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Der König von Demen in großer Bedrängnis.

Ibn Sauds Truppen bereiten den Angriff auf die yemenitische Hauptstadt vor.

regelmäßigen Abständen wurden bisher nicht weni­ger als sechs junge wertvolle Pferde an verschiedenen Stellen auf der Weide e r st o ch e n a u f g e f u n d e n. Weitere Pferde wurden mit ge- fährlichen Stichwunden aufgefunden. Bei den ge- töteten Pferden wurden jeweils ein tiefer Stich in die Brust festgestellt. Die Bauern des betroffenen Gebiets haben einen Selbstschutz eingerichtet. Man vermutet, daß der Täter ein guter Perdekenner ist.

Kaffee IDEE

veredelt und leicht bekömmlich

Außenministers an die Gesandschaft Ibn Sauds m Kairo wird erklärt, daß die Regierung Ibn Sauds sich als verantwortlich für die Verwal­tung der bereits besetzten Gebiete be­trachtet. Die Maßnahmen der Jbn-Saud-Regierung werden jedoch den Ausländern in den besetzten Ge­bieten jeden Schutz gewähren. Der Wahabitenkönig hat seinen Truppen befohlen, die Plünderungen einzustellen. König Ibn Saud hat als Bedingung für die Einstellung der Feindseligkeiten in Arabien die Abdankung des Imams Jachya von Jemen gefordert.

Ibn Saud gibt in London beruhigende Erklärungen ab.

London, 5. Mai. (DRB.-Funkspruch.) Der Vertreter Ibn Sauds in London erklärte m einer Unterredung mit demDaily Telegraph", daß d a s englische Protektorat Aden in keiner Weise berührt werde, falls Ibn Saud den Jemenstaat dem Wahabitenreich angliedere. Dies würde im Gegenteil geringere Reibungen als bis- her an der Grenze zur Folge haben.

Italienische Kriegsschiffe nach Hodeida unterwegs.

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Rom, 4. Mai. (DNB.) In Anbetracht der kriegerischen Ereignisse auf der arabischen Halb­insel und mit Rücksicht auf die Int er« essen Italiens im Roten Meer sind

italienische K r i e g s s ch i f^f e nach

Schwerer Kampf zwischen Polizei und Verbrechern in Nenyork. Zwei Polizisten gelötet, mehrere verletzt.

Gegenwärtig führt die Rewyorker Polizei einen verschärften Kampf gegen die Unterwelt. Dabei kam es in den letzten lagen zu einem Kugelwechsel, bei dem ein Polizist getötet und mehrere verwundet wurden. Polizeiliche Verstärkungen riegelten darauf einen großen Teil der Stadt ab in der Hoffnung, die Verbrecher fest- zunehmen. Dabei wollte ein Polizist einen verdäch­tigen Kraftwagen anhalten. Die Insassen des Wa­gens schossen jedoch sofort und töteten den Po-

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Mit dem Auto in die Arktis

Norwegische Autobahnprojekte im hohen Norden.

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Bedeutung ist.

Aus aller Welt.

Derksludententum im Auslande.

Vor der Abreise des früheren deutschen General­konsuls in San Franzisko, von Hentig, der i,um deutschen Gesandt - n in Co l um- o i e n ernannt worden ist, veranstaltete dieVer- -inigung ehemaliger Amerika-Werkstudenten m Berlin eine Abschiedsfeier. Gesandter von Hentig iat sich während seines Aufenthaltes in Amerika «m die Förderung des Amerika-Werk- studententums besondere Verdienste erworben. Der Auslandsaufenthalt hat den Amerlka-Werk- »udenten, unter denen sich stets auch eine größere Unzahl von Diplomlandwirten befand, durch (wie Arbeitstätigkeit und den Existenzkampf im Aus- iianbe ein besonderes Erlebnis gebracht. Gerade hemalige Werkstudenten fühlen sich deshalb ver­pflichtet, auch heute die Beziehungen zum Aus- >ande besonders zu pflegen und den anderen Vol- 1 ern das neue deutsche Ideengut naherzubringen. Der Abend erhielt durch die Anwesenheit einiger »er deutschen Auslandsarbeit nahestehender Per- iönlichkeiten eine besondere Note. Anwesend waren u a. Dr. R a u s ch n i n g , Senatspräsident vor Danzig, Gesandter Daitz, stellvertretender Che »es Außenpolitischen Amtes, Dr. Jlgner, Prä­sident der Bereinigung Karl Schurz, Dr. S w a i n e, Präsident der Universität Stanford in Kalifornien, >owie der frühere deutsche Generalkonsul von Neu- vork, Dr. Streit vomDeutschen Studentenwerk Dresden.

