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deren gute Wiedergabe dem Musikzug vortrefflich gelang, so daß die Besucher des Konzerts mit star­kem Beifall lohnten. Von den übrigen Konzert- stücken verdienen besondere Erwähnung der aus­gezeichnete Vortrag der Ouvertüre zur Oper Norrnä von Bellini und Teile aus der OperDer fliegende Holländer" von R. Wagner. Im zweiten Teile der Konzertfolge gefielen besonders der Straußsche WalzerRosen aus dem Süden" und im PotpourriRheinischer Sang"von Hannemann, die all« dankbarste Aufnahme fanden und die Ka­pelle immer wieder zu Beigaben nötigten. Sämt­liche Darbietungen stellten das große Können des Musikzuges und feines unermüdlichen Leiters Riebergall erneut unter Beweis.

Fahnenweihe

des Marinevereins Gießen.

Am zweiten Pfinastfeiertag fand auf dem fest­lich hergerichteten Bootsplatz des Marinevereins Gießen die Fahnenweihe des Vereins statt. Ein neu aufgestellter, 26 Meter hoher Mast mit vollstän­diger Takelage, Rahe, Gaffel usw. lenkte die Auf­merksamkeit Der Besucher besonders auf sich. Zur Feier des Tages war über den Toppen geflaggt. An der Feierstunde nahmen die Militär- und Re- gimentsoereine, Rudervereine, Rotes Kreuz, der 'Marinverein und zahlreiche weitere deutsche Volks- igenofsen teil.

Vereinsführer L i ch betonte in seiner Begrü- sßungsansprache, daß es sich bei dieser Veranstaltung micht um ein geräuschvolles Fest handele, sondern mm die Weihe eines neuen Heiligtums des Marine- Vereins, für das ebenso wie für die gesamte Der- «insarbeit nur ein Ziel und Inhalt bestehe: Deutschland.

Mit dem ChoralWir treten zum Beten" nahm Bann der Feldgottesdienst seinen Anfang. Daran »anschließend fand die Fahnenweihe statt, bei der Kamerad Stiftspfarrer D r a u d t - Lich die An­sprache unter dem LeitgedankenTreue" hielt. Der Redner erinnerte in seinen Worten an das Bild, -auf dem der letzte Mann auf den Planken des Schiffes treibt, in der emporgereckten Hand die Fahne haltend. Diese Treue bis zum Letzten müsse cwiederkehren. 1918 habe die Untreue die deutsche Flagge gestrichen. Der Staat nach 1918 war auf Untreue aufgebaut, weil er die Treue zum Volk und die Treue zu Gott nicht kannte und nicht ken­nen wollte. Sünde gegen die Treue sei es, wenn wir die Gesetze der Rasse nicht beachten. Der Führer hielt dem deutschen Volke die Treue, als olle anderen im Volke verzagten, und aus dieser Treue erstand der neue deutsche Staat, dem unser Volk die Treue halten muß in gläubiger, ver- rauensvoller Gefolgschaft zum Führer Adolf Hit- er. Die umhüllte Fahne wurde während dieser Ansprache von den sechs ältesten Mitgliedern des Ver­eines vor dem Podium gehalten. Nach der Ent- vüllung weihte Kamerad Stiftspfarrer D r a u d t Joie Fahne und übergab sie dem Vereinsführer 2ich. Nach dem gemeinsam gesungenen Choral ^Nun danket alle Gott" wurde das ehrwürdige Feldzeichen des Vereins dem Fahnenträger E ck - i, a r b t mit der entsprechenden Verpflichtung über­geben. Das Leitwort muß immer fein:Die Fahne muß stehen, wenn der Mann auch fällt". Hierauf wurde des Feldmarschalls der deutschen Heere, des unbekannten deutschen Soldaten des Weltkrieges und des Führers und Volkskanzlers lies neuen Deutschland Adolf Hitler mit drei­maligem begeisterten Sieg-Heil gedacht. Gemein- xim wurden anschließend bas Deutschland unb bas Horst-Wessel-Lieb gesungen.

