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Oberheffen.

Klein-Linden errichtet ein Kriegerdenkmal.

00 Klein-Linden, 14. Mat. Auf Ein­ladung der Ortsgruppe der NSDAP, und der Gemeindeverwaltung fand am Samstag­abend im Saale des GasthausesZur deutschen Eiche" eine Bürgeroersammlung statt, in der über die Schaffung eines Kriegerdenk­mals Bericht erstattet wurde.

Nach einleitendem Spiel des Posauenchors er­öffnete Bürgermeister Fischer die Versammlung und führte u. a. aus, daß die Gemeinde jetzt end- lich ihrer Pflicht genügen wolle, unseren G e - fallenenim Weltkrieg ein Denkmal zu errichten. Um die Mittel aufzubringen, müsse jeder Einwohner einen Geldbetrag zeichnen. Es sei dies nur ein kleines Opfer, unendlich klein gegen- über dem Opfer derer, die gefallen seien. Als Platz für das Denkmal sei die Ecke Frankfurter etrafoe» Schulstraße endgültig festgelegt, denn ein besserer Platz sei nicht vorhanden.

Sodann berichtete der Vorsitzende der Denkmal- kommission, Kaufmann Friedrich Schimmel, der als Kriegeroereinsvorsitzender mit seinem Verein sich schon jahrelang für die Schaffung eines Denk­mals eingesetzt hat, über die in der Vergangen­heit gepflogenen Verhandlungen. Er dankte allen, die sich jetzt erneut mit der Angelegenheit befassen und endlich den Bau des Denkmals beschlossen hätten.

Ortsgruppenleiter Dr. Crößmann sprach über die Kosten- und Platzfrage. Während die Ver­wirklichung der früher ausgearbeiteten Pläne etwa 20 000 RM. erforderte, solle das jetzt zu errichtende Denkmal 7000 RM. kosten. Wenn auch der vor­gesehene Platz nicht allen Anforderungen entspreche, so habe man trotzdem diesen Platz nehmen müssen, weil andere Plätze genau so wenig allen Anfor­derungen gerecht würden bzw. ihre Instand­setzung, wie z. B. beim alten Friedhof, zu große Geldsummen erforderten. Das Denkmal solle nicht nur die noch lebende Generation mahnen, sondern es solle auch noch für spätere Geschlechter stehen und von den Heldentaten unserer Gefallenen kün­den. Ferner solle das Denkmal an der verkehrs­reichen Straße die Aufmerksamkeit der Vorüber- gehenden auf sich lenken. Dr. Crößmann betonte noch, daß es nur der Einiguna in unferm Vater­land durch Adolf Hitler zu danken sei, daß der Plan jetzt endlich^ zur Ausführung gelange.

Ueber das Projekt berichtete Bürgermeister F i s ck e r an Hand des Entwurfs des ausführen­den Architekten Fischer- Gießen. Das Material des Denkmals soll aus bayerischem Muschelkalk be­stehen. Der Grundriß des Sockels mißt 3,15 Meter im Quadrat. Das Postament ist 2,40 Meter hoch, 1,75 Meter breit und 1,75 Meter tief. Die vordere Seite des Postaments trägt die Widmung:Klein- Linden seinen gefallenen Söhnen"; zu beiden Sei­ten werden auf zwei Tafeln die Namen der 50 Gefallenen der Gemeinde angebracht. Der Sockel trägt einen 2,50 Meter hohen Krieger mit Stahl­helm und einem in beiden Händen gehaltenen Ge-- wehr. Das ganze Denkmal ist also 4,90 Meter hoch. Man rechnet damit, das Denkmal noch in diesem Sommer fertigstellen zu können. Die Kosten sind zum Teil aus früheren Sammlungen schon ge­deckt, es sind 2700 RM. vorhanden, der größere Rest soll durch weitere Sammlungen aufgebracht werden.

Besondere Erwähnung verdient noch die Mit­wirkung des MännergesangvereinsArion", der den Abend mit stimmungsvoll vorgetragenen Chor­liedern ausschmückte. Der Posaunenchor begleitete die gemeinsam gesungenen Lieder. Mit dem Treu- gelöbnis für unfern Führer und Volkskanzler und mit dem gemeinsam gesungenen Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied fand der Abend seinen Ausklang.

