Aus -er Provinzialhauptstadt
vor dem
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Anläßlich des am 2 6. und 27. 211 a i 1934 statt-
Oie Einziehung der NSDO.-Beiträge
i lfu s). Als dann nicht deshalb, um den Schülern höherer Lehr» Bürgermeifter anstalten ihre Psingstferien durch dieses Lagerleben
Lehen aus jedem Lagerplatz, an denen die Fahnen
Mütter und Kinder in Tiot!
Auch Ou mußt helfen!
Kameradschaft. Disziplin und gemeinsames Arbeiten für das Wohl aller find die Dinge, die für jeden einzelnen Selbstverständlichkeit werden, und alle Arbeiten, die das Lagerleben mit sich bringt, werden ohne INurren erledigt.
Welch großes Interesse ein solches Lager auch unter der Bevölkerung heroorruft, bewies gleich der erste Tag, denn ganz Gedern war auf den Beinen, um das lustige und fröhliche Treiben der Jugend mit» anzusehen.
Eine schmale, langgestreckte Wiese schiebt sich westlich des großen Sees weit hinein in ein Waldtal. Hier haben die Jungen, 600 an der Zahl, ungefähr 20 große Zelte aufgeschlagen, die wiederum in drei
Die Gaubetriebszellenleitung teilt mit: Entgegen anderslautenden Mitteilungen werden die NSBO
Daten für Mittwoch, 23. Mai.
1372: König Ludwig von Ungarn und Polen wiederholt den Verzicht seines Vorgängers Kasimir
Sonntag, 27. Mai 1934:
6.30 Uhr: Decken.
11—12 Uhr: Platzkonzert des Rlusikzuges des Reserve-Sturmbannes I 116 in der plack- ftrahe — Johannesstrahe.
12—13 Uhr: Platzkonzert des Musikzuges der Standarte 116 in der walllorstrahe, Ecke Dammstraße.
14 Uhr: Propagandamarsch durch die Stadt (Aufstellung am Standarlengebäude). 17—18 Uhr: Platzkonzert des Musikzuges des Reserve-Sturmbanns I 116 am Selterstor. 18—19 Uhr: Platzkonzert des Musikzuges der Standarte 116 am Oswaldsgarten.
Volksgenossen!
Bekundet eure innere Verbundenheit mit den braunen Kämpfern durch reichliche Spenden!
les jungen Deutschlands wehen, die im Winde lotternd weithin über das Tal zu sehen sind, als Fanal des Rumpfes und des Selbstbewußtseins der
deutschen Jugend. Jeden Morgen werden diese Fahnen unter Flaggenparade feierlich gehißt unb abends ebenso wieder eingezogen.
Der Dienst
ist ungefähr folgendermaßen eingeteilt: 6 Uhr Wecken. Anschließend Flaggenparade, worauf die Gefolgschaften zum Waschen an den See marschieren. Hierauf findet ein Waldlauf statt. Um 8 Uhr wird Kaffee getrunken und danach die Zelte in Ordnung gebracht. Von 9 bis 11 Uhr ist Sport und Gymnastik. Man sieht hier die einzelnen Scharen die verschiedensten Sportarten ausführen. Die einen beschäftigen sich mit dem Medizinball, andere treiben Kugelstoßen, Staffettenlauf, Keulenwerfen,
die Runkelfliege befallen.
Besondere Wachsamkeit ist wegen der bestehenden Gefahr der Einschleppung dem Kartoffel- oder Koloradokäfer zuzuwenden. Er ist in Merkblatt Nr. 5 und Flugblatt Nr. 120 der Biologischen Reichsan. talt abgebildet und beschrieben. Im Merkblatt Nr. 8/9 sind Mittel gegen Pflanzenkrankheiten, Schädlinge und Unkräuter angegeben. Ferner sei auf folgende Flugblätter verwiesen: Nr. 9 Frit- fiege; Nr. 12 Spargelschädlinge: Nr. 22 Schwarzbeinigkeit und Bakterienknollenfäule der Kartoffel; Nr. 44 Wurzelt)rand der Rüben: Nr. 51 Blattläuse; Nr. 61 Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel; Nr. 68 Streifenkrankheit der Gerste; Nr. 84 Wirtelpilzwelkekrankheit; Nr. 90 Apfelblattsauger; Nr. 92 Rübenaaskäfer; Nr. 97 Schädlinge des Kopfsalates; Nr. 117 Rübenfliege und ihre Bekämpfung; Nr. 121 Erdflöhe.
