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dem der größte deutsche Soldat unserer Zeit nun

Lob und Ruhm wollte er von seiner Trauer- seine Ruhestätte finden wird. Das Trutzlied ver- feier ferngehallen sehen, aber Dankbarkeit und I Hingt, die Menge verharrt in tiefer Ergriffenheit.

Oer Führer und Kanzler spricht

Das Echo im Ausland

Oie Beisetzung im Marschallturm

und Vaterland steht er dort, umflossen von Hellem Licht, das gleichsam die Ewigkeit deutet und hineinleuchket in die Zeit. Das ist Voll­endung und Verklärung des getreuen Menschen­lebens. Das ist schon ewiges Leben mitten in der Zeit.

Der Segen des nun Vollendeten bleibt über unse­rem Volk, wenn es, seinem Beispiel fol­gend, die Verbindung mit Gott und die Kraft des ewigen Lebens im Gebet, Glaube, Hoffnung, Liebe, Treue festhält. Wir dürfen gewiß sein, daß Gottes Verheißung an ihm sich nun erfüllet hat. Wir alle beugen uns vor dem majestätischen Willen dieses Gottes. Im Angesicht dieses Sarges, den er als Opfer von uns gefordert hat. So nehmen wir Ab­schied von dem großen Toten unseres Volkes.

Liebe kann er uns nicht verwehren. Er bleibt uns der Sieger von Tannenberg, der Retter von Ostpreußen, der große Feldherr des Welt­krieges, der Lenker unseres Staates in stürmi­schen Zeiten.

In stolzer Trauer bringen wir zu Grabe sein sterblich Teil. Aber sein Gei st lebe in uns allen und helfe uns mit, zu bauen das Dritte Reich.

Der Feldbischof sprach sodann das Vaterunser und erteilte den Segen des Herrn.

Dann klingen, von der gewaltigen Trauerge­meinde mitgesungen, die Klänge des alten Trutz­liedesEine feste Burg ist unser Gott" empor. Sie brechen sich an den gewaltigen Mauern und Tür­men dieses einzigartigen deutschen Denkmals, in

deutsche Volk, so wie jeder einzelne von uns gdjen muh, gleich, ob er an entscheidender Stelle, oder in stiller Mitarbeit am großen Werk des Wiederauf­baues wirkt. An der S p i h e d e s R e i ch e s stehl nun unser ober st er Führer Adolf Hit­ler, der uns zu Ehre undFreiheit führen wird. Wir werden, wie bisher, in un­wandelbarer Treue und in stetem Ge­horsam unsere Pflicht getreu erfül­len. Wir werden kämpfen bis das vom Führer gefleckte Ziel erreicht ist. In diesem Sinne erneuern wir das Treuegelöbnis zu unserem Füh» rer mit einem dreifachen Sieg-Heil.

Das Gedenken bei der Obersten SA.-Führung

3n unwandelbarer Treue und in stetem Gehorsam der Pflicht getreu!

Ein ungarischer Armeebefehl.

Budapest, 7. Aug. (DNB.) Das Ungarische Telegraphen-Korrespondenzbüro meldet: Der Reichs­verweser von H o r t h y hat am Dienstag an Die Königlich Ungarische Honved den folgen­den Armeebefehl erlassen:

Armeebefehl!

München, 7. August. (DRV.) Die Oberste SA. - Führung versammelte am Dienstag um 10.45 Uhr an ihrem Amtssitz im ehemaligen Hotel Marienbad die Angehörigen ihrer verschiedenen Aemter und der Reichsführerschule, um gemeinsam vor dem Lautsprecher an der Trauerfeier in Tannenberg teilzunehmen.

Rach Abschluß der Uebertragung richtete Ober­führer v. Larlshausen folgende Worte an die versammelten:Die sterblichen Ueberresie des Reichspräsidenten Generalfeldmarschalls v. Hinden­burg haben im hindenburgturm in Tannenberg die letzte Ruhe gefunden. Vor uns tiegt der un­erbittliche Weg des Lebens, den das

Herr und Frau Oberst von Hindenburg!

Generale, Offiziere und Soldaten der Wehrmacht!

Verehrte Trauergäste!

Zweimal in feinem Leben wird der Soldat zu­meist in Ehren genannt: Nach einem Siege, nach feinem Tode.

Als der Name des G-neralfeldmarschalls und Reichspräsidenten zum ersten Male im deutschen Volke erklang, da lag hinter ihm schon ein langes, abgeschlossenes Leben an Kampf und Arbeit.