Hassia-Zührerbesprechung in (Srünberg.

+ Grünberg, 14. Mai. Am Sonntag fand hier eine Führerbesprechung der beiden H a s s i a b e $ i r f e Grünberg und Hom­berg (Ohm) statt, zu der von der Führung des Landesverbandes der Hassia erschienen waren: Ex­zellenz von Oidtman, Landesfinanzamtsdirek- tor i. R. Linden st ruth und der Leiter der Geschäftsstelle Major von Wangenheim. Der Vertreter des Bezirks Grünberg, Lehrer Roth, be­grüßte die Erschienenen. Exzellenz von Oidtman, als Führer des Landesverbandes, sprach in länge­ren Ausführungen über die listenmäßige Erfassung der SA.-Reserve II und die ihr zukommenden Auf­gaben. Er dankte allen, die bei dieser Aufgabe mit­geholfen haben. Nach ihm sprach Herr Linden- struth über Versicherungswesen, insbesondere über das bestehende Vertragsverhältnis zwischen Hassia und einzelnen Versicherungsgesellschaften, das nun schon seit 60 Jahren, solange der Kriegerverband Hassia besteht, sich als segensreiche Einrichtung be­währt hat, da hierdurch namhafte Beträge als Rück­vergütung an die Hassia und ihre Vereine geflossen sind, die von ihnen zu Unterstützungszwecken ver­wandt wurden. Der Leiter der Geschäftsstelle, Ma­jor von W a n g e n h e i m, bat um pünktliche Er­ledigung der Meldungen, um unnötige Schreibe­reien zu vermeiden. Hingewiesen wurde noch auf die 60jährige Jubelfeier der Hassia, die am 9., 10. und 11. Juni in Darmstadt stattfinden soll. Mit einem Schlußwort des Bezirksvertreters Roth, das in ein dreifaches Sieg-Heil auf den Reichspräsiden­ten von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler ausklang und mit dem Gesang des Horst- Wessel-Liedes endete die Tagung, zu der fast alle Vereine ihre Vertreter entsandt hatten. Anschließend wurden noch einige kleinere Angelegenheiten in den beiden Bezirken geregelt.

Oberhessischer Zeuerwehrtag.

-- B a d - Na u h e i m, 14. Mai. Der 2 8. Ober« hessische Feuerwehrtag findet in unserer Badestadt vom 4. bis 6. August statt. Bis dahin ist der neue Bad-Nauheimer Festplatz, herrlich in den Taunuswäldern gelegen, fertiggestellt. Er wird für das mit dem Feuerwehrtag verbundene große Feuerwehrfest einen Rahmen geben, wie er schöner kaum gefunden werden dürfte. Unsere Bade- stadt erwartet zu der großen Veranstaltung einige tausend Feuerwehrmänner aus dem hessischen und dem nassauischen Bezirk. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr, die von den Behörden und dem Städti- chen Verkehrsamt tatkräftig unterstützt wird, ist chon bei den Vorbereitungen. In allen Festaus- chüssen wird eifrig gearbeitet. Eine Sitzung des Hauptousschusfes, in der das Fest in feinen Einzel­heiten und vor allem auch in feinem wirtschaftlichen Aufbau eingehend besprochen wurde, gab das er­freuliche Bild, daß hier ein Feuerwehrfest gestaltet wird, wie es nach Ausmaß und Umrahmung in Oberhessen bisher wohl noch nicht durchgeführt wor­den ist.

Helft der GG. in Gießen!

Gebt überflüssige Möbel

Die Jteugrupplerung innerhalb der SS. bestimmt ble Stadt Gießen zum Standort der neuen 83. SS.- Standarte.

Zur Möbelierung der neuen Stan- darten-Dienststelle reichen unsere eigenen Ullttel nicht aus, so daß wir auf die mithilfe unserer Volksgenossen angewiesen sind. Jeder weih, dah die Schuhslaffel die materiellen Grundlagen für ihr umfangreiches Aufgabengebiet aus eigener Kraft und mit Hilfe treuer, opfer­bereiter fördernder mitglieber schaffen inuh.