Großfeuer im Hirschberger laL

In bester sportlicher Kameradschaft ist das inter­nationale Nizzaer Reitturnier zu Ende gegangen. In der Gesamtheit hat es ein recht erfreu­liches Bild für die deutsche Pferde­zucht gegeben, insbesondere, wenn man die Schwierigkeiten berücksichtigt, die die deut­schen Vertreter zu überwinden hatten. Der herr­liche Platz in Nizza mit seinem hervorragenden, etwas zur Härte neigenden Geläuf und einer Lange von etwa 200 Metern ist. außerordentlich geeignet, die Schnelligkeit und das Galoppiervermögen der Pferde zur vollen Entfaltung zu bringen. Die Rei­ter hatten die Möglichkeit, den ganzen Parcours mit fast unverminderter Schnelligkeit zu absolvieren. Ein Zeitgewinnen durch Bodensparen war aller­dings vollkommen ausgeschlossen, so daß d e r G e - b o r f am und die größere Rittigkeit der deutschen Pferde nicht voll ausgewertet werden konnten. Die deutschen Reiter haben in acht Konkurrenzen, die Deutschland bestritt, zwei Sieger ( Der Moyr" undOlaf"; Reiter Obltn. Kurt Hasse) gestellt. Ferner warTora" (Obltn. Brandt) zweimal Beste im Einzelklassement, und zwar im , Zweipferde-Springen" und imMannschaftspreis oroie Dritte imGroßen Preis von Nizza"; Olaf einmal Zweiter und Zweitbester hinter Tora im ,Preis der Nationen". Baccarat, Winzige, Baron

Wie aus Hirschberg (Riesengebirge) gemeldet wird, .st im benachbarten Bobenröhrsdovs ,em Grotz- e u e r ausgebrochen. Bisher sind vier landwirt­schaftliche Besitzungen niedergebrannt. Bei der gro­ßen Trockenheit und dem Wassermangel gelang es Der Feuerwehr und dem Arbeitsdienst erst nach har- er Anstrengung, eine weitere Ausdehnung des Feuers zu verhindern. Aus den durchdas Feuer vernichteten Gebäuden konnte fast nichts gerettet werden. Die Brandgeschädigten sind nur gering, wm Teil gar nicht versichert. Bei den Loscharbetten wurden mehrere Feuerwehrleute leicht verletzt. Der Brand ist durch einen Funken aus einem Schornstein entstanden, der aus em Strohdach fiel.

Immer neue Brandfackeln über den rumänifchen Wäldern.

Die Waldbrände in Rumänien nehmen immer «öfteren Umfang an, zum Teil stnd sie von den Bauern selbst angelegt worben bi. d°- »urdi Weidegelegenheit s u r d a s T51 e y schaffen wollen, das unter der Trockenheit schwer zu Äden hat. Im Bezirk Kronstadt stehen wieder vier Wälder in Flammen. 50 Bauern wurden verduftet. Sie sind geständig, die Brande angelegt zui haben. Bei Targ'ul Jiu steht der Wald in emer Ausd.h- nung von zehn Quadratkilometern tn Zlammen. ? Sieben Waldbrände, die zumeist auf Selbstentzün­dung ober Unvorsichtigkeit ber Hirten zunickzufuhren ?inb, wüten im Bezirk Campulang. ^e Loscharbei ien gestalten sich infolge ber Unzugänglichkeit ber Gebirgswälder sehr schwierig. Ueberall würben i'tarke Militärkräfte eingesetzt Infolge ber unge­wöhnlichen Trockenheit ordnete das Landwirtschafts-