Nest und der wiedergewonnenen Freiheit entgegen, und beim Nachsehen im Schacht fand man, daß die Legenot das Starenweibchen in seiner unfreiwilligen Gefangenschaft überkommen hatte, denn im Schachtsieb lag ein frisch gelegtes Ei. Muß man da nicht unwillkürlich an das Wilhelm Buschsche Motiv denken: „Jedes legt noch schnell ein Ei, und dann kommt der Tod herbei"?
Schuh des Edel- und Damwildes.
Auf Grund des Artikels 6 des Naturschutzgesetzes vom 14. Oktober 1931 hat der hessische Staats- Minister Jung am 16. Mai eine Bekanntmachung zum Schutze des Edel- und Damwildes erlassen, die mit sofortiger Wirkung in Kraft getreten ist. In der Bekanntmachung wird folgendes angeordnet:
Der Edelhirsch (Rothirsch) und der Damhirsch sind nach Art. 3 des genannten Gesetzes geschützt mit der Maßgabe, daß die Jagd ausgeübt werden darf,
1. auf männliches Rotwild vom 16. August bis
31. Dezember,
2. auf männliches Damwild vom 1. September bis 31. Dezember,
3. auf weibliches Rotwild, weibliches Damwild sowie Kälber beiderlei Geschlechts vom 16. Oktober bis 31. Januar.
Die als Anfangs- und Endtermin der Jagdzeiten bezeichneten Tage gehören zur Jagdzeit. Das Jung wild gilt als Kalb bis einschließlich zum letzten au die Geburt folgenden Februartag.
Schädlingsbekämpfung.
Don der Landesbauernschast Hessen - Nassau (Hauptabteilung II), Hauptstelle für Pflanzenschutz in Gießen, wird uns geschrieben:
Das ungewöhnlich frühe warme Wetter in diesem Jahr hat die Entwicklung der Pflanzen beschleunigt. Um so mehr müssen jetzt die Arbeiten für die Schädlingsbekämpfung beschleunigt werden. Die Maikäfer sind nicht nur in den Flugjahren eifrig zu sammeln und zu vernichten, und zwar ist damit so frühzeitig zu beginnen, daß die Weibchen keine Zeit haben, chre Eier abzulegen. Handelt es sich doch darum, das Auftreten von Engerlingen und den Engerlingsfraß an den Wurzeln unserer Kulturgewächse
Das Zeltlager der overhessischen ...._______________ ________Jnaen werden Die NSBO-1 V7 . 1 1 1
vor ordnungsgemäß in Höhe von 35 Pfg. erhoben. Hitlerjugend am Gederner Gee.
Heimatvereinigung Schiffenberg. wwvw
I worden ist.
