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Oberheffen.
Landkreis Gießen.
T Lich, 4.Mai. Um die Einheit auf dem Gebiet des Chorwesens in unserer Stadt zu erreichen, hatte der Borsitzende des Gesangvereins „Cacilia", Karl Lotz, im Auftrage des Provinzialwalters vyn Oberhessen des Hessischen Sängerbundes, L. Wendler (Lad-Nauheim), die Vorstände der beiden hiesigen Mannergesangvereine „C ä c i l i a" und „R o t h s ch e r M ä n n e r ch o r" in das Hotel „Zum Holländischen Hof" eingeladen, um in gemeinsamer Beratung die Zusammenlegung der beiden Vereine vorzunehmen. Nach Bekanntgabe der Richtlinien für die Zusammenlegung wurden in Gegenwart des Ortsgruppenleiters Karl Kuhn folgende Vereinbarungen getroffen: Der einzige in Zukunft in unserer Stadt bestehende Männergesangoerein führt den Namen „Sängeroereinigung Cäcilia L i ch ". Sämtliche vorhandenen Akten, Noten, Mobiliar und dergleichen übernimmt die neue Sängervereinigung. Bei festlichen Angelegenheiten werden die Fahnen der beiden seitherigen Vereine gezeigt. Die Mitglieder und Ehrenmitglieder beider Vereine übernimmt die „Sängervereinigung Cäcilia". Chorleiter des Vereins wird Lehrer Ernst Ilge (Oppenrod). Der seitherige sehr verdienstvolle Dirigent des Rothschen Männerchores, Lehrer i. R. Karl Stein, der in Sängerkreisen als Wertungsrichter einen hohen Ruf genießt, wird in Anbetracht seiner hohen Verdienste um den Verein und das Chorwesen einstimmig zum Ehrenchormeister ernannt. Die Vorstandsbestellung regelt sich nach der aktiven Beteiligung an den letzten und den kommenden Singstunden, deren erste schon am Samstag, 5. Mai, stattfindet. Dereinsführer ist Karl Lotz. Bereits am 12. Mai wird die „Sängervereinigung Cäcilia" bei einer Veranstaltung der NSG. „Kraft durch Freude" öffentlich austreten. Der Vereinsführer Karl Lotz schloß mit dem Wunsch auf ein neues -Aufblühen der „Sängeroereinigung Cäcilia" und mit begeistert aufgenommenem„Sieg-Heil" auf die Sängerführung, das deutsche Lied und den Schützer -des deutschen Volkes, den Führer und Volkskanzler 'Adolf Hitler, die Versammlung. — Die „Sängervereinigung Cäcilia" mit ihren rund 100 Sängern, wird eine der stärksten Sängergruppen unserer Provinz sein. Die Wahl des erprobten Chormeisters Ernst Jlge bietet die Gewähr dafür, daß die -Leistungen der „alten" Cäcilia, einst im Jahre 1838 -gegründet, von der neuen „Sängervereinigung 'Cäcilia" noch übertroffen werden. Der seitherige Machsche Männerchor war im Jahre 1891 unter idem Namen „Männerquartett Lich" gegründet wor- «den.Er wurde einige Jahrzehnte lang von dem verstorbenen Lehrer und Rektor Roth, dessen Namen 'er zuletzt führte, dirigiert. Lehrer Karl Stein lührte den Verein bis zur Verschmelzung und hatte <5 verstanden, trotz einer nur kleinen Sängerschar recht erstaunliche Leistungen aufzuweisen.
O Grüningen, 4. Mai. Dieser Tage fand in einer ordentlichen Mitgliederversammlung der Spar - und Leihkasse und der Spar- und Darlehenskasse die Zusammenlegung der beiden Kassen in Anwesenheit des Kreisbauernführers
Grohen-Bufeck.
