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Nachdruck verboten!

16. Fortsetzung.

Ein Volk! Ein Führer!

Ein millionenfaches Za!

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Von einem Fahrtteilnehmcr wird uns berichtet: Mit 25 Teilnehmern starteten wir zum fest­gesetzten Tage, einem Samstag, früh in Gießen, um uns in Frankfurt im Haus der Deutschen Arbeit nut den übrigen Schwarzwaldfahrern zu treffen. Etwa 1000Freudesuchende" aus dem ganzen Gau Hessem Nassau versammelten sich hier, um die Fahrt nach dem Süden anzutröten. In einem Propaganda­marsch, voran eine schneidige Musikkapelle, ging es zum Bahnhof, wo die Teilnehmer rasch in den ihnen angewiesenen Wagen des Sonderzuges untergebracht

Erlebnis.

Die nächsten Tage gestalteten sich dann sehr ab-

in seiner Weihepredigt die Kirche als Predigt-, Frie­dens- und Segensstätte, die immer und jedesmal dem Besucher etwas zu geben hätte. Er dankte sei­ner Gemeinde für die bjsher der Kirche bewiesene Treue und schloß feine zu Herzen gehende An­sprache mit der Bitte, auch in der Folgezeit diese Treue zu halten und dies durch eifrigen Kirchen­besuch zu beweisen. Eindrucksvolle gesangliche Dar­bietungen- des Männergesangvereins unter Leitung des Dirigenten W. Leib (Gießen) sowie des Ge­mischten Chores unter Leitung von Fr. Alten­heim e r umrahmten die Feierstunde in würdiger Weise. Orgel und Posaunenchor begleiteten in har­monischem Wechsel die gemeinsamen Lieder. Nach gemeinsam gesprochenen Vaterunser gab der Orts- geistliche der Gemeinde den Segen und dann been­digte die Gemeinde mit dem stehend gesungenen Lied:Nun danket alle Gott" die erhebende Feier, die den Teilnehmenden noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die Wiederinstandsetzung unserer

Kirche ist ausnahmslos durch ortsansäs­sige Handwerker erfolgt, die die Arbeiten ge­meinsam ausführten. In opferwilliger Weise hat sich die Einwohnerschaft unseres Ortes an der Geldbeschaffung beteiligt, indem sie 750 RM. durch freiwillige Spenden aufbrachte. Den gleichen Betrag hat die Zivilgemeinde zur Verfügung ge­stellt, ferner hat die 'Provinzialkirche eine Beihilfe von 700 RM. sicher Aussicht gestellt. Der Baukosten­

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Fritz Farnhorst sah ganz klar mitten in die Ver­hältnisse hinein. Ein alter Mann hatte eine blut­junge Frau geheiratet. Und nun wuchs das Kind dieser Ehe ohne Eltern auf, weil zufällig die junge Mutter jung hatte sterben müssen.

Und Nora Nordstrom sorgte für diese junge Schwestek, verbannte sie in das kleine Haus zu einer alten, freundlichen Frau, um sie gegen alles

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i>as Berufsbildungsamt Hanau, Kreis­betriebsgemeinschaft 17 Handel, Fachgruppe Gast- stättengewerbe.

Für Gießen, Friedberg, Wetzlar, Dillen­burg, Biedenkopf und Alsfeld ist das Berufs- b i l d u n g s a m t Gießen, Kreisbetriebsgemein­schaft 17, Handel, Fachgruppe Gaststättengewerbe, ..... r'ir Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Schotten und Büdingen

Mi ich hin.

Vornan von Gert Gothberg.

llrheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.)

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Beschluß der Reichsregierung zur Serbelführua- einer Dolksabstimmung.

vom 2. August 1934.

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Die Reichsrrglerung

Der Stimmzettel am is. August

So muh das Kreuz gemacht werden!

Gegend.