Für bie Militäroereine sprach fobann ber Führer her Arbeitsgemeinschaft ber Militär- unb Regi- nentsoereine Kamerab Müller, für ben Kaval- »rieoerein sprach Kamerab Storck herzliche Worte. Mit bem Gesang des dritten Verses des Deutschlandliedes unb mit bem Babenweiler Marsch nnb die Feierstunde ihren Abschluß.

^ornoitficn.

Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis 22.30 UhrTosca". Licht- Pelhaus, Bahnhofstraße:Sechs Frauen und ein Lönig". Oberheffifcher Kunftverein, Turmhaus im Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. Hei- natoereinigung Schiffenberg, 17 Uhr, Schiffenberg. Waldeslust am Flughafen, 16.30 Uhr, Konzert !,er SA.-Referve-Kapelle, abends alte Tanzmusik.

Giefzener Wochenmarktpreise.

Gießen, 22. Mai. Es kosteten auf bem heuti­gen Wochenmarkt: Süßrahmbutter das Pfd. 140, ianbbutter 130 bis 135, Matte 20 bis 25, Käse !,as Stück 4 bis 10, Wirsing, grün, das Pfd. 20, Notkraut15, gelbe Rüben, das Bund, 25, Spinat, ioas Pfd. 8 bis 10, Römischkohl 12, Spargel 30 bis ^.Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 15, Rhabarbar f bis 10, Kartoffeln, alte, 3Vr, Aepsel 20 bis 30, Kirschen 60, Eier, 8-Klasse IOV2, A-Klasse IOV2, ; ^-Klasse 9V2, E-Klasse 9, V-Klasse 8, Blumenkohl, Ins Stück 50 bis 60, Salat 10 bis 15, Salatgurken <0 bis 50, Ober-Kohlrabi 15 bis 20, Lauch 5 bis 10, Rettich 15, Sellerie 10 bis 35, Radieschen, das 5Junb, 8 bis 10, Kartoffeln, ber Zentner, 320 bis 30 Pfennig. *

** Die Pfing st feiertags erfreuten durch t°rrliches Frühlingswetter, das es den Stabtmen- tien ermöglichte, zu Fuß, per Rad, im Kraftfahr- s-ug oder auch mit der Bahn hinauszuziehen m be herrliche schöne Natur. Der Ausflugsverkehr Dar ganz außerordentlich rege, so daß die Gast- tiirte der Ausflugsorte an den beiden Feiertagen riohl auf ihre Rechnung gekommen fein dürften, bi der Stadt war es unter diesen Umständen ver­hältnismäßig still. Erfreulicherweise verliefen die [siertage überall ohne Störung und in schönster libnung, so daß man sich allgemein der beiden Mjetage voll und ganz erfreuen konnte.

Eine öffentlicheSitzung desStadt- rots findet am kommenden Donnerstag, um 16 Unr beginnend, im Stadtratssitzungssaale im Stadt- h us Bergstraße statt. Auf der Tagesordnung stehen hjaenbe zwei Punkte: Einführung und Verpflich- iiTig eines Stadtratsmitgliedes, Wahl des Oberbur- \ girmeifters und Beigeordneten.

**** Die Meldestelle für ben freimil« I ,gen Arbeitsdienst ist am Donnerstag, i Kl. Mai, geschlossen.

** Straßensperru n g. Wegen Ausführung i p.in Straßenbauarbeiten wird bie W 0 l f st r a ß e zwischen Kaiserallee und Licher Straße vom 22. Mai ab auf die Dauer von 4 Wochen für ^glichen F^hrzeugverkehr gesperrt.

»** gin Verkehrsun all ereignete sich anj Jiii'ten Feiertag in der Nähe ber Wellersburg. Dort jichr das Auto eines Kaufmanns aus Marburg Mim Ausweichen vor einem Hund gegen einen kuurn, wobei der Autobesitzer und [ein Kind leichte Einlegungen erlitten, während bie ebenfalls im Engen sitzenbe Frau einen leichten Schock davon- t-j.g. Alle drei konnten nach erster ärztlicher Hilfe­

leistung in ber Chirurgischen Klinik nach Hause fahren.

