tm nationalsozialistischen Hamburg das Wort ergreifen.
Vir danken Ihnen, daß Sie zu uns gekommen find, wir danken Ihnen vor allem aber dafür, dah Sie unsere Vaterstadt — das Tor Deutschlands — gewählt haben, um von hier aus zu Ihrem Volke und zur Welt zu sprechen.
Hamburg blickt stolz auf eine alte und ruhmreiche Vergangenheit zurück. Der Vertrag von Versailles brachte den Raub der Handelsflotte und eines großen Teiles der überseeischen Niederlassungen und Vermögen im Auslande. Was übriggeblieben war, zerstörte die Inflation. Mit jäher Ausdauer und ungebrochenem Mut haben Hamburgs Kaufleute in den darauffolgenden Jahren alte Handelsbeziehungen wieder ausgenommen und neue Fäden ange- knüpft, bis durch die Weltkrise 1931 und deren Folgen fast alles zerstört wurde.
Hamburgs Lebens- und Arbeitswille ist aber unerschüttert, und wir Hamburger sind bereit, unsere ganzen Kräfte und unser ganzes Können in den Dienst unseres Volkes und feines Führers zu stellen, wie immer er auch befehlen mag.
Sie, mein Führer, sagten mir bei meinem Amtsantritt, daß ein Volk nur dann erfolgreich Außenhandel betreiben könne, wenn der geschlossene Wille eines starken Volkes hinter diesem Handel stehe. Wir sind uns dessen voll bewußt. Wir schöpfen aber zugleich aus diesen Ihren Worten Hoffnung und Glauben für einen neuen Aufstieg Hamburgs im Dritten Reich. Leicht wird dieser Aufstieg nicht werden. Wir Hamburger wissen vielleicht besser als andere Deutsche, wie man im Auslande uns Deutschen den Wiederaufstieg neidet.
Die Hamburger Kaufleute wissen aber auch aus Unterredungen mit Geschäftsfreunden aus aller Herren Länder, dah im Ausland im Gegensatz zu den Brunnenvergiftern einer mih- günstigen Presse die Achtung vor den Leistungen des neuen Deutschland im stetigen Dachsen begriffen ist. Dan beginnt zu begreifen, wie ein Angehöriger eines stammverwandten Volkes sich noch vor einigen Tagen äuherte, dah die Idee Adolf Hitlers siegen muh, weil ein Richlsiegen den Untergang der europäischen Kultur bedeuten würde.
Besuch -es Ml
Um 16 Uhr setzt sich der Wagen des Führers zpr Fahrt nach dem Hafen in Bewegung. 3600 Mann Marine-SA. bilden Spalier hinunter bis zur riesigen Ueberseebrücke. Dort liegt hinter dem weiß schimmernden Jugendherbergsschiff „Hein Godenwind" das Linienschiff „Schleswig- Hol st e i n", dem der Besuch des Führers gilt. Unterwegs auf dem ganzen Weg grüßt wiederum Hamburgs Geschichte und Hamburgs Tradition den Führer. Dann plötzlich öffnet sich vor uns die riesige Breite des Hafens, stehen vor uns getürmt wie eine Burg die Häuser von St. Pauli, türmen sich drüben auf Steinwärder die riesigen Krane und Helgengerüste der Werften. Im Hafen aber ist ein riesiges Gewimmel von Barkassen, Loggern, Booten, Dampfern, alle bis auf den letzten Platz gefüllt mit frohgestimmten Menschen. Oben an der Seewarte auf den Bastionen sind ebenfalls die Wälle mit Menschen übersät.
Auf den Türmen, auf den Dächern, auf den Decks der Schiffe, überall Tausende und aber
Taufende, Zehnlausende von Denschen.
Vizeadmiral Lindau begrüßt den Führer und geleitet ihn zur „Schleswig-Holstein". Auf der Anlegebrücke- ist eine Ehrenkompanie Reichswehr und Reichsmarine angetreten. Als der Führer die Anlegebrücke betritt, spielt das Musikkorps den Prä- fentiermarsch der Reichsmarine.