Zur Feier des Tages der nationalen Arbeit wurde ün unserem Orte am Vorabend ein Maibaum auf dem Anger ausgestellt. Anschließend fand Gottesdienst statt, an dem sich sämtliche Organisationen der NSDAP, und die übrigen Einwohner beteiligten. Die Predigt hielt Ortspfarrer Müller. Der Posaunenchor bereicherte den Gottesdienst durch ijeine Darbietungen. Später brannte die Hitlerjugend nuf dem Attenberg ein großes Feuer ab, wobei Ihr nerbannführer Wilhelm Schneider die Ansprache tzielt und anschließend eine Totenehrung stattfand. Am 1. Mai ertönte frühmorgens der Weckruf des Musikzugs und der Spielleüte des Sturmbanns V/116. Sodann fand die Jugendfeier nach einem Umzug durch das Dorf statt. Mittags sah man einen großen Festzug mit Festwagen durch die Ortsstraßen marschieren. Der Musikzug des Sturmbanns '-tellte die Marschmusik. Unterbannführer Schneider hielt die Ansprache. Darauf folgte die Ueber- : ragung von Berlin.
Leihgestern.
Anläßlich der Wiederkehr des 1. Mai vercmstal- ttete das Jungvolk in Gemeinschaft mit dem BdM. und der Schuljugend morgens bei der Rindsmühle eine Feier. Bei der Schule wurde Aufstellung ge- mommen. Der stattliche Zug bewegte sich unter Ge- [iang zum Festplatz. Hier wurden einige Sprechchöre unter Leitung des Jungzugführers Rudolf Sifora vorgetragen. Anschließend sprach Fähn- I^emführer Helmut Geißler über die Bedeutung des 1. Mai und über die Aufgabe der Jugend. Die Feier fand ihren Abschluß mit dem Gesang des Liedes: „Vorwärts, vorwärts".
Dorf-Gill.
Hier fand am Feiertag der nationalen Arbeit vormittags ein großer Umzug unter Vorantritt des Posaunenchors statt. Auf dem Sportplatz hielt der . itellv. Zellenwart Euler eine Ansprache, anschließend sang die NS.-Frauenschaft einen Choral, so- >ann trug der BdM. ein Gedicht vor. Ortsgrup- venamtsleiter der NS.-Hago Reuhl sprach über >en 1. Mai. Nach Gedichtvorträgen und einem Lied- le ang folgte eine weitere Ansprache von Lehrer 3una Der BdM. führte anschließend Volkstänze m Trachten auf. Dann sprach Bürgermeister
D ö r r s ch u ck und des Oberrevisors Hartmann Gießen statt. Nachdem schon vor einigen Wochen ein vorläufiger Vorstand gebildet worden war, wurde dieser jetzt bestätigt. Der Vorstand der neuen Kasse, die den Namen „Spar- und Darlehenskasse" trägt, setzt sich wie folgt zusammen: Direktor Heinrich L e i d i ch, Stellvertreter des Direktors Adam Buß, Rechner Karl Euler, Vorsitzender des Aufsichtsrates Adam Bender, dessen Stellvertreter Wilhelm Gottfried Engel. Die Warengenossenschaft, die der Spar- und Leihkasse angegliedert war, wurde dem K o n s u m v e r e i n, der als Gesellschaft mit beschränkter Haftung eingetragen wurde, überwiesen. Die Bilanzen der beiden Kassen erwiesen sich ungefähr als gleichsteheud, das dem Zusammenschluß sehr förderlich war. 9
Kreis Schotten.
□ Laubach, 4. Mai. Kaufmann Otto Stel - l e r beging dieser Tage in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 0. Geburtstag. Er betreibt heute noch das von ihm vor mehr als 50 Jahren gegründete Geschäft. — Bei der im „Schützenhof" abgehaltenen außerordentlichen Hauptversammlung der „Laubacher Ausschuß-Gesellschaft^ wurde der Glasermeister Heinrich Hertel zum Hauptmann des diesjährigen Ausschußfestes gewählt. Diese Wahl war durch den Rücktritt des am Osterdienstag gewählten Hauptmanns Hofmann erforderlich geworden.
Kreis rr Isfeld.
* Alsfeld, 4. Mai. Gelegentlich des Feiertags der nationalen Arbeit verkündete die Betriebsleitung der hiesigen mechanischen Kleiderfabrik Georg Dietrich Bücking bei der Feier in ihrem Betriebe, daß in Zukunft alle aus dem Kreise der Arbeiter und Angestellten kommenden brauchbaren Vorschläge, die dem Wohle des Betriebs dienen, -mit Prämien ausgezeichnet werden sollen. Die Leitung des Unternehmens will auf diese Weise die von dem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler erstrebte Volks- und Arbeitsgemeinschaft aller Schaffenden fördern und pflegen.
ss. Grebenau, 4. Mai. Dieser Tage wurde in der Jessa, einem Nebenfluß der Fulda, vorn Fischereipächter Forstmeister Dr. Barth eine Forelle von einer fast unglaublichen Länge von 55 Zentimeter und einem Gewicht von über 3 Pfund gefangen. Petri Heil!
