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Führer, wir folgen Dir! Alle sagen Za!

1932.

Liner großzügigen Propaganda der national­sozialistischen Rundfunkorganisationen gelang es, das Interesse am Rundfunk in so breite Volks- kreise hineinzutragen, daß eine manchmal ge­radezu sprunghafte Steigerung der RundfuNk- hörerzahl einfehte. Gegenüber 4 100 000 Hörern am 1. Juli 1932 und 4 300 000 am 1. Januar 1933 haben wir heute 5 360 000 Hörer.

Demgemäß geht auch der um fast 40 Prozent erhöhte Umfaß der deutschen Rundfunkindustrie fast ausschließlich auf die umfassende Erschlie- hung des Binnenmarktes zurück. Ueber 550 000 Rundfunkapparate find im Jahre 1933 zusätzlich vom Publikum auf dem Jnlandsmarkt gekauft worden. Die Vefchäftigungsziffern in der Funk­industrie waren im Jahre 1933 Monat für Rlonat beffer als in der gleichen Zeit des Jah­res 1932. Sie lagen im Dezember 1933 sogar um rund 50 Prozent höher als im Dezember 1932. Das bedeutet Arbeit und Brot für Zehn­taufende, die vorher jahrelang in der Grauen- Armee der Arbeitslosigkeit mitmarschiert waren. Ueber 700 000 Volksempfänger find seit der Funkausstellung des vergangenen Jahres auf­gelegt und fabriziert worden. Die Produktion dieser 700 000 Apparate in einem Jahr ist das beweist die Gegenüberstellung der Ziffern von 1932 und 1933 eindeutig eine zusätzliche gewesen. Wir sind Funkindustrie und Funk­handel zu Dank verpflichtet für die geleistete Arbeit und sehen im Volksempfänger eine Tat vorbildlichen nationalsozialistischen Gemein­schaftsgeistes. Mit Freuden komme ich deshalb dem an mich herangetragenen Wunsche der Funkindustrie nach und verkünde bei dieser Ge-

Oer Rundfunk im Dritten Reich.

Oie Rede des Reichsministers Or. Goebbels bei der heutigen Eröffnung der 11. Deutschen Funkausstellung.

legenheit die Auflegung der achten und neuen Serie von weiteren je 100 000 Stück des Volks­

empfängers VE 301.

Die andere Seite zeigt das Bild der Stunden« ahl der Rundfunksendungen und der Beschäftigung deutscher Künstler im Rundfunk. ,

1932 hatten wir 48 000 Sendestunden, im ersten Halbjahr 1934 30 000, aus ein Jahr umgerechnet also 60 000 Sendestunden der hauptsender. Das be- deutet eine 20prozentige Steigerung. Das rein künstlerische Programm umfaßte 1932 65 000 Sendungen und wird 1934 nahezu 100 000 Sendungen erreichen.

Das ist eine Steigerung der künstlerischen Sen­dungen und damit eine Steigerung der künst­lerischen Mitwirkungen von über 40 v. h. und bedeutet auch auf dem Gebiet der geistigen und kulturellen Entwicklung eine neue, umfassende Produktivität und Arbeit und Brot für Tau­sende von schaffenden Künstlern.

lassen« Serftärtung der österreichisch«« Heeres auf 30 000 Mann weiterhin zu gestatten,

Auslösung

der österreichischen Bauernwehr.

Wien, 16.Aug. (DNB.) Amtlich wird mitge- teilt: Der Staatssekretär für Sicherheitswesen hat die Oesterreicyische Bauernwehr (früher Grüne Wehr genannt) und alle ihre Unterverbände aufgelöst und die bedingungslose Ent­waffnung angeordnet. Die Oesterreichische Bauernwehr war die Wehrformation des Land- b u n d e s.

Die »Deutsche Front" in Oesterreich verboten.

Wien, 17. Aug. (DRB.) Das Bundeskanzleramt hat die ZeitungDeutsche Front", Er­scheinungsort Saarbrücken, auf ein Jahr ver­boten.

Acht Millionen Mark für die StistungderOpferderArbeit"

Paris, 17. Aug, (DNB SuntfP*. Ser Außenpolitiker desExcelsior beschäftigt sich am Freitag mit der bevorstehenden Reise des oster reichischen Bundeskanzlers - Sch u s ch n l g S nach Italien und der soeben stattgefundenen^Zusarn- menkunft Mussolinis mit Starhemberg. Es sei kaum anzunehmen so erklärt das Blatt daß Starhemberg nach Italien gefahr s , um sich über die Organisation der fasch istisch en Miliz zu unterrichten, nach deren Vorbild er die Heimwehren organisieren wolle.

