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verdenkt. Die Besatzung in Starke von 21 Mantt hatte es abgelehnt, sich zu ergeben.
Beruhigte Nerven — gesunder Schlaf.
Nur allzu viele Menschen benutzen künstliche Mittel, um Schlaf herbeizuführen. Sie gehen dabei von dem an sich richtigen Grundsatz aus, daß nichts für den Körper so schädlich ist wie schlaflos verbrachte Nächte, aber sie machen den Fehler, zu künstlichen Mitteln zu greifen, um dem Schaden abzuhelfen. Sie müssen sich dabei sagen, daß der Körper sich an solche Mittel gewöhnt und daß die erforderliche Dosis immer größer und größer werden muß, wenn sie helfen soll. Das ist für den Organismus verhängnisvoll. Unzählige bedauerliche Unglückfälle find auch nur darauf zurückzuführen, daß Menschen Schlafmittel nahmen, statt den Körper auf natürlichem Wege zum Schlaf zu bringen, und daß sie dann schließlich nicht mehr beurteilen konnten, eine wie große Dosis sie nehmen durften, ohne die Katastrophe herbeizuführen.
Natürlich ist es fast unerträglich, Nacht für Nacht schlaflos zu liegen — man steht morgens mit schwerem Kops auf, wird allmählich zu richtiger Arbeit unfähig und zerreibt sich seine Nerven vollständig. Aber wir haben allerlei andere Möglich- keiten, Schlaf herbeizuführen. Gute Wirkung hat es, unmittelbar vor dem' Schlafengehen eine halbe Stunde spazieren zu gehen. Viele nehmen auch ein kaltes Fußbad und behaupten, daß der Schlaf sich dann rasch einfindet. Sehr wichtig für den Schlaf ist die Temperatur. Es gibt allerdings Menschen, die nur in einem Zimmer schlafen können, in dem die Fenster weit geöffnet sind. Das Normale ist aber, daß der Mensch, um gut und ruhig zu schlafen, einer gewissen Wärme bedarf. Unter allzu dünner Decke in sehr kaltem Zimmer fröstelt er und schläft überaus unruhig. Auch die Beleuchtung spielt eine wesentliche Rolle. Sicher ist, daß der Schlaf um so ruhiger ist, je dunkler das Zimmer ist. Zimmer, in die das Tageslicht früh schon eindringen kann, sind nicht sehr geeignet als Schlafräume. Auch der Mond wirkt oft störend auf den Schlaf ein. Es gibt sehr viele Men» scheu, die bei Mondschein überhaupt kein Auge gtn tun.
Das alles sind die unwägbaren Einflüsse, bte unser Nervenleben bestimmen. Fast immer ist eins Ueberempfindlichkeit schuld, wenn solche Störungen sich geltend machen — deshalb soll der Schlaflos« immer und zuerst an eine Stärkung seiner Nerven denken. Viel Bewegung in frischer Luft, gute und ae Nahrung, ruhige Arbeit werden die besten sein, wieder zu einem gesunden, erquickenden Schlaf zu kommen. st
Wettervoraussage.
Der hohe Druck hat sich noch gekräftigt und den Einfluß der Störungstätigkeit oingedärnrnt. Somit wird heiteres und trockenes Wetter vorherrschen, und die Temperaturgegensätze werden sich zwischen Tag und Nacht weiter verschärfen. Nach starker nächtlicher Abkühlung kommt es morgens zu verbreiteten Dunst- und Nebebildungen.
Aussichten für Samstag: Meist heiter, tagsüber warm, nachts frisch, trocken.
Aussichten für Sonntag: Fortdauer der Hochdruckwetterlage.
Lufttemperaturen am 16. August: mittags 24,3 Grad Celsius, abends 15 Grad: am 17. August: morgens 12,9 Grad. Maximum 24,8 Grad, Minimum 7,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe' am 16. August: abends 21,3 Grad: am 17. August: morgens 16,1 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 9,6 Stunden.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange.
Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumichein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für hsn üvrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Oie Mahnung Hindenburgs.
„Ich danke der Vorsehung, daß sie mich an meinem Lebensabend die Stunde der Wiedererstattung hat erleben lassen."
(Hindenburgs politisches Testament.)
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„Mein Kanzler Adolf Hitler und seine Bewegung haben zu dem großen Ziele, das deutsche Volk über alle Standes- und Klassenunterschiede zur inneren Einheit zusammenzuführen, einen entscheidenden Schritt von historischer Tragweite getan."
(Hindenburgs politisches Testament.)