BJit wenden uns daher an die Bürgerschaft von Gießen und Umgebung mit der Bitte, uns durch Zurverfügungstellung von möbeln

für die neue Dienststelle!

aller Art bei der Einrichtung unserer neuen Dienststelle zu unterstützen. Jeder, auch der kleinste Gegenstand ist uns willkommen.

helfen Sie, Sie tun es nicht für uns, sondern für die Forderungder Vertrauensgruppe des Führers für besondere Aufgaben".

Ueberprüfen Sie bitte Ihre Einrichtung. Sie finden bestimmt auch noch überflüssige möbelftürfe. Benachrichtigen Sie uns bitte, damit wir die Gegenstände abholen können.

Der Führer der 83. SS.-Stanbarfe:

Schäfer, SS.-Sturmbannführer, Gießen, Polizeiamt, Telephon 2751.

Siegerehrung zum HeichsberufS- wettkampf der deutschen Jugend.

Der Bann 116 der Hitler -Jugend ver- anstaltet am Donnerstag, 17 Mai, 20.30 Uhr, im Saale des Hauses der Deutschen Arbeitsfront, Schanzenstraße, in feierlicher Weise die

Siegerehrung und Verteilung der Ehrenpreise zum Reichsberufswettkampf.

An die erfolgreichen Kämpfer aller Berufs- gruppen werden etwa 80 Ehrenpreise zur Ver­teilung kommen.

Der Musikzug und die Singschar der Hitler- Jugend wirken bei dieser Veranstaltung mit.

Alle Teilnehmer am Reichsberufswettkampf, alle deutschen Volksgenossen laben wir zu dieser Veranstaltung ein. (Eintritt frei.)

Die Teilnehmer der Hitler-Jugend am Reichs­berufswettkampf treten am 17. Mai, 20 Uhr, im Hofe des Hauses der Deutschen Arbeitsfront in vor- schriftsmäßiger Uniform an. Die betr. Hitlerjungen sind an diesem Abend vom Dienst in ihren HJ.» Einheiten befreit.

Der Führer des Bannes 116: Alfred Häuser.

Der Leiter der Abteilung III, Soz. Amt: Heinz Becker.

Oie Römerbergfestspiele.

Ganz Hessen-Nassau soll diesmal die Römerbergfestspiele sehen!

Die Landesstelle Hessen-Nassau des Ministeriums für Dolksaukklärung und Propaganda teilt mit:

Die laut Verfügung des Herrn Reichspropaganda' ministers Dr. Joseph Goebbels alsreichs­wichtig" erklärten R ö m e r f e st s p i e l e, die unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Her- mann Göring stehen, werden in diesem Jahr vom 1. Juli bis zum 31. 21 u g u ft in der male­rischen Umgebung Altfrankfurts ftattfinben.

In den amei Jahren ihres bisherigen Bestehens haben sich die Festspiele auf dem Römerberg einen großen Ruf in ganz Deutschland erworben. Der wunderbar gelegene Platz vor dem Römer, umgeben von den romantischen Häusern, Kirchen und Brun­nen, ist wie geschaffen für die Darstellung unserer größten dramatischen Kunstwerke. Beim Anblick der prächtigen Bilder und farbenfrohen Aufzüge erhebt sich vor dem Zuschauer der Glanz der alten Kaiser- und Krönungsstadt. Echter deutscher Geist und un­gebrochene Begeisterung lebt dann zwischen die­len Denkmalen deutscher Geschichte.

So sollen die Römerbergfestspiele immer mehr zu einem unverlierbaren Besitz des deutschen Volkes werben, zu einer Kraftquelle unb zu einem Brunnen unversiegbarer Freube.

In diesem Jahre, dem einhundertfünfundsiebzig- sten Geburtsjahre Friedrich Schillers, werden auf dem Römerberg drei große deutsche Dramen ge­spielt werden. SchillersJungfrau von Orleans" wird in der farbenprächtigen Ausstattung und er-

Erweiterter Licher pfingstmarkt.