Zum erstenmal weilt der Führer als Oberbefehlshaber der Wehrmacht bei der Reichs- marine; zum erstenmal begrüßen die deutschen Matrosen ihren neuen Oberbefehlshaber, und man sieht den Stolz auf den Gesichtern der Matrosen glühen, dah ihr Schiff es ist, dem der erste Besuch Adolf Hitlers in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber der Wehrmacht gilt.
Während der Führer unter den Klängen des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes die Front der auf dem Linienschiff angetretenen Besatzung abschreitet, haben sich mehrere hundert Boote auf der Elbe gesammelt, durch die sich die Der Führer spricht I
Auf der Werft von Blohm & Voß nahm der Führer vor der versammelten Belegschaft das Wort zu einer Ansprache, in der u. a. ausführte:
„IHelne Volksgenossen, meine deutschen Arbeiter!
Es sind jetzt, wie ich soeben höre, in diesem Unternehmen 6600 Volksgenossen beschäftigt. 12 000 waren es hier in der Blütezeit. Wir haben also noch eine große Arbeit vor u n s. Denn das eine ist klar:
Wir müssen so oder so auch den letzten Mann in Deutschland, der überhaupt tätig sein will, wieder in Arbeit bringen. Ich weih, dah das ungeheure Schwierigkeiten mit sich bringt, aber ich denke, wir werden dieser Schwierigkeiten genau so Herr, wie wir der Schwierigkeiten Herr geworden find, die uns vor anderthalb Iahren gegenüberstanden. Dieses Problem muh gelöst werden und es wird daher auch gelöst. Ich glaube, dah diese Erklärung mehr wert hat, als wenn ich Ihnen irgendwelche theoretischen Auseinandersetzungen bieten würde.
Denn in meinen Augen leben die Menschen nicht für die Theorien, sondern die Theorien sind für die Menschen da. Und wenn eine Theorie noch so wundervoll klingt und in ihrem Gefolge sieben Millionen Erwerbslose hat, dann taugt sie nichts, und eine andere Theorie muß an ihre Stelle treten. Ich glaube, daß es der Fähigkeit des deutschen Volkes, der Tüchtigkeit des deutschen Arbeiters, dem Willen eines entschlossenen Regiments, bei den vorhandenen Bodenschätzen und der Möglichkeit unserer eigenen Ernährung, gelingen muß, diese Frage auch zu lösen. Ich bin mir allerdings dabei auch klar darüber, daß es nur gelingen kann, wenn hinter die, bis den Willen be-i
Hamburger! Heute spricht unser Führer in Hamburg. Wir danken ihm, daß er unserer Vaterstadt die Ehre gibt, am Vorabend einer großen geschichtlichen Entscheidung inmitten unseres Hamburg zu seinem Volke zu sprechen. Es ist eine große Auszeichnung unserer Vaterstadt.
Mein Führer! Wir danken Ihnen aus vollstem Herzen für alles, was Sie für uns getan haben.
Wir glauben an Ihren Sieg und wir folgen Ihnen, wohin Sie uns führen.
In diesem Sinne, mein Führer, heiße ich Sie in den Mauern Hamburgs herzlich willkommen und überreiche Ihnen als ein kleines Zeichen der Dankbarkeit eine Veröffentlichung von Zeichnungen alter niederländischer Meister aus der Kunsthalle in Hamburg."
Während draußen die Massen jubelnd und immer wieder ihren Führer zu sehen verlangen, tritt der Führer, nachdem die Ouvertüre zum „Freischütz" verklungen ist, an das Podium, lieber ihm hängt das historische Gemälde Anton von Werners, das Kaiser Wilhelm I. mit seinen Paladinen Bismarck, Roon und Moltke zeigt. Dann nimmt
-er Führer
das Wort, um Hamburg zu grüßen. Er sagt in seiner Rede:
„Herr Reichsstatthalter! Herr Bürgermeister! Meine Herren!