§ Ober-Ohmen, 3. Mai. In der vergangenen Nacht wurde bei einem hiesigen Landwirt ein Diebstahl ausgeführt. Der bzw. die Diebe stahlen die neuen Treibriemen an einer erst kürzlich angeschafften Motoranlage. — Die im Vorjahre gepflanzte Adolf-Hitler-Eiche wurde dieser Tage durch ein neues Stämmchen ersetzt, da das erste über Winter eingegangen war. — Im Verlaufe der nationalsozialistischen Revolution im Dcrngen Jahre wurde hier das Ebertdenkmal niedergelegt. Das Gestein des Fundaments ist nunmeyr ebenfalls beseitigt worden. Ein Teil des Steinmaterials wurde zu Wegeausbesserungszwecken benutzt.
K n ö p p e r. Mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied wurde die Feier geschlossen. Am Nachmittag versammelten sich die Einwohner wiederum, um die Uebertragung aus Berlin zu hören. Unser Ort war in reicher Weise mit Flaggen geschmückt.
Bellersheim.
Unser Ort zeigte am Tage der nationalen Arbeit reichen Fahnenschmuck. Am Vormittag veranstaltete die Jugend einen Umzug, anschließend hörte sie die Uebertragung der Jugendfeier in Berlin. Am Nachmittag bewegte sich ein großer Festzug von hier nach Obbornhofen, wo sich die dortige Einwohnerschaft anschloß, dann ging es hierher zurück nach dem Schulplatz, wo nach Ansprachen von Adolf Müller und Karl I ö r ch die Uebertragung der Rede des Führers mit Spannung angehört wurde.
Butzbach.
Der Feiertag der nationalen Arbeit wurde hier eingeleitet durch die Einholung des „Maibaumes". Der Ortsgruppenleiter hielt im Beisein der Bevölkerung eine kurze Ansprache. Anschließend fand allgemeiner Kirchgang statt. Pfarrer Linden- struth legte seiner Predigt den Gedanken der Arbeit zugrunde. Nach Einbruch der Dunkelheit versammelte sich die Hitlerjugend und das Jungvolk auf den nächsten Höhen und brannten Feuer ab, wobei Lieder, Feuersprüche, Spiele und Tänze abwechselten. Am nächsten Morgen versammelte sich die Jugend aus dem festlich geschmückten Marktplatz, um die Uebertragung vorn Tempelhofer Feld anzuhören. Sodann wurde die Preisverteilung vom Jugendberufswettkampf vorgenommen. Nachmittags bewegte sich ein großer Festzug durch die festlich geschmückten Straßen. Eine ganze Anzahl Wagen, die u. a. eine Lokomotive „Kraft durch Freude", eine Fahrt ins Blaue, eine Weltkugel der Hapag, das Richtfest eines Neubaues, das gewaltige Zahnrad der Metallarbeiter usw. zeigten, gaben dem Zuge eine sinnreiche Ausschmückung. Auf dem Marktplatz hielt der Kreisbetriebszellenleiter Ertel aus Bad- Nauheim eine packende Ansprache. Nach der Uebertragung der Rede des Führers schloß Ortsgruppenleiter Schneider in üblicher Weise den offiziellen Teil. Am Abend fand in den Lokalen Konzert und Tanz statt.
Scholten.
