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Wandern und Krisen Bäder und Sommerfrischen.

bietet Ruhe in schönster Lage, grossen Kurpark, preiswerte Unterkunft Pauschal-u. Vergünstigungskuren.

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Wanderfahrten

Kunstwerken christlichen Mittelalters, ist man über­wältigt von dem prachtvollen holzgeschnitzten Altar des Würzburger Meisters Tilman R i e Men­sch neid er. Es sind Eindrücke, die bleiben, die nicht in wenig Tagen verweht sind, und die uns Jahr um Jahr zur Rückkehr mahnen!

Wir wandern im Zug der Rodheimer Straße nach unserem Nachbardorfe Heuchelheim, durch­schreiten dieses und gelangen nach Atzbach, wo noch das alte Amtshaus, in dem einst der junge Goethe geweilt hat, zu finden ist. Bald darauf kom­men wir nach dem malerisch an der Lahn gelege­nen Dorlar, wo sich noch alte Befestigungsmauern vorfinden. Wir überschreiten die Lahn und jenseits des Flusses den Bahnkörper und wenden uns rechts nach dem Dorfe Garbenheim. Der Ort hat durch Goethe, der hier gern weilte und ihm in den Leiden des jungen Werthers" den Namen Wahl­heim gab, seine Berühmtheit erlangt. Wir steigen nun zur ehemaligen Garbenheimer Warte, dem jetzigen Bismarckturm empor, von dem man eine prächtige Aussicht hat. Von hier erreichen wir als­bald unser Endziel, die alte Reichsstadt Wetzlar.

treffen wir blaue Punkte, die uns auf prächtigen Waldwegen, an den Hängen des Treisberges ent­lang, nach Mornshausen a. d. Salzböde führen, von wo wir über Nieder-Walgern heimfahren. Wander­zeit 6 Stunden.

Gießen Atzbach Dorlar Garbenheim Wetzlar.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden. Sonntag, 19. August. 12. nach Trinitatis.

Wanderfahrten.

Bieber Frankenbach Eiserne Hand Rodenhausen hemmerich Mornshausen.

Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, von dhm goldnen Ueberfluß der Welt!"

Eingestreut in die farbenfrohe, blumengeschmückte Natur liegen die einzelnen Stationen der Bahn. In Grainau beginnt erst die eigentliche Zahnrad­bahn. Von hier aus schiebt die Lokomotive die Wa- gen. Steigungen bis zu 15 Prozent werden schon erreicht, denn bis zum Eibsee sind immerhin 260 Meter Höhenunterschied zu überwinden. Am Fuß der steilen Nordwand der Zugspitze taucht jetzt das hellgrüne Wasser des Eibsees auf. Don den Wagen aus ein ganz wundervoller Anblick!

Immer höher schraubt sich der Zug. Bis zur Haltestelle Riffelriß müssen 650 Meter bezwungen werden. Das sind bei einer Fahrstrecke von etwa 3 Kilometer bis zu 25 Prozent Steigung.

Die Wälder und Almen verschwinden. Wir'sehen nur noch steile, wild zerklüftete Felsengebilde und Schluchten, in denen sich die Schneewasser tosend in die Tiefe stürzen. In Riffelriß nehmen wir kur­zen Abschied von der sonnigen Welt. Ein Blick noch nach dem glänzenden Eibsee, nach den Berggipfeln ringsum, den grünen Wäldern und Matten schon umfängt uns das Dunkel der Erde.

Es beginnt jetzt der 4,5 Kilometer lange Tunnel der tief in den Berg führt. Rund 1000 Meter Höhen­unterschied werden hier im Innern der Erde, im Herzen des Berges überwunden. An den Wänden des Tunnels hängen Tafeln, die uns zu jeder Mi­nute sagen, in welcher Höhe wir sind. Langsam und sicher schiebt die Lokomotive ihre Wagen vor sich her. Immer höher, immer höher! Ein und ein halbes Jahr brauchte man, um diesen Riesentunnel aus dem Bergmassiv herauszubrechen. Zehn Ar­beiter fanden dabei den Tod.