Seit Wochen sitzen nun also schon die italienischen, sterreichischen und ungarischen Sachverständigen nit heißen Köpfen am Verhandlungstisch. Sie nühen sich ab, den wirtschaftlichen Rahmenvertrag uszufüllen, stoßen aber dabei auf schier unüber­windliche Schwierigkeiten. Alles, was bei Abschluß les Wirtschaftsvertrages verheißungsvoll verkündet wurde, hat sich jetzt als unendlich schwer durchführ- ti ar erwiesen. Wir hatten damals schon auf die natürlichen Gegensätze hingewiesen, die Mischen den drei Wirtschaftskörpern bestehen. Jetzt inuß man also auch in Wien feststellen, daß sowohl i b»ie österreichischen als auch die ungarischen Wünsche bisher nicht erfüllt worden sind, eben weil Italien, wenn es nicht seine eigenen wirtschaftlichen Interessen opfern will, gar nicht in der Lage ist, nennenswertes Entgegenkommen zu zeigen. Das italienische Wunder, auf das man in Wien hoffte, st ausgeblieben, es wird sich wohl auch nicht ein» itellen. Denn was schließlich bei den Verhandlungen erausspringen wird, dürfte nicht ausreichen, Oester­deich und Ungarn merklich Luft zu verschaffen. Es xeht eben nicht, im Donauraum wirtschaftlich Ord­nung zu schaffen, dabei aber den Staat glatt zu übergeben, der für diesen Raum von allerhöchster

übergeben werden.

Eine Autobahn in die Arktis das heißt also, man fährt in seinem Wagen aus Oslo, dreht das Gas auf und gelangt nach 1500 Kilometer schnür- renber Fahrt an bas Weiße Meer. Vorbei geht es an Trontheim, ber alten Krönungs- ftabt bev norwegischen Könige, entlang an bem chönen Fjord von Trontheim, abwechselnb zwischen tiefen Tälern unb steilen Bergeszügen bis hoch tn die Tunbren, wo schon bie Lappen in ihren höhlen- artiqen Häusern wohnen, unb immer weiter, ent­lang an Bergesriesen, beren Häupter im ewigen Schnee ruhen unb in bie hinein sich hef bie eisigen Gletscher gefressen haben. Unb zum Schluß in bem sich stets gleichen fahlen Schein ber Mitternachts­sonne bas verspricht eine genußreiche Fahrt zu werben, wenn erst einmal bie letztenHammer­schläge" getan sein werben. Die Norweger wollen ihre Autostraße in bie Arktis mit allen Schikanen ber mobernen Straßenbautechnik burchführen. In Oslo nimmt bie Straße ihren Ausgang unb wirb in ber kleinen Küstenstabt Vabsö am Daranger- Fjorb, fast in gleicher Höhe mit Hammerfest, ihr Enbe finben. Sie wirb nach ben neuesten Erfah­rungen angelegt, in einer Breite von acht Meter,

Dem Auto bie Straße! Das ist eine Parole, ber in Europa bie Inangriffnahme breier gewaltiger Werke gefolgt ist. Der Bau ber Reichsauto­bahnen in Deutschlanb macht Schule: die Franzosen wollen auf eine Strecke von 13Kilo­meter den Mont Blanc untertunneln unb bie Norweger eine moberne Autobahn bis in bie Arktis vortreiben. Ueberall regen sich schon eifrig Spitzhacke unb Löffelbagger, über­all singt bas Lieb ber Arbeit, bei Berlin unb (Stet­tin, bei Frankfurt unb München, brunten in ber französischen Alpenwelt unb hoch oben im Narben in dem welligen und herben Hügelland bei Oslo. Schon sind hier und da die ersten Teilabschnitte im Werden begriffen und sollen bald dem Verkehr