** Kreiswertungssingen in Gießen. 2lrn nächsten Sonntag veranstaltet ber Sängerkreis Gießen, Gau XII im Deutschen Sängerbund, sein Kreiswertungssingen in Gießen. Das Singen findet ab 8.30 Uhr in der Turnhalle, in der Neuen Aula und im Caf6 Leib statt. Gegen 12.30 Uhr schließt sich eine öffentliche Kundgebung auf dem Landgraf- Philipp-Platz an. (Siehe heutige Anzeige.)

Amtsgericht Gießen.

Wegen Bettelns wurde ein schon mehrfach vor- beftrafter Mann zu einer Haststrafe von sechs

Wochen verurteilt. Der Angeklagte beleidigte eine Hausfrau unb ein Hausmäbchen, als biefe ihm kein Mittagessen gaben. Da der heutige Staat für derartige Elemente keinen Raum hat und bestrebt ist, jedem Volksgenossen seinen Unterhalt zu geben, war auf bie obige Strafe zu erkennen.

Ein Kaufmann aus Mainz erhielt einen Straf­befehl über 20 Mark. Der Angeklagte schlachtete in ©rüningen in einem Privathause, um bie Wurst in seinem Gewerbebetrieb zu verkaufen. Das Ge­richt erhöhte in Anbetracht seines hartnäckigen Leugnens, bas der Angeklagte bis zum Schluß an ben Tag legte, bie Strafe auf 12 0 Mark.

Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit.

Neue Anregungen des Gießener Arbeitsamtsdirektors.

Arn Donnerstag hatte die Hanbelskarnmer bie Betriebsführer unb der Kreisbetriebszellen­leiter bie NSBO. -Obmänner in bas Haus ber Deutschen Arbeitsfront geloben, um einen Vor­trag bes Arbeitsamtsdirektors, Reg.-Rat Dr. List, über weitere Schritte in der Bekämp­fung der Arbeitslosigkeit zu hören.

Dr. L i ft wies einleitend darauf hin, daß in bem harten Kampfe Deutschlanbs um fein Lebens­recht eine möglichst, große Unabhängigkeit vom Auslanb erreicht werden müsse. Diese könne nur erreicht werden, wenn Deutschland sich möglichst unabhängig von der Einfuhr ausländischer Produkte halte unb sich bemühe, bas, was es brauche, im eigenen Lanbe zu gewinnen.

3n erster Linie komme es darauf an, die Land­wirtschaft möglichst leistungsfähig zu machen. Deshalb sei im Augenblick nichts gefährlicher, als daß die Landwirtschaft zur Zeit nicht über genügend Arbeitskräfte verfüge. Wer gelernter landwirtschaftlicher Arbeiter sei, gehöre in die Landwirtschaft.

Ein so hoch industriell entwickeltes Land wie Deutschland bleibe immer in gewissem Umfange auf den Export angewiesen. Es sei nötig, in bem harten Kampf um den Weltmarkt die Stellung Deutschlands dadurch zu halten und zu verstärken, daß wir den großen Vorzug, der in ber Vorrang­stellung bes deutschen Arbeiters liege, stärken. Es komme darauf an, eine junge Generation heran­zuziehen, die in Pflichttreue, Sorgsamkeit, Fleiß und Kameradschaftlichkeit bie Jugenb jedes anderen Landes übertreffe unb gelernt habe, ihr eigenes Ich" hinter bas Wohl bes Ganzen zurückzustellen. In ber Vorkriegszeit habe bie allgemeine Wehr- bienftpflicht einen Teil biefer Aufgaben übernommen, heute werden diese Ausgaben neben den Wehrver­bänden hauptsächlich vom freiwilligen Arbeitsdienst getragen. Wer freut sich nicht, wenn er die braunen Gestalten der Arbeitsdienstwilligen im Straßenbild sieht und an Haltung, Aussehen, Benehmen fest­stellen muß, welche Erziehung sie genossen haben! Die jetzt im Arbeitsdienst befindlichen jungen Leute haben sich freiwillig zur Verfügung gestellt. Sie haben dafür für diesen Entschluß von ihren Arbeits- fameraben viel Spott einstecken müssen.Der 25-Pfennig-Junge" war ein beliebtes Schimpfwort. Es besteht von Anfang kein Zweifel darüber, daß Deutschland die Arbeitsbienstpflicht einführt. Wenn aus außenpolitischen Gründen diese Pflicht noch nicht ausgesprochen wurde, so kann bas an ber Notwendigkeit bes Arbeitsbienstes für bie Ge­samtheit und den einzelnen jungen Deutschen nichts ändern. Unsere Aufgabe ist es, diese Idee moralisch so zu festigen.

daß es unmöglich ist, in Deutschland als voll­wertiger Staatsbürger angesehen zu werden, wenn man nicht durch den Arbeitspah nachweist, daß man zu seinem Teil für das Ganze gearbei­tet hat.