Oie SA. erkämpfte euch das neueReich! ** Sitzung des Provinzialausschus-
I f e s. Am nächsten Samstag, 8.30 Uhr beginnend, Kämpft ihr am 26. und 27. Mai mit der findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 3, eine öffentliche gegen Oie JlOl. Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz
____ Dberheffen statt mit folgender Tagesordnung:
aus den Zweigen schmettern die Amseln und Finken ihre überschäumende Lebenslust hinaus in die Welt, und vom Weg herüber klingt Kinderlachen. Plötzlich, irgendwo aus dem Gebüsch kommt ein klägliches Zirpen, kaum hörbar, wie ein schwacher Hilferuf. Wolf, der Schäferhund, hat es mit feinen feinen Ohren zuerst gehört, und mit raschem Sprung setzt er über den Wegrand hinweg, steht schnuppernd Gesträuch, hierher, Wolf! Ein Pfiff ruft mahnend, aber Wolp denkt gar nicht daran, ihm zu folgen. Im Gegenteil, er wedelt fo anhaltend kunstgerecht mit dem Schwanz, bis sogar Herrchen geruht, näherzutreten. Wwwwwu! sagt Wolf, richtet die Lauscher und stößt die Schnauze ins grüne Blattwerk hinein, wwwwu!, jetzt spitzt auch Herrchen die Ohren. Wieder fleht der piepsende Klagelaut. Herrchen schüttelt den Kops und bohrt seine Blicke in das Gestrüpp. Da, nun hat er das piepsende Etwas entdeckt: ein blutjunger Fink, der aus dem Nest gefallen ist. Wie der Inbegriff aller Hilflosigkeit hockt das winzige Häuschen Unglück zwischen Gräsern und welkem Laub. Erschreckend groß wirkt das Köpfchen über dem kleinen zitternden Körper, an dem ein paar rupige Federn wie stachelige Borsten ragen. Die kugelrunden Aeuglein gehen angstvoll hin und her, der spitze Schnabel aber pickt immer wieder ganz sinnlos ins Leere: Hunger! scheint er zu sagen, Hunger!, und dort, wo einst ein Schwänzchen wachsen soll, zuckt es heftig. Wolf knurrt mißbilligend; Herrchen überlegt: was machen wir nun mit dir? Pink, pink, was machen sie nun mit ihm? Wenige Meter über der Unfallstelle sitzen die Finkeneltern im Gezweig und äugen mißtrauisch herab. Pink, pink, die arme Finkenmama ist mächtig aufgeregt, aber der „Herr des Nestes" wartet männlich gefaßt der Dinge, die da kommen sollen. Das vierbeinige Wesen dort unten wird seinem Sprößling gewiß nichts tun, aber das zweibeinige ...? Ein bißchen ängstlich ist der Finkenvater doch. Aber seine Besorgnisse sind wirklich ganz überflüssig, denn gerade im rechten Augenblick erinnert sich Herrchen der Weisheit, die er vor langen Jahren in der Schule lernte. Schule? Das Finklein überlegt, was das ist, aber Herrchen hat keine Zeit mehr, darauf zu achten. Natürlich, daß ihm das nicht gleich einfiel: ganz in Ruhe lassen muß man ein solches Tier, sonst... — „Komm!" sagt Herrchen, „die werden auch ohne uns fertig", und in großen Sätzen jagt Wolf ihm nach. Don der Höhe der Linde aber lockt es erleichtert, pink, pink!, und der Finkenpapa zerhackt einen schmackhaften Käser für den hungrigen
fcs Alsfeld vom 8. Mai 1933. 2. Klage des Be- zirksfürsorgeverbandes des Obertaunusfreifes in Bad Homburg v. d. H. gegen den Bezirksfürsorge, verband des Kreises Friedberg auf Erstattung von Pflegekosten für Rudolf Schneider aus Vilbel.
3. Klage des Bezirksfürsorgeverbandes des Landkreises Eschwege, vertreten durch den Magistrat der Stadt Eschwege, gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Friedberg auf Erstattung von Für» sorgeauswendungen für Christine Muskat, geb. Schäfer, aus Eschwege. 4. Klage des Bezirksfür» sorgeverbandes der Stadt Fulda gegen den San» desfürsorgeverband Hessen, vertreten durch den Bezirksfürsorgeverband Kreis Friedberg, auf Erstattung von Krankenhauskosten für Friedrich Hartmann aus Essen.
** Z u Beigeordneten ernannt wurden Heinrich Hofmann in Hungen, Heinrich L o t h in Trohe, Karl Kranzin Okarben und Karl Koch in Langenbergheim.
** Schulpersonalie. Uebertragen wurde dem Studienrat an der Studienanstalt in Gießen Dr. Arthur Saßmannshausen eine Studien» ratsstelle an der Oberrealschule zu Gießen mit Wirkung von 16. April ab.
** Die Eintragung in d i e Erbhöferolle der Höfe in der Gemeinde Gießen betrifft eine Bekanntmachung des Ortsgerichts Gießen in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die wir besonders aufmerksam machen.
