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dann (legt In dieser Feststellung die Anerkennung des deutschen Charakters der Bevölkerung.

DieD e u t s ch e Fron t" schreibt zu dem Brief des Präsidenten Knox: Herr Knox vertritt den Standpunkt, daß sich die Lage an der Saar in den letzten Wochen verschärft habe. Wir b e st r e i - t e n dies, wenn wir auch zugeben, daß eine An­zahl (Emigranten mit Unterstützung loth­ringischer und Luxemburger Marx!» st e n unter dem Regime hiesiger Marxistenführer versucht haben, das Saarvolk zu provozieren.

Die richtigste Methode jedoch wäre unseres Erachtens das Unterbinden der Einreise dieser marxistisch-separatistischen Demonstranten jeweils von den Grenzen nach Lothringen und Luxem­burg und das Entfernen zum mindestens jener Emigranten, die unter keinen Umständen Ruhe geben wollen.

Was den Vorwurfdeutscher Querverbindungen" zwischen Deutscher Front und Reichsstellen betrifft, so wollen wir, ohne auf diese Behauptungen em- zugehen, nur daran erinnern, welcheQ u e r ver­bi n d u n g e n" nach Frankreich zum Beispiel festzustellen wären _bei Haussuchungen in den Räumlichkeiten der Separatisten!

Beunruhigung in Genf.

London, 15. Aug. (DNB.-Funkspruch.) Der Genfer Korrespondent derDaily Mai l" meldet, die Nachricht, daß die Regierungskommission des Saargebietes eine besondere Polizei macht von 2000 Mann verlangt, habe in den Wan­delgängen des Völkerbundes große Auf­regung hervorgerufen. In maßgebenden Kreisen ist man sich über die Gefahren der Aufstellung eines besonderen, aus Staatsangehörigen neutra­ler Länder bestehenden Polizeikorps im Saar­gebiet völlig klar.

(Sin berechtigter deutscher Protest.

Saarbrücken, 11. Aug. (DNB.) Die Lan­desratsfraktion der Deutschen Front hat am Dienstag aus P r o t e st gegen die von der Regierungskommission geduldeten Angriffe auf den verewigten Reichspräsidenten und den Reichskanzler und die entgegen der rich­terlichen Entscheidung aufrechterhaltene Beschlag­nahme der Akten der Deutschen Front die Sit­zung des Landesrates verlassen.

Verboten.

Saarbrücken, 14. Aug. (DNB.) Die Regie­rungskommission hat die sozialdemokratische V o l k s st i in m e" auf die Dauer von fünf Ta­gen verboten. Das Verbot erfolgte wegen zweier Artikel, in denen der Führer Adolf Hitler in der gemeinsten Weise beschimpft und ver­leumdet wird.

Holländisches Zivangscleanng gegenüber Deutschland.

Haag, 15. Aug. (DRV.) 3m Niederländischen Staatsanzeiger wurde ein königlicher Beschluß ver­öffentlicht, durch den mit Wirkung ab 15. A u g u st das vom holländischen Parlament genehmigte Devisen-Elearing-Geseh auf den Zah­lungsverkehr mit Deutschland angewen­det wird. Demzufolge muß für alle vom 15. August ab aus Deutschland in Holland einge­führten Waren die Bezahlung an die Nie­derländische Bank geleistet werden, die ihrer­seits für die Verrechnung mit der Deutschen Reichs­bank Sorge trägt.

Die Einführung dieses Zwangsclearings wird damit begründet, daß auf diese Weise eine schnelle Liquidation des von der Niederländischen Bank bei der Deutschen Reichsbank unterhaltenen Sonderkontos erleichtert werde. Zunächst hoffe man, den in der letzten Zeit stark in die höhe gegange­nen holländischen Saldo bei der Reichsbank herab­drücken zu können. Die amtliche Verlautbarung be­sagt, daß die deutsche Regierung von dieser Wah- nahme in Kenntnis gesetzt worden sei.

Beurlaubung für den Reichsparteiiag.

