Aus der Provinzialhauptstadt
Dampfbad gegen Mitesser.
wirkt, Latz da.
der
fallen am Samstag, 19. Mai, aus.
NG-Hago, Ortsgruppe Nord
NS. - Hag 0
und in
G. K.
kommt.
pourri über Wiener Meisteroperetten, mit dem der dritte Teil des Abends eingeleitet wurde. Anschließend erklang rhythmisch beschwingt, bezaubernd und losgelöst von aller Schwere, lieblich und prickelnd der Walzer „Aquarellen" vom Walzerkönig Strauß. Gin Kranz vaterländischer Weisen aller deutschen Stämme, „Das ganze Deutschland soll es sein" von Blume, beschloß das Programm. Das Publikum dankte mit begeistertem Beifall, so daß Obermusikmeister K r a u ß e sich zu einer Zugabe bereitfinden mußte. Alles in allem: ein wundervoller Abend und ein eindrucksvoller Kunstgenuß, der noch lange
berechtigterweise das Vertrauen zur nationalsozialistischen Staatsführung zu untergraben suchten. Er betonte, daß diese Hetzer allen Anlaß hätten, sich ruhig zu verhalten und den Führer und seine Mitarbeiter ungsstört die vom deutschen Volke , ausbedungene vierjährige Frist für den Wiederaufbau Deutschlands arbeiten zu lassen. Es sei Pflicht jedes NS.-Hago-Mitgliedes, wie auch jedes ehrlichen deutschen Volksgenossen, den Miesmachern und Hetzern mit Entschiedenheit entgegenzutreten, denn der Führer und Volkskanzler habe bereits den Beweis erbracht, daß er fähig fei, aus Deutsch-, land wieder einen gesunden Staat zu machen, wenn er in Ruhe seine Pläne verwirklichen könne. Weiterhin betonte der Redner die Notwendigkeit für alle Volksgenossen, sich unablässig und immer tiefer mit dem nationalsozialistischen Gedankengut vertraut zu machen, um dadurch zu unwandelbar festen Mitarbeitern des Führers zu werden.
Sodann beschäftigte sich der Redner mit der Warenhaus- und Kaufhausfrage, sowie mit der Stellung zum Judentum. Er hob hervor, daß der Nationalsozialismus in keiner Weise seine pro-z grammatische Stellung zum Warenhaus und Kaufhaus, wie sie im Punkt 16 des Parteiprogramms niedergelegt sei, aufgegeben habe. Wenn der Führer den rechten Zeitpunkt gekommen sehe, werde auch diese Frage in der rechten Weise zum Wohle des gesamten deutschen Volkes durch den Entschluß des Führers ihre Lösung finden. Der gewerbliche und handwerkliche Mittelstand dürfe sich auch hierin von Miesmachern nicht irremachen lassen, sondern er müsse volles Vertrauen zum Führer haben, der unzweifelhaft die richtige Lösung finden werde. Vor allem sei jetzt darauf zu achten, daß nichts geschehe, was den Kampf der Regierung gegen die Arbeitslosigkeit beeinträchtige oder hemme.. Der Kampf gegen das Judentum werde vom Nationalsozialismus ebenfalls in alter Grundsatztreue wei- tergeführt. Die NS.-Hago führe auch in dieser Angelegenheit den Kampf nur im Gesamtinteresse des
,e Gießen-Nord der
____ , gestern im Saale des „Aquarium" eine Versammlung ab, die — in erfreulichem
Die Orts
Wie bereits kurz berichtet, findet an P f l n g st e n in Mainz eine der gewaltigsten Saarkund- gedungen statt. Eine Sternfahrt wird die in der N S. - H a g o zusammengeschlossenen Männer aus Handwerk und Handel aus allen deutschen Gauen nach Mainz führen. Dabei ist besonders hervorzuheben, daß nicht nur Betriebsinhaber, sondern auch die Angestellten, Gesellen und Lehrlinge aus den genannten Berufen teilnehmen werden. Das ist Volksgemeinschaft der Tat.
Sie alle kommen nicht aber etwa nach Mainz, um als Handwerk und handel in Erscheinung zu treten, sondern sie wollen den Brüdern an der Saar eindeutig vor Augen führen, daß sie sich mit ihnen eins fühlen und nur den einen Wunsch haben, unser ewig deutsches Saarland recht bald wieder mit dem deutschen Vaterland vereint zu sehen, mit dem durch unseren Fiih- rer Adolf Hiller geeinten deutschen Vaterland.
