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Nachbarvolk durch diesen Todesfall erlitten hak, eines Verlustes, der an der Dankbarkeit und tiefen Ehrerbietung gemessen werden kann, mit der das deutsche Volk den hochbetagten Präsidenten für seinen hervorragenden und selbstlosen Einsatz im Dienste seines Vaterlandes umgab. Ebenso wie der verstorbene Reichspräsident vom deutschen Volke ge­ehrt und hochgeachtet wurde, so sah man auch hier­zulande mit Vertrauen auf seine Persönlichkeit." Die Landsthingabgeordneten hörten die Ansprache stehend an.

polen.

Berlin, 2. Aug. (DNB.) Der Präsident der Republik Polen, Professor M o z i s k y, richtet an­läßlich des Ablebens des Reichspräsidenten von Hin- denbura ein Beileidstelegramm an Reichskanzler Adolf Hitler. Der polnische Außenminister Beck sprach in einem Telegramm an Reichsaußenminister von Neurath sein Beileid aus. ferner stattete der polnische Gesandte in Berlin Lrpski in der Reichskanzlei und im Auswärtigen Amt Beileids­besuche ab. Außerdem richtete er ein Beileidstele­gramm am Oberst von Hindenburg.

Litauen.

K o w n o , 2. Aug. (DNB.) Aus Anlaß der Trauernachricht vom Ableben des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg haben in Kowno alle Behörden und diplomatischen Vertre­tungen auf h a l b m a st geflaggt. Das litauische Außenmini st erium, wie auch das Diploma­tische Korps haben der deutschen Gesandtschaft Bei­leidsbesuche abgestattet.

Lettland.

Riga, 2. Aug. (DNB.) Auf dem Staatspräsiden­tenschloß und sämtlichen diplomatischen Vertretun­gen wurden Fahnen auf Halbmast sichtbar. Der Staatspräsident und Ministerpräsi­dent Lettlands sandten Beileidstelegramme. Der deutsche Gesandte empfing von den Regierungs­stellen und zahlreichen anderen Personen Beileids­besuche.

Finnland.

Helsingfors, 2. Aug. (DNB.) Der finnische Staatspräsident S v i n h u s v u d hat an Adolf Hitler folgendes Beileidstelegramm gesandt:Ge­nehmigen Sie, Herr Präsident, die Ausdrücke meines herzlichen Beileids anläßlich des schmerz­lichen Verlustes, den das deutsche Volk durch das Ableben des Herrn Reichspräsidenten, Felomar- schalls von Hindenburg, erlitten hat. Sein Name wird auch in Finnland stets in treue st em An­denken bewahrt. Präsident Svinhufvud."

Präsident Svinhufvud hat ferner an Oberst von Hindenburg ein Beileidstelegramm ge­schickt, in dem er betont, daß er das Andenken an den Feldmarschall stets in tiefer Verehrung be­wahren werde.

Außerdem hat der stellvertretende finnische Außenminister dem Reichsaußenminister Freiherrn von Neurath sein Beileid ausgesprochen.

Eowjetrußlands Beileid.

Moskau, 2. Aug^(DNB.) Der Vorsitzende des D o l l z u g s k o m i t e e s der Sowjetunion, Kalinin, der Vorsitzende des Rates der Volks­kommissare der Sowjetunion, Molotow, sowie Auhenkommissar Litwinow haben dem deutschen Geschäftsträger von Twardowski das Beileid der Sowjetregierung zum Ableben des Reichspräsidenten von Hindenburg ausgesprochen.

Türkei.

Ankara, 3. Aug. (DNB.) Die Nachricht von dem Ableben des Reichspräsidenten hat in der Türkei tiefe Bewegung ausgelöst, da der Generalfeldmar­schall des Weltkrieges im Lande des ehemaligen Bundesgenossen besonders hohe Verehrung genossen hat. Das Außenministerium in Ankara hat Halb­mast geflaggt. In I st a m b u l, sowie in Ankara haben zahlreiche Häuser Halbmast gesetzt. Die Zei­tungen konnten in ihren gestrigen Mittagsausgaben nur noch die Todesnachricht bringen. Dagegen wid­men die heutigen Morgenblätter ihre erste Seite dem verstorbenen Reichspräsidenten, bringen aus­führliche mit Bildern versehene Schilderungen des Lebenslaufes.