* Lich, 14. Mai. Der diesjährige Licher Pfingstmarkt findet zum erstenmal in einem größeren Ausmaße als seither statt. Während sonst am dritten PfinAtfeiertag ein Schweine - und Krämermarkt, verbunden mit Ziegen- prämiierungs markt abgehalten wurde, hat dieses Jahr die Stadt Lich, jahrelangen Anregun­gen aus bäuerlichen und Viehzüchterkreisen folgend, den seither mit dem Sommermarkt verbundenen Rindviehprämiierungsmarkt und die ^Bullen Der ft eigerung des Tierzuchtamts Gießen von diesem losgelöst und mit dem Pfingst­markt verbunden. Der Markt wird dadurch auf zwei Tage ausgedehnt. Am ersten Markttage, dem dritten Pfingsttage, findet der altherkömmliche Schweinemarkt mit Krämermarkt statt, während am folgenden Tage, dem vierten Pfingsttage, der seit­herige Ziegen- und Lämmermarkt mit Prämiierung und ein Zuchtvieh-, Handelsviehmarkt mit Rindvieh­prämiierung und Bullenversteigerung oeranftaltet wird. Die Stadt Lick gibt sich die größte Mühe, diesen erweiterten Markt großzügig ausgugestalten und zu Derkehrstagen auszubauen. Für die Prämiierung stehen namhafte Geldmittel zur Ver­fügung. An beiden Markttagen ist für Volksbelusti­gung, Konzert und Tanz hinreichend gesorgt. Für den Abend des ersten Markttages ist eine Vor­stellung des Gießener Stadttheaters vor­gesehen, das voraussichtlickSchneider Wibbel" zur Aufführung bringen wird. Die Geschäfte unserer Stadt wetteifern, den hoffentlich zahlreich er­scheinenden Besuchern ihre Leistungsfähigkeit auf allen Gebieten nachzuweisen. Aus die heutige An­zeige und die noch folgenden Anzeigen sei hinge­wiesen.

Vom Sängerfest in den Tod.

Zwei Tale.

LPD. Butzbach, 14. Mai. Ein schweres Verkehrsunglück ereignete sich Sonntagnach­mittag auf der Provinzialstraße Butzbach Bad-Nauheim auf der sogenannten Mörler Höhe. Der 19jährige Walter Sprengel aus Reichelsheim fuhr mit seiner neuen Jmperia- Maschine, die er erst acht Tage besaß, in sehr schnel­lem Tempo vom Sängerfest in Butzbach nach sei­nem Heimatort Reichelsheim. Mitfahrer war der 26jährige Löffler, ebenfalls aus Reichelsheim. Infolge der Geschwindigkeit konnte Sprengel d i e scharfe Kurve nicht richtig nehmen unb fuhr mit aller Wucht auf das Auto des Direktors des Bauernvereins Lorsch. Während Löffler gegen das Auto geschleudert wurde und mit dop­peltem Schädelbruch besinnungslos liegen blieb, wurde der Fahrer Sprengel sofort ge­tötet. Er war gegen einen Baum geprallt. Die Insassen des Autos kamen mit geringfügigen Schnittverletzungen und Materialschaden davon. Löffler wurde in hoffnungslosem Zustand in das Bad-Nauheimer Krankenhaus gebracht, wo er spä­ter ebenfalls verstorben ist.

Lanvtreis Gießen.

X Wieseck, 14. Mai. Dom ersten Reichs- Leiftungsschreiben der Deutschen Ste­nographenschaft, das im ganzen Reich am 29. Avril durchgeführt wurde, liegen jetzt die Er­gebnisse für unsere Ortsgruppe vor. Gegenüber früheren Wettschreiben wurden wesentlich größere Anforderungen an die Teilnehmer gestellt, trotzdem kehrte unsere Ortsgruppe mit denkbar guten Er­folgen heim. Die Teilnehmer hatten zwei Auf­gaben, Richtig- und Schnellfchreiben, zu lösen. Im Richtigschreiben erzielten Albert Oßwald ein hervorragend" und Emely Schneider ein gut". Im Schnellschreiben Emmy Schäker, Lina B ö tz und Frieda D ö r i n g e r einhervorragend" und Henny Schürmeyer und Emma Lotz ein sehr gut". In 100 Silben Heinrich Wißner hervorragend", Albert Oßwald ,^ehr gut" und Emely Schneidergut". Für das -mit der Kreis­tagung in Bad-Nauheim verbundene Leistungs­

folgreichen Inszenierung, in der sie die Römerberg, festspiele weit über Deutschland hinaus bekanntge- macht hat, auch in diesem Jahre wieder gegeben. Der heroische Kampf der Johanna von Orleans um die Freiheit ihres Vaterlandes ist auch unserer Zeit ein Mahnmal und Aufruf, die ganze Kraft des ein­zelnen für sein Volk einzusetzen.