Als junger Offizier des großen Königs stritt der 17jährige Offizier auf dem Schlachtfeld von Königgrätz und erhielt die Weihe der ersten Ver­wundung. Vier Jahre später erlebt er als Zeuge die Proklamation seines königlichen Kriegsherrn zum Deutschen Kaiser. In den Jahren darauf arbeitet er mit an der Gestaltung der Kraft des neugefügten Deutschen Reiches.

Als der Kommandierende General v. Hinden­burg am 18. März 1911 seinen Abschied nimmt, blickt er zurück auf die abgeschlossene Laufbahn eines preußischen Offiziers in Feld- und Friedensdienst.

Es war eine stolze Zeit. Rach jahrhunderte­langer Ohnmacht, nach ewiger Wirrnis und Zersplitterung waren die deutschen Stämme durch die geniale Führung eines Mannes ge­eint. Die deutsche Ration war damit neu ge­schaffen worden. Das Bild der Schwäche, das die Deutschen in früheren Jahrhunderten so be­schämend und oft geboten hatten, wich dem Ausdruck einer ungeahnten Kraft. Ein herr­liches Gefühl, in dieser Epoche der Wiederer­stehung eines Deutschen Reiches in immer glei­cher Pflichterfüllung mitgeholfen zu haben in den Stürmen der Schlachten, wie in der uner­meßlichen Arbeit der Erziehung und Vorberei­tung im Frieden!

Und doch war der Name dieses Mannes genau fo wie der unzählig anderer Offiziere dem deutschen Volke verborgen geblieben. Ein kleiner Kreis in der Nation nur kennt diese Namenlosen der stillen Pflichterfüllung.

Als das deutsche Volk 3% Jahre später zum ersten Mal den Namen des Generalobersten Paul v Hinbenburg zu Gehör bekommt, da brausen die Wetter des Weltkrieges über Europa. In schlimmsten Stunden hat der Kaiser den General aus der Ruhe abberufen und ihm den Befehl über die Armee in Ostpreußen übertragen. Und sechs Tage später erdröhnten inmitten dieser schönen Landschaft des alten Ordenslandes die Kanonen, und drei Tage nachher läuteten es die Glocken durch Deutschland: Die Schlacht von Tannen­berg war geschlagen!

Ein Sieg war errungen worden, dem bie Weltgeschichte kaum einen zweiten 3ur Seite stellen kann. Ungeheuer die Fol­gen. Ein teures deutsches Land wird der weiteren Verwüstung entrissen. In ergriffener Dankbarkeit wiederholen sich im ganzen Reich Millionen deut­scher Menschen den Namen des Heerführers, der mit feinen Gehilfen dieses wunderbare Rettungs­werk vollzog. Welch ein Geschehen um- schließen die 20 Jahre vom 2. 21 u g u ft 1914 bis heute! Ein Krieg,' der alle Erinne­rungen und Vorstellungen der Vergangenheit in ein Nichts vergehen läßt. Eine unerhörte Kampf­und Schlachtenfolge! Nervenzerreißende Spannun­gen, furchtbare Krisen und einzigartige Siege lösen einander ab. Hoffnung kämpft mit Ver­zagtheit, Zuversicht mit Verzweif - 1 u n a. Immer wieder aber wird die Nation empor­gerissen zum Schutze ihres Daseins, erfüllen in xreue unö Gehorsam Millionen deutsche Männer ihre Pflicht.

Für das nächste Jahrhundert wird es das deutsche Volk nicht nötig haben, seine Waffen-

1 Eevdet Bey und Kemal Bey anwesend sind. , Finnland, das sich dankbar der Waffenhilfe erinnert, bezeugt das durch die Teilnahme des Ver­treters feiner Wehrmacht, des Generalmajors Heinrichs.

Alle Berliner diplomatischen Mis­sionen sind nicht nur durch ihre Leiter, sondern durch eine Reihe ihrer Mitglieder vertreten. So sieht man die Botschafter und Sonderbotschafter Aegyptens, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, Japans, Polens, Spaniens, der Türkei und der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Unter den Berliner Gesandten bemerkt man auch den schwei­zerischen Gesandten D i n i ch e r t, der seinen Er­holungsurlaub unterbrochen hat, um an den Feier­lichkeiten teilnehmen zu können. Auch die Ar­meen, gegen die Hindenburg das deutsche Heer führte, lassen sich vertreten. So hat Frankreich den General Renondeau entsandt, während für die englische Armee Oberst Thorne anwe- send ist. Die junge polnische Armee ist durch Oberstleutnant Szymanski vertreten.

