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184. Jahrgang
Gießener Anzeiger
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zeigt.
Neben dieser innen- und außenpolitischen Bedeutung der Volksabstimmung sehe ich noch einen tieferen und letzten Sinn dieses Volksentscheids. Er soll ein Dank werden, ein heißer Dank an den Mann, der das deutsche Volk bisher geführt hat, und der allein die schwere Verantwortung für den künftigen Weg trägt. Der Führer und Volkskanzler Adolf Hitler hat sich in den vergangenen ein- einhalb Fahren die Herzen wohl des ge- samten deutschen Volkes erobert. Ihm gilt das restlose Vertrauen aller Volksgenossen. Deshalb soll die Abstimmung ein Bekenntnis zu dieser einzigartigen Führerpersönlichkeit werden, ein Dank für die bisherigen übermenschlichen Leistungen Adolf Hitlers sein, eine Treue-Kund- g e b u n g für diesen Mann, der nichts kennt als Liebe zu seinem Volk, als die Sorge um die Zu- kunft, als Arbeit für Volk und Vaterland.
Fn diesem Sinne ruft die Reichsregierung das gesamte Volk aus, am Abstimmungstage seine Pflicht zu tun! v
Heil dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler!
Gewiß verkörpern wir eine Regierung der Autorität. Aber wir sind der Ueberzeugung, daß Autorität nicht auf Kanonen und Maschinengewehren, sondern auf der Gefolgschaft des Volkes beruht (Bravo! und Händeklatschen) und daß man die Gefolgschaft des Volkes nicht erzwingen kann, sondern daß man sie sich erarbeiten unb erkämpfen muß, und daß ein Volk einer Regierung oder einem Manne bedingungslos Gefolgschaft leisten wird, wenn es die Ueberzeugung hat, daß diese Regierung den richtigen Weg geht und dem Volke zu helfen entschlossen ist. (Lebhafter Beifall.) Das Volk will nur, daß es a n st ä n d i g regiert wird und daß eine Regierung ihre ganze Kraft dem Volke widmet. Wenn es diese Ueberzeugung hat, vor allem das deutsche Volk, dann läßt es sich auch in der Treue zu dieser Regierung oder zu diesem Manne niemals beirren (Bravo! und Händeklatschen).
Run wird es in Deutschland Menschen geben, die sagen: Diese Wahl ist eigentlich überflüssig, denn daß wir zum Führer stehen, das weiß in Deutschland jedes Kind. In Deutschland, aber nicht 1 “
Reiches.
Getreu seinem Versprechen, in jedem Jahr einmal das Volk befragen zu wollen, hat der Führer dieses Gesetz zur Volksabstimmung gestellt, die am 19. August stattfinden soll. In welchem Land der Welt wich so demokratisch regiert wie in Deutschland? Ein Tyrann würde sich hüten, dem Volke Gelegenheit zu einem Urteilsspruch zu geben. Der Volkskanzler aber ruft sein Volk in vollstem Vertrauen zu einer neuen Abstimmung, trotzdem noch nicht ein Jahr vergangen ist, seitdem Deutschland sich in überwältigender Mehrheit zu ihm bekannte.
Dem Ausland wird diese Abstimmung erneut zeigen, daß Führer und Volk eins sind, und daß es eine Lüge ist, wenn eine gehässige Auslandspresse behauptet, in Deutschland herrsche eine verantwortungslose Diktatur. Nein, in Deutschland regiert eine vom Vertrauen der übergroßen Mehrheit des Volkes getragene Regierung, deren Stärke nicht besser bewiesen werden kann als dadurch, daß der Führer jedes Jahr die Willensmeinung des Volkes in freier, geheimer Abstimmung
(Stürmischer Beifall.) Das hatte auch jeder im Volke so erwartet.
Als nun durchsickerte, daß diese Lösung auch geplant sei, erklärte die Auslandpresse: Das wird die Reichswehr sich nicht gefallen lassen! (Lachen.) Einige Stunden später war die Reichswehr schon auf den Führer vereidigt. (Erneuter stürmischer Beifall.) Die Auslandpresse erklärte: „Das ist ein Putsch von oben, das Volk wird nicht mehr befragt, das riskieren die Nationalsozialisten nicht mehr, denn sie wissen, daß das Volk ihnen eine abschlägige Antwort geben würde." Kaum aber liefen diese Telegramme aus Berlin in den Hauptstädten des Auslandes durch die Rotationsmaschinen, da wurde in Deutschland schon verkündet, daß der Führer bestimmt hatte, daß das Volk diesen Beschluß des Reichskabinetts noch einmal durch sein in allgemeiner, geheimer Wahl abgelegtes Ja- Wort bestätigen sollte. (Bravo! und Händeklatschen.)
