Hr.179 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für GberWen)
Freitag, Z. August
Aus der Provinzialhaupistadi
Oer Siaatsjugendiag
Was man nicht probieren kann ....
Kein Krieg, kein Aufstand im Inneren kann un
Immer habe ich nach dem Grundsatz gehandelt:
unerschütterlich vorwärts und
Erklärung bei Kandidatur.
Mein Blick bleibt aufwärts gerichtet.
Aerztliche Winke für den Sommer.
Von Dr. med. Karl Gruthos.
haben. v ..
8. Da im allgemeinen die Zahl der Schuler, Die nicht der Hitlerjugend angehören, gering fein wird, wird die gewöhnliche Klasseneinteilung für den Samstagunterricht nicht beibehalten werden können, es werden vielmehr Abteilungen, die etwa die Größe einer Durchschnittsklasse haben, durch Zusammenfassung nicht zu weit auseinanderliegender Jahrgänge gebildet werden müssen.
9. Diese Unterrichtsstunden werden so zu verteilen sein, daß eine möglichst gleichmäßige Belastung des Lehrkörpers eintritt.
10. Zum Schluß hebe ich noch ausdrücklich hervor, daß der Sonntag der Familie Vorbehalten bleibt, >daß also auch kein anderer Jugendbund berechtigt ist, am Sonntag seine schulpflichtigen Angehörigen für irgendwelche Veranstaltungen in Anspruch zu nehmen.
Der Erlaß tritt sofort in Kraft.
Es kommt aber nicht darauf an, Gespenster in den Sand zu malen, sondern im Gegenteil, die Freude an der Bewegung in Luft und Sonne nicht durch einen Leichtsinn gefährden zu lassen, der sich durch ein wenig ärztliches Wissen leicht verhüten läßt.
Oer zwölste Tag: 3. August.
Vorm.: Beratung beim deutschen Reichskanzler: Beschluß zur Absendung der Kriegserklärung an Frankreich.
Audienz des Flügeladjulanten des Kaisers Oberst von Kleist bei König Bictor Emanuel.
11 Uhr: Mobilmachung des britischen Expeditionskorps.
Rachm.: Rede Greys im Unterhaus: fein Briefwechsel mit Eambon im November 1912 habe England nicht verpflichtet, neben Frankreich am Weltkrieg teilzunehmen.
Eingang des Antworttelegra'mms Bieter Emanuels an den Kaiser: der Bünd - n i s f a U trifft nicht zu: Italien wird für die
sich zu einer neuen Einigkeit im Gedenken an das Vaterland zusammenfindet.
Rundfunkrede am 12. März 1932.
mengefaßte Kraft aller Teile und Schichten unseres Volkes eingesetzt werden können.
Am Neujahrstage 1927.
rechtmäßigen Interessen der Bundesgenossen und die eigenen alles tun und für den Frieden wirken.
17.30 Uhr: Rumänischer Kronrat in Si- naia: König Earol verteidigt seinen Entschluß, „daß, solange er lebe. Rumänien nicht gegen Oesterreich ins Feld ziehen werde", gegen die Mehrheit feiner Minister; Reu trat itäts beschl uh Rumäniens.
18 Uhr: der deutsche Botschafter in Paris Frhr. von Schoen überreicht Deutsch la nds Kriegserklärung.
19.58 Uhr: Der deutsche Gesandte in Brüssel meldet Belgiens Ablehnung der deutschen Durchmarschforderung (Aufgabe in Brüssel um 12.35 Uhr.)
4. Die aufgabenfreien Nachmittage und die Wandertage fallen insoweit weg, als nicht in Ziffer 6 letzter Satz etwas anderes bestimmt ist.
5. An den Mittwochabenden darf das Jungvolk । im Sommer nicht über 20.30 Uhr, im Winter nicht über 19.30 Uhr, die Hitlerjugend nicht über 21 Uhr in Anspruch genommen werden. Für den Dienst des Bundes deutscher Mädels gelten die gleichen Zeiten.