Eine angenehme Ueberraschung erlebten wir, als uns mitgeteilt wurde, daß eine billige Sonderfahrt an den Bodensee durchgeführt wird, die dann auch zur größten Zufriedenheit verlief. Leider setzte die beiden letzten Tage Regen ein. Aber das trübte nicht die glänzende Stimmung. Hat dies doch auch etwas schönes für sich, wenn die Wolkenfetzen an den steilen Berghängen emporjagen und die herr­lichen Tannenwälder des Schwarzwaldes nach längerem Regen einen besonders würzigen Duft ausatmen. Viel zu schnell gingen diese schönen Tage vorüber und nur schweren Herzens nahmen wir Abschied von unseren Wirtsleuten, die uns so glän­zend untergebracht und verpflegt hatten. Wo man auch hinhörte, alle waren sehr zufrieden. Manche Bekanntschaften und Freundschaften wurden an- ^Die^ Rückfahrt ging wieder über Basel. In Frei­burg hatten wir einen mehrstündigen Aufenthalt, der uns Gelegenheit gab, die Sehenswürdigkeiten dieser schönen Stadt kennenzulernen.

Wir alle, die wir an dieser Fahrt teilnehmen durften, haben die schönsten Eindrücke aus den Schwarzwaldbergen mit in unsere Heimat genom­men. Noch lange wird uns dieser Urlaub in an­genehmer Erinnerung bleiben. .

Besonderer Dank gebührt der NS.-Gememschaft Kraft durch Freude", die es jedem Volksgenossen ermöglicht, unser schönes Vaterland kennenzulernen."

2*

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Böse zu schützen. .

Soll ich Ihnen unser Haus zeigen?

Ja, denn ich begleite Sie sowieso bis vor die Tür, damit Ihnen nichts zustößt", sagte er fest.

Helge lachte übermütig, und ihre weißen kleinen Zähne blitzten. ... _.

Wenn Tante Greta daheim wäre, durften Sie es trotz der guten Absicht bestimmt nicht tun."

Es klang übermütig. Seltsam, wie warm ihm ums Herz wurde unter diesem frohen, jungen ' Mädchenlachen!

Sie schritten jetzt flott nebeneinander dahm. Und da brr Weg schmal war, berührten sie sich zuweilen. Dann sah Helge lachend auf. Ein fröhliches, lachen­des Kind! Er aber spürte ein eigentümliches Gefühl in sich.

Plötzlich hemmte er den Schritt. Atemlos von her Schönheit, die sich vor ihm ausbreitete. Von hohen, alten Tannen aus dem Hintergründe her beschattet, lag ein kleines Haus vor ihm.

nere unseres Gotteshauses eine vollkommen neue Ausmalung erfahren. In besonders schöner und würdiger Weise sind die Orgel und die Kanzel her­gerichtet worden. Letztere hat ein hiesiger Kunst­maler mit drei eindrucksvollen Christusbildern ge­schmückt. Im übrigen hat man auf die früher üb­liche Ziermalerei Verzicht geleistet und mehr Wert auf eine harmonische Farbenflächenwirkung gelegt, was auch durch den Einsatz besten Könnens erreicht worden ist.

Derufsbildungswesen des deutschen Gaststättengewerbes. Wie bekannt, sind im Gaststättengewerbe Einstellungen von Lehrlingen ab 1. April 1934 nur zulässig auf Grund des vom Zentral-Berufsbil- dungsamt für das deutsche Gaststättengewerbe her- ausgegebenen Lehr Vertrages. Lehrlinge aus- bilden kann in der Zukunft nur derjenige, der im Besitz der Meisterurkunde ist. Anträge auf Zulas­sung' zur Meisterprüfung, sowie Lehrverträge find bei' den zuständigen Berufsbildungsämtern anzu­fordern.

wechflungsreich. Der Besitzer des Gasthauses ,Lur Krone" Opa Gies hatte ein sehr reichhaltiges Pro­gramm aufgestellt und stellte sich trotz seines hohen Alters stets zur Verfügung, um uns diese schone Gegend zu zeigen. Eine Autorundfahrt brachte uns durch die schönsten Teile des südlichen Schwarz­waldes: Todtmoos, St. Blasien, Schluchsee, Titisee, Neustadt, Feldberg, Todtnau und Schönau. Dort be­suchten wir das Geburtshaus und Grab Albert Leo S ch l a g e t e r s. Die Besichtigung einer größeren Spinnerei und Weberei in Rohmatt gab den Teil­nehmern einen Einblick in die Industrie der dortigen

Ein Haus?

Ein Märchen war es!