Nehmen Sie meinen tiefgefühlten Dank entgegen für diesen Empfang in der alten Freien und Hansestadt Hamburg. Uebermitteln Sie bitte diesen Dank aber dem ganzen Volk der ganzen Stadt. Ich kenne Hamburg seit vielen Jahren; einst noch in der schweren und doch so großen Kampfzeit und heute welch ein Wandel! Wenn ich nun als Kanzler des Reiches von hier aus zum deutschen Volke spreche, dann wollen Sie'darin einen Beweis der Gesinnung, mit der ich diesem großen Hafen- und Handelsplatz Deutschlands gegenübertrete, sehen.
Es ist unser aller Wille, daß diese herrliche Stabt im Dritten Reich eine neue Auferstehung erleben soll. Das ist mein Wunsch und zugleich mein Dank!"
Nach dem historischen Empfang verläßt der Führer mit feiner Begleitung das Rathaus. Als er auf der Schwelle erscheint, schwillt der Jubel der Hunderttausende erneut zum Orkan an.
-I jrers im Hasen.
Barkasse des Führers nur mühsam den Weg bahnen kann.
Langsam vergeht die Zeit. Alle Schiffe im Hafen haben über die Toppen geflaggt. Auch drüben bei
Rücksendung von Gtimm- scheinen nach der Wahl.
Berlin, 16. Aug. (DRB.) Der Reichsminister des Innern hat die Landesregierungen ersucht, die Gemeindebehörden anzuweifen, die am Absiim- mungstage vor dem Wahtvorstand ordnungsmäßig abgebenen Stimmscheine bis zum 22. August an die Gemeindebehörden des Ausstellungsortes zu übersenden.
Diejenigen Wahlberechtigten, die von ihren Stimmscheinen aus irgendwelchen Gründen keinen Gebrauch gemacht haben, werden in ihrem eigenen Interesse aufgefordert, die nicht benutzten Stimmscheine bis zum gleichen Zeitpunkt an die Gemeindebehörden des Ausstellungsortes zurückzufenden.
den Docks, wo ausländische Schiffe liegen, Haden diese die Nationalflagge zu Ehren des Oberhauptes des Deutschen Reiches gefetzt.
Die deutsche Arbeit grüßt den Führer, genau fo wie der Führer in seinem Ausspruch die deutsche Arbeit grüßt. Für jeden sind beide Begriffe untrennbar miteinander verbunden: Führer und Arbeit, Arbeit und Führer. Das weiß auch der Hamburger Arbeiter. Die Docks- und Werftarbeiter, die einstmals fast hundertprozentig kommunistisch organisiert waren, sie strecken jetzt alle in ihren ölgetränkten Arbeitsanzügen den Arm dem Führer zum Gruß und in ihren ernsten Gesichtern, in die Rotjahre ihre tiefen Spuren gegraben haben, steht zu lesen, wie sie dem Führer danken, wie sie ihn verstehen.
•ei Vlohm und Voß. sitzen, auch die konzentrierte Kraft der ganzen Nation tritt. (Erneuter brausender Beifall.)
Ich weiß, daß mir Vertreter anderer Weltauf- fassungen als schwersten Vorwurf den entgegenhalten, ich versündigte gegen die Gedanken einer internationalen überstaatlichen Solidarität. Meine Volksgenossen! Glauben Sie nicht, daß ich das etwa aus Prinzip, oder einer Doktrin wegen tue.