6. Die nicht der Hitlerjugendbewegung angehörigen Schüler und Schülerinnen haben am Samstag pflichtmähigen Unterricht. Dieser Unterricht soll nach einem festzulegenden Lehrplan in mindestens zwei Unterrichtsstunden den Schülern und Schülerinnen das nationalsozialistische Gedankengut nahebringen. Die nichtarischen Schüler sind von diesen Stunden befreit. Die Schulaufsichtsbeamten haben bei ihren Besuchen der Anstalten diesem Unterricht besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Wo die Möglichkeit gegeben ist, wird eine Stunde. Werkunterricht erteilt. Die übrige Zeit ist den Leibesübungen gewidmet. Der aufgabenfreie Mittwoch wird für die der Hitlerjugendbewegung nicht angehörigen Schüler auf den Samstag verlegt Einmal im Monat wird für diese Schüler am Samstag eine ganztägige Wanderung veranstaltet.
7. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl der Klassen zu stärken und um ein Sichkennenlernen von Lehrern und Schülern außerhalb der Schulmauern auch hinsichtlich der der Hitlerjugendbewegung angehörigen Schülern zu ermöglichen, findet in jedem Vierteljahr an einem Samstag eine gemein« tarne Schulwanderung statt, an der sämtliche Lehrer, auf die Klassen verteilt, teilzunehmen
ruhiger, friedlicher Arbeit. Es bedarf vor allem der Säuberung unseres Staatswesens von denjenigen, die aus Politik ein Geschäft gemacht haben, der Annahme der zweiten
zu können. Aber schon steht der „Verkehrspolizist der Gesundheit", der Arzt und Hygieniker, mit erhobenem Zeigefinger daneben und muß seine warnende Stimme gegen allzu übereifrige Sonnenanbeter ertönen lassen.
Achtung!
Falsche Ein- und Zweimarkstücke.
Bekanntlich werden die seit dem Jahre 1924 im Zahlungsverkehr befindlichen Silbermarkstucke em- ■ gefaxt iSL-uma
Bor 20 Fahren.
Die Tragödie der 13 Soge. — Ein Zeitkalender der Tage des Kriegsausbruchs vom 23. 7. - 4.8.1914.
Schulen # ,
zunächst für das Jungvolk
die folgenden Anordnungen, denen solche für die Hitlerjugend in Bälde folgen werden. Ich bestimme:
1. Das Abkommen wird zunächst so durchgeführt für alle Schüler und Schülerinnen v o m 1 0. b i s z u m 1 4. Lebensjahre, in den höheren Lehranstalten für alle Schüler und Schülerinnen bis einschließlich U/III, in den Mittelschulen für die entsprechenden Jahrgänge.
2. Die Beanspruchung des Jungvolks am Staatsjugendtag darf im Sommer die Zeit von 7 bis 19 Uhr, im Winter von 8 bis 18 Uhr, nicht übersteigen.
3. Kürzung des wissenschaftlichen Unterrichts soll möglichst unterbleiben.
»Krankheit, eigenartige braune Pigmentstreifen auf der Brust oder im Nacken, die, wie die Wissenschaft erst feit kurzem erkannt hat, darauf zurückzuführen sind, daß man die Haut mit Kölnisch Wasser oder
Vermächtnis
an die deutsche Nation.
Hindenburg-Worte aus den Jahren 1918 bis 1932.
Ich gebe niemals nach, mag da kommen, was will! Es ist erstaunlich, wie ein großes Ziel, das man vor Augen hat und an dessen restloser Verwirklichung man Tag und Nacht immer und stets denkt und arbeitet, einen frisch erhält. 1918.
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Die Muskeln werden gestrafft, die Nerven gespannt, das Auge geradeaus! Wir sehen das Ziel vor uns: Ein Deutschland hoch in Ehren, frei und groß! , 1918'
In der Stunde der Not zeigt es sich, was der Einzelne und was ein Volk wert ist ... Deutschland braucht jetzt sein ganzes, einiges, für die Zukunft unseres Geschlechtes opferbereites Volk. 1918.
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Die persönlichen Anschauungen, so schwer es Euch auch fallen mag, müssen zurückgestellt werden. Nur durch solch einmütige Arbeit kann es mit Gottes Hilfe gelingen, unser armes deutsches Vaterland aus tiefster Erniedrigung wieder besseren Zeiten entgegenzuführen.
Kundgebung an das deutsche Volk, Februar 1919.
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Maßgebend in meinem Leben und Tun war für mich nicht der Beifall der Welt, sondern die eigene Ueberzeugung, die Pflicht und das Gewissen.
Bei der Amtsübernahme im Präsidentenpalais am 12. Mai 1925.