Griechenland.

Athen, 3. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Prä­sident der Republik, Zaimis, hat an Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Telegramm gerichtet:

Der Tod des bedeutenden Reichspräsidenten hat mich tief erschüttert. Indem ich Ew. Exzellenz bitte, der Familie von Hindenburg mein aufrichtigstes Beileid übermitteln zu wollen, mache ich mich zum Dolmetsch des schmerzlichen Mitgefühls des griechisch en Volkes in seiner Gesamt­heit an der Trauer, die die befreundete Nation be­troffen hat."

China.

DNB. Nanking, 2. August. Der Präsident der chinesischen Republik hat dem deutschen Gesandten telegraphisch das Beileid der chinesischen Regierung zum Ableben des Reichspräsidenten von Hindenburg ausgesprochen. Ministerpräsident Wangtschingwei und Marschall Tschian- r e i s ch e k sprachen ebenfalls dem deutschen Gesand­ten ihr aufrichtiges Beileid zum Ableben des großen deutschen Staatsmannes und Heerführers aus.

Japan.

DNB. Tokio, 2. August. Die Nachricht vom Ableben des Reichspräsidenten von Hindenburg ist den japanischen Kreisen nicht mehr unerwartet ge­kommen. Der Kaiser hat durch seinen General- adjutanten dem deutschen Botschafter sein Beileid aussprechen lassen. Ministerpräsident Okada Kriegsminlster H a j a s ch i, Außenminister H i r o t a und Marineminister Ozumi haben ebenfalls dem Botschafter das aufrichtigste Beileid übermittelt Auch der ehemalige Kriegsminister Araki sprach dem deutschen Militärattache sein Bedauern aus.

Amerikas Beileid.

Ein Nachruf des Staatssekretärs Hüll.

Neuyork, 2. Aug. (DNB.) Die Nachricht von dem Hinscheiden des Reichspräsidenten von Hinden­burg löste im ganzen Lande t i e f st e s B e - dauern aus. Das amerikanische Volk hat in den letzten Tagen mit größter Anteilnahme die Nach­richten von dem Krankenlager in Neudeck verfolgt.

Wie aus Washington gemeldet wird, rotb» mete Staatssekretär Hüll dem deutschen Reichs­präsidenten folgenden Nachruf:Soeben ging mir die Nachricht vom Tode des Reichspräsidenten von Hindenburg zu. Durch sein Hinscheiden hat die Welt eine hervorragende Gestalt ver- loren, deren Charakter, Redlichkeit, loyale Hingabe zu seinem Vaterlande allen Völkern Hoch­achtung und Bewunderung abnötigten. Ich

spreche dem deutschen Volke, zugleich auch im Na­men meiner Landsleute, die aufrichtigste Anteilnahme an dem Heimgang seines gelieb­ten Präsidenten aus."

Nach Bekanntgabe dieses persönlichen Nach­rufes sandte Staatssekretär Hüll im Namen der Regierung der Vereinigten Staaten ein Beileids­telegramm an Reichsaußenminister Freiherr von Neurath.

Guatemala ordnet fünftägige Landes­trauer an.

Mexiko, 3. August (DNB. Funkspruch). Wie aus Guatemala gemeldet wird, hat Präsident U b i c o anläßlich des Ablebens des Reichspräsiden­ten von Hindenburg eine fünftägige Landes­trauer angeordnet, während derer alle Fahnen auf Halbmast zu setzen sind und alle Beamte und Heeresangehörige Trauer zu tragen haben.

In einer amtlichen Mitteilung, die in den Vor­mittagsstunden der deutschen Gesandtschaft über­geben wurde, heißt es:Guatemala schließt sich der berechtigten Trauer der deutschen Regierung und des deutschen Volkes, mit denen das Volk und die Regierung von Guatemala herzlichste und engste Verbindung pflegen, an. Deswegen hat die Regie­rung von Guatemala die Pflicht, sich den Schmerz dieser befreundeten Nation zu eigen zu machen."

Dreitägige Trauer in Brasilien.