Wenn die internationale Solidarität für unser Volk einen praktischen Wert besitzen würde, so würde ich mich auch dazu bekennen. So aber habe ich die Folgen dieses Glaubens 15 Iahre lang in Deutschland gesehen, und ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dah man sich zurückziehen muß auf das, was zuletzt das Realere und leichter Erreichbare ist, nämlich auf die Solidarität des eigenen Volkes. (Heilk-Rufe.) And wenn mir einer sagt, daß diese Solidarität nicht zu erreichen sei, daun muß ich ihm die Antwort geben: Dann ist noch viel weniger diese andere Solidarität zu verwirklichen. (Iubelnder Beifall.) Ich glaube an unser deutsches Volk, ich glaube an die Millionen schaffender 2Hen- schen in diesem Volk, ich glaube an die Zukunft unseres Volkes und ich glaube an meinen eigenen Willen. And da mühte es mit dem Teufel zugehen, wenn wir dann unser deutsches Volk nicht wieder kräftig und glücklich machen konn-
• <en. (Minutenlanger tosender Beifall.)
Und deshalb appelliere ich auch in dieser Woche wieder an das deutsche Volk, nicht weil ich für mich allein eine Stütze benötige — ich bin Zeit meines Lebens auf eigenen Füßen gestanden und bin stark genug, auch in Zukunft stehen zu können —» jom
dern weil ich überzeugt bin, daß das deutsche Volk eine Vertretung braucht, die vom ganzen Volke selbst wieder gestützt und getragen wird. Sie allein kann dem deutschen Volk vor der Welt wirklich nützen, denn wir wollen den Frieden. Wir wollen mit niemand Händel in der Welt. Allein die andere Welt wird dazu nur bereit sein, wenn sie sieht, daß sie mit einem Volk, geschlossen in einer Einheit zusammengefaßt, zu rechnen hat. Solange sie glaubt, Deutschland zersplittern und zerreißen zu können, solange hat s immer noch die Hoffnung, vielleicht um eine au richtige und ehrliche Verständigung herumkomme zu können.
Sie müssen wissen, dah dieses Volk ein unzertrennbarer Block geworden ist, der den Frieden will und mit dem sie sich daher auch so auseinandersehen müssen, wie man sich mit einem ehrlichen und anständigen Volk auf der Wett auseinanderzusehen hat. (Stürmischer Beifall.) Die Forderung aber, die wir dabei an die anderen richten, ist einfach. Sie heiht: Dir wollen von euch nichts, aber laßt auch uns in Ruhe! (Beifall.) Wir haben den Wunsch, in Frieden und Freundschaft mit allen anderen zu verkehren, und müssen daher auch verlangen, dah sie uns ewige Freundschaft und Frieden entgegenbringen.
Wenn aber eine 65-Millionen-Nation diesen Wunsch einmütig und klar vor der Welt zum Ausdruck bringt, dann wird die Welt eines Tages nicht anders können, als diesen Wunsch zu respektieren. Und dann wird es uns schon möglich sein, in dieser Ruhe und in diesem Frieden für das deutsche Volk das tägliche Brot zu sichern und den Lebensstandard unseres Volkes zu heben. Denn wir sind nicht glücklich in dem Gedanken, daß nur eine Schicht in Deutschland leben kann, sondern wir möchten glücklich sein, zu wissen, daß das ganze deutsche Volk in allen seinen Schichten einem höheren Lebensstandard entgegengeführt werden kann. Das ist unser Ziel und unser unbändiger Wille, und wir werden das Ziel auch erreichen.
Stürmische, nicht endenwollende Heil!-Rufe brandeten dem Führer entgegen, als er endete.
Oie Parole:
Mit Adolf Hitler alles für Deutschland!