Benno und Bianka wurden ein ober mehrmals placiert, bzw. erhielten Schleifen, was ausbrücklich registriert würbe. Die beutfchen Pferbe haben sich also ausgezeichnet geschlagen, wenn man berücksichtigt, baß bie französischen Reiter auf ihrem eigenen Platz nur zwei Siege aufzuweisen haben. Wenn wieberholt bavon bie Rebe gewesen ist, bah bie beutfchen Pferbe ben höher im Blute stehenben französischen Halbblütern bezügl. Schnelligkeit nicht gewachsen waren, so muß bemgegenüber festgestellt werben, baß bieses Urteil nicht ben Tatsachen ent­spricht. Sowohl in ber französischen wie in ber iri­schen unb in ber beutfchen Pferbezucht gibt es schnelle unb weniger schnelle Pferbe. Die Entfer­nungen bei bem Turnier finb so kurz, baß * e bes Warmblutpferb bie verlangte Schnelligkeit auf biefe kurze Entfernung erreichen kann, wenn es über eine genügenbe Mechanik, verfügt unb weit genug aus» gebUbet ist. Pferde, wie Derby, Benno, Tora, Egly und Ahnherr, vor allem aber Schwabensohn, sind ganz halbblutmäßig gezogen, haben nur sehr wenig Vollblut in sich und gehören doch zu den schnellsten Springpferden des Internationalen Tourniersports. Die Schwierigkeit im Internationalen Turniersport liegt darin, die höchstmögliche Schnelligkeit mit größ­ter Springsicherheit zu verbinden.

worden sind.

Schon wieder ein angebliches Seeungeheuer. 3m Hafen von Penang.

Wie aus Penang (Malaiische Halbinsel) gemeldet wird, werden die gegenwärtig im Hafen von Pe­nang durchgeführten Bergungsarbeiten an dem im Oktober 1914 von dem deutschen KreuzerEmden" versenkten russischen KriegsschiffJemtschug" dauernd auf geheimnisvolle Weise gestört. Die Ber­gungsmannschaften sind überzeugt, daß die Stö­rungen durch ein großes Seeungeheuer her­vorgerufen werden. In einem Falle wurde der Luft- schlauch eines Tauchers plötzlich abgetrennt; der Taucher konnte gerade noch rechtzeitig an Deck ge­zogen werden. Er berichtete, daß kurz vor der Ab­trennung des Schlauches ein riesiges Wassertier auf ihn zugeschwommen sei. Die Sprengarbeiten auf dem Meeresboden wurden ebenfalls öfter un­terbrochen. Das Ungeheuer soll mehrere Male Sprengladungen fortbewegt haben. Die Besatzung des Bergungsdampfers hat jetzt Fallen aufgeftellr in der Hoffnung, dasUngeheuer" zu fangen.

Dillinger auf einem englischen Dampfer?

In sensationeller Aufmachung meldetDaily Heralb', daß sich der berüchtigte, feit Wochen von der amerikanischen Polizei verfolgte Gangster Dillinger möglicherweise an Bord des britischen DampfersDuchess of York befinde, der am Sonntag in Liverpool eintrifft. Die Polizei von Chikago hat drahtlich die Polizei aller Häfen in Großbritannien gewarnt. Dillinger sei angeblich mit einem Begleiter aus den Dereimgten Staaten geflüchtet und befinde sich an Bord der Duchess of York". Hierauf sei angeordnet worden, sämtliche Fahrgäste des Schiffes bei der Ankunft in England genau zu untersuchen. Eine entsprechende Weisung sei auch an die Behörden ber irischen Häfen ergangen, bie von bem Dampfer angelaufen werden.

lizisten. Ein weiterer Polizist und eine Frau wur­den verwundet. Später versuchte die Polizei, zwei berüchtigte Brandstifter in einer Mietskaserne zu verhaften. Als die Brandstifter sich eingekreist sahen, machten sie sogleich von ihren Schußwaffen Gebrauch und verletzten zwei Polizeibeamte schwer.

Riesiger Jinan^tanbal in Griechenland.

