Ur. (79 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
ßreitag, 3. August 1934
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. Aua. (DNB.) Bundespräsident Mik- den Reichskanzler folgendes Tele-
Die fremden Staaten übermitteln ihr Beileid. Mitglieder des Berliner Diplomatischen Korps (in der Mitte der franzdstfche Botschafter F r a n ? o i s>- <ßio n c e t) beim. Betlafl« be« Reichs- prüfidentenpalais, wo sie das Beileid ihrer Lander zum Ausdruck brachten.
fönen eingetragen.
Ungarns Anteilnahme.
Budapest,^ Aug. (DRB.) Kurz nach dem Bekanntwerden des Todes des Reichspräsidenten erschien der persönliche Adjutant des R e i ch s v e r - wesers Horthy, Kapitän Scholz, in dem deutschen Gesandtschaftsgebäude, das die Flaggen auf Halbmast gesetzt hatte, um in Abwesenheit des deutschen Gesandten dem deutschen Geschäftsträger Legationsrat Dr. S ch l i m p e r t im Namen des Reichsverwesers das Beileid auszusprechen. Später erschienen der ungarische Außenminister von Kanya und der Staatssekretär im Ministerpräsidium von Barczy, die das Beileid des Ministerpräsidenten G ö m b ö s und der ungarischen Regierung überbrachte.
Ministerpräsident Gömbös hat an den Führer Adolf Hitler folgendes Telegramm gerichtet: „Anläßlich des Hinscheidens des Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg, das in allen Kreisen der ungarischen Bevölkerung tiefstes Beileid erweckt hat, bitte ich Ew. Exzellenz den Ausdruck des innigsten Mitgefühls der königlich-ungarischen Regierung entgegennehmen zu wollen. Die ganze ungarische Nation wird dem
Prag. 2. Aug. (DNB.) Der Präsident der Republik sandte dem Sohne des verstorbenen Reichspräsidenten folgendes Telegramm:
„In Kenntnis von der traurigen Nachricht von dem Hinscheiden Ihres berühmten Vaters, des Präsidenten von Hindenburg, übermittele ich Ihnen den Ausdruck meiner aufrichtig st en Anteilnahme. T. G. M a s a r y k.
Außenminister Dr. B e n e s ch sandte dem Reichsaußenminister folgendes Telegramm: „Anläßlich des schweren Verlustes, den das deutsche Volk durch das Hinscheiden seines hervorragenden Präsidenten Marschalls von Hindenburg erlitten habe, habe ich die Ehre, Ihnen im Namen der Regierung der tschecho- slowakischen Republik mein aufrichtig st es Beileid auszusprechen."
Gesandter Dr. Flieder fand sich Donnerstag vormittag in der deutschen Gesandtschaft in Prag ein und sprach dort die Anteilnahme des Mimste- riums für auswärtige Angelegenheiten anläßlich des Hinscheidens des Präsidenten Hindenburg aus.
Belgien.
Brüssel, 2. Aug. (DNB.) Der deutschen Ge- sandtschaft sind bereits in den Vormittagsstunden des Donnerstag zahlreiche Beileidsbezeugungen aus Kreisen der Bevölkerung, der Regierung, des Diplomatischen Korps und der deutschen Kolonie zuge- gangen. In die in der Gesandtschaft aufgelegte Beileidsliste hat sich als einer der ersten Besucher der Ministerpräsident Graf B r o q u e v i l l e, der mit seinem Kabinettschef Graf Lichtervelde in der Gesandtschaft erschienen war, ferner Außenminister I a s p a r eingetragen.
Holland.
Haag, 2. Aug. (DNB.) Außenminister de ©raeff stattete Donnerstagvormittag sofort nach dem Bekanntwerden des Ablebens des Reichspräsidenten als erster dem deutschen Gesandten Graf Zech einen Besuch ab, um ihm das Beileid der niederländischen Regierung zu dem schweren Verlust auszudrücken, von dem Deutschland betroffen wurde.
Dänemark.
Kopenhagen, 2. Aug. (DNB.) Bereits im Laufe des Vormittags ließ der dänische H o s dem deutschen Gesandten Freiherrn v. Richt- Hosen sein Beileid zum Ausdruck bringen. Gegen 11.30 Uhr fand sich der holländische Gesandte van Rappard, der gleichzeitig Doyen des Diplomatischen Korps ist, zu einem Beileidsbesuch auf der deutschen Gescmdschaft ein.
