bildern ausgeftattete und geschmackvoll gebundene Buch darf um seiner inneren Qualitäten willen empfohlen werden.
Ahnenforschung.
— Gedenke, daß du ein deutscher Ahnherr bist! Festrede über Deutschlands Erneuerung und die Rassenhygiene. Von Dr. med. Philalethes Kuhn, o. Professor und Direktor des Hygienischen Instituts an der Universität Gießen. Dritte Auflage. Verlag von Theodor Steinkopff, Dresden und Leipzig, 1933. — (318) —Der bekannte Gießener Rassenhygieniker, der bereits seit langem auf die einschneidende Bedeutung von Rassenpflege, Frühehe und Vererbung hingewiesen hat, sucht in dieser zeitgemäßen Broschüre den Leser zu der Erkenntnis zu iringen, daß Gesundheit und Tüchtigkeit eines Men- chen hauptsächlich von seiner Abstammung abhän- ien, und daß die Erblichkeit bei der Entstehung von Krankheiten eine erhebliche Rolle spielt. Professor Kuhn, als ein zielbewußter Vorkämpfer der Rassen- hygiene, durchglüht von tiefer Liebe zu Volk und Vaterland, zeigt in dieser kleinen Schrift, was im Interesse der Nachkommenschaft geschehen muß. Die Schrift ist besonders auch für den jungen Akademiker lesenswert und vielfach anregend.
— Ahnen- und Sippschaftstafel, Chronik und Wappen der Familie. In Umschlag geheftet 1,20 Mark. Im Verlag von Emil Roth, Gießen. — (86) —Die vorliegende Neuerscheinung des Gießener Verlages wird angesichts des durch die nationalsozialistische Regierung geweckten und geförderten Interesses für Familienforschung, Abstammung und Vererbung allgemein begrüßt werden; sie wird eingeleitet durch eine sehr lesenswerte Abhandlung von Pfarrer Hermann Knodt, dem Herausgeber des Hessischen Geschlechterbuches, „lieber' den Sinn und Wert einer Familienchronik, Ahnen- und Sippschaftstafel" unter dem Motto „Immer geht vom Hauswesen jede wahre und beständige Volksgröße aus. Im Familienglück lebt die Vaterlandsliebe, und der Hochaltar unseres Volkstums steht im Tempel der Häuslichkeit". Anschließend folgt eine Seite zur Einzeichnung und genauen Beschreitung eines Familienwappens; dieses kann, wo nicht vorhanden, von jedermann angenommen werden; ein Heraldiker ist dabei empfehlenswerterweise zu Rate zu ziehen. Dann folgt freier Raum zur handschriftlichen Eintragung der Familienchronik. Weiterhin eine übersichtlich angeordnete Ahnentafel zur Aufstellung einer direkten Ahnenlinie bis zu den Ururgroßeltern und über diese hinaus. Den Schluß bildet eine von Dr. H. W. Kranz, Text nach Dr. Astel, entworfene, drei Generationen umfassende Sippschaftstafel mit einer klaren und kurzgefaßten Gebrauchsanweisung. — Die Veröffentlichung dürfte insgesamt sehr geeignet fein, dem heute bereits vielfach lebendigen Interesse an Familien- und Ahnenforschung neue Anregungen und praktischen Antrieb zu geben. Uebrigens kann jedermann fein Familienwappen auch auf Titel und Umschlag einzeichnen und so dem Bande schon äußerlich ein persönliches Gesicht geben.
— Heinrich Bauer: „Nation im Werden". Eine Sinngebung der deutschen Geschichte. Kart. 1,50 RM. Hamburg. Hanseatische Verlags-
Nechisliieraiur.
— Prof. Dr. Heinrich Henkel: Strafrichter und Gesetz im neuen Staat". Heft 3 der von Staatsrat Prof. Dr. Carl Schmitt herausgegebenen Sammlung „Der deutsche Staat der Gegenwart". Kart. 2 Mark. — Hamburg. Hanseatische Verlagsanstalt. — (162) — Henkel weist nach, in welchem Maße das Verhältnis von Strafrichter und Gesetz bestimmend für den Ausdruck des völkischen Rechtsempfindens ist. In der Zeit des liberalen Staates wurde der berühmte Satz: „Keine Strafe ohne Gesetz" (§ 2 des alten Strafgesetzbuches) zu einer Selbstverständlichkeit, die das Bedürfnis nach einem möglichst umfassenden Schutz vor dem Staat bezeichnet. Für den Führerstaat ist entscheidend, daß jedes Unrecht nach Maßgabe des völkischen Rechtsempfindens seine Sühne findet, daß kein Verbrechen ohne die gerechte Strafe bleibt. Die nationalsozialistische Rechtsordnung setzt den nationalsozialistischen gemeinschaftsgebunoenen und durch Dienst am Volksganzen verpflichteten Menschen voraus, dessen Lebensgesetz sich aus der Gesetzlichkeit des Volksganzen ergibt. Hiernach bestimmt sich Sinn und Zielrichtung des neuen Strafrechts.