Wahrscheinlicher sei, daß Mu solini die beiden führenden perfönlichkeiten Oesterreichs über d e zu verfolgende Politik ins Bild fttz« wolle die nach italienischer Ansicht geeignet sei, die Ua- abhängigkeit Oesterreichs zu wahren.Vor noch nicht langer Zeit", so fährt das» Vlat[bann in seinen Kombinationen fort,hatte der Duce vielleicht nichts dagegen gehabt wenn in Oesterreich und in Deutschland die Monarchie wiederhergestellt worden wäre, ,umal sich dann beide Monarchien auf eine sei­nem eigenen Land ähnliche Diktatur hätten stützen können und Rom der Pfeiler eines neuen Dreibundes geworden wäre der ein Gegengewicht gegenüber Frank­reich 'und der Kleinen Entente dargeftellt hätte. Hitler habe das ManüverMuffolinis aber zerstört. Die monarchistische

Oie Parole des ganzen Volkes am 19. August.

Italiens Ziele in Oesterreich

Die 5tom<Reifen Starhemberg- und Schuschniggs in französischer Beleuchtung.

Berlin, 17. August. (DRB. Funtspruch.) Die 11 Große Deutsche Funkausstellung wurde am heutigen Freitag, um 11 Uhr, in den Ausstellungshallen am Kaiserdamm eröffnet.

Reichsminister Or. Goebbels dielt dabei «ine Rede, die über alle deutschen Sen. der übertragen wurde. Der Minister führte u. a. aus:

Als wir am 18. August des vergangenen Jahres die 10 Große Deutsche Jubiläums-Funkausstellung eröffneten, stand das nationalsozialistische Ausdau- werk gerade mitten in seinem Anfang.

Auch auf dem Gebiet des Rundfunks hatten wir damals schwere Krisen zu überwinden. War doch gerade der Rundfunk in den Zeiten des von uns überwundenen Systems eine wahre Brutstätte der marxistischen und demokratisch- liberalen Gedankenwelt gewesen, hier galt es, von Grund auf Reues zu schaffen.

Wer will uns deshalb schelten, weil wir, selbst wohl auch besangen von der Gröhe der uns gestell- ien Aufgaben, hier und da im Experiment das ver- suchten, was durch Erfahrung und Lehre nicht ge­

sunden werden konnte. Aber wie auf allen anderen Gebieten, o haben wir uns auch auf diesem sehr bald schon zurechtgefunden. Der Dilettantismus, der auch hier Können durch Wollen ersetzen zu dürfen meinte, wurde eher als man das für möglich hielt, aus dem Felde geschlagen und mit einer ernsten, durch Fleiß und Genauigkeit ausgezeichneten Be- schäftiaung mit diesem wohl modernsten Mittel der öffentlichen Meinungs-, Willens- und Geistesgeftal- ^Jch habe in meiner Rede zur Eröffnung der 10. Großen Deutschen Funkausstellung im vergangenen Jahre den Versuch gemacht, die schaffende Kräfte eines neuen Rundfunks auf einen einheitlichen Ren­ner zu bringen. Ich ging von der Erkenntnis aus, daß der Rundfunk aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken ist, daß Umfang und Weite seiner Wirksamkeit m den kom- m-nd-n Jahren stetig zunehmen werden daß man ihn gewissermaßen neben der siebenten Großmacht, der Dresse, als die achte Großmacht bezeichnen müsset Was damals noch voreilig schien, ist heute längst s e l b st o e r st ä n d l i ch e W l r k l l ch k e l t geworden. Niemand wird mehr bezweifeln wollen, daß der Rundfunk im Verlause des hinter uns lgenden Entwicklungsjahres in Deutschland wenig­stens schon die Rolle übernommen hat, die ich ihm damals zuwies. ,

Es ist ein Zufall und es mochte mir doch ast als symbolhaft erscheinen, daß die 11. Große Deutsche Funkausstellung zu der Stunde eröffnet wird, da der Führer soeben sein Flugzeug besteigt, um zum Staatsbesuch nach Hamburg zu starten und daß am heutigen Abend wieder einmal, durch die Wellen des Aethers bis in die letzte Bauernhütte und ärmste Arbeiterwohnung getragen, seine Stimme sich vor der geeinten Nation erhebt.