Berlin, 14. Auq. (DNB.) Der Reichsorbeits- Minister und der Äeichswirtschaftsminister teilen mit:

Im Hinblick auf die Bedeutung des Partei­tages der NSDAP, wird den Betriebs- l e i t e r n empfohlen, wie im vergangenen Jahre, Gefolgfchaftsmitgliedcrn, die laut Bescheinigung der zuständigen Parteistellen für die Teilnahme an dem Parteitag vorgesehen sind, den erforderlichen U r I a u b zu gewähren.

Berichtigung.

Das Gaupresseamt sieht sich veranlaßt, zu der am 7. August in verschiedenen Zeitungen erschie­nenen Notiz:Erfunden und Erlogen" folgende Klarstellung zu geben: Die den Reichsjugendführer Baldur von Schirach betreffenden lügnerischen Behauptungen, die durch ausländischen Rundfunk

verbreitet wurden, sind nicht auf die Tätigkeit des Luxemburger Senders zurückzuführen, son­dern auf denfeiner Wahrheitstreue wegen allseits geschätzten und beliebten Straßburger Sen­der". Der Luxemburger Sender legt anscheinend mit Recht Wert darauf, mit dem Straßburger Sen- der nicht verwechselt zu werden.

Amerika

baut 24 neue Kriegsschiffe.

Washington, 15. Aug. (DNB. Funkspruch.) Vom 15. August ob nimmt das Warinedepartement Angebote für vebernahme des Baues von 24 neuen Kriegsschiffen entgegen. Es handelt sich um vier Kreuzer von je 10 000 Tonnen, 14 Zer­störer und sechs U-Boote.

Aus aller Welt.

Graf Zeppelin" in Friedrichshafen gelandet.

Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist am Dienstag um 23.25 Uhr unter der Führung von Kapitän Lehmann nach feiner fünften Süd­amerikafahrt auf dem Werftgelände in Friedrichs­hafen glatt gelandet. An der Fahrt von Per- nambuco nach Friedrichshafen nahmen 14 Personen teil. Ferner brachte das Luftschiff 130 Kilogramm Post und 10 Kilogramm Fracht mit.

Zwei Paddler im Rhein ertrunken.

Dieser Tage unternahmen zwei Oestricher Ein­wohner, der 65jährige Glasermeister Franz Fied - l e r und die 25jährige Büroangestellte Elisabeth Schweikhardt, eine Paddelbootfahrt auf dem Rhein, von der sie nicht mehr zurückgekehrt sind. Das Boot wurde jetzt im stillen Wasser an der Mariannenau angetrieben. Von den beiden fehlt jede Spur. Vermutlich ist das Boot gekentert und beide Insassen sind dabei ertrunken.

Lin weiteres Todesopfer des Eisenbahnunglücks in Halle.

Der bei dem Eisenbahnunglück in Halle schwer­verletzte Rangierarbeiter Richard Ohme, beschäf­tigt beim Güterbahnhof Halle, wohnhaft in Halle- Trotha, ist nach Mitteilung der Chirurgischen Kli­nik in Halle g e ft o r b e n.

Grohseuer in einer Lokomotivsabrik.

Auf dem Fabrikgebäude der Lokomotivfabrik von Orcnftein & Koppel in Nowawes bei Potsdam brach ein Großfeuer aus. Die Feuerwehren von Nowawes, Potsdam und Neubabelsberg kämpften mit Schläuchen größten Kalibers eine Stunde lang gegen das rasende Element, ehe sie die Flammen soweit eingekreist hatten, daß eine weitere Verbrei­tung des Feuers unmöglich wurde. Die alte Kupfer­schmiede, der Führerhaus- und Rahmenbau sind vom Brande schwer betroffen und sehr stark in Mit­leidenschaft gezogen. Diese Arbeitsstätten wurden sofort in andere, vom Feuer nicht betroffene Werk­gebäude verlegt, so daß keine Betriebsunterbrechung eintritt. Der Schaden beläuft sich auf etwa 80 000 Mark.

Drei Todesopfer durch Pilzvergiftung.