Rosen! Nichts als Rosen! Sie umlagerten das Haus, sie rauften sich bis zum niedrigen Dach empor, sie guckten in die Fenster, sie krochen über die Mauer, die rings den Garten umgab. Und zwischendurch machten sich noch Obstbäume breit, strebten Beerensträucher und schlanke Stauden in die Höhe. Ein großer, zottiger Hund kam an­gelaufen, knurrte bösartig und lief dann wieder davon, als Helge ihm zurief:

Volk, nicht böse fein! Ist doch nur em guter Freund!"

Und bei diesen Worten streichelte Helge mit ihrer kleinen Hand über die Schulter des Mannes hin­weg, um dem Hunde zu bedeuten, daß er beruhigt sein könne. r, ...

Fritz Farnhorft aber war schnell zur Seite ge­treten, und die kleine Hand fiel von feiner Schulter. Da wurde das Mädchengesicht unendlich traurig. Helge ging hinein in den Garten.

.Wenn Tante da wäre, dürften Sie mit uns Kaffee trinken. So aber müssen Sie draußen bleiben. Leider!" ,, ...

Vom Hause her kam schnell eine alte, weißhaarige Frau, in blendend weißer Schürze und ebensolchem Leinenhäubchen. ,,

Fräulein Helge? Bitte, kommen Sie schnell! Wenn das die Frau Tante wußte!"

Helle Angst klang aus der bruchigen Stimme. Da lachte Helge wieder hell und jauchzend.

Mitglieder des Reichslustschuhbundes! Am Sonntag, 19. August, legt das gesamte deutsche Volk fein einmütiges Bekenntnis zu Adolf Hitler ab.

Auch für die Mitglieder des RLB. gibt es nur einen Führer und einen Reichskanzler Adolf N Geschaffen zeigt das gesamte deutsche Volk am Abstimmungstage der Welt, daß es geschlossen als Gefolgschaft hinter Adolf Hitler marschiert und bereit ist, ihn in seiner großen Ar- beit zur Gesundung des deutschen Volkes zu unter- stützen.

Mitglieder des RLB., macht Eure Freunde, Ver­wandten und Bekannten auf ihre Pflicht aufmerk, fam. Dom RLB. wird keiner fehlen! Wir stehen zum Führer und Reichskanzler und stimmen mit3 a".

Der Landesgruppenfuhrer.

Erlaß des Reichskanzlers zum Vollzug des Gesetzes über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs vom l. August 1934 lReichsgesetzbl.I S.747).

vom 2. August 1934.

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Sie kennen meine Schwester, Herr Farnhorst?

Ja! Ich habe habe Ihre Frau Schwester fingen hören. In Deutschland. Und nun sah ich Sie! Und Sie sahen der großen Künstlerin so ahnlw), daß ich Sie unwillkürlich fragen mußte, ob Sie nicht irgendwie zu ihr gehören."

Auf dem jungen Mädchengeficht lag schon wieder strahlende Lebensfreude.

Nun ist die Frage gelöst! Meine Schwester ge­fällt Ihnen wohl sehr, Herr Farnhorst?'

Ja! Ich glaube, sie wird von allen Menschen verehrt, die sie je gekannt haben."

Harmlos sagte Helge: . . r ,

Ja! Meine schöne Schwester Nora wird sehr geliebt. Immer bekommt sie Heiratsantrage. Aber Tante Greta meint, Nora wird nie wieder heiraten.

Fritz Farnhorst fragte nach einer Weile: Kommt Nora Nordström nächstens hierher.^ Nein, leider nicht! Obwohl ich mich unbändig 1 freuen würde, Sie hätten sich wohl auch gefreut .*

Sehr hätte ich mich gefreut", sagte er lurigsam.

,Das ist nun schade. Sie reifen wohl bald wieder ab?"

Das ist noch ungewiß." , ... ,

Nachdenklich sah er in das reizende Madcyen- gesicht. Nach einer Weile fragte er: .. .

Darf ich fragen, wie alt Sie sind, Fraulein Helge?" . , , s

Siebzehn! Leider! Man behandelt mich als Äinö Aber daran ist Nora schuld. Sie bezahlt alles für mich, für Tante Greta gleich mit unser ganzes Leben bezahlt sie! Jawohl, eine Schande ist es, datz wir ihr alle auf der Tasche liegen. Und ich kann auch fingen! Aber Nora hat bestimmt, daß ich niemals zur Bühne gehen darf."