Der nationale Feiertag wurde hier unter stärkster Teilnahme der Bevölkerung festlich begangen. Am Vorabend zündete das Jungvolk ein großes Freudeneuer auf dem Bockzahl an. Früh am Festtag zog )ie gesamte Jugend mit Musik durch die Straßen und hielt im Schulhof ihre Morgenfeier mit der Uebertragung aus Berlin. Um 10 Uhr traf eine Abteilung Reichswehr aus Gießen ein, wurde mit den Spielleuten und der Sturmbannkapelle abgeholt, in den Schulhof geleitet und dort vom Sturmbannführer Straub begrüßt. Den Soldaten, die in Bürgerquartieren untergebracht wurden, bereitete man überall einen herzlichen Empfang. Ein riesiger Festzug bewegte sich mittags durch die Straßen. Alle Betriebe, Behörden, Fahnenabordnungen zogen mit, Reichswehr, SA.-Ehrensturm, HI., Jungvolk u. a. m. Mehrere Festwagen belebten den Zug, ein Spinnstubenwagen aus Breungeshain, mehrere Jnnungswagen, ein Siedlungsbau „Kraft durch Freude" der Zimmerleute u. a. m. Im Schulhof wies Kreisdirektor Zürtz auf die große Bedeutung des nationalen Feiertags in zündenden Worten hin. Die Führerrede wurde durch Lautsprecher übertragen. Abends fand in beiden Sälen )er Turnhalle großes Volksfest und Ball statt.
Flensungen.
Am Vorabend des 1. Mai wurde auf dem Sportplatz zu Flensungen Feldgottesdienst abgehalten, an dem das ganze Kirchspiel teilnahm. Die Darbietungen der Gesangvereine Flensungen, Stockhausen und Merlau unter Leitung von Lehrer Dönges gaben dem Gottesdienst eine besondere Weihe. Um 21.45 Uhr fand dann im Saale von Gastwirt Becker (Flensungen) die Weihe der beiden NSBO.-Fahnen Flensungen und Merlau statt.
Homberg.
Unser Städtchen war am Tage der nationalen Arbeit überaus prächtig geschmückt. Dor der Stadthalle war ein festlich hergerichteteter Mai bäum ausgestellt. Aus der Umgegend waren viele Volksgenossen zur gemeinsamen Feier mit unserer Bevölkerung erschienen. Morgens versammelte sich die Schuljugend nach einem Umzug durch die Stadt unter Leitung ihrer Lehrer vor der Stadthalle, um die Uebertragung von Berlin zu hören. Vor dieser Feier hielt Otto Erb aus Nieder-Ohmen eine Ansprache, anschließend sprach der Jungvolkführer. Mittags bewegte sich ein riesiger Festzug vom Sportplatz aus durch die Stadt nach dem Platz oberhalb der Platschmühle. Hier versammlte sich eine große Menschenmenge, an die Kreisschulungsleiter Pg. Geißer eine kernige Ansprache hielt. Anschließend sprach Pg. Schäfer- Vadenrod, dessen Rede gleich-
Jm Rahmen der Aufgaben der NSV., die vor allem darauf abzielen, ein gesundes Volk zu schaffen und zu erhalten, hat sich das Amt für Volkswohlfahrt bei der obersten Leitung der PO. folgerichtig veranlaßt gesehen, die NSV. vor allen Dingen mit der Verhütung von Gesundheitsschäden zu betrauen. Es ging dabei von der Erwägung aus, daß es zweifellos richtiger ist, Schäden zu verhüten, als eingetretene Schäden wieder zu heilen.
Aus dem weiten Gebiet, das von der Abteilung Schadenverhütung umspannt wird, seien nur besonders hervorgehoben:
Gewerbehygiene, gewerbliche Unfallverhütung, Kettungs- und Transportwesen, Wohnungs- Hygiene, gesundheitlich einwandfreie Bedingungen auf der Arbeitsstätte usw.
Insbesondere die Arbeitsstätten bedürfen dauernd aufmerksamster Ueberwachung, da auf diesem Gebiete noch vieles im Argen liegt und auf die Erhaltung der Gesundheit der Gefolgschaft noch immer nicht diejenige Rücksicht genommen wird, die der Gesunderhaltung der arbeitenden Bevölkerung entgegengebracht werden muß. Alle diese Aufgaben der NSV. sind lohnend und vielversprechend. Denn vieles stand bisher auf dem Papier, ohne daß sich vielfach die Unternehmer darum gekümmert hätten. Die Schäden und Unfälle, die im Laufe der Jahre aufgetreten find, haben ein unerhörtes Ausmaß angenommen. Man muß bedenken, daß in einem Jahr in gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben rund 150 000 entschädigungspflichtige Unfälle vorgekommen sind, daß täglich etwa 60 Menschen durch Unfälle ihr Leben verlieren. Aus diesen Zahlen kann man leicht ermessen, wieviel Leid und Not über Hunderttausende von deutschen Familien kommt. Wieviele Volksgenossen müssen heute noch in Betrieben arbeiten, die gesundheitsschädigend sind,.ohne daß es gelungen wäre, dem Unternehmer leine'Sparsamkeit am falschen Platz abzugewöhnen.