Die in Groß-Neukirch (Kreis Kofel, O.-S.) woh­nende Familie I a k u w ie tz wurde von einem schrecklichen Unglücksfall heimgesucht. In der vergangenen Woche hatte der Sohn der Witwe Ja- kuwietz Pilze aus dem Walde heimgebracht. Nach dem Genuß des Pilzgerichtes stellten sich bei den drei Familienmitgliedern schwere Vergiftungs­erscheinungen ein, denen die Witwe, die Schwiegertochter und der Sohn zum Opfer fielen.

Ztvei deutsche Bergsteiger an der Jungfrau tödlich abgestürzt.

Dieser Tage sichteten Bergführer vom Jungfrau­gipfel aus auf dem Jungfraufirn einen leblosen menschlichen Körper. Eine sofort alarmierte Ber­gungskolonne stellte fest, daß zwei deutsche Touri­sten, die führerlos eine Gipfelbesteigung hatten unternehmen wollen, tödlich abgestürzt waren. Die zweite Leiche lag etwa 30 Meter tief in einer Gletscherspalte. Die beiden Toten wurden gebor­

gen und noch am Abend nach Lauterbrunnen ge­bracht. Bei dem einen fand man einen Paß, lau­tend auf Wilhelm Kraus aus Nürnberg, von Beruf Dreher, geboren 1908, bei der zweiten Leiche wurden keine Papiere gefunden; sie sind vermut­lich beim Absturz verlorengegangen. Doch fand man ein beschriebenes Stück Papier an der Absturzstelle, wonach es sich um einen gewissen Karl Mayer aus Friedrichshafen handeln dürfte.

Der Tod in den Bergen.

Auf der Dreitorspitze sind zwei Münchener Berg­steiger namens Kugler und Schweditsch tödlich abgestürzt. Kurz vor Erreichung des Vor­dergipfels stürzten die am Seil hängenden Männer etwa 300 Meter tief ab. Wegen des schlechten Wet­ters konnten die Leichen noch nicht geborgen werden.

Kürzlich wurde in einer Gletscherspalte des Domegipfels im Mont Blanc-Gebiet die Leiche eines Bergsteigers gefunden, von der vermutet wurde, daß es sich um Franz Kainzbauer aus Wien handelt, der seit einem Jahr vermißt wurde. Nunmehr hat die Mutter des Vermißten einwand­frei festgestellt, daß die Leiche die ihres Sohnes ist. Frau Kainzbauer hatte sieben Kinder, die alle in den Bergen den Tod fanden. Franz Kainzbauer war ihr jüngster Sohn.

Fünf Alpinisten aus höchster Not gerettet.

Durch die mutige Tat eiryger Alpinisten wurden fünf mit dem Tode ringende Bergsteiger im Dolo­mitengebiet gerettet. Ein deutscher Alpinist, der an der Wand des Campanile Alto (Brenta-Gruppe) eine Bergsteigergruppe entdeckt hatte, die sich offen­bar in größter Lebensgefahr befand und verzweifelt um Hilfe rief, meldete feine Beobach­tungen in der Pedrotia-Schutzhütte. Eine aus italie­nischen Studenten und Bergführern zufammen- gestellte Rettungsmannschaft ermittelte bei Ein­bruch der Nacht zwei Männer und drei Frauen notdürftig angeseilt in verzweifelter Lage auf einem kaum zugänglichen Felsvorsprung. Darauf­hin erkletterte die Mannschaft trotz der Dunkelheit unter größten Anstrengungen die Wand, deren Steigung durch plötzlich einsetzenden starken Regen und Kälte noch gefährlicher wurde. Endlich gelang es, an die völlig Erschöpften, von denen ein Mann schwer verletzt war, heranzukommen. Während ein Mann der Rettungsexpedition die vier Gesun­den durch Seile sicherte und die ganze Nacht bei ihnen blieb, schafften die übrigen Mitglieder der Rettungsexpedition unter größten Mühen den Verletzten zu Tal, wo er in einer Schutzhütte in ärztliche Obhut genommen wurde. Die übrigen vier wurden am andern Morgen geborgen.

Der Führer des verunglückten Riviera-0-Zuges verhaftet.