Ihre Frau Schwester meint es sehr, sehr gut mit Ihnen, Fräulein Helge." h

Ich weiß es! Oh, wie gut ich das weiß! Und , Nora hat mir verboten, mich mit fremden Herren r zu unterhalten. Aber Sie sind ja kein Frem ' 1 Sie Nora kennen. Das heißt - haben Sie meinc schöne Nora nur auf der Bühne oder im nonzerr-

lafte huschen, die offenbar das Drahtseil ih Ürner Höhe von 60 bis 70 Zentimeter gespannt I!rj. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gang.

jaal gesehen und gehört?" *

Nein! Ich lernte Ihre Frau Schwester m ein r Weihnachtsnacht kennen, als sie nut ) ,

eine Panne erlitten hatte und td) il)r bei en_öuirfk

Oh wie schön von Ihnen! Erzählen Sie nur bitte noch ein bißchen aus jener Weihnachtsnacht. ^u7dL^ulH-r?n^rL'N°rdström-. Mer Oie ^ZrL-d^L/und^lLn sich fcb-V-

"Fräulein Helge, Sie leben ganz allem mit Ihrer $r%i|Xa^n Tante Gretas kleinem Haus. Hier nennen alle Leute das Haus .Das Rch-nn-st- well Pr. niofp niele Rosen es umranken. Meine Eltern starben als ch qan.l klein war. Mama war Papas zweite Frau. Nara und 6nt haben em- andere Mutter."

wurden.

In bester Stimmung, das schöne Wetter tat das übrige dazu, begann die Fahrt. Bald erreichten wir die Äergstrahe. Heidelberg erscheint in der Ferne. In Karlsruhe empfängt uns eine Kapelle des Ar­beitsdienstes. Weiter geht die Fahrt nach Süden. Bald tauchen die Schwarzwaldberge auf, die immer höher anfteigen. Fern im Westen ragen hie Vo­gesen empor. Ein prachtvoller Anblick! Schon ist her Kaiserstuhl in Sicht, ein erloschenes Vulkangebirge, has sich unmittelbar aus der Oberrheinischen Tief­ebene hervorhebt. Heber Freiburg geht die Fahrt, vorbei an hem über 1400 Meter hohen Belchen, dem schönsten Berg des Schwarzwaldes. Gegen Abend erreichten wir Basel. Nun geht's das herrliche Wie­sental hinauf m den Schwarzwald hinein. UeberaU stehen Volksgenossen, die uns fröhlich zuwmken. Endlich haben wir die Endstation Zell im Wiesen­tal erreicht. Dort ist großer Empfang durch die Kreisleitung und den Bürgermeister der Stadt Zell. Auch hier ist alles auf das beste organisiert. Genü­gend Kraftwagen stehen bereit, um die Urlauber in ihre Unterkunftsstätten, z. T. in entlegene, aber um fo schönere Schwarzwalddörfer zu bringen.

Schon während der Bahnfahrt bekam jeder seinen Quartier- und Verpflegungsschein. Die Gießener Teilnehmer waren in den herrlich gelegenen Dörf­chen Rohmatt und Häg untergebracht. Schon die nächtliche Autofahrt von Zell in diese ungefähr 700 Meter hoch gelegenen Dörfer war ein schönes

Marburg, 15. Aug. Vor der Großen 5 rask ammer hatte sich gestern der 19jährige !)tb Palmerich aus Bottenhorn (Kreis Bieden- :of) wegen Sittlichkeitsverbrechens in Iflrtgef efcter Handlung zu verantworten.

zur Beweisaufnahme die Vernehmung von etwa ,v Zeugen notwendig erschien, hatte sich das Ge- ritft aus Ersparnisgründen nach Bottenhorn de- ae cn wo die Verhandlung unter Ausschluß der >fentlichkeit stattfand. Der Angeklagte wurde zu b et Jahren Gefängnis verurteilt. Autzer- beh ordnete das Gericht für ihn die Sicher-

Aber Tora, er ist doch kein Menschenfresser? Er kennt meine Schwester Nora!"

Das ist etwas anderes. Herzlichst guten Tag!

Die alte Haushälterin von Haus Ornslö hatte es freundlich gesagt. Und ihre farblos hellen Augen blickten prüfend auf den hochgewachfenen Fremden.