Wer die Saar schützt, schützt Deutschland! Unter dieser Parole wird die NS.- Hago-Kundgebung das eindruckvollste und gewaltigste Bekenntnis zur deutschen Saar! In gewaltigen Kolonnen werden sich die Teilnehmer in Autos am Pfingstsonntag und in der Nacht auf Pfingstmontag der schönen Stadt am deutschen Rhein zu bewegen, und alle wird das kommende Erleben in festliche Stimmung versetzen. 3 0 0 0 0 Kraftfahrzeuge sind bereits gemeldet und über 200000 deutsche Volksgenossen werden dem gewaltigen Aufmarsch und dem Treuebekenntnis zur Saar beiwohnen. Deshalb lautet auch das Motto:
„Handwerk und handel immerdar, treu verbunden mit der Saar."
In nächster Nähe der Stadt sind große Parkplätze
zur Verfügung, die von den SA.-Kameraden bewacht werden. Einzelfahrer, die beabsichtigen nach Mainz zu fahren, werden gebeten, sich den Kreistransporten anzu schließen, da jedem einzelnen Kreis die Anfahrtstraßen vorgeschneben sind, die unter allen Umständen eingehalten werden müssen, um ein Kollidieren mit anderen Kreisen und Gauen zu verhindern. Am Pfingstsonntag beginnen bereits die Festlichkeiten, da große Teile von Volksgenossen bereits an diesem Tage in Mainz anwesend sein werden.
Der Pfingstmontag bringt die Kundgebung auf dem Kleinen Sand. Zu dieser Veranstaltung werden Vertreter der Reichsregierung erscheinen.
An dem Aufmarsch werden 30 000 Volksgenossen aus dem Saargebiet mit Bergmannskapellen und Kinderchören teilnehmen. Letztere bilden sich aus Kindern aus dem deutschen Osten, so aus Danzig und Schleswig-Holstein. Auch Volksgenossen aus Oesterreich werden in großen Massen erwartet, so daß diese Kundgebung gleichzeitig ein erhebendes Bild volks verbundener volks deutscher Prägung wird.
Ein gewaltiges Feuerwerk wird gegen 21 Uhr die Kundgebung schließen. Der Abtransport "der Massen wird entweder direkt oder auf Umwegen über die Rheinpfalz und den Gau Trier- Koblenz erfolgen.
Für die Teilnehmer wird dieses Erlebnis von bleibender Erinnerung sein. Deshalb auf nach- Mainz zum goldnen Rhein!
Abfahrt der Autokolonne der RS.-hago des
Kreises Gießen am Pfingstsonntag um 22 Uhr.
Treffpunkt auf der Straße Gießen—Wetzlar,
I Spitze am Wäldchen bei Allendorf.
NS.-Hago, Kreis Gießen.
Gegensatz zu früheren Kundgebungen, die immer schwach besucht waren — ebenso wie die Versammlung der Ortsgruppe Süd am Montag abend überfüllt war.
Ortsgruppenamtsleiter Stühler
gab zu Beginn der Versammlung seiner freudigen Gemtgtuung über diesen starken Versammlungsbesuch Ausdruck und betonte dabei die außerordentliche Wichtigkeit der eng st en Tuchfühlung unter allen Angehörigen des Handels, Gewerbes und Handwerks. Die Zeit fei noch nicht so, wie alle miteinander es hofften und wünschten, aber man wisse ja auch, daß das furchtbare Erbe, das der Nationalsozialismus von dem marxistischen Zwischenreich übernehmen mußte, nicht innerhalb eines Jahres oder weniger Monate bereinigt werden könne. Ebenso wie ein Geschäftsmann, der ein bankerottes Geschäft übernehme, längere Zeit brauche, um das Unternehmen wieder zur Blüte zu führen, fei es auch mit der Neugestaltung unseres Reiches, für die noch ungeheure Arbeit zu leisten und große Opfer zu bringen feien. Wir müßten Gott danken, daß am 30. Januar v. I. ein Mann ans Ruder gekommen fei, der vom ersten Tage feines Wirkens als Führer des Reiches an das Vertrauen der gesamten deutschen Volksgenossen hatte und es auch weiterhin besitze. Wir wüßten, daß unser Führer Adolf Hitler alles daranfetze, um das Wohl des deutschen Vaterlandes und aller deutschen Volksgenossen zu fördern. Daraus ergebe sich aber auch die Pflicht für alle Volksgenossen, dem Führer durch eifrige Mitarbeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten, d. h. auch durch guten Besuch der Versammlungen, zu unterstützen.
