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leitete zu der Kundgebung über, zu der die Be- völkerung der Umgebung zu Tausenden erschienen war.

Nachdem Oberstfeldmeister Sander- Büdingen etwa 1000 Angehörige des Freiwilligen Arbeits­dienstes angetreten gemeldet hatte, ergriff zunächst der zuständige Gauführer des Arbeitsdienstes, Neuerburg, das Wort. Dann sprach Vizekanz­ler von P a p e n. Nach der Rede des Vizekanz­lers spielten die Arbeitsdienstorchester Kassel und Büdingen den Großen Zapfenstreich, worauf das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied die Kundgebung beendeten. Vizekanzler von Pap en verläßt Birstein am Freitag, um über Büdin­gen nach der Glauburg bei Stockheim zu fahren, wo er die prähistorischen Ausgrabungen, die dort unter Leitung des hessischen Denkmalpfle­gers Dr. Richter-Gießen unter Mitwirkung des Arbeitsdienstes vorgenommen werden, besich­tigen wird.

Oberheffen.

Semeinderat in Schotten.

Q] Schotten, 17. Mai. In seiner gestrigen Sitzung erledigte der Gemeinderat eine Reihe von Gemeindeangelegenheiten. Die von der Real­schule vorgeschlagenen Freistellen wurden einer Prüfung unterzogen. Die von einer Kommission vorgeprüfte Stadtrechnung wurde genehmigt, vor­behaltlich der Nachprüfung durch die Oberrechnungs­kammer. Der Gemeinderat begrüßt die Einführung der Sonderfahrten, die die Reichspost ab nächster Wyche von WeningsGedernHartmannshain BurkhardsSchotten und von Schotten nach Lau­bach einrichtet. Gewünscht wird, daß die Linie nach Laubach zurück über Freienseen-Waldstation geführt wird, um auch den in der dortigen Gegend liegen­den Gemeinden, wie Groß- und Klein-Eichen, Lar- denbach, Freienseen usw. Gelegenheit zu bieten, bequem nach der Kreisstadt zu gelangen. Für die Benutzung der Oberwaldstraßen wird von der Forst­verwaltung von den Kraftwagenbesitzern eine Ge­bühr erhoben, die sich für den Fremdenverkehr un- 0 auswirkt. Es soll die Beseitigung dieser ;n erstrebt werden, damit der Fremden- und Autoverkehr reger wird.

Mit dem diesjährigen Prämiierungsmarkt am dritten Pfingstfeiertag wird zum ersten Mole eine Zuchtviehversteigerung von Vogelsberger Rassen­vieh verbunden werden. Der Kreisrinderzuchtverein und die Viehverwertungsgenossenschaft führen diese Auktion durch, um den Klagen über mangelnde geeignete Absatzmöglichkeit von Vieh abzuhelfen. Zur Prämiierung sind schon viele Tiere angemeldet.

Landkreis (Rieften.

OO Klein-Linden, 17. Mai. Am Dienstag­abend sprach im Saale des GasthausesZur deut­schen Eiche" vor sämtlichen Gliederungen der NSDAP. Beigeodneter Pg. Bartholomäus (Gießen) über den Kampf gegen die Mies­macher und Kritiker in unserm Volk. Er führte u. a. aus, daß zu Miesmachern nur solche Menschen werden könnten, die -den Sinn der natio­nalsozialistischen Revolution nicht verstanden hätten, oder nicht verstehen wollten. Bei diesen Menschen wäre die innere Wandlung ausgeblieben. Sie sähen nur auf die andern und hätten die Arbeit an sich vergessen. Revolution der eignen Denk­art sei nötig, um Nationalsozialist zu werden. Das Kennzeichen eines echten Nationalsozialisten sei, Nationalsozialismus vorzuleben und andern ein

gutes Beispiel zu sein. Mele glaubten heute, mit ein wenig Barmherzigkeit könne die Not unter un­seren Volksgenossen gelindert werden, nein, wirk­liche Opfer zu bringen sei nötig. Wer sich dem Versammlungsbesuch und der Schulung entziehe, könne nicht erfahren, was nötig sei und verlangt werde. Der Redner schilderte dann an Hand von Beispielen, wie von vielen Volksgenossen versucht würde, sich der Pflichten der Volksgemeinschaft zu entziehen und wie die Miesmacher und Kritiker an der Arbeit seien. Um Aufbauarbeit treiben zu kön­nen, müsse jeder im Volke mithelfen und voll und ganz seine Pflicht tun. Nicht nörgeln am Werk man vergesse doch nicht, was für ein furchtbares Erbe von dem Weimarer System hinterlassen wor­den sei, sondern in treuester Pflichterfüllung im Vertrauen auf unseren Führer Adolf Hitler Mitarbeiten, das sei das Gebot -der Stunde. Reicher Beifall lohnte den Redner für seine Ausführungen. Ortsgruppenleiter Dr. Crößmann dankte dem Redner und forderte zur Mitarbeit an den großen noch zu erfüllenden Aufgaben auf. Mit dem Treu-