Zu Beginn der heutigen Sitzung des Lands- t h l n g hielt der Vorsitzende Jensen Kleis folgende Gedächtnisansprache auf Reichspräsident o. Hindenburg: „Vom Außenministerium habe ich die Mitteilung erhalten, daß Reichspräsident von Hin- denburg heute verschieden ist. Ich halte es für natürlich, daß das Landsthing fein Beileid ausspricht anläßlich des großen Verlustes, den unser deutsches
Die Meulchenmenge vor dem Reichspräsidentenpalais, die sich dort versammelte, um einige SKuuütil in stillem (Siebenten »n den Heimgegangene SN vecbrstMn.
Das Beileid Frankreichs.
Baris 2 Aug. (DNB.) Der Präsident s’isfSr.iÄ •••*— Oberst n o n n n nur berühmten
Vaters^weg? mich tief, und in dem grau- “ Verlust,°den Sie erhtter, haben brand* « mich, Ihnen mein lebhaftes ^etieio ^Ministerpräsident Doumcrgue hat an m^^nrler Hitler folgendes Telegramm ge- Reichskanz er H Ew. Exzellenz mein tief» sandt. .b b versichere Sie der au -
r^Haen Teilnahme der Regierung dl? sranzösischen Republik an der Na- tionaltrauer Deutschlands.
Der französische Außenminister Barth ou hat an den Reichsaußenminister Freiherrn «an Reu- ?ntb aus Nancy folgendes Telegramm geri et: Bitte Ew. Exzellenz anläßlich des Trauerfalles, der Deutschland eines seiner großen Diener be-
DNB. Berlin, 2. August. Anläßlich des Ab- < lebens des Reichspräsidenten Generalfeldmarschalls von Hindenburg haben heute (Donnerstag) dem Reichsminister des Auswärtigen folgende M i s s i - : on 5 chefs Beileidsbesuche abgestattet:
Der Apostolische Nuntius, der sranzösische Botschafter, der königlich-italienische Botschafter, der kaiserlich-japanische Botschafter, der spanische Botschafter, der königlich-niederländische Gesandte, der königlich-belgische Gesandte, der finnische Gesandte, der chinesische Gesandte, der Geschäftsträger der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken, der königlich-ungarische Geschäststräger, der schweizerische Geschäftsträger, der königlich-dänische Geschäftsträger.
Ferner haben dem Auswärtigen Amt ihr Beileid ausgesprochen: der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, der chilenische Gesandte, der bolivianische Gesandte, der tschechoslowakische Gesandte, der polnische Gesandte, der neuernannte Ge andte von Haiti, der Geschäftsträger von Panama, der österreichische Geschäftsträger, der komglich- norwegische Geschäftsträger, der königlich-rumänische Geschäftsträger.
In N e u d e ck sind im Laufe des Tages überaus zahlreiche Beileidskundgebungen eingegangen. Außer den Telegrammen des Herrn Reichskanzlers und des preußischen Ministerpräsidenten haben der Stellvertreter des Führers, Vertreter der Länderregie- runqen, von Städten und von Vereinigungen, der Reichsbischof sowie zahlreiche Privatpersonen ihrer Teilnahme Ausdruck verliehen. Von fremden Staatsoberhäuptern drahteten der Kaiser von Japan, der König von Dänemark, der König von Aegypten, der König von England, der König von Norwegen, der König von Schweden, der Präsident der Türkischen Republik, der Präsident der französischen Republik, 'der Präsident der Republik Finnland und der Präsident der tschechoslowakischen Republik sowie der italienische Ministerpräsident Mussolini und der griechische Ministerpräsident Tsaldaris.
gramm gerichtet: _ , . , ,
„Tief erschüttert durch die Nachricht vom Ableben
Seiner Exzellenz des Herrn deutschen Reichspräsidenten, Generalfeldmarschalls von Hindenburg, spreche ich Ew. Exzellenz und dem ganzen deutschen Volke meine wärm st e und aufrichtig sie Teilnahme aus. Der verehrungswürdigen Gestalt des Feldherrn und Staatsmannes, der au seinem ganzen Lebensweg nur ein hohes Ziel kannte, in Krieg und Frieden seinem Daterlande zu dienen, und der nunmehr nach allzeit treuester Erfüllung seiner Pflicht in die Ewigkeit eingegangen ist, wird für immer ein Ehrenplatz in der Geschichte des deutschen Volkes gesichert bleiben.