Damit hat der Führer fein vor einigen Monaten gegebenes Versprechen, in jedem Iahre mindestens einmal das Volk zu befragen, schneller, als alle das glauben wollten, wahrgemacht.
Oer Ginn
-er Volksabstimmung.
Von Veichsinnenminister Dr. Frick.
NSK. lief)er den Tod schreitet das Leben weiter. Der Reichspräsident, Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, schläft in dem Mahnmal, das in Erinnerung an seinen größten Sieg errichtet wurde, den ewigen Schlaf. An uns, an das deutsche Volk aber stellt das Leben täglich neue Anforderungen, die wir erfüllen müssen, in der gleichen Treue und Hingabe, mit der Hindenburg seinem Volke diente.
Die mit dem Tode des Reichspräsidenten im Staatsleben entstandene Lücke hat die Reichsregierung dadurch ausgefüllt, daß sie die Aemter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers vereinigte. Adolf Hitler, der Führer, dem das deutsche Volk seine Wiedergeburt allein verdankt, ist nun auch das Staatsoberhaupt des Reiches. In seiner starken und glücklichen Hand sind Staatsführung, Oberbefehl über die Wehrmacht und Parteiführung vereinigt.
Das von der Partei feit Beginn gepredigte Führerprinzip ist somit in seltener Klarheit in Deutschland durchgeführt. Ein Mann, der beste von allen, führt; wir andern folgen. Der Mann, der das deutsche Volk nach jahrhundertelanger Zersplitterung endlich einte, wird in Zukunft allem nicht nur die Richtlinien der deutschen Politik bestimmen, sondern auch Deutschland repräsentieren.
Mit dem Beschluß der Reichsregierung vom 1. August, die beiden Aemter zu vereinigen, ist zugleich ein weiterer großer Schritt zur Reichs - r e f o r m getan. Auch dieser Beschluß fügt sich organisch in die bisherige, auf stärkste Ver- einheltlichung des Reiches abzielende Politik ein. Der Führer hat es nach der nationalsozialistischen Revolution -mit Recht abgelehnt, sofort auf dem Papier eine neue Verfassung zu schaffen. Gar zu oft haftet einer solchen, am grünen Tisch ausgeklügelten Verfassung zu viel Theorie an, die sich im praktischen Leben dann nicht bewährt. Die Weimarer Verfassung von 1919 ist dafür der beste Beweis. Wir im neuen Reich gehen den umgekehrten Weg; wir lassen die Dinge sich organisch entwickeln, bevor wir ihnen die feste Form des Gesetzes geben, und ich glaube, das deutsche Volk fährt auf diesem Wege besser. Das Gesetzgebungs. werk der Reichsregierung in den vergangenen anderthalb Jahren erfährt mit dem neuen Gesetz feine Krönung, denn es stellt den besten Mann, den das Volk hat, an die Spitze d e s
Die Emigrantenpresse hatte aus die Stunde des Heimganges des Feldmarschalls ihre große Hoffnung gesetzt. Sie setzte alle ihre Hoffnungen auf den Verfall der nationalsozialistischen Bewegung, den sie mit dem Heimgang Hindenburgs für unabwendbar hielt. Da kann man nur sagen: Sie kennen uns schlecht! Denn was im Kampf geworden ist, das wird im Sieg zusammenhalten. „Die Reaktion ist auf dem Anmarsch!" So meinten die sogenannten Weltblätter in Prag, Paris und London. „Deutschland steht vor dem inneren Zusammenbruch, und das Ende wird der Bolschewismus sein!" (Stürmische Heiterkeit.) Der Wunsch war der Vater des Gedankens. In Deutschland kennt man den Bolschewismus nur noch vom Hörensagen. (Heiterkeit und Beifall.) Er ist eine Legende geworden. Wenn sich jedoch eine Zeitung des Auslandes dazu hinreißen läßt, im Ernst zu behaupten, daß Hindenburg eigentlich schon 24 Stunden früher gestorben sei (lebhafte Rufe: „Pfui!"), daß die Regierung aber nicht gewagt habe, das dem Volke mitzuteilen, weil sie nicht wußte, was werden sollte (Lachen und Pfui!-Rufe), so kann ich nur agen, das deutsche Volk hat für diese Art von Brunnenvergiftung nur Empörung und Verachtung übrig! (Bravo! Händeklatschen.)