Unter den Trauergästen bemerkt man auch den Danziger Senatspräsidenten Rauschning, auch das deutsche Mitglied der Saarkommission K o ß - mann ist anwesend. Der Doyen des Diplomati­schen Korps, der apostolische Nuntius Monsignore O r s e n i g o , hat darauf verzichten müssen, die Reise nach Ostpreußen zu unternehmen; doch hat er trotz seiner Krankheit an der gestrigen Trauerfeier des Reichstages teilgenommen.

des Tages.

fucher in ihre Heimat zu bringen. Die Reichswehr verlädt auf dem Bahnhof ihren Troß und die Batterie, die den Trauersalut geschossen hat. Bis Mittwochfrüh wird die Stadt wohl ziemlich geräumt fein. In der Frühe werden auch die beiden Stürme der Leibstandarte Adolf Hitler im Sonderzuge ihre Heimreise antreten. Noch fahren durch die engen Straßen Hohensteins die großen Berliner Omnibusse, aber auch für sie wird schon der Zug zusammen- gestellt, der sie wieder in die Reichshauptstadi bringen wird. Am Mittwoch wird Hohenstein wieder sein altes Leben aufnehmen, und doch wird der Strom der Menschen, zumindest in den nächsten Tagen, größer fein als bisher. Denn überall in der Provinz lebt in den Herzen der Wunsch, dem toten Feldmarschall noch einen letzten Gruß darzubringen. Darum wird auch das Denkmal und der Marschall­turm während der ganzen vierzehntägigen Trauer­zeit geöffnet fein. Während der ganzen Zeit werden auch von den Türmen die Pechpfannen lodern und ihren schwarzen Rauch gen Himmel senden.

Oer Führer wieder in Berlin.

Berlin, 7. Aug. (DRV.) Der Führer Reichs­kanzler Adolf Hitler ist im Laufe des Rach, mittags im Flugzeug von Ostpreußen nach Ber - linzurückgekehrt. Besonders in der Wilhelm-' ftrahe hatte sich ein zahlreiches Publikum eingefun­den, das den Führer bei feiner Ankunft begrüßte.

ehre zu rehabilitieren. Riemals find Soldaten tapferer gewesen! Riemals ausdauernder! Rie­mals opferbereiter als in diesen 4% Jahren die Söhne unseres Volkes.

Die Wunder dieser Leistungen, sie sind unbegreif­lich, wenn man nicht die Kraft der Persönlichkeit abwägt und ermißt. Eine Zaubergewalt lag in dem Namen des Generalfeld­marschalls, der mit seinen Armeen im da­maligen Rußland die größte Militärmacht der Welt endlich doch zu Boden zwang. Und als ihn leider zu spät der Ruf des Kaisers an bie Spitze des gesamten Feldheeres stellte, da gelang es ihm, mit seinen genialen Mithelfern, nicht nur die schwerste Krise für den Augenblick zu bannen, sondern den deutschen Widerstand im Angriff noch zwei Jahre später zu unerhörten Siegen mitzureißen.

And selbst das tragische Ende dieses größten Ringens kann geschichtlich keine Betastung die­ses Feldherrn, sondern nur eine Verurteilung der Politiker sein!

In gottbegnadeter Pflichterfüllung hat der greife Generalfeldmarschall unsere Regimenter, unsere Divisionen von Sieg zu Sieg geführt und unver­gänglichen Lorbeeran ihre Fahnen ge­heftet.

Als der Frevel der Heimat den Wider­stand zerbrach, trat ein Führer zurück in den Ruhestand, dessen Name für ewige Zeiten einge­schrieben worden war in das Buch, das Weltge­schichte heißt.

Es ist der letzte Triumph des alten Heeres, daß das nationale Deutschland im Jahre 1925 keinen besseren Re­präsentanten fand, als den Soldaten und Generalfeldmarschall des Weltkrie­ges. Und es ist eine der wundersamen Fügungen einer rätselhaften weisen Vorsehung, daß unter der Präsidentschaft dieses ersten Soldaten und Die- ners unseres Volkes die Vorbereitung zur Er­hebung unseres deutschen Volkes ein­geleitet werden konnte und er selbst endlich noch das Tor der deutschen Erneuerung öffnete.