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Weiter in treuer Liebe zum Vaterlande! Dann werden auch wir wieder zu Ehren kommen.
An die Wehrmacht, 15. Mai 1925.
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Es gibt kaum ein netteres Vergnügen, als Frauen beim Kaufen zuzufehen. Und wenn es eins gibt, fo kann es nur das fein, selbst Frau zu fein und nach Herzenslust einkaufen zu können. Die Frau kauft gern, sie kauft genau fo gern für sich wie für den Mann, für die fintier, für Freunde und Bekannte — kurz, es ist der Kauf an sich, der ihr Freude macht.
Aber gleichzeitig kauft die Frau vorsichtig, besonders die deutsche Hausfrau. Sie weiß sehr wohl, daß alles Geld, was fie ausgibt, schwer erarbeitet werden muß. Deshalb sieht sie darauf, für jede Mark und jeden Pfennig den vollen Gegenwert zu bekommen. Nun ist es ja heute nicht mehr so, daß man beim Kauf probieren und prüfen und dann die Wahl treffen kann. Der Kaufmann wurde sich wundern, wenn die Zahnpasta oder die Zigarette, der Schuhcrem oder das Metallputzmittel in seinem Laden erst probiert würde. Und bei vielen anderen Erzeugnissen entzieht sich die Beurteilung der Qualität überhaupt einer raschen Prüfung. Deshalb wählt man gern eine Ware, die man kennt, die sich im Gebrauch oder bei Taufen- den und Millionen von Menschen bewahrt hat und für die der Hersteller mit seinem Namen eintritt. Das ist der „Markenartikel"!
„Markenartikel" bedeutet nichts anderes, als daß eine bestimmte Firma eine bestimmte Ware unter einem bestimmten Namen zu einem festen -Pr?He berausbringt. Sie verbürgt sich damit für die gleich- bleibende Qualität und dafür, daß man überall in den Geschäften diese Ware zu demselben Preis bekommt. Die Marke ist das offene Bekenntnis des Fabrikanten zu feinem Erzeugnis und das Em- ftehen dafür. Und wie man einem Menschen, dessen Namen und Herkunft man kennt, mehr traut als einem Wildfremden, so traut man auch Dem Markenartikel mehr als dem anonymen Fabrikat. Je mehr der Sinn für Qualität wieder in Den ■ Vordergrund tritt, um fo mehr fragt man danach, : ob man für fein Geld den richtigen Gegenwert ! bekommt, und nicht danach, ob man vielleicht irgendwo ein paar Pfennige weniger für das un- ' bekannte Erzeugnis eines ungenannten Fabrikan- ten auszugeben hat. Um fo mehr aber wird der Käufer, wird vor allem auch die vorsichtige Haus- 1 frau bei ihren Käufen bestimmte Marken ver- 1 langen, den an Stelle des „Probierens", das nicht 1 möglich ist, tritt die Bürgschaft des Fabrikanten.
Treue um Wcu>-, — —
können sozial nur vorwartskommen wenn alle werktätigen Glieder der Nation ehrlich zusammen-
Wer an die Spitze eines großen Volkes berufen ist kann keinen höheren Wunsch kennen, als den, sein Volk in Frieden und Gleichberechtigung an den Ausgaben der Welt mitwirken zu Men
An das Diplomatische Korps am 14. Mai 1925.
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Wir sind reich an Kräften des Geiste- und der Arbeit Wenn sich alte in Gedanken an das Baler- toni) «ufammenftoben, dann brauchen wir um die ZÜkunstd" deutschen Vaterlandes n.cht zu bangem
Beim Neujahrsempfang 1930.
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fieutß vor sechzig Jahren zählte ich zu denen, 5)eine d i >ö » wiedererstandenen Deut- “hÜ ” Jubel em ©eitbem'haben wir nie- d)en Reiches aujuoeu^ teuer roar unh
unseren attm Saldatenherzen auch weiter unuer- unseren wieit (kines aber ist uns geblieben. Das ValÄand. Ihm wollen wir über alle Parteien hinweg in selbstloser Liebe und Treue dienern
Bei der Reichsgründungsfeier des Kyffhaufer- bundes am 18. Januar 1931.
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So werde ich, wenn ich nochmals gewählt werde, meinem Gewissen und dem deut chen nur G°tt meinem v
der des gesamten deutschen Volkes meines Amtes walten f°nnemglun!lfuntrebe am 12. März 1932.