Auch in diesem Falle hat die Auslandspresse alles prophezeit, was unmöglich war, aber keine Zeitung ist auf den Gedanken gekommen, das einzige, was möglich, wahrscheinlich und natürlich erschien, zu sagen. Denn das ist das, was wirklich geschehen i|t:
Das Kabinett faßte schon in der Stunde, als nach menschlichem Ermessen das Leben hinden- - burgs zu Ende gehen mußte, den Entschluß, die ganze Wacht, die ganze Führung und die ganze . Verantwortung dem Führer zu übertragen.
Ausland! Denn die damals bei Nacht und Dunkel über die Grenze geflohenen deutschen Emigranten haben nichts unversucht gelassen, dem Auslande klarzumachen, daß in Deutschland nur Terror, Gewalt und Willkür herrschten.
Gewiß sind wir alle blind davon, überzeugt, daß die ganze Ration dem Führer ihr Ja-Wort geben wird (Beifall und Händeklatschen), aber ebenso sind wir davon überzeugt, daß es dabei auf jede Stimme ankommt.
Wir müssen nicht nur einig sein, wir müssen der Well auch zeigen, daß wir einig sind. Denn die Einigkeit ist unsere einzige Waffe.
Der 19. August muß der Welt ein gleiches Beispiel deutscher Geschlossenheit und Einheit geben wie der 12. November des vergangenen Jahres. Denn es gilt, die Welt davon zu überzeugen, daß das nationalsozialistische Regime fest und unerschütterlich steht und daß alle Hoffnungen auf seinen Zusammenbruch Fehlspekulationen sind. Das weiß auch heute in Deutschland jedermann, daß nur der sein Volk nach außen vertreten kann, der es im Innern hinter sich weiß. Die schwierigen Probleme, die wir mit der Welt auszumachen haben, Fragen des Exports, der Devisenknappheit oder gar der Abrüstung, sie alle können niemals von einem uneinigen Volk gelöst werden. Sie werden nur gelöst von einem Manne, der das Recht hat, im Namen d e r ganzen Nation zu sprechen. (Beifall.)
Die Welt soll wissen, daß Adolf Hitler wirklich der unumschränkte Führer der deutschen Ration ist. (Beifall.)
Es kamen Auslandsjournalisten zu mir, die er- ftaunt fragten: „W arum gerade Hitler?" (Heiterkeit.) Ich gab ihnen zur Antwort: „Nennen Sie mir an seiner Stelle einen anderen!" Sie ließen Fürstlichkeiten aufmarschieren, von denen ich geglaubt hatte, daß sie bereits gestorben seien. (Stürmische Heiterkeit.) Wie verkennen sie das deutsche Volk! Das deutsche Volk schaut auf die Lei- ftung, es ist der Ueberzeugung: Der Beste muß führen, und es hat sich angewöhnt, den Besten nicht nach seinen Worten, sondern nach seinen Taten zu finden. (Beifall.) Deshalb ist der Führer auch der einzige, der diese Nation der Welt gegenüber vertreten kann. Es gibt keinen anderen. (Beifall.) Es gibt keinen Kaiser, keinen König und keinen ehemaligen Parteifürsten, der auch nur annähernd ein Gleiches von sich behaupten könnte. (Bravo! und Händeklatschen.)