Bei 2650 Meter Höhe mündet die Bahn am Schneefernerhaus, einem sehr behaglich eingerich­teten Hotel. Auf dem Gipfel freilich sind wir noch nicht. Ein Aufzug bringt uns zur Schwebebahn. Immer 25 werden abgezählt, denn mehr trägt eine Kabine nicht. Und nun schweben wir die letzten 300 Meter zwischen Himmel und Erde, hoch über Felsen und Schneefeldern. Ein ganz eigenartiges Gefühl steigt in uns auf. So muß es im Flugzeug fein, wenn wir uns vom Boden erheben In ru^ig-sicherer Fahrt geht es bis zur Gipfelstation.

Und hier auf der Aussichtsplattform...

Ich hatte in Oberammergau einen Reisegenossen getroffen der noch nie in den Bergen war, einen stillen bescheidenen Menschen. Als er nun hier oben stand und vor Staunen keine Worte fand, als er immer wieder ganz fassungslos mit kindlich gläu­bigen Augen hinaus in die unermeßliche Ferne schaute, da war auch ich so ergriffen, daß ich nicht sprechen konnte. Unwillkürlich mußte ich an jene Menschen denken, die mit einem überlegenen- cheln durch das Leben schreiten, alles schon gesehen und alles schon genossen haben. Aber auch sie wür-

S £n Elchen Sonnentag, wie wir ihn dort auf Deutschlands höchstem Gipfel feierten, schweigen und schauen. Nur schauen! 9

Ich habe auf hohen Schneebergen im Schweizer- ^nde gestanden, ich war zur Winterszeit in den irnrenaen, aber niemals wurde mir ein Aufenthalt so zum Erlebnis wie hier auf der Zugspitze.

Rothenburg ob der Tauber

Meistertrunk und Schäfertanz.

die dumpfen Schläge der Tillyschen Kanonen und Boller, schauen die Türme und Zinnen des Städt­chens zu den Fenstern des Rathauses herein und .bleichem mit, genau so wie vor mehr als 300 Jahren, wie im Oktober 1631. Wer Rothenburg besucht, darf sich den ganz starken Eindruck dieser unmittelbaren Verbindung von Gegenwart und Geschichte von Spiel und Wirklichkeit nicht entgehen lassen.

Aber noch in einer anderen, reizvollen Art läßt Rothenburg während der Sommermonate Geschichte und Brauchtum in seinen Mauern lebendig werden. Wir durften am frühen Nachmittag einer Auffüh- rppg des altüberlieferten Schäfertanzes auf dem Marktplatz vor dem Rathaus beiwohnen, den eine besondere Gilde von Bürgern, die am alten Brauche hangen, pflegt und bewahrt. Die alte Musik ist echt, die alten Instrumente sind echt wie die Trach­ten der Schäfer und Schäferinnen, und nicht minder echt und rührend ist die Begeisterung, mit der sie diesen äußerst anstrengenden, schönen, durch die Jahrhunderte bewahrten fränkischen Schäfertanz aufführen.

Der Rest des Tages gehört einem Bummel über den Wehrgang, über die gut erhaltene Mauer mit ihren Schießscharten und Befestigungsanlagen, von Turm zu Turm, 34 an der Zahl, einer köstlicher als der andere. Wir berauschen uns von allen Seiten an dem einmaligen, einzigartigen Blick auf das Gewirr von Spitzgiebeln, Erkern, engen Gaffen und Türmchen, das alles so lustig ineinander verschach­telt erscheint, wir blicken aber auch von der Enge der ummauerten Stadt in die Weite des fränkischen Landes, über die Gräben hinweg durch den Tauber­grund und die sanft geschwungenen Hänge, die sich am Horizont verlieren. Wo man es anpackt, ist es ein Wunder, dieses Rothenburg, diese besterhaltene Stadt deutschen Mittelalters, deutscher Reichsstadt­herrlichkeit, deutschen Gemütes. Kaum läßt sich auch nur ein Ueberblick an einem Tage erraffen und tut man wenigstens einen kurzen Blick ins Innere der Jakobskirche, so steht man vor den herrlichsten

Katholische Gemeinden.