RiodeJaneiro, 3. Aug. (DNB. Funkspruch.) Aus Anlaß des Ablebens des Reichspräsidenten von Hindenburg hat die Regierung eine drei­tägige offizielle Trauer angeordnet, die heute beginnt.

Das Urteil ausländischer Staatsmänner.

Gin Engländer.

London, 3. Aug. (DNB.-Funkspruch.) Sir Horace R u m b o l d, der von 1928 bis 1933 bri­tischer Botschafter in Berlin war, hul­digte Donnerstagabend in einer Rundfunk- ansprache dem Andenken des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg. Der Redner sagte: Während der fünf Jahre meiner Amtsfüh­rung habe ich den Präsidenten von Hindenburg gut kennengelernt. Seine Leistungen als Heer­führer und Staatsmann zu beurteilen, ist die Auf­gabe der Geschichte. Ich will ihn nur als hervor­ragendes Beispiel der Hingabe an Pflicht und Vaterland zeigen. Hindenburg hat die Achtung und Dankbarkeit feiner Landsleute in solchem Maße gewonnen, daß viele ihn zutraulich denalten Herrn" nennen. Die ganze Welt kennt die kraft­volle Erscheinung des Präsidenten. Er machte den Eindruck großer Einfachheit und gründlicher Auf­richtigkeit.

Man halle das Gefühl, daß er ein zu großer Mann war, um kleinliche Handlungen zu be­gehen. In feinem Auftrelen verband er große Würde mit altmodischer Höflichkeit; er war ein Grandseigneur" im besten Sinne des Wortes.

Der Redner schilderte dann einen Besuch, den er im Sommer vorigen Jahres im Landhaus des Präsidenten von Hindenburg in Neudeck abge­stattet fyabe. Er bemerkte dabei, daß er der einzige fremde Botschafter gewesen sei, den der Reichs­präsident dort empfangen habe. Der Präsident nahm mich, so erklärte Rumbold, in sein Arbeits­zimmer und zeigte mir u. a. eine Büste des vor­maligen Kaisers und einen Helm, den er im Feld­zuge 1870/71 getragen hatte und der von einer Kugel durchlöchert war, ohne daß diese ihm Schaden zugefügt hatte. Bevor ich mich verabschiedete, for­derte er mich auf, König George feine Hoch­achtung auszusprechen.

Ich erwiderte, ich würde mich freuen, Se. Majestät mitzuteilen, daß ich den Präsidenten in so guter Gesundheit und Geistesverfassung verlassen habe. Er zögerte einen Augenblick und fugte dann mit Nachdruck: ch bin ein Monarch! st."

Dies ist bezeichnend für den Mann:Ein über­zeugter Monarchist, der bis zur letzten Minute feine Tätigkeit loyal und uneigennützig in den

Dienst der Republik stellte."

Der Redner fügte hinzu, als er den Reichspräsi­denten gesehen habe inmitten feiner Familie und umringt von alten Freunden, habe er das Gefühl gehabt und mit sich genommen, daß er von einem sehr großen Patrioten und einem sehr edlen Manne Abschied genommen habe.

Nach dieser Rundfunkansprache mürbe die deutsche Nationalhymne gespielt, die, da sie von einer Anzahl von Rundfunkhörern auch im Laut­sprecher ausgenommen wurde, auch in den Straßen Londons zu hören war. Dann folgte eine Pause des Stillschweigens, um das Andenken des ver­storbenen Reichspräsidenten zu ehren.

Gin Amerikaner.

Neuyork, 2. Aug. (DNB.) Der ehemalige amerikanische Botschafter in Berlin Schurman bezeichnet den Tod Hindenburgs als einen u n - schätzbaren 93 e r I u ft für Deutschland und für die gesamte zivilisierte Welt.In einem Jahrzehnt voll Sturm und Gewalt", so betonte er,war er für beide ein stabilisierender Faktor von ungeheurer Bedeutung.

Er zielte stets auf bas hin, was nicht nur für Deutschland, sondern auch für andere Rationen vernünftig und ehrenvoll war. Gleich George Washington war er der erste i m Kriege, der erste im Frieden und der erste in den Herzen feiner Lands­leute.