Ich forderte vor einem Jahr den politischen Rundfunk und gab ihm bewußt und unmißver­ständlich Richtung und Tendenz. Ich lehnte jenen leeren und tauben Begriff einer schwäch­lichen Objektivität ab, die sich an den Dingen der Ration und der Volksgemeinschaft mit der­selben Kälte und inneren Uninteressiertheit ver- s-chen möchte, wie an irgendeiner Frage der Wissenschaft oder fernliegender Historie. Ich glaubte aber in diesem Zusammenhang den Begriff des politischen so weit wie möglich fassen zu müssen. Der deutsche Rundfunk hat im vergangenen Jahre nach besten Kräften ver­sucht, dieser Aufgabe gerecht zu werden. An die Stelle eines platten Theorems trat der be­wußte Dienst am Ganzen.

Frage stehe in Deutschland nicht auf derTagesordnung.

Am Sonntag werde der F ü h r e r f a st einstim- mig zum obersten Schirmherrn in Deutschland bestätigt werden. Es sei zwecklos, von ihm einen Verzicht auf Oesterreich zu verlan- gen, aber Mussolini mühte der Gefahr einer Wie- bergeburt des alten Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation entgegentreten, weil ein solches Ereignis den politischen und wirtschaftlichen Aus- dehnungsbedürfnissen Italiens nach Mittel- und Ost­europa den Weg versperren würde.

Rückkehr der italienischen Truppen in ihre Garnisonen.

Rom, 16. Aug. Wie Agenzia Stefani mitteilt, sind Divisionen, die nach den Ereignissen vom 25. Juli 1934 als Vorsichtsmaßnahme an der N o r b* und Nordo st grenze konzentriert worden waren, in ihre H e i m a t ga r n i s o n e n zurück­besohlen worden. Die Zurückbewegung ist be­reits im Gange.

Die Verstärkung

des österreichischen Heeres.

Rom, 17. Aug. (DNB.) Wie die Agenzia Ste- fani von'zuständiger Seite erfährt, hat sich die ita- jieni che Regierung damit etnoer- standen erklärt, die schon im, letzten 9ahr« W

Das GestaltungsdramaDeutsche Passiv n", das am 1. Mai d. I. mit dem Nationalpreis aus­gezeichnet wurde, war für den Rundfunk ge­schrieben, und die deutschen Sender haben es zuerst dem Volke übermittelt. Die eigengesetzliche Kunst des Funks, die ich damals forderte, ist auf dem Wege. Wir besitzen aus den Dar­bietungen der vergangenen 12 Monate bereits Dokumente, die in Umriffen diese Kunst, wenigstens in Anlage und Absicht, erkennen lassen.

Es kann nicht mehr bezweifelt werden, baß ber deutsche Runbfunk auf biefern Gebiete für ben ganzen Wettfunk bahnbrechend geworben ist.

Eine großzügige Werbung, getragen durch die Organisation des Nationalsozialismus, fetzte ein. Sie wurde unterstützt durch die Massenproduktion des Volksempfängers, die zu denkbar bil­ligstem Preis einen guten Rundfunkapparat auf den Markt brachte. Was früher unmöglich erschie­nen war, wir haben es möglich gemacht: Technik, Industrie und geistige Führung des Rund»

In dem Prozeß wegen der Ermordung des Maschinisten Bruno Gueckel im Munsterlager im Oktober 1933 fällte das Lüneburger Schwurge- richt, das feit Wochen in Munster verhandelt, nun­mehr bas Urteil. Die beiden Angeklagten Adolf S ch r ö d e r und Thea Gueckel wurden für schul- big erklärt und wegen gemeinschaftlichen Mordes zum Tode verurteilt.

Vier Italiener am Matterhorn tödlich verunglückt.