In treffender Weife verstand es der Redner, auf die Gefahren hinzuweisen, die unser Volk durch den Geburtenrückgang bedrohen und wie wir da­gegen ankämpfen müßten, um den Bestand unseres Volkes in der Zukunft zu sichern. Am Donners­tag, 17. Mai, vollendete Dekan Schmidt fein 6 0. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß versammelte sich der Kirchenvorstand bei dem Jubilar und lieh durch den zweiten Geistlichen, Pfarrer Matthäus, herzliche Glückwünsche übermitteln und ein kleines Geschenk überreichen. Dekan Schmidt ist seit dem Jahre 1901 als Seelsorger in Grünberg tätig.

O Oueckborn, 17. Mai. Am Sonntagabend brachte die NS. - Kampfbühne von Gießen im Görnertschen Saale das SchauspielErst dann wird Deutschland frei" von Hch. Bartholomäus- Gießen, zur Aufführung. Der Inhalt des Stückes gab den Besuchern Gelegenheit, sich noch einmal an die Zeiten vor dem 30. Januar 1933 zu erinnern. Sämtliche Mitwirkende, die ihre Rollen sehr gut spielten, ernteten verdienten Beifall. Am Schluß hielt der Hauptdarsteller und Spielleiter Kurt R i ch-

Besucht die Saar-Kundgebung am Samstagabend in der Bolkshalle!

gelöbnis auf unfern Führer und dem gemeinsam gesungenen Horst-Wessel-Lied fand der Abend sein Ende.

)( Großen-Linden, 18. Mai. Der Invalide Karl Heinrich Weinandt vollendet am Sonntag, 20. Mai, sein 8 0. Lebensjahr.

* A l l e n d o r f a. d. Lda., 16. Mai Am Sonntag gegen 14 Uhr ereignete sich hier an der Straßenkreuzung Nordeck-Climbach und Londorf- Trais ein Verkehrsunfall. Ein aus Lon­dorf kommender Motorradfahrer fuhr mit voller Wucht in einen aus Richtung Nordeck kommenden und in Richtung Climbach fahrenden Personenkraft­wagen. Durch die Geistesgegenwart des Wagen­lenkers, der im letzten Augenblick bremsen konnte, wurde ein größeres Unglück vermieden, so daß der Motorradfahrer mit leichten Verletzungen davon­kam, während das Motorrad vollständig zertrüm­mert wurde. Als Hauptursache des Unfalls ist wohl die Unübersichtlichkeit an dieser schwierigen Straßenkreuzung anzu­sehen. Es wäre zu begrüßen, wenn zur Beseiti­gung der jetzigen Gefahren sowohl für den Fähr­verkehr, wie auch für die Fußgänger und die be­nachbarte Schule geeignete Maßnahmen z. B. An- bringuna von Warnungsschildern, getrof­fen würden, daneben abek auch jedermann bemüht wäre, den Verkehr an dieser Stelle so flüssig und reibungslos wie möglich abzuwickeln.

+ Grünberg, 17. Mai. Auf Veranlassung der NS. - Volkswohlfahrt fand dieser Tage im Saale der Gastwirtschaft Beltrop eine öffentliche Kundgebung statt. Nach einleitenden Worten von Pg. K l ö ß , Kreisleiters der NS.-Volkswohlfahrt, über deren Aufgaben und Ziele, sprach Pg. V e tz - berg er (Gießen) überVolk in Gefahr".

t e r eine kernige Ansprache, in der er die Verdienste unseres Führers würdigte. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unseren Volkskanzler Adolf H i t - l e r und mit dem Gesang der ersten Strophe des Horst-Wessel-Liedes fand der Abend seinen Abschluß.

* Beuern, 17. Mai. Der Bäckergehilfe Heinrich Steinmetz von hier erlitt bei einem A u t o u n - fall erhebliche Verletzungen am Kopfe, meist Schnittwunden. Der bedauernswerte junge Mann mußte der Chirurgischen Klinik in Gießen zuge­führt werden.