Dreioiedel aller Schäden sind abwendbar und vermeidbar, wenn überall das richtige Verständnis herrscht. Dabei werden die Unternehmer selbst einen fühlbaren Nutzen haben, wenn die Lasten der Verufsgenossenschaft sich vermindern, die Krankheitsfälle und damit bedingte Arbeilsausfälle aufhören.
Vor allem ist eine umfassende Aufklärungsarbeit notwendig, wie sie jetzt durch das Amt für Volkswohlfahrt eingerichtet worden ist. In vielen Schaufenstern, an allen Litfaßsäulen, in allen Betrieben sehen sie das Plakat: „Kampf der Gefahr". Dieses Plakat soll der ganzen Volksgemeinschaft den Gedanken einhämmern, daß jedes brauchbare Mit- | tel recht ist, um die Gefahren, die die Arbeit ifiit sich bringt, die Gefahren, die der gesteigerte Verkehr | zur Folge hat, sowie alle anderen, durch die Volksgenossen zu Schaden kommen können, durch die Zu-
i falls mit starkem Beifall aufgenommen wurde. Mit einer Huldigung für den Führer und das deutsche Vaterland schloß diese Kundgebung. Sodann folgte der Marsch zur Stadthalle, um hier die Rede des Führers aus Berlin zu hören. Frohe Geselligkeit am Abend in allen Lokalen der Stadt beschloß den schönen Tag.
Grebenau.
Unser Ort war von der Einwohnerschaft am Tage der nationalen Arbeit festlich geschmückt. Auf dem Jahnplatz vor der Turnhalle waren Maibäume aufgestellt, die am Abend vorher mit einem Fackelzug und Marschmusik unter Glockengeläut eingeholt worden waren. Nach der Ausstellung des Maibaumes fand Feldgottesdienst statt, bei dem Pfarrer M ü l - I e r die Predigt hielt. Der Gottesdienst schloß mit dem Lutherlied „Nun danket alle Gott". Während des Gottesdienstes brannte das Jungvolk auf dem Herrnberg ein großes Feuer ab. Am 1. Mai frühmorgens erscholl der Weckruf durch unseren Ort und durch die benachbarten Dörfer. Dann versammelte sich nach einem Umzug die HI. und das Jungvolk auf dem Festplatz, um die Jugendfeier aus Berlin durch Lautsprecher zu hören. Nachmittags sand ein großer Festzug statt, an dem sich alle Einwohner in ihrer Berufskleidung und mit Handwerkszeug der verschiedensten Art beteiligten. Leider wurde der Festzug durch einen plötzlich einsetzenden starken Gewitterregen beeinträchtigt. In der Turnhalle hielt Ortsgruppenleiter Konrad Habermehl - Eulersdorf eine zündende Ansprach, die mit einer Huldigung für den Führer und Dolkskanzler Adolf Hitler schloß. Sodann wurde die Rede des Führers übertragen. Frohe Geselligkeit am Abend beschloß den Tag.
Launsbach.
Der Tag der nationalen Arbeit wurde auch in unserem Orte festlich begangen. Morgens bewegte sich ein Zug HI., BDM., JV. und Schuljugend durch das Dorf zum Rathaus, wo die Jugendkundgebung aus Berlin übertragen wurde. Die meisten Rundfunkbesitzer hatten ihre Lautsprecher in die Fenster gestellt, so erschallte nach der Jugendkundgebung bis zum Staatsakt deutsche Musik in unseren Straßen. Mittags marschierte der Festzug durch sämtliche Straßen des Orts zum Platz, wo die Kundgebung stattfand. Pg. Propagandawart August Strack jr. hielt eine zündende Ansprache, großer Beifall dankte unserem Pg. Strack für seine treffenden Ausführungen. Anschließend wurde die Rede des Führers übertragen. Am Abend trafen sich alle Volksgenossen in den Sälen der hiesigen Wirtschaften, um in wahrer Volksgemeinschaft einige vergnügte Stunden gemeinsam zu erleben.
