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Die Herstellung des Volksempfängers am laufenden Band.

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2.Länderturnier

Meisterschaftsspiele am 18. und 19. August 1934 in

Bad-Nauheim

Das wäre nun alles sehr schön, aber leider haben sich doch ziemliche Mißstände ergeben, z. B. durch die sogenannte Spiegelwelle, d. h. durch die Welle, die nach der anderen Seite um denselben Betrag von der überlagerten Welle abweicht, in unserem Beispiel also durch eine Welle von 800 000 Hertz. Wenn diese Spiegelwelle gerade nicht ankommt, weil niemand damit sendet, dann geht alles gut wenn aber jemand mit dieser Welle sendet, und das kommt eben leider manchmal vor, dann hat man zwei Sender im Eempfänger und kann sie nicht trennen. Manche Leute sollen das nicht schön finden. Es gibt auch noch andere solche Scherze. 3. B. können Oberwellen eines unerwünschten Sen­ders die zu empfangende Welle bilden und sich in den Empfang störend einmischen.

Der brave gute und zeitweise vielgeschmähte Geradeausempfänger wird also wohl wieder zu seinem Recht kommen. Freilich ist er aus den an­gegebenen Gründen nicht so trennscharf, aber man erlebt mit ihm dafür keine unangnehmen lieber« raschungen der geschilderten Art.

Neue I s o l i e r st o f f e werden namentlich Block- und andere feststehende Kondensatoren oerlustärmer machen und Hochschwingspulen mit Eisenkernen werden die Verluste in den kupfernen Windungen herabsetzen. Diese Eisenkerne müssen aber aus ganz außerordentlich fein verteiltem Eisen bestehen, bei der winzige Eisenteilchen von einander elektrisch isoliert sind, so daß sich im Eisen keine Wirbel- ftröme bilden könne. Die Kupferverluste sind dabei deshalb geringer, weil man bei Spulen mit Eisen­kernen natürlich viel weniger Windungen braucht, als bei kernlosen Spulen. Die neuen Werkstoffe werden namentlich den für uns Deutsche ja weni­ger wichtigen Kurzwellenempfang verein­fachen, denn die im überseeischen Ausland zum Ab­hören der europäischen Sender dienenden Kurz­

Ferdinand Gosewich, der bekannte Frank­furter Tennisspieler, konnte auch in diesem Jahre wieder den Rakloda-Pokal an sich bringen.

Großkampftage der europäischen Schwimmer.

Deutsche Damen siegreich!Deutschland in der Länderwertung an der Spitze.

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Am zweiten Tag der Europameisterschaften der Schwimmer fielen zwei weitere Entscheidungen, außerdem wurden im Wasserball in Deutschland und Ungarn die beiden Gruppensieger der Vor­rundenspiele ermittelt.

Am Vormittag wurden zum 4 0 0 - Meter - Kraulschwimmen der Herren noch zwei Zwi­schenläufe ausgetragen. Der noch im Rennen be­findliche Stettiner Nüske vermochte sich auch hier erfolgreich durchzusetzen. Er erreichte im zweiten Vorlauf zusammen mit dem Ungarn Angyel totes Rennen auf dem ersten Platz in 5:16,7 Minuten. Die beste Zeit des Tages erzielte wieder der Fran­zose Jean Taris, der auch als klarer Favorit in den Endlauf geht.

Am Nachmittag wurde die 4X200-Meter- K r a u l st a f f e l der Herren entschieden. Das Ren­nen war ein spannender Zweikampf zwischen Un­garn und Deutschland, den die Ungarn mit 9:30,2 knapp für sich entschieden. Die deutsche Staffel schwamm 9:31,2 Minuten und belegte vor Italien den zweiten Platz.

Samstag, 18. Aug.: 719 Uhr: Vorentscheidungen; 20.30 Uhr: Großer Bunter Abend im Bühnen­saal des Kurhauses mit Tanz

Sonntag, 19. August: 719 Uhr: Entscheidungs­kämpfe ; 20.30 Uhr: Siegerehrung in derTurn- halle, Unterhaltungen, Tanz. 4721D

schwammen ein Rennen für sich. Bis 150 Meter lag die Plauenerin in Führung, dann setzte sich Frl. Genenger in Führung und gewann in 3:09,2^ Frl. Hölzner benötigte 3:09,3 Minuten. Im

Wasserball

fielen die Vorentscheidungen. In beiden Gruppen haben sich Deutschland und Ungarn als Gruppen­sieger erfolgreich durchgesetzt. Deutschland besiegte Schweden mit 5:3 (2:2) durch Tore von Heiko Schwartz (2), Allerheiligen, Dr. Schürger, Gunst und Schulze. Im zweiten Spiel gewann Spanien überraschend 2:0 (0:0) gegen Italien. Ungarn holte sich den Sieg der Gruppe 2 durch ein glattes 5.0 (3:0) über Frankreich, hier siegte im zweiten Spiel des Tages die Mannschaft Belgiens mit 4:1 (2:1) gegen Holland. Im Endkampf um die Europamei­sterschaft treffen sich nun Deutschland und Ungarn.