Das deutsche Volk und die Welt haben gestern abend eine Rede des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler gehört, die allen deutschen Volksgenossen die Herzen warm machte, den Sinn und den Blick aufwärts richtete zu den hohen Idealen des wahren und reinen Deutschtums und die bei den gerecht denkenden Ausländern auch den Eindruck erweckt haben muß, daß das Deutschland Adolf Hitlers ein starker Faktor für den Frieden und die Wohlfahrt der Welt ist. Wenn es überhaupt noch eines Beweises bedurft hätte — für uns war eine solche Beweisführung schon lange nicht mehr nötig —, so hätte der Führer und Kanzler mit seiner gestrigen ergreifenden Rede vollkommen nachgewiesen, daß das Vermächtnis unseres verewigten Feldmarschall-Reichspräsidenten bei ihm in der treuesten Obhut ist. Das deutsche Volk in allen seinen Schichten hat in Adolf Hitler den würdigsten und verantwortungsbewußtesten Führer, der in selbstloser Hingabe an Volk und Vaterland eine Riesenbürde von Verantwortung freudig auf seine Schultern nimmt, um mit all seiner Kraft und mit seiner staatsmännischen Genialität dem zu dienen, das uns allen unvergänglich lieb und teuer ist: unserem Deutschland! In seinem gestrigen Bekenntnis zum deutschen Volke zeigte der Führer uns und der Welt eine so große staatsmännische Blickweite und einen so starken Willen nach außen und nach innen zum vollsten Schutze der gesamtdeutschen Lebensinteressen und der ständig im Fluß befindlichen Entwicklungsbedingungen, daß jedermann erkennen mußte: hier wird von dem Führer ein ehernes Gesetz geschaffen, das alle in seinen Geltungsbereich Zwingt und Wege und Ziele zeigt, die zu einem glücklicheren Deutschland führen. Dabei ließ der Führer dem Ausland gegenüber in aller Offenheit, aber auch Entschiedenheit erneut keinen Zweifel darüber, daß das deutsche Volk das friedl i-^b e n d st e der Welt ist. Er machte aber auch nut Nachdruck die unabdingbaren Forderungen des deutschen Volkes an die anderen Völker geltend, die für jede Nation mit einem ausgeprägt starken Gefühl für die nationale Ehre, wie es von Adolf Hitler dem deutschen Volke wiedergegeben wurde, einfach selbstverständlich sind. Es bedarf wohl keiner weiteren Darlegung, daß unser Führer auch hier, wie in seiner ganzen Rede, dem gesamten deutschen Volke aus dem Herzen gesprochen hat und es in völliger Geschlossenheit hinter sich wissen kann. Das deutsche Volk dankt seinem Führer für die gestrige Rede an die Nation und an die Welt von ganzem Herzen, und es wird ihm diesen Dank allezeit abstatten mit dem Gelöbnis: Vertrauen gegen Vertrauen, Treue um Treue! In diesem Sinne steht unser Volk einsatzbereit für das Lebenswerk unseres Führers stets im* Dienste Deutschlands!
Das deutsche Volk ist sich der Bedeutung des 19. August bewußt. Allen Stimmberechtigten ist klar, daß es sich am morgigen Sonntag um eine Entscheidung von größter Tragweite für unser Vaterland und für die internationale Politik handelt. In Erkenntnis dieser Tatsache geben wir allesamt unserem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in vollstem Vertrauen unsere Ja-Stimmen. Wir bekunden ihm damit erneut, wie wir seine riesige Aufbauarbeit in den knapp eineinhalb Jahren seiner Regierungszeit voll Dankbarkeit zu schätzen wissen, denn uns allen ist bewußt, daß das Mühen und Streben dieses Volks- und Staatsmannes allezeit in vorbildlicher Selbstlosigkeit nur dem deutschen Volke und dem deutschen Vaterlande galt und auch weiterhin gelten wird. Mit unseren Ja- Stimmen wollen wir aber auch bewußt dem Auslande gegenüber zum Ausdruck bringen, daß das ganze deutsche Volk geschlossen wie ein Felsblock hinter seinem Führer und Kanzler steht in der Abwehr aller Anschläge, die gegen die nationale Ehre und die Aufwärtsentwicklung des deutschen Volkes in friedlicher und freier Arbeit gerichtet sind. Wir wissen, wie dringend notwendig diese einmütige Abwehr des deutschen Volkes gegenüber den von Uebelwollen und Haß gegen alles Deutsche geleiteten Kräften des Auslandes ist. Täglich hämmert uns der Lügen- felö^ug der großen ausländischen Presse in Verbindung mit den ungerechten und übelwollenden Reden gewisser Staatsmänner immer wieder die Erkenntnis ein. daß nuc bli CiaigksU und