Speerwerfen, wieder andere spielen Handball, man sieht ein flottes Fußballwettspiel, mit dem Schleu- derball werden die Kräfte erprobt, und Wasserball- spiele bringen für die Schwimmer Abwechslung. Denjenigen, die meinen, sie müßten ihre Kräfte im Boxsport aneinander messen, stehen Boxhandschuhe zur Verfügung. Um 12 Uhr gibt es aus der Feldküche Mittagessen. Nach einer Ruhepause schließen sich um 14 Uhr wieder zwei Stunden Sport an. Uml6.30 Uhr wird Kaffee gettunken, worauf Gemeinschaftsspiele folgen ober gebadet wird. Um 19 Uhr gibt es Abendessen. Hieraus folgt eine Stunde der Schulung auf geistigem und politischem Gebiet. Um 21 Uhr wird die Fahne eingezogen, um 21.30 Uhr ist Zapfenstreich.
Für das leibliche Wohl des Lagers sorgen eine große Feldküche und drei Feldkessel. Den Speise^ zettel des ersten Tages will ich hier kurz aufzählen: Morgens gab es Kaffee mit zwei Schnitten Landbrot und Wurst. Zu Mittag eine gute Reissuppe, Darinnen Fleisch und Speck, in Würfel geschnitten, mit verschiedenen Gewürzen und Eiern, dazu Kartoffeln. Nachmittags Kaffee mit zwei Schnitten Bauernbrot und Marmelade, abends Brot uno eine Ration Wurst.
Jeder Bluffer, die der Teilnahme ihres Sohnes an diesem Lager mil gemischten Gefühlen gegen- überstand, kann hier nur versichert werden, datz für die Jungen gut gesorgt ist, daß ihm jeder Tag neue Abwechslungen bringt u daß sie nach diesen 8 Tagen gestärkt an Körper u Geist ihre verschiedenartigsten Arbeiten des l 9 lichen Lebens mit neuem Mut aufnehmen wero
Erhard Waag-
** Eine Verschönerung des Straßenbildes am Bahnhof hat die Stadtverwaltung in den letzten Tagen vorgenommen. Nachdem schon vor einiger Zeit die wenig repräsentativen Baumkrüppel an der Anlage vor dem Hotel Kühne beseitigt worden waren, sind nunmehr an deren Stelle in gefälliger Einfügung in Die Anlagen-Hecke meh- (Hpnaue Tkiefanftßriften lrete weißgestrichene Ruhebänke aufgestellt worden,
genaue oncjuinu/iHim. ^t dieser Umgestaltung hat nicht nur das Straßen-
Von der Pressestelle der Reichspostdirektion gewonnen, sondern man hat auch einem Drin» Frankfurt wird mitgeteilt: genDen Bedürfnis nach ausreichenden Sitzgelegen-
Die Deutsche Reichspost klagt aufs neue, daß ihr gcjten am Bahnhofsplatz Rechnung getragen. Wer immer noch sehr viele Postsendungen mit mangel» öa5 jetzige Straßenbild an dieser Stelle mit Dem Hafter Anschrift zur Beförderung übergeben und früheren Aussehen vergleicht, wird zugeben müssen, bag bie „Visitenkarte^ unserer Stadt durch die DWWWWWW^WWWWWWWW»«W Maßnahme der Stadtverwaltung viel schöner ge-
Äusreißermagen.
Glück im Unglück.