Der Zugführer des am Sonntag bei Avignon verunglückten Schnellzuges GenfVentimiglia ist nach einem längeren Verhör verhaftet wor­den. Die Untersuchung scheint ergeben zu haben, daß die Bremsen zu spät gezogen wurden, so daß die vorschriftsmäßige Fahrtgeschwin^igkeit über­

schritten und dadurch die Katastrophe herbeigeführt worden ist.

20 Jahre Panama-Kanal.

Der Panama-Kanal begeht heute (Mitt­woch) den 2 0. Jahrestag seiner Eröffnung für den Schiffsverkehr zwischen dem At­lantischen und dem Stillen Ozean. Mehr als 80 000 Fahrzeuge haben ihn während dieser Zeit in beiden Richtungen durchfahren. Unter den ersten britischen Schiffen, die vom Westen her in den Kanal nach feiner Eröffnung am 15. August 1914 einfuhren, waren die Fahrzeuge, die die auftra- lischen und neuseeländischen Truppen nach den europäischen Schlachtfeldern brachten.

Vrasilianifcher Dampfer gesunken.

30 Todesopfer.

Nach einer Havasmeldung aus Bahia ist ein bra­silianischer Dampfer mit etwa 50 Personen an Bord auf dem Fluß San Franzisko untergegangen. 30 Personen sollen dabei ertrunken sein.

Kanadische Banditen entführen einen Brauerei­direktor.

Der Generaldirektor der Labatt-Brauerei, John Ladatt, ist während einer Autofahrt von Sar- nia nach London (Ontario) von Verbrechern entführt worden. Die Räuber übersandten nach der Tat der Familie Labatts ein Schreiben, in dem sie ein Lösegeld von 150000 Dollar inner­halb 24 Stunden fordern. Sie drohten, ihr Opfer zu töten, falls die Polizei benachrichtigt würde. Der Bruder Labatts erhielt von den Banditen die An­weisung, das geforderte Geld in Toronto von der Bank abzuheben und dort weitere Nachricht abzu- warten.

Grubenunglück bei Mukden. 23 Tote, 30 Verletzte.

In der Kohlengrube Fuschun bei Mukden kamen nach einer Meldung aus Schanghai bei einer Schlagwetterexplosion 23 Bergleute ums Leben, lieber 30 wurden verletzt.

NSDAP, und Warenhaus.

Der Gauwirtschaftsberater der NSDAP, des Gaues Köln-Aachen teilt wie uns mitgeteilt wird mit: Es besteht Veranlassung, darauf hin­zuweisen, daß die grundsätzliche Einstellung der NSDAP, zur Warenhausfrage nach wie vor dis gleiche ist, die auch im Programm der Bewegung eindeutig festgelegt ist. Es ist deshalb der Einkauf im Warenhaus mit wahrer nationalsozialistischer Gesinnung nicht zu vereinbaren. Diese Einstellung des Nationalsozialismus zur Warenhausfrage aiU für das Warenhaus schlechthin. Damit, daß gewisse jüdische Warenhäuser eine sogenannte Gleichschal­tung vorgenommen haben, deren Wert zudem zu­meist zweifelhaft ist, kann in der grundsätzlichen Einstellung selbstverständlich nichts geändert werden.

Wettervoraussage.

Der hohe Druck hat sich weiter auf das Festland verlagert und wird das Wetter freundlicher gestal­ten und tagsüber auch Temperaturanstieg bewirken. Die im Norden vorüberziehenden Störungen führen aber immer noch ozeanische Luft heran, so daß zeit­weise mit dem Aufzug gewitterdrohender Bewöl­kung zu rechnen ist.

Aussichten für Donnerstag: Teils heiter, teils bewölkt, tagsüber etwas wärmer, meist trocken.

Aussichten für Freitag: Vorübergehend Neigung zu gewittrigen Störungen, sonst wenig Aenoerung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 14. August, mittags 17,3 Grad Celsius, abends 12,3 Grad; am 15. August: morgens 13,9 Grad. Maximum 18,4 Grad, Mini­mum 11,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. August: abends 17 Grad; am 15. August: morgens 15,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 4,7 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Ver­antwortlich für Politik: I. V.: Ernst Blumschein, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den üorigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VII. 34: 10100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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