Als zweites großes Schillerdrama wird der Wal­lenstein gegeben. Diese große Trilogie, die eine ge­waltige, überragende Tat im deutschen Kunstschaffen ist, stellt uns vor den unerbittlichen Kampf des Menschen mit seinem Schicksal. Alle Kräfte des Frankfurter Städtischen Theaters werden eingesetzt werben, um diesem genialen Drama zu voller Wirk­samkeit zu verhelfen.

Als drittes Festjpiel geht Heinrich von Kleists ro­mantisches SchauspielKätchen von Heilbronn" in Szene, bas in seinen rührenben, bewegenden Ge- ftalten als Vorbild des deutschen Dolksstückes be­zeichnet werden muh.

Frankfurt a. M. ruft mit diesen drei festlichen Aufführungen nicht nur die Frankfurter Bevölke­rung auf den Römerberg, sondern die Volksgenos­sen des ganzen Gaues. Allen soll einmal die Gele­genheit gegeben werden, sich diese unvergleichlichen Festspiele anzusehen. Es werden Sonderzüge von der Reichsbahn eingelegt und Sonntagsrückfahrkar­ten ausgegeben werden. Alle Dolksgenosfen des Gaues rufen wir hiermit auf:

kommt alle ZU den Rämerbergfestspielen nach

Frankfurt a. 2IU kommt und seht!

schreiben am 2. und 3. Juni erhofft die Ortsgruppe stärkste Beteiligung und gute Erfolge. Anfang Juni wird die Ortsgruppe mit einem Anfängerlehrgang beginnen, der unter Leitung eines staatlich ge­prüften'Lehrers der Kurzschrift steht und in der Hauptsache für Beamte und Behördenangestellte be­stimmt ist. Dabei erhalten erwerbslose Volksgenossen wesentliche Vergünstigungen. Durch die evan­gelische Frauen Hilfe konnten am Mut- t e r t a g 20 bedürftige Frauen und Mütter mit Geschenken bedacht werden, nachdem die NS.- Frauenschatt am 1. Mai ebenfalls bedürftigen Familien Unterstützung zukommen ließ.

in. L a n g - G ö n s, 14. Mai. Am Freitag wurden im Saalbau Hebbel im Auftrag der NSDAP, den Schulkindern zwei Tonfilme gezeigt, die all- gemeinen Anklang fanden. In einer großen lieber- sicht über das vergangene Jahr zogen noch einmal alle Höhepunkte des Umbruchs der deutschen Ge­schichte in Wort und Bild an unferm Auge vor­über. Dann wurde der große TonfilmEmden" vorgeführt. Die Wiedergabe beider Filme war recht gut. Am Abend fand eine Wiederholung für die Erwachsenen statt. Den Muttertag beging unsere Schule in feierlicher Weise in der Turn­halle. Nach gemeinsamem Gesang trugen die Kinder aller Klassen Gedichte und Sprechchöre vor. Schul­leiter Herbst sprach sodann in eindringlichen Worten zu den Schülern über die Bedeutung des Muttertages. In anschaulicher Weise zeigte er, was wir unserer Mutter schulden und welchen Dank wir ihr entgegenbringen müssen. Ein gemeinsames Lied schloß die Feier.