Ein Leser des Gießener Anzeigers berichtet uns folgendes: Ein nicht alltägliches Malheur stieß gestern oder vorgestern einem Starenweibchen zu. Es war — Gott weiß wie — oben am Dachfirst in die Regenrinne geraten, bie nach unten in ben unterirdischen Abwässerungsstollen Der stäbtischen Kanalisation führt und konnte sich, ba bie enge Rohrhülle Die Flügel umklammerte unD ihre Entfaltung nicht mehr gestattete, nicht mehr nach oben zurückbewegen. Gleichzeitig aber fanden die Füßchen auch keinen Halt zum Festklammern an den glatten Blechwänden, und so sackte das arme Tierchen denn ab bis unten in die Seitengänge der Kanalisation. Dort war gerade „Ebbe", und so konnte es sich dann durcharbeiten bis zum Haupt- sträng, der kurz hinter der Umfallstelle durch einen Einsteigschacht Verbindung nach oben zu der Straße hatte. Auch bis hierhin kam die Starin durch. Dann aber schien ihr Schicksal besiegelt zu sein, denn die engen Hublöcher des Deckels waren zu eng, sie durchzulassen. So mag das Tierchen Denn stundenlang hier gehockt haben und ängstlich den Schnabel durch das Löchelchen gequält haben, in der Hoffnung, Menschen auf sich auf» merksam zu machen, doch all die vielen Leute, die da Dorübergegangen sind, gestern und vorgestern, sie hatten keinen Blick dafür. Und dennoch wollte es ein Zufall, daß ausgerechnet ein Dogelkenner diese Stelle passieren mußte, und — auch das wollte der Zufall noch — feine Blicke sinnend zum Boden gerichtet hatte. Und da gewahrten seine Blicke — ein gewohntes Bild für sie — ein sperrendes Dogelschnäbelchen und zwei bittende flehende Augen in dem kleinen Löchelchen. Ohne sich zu besinnen, holte er Leute herbei, Die ihm ben schweren Deckel öffnen halfen unb bem Tierchen die ersehnte Freiheit Wiedergaben. In einem Hui sauste der noch völlig ungeschwächte Vogel heraus, seinem
** Matenblasen. Bei dem heutigen Maienblasen um 19 Uhr vom Turme der Stadtkirche aus werden folgende Stücke zu Gehör gebracht: 1. Choral: Nun laßt uns Gdtt den Herren, von Bach. 2. Ich grüße dich. Lied von Hertel. 3. Das Waldhorn.
** Unsere Nachtsängerin ist wieder zurückgekehrt. Man schreibt uns: Seit voriger Woche kann man sich wieder an dem herrlichen ®r fang der Nachtigall im Bergwerkswald erfreuen. Wer diesem herrlichen Gesang lauschen will, wird dringend gebeten, sich von 23 Uhr an auf der Stra- ßenkreuzung Gießen—Leihgestern und Oberhof ruhig zu verhalten. Schwätzern ist die Bettruhe zu empfehlen.
♦♦ Richtigstellung. In der Siegerliste des Reichsberufswettkampfes (Vergl. Gieß. Anz. vom vorigen Samstag) muß es unter Gruppe XII (Heimarbeiter und Hausgehilfen), Leistungklasse 2:
einzelne Lager durch Gatter voneinander ab geteilt sind. In der Mitte jedes Lagers brennt Tag und Nacht ein großes Lagerfeuer. Drei große Masten
von Polen auf Oberschlesien. — 1498: Der Reformator Girolamo Savonarola in Florenz verbrannt (geb. 1452). — 1618: Beginn des 30jähn- gen Krieges. — 1707: Der Naturforscher Karl von Sinne zu Rashult in Schweden geboren (gest. 1778). — 1886: Der Geschichtsforscher Leopold v. Ranke in Berlin gest. (geb. 1795). — 1906: Der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen in Christiania gest. (geb. 1828).
Bornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch: KDAJ., Bezirksleitung Gießen, 18.30 Uhr, Cafä Ebel, Schulungsabend mit Vortrag von Ptz. Dr. med. Kranz. — Ortsgruppe Gießen-Nord, Zelle 6 und 7, 20.30 Uhr, Kaufmännisches Vereinshaus, Zellenabend. — Lichtspielhaus, Bahnhoffttaße: „Sechs Frauen und ein König". — Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung.
— Aus dem Stadttheaterbüro. Mor» gen, Donnerstag, abend, Deutsche Bühne, Reihe 1, Wiederholung der bayerischen Moritat in 16 Bildern „Die Pfingstorgel". (Siehe heutige Anzeige.)