3n seinem Ramen wurde der Bund geschlossen, der die stürmische Kraft der Erhebung einte mit dem besten Können der Vergangenheit. Als Reichspräsident wurde der Generalfeldmarschall Schirmherr der nationalsozialistischen Revolu­tion und damit der Wiedergeburt unseres

Volkes.

Vor nunmehr fast 20 Jahren läuteten von dieser Stelle aus zum ersten Male in ganz Deutschland die Glocken den Namen des Generalfeldmarschalls, heute hat die Nation unter dem Läuten derselben Zlocken den toten greifen Helden zurück zur gro­ßen Walstatt feines einzigartigen Sieges geführt. Hier, inmitten der schlummernden Grenadiere feiner siegreichen Regi­menter, foll ber mübe Feldherr seine Nuhe f in d en Die Türme der Burg sollen trotzige Wachter sein dieses letzten Großen Haupt- quartters bes Dftens.

Standarten und Fahnen halten die Parade.

Das deutsche Volk aber wird zu seinem toten Helden kommen, um sich in Zeiten der Rot neue Kraft zu holen für das Leben, denn wenn selbst die letzte Spur dieses Leides verweht fein sollte, wird der Rame noch immer unsterblich sein.

Toter Feldherr, geh' nun ein in Wallhall!

Langsam tritt der Führer vom Rednerpult. Sem Gesicht ist gezeichnet von einem aufjerorbent* Ii$en (Ernjt, ber sich jedem unauslöschlich ins Ge- bachtms prägt.

rücken nun ebenfalls ab. Von draußen her drängt durch das andere Tor das Volk herein, jene 200 000, die sich um das Denkmal gesammelt hatten und von denen noch viele einen Blick in den Marschall­turm werfen mochten. Es wird' viele Tage dauern, bis dieser gewaltige Strom ber Menschen bünner wirb. Bis in bie Nacht hinein werben heute bie Menschen Gelegenheit haben, zum Sarge Hinben- burgs zu wallfahrten.

Oie Vertreter der auswärtigen Mächte.

Tannenberg - Denkmal, 7. Aug. (DNB.) Der Kreis der Vertreterberauswärtigen Mächte ist unübersehbar. Die starken biplomati- schen und militärischen Sondermissionen unserer ehemaligen Verbündeten aus dem großen Kriege fallen auf. So sieht man an ber Spike der Ungarn Außenminister Ka n y c», den Oberbefehlshaber der Königlich Ungarischen Armee von Korpathy, sowie den Kommandeur des vom Reichspräsidenten innegehabten 3. Honveb - Inf. - Regiments Oberst von Koos. Das stammverwandte Oesterreich ist durch feinen Gesandten Tauschitz vertreten, die österreichische Armee durch Generaloberst Fürst Schönburg - Harten st ein. Der König von Bulgarien hat den Kommandanten von Vhilippopel, Oberst Radeff, entsandt, während für bas türkische Heer die Oberstleutnants

Oas Ende

Hohenstein, 7. August (DNB.) Heber dem Tannenberg-Denkmal breitet der Abend feine Schwingen. Es ist Friede eingekehrt über dem Denkmalsplatz, nachdem die vielen Zehntausende abgezogen sind. Das Denkmal hat das große Tor geschlossen, und nur noch eine kleine Pforte steht offen, durch die andauernd ein Strom andächtiger Menschen in den Hof des Denkmals eintritt, um an dem offenen Marfchallturm vorbeizuziehen, um noch einmal den toten Feldmarfchall zu grüßen. In langsamem Schritt gehen die Trauernden an dem Sarge vorbei. Man hat Zeit, einen Blick hin­einzuwerfen, man sieht die Orden auf dem Samt- fiffen und den Marschallstab, den die Hand des großen Feldherrn gehalten.

In dem Denkmalshof ist von fleißigen Händen aufgeräumt worden, lediglich der Altan, auf dem bei der Beisetzungsfeierlichkeit der Sarg gestanden hat, ist stehengeblieben. Er dient jetzt dazu, einen Teil der zahlreichen Kränze aufzunehmen; der Rest der Kränze ist um den breiten Sockel bes bunflen Bronzekreuzes im Hofe bes Denkmals gelegt.