Ein riesiger F i na n zs ka n ba l in den Privat-Transitzollagern vom Piräus, der bereits vor etwa zwei Jahren bekannt wurde, ist nach einer langen Untersuchung nunmehr in ein entscheidendes Stadium getreten. Eine große Anzahl von Kauf­leuten hat aus den Zollagern, angeblich ohne Wis- en der Zollbehörden, Waren entnommen und da­durch die griechische Staatskasse um 15 0 0 Mil­lionen Drachmen (etwa 37,5 Millionen Mk.) geschädigt. Der griechische Finanzminister hat die Angelegenheit nunmehr nach Abschluß der Un­tersuchungen, auf Grund deren zahlreiche Zoll­beamte stark belastet wurden, dem Obersten Kontrollausschuß übertragen und strengste Bestra­fung der verantwortlichen Zollbeamten angekün- bigt. Vier hohe Zollbeamte würben bereits ihrer Aemter enthoben. In den Skandal sind über 2000 Kaufleute aus Athen und Piräus verwickelt. Sie werden wegen "Schmuggels zur Verantwortung gezogen werden. Gegen den Athener Kaufmann Papathanafiu, der den Staat auf diese Weise um sechs Millionen Drachmen betrogen hat, wurde ein Haftbefehl erlassen. Ein anderer Kauf­mann, gegen den ebenfalls Haftbefehl erlassen wor­den war, hat den hinterzogenen Zollbetrag von 70 000 Drachmen schnell bezahlt. Die Untersuchung soll auf sämtliche Zollämter in ganz Griechenland ausgedehnt werden, da man vermutet, daß auch an anderen Orten ähnliche Betrügereien begangen

so daß sich der Verkehr bequem abwickeln kann.

Für den Bau dieser riesigen Straße, der sich auf lange Jahre hinaus erstrecken wird, waren für die Regierung vor allem wirtschaftliche Gründe maßgebend. Die M a t e r ia11r a n s p o r te aus bem hohen Norden mußten unbebingt be­schleunigt werben. Das gilt in erster Linie für die Fischtransporte, bie großen Lieferungen von Kabeljau unb Heringen, von Dorsch und Hum­mern und nicht zuletzt auch von Walen. Denn der Daranger-Fsord ist einer der Hauptorte des norwe­gischen Walfangs, unb nicht weniger als 12000 Tiere werden hier verarbeitet und in den verschie­denen Erzeugnissen in alle Welt versandt. Hier oben am nordöstlichsten Zipfel Norwegens, dicht an der finnischen Grenze, liegen auch die großen Umschläge- Plätze für russisches und finnisches Holz. Don Osten her geht der Verkehr mit Schiffen bis in den Varanger-Fjord hinein, aber in der westlichen Rich­tung braucht der Weg um bas Wotbfap herum nach Hammerfest unb weiter nach bem Süden einen enormen Aufwand an Zeit und Kosten. Die moderne Landverbindung der Auto-Großstraße vermag da also schon erheblich Wandel zu schaffen.

Schließlich nimmt auch die Fremden- u n d Verkehrs Industrie Norwegens an diel em Bau einer Autobahn in die Arktis ein lebhaftes Interesse. Wenn auch die Fahrt über die ganze Strecke etwa vier Tage in Anspruch nehmen wird, so bietet sie gleichwohl so unendlich viel land- schaftliche Reize, daß sie jeden Besucher reichlich ent­schädigen wird. Größere Schwierigkeiten werden kaum entstehen, da bei den Anlageplanen von vorn­herein darauf Bedacht genommen wurde, natürliche Hindernisse in großzügiger Weise zu überwinden. Berge wird man untertunneln und Flusse werden in großen Brückenzügen überschritten werden, so daß große Kehren und schwierigere Wegstrecken ver­mieden bleiben.

Staaten). Beratende Sachverständige der peruani- ljhen Regierung für die Volksabstimmung von facna und Arica.

Oie Negierungskommission verbietet kirchliche Morgenfeiern am 6. Mai.