♦
ffnfrtlM rtitf I -u verhüten. Im Wintergetreide ist auf Das Austre-
jrUnjull «Us vcr XDiejC. ten des Rostes zu achten. Bei Der Gerste ist Die
Flimmernde Sonnentupfen spielen zwischen den Streifenkrankheit an den gelbbraunen ßängsftreifen Bäumen auf dem bunten Teppich der Wiese. Hoch | auf Blättern zu erkennen. In Den Sommersaa- " .....-k tt-A-t«- £en «yie Der Frttfliege. Von Den Kar
toffelkrankheiten zeigen sich die Schwarzbeinigkeit, Krautfäule unD Wirtelpilzwelkekrankheit. Die jungen Zucker- unD Futterrübenpflanzen leiden an Wurzel- branD oder werden durch Den Rübenaaskäfer oder
Die Heimatvereinigung Schisfenberg hielt gestern Seit Samstag letzter Woche tummeln sich am nachmittag auf Dem Schiffenberg eine Ausschuß- Gederner See 600 oberhessische Hit» itzung ab, Die von zahlreichen Vertretern aus ler jun gen, Die frei von Der Arbeit unD Den Gießen unD Umgebung besucht war. Anstrengungen Des täglichen Lebens acht Tage
Nach kurzer Begrüßung durch den Dereinsführer, lang in abwechslungsreichem Leben Erholung m Oberforstmeister Nicolaus, berief dieser in den Gottes freier Natur suchen. Deutsche Jungen aus Vorstand: Bürgermeister Dr. Hamm (stellv. Füh- allen Berufen, die einen von ihrer Arbeit an Der rer), Rektor i. R. V. Müller (Schriftführer), Ge- Maschine, Die anderen von dem Pflug weg, wie- chäftsfübrer H. Kirchner (Rechner), Heimat- der andere aus der Schule, die dritten aus dem lichter H e ß (Kreisringführer des Reichsbundes für Büro, dieser aus der Werkstatt, und jener aus ir- Dolkstum und Heimat), außerdem als Ortsgruppen» genDeinem Verkaufsraum, — alle sind sie hier zu- ührer: Lehrer Rau, Klein-Linden ^Stellvertreter sammengekommen, Malermeister D i e h m a n n), Heinrich Langs- um sich acht läge lang die Lungen voll frischer
Dorf, Leihgestern (Stellvertreter Rektor Lotz, £Uft zu pumpen, um den Körper durch Sport
Leihgestern), bürgermeifter S ch ä f e r, Watzen- und Spiel zu stählen für ihre Arbeit, überhaupt
born-Stemb-r« «Stellvertreter Karl Kolmer da. füc eine kurze Zett losgdöff zu fein von selbst), Franz Coenen, Garbenterch (Stellver- ' 1lnr, 3 '
treter Lehrer Mörschel, daselbst), Lehrer Z ö l» "ntu&e täglichen Alltags,
ler, Hausen (Stellvertteter Pfarrer Steiner, Wenn Der Oberbannsührer Der HitlerjugenD Walter daselbst), Lehrer Klücker, Steinbach, Dr. Mi- Blurnenröder Dieses Lager ins Leben rief, chel, Gießen (Stellvertreter W. G e i l f u s). Als Dann nicht Deshalb, um Den Schülern höherer Lehr» Rechnungsprüfer wurden bestimmt: Bürgermeister anstalten ihre Pfingstferien durch dieses Lagerleben Schäfer, Watzenborn-Steinberg, und Steuerbe- zu verschönern, sondern um die schaffende Jugend, rater Jäger. die im Jahr zwei bis drei, allerhöchftens aber nur
Es wurde dann beschlossen, den diesjährigen acht Tage Ferien bekommt, hinauszuführen in die Hcimattag am 17. Juni auf dem Schiffenberg ab- Natur, und um ihr für eine kurze Zeit ebendieselben zuhalten. Nachmittags findet ein volkstümliches Annehmlichkeiten zu bieten, die sonst nur Denen zu- Konzert Des SA.-Reserve-Musikzuges 1/116 statt, gute kommen, Die Die nötigen Geldmittel und Die Weiter sinD vorgesehen: Darbietungen vom Tanz- Zeit da^u haben.
kreis Des ReichsbunDes für Volkstum unD Heimat, Ein Zeltlager ist wohl das JDeal jeDes Jungen, turnerische Vorführungen, RinDerreigen usw., abenDs ja Der GeDanke hieran läßt ihnen Die Herzen schnel- SonnenroenDfeuer. Für Die Vorarbeiten zu Dieser ter schlagen, unD wenn nun Dieses Zeltlager Wirk» Veranstaltung murDe ein befonDerer Ausschuß ge- lichkeit wurDe, Dann kann man sich wohl Die Be- bildet, bestehend aus den Herren Müller, Geil- geifterung Derer vorstellen, Die ein solches SagA fus, Dr. Michel, Kirchner (Gießen), Coe- zum ersten Male mitmachen und die bis jetzt immer ne n (Garbenteich), Schäfer (Watzenborn-Stein- nur in Fahrtberichten lasen, was ein solches Lager berg). I für Die Jugend bedeutet.