Der Redner wandte sich sodann gegen das Mies- machertum und die „Wühlmäuse", die ganz un
stempelt sind. _ _
** Verkehrsunfall. Gestern gegen 19 Uhr stießen in der Frankfurter Straße, Ecke Alicenstraße, zwei Radfahrer zusammen. Dabei erlitt ein Radler
___firiPört IltifurnrrnPü Der Redau-
Eine der größten Schönheiten der Frau ist eine reine, klare Haut. Dieses Haupterfordernis ist verhältnismäßig leicht zu erlangen. Vernünftigerweise erblickt man heute das Heil nicht mehr in der nur äußerlichen Behandlung, sondern man weiß, daß nur der Mensch eine klare Haut haben kann, dessen Stoffwechsel in Ordnung ist, wie denn überhaupt die Ernährung eine ausschlaggebende Rolle für die Beschaffenheit'der H-ut spielt. Immer wieder muß darauf aufmerksam gemacht werden, daß fettreiche Nahrung und vor allem Schmalz nicht günstig ein-
" * ' 1 gegen Obst gar nicht genug genossen Auch regelmäßiger Genuß von Back-
** Ausfallende Sprechstunden Regierung. Das Staatspresseamt teilt mit: Die
Es sind Gerüchte im Umlauf, wonach beabsichtigt sei, die Steuer für die steuerpflichtig gebliebenen Altwagen und Alträder aufzuheben. Es fei in Aussicht genommen, alte Fahrzeuge dann von der Kraftfahrzeugsteuer zu befreien, wenn der Fcchr- zeugbesitzer eine Generalinstandsetzung an fernem Fahrzeug ausführen lasse und die Kosten dafür einen Betrag erreichten, der im Falle der Ablösung der Steuer zu entrichten gewesen sein würde. Diese Gerüchte entbehren jeder Grundlage. Es ist nicht beabsichtigt, an dem derzeitigen Zustand der Besteuerung von alten Kraftfahrzeugen etwas zu ändern. Es ist deshalb verfehlt, daß Altwagenbesitzer die beabsichtigte Instandsetzung von Monat zu Monat aufschieben in dem Gedanken, eine Verordnung über steuerliche Vergünstigung, die für Instandsetzungen an alten Kraftfahrzeugen gewahrt würde, abzuwarten.
Zur Linderung der Arbeitslosigkeit unter den Berufsmusikern.
Die Reichsmusikkammer hat mit dem Deutschen Sängerbund, vertreten durch seinen Bundesführer, folgende Vereinbarung getroffen: m
Die Arbeitslosenziffern der deutschen Beruss- musiker sind — im Gegensatz zu anderen Berufen — bis jetzt noch nicht zurückgegangen. Die Not in diesen Kreisen ist nach wie vor sehr groß. Der Deutsche Sängerbund ordnet deshalb in Uebereinstlmmung mit der Reichsmusikkammer für feine Untergliederungen folgendes an: Sämtliche Vereine, welche von Lehrern, Beamten usw. nebenberuflich dirigiert werden, prüfen sofort mit dem zuständigen Leiter der Landes- oder Ortsmusikerschaften und dem zuständigen Sängerkreisführer, ob am Orte oder im Umkreis arbeitslose geeignete Berufs-Chordirigenten vorhanden sind, um die nebenberuflich tätigen Dirigenten zu ersetzen. Sollte eine örtliche Einigung nicht Zustandekommen, so ist von beiden Seiten gemeinschaftlich an das „Amt für Chorwefen innerhalb der Reichsmusikkammer, Berlin-Charlottenburg, Hardenbergstraße 25", zu berichten, welches gemeinsam mit dem Deutschen Sängerbund entscheiden wird. Diese Entscheidung ist endgültig.
Militärkonzert auf der Bergschenke.