Samstag, 18. August.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, 19. August. 13. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.30: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Kinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 14.30: Andacht. Grün- berg. 9.45: Hochamt mit Predigt. Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. Laubach. 10: Hochamt mit Predigt. Lich. 10: Hochamt mit Predigt. Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.

Mittwoch, 22. August.

Hungen. 6.15 Uhr: Messe.

veffenkllcher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500. Oeffentlicher Sonntagsdienst.

Aerzte: San.-Rat Dr. Schliephake, Dr. W. Klein. Zahnarzt: Dr. Buchinger.

Apotheke: Pelikanapotheke.

Da hören wir, wie ein alter Herr hinter uns sagt: Vor einer Stunde ist Hindenburg ge­storben!

Es war der Vormittag des 2. August!

So wurde uns dieser Besuch des höchsten deut­schen Berges erst recht zu einem unvergeßlichen Erlebnis. Waren wir schon vorher schweigsam ge­wesen, so wurden wir nun auf einmal ganz still.

Auch im Schneefernerhaus herrschte eine große, stille Trauer, als zur Mittagszeit durch Rundfunk der Tod des greisen Feldmarschalls bekanntgegeben wurde.

Hier in den Regionen des ewigen Schnees wirkte diese Nachricht doppelt schwer.

Lange saßen wir noch stumm draußen auf der Bank und schauten in die heraufziehenden Wolken, die plötzlich ringsum alle Gipfel bedeckten und uns jede Aussicht nahmen.

Es war, als ob die Natur mittrauerte.

Christlicher Erholungsheim

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820 Meter ü d. M. 3 Minuten vom Wald. Höhen-

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Gießen. Stadtkirche. 8 Uhr: Pfarrvikar Balz: zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten der

' Matthäusgemeinde; 9.30: Pfr. Becker; feierliche Er­öffnung des Konfirmandenunterrichts der Markus- gemeinde; Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker. Jofjan- neskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christen­lehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Propst Knodt; 11: Kinderkirche für die Jo- hannesgemeinde; Pfarrvikar Balz; 20: Bibelbe­sprechung im Johannessaal; Pfr. Trapp. Ka­pelle des Alten Friedhof. 9.30: Pfr. Anthes; 11: Kmderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Anthes. Petruskapelle. 9.30: Pfr. Trapp; feierliche Er­öffnung des Konfirmandenunterrichts der Petrus- gemeinde; Christenlehre für die neukonfirmierten Knaben der Petrusgemeinde; 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Trapp. Wiefeck. 9.30: Missionar Walther, Gießen; 10.45: Kinder- kirche; 16: Bibelstunde; Missionar Walther. AllenBuseck. 10: Gottesdienst. Heuchelheim. 10: Gottesdienst; 11: Christenlehre. Kirchberg. 10: Feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts; Kollekte für die Innere Mission; 11: Christenlehre ur die männliche Jugend. Lollar. 13.30: Got­tesdienst; Kollekte. Treis a. d. Lda. 10: Haupt­gottesdienst. Klein-Linden. 9: Gottesdienst und Christenlehre für die Buben; 10.15: Kindergottes- dienst. Watzenborn-Steinberg. 9: Kinderkirche 10: Hauptgottesdienst. Albach. 8.30: Gottesdienst zum Anfang der Konfirmandenstunde; Kollekte. Steinbach. 13.30: Gottesdienst zum Beginn der Konfirmandenstunde; Kollekte. Garbenteich. 10: Gottesdienst; Pfr. Dölle. Haufen. 11: Gottes­dienst; Pfr. Döll. Bettenhausen. 8.45: Jugend­gottesdienst; 9.30: Hauptgottesdienst. Langs­dorf. 11: Hauptgottesdienst; Kollekte für die In­nere Mission. Hungen. 9.45: Gottesdienst, an- chließend Christenlehre; 20.30: Frauenhilfe. Langd. 13: Gottesdienst mit Christenlehre. Wir- berg. 10: Gottesdienst zur Eröffnung der Konfir- mandenstunde (für Göbelnrod, Reinhardshain, Bel­tershain, Harbach). Veitsberg. 12.30: Gottes­dienst zur Eröffnung der Konfirmandenstunde. Ober-Gleen. Kinder- und Hauptgottesdienst fallen des Missionsfestes in Kirtorf wegen aus. Die Kin­der beteiligen sich an dem Missionsfestkindergottes­dienst um 11 Uhr in Kirtorf. Für die Erwachsenen indet dort der Gottesdienst um 13 Uhr statt. Lehrbach. 10: Hauptgottesdienst. kirlorf. 11: Missionsfestkindergottesdienst; Missionar Blümer; 13: Missionsfestgottesdienst; Missionar Blümer; Mitwirkung des Posaunenchors; 15: Nachver- ammlung auf der Aue, bei ungünstiger Witterung in der Kirche. Es sprechen Missionar Blümer, De­kan Allwohn, Wahlen, und Pfarrer Monnard. Mit­wirkung des Posaunen- und Männerchors.