In der

Länderwertung um denEuropa-Pokal"

Einen deutschen Doppelsieg brachte das 2 00- Meter-Bru st schwimmen der Damen. Die beiden deutschen Äertreterinnen, Martha Genen- g e r - Krefeld und Anni Hölzner- Plauen,

Deutschlands erste Weltmeisterschaft in Leipzig.

Bei den Rad-Weltmeisterschaften in Leipzig kam Deutschland am Donnerstag zu seinem ersten Sieg. Im 6er Rasenradball siegte Germania Wanderlust Frankfurt a. M. gegen die Mannschaft von Belgien 9:1 (5:0). Dor 1000 Zu­schauern führten die beiden einzigen Bewerber der Konkurrenz ein sehr schönes, faires Spiel vor, das Deutschlands Vertreter verdient gewann. Erst in der letzten halben Minute kamen die Belgier zu ihrem Ehrentreffer. Die Torschützen der Deutschen waren Schreiber (5), Blusch (3) und Möser (1).

Deutscher Gieg im Damen-Kunstspringen.

Mit einem deutschen Siege endete bei den Europa­meisterschaften der Schwimmer in Magdeburg das Kunstspringen der. Damen. Die Titelverteidigerin

Olga Jentsch-Jordan siegte mit 74,78 Punk­ten vor der Engländerin Larsen. Die Frankfurte­rin Anni Kapp belegte den dritten Platz. Im 400-Meter-Crawlschwimmen der Herren siegte erwartungsgemäß der Franzose Jean Taris in 4:55,5 Min. Der Stettiner Nüske belegte hier den fünften Platz. Im Wasserball haben sich neben Deutschland und Ungarn Schweden und Belgien für die Teilnahme an der Schlußrunde qualifiziert. In den Länderwertungen der Herren und Damen steht Deutschland an erster Stelle.

Kurze Eportnotizen.

Georg von Opel wurde amerikanischer Skul­ler-Meister. Er schlug in Baltimore in 1:24 Minu­ten die besten amerikanischen Einer-Ruderer.

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Zwangsversteigerung %34

2lm Montag, dem 20. August 1934, vormittags 10 Uhr, findet im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221, die Zwangsversteigerung der im Grundbuch von Gießen Band IX, Blatt 422, auf den Namen a) heck- roth, Karl, zu b) Heckroth, Hedwig, geb. Reusch- "ng, dessen Ehefrau, zu %, eingetragene Grundstück statt: 4488V

1. Flur I, Nr. 8884/io, hofreitr (Schanzenstraße 1), auf dem Reichensand, 253 qm, Schätzungs­betrag 11325, RM.

Gießen, den 15. Juni 1934.

Im Auftrag des Hessischen Amtsgerichts Gießen. S o l d a n, Ortsgerichtsoorsteher.

Wellenempfänger haben 8 bis 12 Röhren, einzelne sogar 16, ja 21 Röhren es soll sogar solche mit 24 Röhren geben. Diese ungeheuerlichen Röhren­zahlen werden herabgesetzt werden können; der deutschen Funkindustrie eröffnet sich damit ein weites Absatzgebiet.

Die ganz teuren Empfänger sagen wir die, die über 350 bis 400 Mark kosten sind zum Aussterben verurteilt, da die in mittlerer Preis­lage heutzutage fast dasselbe, jedenfalls aber genug leisten.

Die Vorrichtungen, bei denen man die genaue Einstellung sehen kann, also die Schatten- z e i g e r usw., werden häufiger als im letzten Jahre zu sehen sein. Auch bei den Skalen gibt es hübsche Neuerungen, die das Aufsuchen und das Einstellen eines Senders zum Kinderspiel machen.