— Kurzkommentar des Bürgerlichen Gesetzbuches nebst Einführungsgesetz. Erläutert von Landgerichtsdirektor Dr. O. Loening und den Landgerichtsräten I. Basch und E. Straß- mann. Nachtrag: Rechtsprechung und gesetzliche Aenderungen vom Juli 1931 bis Dezember 1933, bearbeitet von E. Straßmann. 99 Seiten Taschenformat. München und Berlin 1934. C. H. Beck. Geheftet 1.50 Mark. (Der Kurzkommentar mit dem Nachtrag zusammen 19,50 Mark.) — (168) — Um der großen Zahl der Benützer des Loeningschen Kurzkommentars zum BGB. den Gebrauch dieses praktischen Erläuterungswerkes nach Möglichkeit zu erleichtern, wurde ein 99 Seiten starker Nachtrag ausgegeben. In ihm ist, nach der Paragraphenfolge geordnet, die seit Erscheinen des Kommentars ergangene Rechtsprechung zusammenfaßt; anschließend sind die seitdem erfolgten Aenderungen des Gesetzes angeführt. Beides stimmt mit der von der „Deutschen Juristen-Zeitung" veröffentlichten 43. Spruch- jammhing zum BGB. überein. Bei den Entscheidungen ist vielfach und besonders dort, wo dies zur Hervorhebung der Abweichungen von der bisherigen Rechtsprechung oder vom Standpunkte des Kommentars geboten war, auf die Erläuterungen verwiesen. Auf diese Weise ist der Nachtrag so mit dem Inhalt der (Erläuterungen in Zusammenhang gebracht, daß der Kommentar dem neuesten Stande der Rechtsprechung und Gesetzgebung und damit allen Anforderungen der Praxis entspricht.
— Gaupp — Stein — Jonas, Kom- mentar zur Zivilprozeßordnung in der Fassung vom 8.11.1933, Lieferung V, 1934, Verlag I. C. B. Mohr, Tübingen, Subskriptionspreis in in der ersten Subskription 11,70 Mark. Subskriptionspreis in der zweiten Subskription (ab 1. Ja- nuar 1934) 13 Mark. — (68) — Der den ersten Band abschließenden Lieferung IV folgte rasch diese Lieferung, die den zweiten Band des Werkes eröffnet. Sie behandelt die §§ 511 bis 704 ZPO., also das gesamte Rechtsmitteloerfahren, das Wiederaufnahmeverfahren und die besonderen Verfahrensarten (Urkunden- und Wechselprozeß, Ehe-, Familien- und Entmündigungssachen, Mahnverfahren). Damit ist die (Erläuterung der ZPO. bis zum Zwangsvollstreckungsverfahren hin abgeschlossen, und wir sind nunmehr erstmals im Besitze eines großen vorzüglichen Kommentars zu dem durch die Novelle vom 8. November 1933 vielfach un- tiefgreifend geänderten zivilen Erkenntnisverfahren.
— Jesco von Puttkamer: Wahr bleibt wahr, deutsch d i e Saar. Mit 93 Bilddokumenten und einem Geleitwort des Führers ______ _____ _z________o ,
des Bundes der Saarvereine Staatsrat Gustav 1 anstatt. — (110) — Die heutige Geschichtsauffassung Simon. Gerhard Stallina Verlag, Oldenburg i. O. ' stellt Rasse, Volkstum und Glauben, als tragende """ "" — Kräfte für das politische Leben, in den Vordergrund.
In der Schrift Bauers entsteht die deutsche Geschichte von Armins Kamps um das germanische Einheitsreich bis zum Durchbruch der schöpferischen Kräfte im Nationalsozialismus. Viele Geschehnisse der Vergangenheit, die die alte Geschichtsbetrachtung für bedeutungslos hielt, werden in das rechte Licht gefetzt und ihre Bedeutung für das Werden des deutschen Volkes klargelegt.