Geschlossenheit des ganzen deutschen Volkes in Gefolgschaftstreue zu seinem Führer imstande ist, das Daseinsrecht des deutschen Volkes zu wahren und den ihm gebührenden Platz an der Sonne zu erkämpfen. Stets war das deutsche Volk stark und unüberwindlich, wenn es unter einem wahren Führer mit weitem staatsmännischen Blick in echter brüderlicher Verbundenheit aufrecht und mutig seinen Weg ging. Bei dieser Einstellung zu seinem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler und zum morgigen 19. August weiß sich das deutsche Volk des Segens seines unvergeßlichen großen Feldmarschall-Reichspräsidenten von Hindenburg gewiß, der allezeit im Leben ein Mahner und Rufer zur deutschen Einigkeit gewesen ist und es im Geiste auch über feine irdische Ruhestätte hinaus alle Zeit bleiben wird. Dieser große Tote hat das deutsche Volk als fein Vermächtnis dem Führer und Kanzler Adolf Hitler in treue Obhut gegeben. Hindenburg spricht in seinem politischen Vermächtnis, das am Donnerstag der Welt bekanntgegeben wurde, darüber außerordentlich eindrucksvoll zum deutschen Volke und seinem Kanzler, aber auch zur ganzen Welt. Es wird noch nachdrücklich unterstrichen durch die Mitteilung des Obersten von Hindenburg, daß der verewigte Feldmarschall-Reichspräsident selbst unseren Führer und Kanzler Adolf Hitler zu seinem Nachfolger als Oberhaupt des deutschen Volkes a u s e r s e h e n hat. Die Kenntnis dieses letzten politischen Willens des großen „Alten Herrn" bedeutet für alle deutschen Männer und Frauen, daß sie mit ihrer Gefolgschaftstreue zu Adolf Hitler auch den letzten Wunsch des Entschlafenen erfüllen und damit im Geiste Hindenburgs Verpflichtung und Bekenntnis zum deutschen Vaterlande dokumentieren.
*
Wir in Gießen und in Oberhessen wollen uns in wetteifernder Gemeinsamkeit am morgigen Sonntag bemühen, unser Bekenntnis^ zum Führer und Kanzler Adolf Hitler und barmt zu Deutschland so nachdrücklich wie nur irgendmöglich zu gestalten. Für uns war schon von jeher selbstloser Dienst für Deutschland und Hingabe aller Kräfte an Liefe große Mission eine Selbstverständlichkeit. Aus dieser vaterländischen Pflichtauffassung heraus werben wir alle auch morgen roieber ein verantwortungsbewußtes freudiges Ja für Führer und Vaterland zum Ausdruck bringen. Es ist aber damit nicht allein getan. Wir müssen vielmehr, um die Stärke und die Größe unseres Ja für den Führer weithin sichtbar noch deutlicher zu machen, unsere Stimmen schon bis zur Mittags- [t u n b e abgeben, damit bei der Mittagsübersicht über den Abstimmungsstand jedermann in Deutschland und im Auslande klar sieht, daß wir kein Ueberlegen und Zaudern kennen in dieser Entscheidung für Deutschland, sondern der Appell unseres Führers uns nach guter deutscher Art in der vorder st en Front des kämpfenden Volkes antrifft. Wir wissen auch, wie wichtig es nicht etwa Adolf Hitler zuliebe, sondern u m des deutschen Vaterlandes willen ist, daß nicht nur die 9 5 v. H. der Stimmberechtigten vom 12. November 1933 sich erneut in treuer Gefolgschaft zu Führer und Vaterland bekennen, sondern darüber hinaus auch die am 12. November noch abseits gestandenen deutschen Brüder und Schwestern in Erkenntnis der u n»- löslichen deutschen Schicksalsgemein- ch a f t jetzt mit einem st a r k e n I a zu ihrem
Vaterlande und dessen einzigen Führer stehen.