Unerträglich wäre es, wenn diese Arbeitsdienst- willigen, die sich damals als Träger der Idee frei­willig zur Verfügung gestellt haben, ausgelacht wurden, nun zurückkämen nach getaner Pflicht und wieder zusehen müßten, wie die anderen jungen Leute, die nicht im Arbeitsdienst waren unb seiner­zeit bie Freiwilligen verspotteten, auch heute roieber in Arbeit finb, während sie selber als Arbeitslose Zusehen dürfen. Eine solcye Feststellung wäre für Die Durchführung der Idee vernichtend.

Es ist also unsere dringliche Pflicht, die Ar- beitsdlenstwilligen, die ein Jahr im Arbeits­dienst tätig waren, nach dem Ausscheiden wieder in ihre Berufe zu bringen. An die Betriebs­führer und die Betriebszellenobleute richtete der Vortragende den dringenden Appell, dafür zu sorgen, daß die jungen Arbeiter und Angestellten unter 25 Jahre zum Eintritt in den FAD. ver­anlaßt werden. Ihre Stelle wird durch ausge­schiedene FAD-Leute und durch alte Kämpfer beseht werden.

Er kündigte von sich aus an, daß er dafür sorge, daß in seinem Arbettsamtsbezirk grundsätzlich lebige Menschen unter 25 Jahren auf Vermittlung einer Arbeitsstelle nur rechnen können, wenn sie sich ein­reihen in das große Heer, das für Deutschlands Wiederaufstieg kämpfe.

Der Redner benutzte noch die Gelegenheit, die An­wesenden darauf hinzuweisen, daß bie Angestell ° ten-Berufsgruppe sich auch nicht annähernd in der gleichen Schnelligkeit und Dem gleichen Um­fange erhole, wie die übrigen Berufsgruppen. Es scheine ihm an der Zeit, daß

die einzelnen Betriebe die Angestelltenschaft ver­stärkten, um durch Pflege der Kundschaft, Ver­stärkung des Außendienstes usw. zu ihrem Teil dazu beizutragen, daß die Belebung der Wirt- schaflskonjunktur sich weiter ausgestaltet.

Ueberall im Lande gebe es noch genügend Leute, bie in dem großen Geschehen nichts dringlicher hätten, als zu ihrem Teil burch kleinliches Kritisieren zu be­weisen, wie wichtig ihre Persönlichkeit sei. Diese sind im allgemeinen Schwung mitzureißen unb zu veran­lassen, das ihrige durch Vergebung von Arbeiten zum Wiederaufbau beizutragen.

239 Kilometer Gegelslug.

Eine neue Grotzleistung des Darmstädter Segelfliegers Hans Fischer.

Der bekannte Segelflieger Hans Fischer der Akademischen Segelfliegergruppe Darmstadt, ber in ben letzten Tagen durch verschiedene Fern-Segel- flüge darunter einem Flug mit vorbestimmtem Ziel von 120 Kilometer erneut von sich reden machte, flog am Pfingstsonntag auf bem Segelflug- zeugWindspiel", der bewährten Konstruktion der Akaflieg" Darmstadt, von Darmstadt nach Weimar. Diese (Entfernung von 239 Kilometer stellt die bisherige Höchstleistung bes Segelflugjahres 1934 dar.

V. Reichs-Modell-Gegelslug- Wettbewerb

an den Pfingsttagen in der Rhön.

Der V. Reichs-Modell-Segelflugwettbewerb, ver­bunden mit einem Sungfliegertreffen, übte an den Pfingsttagen auf der Wasserkuppe in der Rhön eine "starke Anziehungskraft aus. 600 Modellbauer des Deutschen Lustsport-Derbandes und der Hitler- Jungfliegerscharen waren mit 700 Modellen zum Wettbewerb angetreten. 15 000 Zuschauer wohn­ten der interessanten Veranstaltung bei.