Die Stabt Hohenstein ist immer noch gefüllt mit Militär, SS., Polizei unb Marine, bie noch feinen Zug gefunben haben, um aus ber Stabt gebracht : zu werben. Die Sonberzüge nach Berlin sinb ab­gegangen. Jetzt gehen lange Züge in bie Provinz ab, 40 unb mehr Achsen Güterwagen, in benen man provisorisch Bänke aufgeschlagen hat, fahren I nach Narben, Westen unb Osten, um bie vielen Be- '

Leise spielt bie Musik bas alte Solbatenlieb:Ich 9rQrL61 QCn Kameraben", grüßenb heben sich bie Arme Zu gleicher Zeit beginnt ber Trauer- L?n U^nHer- m Nähe bes Denkmals aufgefahre- nen Sattenen. 2)03 ßteb geht über in bie Nativ- na l hymn e. Das Deutschlanblieb braust auf. Acht kaaen^hn6^11 7 Sarg, heben ihn an unb türm mnr sun !5"6sam hinüber zum Marschall- . r btei2-r-6ar8- Qei)en wieberum acht Offi- ziere, bie auf Kißen bie Orben unb ben Marschall- ftab tragen Hinter bem Sarge schreitet der h!,«dh9e Abende Feldmarschall bes beut fd) en Weltkriegsheeres, von f ,n«J)er ffriebensuniform, in ber ben Marschallstab. Hinter ihm tragen SS.-Gruppensuhrer unb ber Abjutant bes Führers Gruppenführer Brückner, ben ri esi g e n ftrana d e s Führers. Dann folgt ber Füh - fe r, um selbst im Marschallturm am Sarge bes ^ten Felbmarschalls, seines väterlichen Freunbes

Kronz nieberzulegen. Es kommt bann mit bem Felbbischof bie bunte Folge ber Angehörigen, bie Reichsmimster, bie Reichsstatthalter, bie Länber- minifter, SA.-Führer, SS.-Führer, kurz alles drangt nun heran zum Marschallturm, um einen letzten Blick auf ben Sarg zu werfen unb Abschieb zu nehmen. Inzwischen wirb bas Horst-Wessel-Lieb gespielt, bas übergeht in ben Marsch bes Regimen­tes, aus bem Hinbenburg hervorgegangen, bes 3. Garderegimentes zu Fuß. Ws der Führer sich anschickt, langsam bas Denkmal zu verlassen, braust bas viermotorige GroßflugzeugHinben- bürg heran, geschmückt mit schwarzen Wimpeln, um ebenfalls von bem Manne Abschied zu neh-

men, ber ihm seinen Namen gab unb es taufte Q <° wie vorher eine Staffel des Deutschen tuftfportoerbanbes bas Denkmal überflog unb Ab­schied nahm.

Oer Ausklang.

Langsam verlassen nun bie Ehrengäste bas 2)enb mal; zunächst noch ber Reichsregierung bie Siplo= ÄI!'uUntcr ?enJ;nr "an den größten Teil ber Botschafter unb Gesanbten bemerkt, bann folgen öie anberen Trauergäste. Man sieht barunter ben Lt*rf*er preußischen, ber bayerischen unb ber vR^fH?r*P^rmeexbe5 Weltkrieges, sowie zahlreiche Persönlichkeiten bes alten Deutschlanb unb viele Borfampfer bes Dritten Reiches. Ministerpräsibent Goring ift in ©eneratsuniform erschienen, Vize- QHpnJro0 ° n Y apmn m. der Hlanenuniform feines Änegsregimentes. Gauleiter Oberpräfibent Koch, hna ^eglnn der Trauerfeier bie Angehörigen in ü l?/I^mal geleitet hatte, unb bann neben bem o"hrer ins Denkmal geschritten war, verläßt Monumpn^ ?e5 Angehörigen wieberum bas n treten aus bem Marschallturm am bSlatCnnfn^ahr %hUnb bie beiden Admirale, die slrAi« b» Ehrenwache gehalten und den Sarg bis zum Turm begleitet haben.

^Ä-s^°^längen verläßt bie Fahnenkompanie ber Reickswehr bas Denkmal. Nun beginnt ber Ab- marsch Ehrenformationen unb ber übrigen ©afte. Die Schilbwachen, bie, wie aus Erz gehauen breitbeinig auf bas Gewehr gestützt rings auf ben Wehrgangen zwischen ben Türmen stehen, eherne Wachter ber irbischen Ueberrefte bes großen Toten,

(ge,> flortbo Msche Presse mrssff^icht ^ngÄ7nd7'Schich!run:

<tei) ®dm6S9' töni8L ung°r. Hanved.Mnister.'n°?a!feldmarfchall'°v^n urfl.'Some«

Deutschlanbs Reichspräsibent Generalfelbmarschall von Hinbenburg hot für ewig feine Augen geschlossen. Die mächtige beutsche Nation trägt einen ihrer größten Söhne zu Grabe.