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„Ich scheide von meinem deutschen Volk in der festen Hoffnung, daß das, was ich im Jahre 1919 ersehnte und was in langsamer Reife zu dem 30. Ianuar 1933 führte, zu voller Erfüllung und Vollendung der geschichtlichen Sendung unseres Volkes reifen wird. In diesem festen Glauben an die Zukunft des Vaterlandes kann ich beruhigt meine Augen schließen."
(Hindenburgs politisches Testament.)
Helfer im Unglück: Der Führer bei der Besichtigung des durch eine Branidkatastrophe heimgesuchten badischen Ortes Oeschelbronn.
sten konnten sich retten. Die Zahl der Toten wird mit 170 angegeben.
Der von Banditen entführte Brauereidirektor gibt ein Lebenszeichen.
Der Bruder des von Banditen verschleppten Brauereidirektors L a b a 11 aus Toronto (Kanada) erhielt in feinem Hotel zwei telephonische Anrufe, in denen nach dem von den Banditen geforderten Lösegeld von 150 000 Dollar gefragt wurde. Die
Frist für die Zahlung dieser Summe lief bereits am Tage zuvor ab. Die Familie erhielt von dem verschleppten Millionär eine Mitteilung folgenden Inhalts: „Tut, was Ihr könnt, um mich zu befreien und gehorcht den gegebenen Befehlen!"
Lin chinesischer Seeräuberdampfer versenkt.
Bei Bajansussu hat ein mandschurisches Kanonenboot, dessen Kommandant der japanische Offizier Nakasima ist, einen chinesischen Piratendampfer
Der Förderer deS deutschen Sportes!
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verteilten sich dann in mehrere Gruppen, die gleichzeitig in die Wohnungen der reichsten Leute eindrangen und ihnen unter Todesdrohungen Geld und Schmuck abnahmen. Ein Weinhändler, der Widerstand leisten wollte, wurde schwer verprügelt. Insgesamt wurden neuen Häuser geplündert. Verheerendes Unwetter über einer rumänischen Stadl.
Ein starker Wolkenbruch zerstörte Donnerstag früh einen beträchtlichen Teil der Hafenstadt Braila an der Donau. Die Regenmassen sprengten die über ein Jahrhundert alten unterirdischen Kanäle, die von den Türken gebaut worden sind. Fast 100 Häuser sind einge stürzt. Ob auch Verluste an Menschenleben zu beklagen sind, steht noch nicht fest.
Brand auf einem irischen Fischdampfer.
Der Kapitän und die aus sechs Mann bestehende Besatzung des irischen Fischdampfers „St. Nicholas" mußten in der Nacht zum Donnerstag 30 Kilometer von Skerries an der Küste der Grafschaft Dublin ihr Schiff verlassen, weil ein Feuer aus- gebrochen war, das sich infolge einer Explosion über das ganze Fahrzeug ausbreitete. Erst am Donnerstagabend traf die Mannschaft in einem kleinen Boot wohlbehalten an der Küste ein.
Diamanlenfunde in Nigeria.
Die Regierung von Nigeria teilt mit, daß in einem Goldfeld in der Provinz Zaria Diamanten gefunden worden seien. Die Nachricht hat zu einer kleinen Völkerwanderung hoffnungsvoller Goldgräber nach dem glücklichen Bezirk geführt.
Entführung eines Geistlichen in Nordkarolina.
Eine aufsehenerregende Entführung wird aus Goldsboro (Nordkarolina) gemeldet. Ein Geistlicher namens A s k e w verschwand dieser Tage auf dem Wege zum Gottesdienst, den er in einem Nachbarorte abhalten wollte. Kurz darauf erhielt Askews Frau einen Brief, in dem sofortige Zahlung von 25 000 Dollar Lösegeld verlangt wird, andernfalls Frau Askew ihren Gatten nicht lebend wiedersehen würde.
Meuterei in einem amerikanischen Zuchthaus.
1500 Sträflinge im städtischen Zuchthaus auf der Welsare-Jnsel weigerten sich, wie aus Neuyork gemeldet wird, ihre Tagesarbeit zu verrichten, weil sie erfahren hatten, daß das neue Staatsgesetz, wonach den Sträflingen für gute Führung monatlich eine Anzahl Tage von der Freiheitsstrafe abgezogen werden, nur für Staatsgefängnisse gilt. Die meuternden Sträflinge wurden in den Zellen eingesperrt, wo sie seitdem ununterbrochen lärmen.
Furchtbares Fährunglück auf dem Ganges. — 170 Tote.
Bei Darihara kenterte auf dem Ganges ein Fährboot mit 200 Personen an Bord. Die wenig-
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