? Lich, 13. Mai. Die hiesige N S. - G e m e i n - schäftKraft durch Freude" veranstaltete gestern in der bis auf den letzten Platz besetzten Turnhalle ihren er st en Konzertabend, der von der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr und der Sängervereinigung Cäcilia" Lich bestritten wurde. Nach Eröff­nung des Abends mit dem MarschJungdeutsch­land" begrüßte der örtliche Leiter die Besucher, wies auf die Notwendigkeit des Bestehens dieser Gemeinschaft im neuen Staate hin und betonte, daß nicht nur die aufbauende Arbeit des schaffenden Menschen zu schützen sei, sondern darüber hinaus die unbedingte Pflicht bestehe, den Volksgenossen etwas zu bieten, denen durch eine falsche Politik früher die Kunst vorenchalten wurde. Die Kunst, aus dem Volke geboren, muß wieder diesem Volke zugeführt werden. Und reine deutsche Kunst wollen und roerben wir wieder erleben und dabei bewußt alles Seichte und Oberflächliche fernhalten. Kunst soll wieder zum starken Erlebnis werden und soll durch erlebte Freude weitere frische Kraft zu neuer Arbeit geben. Nach der Begrüßungsansprache brachte die Feuerwehrkapelle unter Leitung von Postsekretär Freitag recht sckneidig unb wir­kungsvoll Musikstücke ernster und heiterer Art zu Gehör. Die SängervereinigungCäcilia" gab der Veranstaltung durch den vorzüglich gelungenen Vortrag von schönen Volksliedern und Chorwerken, wieFlamme empor",Es ritt ein Jäger wohl­gemut" von Rinkens,Der Besenbinder" von Othe- graven u. a., einen wirkungsvollen Rahmen. Mit dem Badenweiler Marsch fand die wohlgelungene Veranstaltung ihren Abschluß.

- Lich, 14. Mai. Der Muttertag wurde in unserer Stadt in würdiger Weise begangen. Nach­dem am Vormittag in den Gottesdiensten beider Konfessionen des Tages besonders gedacht worden war, fand am Nachmittag auf Veranlassung der NS.-Dolkswohlfahrt in Steins Saalbau eine schlichte Feier statt, zu der alle Mütter geladen und erschienen waren, die vier und mehr Kinder haben ober deren Söhne im Weltkrieg gefallen waren. Lehrer a. D. Jacob eröffnete mit kurzen Worten die Feier. Nach einer gemütlichen Kaffeetafel sprach Pg. Stiftspfarrer D r a u b t als Leiter der N S. - Volkswohlfahrt über den Sinn und die Be­deutung des Muttertages. Er hob insbesondere das Verdienst des Führers und Vottskanzlers 2ldolf Hitler hervor, der diesen Tag zum Gemeingut des ganzen deutschen Volkes gemacht und ihm den

würdigen Inhalt gegeben habe. Begeistert stimmten die Anwesenden in das auf den Führer ausge­brachte Sieg-Heil ein. Musikvorträge, ernste und heitere, dem Tage angepaßte Prologe, ein Vortrag von Lehrer Jacob über Sitten unb Gebräuche bei Hochzeiten in Bayern fanden freudige Auf­nahme. Pfarrer C r ö n l e i n gedachte anschließend noch kurz der kämpfenden, lebenden und der kom­menden Mütter. Seine Worte klangen in eine Huldigung an die deutsche Frau aus. Mit Dankes- morten des Leiters der NS.-Volkswohlfahrt, Pg. Pfarrer Draudt, an alle, die zum guten Ge­lingen der schlichten, erhebenden Feier beigetragen haben, wurde diese beendet.

+ Grünberg, 14. Mai. Am Samstagabend fand in der Turnhalle ein Konzert der NS. - GemeinschaftKraft durch Freude" statt. Es wurde ausgeführt vom Musikzug der Kraftwagenabteilung 147 unter Leitung van Kapell­meister Horst (Grünberg) und vom hiesigen Män- nerchor unter Leitung von Musikleiter Fr. Leib (Gießen). Leider zeigte die Veranstaltung nicht den Besuch, den sie im Hinblick auf ihren Zweck, als auch hinsichtlich der gebotenen Leistungen, die auf beachtlicher Höhe standen, verdient hätte.