Die völlige Entstörung der Stadt Baden-Baden hat allerlei Erkenntnisse über die Störbekämpfung gezeigt, die eine wertvolle Grundlage für das kom­mende Störschutzgesetz bilden werden. Jetzt kann man ja gegen einen Störer nur vorgehen, wenn er die amtlichen Sendungen stört. Gegen die von Hochspannungsleitungen und von elektrischen Fernbahnen ausgehenden Störungen ist noch kein Kraut gewachsen es wird aber eifrig an seiner Züchtung gearbeitet. Dagegen hat bei Vorort- und Straßenbahnen der Kohlebügel eine ganz wesent­liche Verminderung der Störungen gebracht, wenn gewisse Kniffe dabei beachtet werden. Eingehende Versuche darüber sind auf der elektrischen Wiesen­talbahn gemacht worden, also am Oberrhein östlich von Basel. Dort ist der durch die Schwarzwald­berge abgeschirmte Empfang sehr schwach, es ist also große Verstärkung nötig, die aber auch die Störungen verstärkt. Der Kohlebügel hat diesen Mißständen eine Ende bereitet. Ein Stromabnehmer aus Kohle wird nun auch bei den Vorortbahnen

scheinen auch unabhängiger vom Wetter zu sein als die Rundfunkwellen aber das muß noch nachgeprüft werden, und dann noch, ob sie nicht plötzlich ganz wo anders auftauchen und den dorti­gen Fernsehbetrieb stören. Man hat in dieser Be­ziehung mit Wellen schon die eigenartigsten Erfah­rungen gemacht; die Vorsicht der Reichspost ist da­her sehr am Platze. Wir werden uns mit dem Fernsehen noch etwas gedulden müssen, und das ist gut, denn die Eempfänger sind noch viel zu teuer. Die allgemeine Hoffnung scheint dahin zu gehen, daß plötzlich ein ganz neuer Gedanke auf» taucht, der das Fernsehen in neue Bahnen lenkt und vor allem preiswürdige Empfänger zu bauen gestattet.

mit Oberleitung In Hamburg, München und Stutt­gart angewendet werden. Die Post verwendet mehr als 2000 Beamte für den Störschutz, deren Aus­bildung und bereit Ausstattung mit Störschutzgerät und Kraftwagen bauernfr geförbert wirb.

Die zwei Ueberkurzwellensenber in Witzleben, also am Berliner Funkturm, von benen ber eine Fernfichten, ber anbere aber ben Ton bazu fenbet, werben zu Fernsehverfuchen be­nutzt. Man will feststellen, ein wie weites Gebiet vom Berliner Funkturm aus versorgt werben kann. Währenb man bisher glaubte, biefe Wellen breite­ten sich wie Lichtwellen ganz gerablinig aus, so baß sie am Horizont ihre Ausnutzungsgrenze finben, scheinen sie boch etwas weiter zu gehen. Sie

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Am Sonntag, 19., und Montag, 20.August 1934:

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Zwangsversteigerung 13,]364K

dein 20. August 1934, vormittags

UAC;Jm?et.im 2lmtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutflelfchstraße 1, zweites Obergeschoß, Zimmer 221 ^e Zwangsversteigerung der im Grundbuch von Aeßen, Band III, Blatt 134, und Band 42, Blatt 2174, der Eheleute Luis Hahn in Gießen bzw. deren Erben zugeschriebenen Grundstücke statt: 4487V

1. Flur I, hofreike auf dem Vrand.

_ g3 Schatzungsbetrag 21 530 RM.

2 Rr- 35431/10O, Grasgarten daselbst 65 qm, Schatzungsbetrag 325 RM.

3 Bla,f 2174, $\ut XXXVIII,

146, Grabgarten am wißmarer weg, 879 qm, Schatzungsbetrag 1758 RM.

- Versteigerung erfolgt zum Zweck ber Aus­einandersetzung.

Gießen, ben 15. Juni 1934.

3m Auftrag bes Hessischen Amtsgerichts Gießen. g o I b q n, Ortsgerichtsoorsteher.

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Beschluß.

lieber ben landwirtschaftlichen Betrieb bes Ludwig Römer I. unb seiner Ehefrau Elisabelhe, geb. üröck, zu Heuchelheim bei Gießen wird das Entschuldungs- verfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der land­wirtschaftlichen Schuldverhältnisse vom 1. Juni 1933 heute um 11 Uhr vormittags eröffnet. 4744D

Die hessische Landesbank Staatsbank w Darmstadt, paulusplah 1, wird zur Entschuldunas- stelle ernannt.

Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre An­sprüche bis zum 10. Oktober 1934 bei dem unter­zeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Absatz 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile.

Gießen, den 13. August 1934.

____Hessisches Amtsgericht.________________

Amtliche Bekanntmachung

aus dem Kreise Wetzlar.

Die nächste unentgeltliche Beratungsstunde für Nerven- und Seelenkranke findet am 4748C Donnerstag, dem 23. August Ö.3., nachmittags 2 Uhr, tm Unterfuchungszimmer des Neuen Kreishauses

ist der Stand nach den Kämpfen des Mittwochs folgender: 1. Deutschland 50 Punkte; 2. Ungarn 39; 3. Italien 11; 4. Frankreich 9; 5. Tschechei 5; 6. Holland 4Vz, 7. England 4; 8. Schweden 2V-;

19. Dänemark 2; 10. Palen 1 Punkt.

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