* Hausen, 17. Mai. Der 35 Jahre alte Ar­beiter Heinrich R a p p e n t a l von hier erlitt heute bei der Arbeit durch einen Unfall so erhebliche Verletzungen, daß er in die Chirurgische Klinik in Gießen ausgenommen werden mußte.

* Inheiden, 17. Mai. Bei der Ausübung sei­nes Berufes erlitt der 21 Jahre alte Maurer Rich. Weber von hier schwere Verletzungen an den Fingern der rechten Hand, die seine Ueberführung in die Chirurgische Klinik nach Gießen erforderlich machten.

> Dorf-Gill, 17. Mai. Die hiesige N S. - Frauenschaft veranstaltete am Muttertag eine Feier zu Ehren der älteren Mütter und verwitwe­ten Frauen. Ortsamtswalter R e u h l und Zellen­wart S a m e s hielten Ansprachen, in denen auf die Bedeutung des Tages hingewiesen wurde. Ge­meinschaftlicher Gesang von Liedern und Kaffee und Kuchen, sowie eine weitere Ansprache der zweiten Führerin Lina Euler bildeten den Abschluß der Feierstunde, die mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler geschlossen wurde.

8 Aus der nördlichen Wetterau, 16. Mai. In der gestrigen Nacht sank die Temperatur

unter Null. Die Folge ist, daß meist in tiefer gelegenen Gärten und ungeschützten Gemarkungs­teilen fast sämtliche aufgelaufenen Bohnen, Gurken, Tomaten, Dahlien, Frühkartoffeln, ja mitunter so­gar Dickwurzpflanzen erfroren sind. Inwie­weit die ausgeblühten empfindlichen Steinobstsor­ten Schäden gelitten haben, läßt sich noch nicht übersehen. Die ergiebigen Niederschläge bei som­merlicher Temperatur der letzten Zeit hatten das Wachstum stark gefördert. Das Korn zeigt bereits seine Lehren. In sehr vielen Gemar­kungen ist es infolge der niedergegangenen Ge­witter schon zum Lagern gekommen. Vielerorts ist der Weizen fast völlig ausgewintert und mußte durch eine Einsaat mit Sommerweizen ersetzt wer-

Gewinnauszug

2. Klasse 43. Preußisch-Süddeutsche (269. Preuß.) Staats-Lotterie

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden

Abteilungen I und II

L Ziehungstag 16. Mai 1934

In der heutigen Vonnittaasziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

4 Gewinne gu 2000 M. 31561 91995

2 Gewinne gu 1000 M. 109722

14 »etoinn« in 800 9IT. 7152 97322 211645

232879 270602 320963 343625

52 »etoinne gu 500 QIL 16844 43686 56469

80942 97536 97609 105977 139882 146523

153506 159843 167452 168026 197212 201278

206238 209573 242322 287575 291512 306259

319044 355653 376136 386122 389647

178 Gewinne,n 300 W. 5941 6619 8691 9173 10116 10118 17025 35405 45472 46173 47157

58208 63316 63364 63956 64083 68701 69667

70451 88296 90513 96420 98230 99328 101580

112400 112797 112890 114047 139508 140519

142326 143912 145691 146282 159307 160608

167815 181619 184546 184791 187256 196406

197266 206813 207147 208768 224232 227994

229585 231115 232718 245912 252564 253931

255206 255492 264329 268101 274265 277098

278433 286589 287609 290704 290716 298502

303810 305255 306738 308950 320243 321141

323981 326391 327680 333366 351238 351986

353799 366858 370588 372606 373036 375898

381683 385926 390473 390631

In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 Dewin«« gu 3000 M. 65732

4 Gewinne gu 2000 M. 176763 232943

20 Gewinn« in 1000 M. 13694 59134 59229

95664 114953 173470 239660 274122 315243

S67898

16 Gewinne g» 800 M. 44225 88791 103522

111092 195022 223986 312260 385012

42 Gewinne gu 500 M. 16205 21406 35548

37963 78655 138660 141754 155413 160359

175898 189797 215180 229274 239687 260391

282618 298530 340089 349324 392797 395536

146 Gewinn« zu 300 M. 2766 4223 12513 21320 23768 29171 37670 40345 45352 50183 75747 83295 86496 86752 93352 97480 100670 104559 105346 115139 137792 143567 145419 148012

151424 159225 167594 168033 168794 169292

170828 173526 173560 176736 180360 183379

188250 191668 204689 206133 206534 213945

220533 222299 230689 266260 275688 282156

283396 288932 289371 299958 310819 323588

323644 327069 330000 330985 331326 338344

341451 346738 347868 356184 360090 364622

366518 370517 373758 377445 336679 393178

399341

20 Tagesprämien.

Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 26023 67527 77738 104067 111167 113537

209580 264596 331167 339568

Wie «fonge ?....