Die Reihe der vom Musikkorps unseres Bataillons angesetzten sechs Konzerte auf der Bergschenke für den Sommer 1934 wurde am gestrigen Mittwoch eröffnet. Mit den Darbietungen dieses ersten Konzertabends hat die in Gießen und weit darüber hinaus rühmlichst bekannte Kapelle einen neuen künstlerischen Erfolg erzielt. Das Programm wurde unter der umsichtigen Leitung von Obermusikmeister Krauß e mit einem Marsch von Havemann eröffnet. Der machtvolle und in seiner Reinheit wunderbar ausgeglichene Klangkörper des Orchesters überwand die an ihn gestellten Schwierigkeiten leicht und überzeugend, so daß auch Lortzings Ouvertüre zum „Waffenschmied" vollkommen sicher und einwandfrei interpretiert wurde. Ein Marine-Tonge- mälde über das „Deutsche Flaggenlied" ließ ebenfalls erkennen, mit welchem Eifer die Musikerschar bei der Sache war. Die immer gern gehörten Szenen aus der Oper „Der Troubadour" von Verdi rissen die Zuhörer zu begeistertem Beifall hin. Der : zweite Teil des Abends wurde eingeleitet mit der : Ouvertüre aus „Die luftigen Weiber von Windsor", ; der sich das Posaunen-Solo „Schenkt man sich Rosen in Tirol" aus der Operette „Der Vogelhändler"
in die Flugzeuge der amerikanischen Teilnehmer eingebaut werden sollen. Auch der bekannte Amen- faner Capt. Ha w k s wird sich voraussichtlich in feinem Northrop-Schnellflugzeug „Chief Sky" zu dem Rennen einfinden.
Von ganz besonderem Interesse ist überdies die Beteiligung der Holländer, da sich die holländische Luftverkehrsgesellschaft, die KLM. mit zwei regelrechten Verkehrsmaschinen neuester Konstruktion gemÄdet hat. Das Gewinnen eines Preises spielt dabei nur eine untegeordnete Rolle für die KLM. Sie will durch ihre Teilnahme an dem Rennen vielmehr vor aller Welt dokumentieren, welche hervorragenden Leistungen ihre gewöhnlichen Serien- Verkehrsmaschinen auf dieser Strecke, die sich bis Holländisch-Jndien vollständig mit der Verkehrslinie der KLM. deckt, vollbringen. Das Speed-Race soll mit der im Juni zu liefernden zweimotorigen Douglas DC-2 bestritten werden, dem ersten Spe- zial-Schnellflugzeug der KLM., während für das Handicap die neue viermotorige Fokker F XXXVI ausevfehtzn ist, die bei den Fokkerwerken im Auf- hage der KLM. als Passagier- und Groh- frachter gebaut wird und jetzt ihrer Vollendung
** Die Gießener Banken geben im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß ihre Geschäftsräume am Pfingstsamstag, wie üblich, von 8 bis 13 Uhr geöffnet bleiben, während ihre Büros am Pfingstdienstag geschlossen sind. (Siehe Anzeige)
** Die Reichsbank gibt im heutigen An- zeigenteil bekannt, daß ihre Büros am Pstngst. famstag von 12 Uhr ab geschlossen sind.
** Die Reichsbahn gewährt 66 V, v. H. Fahrpreisermäßigung für P f l n g st - reisen nach dem Saargeblet. Die Deutsche Reichsbahn gibt zu Pfingsten für Reisen aus dem Reich nach Dem Saargebiet Festtagsrucksahrkarten zum halben Preise aus. Da die ^esttagsruckfahr- rarten bereits eine Ermäßigung von 33Vs v. H. enthalten, beträgt die für die Reisen nach dem Saargebiet gewährte Ermäßigung auf den Reichsbahnstrecken 66-/3 v. H. Die Karten gelten wie die übrigen Festtagsrückfahrkarten vom 17. bis 24. Mar. Die Rückfahrt muß von einem Uebergangsbahnhof Des Saargebietes angetreten werden. Zugleich wird Darauf aufmerksam gemacht, daß die nach Dem Saargebiet EinreisenDen mit gültigen Passen ohne Visum versehen sein müssen unD Das Tragen von Parteiabzeichen, insbefonDere auch Des Hakenkreuzes, verboten ist.