Er stand wie ein vierkantiger Turm für Ideale und Politik, die sich mit Mäßigung, Gerechtigkeit, Rechtschaffenheit, Frieden und internationalem gutem Willen identifizieren. In Erinnerung an seinen Besuch bei Reichspräsident von Hindenburg im letzten Jahre betonte Schurman:Sein An­denken bleibt mir ein Gegenstand tiefer Bewunde­rung, Verehrung und Zuneigung."

Die Führung des Reichswirlschaflsministemms.

Reichsbankpräsident Dr. Schacht als Stellvertreter für sechs Monate.

Berlin, 2. Aug. (DNB.) Die ernstliche Er­krankung, die kürzlich den Reichswirtschaftsrninister Dr. Schmitt befallen hat, macht einen länge­ren Urlaub für ihn notwendig. Da die Hoff­nung besteht, daß Dr. Schmitt seine Kraft nach Ablauf feines Urlaubs feinem Amt wieder zur Ver­fügung stellen kann, es aber angesichts der drän­genden wirtschaftlichen Probleme nicht möglich ist, die Leitung des Reichswirtschafts­ministeriums auf längere Zeit unbesetzt zu lassen, hatte der Reichskanzler dem Herrn Reichspräsiden­ten bereits in der vorigen Woche vorgeschlagen, den Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht zunächst für sechs Monate mit der Führung der Ge­schäfte des R e i ch s w i r t s ch a f t s Ministe­riums zu betrauen. Der Herr Reichspräsident hat die sich hierauf beziehenden Urkunden am 30. Juli 1934 vollzogen.

Die Betrauung des Reichsbankpräsidenten mit der Führung des Reichswirtschaftsministeriums ist

umso zweckmäßiger, als nunmehr die vordringlich­sten wirtschaftlichen Probleme der Devisen- und Rohstoffversorgung, die schon seither das Arbeitsgebiet der Reichsbank berühren, in wirtschaftspolitischer Hinsicht zusam­men g e f a ß t sind. Da der Reichsbankpräsident schon bisher an den Sitzungen des Reichskabinetts teilnimmt, ergibt sich aus seiner Betrauung mit der Leitung des Reichswirtschaftsministeriums, daß die grundsätzliche wirtschaftspoliti­sche Linie der Reichsregierung keine Ver­änderung erfährt.

Da der Reichswirtschaftsminister gleichzeitig die Geschäfte des preußischen Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit führt, hat der Reichskanzler auf Vorschlag des preußischen Mini­sterpräsidenten den Reichsoankpräsidenten in glei­cher Weise auch mit der Führung dieser Geschäfte beauftragt.

Aus aller Well.

Ernst von Wolzogens Beisetzung.

Die sterblichen Ueberrefte des Dichters Ernst von W o l z o g e n wurden im Krematorium des Mün­chener Ostfriedhofes den Flammen übergeben. Wie im Leben, hat der Verblichene auch im Tode auf jeden äußeren Prunk verzichtet. Mit der Familie und den engeren Freunden des Verstorbenen waren Vertreter der Stadt München und des Kampfbun­des für deutsche Kultur erschienen. Auch ein SA.- Sturm mit umflorten Fahnen und einer Musik­abteilung hatte Aufstellung genommen. Sturmfüh­rer Jäger nahm in herzlichen Worten Abschied von dem Verblichenen. Er feierte Ernst von Wol- zogen als einen der ältesten Kämpfer für das Dritte Reich, als einen aufrechten Mann, der fein ganzes Leben lang verkannt und zu Unrecht ange= feinoet wurde und für den nur die Heranwachsende Jugend unseres Volkes das richtige Verständnis gehabt habe. Nach dem Lied vom guten Kamera­den richtete ncrtnens des Kampfbundes für deutsche Kultur Pg. Rehm herzliche Trauerworte an die Versammelten.

Kirchendiebstähle in Koblenz und Rüdesheim.

®om Hochaltar der altehrwürdigen St. Castvr- nrche in Koblenz wurde ein wertvolles Kruzi - Sestohle n. Das Kreuz ist aus Ebenholz und ur !rem Silberbeschlag sowie einem goldenen Strablenfran3 versehen. Es stammt aus dem 16. ^^dundert und ist 45 Zentimeter hoch. Die Er­mittlungen der Polizei nach dem Dieb sind bisher erfolglos geblieben.