So wollen wir denn am morgigen Sonntag schon bis zur Mittagsstunde ohne jede Ausnahme unser vertrauensvolles Bekenntnis zum Führer Adolf Hitler und damit zu unserem geliebten deutschen Vaterlande ablegen! !lls einige und geschlossene deutsche Kampf- und Schicksalsgemeinschaft heißt morgen für uns alle die Losung:
Mit Adolf Hitler alles für Deutschland! Darum unser einmütiges Ja!
Leutnant a. O. Knobel 90 Jahre alt.
Am heutigen Samstag, 18. August, kann unser Mitbürger Leutnant a. D. Hermann Knobel, Kleine Mühlgasse 10 wohnhaft, bei bester Gesundheit seinen 9 0. Geburtsta.g begehen. Der alte Soldat kam im Jahre 1919, nachdem er von den Franzosen aus seiner damaligen Heimat in Elsaß- Lothringen vertrieben worden war, nach Gießen, wo er sofort mit den hiesigen alten Soldaten im Kavallerieverein Verbindung aufnahm, dem er sich seither in guter Kameradschaft eng verbunden Ühlt, und der ihn in dankbarer Anerkennung seiner langjährigen vorbildlichen Solbatenzeit- zum Ehrenmitglied des Kavallerieverejns ernannte.
Hermann Knobel wurde am 18. August 1844 in Oberherzogswaldau, Kreis Lüben, Regierungsbezirk Liegnitz, geboren. Er trat am 1. Oktober 1863 als Freiwilliger in das 2. Leib-Husaren-Regiment Nr. 2 ein. Nachdem er den Feldzug von 1866 mitgemacht hatte, wurde er am 5. November 1866 bei der Neuformation des Kurmärkischen Dragoner- Regiments Nr. 14 zu diesem versetzt. Bei Beginn des Krieges von 1870/71 wurde er zum Feldgendarmerie-Detachement des V. Armeekorps abkommandiert, wo er den Schlachten bei Weißenburg, Wörth, Sedan und der Belagerung von Paris bei-
Tommanbiert zu werden. Nach dem Kriege kam er mieder zu seinem früheren Truppenteil, 'dem Kur- märkischen Dragoner-Regiment Nr. 14, das inzwischen in seine neue Garnison in Colmar (Elsaß) eingerückt war. Im Jahre 1872 trat Knobel, der 1867 Unteroffizier und 1872 Sergeant geworden war, als berittener Gendarm zur Genbarmerie- Brigade in Elsaß-Lothringen über. Am 1. Dezember 1876 zum Dienst als Gendarmerie-Oberwachtmeister herangezogen, verblieb er in dieser Stellung bis zum 1. Januar 1907, wo er auf seinen Antrag in den Ruhestand versetzt wurde. Unter Würdigung seiner ausgezeichneten langjährigen Dienstzeit bei der Truppe und bei der Gendarmerie wurde ihm später der Charakter als Leutnant verliehen. An Orden und Ehrenzeichen besitzt Leutnant a. D. Knobel olgende: das Erinnerungskreuz 1866, die Kviegs- denkmünze von 1870/71, das Allgemeine Ehrenzeichen, das Kreuz zum Allgemeinen Ehrenzeichen, die Erinnerungsmedaille von 1897, die Dienstauszeichnung I. Klasse und den ihm bei feiner Pensionierung verliehenen König!. Kronenorden IV. Klasse.
Leutnant a. D. Knobel erfreut sich in unserer Stadt auch über den Kreis der ihm am nächsten tehenden alten Soldaten hinaus bei vielen Mitbürgern der besten Wertschätzung. Möge dem verdienten alten Soldaten weiterhin ein schöner Lebensabend beschieden sein!