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-inst im Kriege die Not des Vaterlandes Trennende aufhob und die Maffen des Volkes - gZch ob sie der Arbeiterschast, dem Landoolk uder dem Bürgertum angehorten — in gleicher Weife hingebungsvoll ihre Pflicht getan hab^l so gebe ich die Hoffnung nicht auf, daß Deutschland
arbeiten^ Arbeiterschaft am 18. April 1927.
Haltet die Treue! Denkt daran, daß viele Eurer Väter mit ihrem Blute die Treue zum Vaterland besiegelt haben.
An die Jugend am 6. Februar 1928.
Chronik", „Der Kriegerfriedhof", „Goethe-Literatur des Jahres 1932", „Neue Heimatliteratur , und den Dereinsbericht 1931/34. — . ,
— Die Bayreuther Festspiele haben auch dieses Jahr ihre alte Anziehungskraft bewie- {en Neue Bühnenbilder und die besten Künstler der Zeit haben mit dazu beigetragen. In einer reichhaltigen, doppelseitigen Bildertafel „Kreuz und quer durch Die Festspiele" berichtet die Leipziger „I l l u st r i r t e Z e i t u n g (Verlag I. I. Weber) darüber in ihrer neuesten Ausgabe. Dieses Heft bringt des weiteren einen mit zum Teil bisher unveröffentlichten Bildern anschaulich lllustriertey Beitrag „Beim A. O. K. Hindenburgs wahrend der Schlacht bei Tannenberg", in Dem Paul Lindenberg, der dem A. O. K. Hindenburgs als Kriegs« berichterstatter zugeteilt worden war lebhaft die Befreiung Ostpreußens von der Russenherrschaft vor 20 Jahren schildert. Von den bedeutenden sportlichen Ereignissen der letzten Zeit ''Deutsche Kampfspiele in Nürnberg und „Die große 2000- Kilometer-Fahrt" bringt die Nummer je em Tableau mit zahlreichen Bildern. Eine weitere große Bildertafel gilt dem großen deutschen Hilfs- werk „Mutter und Kind".
Öod)fd>ulnad)ri(btetL
Ernannt wurden: der planmäßige außerordent- liehe Professor der Technischen Hochschule Darmstadt Dr. Otto Stocker zum persönlichen Ordinarius: der Direktor der zoologischen Abteilung des Landesmuseums und außerplanmäßige auberordent- liche Professor an der Technischen Hochschule Darmstadt Dr. Theodor List unter Uebertra- qung des persönlichen Ordinariats für Zoologie zum ordentlichen Professor in Darmstadt mit Wirkung vom 1. April 1934 an; der mit der Verjehu^g der außerordentlichen Professur für Drnammtik und Modellieren an der Technischen Hochschule D a r m st a d t beauftragte Bildhauer Hermann Geibel aus München zum planmäßigen außerordentlichen Professor für Aktzeichnen und ange« wandte Plastik unter Berufung m das Beamten« Verhältnis mit Wirkung vom 1. Juli d. I. an.
Der Altmeister der Affyriologie, Geh Rat Pro- : feffor Dr. phil. Dr. theol. h. c. Fritz Rommel, entüfliditeter Ordinarius an der Universität München, vollendete am 31. Juli sein 8 0. Lebens- . fahr.
! Zum ordentlichen Professor der praktischen Theo- . logie an der Universität Berlin ist der Privat« > dozent daselbst, Pfarrer an der Kirche „Zum Heils- : bronnen" D. Leonhardt Fendt, ernannt worden
Berlin, 1. Aug. (DNB.) Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Unterricht gibt ein Abkommen bekannt, in dem es u. a. heißt:
„Für die Erziehung der Schuljugend im nationalsozialistischen Staate sind Schule, Reichsjugendführung (HJ.-Bewegung) und E l - ternhaus nebeneinander berufen.
Um eine fruchtbare Zusammenwirkung zu gewährleisten, find der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung und der Jugendführer des Deutschen Reiches über folgende, in der Zukunft zu verwirklichende Maßnahmen einig:
1. Der Sonntag b e r Jugend gehört grundsätzlich dem Elternhaus und der Familie.
2. Für die Erziehungsarbeit derReichs- iugendführung (HJ.-Bewegung) wird den ihr unterstellten Schülern der Samstag als schul- freier Tag eingeräumt (Staatsjugendtag). Daneben steht Äe Reichsführung (HJ.-Bewegung) der Mittwochabend als Heimabend zur Verfügung, der von der Reichsjugendführung zentral gestaltet wird.