Nach feierlicher Flaggenhissung und nach einer Prüfung der Modelle begannen die Starts. Dank der glänzenden Organisation konnten an beiden Tagen 3000 Starts durchgeführt werden. Trotz des böigen, starken Windes kam dabei ein recht guter Durchschnitt heraus, der wieder in baulicher Hin­sicht einen schönen Beweis von dem Forschungs­drang unserer Jugend vermittelte. Im Rahmen einer Heldengedenkfeier am Fliegerdenkmal spra­chen Ritter von Schleich und Ministerialrat Geyer.

Am zweiten Wettbewerbstag wurden ausschließ­lich Hochstarts durchgeführt, die aber bei dem star­ken Wind nur wenige gute Resultate lieferten. Die von Professor Dr. G e 0 r g i i Darmstadt vor­genommene Preisverteilung schloß den Wettbe­werb ab. Den Ehren- und Wanderpreis des Deut­schen Luftsport-Verbandes für die beste Gesamt­leistung erhielt Günther M a r t h - Berlin für feinen neuen Deutschen Rekord von 12,35 Min. Dauer und 4000 Meter Strecke. Der Ehrenpreis des Reichsjugendführers von Schirach fiel an Hans Knits-Fulda, Weitere Preise erhielten in der Klasse A Vieregge - Bad Ulezen für die Dauer, Hans Knits-Fulda für die Strecke, in der Klaffe A I Günther Marth-Berlin für die Dauer, Hempel- Jena für die Strecke, in der Klaffe B- Senioren Lammermeyr- Fulda für eine Dauer von 8:53 Min. (durch Fernbeobachter wurde sogar

eine Dauer von 13,30 Min. festgestellt) unb (Tol­let- Mannheim für bie Strecke.

Deutsche Hochschul-Handbatt- meisterschast.

Breslau siegt in der Zwischenrunde.

In ber Zwischenrunde ber Spiele um bie Deutsche Handball-Meisterschaft - der Hochschulen schlug am Pfingstsamstag in Danzig die Mannschaft der Uni­versität Breslau die Technische Hochschule Danzig überlegen mit 13:5 (5:2).

Deutsche Leichtathleten siegen in Bologna.

München gewinnt den Städtekampf mit 63 : 51 Punkten.

Im prachtvollen Littoriale-Stadion zu Bologna kam es am Pfingstsonntag zum ersten Leichtathletik- Städtekampf Bologna München. Der Kampf gestaltete sich zu einem großen (Erfolg für die Bayern. Die Münchener übertrafen bie auf sie gesetzten Erwartungen, sie siegten im Gesamtergeb­nis glatt mit 63:51 Punkten. Ausschlaggebenb waren vor allem die Siege unserer Landsleute in ben Staffeln. Schon beim Aufmarsch würben die Deutschen von den 8000 Zuschauern, die sich trotz der großen Hitze eingefunoen hatten, sehr herzlich begrüßt, unb stark war auch zum Schluß ber Bei­fall, als die Münchener siegreiche Mannschaft noch einmal marschierte.

Die Ergebnisse:

100 Meter: 1. Hoffmann-München 11.2 Sek., 2. Gonelli-Bologna 11.3 Sek., 3. Hofbauer-Mün­chen, 4. Mattioni-Bologna.

4 0 0 Meter: 1. Badiali-B. 51.3 Sek., 2. Mayr- M. 52.0 Sek., 3. Weiß-M. 52.2 Sek., 4. Marini-B.

1500 Meter: 1. Stabler-M. 4:03.3 Min., 2. Gordoni-B. Handbreite zurück, 3. Hein-M. 4:09.9 Min., 4. Nenetti-B.

5 0 0 0 Meter: 1. Furia-B. 15:48.0 Min., 2. Dftertag 50 Meter zurück, 3. Schauer-M. wei- tere 80 Meter zurück, 4. Bacgi-B.

Kugel stoßen: 1. Vogel-M. 13.93 Meter, 2. Kulzer-M. 13.80 Meter, 3. Bononcini-B. 13.50 Meter, 4. Biancana-B. 12.76 Meter.