** Sonntagsrückfahrkarten zum B e - suche Der ersten Reichsnährstands- Ausstellung (40. Reichsschau) in Erfurt. Vom Bahnhof Gießen wirD uns mitgeteilt: Zum Besuch Der Ausstellung werden von allen im Umkreis von 300 Kilometer um Erfurt gelegenen Bahnhöfen, wozu auch Gießen gehört, Sonntagsrückfahrkarten mit folgender Geltungsdauer ausgegeben: Hinfahrt 28. Mai 0 Uhr bis 3. Jvni, Rückfahrt 29. Mai 0 Uhr bis 4. Juni 12 Uhr (spätester Antritt Der Rückfahrt). Die verbilligten Karten werden an jedermann ohne Ausweis abgegeben. Jedoch ist zu beachten, daß die in der Zeit vom Montag, 28. Mai, bis Freitag, 1. Juni, ein- schließlich gelösten Sonntagsrückfahrkarten nach Erfurt zur Rückfahrt nur gültig sind, wenn sie von der Auskunftsstelle Der Reichsbahn im Verkehrspavillon am Haupteingang der Ausstellung abge-
Natürlich Darf man die äußerliche Gesichtspflege auch nicht vernachlässigen, besonders wenn man in staubigen Räumen arbeitet. Der Staub frißt sich nur allzu rasch in die Haut ein und übt zerstörende Wirkungen aus. Je gründlicher man Die Haut von Staub befreit, um so mehr Freude wird man an ihr haben. Schnelles Altern Der Gesichtshaut hat sehr oft seinen Grund in dieser unbewußten Unsauberkeit. Man kann einmal eine Probe machen. Reibt man mit einem Wattebausch, Den man mit Gesichtswasser befeuchtet hat, Das Gesicht ab, so wird man erschrocken fein, wieviel Schmutz noch an der Haut haftet, obwohl man sie gründlich gesäubert zu haben meinte.
Bilden sich Mitesser in der Haut, so soll man sich niemals zu der Unvorsichtigkeit verleiten lassen, sie etwa mit Dem Nagel herauszudrücken, Denn sehr oft bildet sich eine häßliche rote Stelle, Die lange nicht verschwindet, wenn sie überhaupt jemals wieder verwächst. Viel richtiger ist es, ein Dampfbad zu nehmen. Man kann dieses Dampfbad ganz gut selber machen, indem man einen Topf mit heißem Wasser füllt, den Kopf darüberhält und ein Tuch über Kopf und Topf deckt, so daß Der Dampf eingefangen wird. Der Dampf Darf aber nicht so heiß fein, Daß er brennt, Denn sonst entstehen häßliche Rötungen, Die keine Verschönerung bedeuten. Man muß fünf bis zehn Minuten in Dampf bleiben, bis der Schweiß hervorperlt, hierauf trocknet man Das Gesicht vorsichtig mit einem Wattebausch oder einem weichen Frottiertuch ab. Meist sind Die Mitesser nach einer solchen Behandlung verschwunden; sollte das nicht der Fall sein, so muß man das Dampfbad nach einigen Tagen nochmals wiederholen. Nach Dem DampfbaD muß das Gesicht gut mit kaltem Wasser abgespült werden. Hierauf taucht man einen Wattebausch in ein Ge- sichtswasser und reibt Die Haut vorsichtig Damit ab. Nach Dieser Abreibung wird Das Gesicht mit einer nicht zu fetten Creme eingerieben, die man mit den Fingerspitzen einklopft. Dieses Dampfbad nimmt man am besten unmittelbar oor dem Schlafengehen, Denn es ist nicht anzuraten, kurz danach ins Freie oder in einen kalten Raum zu gehen. Eigentlich soll man ein Dampfbad nicht öfter als einmal in der Woche nehmen.
Im übrigen soll man sich so viel wie möglich in frischer Luft bewegen. Der mindestens zweistündige Spaziergang täglich ist der beste und billigste Haut- vevbesserer, den man sich wünschen kann.
Bisweilen bildet sich an den Mundwinkeln ein häßlicher Ausschlag, Der immer ein Zeichen mangelhafter Verdauung ist. Dagegen hilft ein einfaches Mtttel. Man braucht Die Stellen nämlich nur, sobald sie sich bilden, ein paarmal täglich mit Kampferspiritus zu bestreichen, woraus die unangenehme Erscheinung gar nicht zur Entwicklung
im Gedächtnis der Zuhörer hasten bleiben wird.