Am Matterhorn ereignete sich ein schweres Berg- Unglück, bei dem vier Italiener ums Leben kamen. Sieben Touristen, alles Italiener, waren von Breuil am Dal Tournanche aufgebrochen und suchten in zwei Gruppen von drei und vier Mann von der Südseite her das Matterhorn zu besteigen. In der Dreiergruppe wurde unterwegs einer von | Unwohlsein befallen und löste sich vom Seil ab, um zurückzubleiben. Plötzlich kamen die beiden anderen Teilnehmer ins Rutschen und stürzten etwa 500 Meter tief ab. Sie waren sofort tot. Die Nach­richt von dem Unglück wurde von dem Ueberleben- ben biefer Gruppe ins Tal gebracht. Inbessen hatte bie Dierergruppe ben Gipfel erreicht unb schickte sich an, in ber Nähe bes Gipfels zu übernachten. Die herrschenbe Kälte setzte aber den Bergsteigern sa zu, daß zwei von ihnen erfroren. Die beiden anderen konnten sich bis zur Matterhornhütte schleppen. Es handelt sich bei den Verunglückten um zwei Brüder aus Turin und zwei Brüder aus Bergamo. Die Ueberlebenben trafen am Fuße des Matterhorns wohlbehalten ein. Die Leichen ber Er­frorenen und Abgestürzten werden über den 3322 Meter hohen Tehodul-Paß nach Italien gebracht werden.

Gerüsteinsturz bei Prag. 4 Tote, 12 Verletzte.

Bei Ausbesserungsarbeiten an der Infanterie- taferne in Benieshov bei Prag stürzte ein vier- stückiges Gerüst ein, auf dem 16 Bauarbeiter be- fchäfttgt waren. Sämtliche Arbeiter wurden unter ben Trümmern bes Gerüstes begraben. Sofort her- beigerufenes Militär unb Gendarmerje befreiten bie Arbeiter aus ben Trümmern. Vier Arbeiter würben g e t ö t e t, zwölf verletzt. ________

Rumänisches Städtchen von einer Räuverbande überfallen.

Das rumänische Städtchen Stephanesto in der Moldau wurde in einer ber letzten Nächte von der Banbe des berüchtigten Räuberhauptmanns Koroju besetzt. Die Räuber hatten zuvor noch ein Landgut in der Nähe des Städtchens beraubt und sämtliche Pferde aus dem Stall mitgenommen. Der erste Besuch galt ber Polizei, wo sämtliche Be- , amte gefangen genommen unb gefesselt > würben. Einer der Wachleute, der sich widersetzen .ImoOte, wurde tödlich verletzt. Die Raubet

funts schlossen sich zu einem Bund gemein- amen Schaffens zusammen und traten im vergangenen Jahre schon bei der Eröffnung der 10. Großen Deutschen Funkausstellung als ein- heitlicher S ch a f f e n s f a k t o r vor das Auge der Öffentlichkeit. .

Wir haben niemanden daran gehindert, mit Skepsis und nörgelnder Besserwisserei am Weae stehen zu bleiben. Wir haben uns aber auch nicht hindern lassen, unseren als richtig erkannten Weg weiter fortzusetzen. Ich darf in diesem Zusammen­hang die Erfolge des vergangenen Rundfunkjahres zusammenfassen.

Der produktionswert der deutschen Rund­funkindustrie beläuft sich im Jahre 1933 auf 180 Millionen Mark. Lr ist um rund 40 Prozent höher, als der produktionswert des Jahres

Berlin, 16. Aug. (DNB.) Dor einigen Tagen fand eine Sitzung bes Ehrenausschusses berS t i f- tung ber Opfer der Arbeit" statt, die am 4. Mai des vergangenen Jahres durch Adolf Hitler ins Leben gerufen wurde. An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Ehrenausfchuffes, die Staatsräte Walter Schuhmann, Dr. Fritz Thyssen und Dr. v. ©taufe teil.

Der ehrenamtliche Geschäftsführer, Oberregie, rungsrat Dr. Ziegler vom Reichsministerium für Dolksaufklärung unb Propaganba, berichtete [über ben Stand der eingegangenen Spenden. Diese haben fast den Betrag von 8 Millionen Mark erreicht. Dr. Ziegler berichtete weiterhin über die anläßlich bes Bergwerksunglücks in Be­gingen getroffenen Hilfsmaßnahmen auf die mit Hilfswerk Buggingen" in Karlsruhe hergestellte Zusammenarbeit. Aus diesem Bericht ergab sich, baß für bas .,Hilf swerk Buggingen" ein Betrag von über 4 0 0 0 0 0 Mark an Spenben eingegangen ist, und daß von den zuständigen Stel- I len alles geschehen ist und noch geschehen wird, um die Existenz der Hinterbliebenen der in Buggingen verunglückten Kaliarbeiter sicherzustellen.