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Der Küster der Rüdesheimer Pfarrkirche stellte m den letzten Tagen fest, daß ein sehr wertvolles Bild, ein sogen. Ikon, das hinter einem Altar an­gebracht war, nicht mehr an feinem Platze hing. Es ist 25:25 Zentimeter groß, hat einen Untergrund aus Elfenbein und stellt die Mutter Gottes mit dem Jesuskind dar. Die Gesichter sind aufgemalt, die Gewänder aus ziseliertem Gold. Das Bild ist der Rüdesheimer Kirche von einem Manne

vermacht worden, der es aus Griechenland mitge­bracht hatte. Der Wert des Bildes beträgt etwa 8000 bis 10 000 Mark.

Lebenslänglicher Kerker für d'e hopfgartener Mordbrenner.

In Inn f wurde das Urteil im Schwurge­richtsprozeß j gen die Hopfgartener Mord­brenner gefällt. Der Prozeß dauerte mehr als zwei Wochen. Die drei Angeklagten B a ch l e r, C l e m e n t i und Lechner wurden zu lebens­länglichem Kerker verurteilt. Die Bande hatte nicht weniger als 82 schwere Straftaten, dar­unter drei Raubmorde, drei Raubmordoersuche, 30 vollendete und 33 versuchte Brandstiftungen in der Zeit vom Frühjahr 1929 bis Mitte des Jahres 1933 verübt und die Bevölkerung von Tirol in größten Schrecken versetzt. Die Todesstrafe konnte nicht ver­hängt werden, weil sie zur Zeit der Begehung der Verbrechen in Oesterreich noch nicht eingeführt war.

Meuterei auf einem griechischen Dampfer.

Im Hafen von Livorno kam es an Bord des griechischen DampfersEftykya Beravthy" zu hef­tigen Ausschreitungen. Der Kapitän wurde von der Besatzung schwer mißhandelt. Die Ursache soll in Lvhnftreitigkeiten zu suchen sein. Die italieni- jchen Hafenbehörden entsandten einen Offizier' mit Polizisten und Marinesoldaten an Bord, die auf Anweisung des ebenfalls erschienenen griechischen Konsuls 13 Mana der Besatzung wegen Meu­terei verhafteten.

Seltsame Brandurfache.

In der französischen Gemeinde Chacenay ließ ein Bauer, der vom Felde heimkehrte, sein mit Ge- treiöe beladenes Fuhrwerk in dem Hof einer Farm ,un, 9in9 einen Augenblick fort. Bei feiner Fuhrwerk in Flammen Iteljen. Das Pferd ging vor Schreck mit dem bren­nenden Wagen durch, wobei fünf Getreidestadel euer fingen. Schließlich brach das Pferd zusam­men und verbrannte. Die Löscharbeiten mußten

sich aus den Schutz der Gebäude beschränken. Der Brandschaden beträgt etwa 200 000 RM. Die Untersuchung ist zu Dem Ergebnis gekommen, daß ein Funken aus dem auf dem Hof der Farm stehen­den Backofen das Fuhrwerk in Brand gesteckt hat.

Die Meuterer derSieben Provinzen" in Dliffingen gelandet.

Auf einem holländischen Dampfer trafen aus Nie- derländisch-Jndien 28 Meuterer des Panzer­kreuzersSieben Provinzen" unter stren­ger militärischer Bewachung in Dlissingen ein. Diese Meuterer, die bekanntlich vom Marinekriegsrat in Niederländisch-Jndien zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt worden waren, werden.auf mehrere Ge­fängnisse des Landes verteilt werden.

Freispruch im Ouehiuer Prozeß.

Stettin, 2. Aug. (DNB.) Der Vorsitzende des Sondergerichtes verkündete am Donnerstag­abend nach längerer Beratung in dem Prozeß gegen das Mitglied des NS.-Deutschen Frontkämp­ferbundes (Stahlhelm) Kummerow folgendes Urteil: Der Angeklagte wird freigefprochen. Die Kosten fallen der Staatskasse zur Last.