fammenarbeit aller zu bannen. Da der Unternehm mer selbst in allererster Linie den Vorteil davon hat, wenn die gesundheitlichen Gefahren in seinem Betrieb abgewendet werden, ist es nur selbstverständlich, wenn er die Aufklärungsarbeit finanzieren hilft. Es wird ihm die Auflage gemacht, die Aufklärungshefte „Kampf der Gefahr" auf seine Kosten an jeden Betriebsangehörigen zu verteilen. Die Kosten sind außerordentlich niedrig, und die Aufwendungen stehen in keinem Verhältnis zu dem Vorteil, der sich als Ergebnis der verhüteten Gefahren Herausstellen wird. Bei jeder Ortsgruppe werden Sachbearbeiter für Schadenverhütung ernannt, die zunächst die Zahl der innerhalb einer Ortsgruppe belegenen Unternehmen und die Zahl der Beschäftigten feststellen. Vorträge, Filmvorführungen und Veranstaltungen werden diese Aufklärungsarbeit ergänzen.
Das höchste Ziel, das sich das Amt für Volkswohlfahrt gestellt hat, ist nach dem Willen des Führers und der einschlägigen Ministerien, die Gesundheit der Schaffenden zu erhallen, denn die Arbeitskraft ist ein Kapital, ist ein Faktor des Wirtschaftsprozesses von einer zahlenmäßig gar nicht zu erfassenden Bedeutung.
Auch den früheren Gewerkschaften und den Betriebsräten wäre schon diese Aufgabe zugefallen, sich mehr um das gesundheitliche Wohl ihrer Arbeitskameraden zu bekümmern. Statt dessen aber erschöpfte sich ihre Tätigkeit im Kampf um die Tarife und in einem Aufhetzen der Arbeiterschaft gegen die Betriebsführung. Dies alles muß anders werden, denn: Nationalsozialimus ist Sozialismus der Tat!
Kunst und Wissenschaft.
47. Hauptversammlung
des Vereins deutscher Chemiker in Köln.
In Köln findet vom 22. bis 26. Mai die 47. Hauptversammlung des Vereins deutscher Chemiker statt. Auf dem Programm der Tagung stehen u. a. folgende Vorträge: Professor Dr. Friedrich, Clausthal: „Deutsches Führertum im Betrieb". — Professor Dr. I. Eggert, Leipzig: „Kinematographie in der Wissenschaft".— Prof. Dr. G. Sessous, Gießen: „Stand der Sojabohnenzüchtung in Deutschland und ihre Bedeutung für die Wirtschaft". — Dr. K. Götze, Wuppertal- Elberfeld: „Die Entwicklung der Kunstseide und ihre Bedeutung für die nationale Wirtschaft". — Professor Dr. L. Ubbelohde, Berlin: „lieber den deutschen Mineralölwirtschaftsplan". — Dr. Mielenz, Reichsministerium für die Luftfahrt, Berlin: „Die Organisation des zivilen Luftschutzes". — Dr. K. Stantien, Berlin: „Aufgaben des Chemikers im Luftschutz". — Dr. F. Alten, Berlin: „Der Stand der Bodenuntersuchung und ihr Wert für landwirtschaftliche Meliorationsmaßnahmen".
Oer Feiertag der nationalen Arbeit in der Provinz.
Schadenverhütung — eine neue Aufgabe der NSV.
Line Säule unserer Volkswirtschaft — die Lebensversicherung
lieber 4 Milliarden Mark betrug Cnde 1933 das von den Lebensversicherungs- Unternehmungenfiirihreversichertenan- gesammelteundinmündelsicherenwerten angelegte vermögen, dieses Kapital befruchtet die ganze deutschevolkswirtschast.
fin versicherte und deren Hinterbliebene wurden im Jahre 1933 rund 500 Mill. M. ausgezahlt. Jn zahllosen Zöllen wurden dadurch Zamilien vor Not bewahrt, Existenzen gerettet und neu geschaffen.
Gemeinschaft zur Pflege üeö Lebensverflcherungsgeöankens
Rund 18 Millionen Lebensversicherungen über eine gesamte Versicherungssumme von rund17MilliardenMarkbestandenEnde1933 in Deutschland - der beste beweis für dasver- trauen, das die deutsche Lebensversicherung sich in mehr als 100 Jahren erworben hat.