Die Prüfung mußte gut ausgefallen fein, denn Tora nickte noch einmal freundlich und ging wieder ins Haus zurück. Von ihrem Küchenfenfter aus konnte sie ja auch ganz gut noch ein bißchen aut- paffen. Aber es gab ja schließlich nichts mehr aufzu­passen, denn wenn der Herr die gnädige Frau Nora kannte?

Tora rupfte emsia ihre Tauben, die es zum Abendessen geben sollte. Draußen an der mebriaen Mauer, mitten zwischen weißen, duftenden Rosen, lehnten zwei junge Menschen und plauderten.

Aber das junge blonde Mädchen hatte keine Ahnung, wie es im Herzen des Mannes aussah.

Fritz Farnhorft dachte: Nora hat mich nicht auf- richtig geliebt. Sie hat nur ein Spiel gewollt. Nur ein Spiel! Sie war zufällig Weihnachten allem. Und da kam es. Und ich? Ich habe gelitten um diese Frau! Aber ich könnte ja jetzt ich könnte ihr das Spiel heimzahlen! Nein, nicht fo! Aber sie könnte es nicht hindern, wenn ich ihre junge Schwester mir zur Frau nehmen würde.

Farnhorft lächelte.

Nora Nordström könnte es nicht hindern? Oh, sie konnte es! Denn sie brauchte ihre junge Schwester nicht einem Manne zu geben, der nichts war. Der keine Stellung hatte, der vor kurzem in traurige Geschehnisse verwickelt worden war. Nein, Nora blieb die Stärkere! Und zudem er liebte sie noch immer! Schon aus diesem letzten Grunde war sie geschützt.

Helge sagte:

Jetzt haben Sie böse ausgesehen. Oder viel- mehr so finster, als hätten Sie an etwas Häßliches gedacht." . ..

Seine großen grauen Augen blickten ernst m die­jenigen des Mädchens. Dann sagte er:

Ich dacht« an etwas Wunderschönes! Aber das schließt nicht aus, daß es dennoch für mich nur eine trübe Erinnerung birgt."

Ja, es gibt wohl draußen in der Welt viel Schweres. Darum will Nora, daß ich f)ier m unserem Ornslö bleibe und die böse Welt gar nicht erst kennenzulernen brauche. Aber Nora ist immer ha draußen. Sie fürchtet sich nicht, meine schone, gute Nora!" , , ....

Fritz Farnhorst dachte, daß ihn letzt etwas ganz fest mit diesem jungen Mädchen hier verband.

Die gemeinsame Liebe für Nora!

Aber das durfte niemand wissen. Es genügte, wenn er allein es wußte. Aller Groll gegen Nora war fort. Nur die große, übergroße Liebe blieb.

(Fortsetzung folgt.)

fragte er noch einmal.

Der ist nicht weiter schön. Helge Nordström he^iße. ich."

Also doch!

Helge Nordstrom!

Sie war also doch eine Verwandte Noras!

Ich danke Ihnen, Fräulein Helge. Haben Sie eine Schwester?"

Ja! Meine schöne, meine herrliche Schwester ff oral"

Er schwieg! Schwieg überwältigt still. Und auch bns junge Geschöpf wurde still. Es sah mit Noras n underschönen blauen Augen zu dem Manne ernst- hiift auf.

fahrt gegen Stellwerk.

Frankfurt a. M., 15. Aug. (LPD.) Heute «kn 9 Uhr überfuhr am hiesigen Hauptbahnhof

Rangierabteilung einen Prellbock. Die Loko - in tive rannte dabei gegen das Stell- virk, das durch den heftigen Anprall riistürzte. Die im ersten Stock des Werkes be- jefr fügten Stellwerkarbeiter, der 38jährige Philipp N del aus Gensrod bei Gelnhausen und der 32iibrige Gottlieb Dehler aus Kloppenheim bei ß Del wurden in die Tiefe geriffen, unter dem Dl i u e r ro e r t begraben und schwer ver -

L ü tz e l l i n d e n, 12. Aug. Unter außerordent- lic starker Beteiligung der Gemeindeglieder und liier auswärtiger Gäste wurde hier heute die feier lile Weihe unseres neuinstandgefetzten Gvtteshaufes oorgenommen. Schon feit Pfing- ftei hatten die sonntäglichen Gottesdienste im Freien olzehalten werden müssen und die mit Spannung erwartete erste Wiederbenützung brachte einen Be-