Unvergleichlich ist der Ausblick auf die weite bayrische Hochebene mit den grünen Wiesenflächen und den schimmernden Seen, unergründlich sind die wilden, tiefen Felsschluchten. Die nächsten Gipfel, die Alpspitze, der Wetterstein, die Dreitorspitze, grüßen uns. In der Ferne aber leuchten und glän­zen die weißen Schneespitzen der langen, langen Alpenkette. Im Norden die sommerliche Landschaft, im Süden die Regionen des ewigen Eises!

Unter uns, fast wie ein Puppenspielzeug, wird eben die Drahtseilbahn von Ehrwald sichtbar. Lang­sam gleiten die Kabinen zum österreichischen Gipfel der Zugspitze. Wir sehen dort zahlreiche österrei­chische Soldaten in ihren grauen Uniformen. Und da, das eiserne Seil bildet die Grenze zwischen zwei stammverwandten Völkern! Tief eingeschnittene Täler und wild zerklüftete Bergeshöhen, dunkel­grüne Bergseen und Almen, rote und graue Dächer grüßen uns aus dem Lande Tirol...

Auf DeuWlands höchstem Berge

Äon ph. Hofmann.

Schon vor vielen Jahren, als ich in Garmisch- Partenkirchen, das so malerisch in dem weiten, windgeschützten Talkessel liegt, weilte, war der Wunsch reae geworden, auch einmal den höchsten Berg Deutschlands zu besuchen. Der herrliche An­blick des steil aufstrebenden Berges, überspannt vom tiefsten Blau des Himmels, lockte mich auch dieses Jahr. Es ist den älteren Herrschaften ja so leicht gemacht, den Gipfel zu erreichen. Seit 1930 fährt eine elektrische Bahn bis zum Münchener Haus.

Wenn man vom Tal aus die ungeheuren Wände der Zugspitzgruppe betrachtet und dann die Geleise der Bahn verfolgt, staunt man immer wieder über die Tatkraft und Willensstärke der Menschen, die vor keiner Schwierigkeit zurückschrecken und das zur Ausführung bringen, was sie einst planten. Diese steilen Felswände, diese engen Schluchten, und da soll eine Bahn hindurchführen?

Ja, sie führt .hindurch!

In breiten, behaglichen Wagen fährt man vom Bahnhof Garmisch-Partenkirchen hinauf zur Höhe. Keine unnötigen Brücken, keine besonderen lieber- Hänge belasten die Bahnanlage. Sich eng an die Felsen und Täler schmiegend fährt die Bahn durch reizende Landschaften. Beim besinnlichen, ruhigen Zeitmaß des Fahrens hat man nach beiden Seiten iin die schönste Aussicht. Sonne und Berge ver­schenken hier in verschwenderischer Fülle ihre Schönheiten. Von den saftig-grünen Almen leuchten Alpenpflanzen, die Luft ist erfüllt von dem harmo­nischen Geläute der Viehherden. Hier denkt man an das Dichterwort:

Kaum eine deutsche Stadt hat in der Tat ihre mittelalterliche Gestalt so glücklich und wenig ver­ändert bewahrt, wie gerade Rothenburg, kaum eine andere Stadt gliedert sich aber auch so eindrucks­voll in eine bezaubernde Landschaft ein. Eine Landsknechtkapelle in ihrer alten, stilgetreuen Tracht holt uns am Bahnhof ab, hoch zu Roß, und geleitet uns nach einem herzlichen Willkommspruch durch die winkligen Gassen zum Rathaus Am Rödertor aber müssen wir uns erstausweisen", ob wir auch nicht ZU den Tillyschen Scharen gehören und der Stadt Böses antun wollen, weil sie ihren Glauben und ihre Freiheit nicht preisgeben will. Ein dop­pelter Schlagbaum versperrt den Durchlaß, und die Rothenburger Torwache ist stark und auf der Hut und steht mit gefällter Hellebarde auf der Straße. Es entwickelt sich ein köstliches Frage- und Ant­wortspiel zwischen unserem berittenen Anführer, der die Männer der Presse als Freunde der Stadt preist und der Rothenburger Stadtgarde.

Nun rücken wir auf den Rathausplatz ein. Von hvhem Altane grüßen die würdigen Ratsherren im weißen Haar mit Halskrause und wallendem schwar­zen Talar, lieber den weiten Platz, auf den die spitzen Giebel der alten Patrizierhäuser hernieder­schauen, sprengen Pappenheimer und Schweden. So wird vor den Augen der Besucher nicht nur im Stein, sondern auch in den Trachten, in der Sprache und im asten Brauchtum schönstes und bestes deutsches Mittelalter lebendig, denn oben im ehrwürdigen Rathaussaal, an historischer Stätte dürfen wir nun der Aufführung desMeister-' trunfes" beiwohnen, des Rothenburger Festspieles, das an der Stelle aufgeführt wird, an der der da­malige Oberbürgermeister durch eine historische Tat auf Tillys Geheiß Stadt und Bürger vor Mord und Brandschatzung errettete. Denn in diesem Saale tranP der Rothenburger Altbürgermeister Georg Nusch im Oktober 1631 einen Pokal mit Wein auf £elexn, Ieer' der dreizehn bayerische Schoppen faßte! Wahrend des Spieles läuten die Glocken von den wuchtigen Türmen der Jakobskirche, hören wir

Von Bieber, bis wohin wir die Bahn bnutzen, wandern wir durch das Biebertal an vier Mühlen vorbei. Hinter der letzten, der Obermühle, zeigt uns ein Wegweiser die Richtung. Wir gehen am Fuße des Dünsbergs her durch das liebliche Dünsbachtal, an dessen Ende wir auf die hochliegende Landstraße und auf dieser durch Frankenbach gelangen. Immer die Straße weitergehend erreichen wir alsbald den Wald, kommen unterwegs verschiedene Male hübsche Blicke, namentlich auf Hohensolms, genießend, an der Eisernen Hand, einer einsam gelegenen Wirt­schaft, später an der Zigeunereiche vorüber. Bei der Eisernen Hand treffen wir die von Hohensolms kommenden schwarzen Striche, denen wir zunächst eigen. Sie leiten uns nach dem am Fuße des Hemmerichs gelegenen Dorfe Rodenhausen. Hinter dem Ort führt uns ein roter Strich in verschiedenen Windungen hinauf zu dem, von mächtigen Buchen bekrönten und mit einer Schutzhütte versehenen Hemmerich (476 Meter). Leider ist die Aussicht.......... wie Ultc yieiuJ-nuü. meRiar

3160111$ verwachsen, jedoch ist der Blick auf den Die Wanderung, die allerdings nicht durch Wald Dunsberg, auf Hohensolms und einige Wefterwäl- führt, beansprucht 3 Stunden der Hohen sehr reizvoll. Auf dem Kamm des Berges

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