Kreis

n Mücke, 14. Mai. Am gestrigen Sonntag hielt der Bienenzüchterverein Ortsgruppe Mücke im Saale des Gastwirts Baist eine Ver­sammlung ab. Von einigen Rednern wurden wich­tige Fragen, wieWie erziele ich im Frühjahr starke Völker",Schwarmoerhinderung" usw. erörtert. Manchem Imker, hauptsächlich den Anfängern, wur­den praktische Wege in der Bienenzucht gezeigt. Nach der Versammlung erfolgte noch eine Stand­schau auf dem Bienenstände des Vorsitzenden Erb.

n Flensungen, 13. Mai. Heute mittag fand am Bibelheim Flensungerhof eine Muttertags- feier statt. Sämtliche Säle waren besetzt. Prediger Peters und Jugendsekretär G a n b e rtz hielten die Ansprachen. Zur Verschönerung der Feier tru­gen der Gitarrenchor Flensungen mit drei Liedern, der Chor von Burg-Gemünden mit zwei Liedern, die Sonntagschüler mit Gedichten und Liedern und die Jugend mit Gedichten bei. Am Schlüsse der ein­drucksvollen Feier bekamen die Mütter von der Jugend Blumensträußchen überreicht.

Kreis Schotten.

Laubach, 14. Mai. Der hiesige Schützen» verein hielt gestern nachmittag auf den Ständen am Triech sein diesjähriges E r ö f f n u n g ss ch i e - ß e n ab, bei dem gute Leistungen erzielt wurden. Die Preisoerteilung wurde abends imSchützen- Hof" durch den 1. Schützenmeister Friedrich Rudolf Stotz I. vorgenommen. Den Wanderbecher errang K. Pitz; auf der Tagesehrenscheibe blieben folgende Schützen Sieger: 1. Karl Pitz, 2. Karl Becker, 3. Otto Högy; Blättchen» ch e i b e : 1. Karl Pitz, 2. Karl Becker, 3. Ar» nold Enders, 4. Karl P i tz, 5. Otto H ö g y ; Meisterscheibe, 10 0 Meter: 1. Karl Pitz, 2. Dr. Roßbach, 3. Karl Becker, 4. Arnold Enders, 5. Ernst Mönnig, 6. Otto Högy; Kleinkaliber - Ehreuscheibe: 1. Friedr. Stotz, 2. Karl Sch l ö r b , 3. Karl Becker; Kleinkaliber - Mei st er scheibe: 1. Heinr. Wahl (34 Ringe), , 2. Karl Schlörb, 3. Karl Becker, 4. Heinrich Theis, 5. Otto Högy, 6. Hugo Weber, 7. Georg Tröller, 8. Walter Högy.

4 Groß-Eichen, 14. Mai. In diesen Tagen wird Lehrer B o p f unseren Ort verlassen, um nach Langen überzusiedeln, wo ihm seit Ostern eine Lehrerstelle übertragen worden ist. Lehrer B o p f hat 13 Jahre lang in großem Segen in unserer Gemeinde gewirkt. Sein spezielles Betätigungs» feld außer der Schule war die Turnerei. Er brachte den Turnverein zu außerordentlicher Blüte. Ihm ist es zu verdanken, daß die Gemeinde eine Turn­halle bekam, um die uns gar manche Nachbar­gemeinde beneidet. Durch ihn bekam unser Dorf weit über die Grenzen des Heimatbezirks hinaus einen guten Klang. Mancherlei Ehrungen wurden ihm durch die Deutsche Turnerschaft zuteil. Am Samstagabend hatte sich die gesamte Gemeinde im Schulsaal versammelt, um von der Lehrers­familie Abschied zu nehmen. Die Schuljugend, sämtliche Vereine uiri der SA.-Reserve-Sturm R. 24/116 brachten ihjn einen Fackelzug dar. Gu­stav Faust I. sprach Worte des Abschieds im Namen des Turnvereins, Bürgermeister Faust im Namen der Gemeinde. Sturmführer Schmidt rief dem seitherigen Sturmführer und Gründer des SA.-Reserve-Sturmes ein herzliches Lebewohl zu. Chöre der Schulkinder und des Männerchors umrahmten die Ansprachen. Alsdann sprach Leh­rer B o p f, rückblickend auf die 13 Jahre seines Wirkens in der Gemeinde warme Worte des Dankes aus. Mit dem LiedeKein schöner Land" schloß die eindrucksvolle, jedoch wehmütige Feier­stunde. Bei einem anschließend in der Turnhalle stattfindenden gemütlichen Zusammensein sprach dann noch der Ehrenoberturnwart des Gaues, Herr Will aus Gießen, anerkennende Worte.

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