(gez.) Bundespräsident Dr. M i ck l a s.
großen Sohn Deutschlands, dem glorreichen Heer- ührer, ein treues Andenken bewahren.
DNB B u d a p e st, 2. August. Reichsverweser Nikolaus von H o r t h y hat an Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Telegramm gesandt: „Sr. Exzellenz, dem Herrn Reichskanzler Adolf Hitler, Führer des Deutschen Reiches und Voltes, Berlin. Tiefergriffen vernehme ich die traurige Nachricht von dem Tode des Herrn Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hindenburg, durch dessen Tod Deutschland seinen treuesten Sohn und Ungarn einen aufrichtigen Freund verloren hat. Ich schließe mich mit meinem innigsten Gefühl der tiefen Trauer an, die infolge dieses unersetzlichen Verlustes die Seele des deutschen Volkes erfüllt. Ich bitte, Ew. Exzellenz, den Ausdruck meiner innigsten Teilnahme entgegennehmen zu wollen."
Der Reichsverweser hat an Oberst von Hindenburg folgendes Te^gramm gerichtet: „Aufs tiefste ergriffen, vernehme ich die erschütternde Nachricht von dem Tode Ihres hochverehrten Vaters, des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg und ruhmreichen Heerführers des im Weltringen mit uns treu verbündeten deutschen Volkes. Sein Dahinscheiden bedeutet nicht nur für Deutschland einen chweren Verlust, sondern erweckt auch aufrichtige Teilnahme und tiefste Trauer im ganzen ungarischen Volke. Ich bitte Sie, meine tiefempfundene Teilnahme entgegen
zunehmen."
Bei der Beisetzungsfeier wird den Relchsverweser Außenminister von Kanya und der Berliner Gesandte Masirevich die ungarische Regierung vertreten. Das ungarische Heer entsendet eine Offiziersabordnung unter Führung des Oberkommandanten General der Infanterie von Korpathy. In Vertretung des Stuhlweißen- burger Honoed - Infanterie - Regiments, dessen Inhaber Hindenburg war, begibt sich ebenfalls eine Offiziersabordnung unter Führung des Regiments- kommandanten Oberst von Koos nach Berlin.
Die ungarischen Regierungsgebäude haben im ganzen Lande halbmast geflaggt.
Das Beileid der Tschechoslowakei.
Das Beileid des Papstes.
DNB. Rom, 2. August. Kardinalstaatssekretär P a c e l l i begab sich am Donnerstag zur Deutschen Botschaft beim Hl. Stuhl und drückte Botschafter von Bergen im Namen des P a p st e s Pius XL sowie im eigenen Namen das Mitgefühl zu dem schweren Verlust aus, den Deutschland erlitten hat.
Das Beileid des Königs von England.
London, 2. Aug. (DNB.) Der König von England hat an den Sohn des verstorbenen Reichspräsidenten, Oberst Oskar von Hindenburg, das folgende Telegramm gerichtet:
Ich habe mit tiefem Bedauern den Tod Ihres hervorragenden Vaters, Feldmarschalls von ^Hindenburg,' Präsident des Reiches, erfahren dessen hohe Eigenschaften sowohl als Soldat, als
raubt, mein aufrichtiges Beileid entgegen- "^Jm^Auftrag^^des Präsidenten der Republik hat sein Adjutant, Oberst B o n n a s s i u e, dem deutschen Botschafter Dr. Koester das Beileid des Präsidenten der Republik, Lebrun, persönlich zum Ausdruck gebracht
Havas veröffentlich einen ausführlichen Lebenslauf des Reichspräsidenten, in dem es u. a. heißt, daß der Feldmarschall bereits zu Lebzeiten in die Geschichte eingegangen sei.
Italien.
Rom, 2. Aua. (DNB.) Der Unterstaatssekretär im italienischen Außenministerium Suvich begab sich am Donnerstagmorgen in die deutsche Botschaft, um Botschafter von Hassell das tiefgefühlte Beileid des Regierungschefs und der faschistischen Regierung zum Tode von Generalfeldmarschall von Hindenburg auszudrucken.