Für immer!-Weil-sie so etwas Besonde­res an sich hat, das immer wieder fesselt! Weil ihre Güte, ihr Format, ihre Frische den Raucher in ihren Bann ziehen!... Und darum bleibt man bei ALVA!....

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Arbeitsvergebung.

Für die Gemeinde Heuchelheim bei Gießen sollen auf dem Kulturbauamt Gießen nachstehende Dasser- leitungsarbeiien mit Rohrlieferung unter Hinweis auf die Reichsverdingungsordnung in einem Los vergeben werden: 2991D

Rohrleitung, 125 mm l. W. = 1050 lfd. m Rohrleitung, 80 mm l. W. = 30 lfd. m.

Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Shil- turbauamt offen, wo Angebotsoordrucke, soweit der Vorrat reicht, gegen ein bei erfolgtem Einreichen zurückzuvergütendes Entgelt von 0,50 RM. zu be­ziehen und wohin die Angebote verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Eröffnungstermin am Samstag, dem 26. Mai 1934, vormittags 9 Uhr, einzureichen sind. Zuschlagsfrist 2 Wochen, freie Auswahl bleibt ausdrücklich vor­behalten.

Gießen, den 16. Mai 1934.

Kulturbauamt Gießen.

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Amtliche Bekanntmachungen des Kreisamts Gießen.

Betr.: Beleuchtung der Kraftfahrzeuge.

Es ist in letzter Zeit wiederholt die Wahrnehmung gemacht worden, daß Besitzer von Kraftfahrzeugen die bestehenden Bestimmungen über die Beleuchtung der Kraftfahrzeuge nicht beachten. Insbesondere ist festgestellt worden, daß vielfach die Beleuchtung des Hinteren Kennzeichens unterbleibt. 3006C

Geschmackvoll Vornehm Persönlich

Das Kreisamt nimmt Veranlassung, die Kraft­fahrzeugbesitzer wiederholt auf die unbedingte Ein­haltung der einschlägigen Bestimmungen über die Beleuchtung der Kraftfahrzeuge hinzuweisen. Die Polizeiorgane sind angewiesen worden, in jedem Falle der Zuwiderhandlung Anzeige zu erheben, die von dem Kreisamt zur Durchführung des Strafver­fahrens weitergeleitet werden wird.

*

Betr.: Anbauflächenerhebung 1934.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Die diesjährige Anbauflächenerhebung ist in der Zeit vom 22. bis 28. Mai 1934 von den Bürger­meistereien unter Hinzuziehung fachkundiger Per­sonen durchzuführen. Mit Rücksicht auf den hohen Wert dieser statistischen Erhebung für die planvolle Gestaltung der gesamten landwirtschaftlichen Pro­duktion ist bei der Durchführung der Anbauflächen­erhebung 1934 mit größter Sorgfalt zu verfahren. Da vielfach neue Bürgermeister im Amte tätig sind, die sich mit dem Gegenstand erst vertraut machen müssen, sind zufolge Anordnung des Herrn Lan- desbauernsührers vom 20. d. M. die Ortsbauern- führer angewiesen, bei der Durchführung dieser so wichtigen Erhebung mitzuwirken, die Bürgermeiste­reien zu unterstützen und die von ihnen ausgefüll­ten Erhebungsbogen mit zu unterzeichnen. Zu irgendwelchen steuerlichen Zwecken werden die Er­gebnisse nicht verwandt. Bürgermeistereien, die noch keine Erhebungsvordrucke erhalten haben, wollen das Landesstatistische Amt umgehend, nötigenfalls durch Fernsprecher, Darmstadt Nr. 2657, benach­richtigen. Die Anweisungen, die dem bei den Akten der Bürgermeisterei verbleibenden weißen (Konzpt-) Erhebungsbogen aufgedruckt sind, empfiehlt das Kreisamt genau zu beachten. Der Einsendungs- termin am 1. Juni 1934 muß unbedingt eingehalten werden.