Trier, 4. Mai. (DRV.) 3m Rahmen der großen Kundgebung in Zweibrücken am 6. Mai war eine «oangelische und eine katholische Morgenfeier in Saarbrücken vorgesehen, geistliche wollten von ihren Gotteshäusern aus im Einblick auf die Saarkundgebung eine -steigt (alten, die zugleich über alle deutschen Sender übertragen werden sollte. Trotz Der iiolitisch einwandfreien Texte hat die Regierungs- brnmiffion die Morgenfeiern kurzerhand v e r Boten. Sie werden daher auf andere Weise ab- -.chalten und von 9 bis 11 Uhr als Reichs- iienbung vom Rundfunk übertragen werden.

Unerfüllte Hoffnungen.

Schwierigkeiten bei den österreichisch­italienischen Wirtschaftsverhandlungen.

Wien, 4. Mai. (DNB.) Das Wiener Mittags- iHattDie Stunde" bringt einen bemerkens­werten Bericht über den Stand der wirtschaftlichen iSerhandlungen zwischen Oesterreich und Italien in jüom. In dem Bericht heißt es: Es haben sich bei jten Wirtschaftsverhandlungen in Rom Schwie­rigkeiten hinsichtlich der Erfüllung gewisser tunkte des österreichischen Wunschprogramms erge° Ien. Das betrifft in erster Linie bie ^orbetun?

en der österreichischen Schwer-, Me­dial l - und E l e k t r o i n d u ft r i e. Da zeigt sich ämlich, daß Italien den österreichischen Wünschen u r in sehr geringem Maße entgegen» emmt, selbst dann, wenn Oesterreich die italienischen Aegenforderungen in bezug auf einzelne Jndustrie- rtikel bis zu einer Gre^ize erfüllen sollte, die durch lie Aufnahmefähigkeit des österrei- .-zischen Marktes gezogen ist. Auf der anderen Seite sind die italienischen Forderungen bezüglich : ieier Jndustrieartikel, insbesondere der Textil- ii n d Kraftwagenbranche sowie der ch e m i - ch e n Industrie sehr umfangreich. Angesichts dieser Sachlage ist es auch wahrscheinlich in fei­ner Warengruppe zu einem endgültigen A b -

ch lu ß gekommen.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thynot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenletter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An- zeigen- Theodor Kümmel. DA.IU.34: 11550. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

Geheimnisvoller englischer Segler in Flammen. Sieben Fischer ertrunken.

Bei Bayona (Nordwestspanien) geriet ein engli- -ches Segelboot in Brand und ging unter. Die Insassen wurden verhaftet, da weder das Boot matrituliert, noch die meisten dieser Engländer im Besitz von Pässen waren. Geheimnisvoll wird diese Angelegenheit noch dadurch, daß einer der Segler einen Paß des englischen Auswärtigen Amtes be- . Im Fischerhafen von Moras wurde em Fischerboot von einer riesigen Welle erfaßt und umgeworfen. Alle Insassen ertranken.

Sieben kusis durch Vlihschlag gelötet.

Während eines schweren Gewitter sturmes wurden in einer Gummiplantage in (Singapur sieben Kulis durch Blitzschlag getötet. Vier weitere Kulis wurden schwer verletzt.

Kleine politische Nachrichten.

Die T ra n s f e r k o n f e r e n z zwischen den Ver­tretern der Gläubiger der lang- und mittelfristigen deutschen Auslandsschulden und den Vertretern der Reichsbank beschloß, einen kleinen A u s s ch u ß, dem von jeder Gläubigerabordnung und von der Reichs­bank je ein Mitglied angehört, einzusetzen, um die Möglichkeit zu prüfen, wie der gegenwärtigen Lage begegnet werden kann.

Wettervoraussage.

Obwohl nach heftigen Gewitterstörungen mit er­giebigen Niederschlägen über dem Festland das Ba- rometer kräftig angestiegen ist, bleibt die Wetterlage vorerst noch nicht beständig. Eine Storung über ben britischen Inseln schiebt feuchte und kühlere Luft- massen vor, so daß bei ihrem Zusammentreffen mit ber stark erwärmten kontinentalen Luft vereinzelte Oemitterbilbungen zustanbe kommen, bie stellen­weise auch Gewitterregen bewirken. Im allgemei­nen wirb sich aber bas Wetter ziemlich freunblich ge­stalten. , r f ,

Aussichten für Sonntag: Wechselnb-wol- kig unb aufheiternb, schwül, vorübergehenb etwas kühler, noch Neigung zu Gewitterstörungen ober ge- wittrigen Nieberschlägen.