Diskuswerfen: 1. Oberweger-B. 46.00 Meter, 2. Würfelsdobler-M. 43.98 Meter, 3. Bo- noncini-B. 43.50 Meter, 4. Vogl-M. 35.84 Meter.

Hammerwerfen: 1. Vandelli-B. 47.40 Meter, 2. Poggioli-B. 46.41 Meter. 3. Mayr-M. 44.28 Meter, Kurz-M. 42.99 Meter.

Weitsprung: 1. Lipfert°M. 6.65 Meter, 2. Würfelsdobler-M. 6.59 Meter, 3. Tornani-B. 6.49 Meter, 4. Cardella-B. 6.45 Meter.

Hochsprung: 1. Botti-B. 1.85 Meter, 2. En- dres-M. 1.85 Meter, 3. Degli-B. 1.80 Meter, 4. Lipfert-M. 1.65 Meter.

4 mal 100 Meter: 1. München 43.9 Sek., 2. Bologna 44.4 Sek.

4 mal 4 0 0 Meter: 1. München 3:25.3 Min., 2. Bologna, weit zurück.

Süd schlägt West.

Westdeutschland in Saarbrücken mit 3:0 (1:0) geschlagen.

Das Repräsentattv-Treffen zwischen Süd- unb Westdeutschland in Saarbrücken erfreute sich mit 5000 Zuschauern eines recht guten Besuches, wenn man berücksichtigt, baß gerade am ersten Pfingst- feiertage Tausende und Abertausende von Saar­ländern sich im Reiche aufhielten.

Die süddeutsche Elf siegte unerwartet glatt und verdient. Nur in den ersten Spielphasen vermochten bie Westbeutschen den Ton anzugeben, denn bald fand sich der Süden gut zusammen und konnte nach vorübergehendem offenen Feldspiel den Kampf überlegen gestalten. Den Ausschlag hierbei gab die bessere süddeutsche Läuferreihe, in ber vor allem Kiefer sehr gut war. Auch an ber Verteibigung war kaum etwas auszusetzen. Grebe würbe als Sturmführer feiner Aufgabe vollkommen gerecht, während die Außenleute durch ihre außerordent­liche Schnelligkeit dem Gegner schwer zu schaffen machten. Wenzelburger erwies sich als sehr schuß- gewaltig. Im großen und ganzen hinterließ das Spiel Der Süddeutschen einen guten Eindruck. Buchloh, ber Torwart ber Westbeutschen, tat fein bestes, fanb aber nicht immer bie nötige Unter­stützung seiner beiben Vorberleute, bie zeitweise bedenkliche Schwächen aufwiesen. Die Läuferreihe zeigte ebenfalls keine überragende Leistungen, wäh­rend bie Stürmer nie ben richtigen Kontakt fanben.

Frankfurter Leichtathletik-Sieg.

Hessen-Preußen Kassel von 3(5. Frankfurt im Llubkampf mit 140,5:118,5 Punkten geschlagen. Zwei ber führenben Leichtathletik-Vereine Süd» westbeutschlanbs, Hessen-Preußen Kassel unb ber IG. Sportverein Frankfurt trafen am ersten Pfingsttag auf ber Kasseler Hessenkarnpfbahn in einem Clubkampf erneut zusammen. Die Frankfur­ter konnten biesmal für ihre Nieberlage in der ersten Begegnung Revanche nehmen. Ausschlag- aebenb für den Erfolg waren die besseren Durch­schnittsleistungen, sowie die große Ueberlegenheit bei ben Jugenblichen unb bei Den Damen. Im Ge­samtergebnis siegten bie Frankfurter mit 140,5 zu 118,5 Punkten.

Oer Olympiakursus der Wasserballer.

Die Probespiele am Pfingstsonntag.