Der Führer findet Zustimmung bei jedermann, bei hoch und Riedrig, bei Arm und Reich, bei Arbeitern, Bauern, Unternehmern, bei Bürgern und Soldaten. Es gibt niemanden im Lande, der sich dem faszinierenden Eindruck dieser einzigartigen Persönlichkeit entziehen könnte. 2Han kann von ihm wirklich sagen: hinter ihm marschiert das ganze Volk, darum gibt es im ganzen Volke auch nur ein 3 a ! Wenn wir heute das Leben des Führers überblicken, fo müssen wir mit Erschauern feststellen: Es ist eine fast märchenhaft anmutende politische Laufbahn, daß ein unbekannter Sohn des Volkes sich bis an die oberste Spitze des Reiches empor- arbeitet und vom ganzen Volke in all feinen Schichten und Ständen getragen wird. (Beifall.) Das hat es in Deutschland noch nie gegeben. Es gab große Fürsten, Kaiser und Könige, aber sie waren auf dem Thron geboren. Hier steigt ein unbekannter Sohn des Volkes über sich selbst empor, und niemand hilft ihm, als nur er selber und die Gnade des Schicksals.
Der Führer ist das geblieben, was er war. (Lebhafter Beifall.) Er tritt heute vor das Volk hin wie früher, als er noch um die Macht kämpfte, einfach und eben deshalb groß. Er braucht sich nicht durch fein Auftreten von den anderen im
erforscht.
Besonders wichtig scheint die außenpolitische Bedeutung dieser Volksabstimmung. Immer wieder kann man in der uns unfreundlich gesinnten Auslandspresse Zweckgerüchte über Zer- setzungserscheinungen in Deutschland, über Zerfall und Zwietracht lesen. Wir selbst haben zwar davon Nichts bemerkt, wir fühlen uns glücklich und stark In unserer nationalen Einheit. Gewisse internationale Intriganten aber setzen solche Gerüchte in die Welt, um ihre dunklen Geschäfte besser durchführen zu können. Das deutsche Volk wird sie am 19. August Lügen strafen. Es wird der Welt erneut klarmachen, daß die Zeiten, in denen man auf deutsche Uneinigkeit und Zwietracht spekulieren konnte, endgültig vorbei sind. Deutschland i st einig und marschiert geschlossen den Weg, den ihm sein Führer
Reichsminisier Or. Goebbels über Führer und Volk
Die Losung der Deutschen: Millionenfaches Za!
Berlin, 13. Auaust (DNB.) In seiner Rede im Stadion in Neukölln führte Reichsminister Dr. Goebbels u. a. aus:
Als der nunmehr verblichene Reichspräsident Generalfeldmarfchall von Hindenburg am 3 0. Januar 1933 den Führer in die Macht berief, brach damit für Deutschland ein neues Zeitalter an. Hindenburg selbst aber wurde zum Schirmherrn der Deutschen Revolution. Der Führer hatte seinen großen väterlichen Freund ge- funden.
3n allen Anfeindungen, denen fett dem 30. 3a- nuar Deutschland ausgesetzt war, hielt der greife Reichspräsident und Feldmarschall treu und unbeirrt zur nationalsozialistischen Bewegung, so wie wir Rationalsozialiften zu ihm gehalten haben.
Welch ein wunderbares Zeichen ist es für dieses neuerwachte Deutschland, oaß Verrat und Treubruch im eigenen Lager nicht etwa zum Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes, sondern vielmehr zur Festigung und Stärkung der Autorität des Führers führten! Und wie beredt spricht es für die Treue, die der Reichspräsident und Generalfeldmarfchall dem Führer der nationalsozialistischen Bewegung hielt, daß er sich auch jetzt nicht beirren ließ, sondern unerschütterlich zur Deutschen Revolution und zu ihren faktischen politischen Ergebnissen stand und stehen blieb.
Der Führer hat ihm seine Treue auf das wunderbarste gelohnt, und es ist wohl die schönste Genugtuung für den sterbenden Riesen gewesen, zu wissen, daß in allen Wirrnissen der Zeitläufte die rühm- und traditionsbedeckte deutsche Armee intakt und unangetastet blieb, daß er also diese Armee als das heiligste Unterpfand deutscher Vergangenheit und Zukunft getrost und ohne Sorge in die Hände des Führers legen konnte, als et seine Augen für immer schloß.
I itt. ,88 Crites Blatt 184. Jahrgang Dienstag, 14- Anglist 1954
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General-Anzeiger für Oberhessen
richten: Anzeiger Gießen V W ' behördliche Anzeigen 6Rps.
11686 Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfilSlrvuch- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Mengenabsthlüffe staffel 8