Lufttemperaturen am 4. Mai: mittags 17,1 Grab, abenbs 12,5 Grad; am 5. Mai: morgens 12,2 Grad. Maximum 18,9 Grad, Minimum 10,3 Grad. Erd- temperaturen in 10 cm Tiefe am 4. Mai: abends 15,5 Grad; am 5. Mai: morgens 13,6 Grab. Mixerschläge 15,9 mm. ______________________

Ministerium eine Bestandaufnahme der tn den Mühlen und bei den Kaufleuten und Landwir­ten lagernden ©etreibeoorräte an. Die Prä­fekten würben angewiesen, bie Bestänbe zu ratio­nalisieren unb bie Bevölkerung zur größten Sparsamkeit im Verbrauch anzuwelfen. Gleichzeitig würbe ein Verbot erlassen, Zuckerstroh wie bisher als Brennmaterial zu oerroenben. Die staatlichen Wälber sollen als Weibeplätze zur Ver­fügung gestellt werben, um bie eigentlichen Dieh- roeiben zu schonen, von benen nur bas allernot- wenbigste für bie Fütterung verwenbet werben darf. Weitere Anweisungen regeln die neue Aussaat an Stelle der durch Hitze vernichteten. In erster Linie sollen Mais, Wicken, Hirse verwendet werden. Die Nachricht, daß die Regierung beabsichtige, die G e - treideausfuhr überhaupt zu d er b t e t en, -- ich nicht bestätigt, möglicherweise ist aber ............. Teilverbot zu rechnen.

Der Schrecken ber Schleswig-Holsteiner Pferde- Züchter.

Seit einigen Wochen werden bie Bauern ber Umgebung von Neumünster burch einen un- betannten Pferbemörber in Aufregung versetzt. In

Kairo, 4. Mai. (DNB.) Die Nachricht von ber Ermorbung bes Imam Iachya von Jemen hat sich nicht bestätigt. Der Imam hat an König Fuab von Aegypten telegraphisch bie Bitte um Friebensvermittlung gerich­tet. Zweifellos befindet sich Imam Jachya aber in einer sehr bebrängten Lage. Er hat eine Bot - chaft an bie gesamte muselmanische Welt gerichtet, bie aufgeforbert wirb. Ibn Saub zur Einstellung bes wetteren Vormarsches zu be­wegen. Ibn Saubs Truppen unter ber Führung bes Emir Feisal bereiten einen Angriff auf (Sana, die Hauptstabt des Imams, vor. Obwohl Imam Jachya 70 Jahre alt ist, hat er im Kronrat erklärt, baß er sich selber an bie Spitze seiner Trup­pen stellen unb seine Haupt st abt bis zum letzten Blutstropfen oerteibigen werbe. Unter ben Gefangenen, bie ber geschlagenen Jemen-Armee abgenommen worben sinb, sollen sich einige türkische Offiziere befinben. Die Armee Ibn Saubs bagegen weist in ihren Reihen eine Anzahl sehr erfahrener syrischer Militärs auf. Es wirb erneut gemelbet, baß bie Hafenstabt Hvbeibah ohne Kampf von ben Truppen Ibn (Saubs besetzt worben sei. Die Strecke zwischen Hobeidah unb Sana ist jeboch von (Ge­birgszügen burchsetzt, bie bis zu 2000 Meter hohe Gipfel auf roeifen ; es ist baher mög­licherweise mit langwierigen Operationen zu rech­nen, ba bie Jemeniten im Gebirgskrieg ben Waha- biten überlegen sinb.

Die letzten hier eingelaufenen Berichte bestätigen, Drei .. « -...... w - ----- o <

hah der aröfite Teil ber jemenitischen Truppen nach Hobelba beorbert worben, um Leben unb dem siegreichen Vormarsch Ibn Sauds gemeu» Eigentum der dort lebenden Italiener zu schützen, tert hat. In einem Telegramm des wahabittschenl