Da vorn rannte sie. Gerade verschwand sie um K>ir Ecke, wo der spitze Felsen wie ein altes, riesiges, verwittertes Großvatergeficht herausragte. Mit einigen langen Schritten hatte Farnhorft das Mädel eingeholt. Sie blieb stehen, schlug die Hände vor bis Gesicht. Aber wie Reue sah es trotzdem nicht ans. Eher konnte er denken, daß sie lachte. Da m hm er dem Mädel die Hände vom Gesicht.

Hallo, Sie werfen die Leute mit Steinen? Ich

«Er starrte in das blühende, schöne Jungmädchen- aifficht. Zug um Zug, sogar die wundervollen Augen waren es, erinnerte dieses Mädchen an Nora! Nein, als ob sie selbst es wäre!

Er atmete schwer. .

Doktor Farnhorst! Ich wäre Ihnen sehr benfbar, wenn Sie mir Ihren Namen auch nennen mürben, mein gnädiges Fräulein."

Utun platzte sie laut heraus vor Lachen.

Gnädiges Fräulein sagen Sie zu mir? Oh, wenn Tante Greta'das hörte! Und wenn Sie wüßte, daß it| hier mit Ihnen wissen Sie, man hält mich hxr nämlich gefangen. Ich muß immer im Garten faeiben. Er ist ja schön, unser Garten, aber ich Inochte doch auch ab und zu einmal heraus nicht llwhr? Und heute paßte es so schön. Tante Greta isi zu ihrer Base gegangen. Da trinken sie ewig lange Kaffee und plaudern. Und da hab ich so viel Zsit. Eigentlich soll ich auch dann den Garten nicht o rlassen, aber es ist so schön hier draußen. Und nun hab ich Sie getroffen. Das ist noch viel, viel scvöner."

Er hörte das herzliche naive Bekenntnis nicht einmal. Seine Gedanken kreisten wild. Wer war Oefes Mädchen, das Nora Nordström so ähnlich sah?

Bitte, darf ich Ihren Namen nicht wissen?"

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sich? wie man ihn seit langen"3af)ren nicht erlebt zuschuß seitens her fftegierung betrug runb 500 RM. j zuständig; für hip. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Koch, schilderte Neben anderen kleinen Veränderungen hat das In- ^ " u t er^v ^cy,

Gießener fahren mitMft dnrchFrende WMLMML m den Schwarzwald.

X Bruches des Bodens derart unglücklich in em ff .werk, daß ihm das Bein von dem Zahn- XTebe oberhalb des Knies glatt a b- Xsf en wurde. Trotz feiner furchtbaren Ver­ena hatte Daniel noch soviel Geistesgegenwart, iaß er sich m i t d e n H ä n d e n a u s d e m W a l z- v er k herauszog. Nur so konnte er sein Leben ein Nach der Ueberführung ms Krankenhaus te dem Verunglückten sofort das Bein ampu-

;PD. Buchenau, 15.Aug. Der trockene Som- inc dieses Jahres hat die Vermehrung der Ä l d s ch w e i n e in den Hinterländer Bergwal- »en sehr begünstigt, so daß die Tiere jetzt riDelweise austreten und die anliegenden Ikider Heimsuchen. Um den Schädlingen möglichst Er halt zu gebieten, hat man jetzt oberhalb unseres Xrfes an der Waldgrenze ein viele hundert Ute ter langes Gatter errichtet.

Dillkreis.

LPD. Herborn, 11. August. In der Nähe der Wo mmelshausener Hütte stießen zwei igjlo torradsahrer in voller 8 uhrt zu- fammen. Einer wollte den anderen überholen. IImut eine wurde derart schwer verletzt, daß er in die Marburger Klinik gebracht werden mußte, ,fce: anderen kam mit leichteren Verletzungen davon.

Kirche und Schule.

Einweihung der wiederhergesteltten Kirche in Lützellinden.

H tzMnwfl Du, deutscher Mann, und Du, deulsche Frau, 11 der in diesem «esetz getroffenen Regelung zu! 11

Stein