Oesterreichs Beileid.
vom Besuch des Kanzlers beim sterbenden Reichspräsidenten.
Der Führer verläßt in tiefer Ergriffenheit Schloß Neudeck. Rechts neben Adolf Hitler der Sohn des Reichspräsidenten, Oberst von Hindenburg; hinter diesem der Adjutant des Führers, Gruppenführer B r ü ck n e r, und (rechts) Staatsjekretar Meißner; rm Hintergrund (in der Tür stehend) Professor S a u e r d r u ch , der den Reichspräsidenten behandelte.
Das Beileid des Auslandes.
Bundeskanzler Dr. Schuschnigg empfing am < Donnerstag in Gegenwart des Vizekanzlers Star- । Hemberg, des neuen Außenministers Berger- Waldenegg und anderer Mitglieder des Ka- , binetts die Vertreter der in- und ausländischen Presse im Bundeskanzleramt. Er gab programmatische Erklärungen ab, die er mit einem warmen Gedenken an den verewigten Reichspräsidenten von Hindenburg einleitete. „Die Trauernachricht vom Ableben des Herrn Reichspräsidenten, Generalfeldmarschalls von Hindenburg", so sagte der Bundeskanzler, „h-at Oesterreich 11 e f b e m e g t. Lieber allen Zwischenfällen des Tagesgeschehens hinaus blieb uns jein Name ein Symvoldes deutschen Volkes und als solcher heilig. Zumal die Frontgeneration in Oestere-ich gedenkt seiner in Ehrfurcht. Ehre seinem Andenken!
Wien, 2. Aug. (DNB.) Im Auftrag des Bundespräsidenten sprach Kabinetts-ViFedlrektor Schmitz am Donnerstag beim deutschen Geschäftsträger vor, um das Beileid zum Ableben des Reichspräsidenten auszusprechen.
Der Bundesminister für Aeußeres Egon B e r - g e r - W a l d e n e g g , der am Donnerstag die Geschäfte übernommen hat, erschien mittags in Begleitung des Staatssekretärs für Aeußeres, Tausch i tz , auf der deutschen Gesandtschaft und sprach dem Geschäftsträger, Prinz zu Erbach, m herzlichen Worten die Anteilnahme der österreichischen Bundesregierung und des österreichischen Volkes an dem Hin- scheiden des Herrn Reichspräsidenten aus. Wie verlautet, wird Staatssekretär Tauschitz sich in den allernächsten Tagen nach Berlin begeben.
In allen Straßen verkündeten Extra-Ausgaben das schmerzliche Ereignis. Es bildeten sich Gruppen von Leuten, die sichtlich erregt den Tod des Reichspräsidenten besprachen. Die deutsche Gesandtschaft hat sofort nach Erhalt der Trauerbotschaft die Flagge auf Halbmast gesetzt. In die ausgelegten Beileidsbogen haben sich bereits zahlreiche Per-
auch als Staatsmann ihm einen geehrten Platz in den Annalen Ihres Landes 'ichern werden. Ich entbiete Ihnen mein aufrichtiges Beileid zu dem großen Verlust, den Sie erfahren haben." m .
Der britische Botschafter in Berlin, Sir Eric P Hipps, fährt Donnerstag abend nach Berlin zurück, um den König bei der Beerdigung des Reichspräsidenten von Hindenburg zu vertreten.
Das Bestech
des Pölkerbundssekretanats.
Genf. 2. Aug. (DNB.» Der G e n - r a 11 e k r e - tär des Völkerbundes Aoenyl hat an den deutschen Reichsaußenminister folgendes Tele- gramm gesandte ..Anläßlich des Todes des Reichs. Präsidenten bitte ich Sie. mein tiefstes Beileid ent- gegenzunehmen."
Die Regierungskommission des Saargebiets.
Saarbrücken. 2. Aug (DNB.) Die Re- oiernnaskommissian des Saargeb i e - te s hat aus Anlaß des Ablebens des Reichest- deuten von Hindenburg nachstehendes Telegramm nach Berlin gesandt:
Berlin, Auswärtiges Amt.
Im Namen der Regierungskommlssion des Saar- gebietes bitte ich Euer Exzellenz da- aufrichtige und i - f oefü hlte Beileid anläßlich des Ab° lebens des^ Herrn Reichspräsidenten. Generalfeld.
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. unteres Mitgefühls übermitteln wollen
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