Hinbenburg war ber ©ranitfels feines Volkes, ber unerschütterlich stanbhielt, auch bann, als noch bem großen Weltenbronb bie gigantischen Wogen bes barauf folgenben Zusammenbruches unb ber politischen Kämpfe ber jüngst verflossenen Jahre bereits bie Grunbpfeiler bes beutschen natio­nalen Lebens zu gefährben begannen. Als Felb- berrn unb als Staatsmann ragt er in gleicher Weise hervor, unb seine Persönlichkeit nahm welt­geschichtliche Maße an. Seiner Größe hul­digt bie gesamte Menschheit auch bie ehemaligen Feinbe in tiefer Bewunberung.

An ber unermeßlichen Trauer bes Deutschen Reiches nimmt bie ganze Kulturwelt Anteil. Den schmerzlich st en Wiberhall erweckt jeboch diese Trauer in ber Seele ber ungarischen Nation, da ja im Weltkrieg unter seiner ruhmreichen Füh-' rung fast jeber ungarische Solbat gekämpft hat unb auch bie heutige Honveb in ihm einen hervor- ragenben Angehörigen verliert. Als ich ihn 1931 zum Inhaber eines Infanterie-Regiments ernannte, war es mein Wunsch, biese legenbäre Persönlichkeit, bie als eine ber führenben Gestalten bes Weltkrieges in ber Geschichte fortleben wirb, ber Honv eb als leudjtenbes Beispiel 9 i3 u ft eilen, um nicht nur seine Felbherrn- große, sonbern auch seine rein menschlichen Tugen- oen, hauptsächlich fein Pflichtgefühl, auch für ben einfachen Solbaten zum Dorbilb zu erheben. Zum Zeichen ber äußeren Kennzeichnung bes Verlustes, den die Honveb erlitt, wie auch meiner persönlichen u9Ung Trauer orbne ich aus Anlaß Des Ablebens bes Generalfelbmarschalls von Hinben- vurg für bie gesamte Honveb eine sechs- E^.'Le.Lanbestrauer an.

Godvllo, 7. Auaust 1934.

Ein Abschiedswort derTimes" an Hindenburg.

tümnAtAtmiöitdrriid,e^IS'^c^I^Cabcrei^tc'en3c:

EA des deutschen Volkes während seiner langen Geschichte gerne en. Sie hat sich nieer^is deutlicher gezeigt, als gestern. In lannenbTra h!«Clrr9 ?,e vstpreußischen Bauern, die sich mnti^nbrUd)x ber 9tuffen und der plötzlichen bra> S' ^enh uud zermalmenden Niederwerfung des Feindes durch den Generalfeldmarschall erinnerten 191/^lebenden Befehlshaber der Schlachten von 1914, darunter vor allem Feldmarfchall von Macken- ber einfachste Landsturmann, der unter Hindenburg gegen den Eindringling marschiert war.

kein besserer Begräbnisplah hätte sich für den alten Krieger wählen lassen, als die Stätte, wo er, von seinem Herrscher aus dem friedlichen Ruhestand gerufen, einen Sieg errang, der im Verzeichnis der großen Schlachten der Wettge- fchichte seinen Platz finden wird. Es ist einer der Beweise von Präsident von Hindenburgs Große, daß sogar in den Ländern, die am mei­sten unter den deutschen Waffen gelitten haben, fein Rame geachtet wird und daß die feierliche Zurückweisung der deutschen Kriegsschuld, die er von einem der Türme des Kriegsdenkmals abgab, wo er jetzt begraben liegt, größeres Ge- wicht im Auslande hatte, als die besonderen Verteidigungsreden vieler Politiker und pro- fessoren.

berten nnS 9 ßA'?ic gestern in London auf hun- öerten oon nicht amtlichenGebäuben weh- m ü t uTh T «Elch- Huldiuung °n d An nr odieVaterlanbsliebe biefes Sdlur/Vn enrr?ol?aten der alten preußischen Eharakter unoerborben burch Sieg unb Erschüttert burch Nieberlage blieb. 9 Tiefer Eindruck in Frankreich.

?UZ- (DNB, Funkspruch.) Di- fron.