Es wurde sodann über die eingegangenen Ge­suche beschlossen. Bon 2124 Anträgen, die von dem Büro der Stiftung vorbereitet waren, wurden 1692 mit einer Unterstützung bedacht, während bei 432 Gesuchen auf Grund der vorge­nommenen Prüfung der Berhältnisse eine dringende Notlage sich nicht ergab. Bei 1058 Gesuchen wurde eine monatliche Unterstützung für ein ganzes Jahr in Höhe von 410 860 Mark, bei 634 Gesuchen eine einmalige Unterstützung im Gesamtbeträge von 77 295 Mark vom Ehren- ausschufe bewilligt. Es gelangte damit also ein G e - Hamtbetrag von beinahe einer halben Million Mark zur Verteilung. Die gesamten von ber Stiftung seit ihrem Bestehen erfolgten Be- I miölgungen erreichen bamlt eine Summe von rund | V/i Mi 11 ionen Mark.

Aus aller Welt.

Ein Haupttreffer.

In der Preuhisch-Süddeutfchen Älaffenlotterle fiel auf die Nummer 3 8 6 8 9 9 ein Gewinn von 100 000 RM. Das Los wird in der ersten Abtei­lung in Achtellosen In Schleswig-Holstein, in ber zweiten Abteilung ebenfalls in Achtellosen in Ber­lin gespielt.

Sportflugzeug abgesiürzt.

Am Donnerstag gegen 15 Uhr stürzte in der Nähe von Vechta (Oldenburg) ein Sportflugzeug, wahrscheinlich infolge Bedienungsfehlers, ab. Der Führer Goebel wurde schwerverletzt. Die zweite Insassin des Flugzeuges, die von zahlreichen Flugveranstaltungen bekannte Fallschirmspringerin Lucie B y c z k o w f k y, kam bei dem Unfall ums L e be 'n.

Zwei Todesurteile In einem Mordprozetz.

Meine Volksgenossen und Volksgenosslnnen! In einigen Stunden schon werden allüberall in Deutsch- land in Stadt unb Land die Massen unter den flat­ternden Fahnen unserer Revolutton aufmarschieren, um des Führers Wort zu vernehmen. Ihm werden sie ihre Treue und Verdun- denheit zu Füßen legen.

Die ganze Ration ist um den einen Mann ge­schart, ber uns heute Verkörperung und In­begriff des Deutschtums schlechthin ist.

In dieser feierlichen Abendstunde soll sich dann auch Ihr Herz mit dem Gefühl der Befriedi­gung erfüllen im Gedanken daran, daß Sie durch Ihre zähen und unermüdlichen Vorarbeiten die Möglichkeit schufen, daß ein Mann zu einer Stunde im ganzen Volke, bei hoch und niedrig, arm und reich, gegenwärtig ist, daß er in Stadt und Dorf einkehrt,

als Freund unb Beschützer In die Fabriksäle, Kontore, Bauernhütten und Arbeitermansarden eintritt, um bem Volke Stärkung ber Seele zu geben unb neue Kraft für ben schweren Kampf

um bas tägliche Brot.

Wir sind ein Stück vorwärts gekommen in einem Jahr. Wir wollen Im kommenden Jahr nicht stehen bleiben ober mübe werden. Noch näher als bisher wollen wir an das Volk heranrücken. Der Rundfunk soll einmal, wie ja die Zeitung heute schon, zur geistigen Tageskost des gan­zen Volkes führen.

In diesem Sinne erkläre ich die 11. Große Deutsche Funkausstellung für eröffnet

Die personellen Veränderungen, die wir vor­nehmen mußten, dienten ber zweckbestimmenben Durchführung biefer Ausgabe. Es war uns klar, daß Repräsentanten des Alten nicht Künder des Neuen fein könnten.

Das wurde uns leichter gemacht durch die Auf­deckung einer Reihe von K o r r u p t i o n s f k a n- dal en, die dem Systemfunk der Vergangenheit das charakteristische Gepräge gegeben hatten.

Im Zuge einer starken Vereinheitlichung bes deutschen Lebens wurde auch der Rundfunk geschlossen in bie Hanb bes Reiche überführt. Zugleich setzte ein umfassende Abbau ber Bürokratie em. Der Jntenbant ist heute ber autoritäre unb oerantmortungstragenbe Führer des Einzelsenbers. Er gibt ihm Gesicht unb Umriß. In seiner Hand laufen alle Faden funki­schen Gestaltens zusammen.

Als eine seiner ersten Aufgaben bezeichnete ich damals die Pflicht, die geistigen Kräfte der Ration an das Mikrophon heranzubringen.