3. Für alle übrigen Schüler findet am Samstag Unterricht wie üblich statt.
4. Im übrigen stehen die Werktage uneingeschränkt der Arbeit für die Schule zur Verfügung.
5. Für die beruflich tätige, der Reichs- juqendführung (HJ.-Bewegung) unterstehende Jugend wird bis zum vollendeten 18. Lebensjahre die gleiche Regelung angestrebt.
In Ausführung dieses Abkommens bestimme ich im Einvernehmen mit dem Herrn Jugendfuhrer des Deutschen Reiches für alle mir unterstellten
Dor allem sehen wir, daß das Barfußgehen aar ; nicht mehr so einfach ist, wie es uns als Kinder । auf dem Dorfe erschien. Die spitzen Steine, die . Baumstümpfe, das scharfe Gras machen den zar- : ten und dünnhäutigen Sohlen recht viel xu schaffen. Jede kleinste Wunde kann hierbei gefährlich werden. In einem großen Geschäftshaus begegneten sich nach einem schönen Freiluftsonntag vier, fünf der Angestellten und klagten über die gleichen eigentümlichen Fußbefchwerden. In allen Fällen lagen kleine Infektionen durch Barfußgehen vor, die, wenn man sie vernachlässigt, recht unangenehme Folgen nach sich ziehen können. Grade die unscheinbaren Stichverletzungen, bei denen kein Blut flieht, durch Dornen oder gar durch verrostete Eisenteile, können zu gefährlichen Blutvergiftungen führen. Bald tut der Fuß weh, der Fußrucken schwillt an, ein feiner, roter Strang, das entzündete Lymphgefäß, zieht sich unter der Haut längs des Unterschenkels in die Höhe, und schließlich, als Zeichen des Alarms, schwellen die Lymphdrusen der Leistengegend an und schmerzen bet jedem Schritt und jeder Bewegung. Man soll diese Erscheinungen niemals leicht nehmen, sondern so früh wie möglich den Fuß in eine absolute Ruhestellung bringen und den nächsten Arzt aufsuchen und um Rat fragen. Sehr bewährt haben sich kleine Behälter oder Stäbchen mit fester oder flüssiger Jodtinktur, mit denen man frische Wunden vorbeugend, sobald man sie bemerkt hat, betupfen kann.
Heber die Gefahren der Sonne ist schon allzu oft und allzu viel geschrieben worden. Jeder Erwachsene müßte wissen, daß eine chockartige, allzu intensive Sonnenbestrahlung mehr Schaden als Nutzen für die Gesundheit stiftet. So wohltätig ein Sonnenbad ist, an das man sich langsam und in allmählich steigendem Ausmaße gewöhnt hat, so ; gefährlich find die plötzlichen Sonnenverbrennun- qen, die nicht nur die Haut, sondern den gesamten : Organismus in Mitleidenschaft ziehen und em rich- ' tiges „Sonnenfieber" Hervorrufen können.
Den Schwimm-Anzug waschen! Kaum einer von uns hat sich nicht mit dem neuen Strand- oder Schwimm-Anzug eingedeckt. „Die Mode am Strand" wird von Jahr zu Jahr bunter. Aber viele vergessen, daß es unbedingt notwendig ist, diesen neuen wollenen oder baumwollenen Gegenstand vor dem ersten Gebrauch gründlich durchzuwaschen. ri
Der Arzt sieht um diese Jahreszeit stets eine Krankheit häufig auftreten: die sogenannte Pitrya- fis rosea oder Kleienflechte, rötlich braune, ring* förmige Flecken auf der Haut, die mitunter auch Juckreiz verursachen und, wenn nichts geschieht, an Zahl und Umfang ständig zunehmen. Es handelt sich um eine oberflächliche Hautpilzerkrankung, die fast immer dadurch entsteht, daß neue Kleidungsstücke: Strümpfe, Hüftgürtel, Hemden, Badeklei- dung ungewaschen getragen werden.