Der Deutsche Schwirnm-Verbanb hatte am Pfingst­sonntag feine Wasserball-Nationalmannschaft, sowie verschiedene gute Kräfte des Nachwuchses, im Frank­furter Stadion zu einem Training und einigen Probespielen zusammengezogen. Nach einem 400- Meter-Crawlschwimmen für alle Spieler, das aber nicht aeroertet wurde, schlua zunächst die National­mannschaft eine Auswahl des Bezirks III im Gau Südwest ganz überlegen mit -12:2 (8:0). Die Na­tionalmannschaft, die recht gute Leistungen zeigte, trat dabei in der folgenden Aufstellung an: Hein­richs (Hellas, Magdeburg); Dr. Schürger (Bayern, Nürnberg); Amann (Hellas, Magdeburg); Lemp (Nürnberg); Ake Rademacher (Hellas, Magdeburg); Schwartz (Poseidon, Köln); Schulze (Magdeburg 96). (Eine National-B-Mannschaft, die sich aus Magde­burgern Nachwuchsspielern, sowie aus den beiden Ludwigsburgern Schraag und Kleis zusammensetzte, fertigte eine DT.-Mannschaft des Gaues Südwest mit 9:3 (5:0) ab. Den Abschluß bildete ein Spiel zwischen der A- und der B-Mannschaft. Hier waren die älteren Nationalspieler doch noch klar überlegen, sie fertigten ben Nachwuchs hoch mit 7:1 (4:0) ab.

Die Spiele in Darmstadt und Frankfurt am zweiten Tag.

Der Olympia-Vorbereitungskursus ber 18 Natio­nalspieler im Wasserball wurde am zweiten Pfingst­tag am Vormittag in Darmftabt und am Nach­mittag wieder in Frankfurt fortgesetzt und beendet. In Darmstadt gab es vor 1000 Zuschauern zwei Spiele. Die A-Nationalmannschaft schlug eine Darmstädter A-Auswahl 12:4 (5:3), während die B-Nationalmannschaft die Darmstädter B-Auswahl mit 10:1 (4:0) besiegte.

Die Nachmittagsspiele im Frankfurter Stadion brachten vor 800 Zuschauern knappere Resultate. (Einmal zeigten sich bei den Nationalspielern all- mählich Ermüdungserscheinungen und dann kann­ten sich nun die Gegner auch schon besser aus. Die National-A-Mannschaft besiegte eine Turnermann­schaft des Bezirks III im Gau Südwest mit 8:2 (4:1), während die B-Nationalmannschaft über eine DSV.-Mannschaft bes Bezirks III im Gau Südwest mit 6:2 (3:0) siegte. Zum Schluß trat in einer verkürzten Spielzeit bie A-Nationalmannschaft gegen die B-Auswahl an und siegte mit 6:3 (2:0). Ein 100-Meter-Crawl-Einlagescywimmen, an dem auch alle Wasserballspieler teilnahmen, wurde im Endlauf von Schwartz (Köln) in 1:03,2 Min. vor Maus (Offenbach) 1:03,3 Min. und Lorey (Wies­baden) 1:04 Min. gewonnen.

Or. peltzer siegt in Münster (Hessen).

In bem Dorfe Münster bei Dieburg in Hessen veranstalteten unternehmungslustige Sportsleute am zweiten Pfingsttag ein Leichtathletikfest, zu bem man neben Athleten aus Frankfurt, Offenbach unb Darmstadt auch Dr. Peltzer eingeladen hatte. Die Anwesenheit des berühmten Läufers brachte das ganze Dorf auf die Beine und auf ben Sport­platz. Obwohl die nur 300 m lange und sehr schmale Rundbahn gerade keine ideale Laufbahn darstellte, aeroann Dr. Peltzer den 800-m-Ein- ladungslauf doch in schönem Stil und verhalten in 2 :06 Min. vor Blind- SV. 98 Darmstadt 2 : 08,7 Min. und Kaufmann- Post-SD. Frank­furt 2:14 Min.

Bahnstaffeltag zum Gedächtnis an Leo Schlageter und Hanns Braun.

Am 2 7. Mai führen die Kreise und Gaue des Deutschen Leichtathletik-Verbandes Stafsel- w e 11 f ä m p f e zum Gedächtnis an unseren Frei­heitshelden L e 0 Schlageter durch. Verbunden sind die Wettkämpfe mit dem Gedenken an unver­geßliche Sportleute, wie Hanns Braun, bie ihr Leben für die Heimat ließen. Tatenfrohe Ju­gend, geeint für die Zukunft unseres Reiches, wirb

NIVEA

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mild, leicht schäumend, ganz wundervoll Im Geschmack.