Fahnenweihe akterSoldateninGießen.
Am 3. Juni findet Die Weihe Der Sturmfahne Der Ortsgruppe Gießen Des Reichslreu- b u n D e 5 ehemaliger Berufs so ID at en statt. Im Hinblick Darauf fanD gestern abenD eine Vorbesprechung statt, an Der u. a. Major v. W a ch - ter als Vertreter unseres Bataillons teilnahm. Ortsgruppenführer S ch w e n D e r , Der Die 23er- hanDlungen leitete, betonte, Daß Die Veranstaltung in engster Fühlungnahme mit Dem Bataillon Durchgeführt rocrDen solle. Die Weihe Der Sturmfahne erfolgt auf Dem Hofe Der Neuen Kaserne. Dem Weiheakt voraus soll ein FelDgottesDienst gehen. Die Weihe der Sturmfahne wird durch den Kommandeur unseres Bataillons Major v. W a ch t e r erfolgen. Eine Kompanie Der Reichswehr nimmt als Sonderabteilung Des Bataillons an Der Veranstaltung teil. An Den Weiheakt soll sich ein Vorbeimarsch anschließen. Der Bevölkerung wird Gelegenheit gegeben werden, dieser Feier beizuwohnen. Anschließend findet auf Dem Landgraf-Phikipp-Platz am Ehrenmal Gefallenenehrung unD Kranzniederlegung statt. Für Den Nachmittag ist eine kamerad-
werden kann. Auch regelmäßiger Genuß von Backobst wirkt sehr günstig ein. Selbst ein schlecht funk- tionierenDer Stoffwechsel wirD durch eine Backobstkur in Die Reihe gebracht, wenigstens sind es nur sehr hartnäckige Fälle, die einer andern Behandlung bedürfen, und hier soll man tatsächlich alles tun, um sich von Grund aus gesund zu machen.
— Tageskalender für Donnerstag: Stadttheater, 20 bis 22 Uhr „Symphonie-Konzert des Stadttheater-Orchesters. — Bann 116 Der Htt- lenugenD, 20,30 Uhr, Haus Der Deutschen Arbeits- ront, Siegerehrung unD Verteilung Der Ehrenpreise zum Reichsberufswettkampf. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Sehnsucht 202 . — Ober- hessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — OswalDsgarten, Geschwister Stey-Truppe (Freilicht-Vanetä), 20.15 Uhr, Eröffnungsvorstellung. ..
— Aus Dem StaDttheaterburo: Morgen, FreitagabenD, im Rahmen Der "Oberhessischen Kulturwoche" Erstaufführung Des Volksstückes „Die Pfingstorgel", eine bayerische Moritat von Alois Joh. Lippl. (Siehe heutige Anzeige.)
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entgeqengeht. Der Luftriese hat vier Motore eine Spannweite von 33 Metern, ein Fluggewicht von 16 000 Kilogramm unD ist für Die Holland—Jndlen- ftrecfe (14 000 Kilometer) bestimmt, auf Der er fünf Mann Besatzung unD 16 Passagiere in Schlafkabinen mitnehmen kann. Die SpitzengeschwinDig- feit Des Großflugzeuges wird bei etwa 290 km/sta liegen. .. •
3n allen am Rennen teilnehmenden Ländern wird in aller Stille mit Hochdruck gearbeitet, um Die Spitzenleistungen Der Flugzeugindustrie m Diesem Wettbewerb einzusetzen. Schon haben englische unD amerikanische Flieger, Darunter auch Doolittle, die Strecke nach Indien mit Der KLM. zur Orientierung abgewogen. In aller Heimlichkeit werden Die neuen Flugzeugmuster eingeflogen, roerben Die Motoren erprobt. Ein fliegerischer Wettkampf steht bevor, wie ihn Die Welt bisher gigantischer nicht erlebt hat. Die ganze Wett wird im Herbst mit Spannung auf Den Ausgang dieses Rennens über drei Erdteile, über 22 000 Kilometer warten, wird Dem Ausgang Des Wettbewerbs, Der Die besten Flieger unD Flugzeuge am Start vereinigt, entgegensetzen.
Die Polizeistunde für Eisdielen, Trinkhallen und Getränkewagen.