Eine um diese Jahreszeit ähnlich häufige, seltsame Hauterkrankung ist die sogenannte Berloque-
Jch bin durch Alter und Amt berufen, mit den Alten zu leben und zu wirken. Aber hoffen und glauben will ich mit Euch, deutsche Jugend, die Ihr Zukunft und Kraft der Nation seid.
An die Bonner Studenten am 22. März 1926.
*
Für den Wiederaufstieg unseres Volkes ist die erste Voraussetzung, daß in allen Lebenslagen unserer Nation der heilige Wille und die zusam-
Zeitschriften.
— Westermanns Monatshefte. Im Augustheft finden wir u. a. zwei beachtliche Gedenkaufsätze: Der verdienstvolle Kämpfer gegen Die Kriegsschulblüge. Dr. A. v. Wegerer schreibt zur 20jährigen Wiederkehr Des Mobilmachungstages in dem Beitrag „Warum wir 1914 marschierten eine neue, geschichtlich belegte Rechtfertigung Der Deut- chen Kriegserklärung und Hans Henning Freiherr Grote erzählt aus Anlaß Des 40jährigen Geburtstages von Albert Leo Schlageter von dessen Leben und Kämpfen. Der Kunsthistoriker Dr Fritz Löffler, weiß durch einen farbig illustrierten Aufsatz „Dresdner Kunst in Aquarellen" vom hohen Stand der Aqurellkunst in seiner Heimatstadt zu überzeugen. In einem ebenfalls mit vielen farbigen Bildern geschmückten Aufsatz schildert die Malerin Hanna Her- tell deutsches Leben und deutsche Kultur m einem „Land zwischen zwei Völkern" in unserem verlorenen Elsaß. Der Weltumsegler Kapitan Kircheiß weist in seinem durch zahlreiche eigene Aufnahmen geschmückten Erlebnisbericht „Blaast bagborb forut.. Walfang in der Antarktis" auf ein lohnendes Betätigungsfeld für die deutsche Seewirtschaft hin Dr. Hellmuth Langenbucher scheidet Echtes von Unechtem in seinen Ausführungen „Vom Schrifttum der Be- wegung". Mit neuen Novellen und Erzählten sind Kurt Martens, Hermann Claudius und Wilhelm Schüssen vertreten.
— Im 13. Heft der Mitteilungen des Wetzlarer Geschichtsvereins, heraus- geqeben von Heinrich Gloel und Sluguft. <S d) o n - werk, Selbstverlag des Wetzlarer Geschichtsver- eins, finden wir u. a. folgende Beitrage: „Die Spitzen der Wetzlarer Behörden fett dem 3ab« 1815" (Gloöl), „Das „Gnadebitten im mittelalterlichen Wetzlar" (Schönwerk), „Wo hA>endie Wetzlarer studiert?" (Rotscheidt), „Kleine Wetzlarer
;rf Qp;f in her mir alle wieder gerne UND, Daß man Die 3)aut mit Moinijaj «v«
al^=^unbbiein6D® juÄVÄÄ °".
dungsftück nach dem anderen wird zu Haufe ge- 6 - unangenehmes „Sommerleiden" find
lassen. Nicht wenige Erwachsene findenJogar wie- L^JXgEiwiidien ben Fußzehen. Die ^r den Weg zum ^arfuß-ehen zurück unb,im Schuhwerk entstehende starke Wärmeftauung, beglückt, sich ei nm a lind i e Km derz e tzu r ^^er! etz n ^uernde Berührung der Hautflächen, verbun« nnnon 9th»r frhnn ftoht der DerkehrsvoliXitt den mlt der feuchten Absonderung des Schweißes, bildet einen leider idealen Nährboden für Bakterien und Hautpilze. Diese Entzündung zwischen den Zehen ist ungeheuer hartnäckig und lästig. Vor allem erhöht sie die Gefahr, auf die wir oben hin- aewiesen haben, daß beim Barfußgehen infektiöse Keime durch die Haut eindringen, zumal sonst gerade das Barfußgehen die Beschwerden dieses Leidens zu lindern und zu bessern pflegt. Neuerdings sind aussichtsreiche Versuche unternommen worden, durch Pinselung mit einer Chloroformlösung, die einen geringen Säurezusatz enthält, dieses lästige Leiden in sehr viel kürzerer Zeit zu heilen, als es bisher dem besten Arzt möglich war.