Auf Anregung von Rektor i. R. V. Müller soll eine Sammlung von Volksliedern zusammen- gestelli werden. Die'Bearbeitung dieser Sammlung wurde einer besonderen Kommission, bestehend aus Den Herren Müller, Pfarrer Steiner, Heß, Rau, Geilfus, Marsteller übertragen.
Zur Ausschmückung eines Raumes auf Dem Schiffenberg mit Silbern würbe ein Betrag von 25 Mark aus Vereinsmitteln zur Verfügung gestellt.
Weiter würbe angeregt, künftig der MitglieDer- werbung besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Anschließend an die Verhandlungen fand eine Familienzusammenkunft statt, bei welcher Gelegenheit Die auf Dem Altan ausgestellte Orientierungstafel ihrer Bestimmung übergeben murDe. Es ist in Aussicht genommen, später auch an Der NorDseite Des Schiffenbergs eine Orientierungstafel anzubringen.
i. Klage Des Heinrich Muller m Over-^ttewen, ^etmaroener uno nausgeyi^n,,
I vertreten Durch Rechtsanwalt Luley in Gießen, I richtig 1. GerDa Hainer, Gießen (nicht Hamer, DaDurch in Der Ueberkunft verzögert roerDen. Die ^gen Den Pvlizeibefehl Des KreisDirektvrs Des Krei-i Gießen) heißen.
Anschrift muß Deutlich, richttg unD vvllstänDig fein, |
wenn Die SenDungen schnell beförDert unD unver- ZSL ZcSL /ÄJ
k GA.-Ewenveiag in Gießen.
tellpvstanstalten, wie Berlin, Hamburg, München, I 8 v
Frankfurt (Main) usw. Darf neben Der Ortsbezeichnung der Ortsbezirk (NO., Süd usw.) sowie die Nummer der Zustellpostanstalt, bei Vororten die findenden Dorortsbezeichnung nicht fehlen. Bei Landorten oll die Zustell- oder ßeitpoftanftalt angegeben wer- VvlUJJv
!b"; y - üb°r‘^Än6Äis).<Unän‘besser! fin^n iu sirtzcu folgenbe Deranffaltungen ffatt:
ffin&nbiS ÄÄX Samstag,26.Mai 1934:
weil sie auf ihren abgehenden Sendungen den Orts» 1$_ig Uur; Platzkonzert des Rlusikzuges des bezirk, die Nummer der Zustellpostanstalt usw. nicht clllfm(innnc ins $n Wnif
angeben. Die Briefversender sollten daher streng Reserve-Sturmbanns I 116 in der Plock-
darauf halten, daß diese wichtigen Anaaben nicht flrafoe — Johannesstrahe. vergessen werden und daß auch die Anschrift ihrer abgehenden Briefe immer den eingangs erwähnten 20.30 Ahr: Zapfenstreich! Aufstellung: am Erfordernissen entspricht. Sie ersparen dadurch Standartengebäude(Landgraf-Philipp-Plah).
sich unb ben Empfängern Verbruß unb ber Deut- Zapfenstreich murschierl burch folgenbe
chen Reichspost mel Muhe und Arbeit und — zum ? 2 v = *22 *,<<_ «-
allgemeinen Nutzen — auch Ausgaben. Die rief)- Straßen: Landgraf-Philipp-Plah, Sonnen-
tige Bezeichnung der Zustell-Postanstalten usw. fön- strahe, Reuen Baue, Ludwigstrahe, Alicen-
-°"°-weg. KUP,Egone. Aeus.ob.
Angaben zur Verfügung, sie sind für 15 bis 25 Pfg. | zum Oswaldsgarten. durch die Postanstalten zu beziehen.