Von Der Polizeidirektion Gießen wird uns mitgeteilt:
Auf Grund ministerieller Anordnung ist Der Beginn Der Polizeistunde für Eisdielen allgemein auf 22 Uhr (10 Uhr abends) festgesetzt. Für Trinkhallen (Wasserhäuschen) und Getränkewagen beginnt die Polizeistunde in Der Zeit vom 1. April bis zum 30. September ebenfalls um 22 Uhr, im übrigen, d. h. vom 1. Oktober bis 31. März, um 19 Uhr (7 Uhr abends).
Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß Diese Regelung lediglich für Diejenigen Verkaufs- Häuschen Güliigküt hat, Die als sogenannte Trinkhallen in Frage kommen unD Deren Inhaber im Besitz Der erforderlichen Konzession sind. Alle übrigen Verkaufshäuschen, Die also nicht konzessioniert finD, haben, wie alle LaDengeschäfte, um 19 Uhr (7 Uhr atzenDs) zu schließen.
Kein weiterer Steuernachlaß für alte Personenkraftfahrzeuge.
Den Besitzern von Personenkraftwagen unD Per- sonenkrafträDern, Die vor Dem 1. April 1933 erstmalig zugelassen unD ipfolgeDessen nicht kraftfahrzeugsteuerfrei finD, war im vorigen Jahre Die Möglichkeit Der Ablösung Der Kraftfahrzeugsteuer Durch Entrichtung eines einmaligen Betrages gegeben worDen. Altwagen unD AlträDer, für Die Die Kraftfahrzeugfteuer nicht abgelöft worDen ist, finD nach wie vor kraftfahrzeugsteuerpflichtig. Die Frist, innerhalb Deren Der Antrag gestellt roerDen mußte, lief bis zum 1. Oktober 1933. Heute ist eine Ablösung nicht mehr möglich.
anschloß; eine ausgezeichnete Leistung, Deren gefühlvolle, klare und reine Darbietung Dem Solisten starken Beifall brachte. Weiter wurde luftig und wirkungsvoll zum Vortrag gebracht ein mittelalterliches Ton bild „Landsknechte auf dem Marsch", während Puccini mit Szenen aus der Oper „Madame Butterfly" vertreten war. Ganz ausgezeichnet feiner Wirkung hervorragend war Das Pot- über Wiener Meisteroperetten, mit Dem Der
Wer die Saar schützt, schützt Deutschland!
Die deutschen Gaue rüsten begeistert zur Saarfahrt nach Mainz.
Sprechstunden^ L? V &WtaT&nUnteranne. Der Bedau-
ücher Ministerialabteilunqen und des Personalamts crnswerte wurde von der Freiwilligeni Samtats X um Samstau. 19. Mui. aus. Kolonne nach der Chirurgischen Klm.k gebracht.
schastliche Zusammenkunft auf Dem Schiffenberg vorgesehen. Es wirD Damit gerechnet. Daß sich sämtliche Ortsgruppen Des LanDesverbanDes Hessen an Dem Fest beteiligen, außerDem auch Die benachbarten Ortsgruppen Des LanDesverbanDes Hessen- Nassau. Möglicherweise roerDen am gleichen Tage auch noch Fahnen anDerer Ortsgruppen hier geweiht. Für Die auswärtigen Festteilnehmer ist Verpflegung aus Der FelDküche vorgesehen. Die Feier soll gleichzeitig eine machtvolle KunDgebung für Den Wehrwillen unD für Den ReichstreubunD ehemaliger Berufssoldaten sein.
Gietzener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 17. Mai. Aus Dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, oas PfunD 1,30 bis 1,35 Mark, Kochbutter 1,10 bis 1,15 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inlanDi^e) Klasse S 10/-2, Klasse A 10, Klasse B 9^, Klasse C 9, Klasse D 8%, Wirsing (frisch), das PfunD 20, Spinat 10 Spargel 30 bis 50, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln (neue) 15, Rhabarber 8 bis 10 Kartoffeln 3H JL Der Zentner 3,20 bis 3,30 Mark, Aepfel, Das PfunD 20 bis 30 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Salat 10 bis 15, Salatgurken 40 bis 50, Oberkohlrabi Io bis 20, Lauch 5 bis 10, Rettich 15, Sellerie 10 bis 35, Radieschen, das Bund 8 bis 10, Rotkraut, das Pfund 15 Pf.
Bornottzen.