In der Begründung führte der Vorsitzende u. a. aus: Gegenstand der Verhandlung in diesem Prozeß war eine Bluttat, die alle Kreise tief erschüt­tert hatte. Ein alter Kämpfer der Partei, ein Mann,

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der sich rückhaltlos für den Führer einfetzte, ist ihr zum Opfer gefallen. Dabei drängt sich wohl in jedem 93oifs$enoffen die Frage auf, daß eine solche Tat unbedingt der Sühne bedarf. Voraussetzung ist aber, daß die Tat verschuldet und sich die Schuld einwandfrei nachweifen läßt. Dies verlangt das Strafgesetz. Der Nachweis ist in diesem Prozeß aber nicht voll erbracht worden. Der Angeklagte mußte daher aus Mangel an Beweisen freigesprochen werden. «

Der Staatsanwalt hatte unter Zubilligung mil­dernder Umstände zwölf Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust beantragt.

Wie bekannt, handelte es sich in diesem Prozeß um die Tat bei der Sonnenwendfeier am 23. Juni in Quetzin, wo Kummerow den SA.-Sturm- führer Fritz M o l t z a h n nach der Sonnenwend- feier angeblich getötet hat.

Das Goldene Ghrenabzeichen bleibt im Besitz der Familie.

DNB. Berlin, 2. August. ImVölkischen Beobachter" wird folgende Anordnung des Reichs- fchatzmeisters der NSDAP, veröffentlicht:

Aus gegebener Veranlassung wird darauf hin- geroiefen. daß im Falle des Ablebens von Inhabern von Eyrenzeichen diese im Besitz der Angehörigen verbleiben können. Ange­hörige von verstorbenen Inhabern des Ehrenzeichens haben jedoch gemäß der verliehenen Besitzurkunde nicht das Recht zum Tragen des Ehren­zeichens.

Dieses Recht zum Tragen des Ehrenzeichens erlischt gemäß den bestehenden Bestimmungen mit dem Tage des Ausscheidens des In­habers aus der Partei."

Das Staatsbegräbnis für Lyauthey.

Paris, 2. Aug.' (DNB.) Ganz Frankreich steht am Donnerstag im Zeichen der National- trauer anläßlich des Staatsbegräbnisses für Marschall Lyauthey in Nancy. Alle öffent­lichen Gebäude sind halbmast beflaggt. Unter Glockengeläut setzte sich der Leichenzug in Bewe­gung. Neben dem Sarg schritten u. a. die Mini­ster Barthou, Tardieu und Marin sowie der Generalresident von Marokko. Im Trauerge» folae bemerkte man die auswärtigen Botschafter, Gesandten und Militärattaches, darunter den stell­vertretenden deutschen Militärattache Hauptmann Speidel. In der Kathedrale fand ein trauer- gottesbienft statt. Sodann erfolgte die Überfüh­rung auf den Platz Stanislas, wo der Kriegsmini­ster Marschall Pstain im Namen der Regierung die Gedächtnisrede hielt. Er feierte Marschall Lyauthey als einen der Schöpfer des französi­schen Kolonialreiches, der diesem Werk 30 Jahre der Arbeit, gewidmet habe.

preutzeu.

Unterwesterwaldkreis.

* Vom Westerwald, 3. Aug. Der 77jährige Landwirt Erhard Wehr aus Lichtermöhrendorf wurde am Dienstag, als er die Straße überschreiten wollte, von einem Motorradfahrer er­faßt, zu Boden geschleudert und mußte mit einem schweren Schädelbruch und mit einem Bruch des unken Beines in die Chirurgische Klinik nach Gie­ßen eingeliefert werden.

Wettervoraussage.

Von der britischen Störung erstreckt sich eine Rinne tiefen Druckes über Deutschland bis nach Polen. In ihr herrscht wechselhafte und verschieden­artige Luftzufuhr, so daß das Wetter noch bewölkt bleibt und vereinzelt auch Niederschläge auftreten. Zwischendurch dürste sich allerdings Der Himmel aufheitern.

Au ssichten für Samstag: Wolkig mit vorübergehender Aufheiterung, Temperaturen wenig verändert, einzelne Niederschläge.

Aussichten für Sonnten: Noch kein be­ständiges Wetten