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4. Fortsetzung.
Nachdruck verboten!
Diese Zirkusvorstellung unter dem schönen großem Zweimastenzelt ist der Clou des Ganzen. Hier er-- weist es sich, daß die Liliputaner nicht lediM ihre Winzigkeit zu eigen haben, sondern bi fit aud) Akrobaten und Tänzer, Schlangenme^en und humorvolle Clowns sind, die ihren großen Kollegen von Busch und Sarrasani, von Krone und« Gleich in nichts nachstehen wollen. Zunächst treten: sechs Akrobaten auf, Damen und Herren von guter1 Proportion der Körper, die in ihren Darbietungen: viel Geschicklichkeit, Kraft und Eleganz beweisen. Eine besonders reizende Nummer des Programm; tellt die Vorführung von sechs Ponys dar. Die Tiere gehorchen jedem Wink ihres kleinen Stall-
Sagen Sie, stimmt es, Laß zum „Tag her 100 000" tausend Zelle aufgebaut werden?
J-a-whl — mehr noch. Rund 1400. Zwei Rissen- zeltstädte, die einen Raum von 80 000 Quadrat-
Die Hitler-Jugend in unserem Gau wird bei diesem Gebietsaufmarsch und den damit verbundenen Großkundgebungen unter Beweis stellen, daß sie für unseren Führer und unser Vaterland steht und so, wie sie bis jetzt gekämpft hat, weiter kämpft. Zur Festigung der Tradition dieses Kampfes soll die Ausstellung beitragen. Darum wird um die Hilfe aller Parteigenossen gebeten.
Ein verheißungsvolles Telefongespräch
Das Gau'p ress samt teilt mit:
Hallo, dort Aufmarschleitung?
Ja, hier Ausmarschleitung für das Gebietstreffen der Hitlerjugend in Frankfurt a. M. am 1. und 2. September.
LPD. In der vom Statt st ischen Reichs- amt herausgegebenen Zeitschrift „Wirtschaft und Statistik" werden nun in einer Sonderlage die endgültigen Zahlen der Volkszählung vom 16. Juni 1933 veröffentlicht.
Das Ergebnis in Hessen.
Die Zahlen für Hessen zeigen folgendes Bild: Hessen umfaßte am 1. Januar eine Fläche von 7692,01 Quadratkilometer. D i e Gesamteinwohnerzahl betrug 1 429 0 4 8. Davon waren 698 038 männlichen Geschlechts. Im Juni 1925 betrug die Einwohnerzahl für den Volksstaat Hessen 1 347 279, wovon 655 964 männlichen Geschlechts waren. Die Gesamtzunahme betrug 81 769, d. h. 6,1 v. H. An dieser Zunahme hatten die männlichen Personen einen Anteil von 42 074 oder 6,4 v. H., die weiblichen dagegen nur 5,7 v. H.
3n Hessen kommen auf 1 Quadratkilometer 185.8 Personen nach der neuen Zählung, während es 1925 nur 175,2 waren.
Für die drei Provinzen Hessens ergeben sich fol- aende Zahlen: Die Provinz Starkenburg hat eine Gesamteinwohnerzahl von 665 512, wovon 326 257 männlichen Geschlechts sind. Am 16. Juni 1925 betrug die Gesamteinwohnerzahl Starkenburgs 624 572, davon waren 305 570 männlich. Die Gesamtzunahme beträgt für diese Provinz 40 940, also 6,6 v. H. Daran sind die männlichen Personen mit 20 687 oder 6,8 v. H. beteiligt. Der Anteil der weiblichen Personen beträgt nur 6,3 v. H. In der Provinz Starkenburg entfallen auf 1 Quadratkilometer 221,9 Menschen. Im Jahre 1925 waren es nur 208,3.
Die Provinz Oberheffen hat eine Gesamkeiuwohnerzahl von 342 620. Davon entfallen auf die männlichen 169 461. Vorher betrug sie 328 490, wovon 161 504 männlich waren. — Die Provinz Oberhessen hat ihre Einwohnerzahl von den hessischen Provinzen am wenigsten vermehrt, denn ihre Zunahme beträgt nur 14 130 oder 4,3 v. h. Daran sind die Männer mit 7957 oder 4,9 v. h. ! beteiligt. Die weiblichen Personen nur mit 3,7 •
v. h. 3n Oberhessen kommen auf 1 qkm nur
„Gefallsüchtig ist Doris auch. Hast du gesehen, Mütterchen, was sie dem Farnhorst für Augen machte?"
„Der fällt nicht auf sie herein. Das konnte bloß unserem Sohn passieren!" sagte die alte Dame und weinte.
Tröstend strich ihr Mann über ihren grauen Scheitel.
„Wenn wir nun beide bloß voreingenommen waren?"
„Oh, nein! Das ist es nicht! Wir haben uns beide auf eine liebe junge Schwiegertochter gefreut. Ver- schleiere doch deine Sorgen nicht! Rein, guter Alter!" ”
Drittes Kapitel.
U"d wieder war ein halbes Jahr vergangen. Richard Feller war einige Tage in Salheim gewesen. Er hatte einen Architekten mitgehabt. Sie hatten miteinander den alten Park besichtigt. Der Fescher war verstorben. Nun unterhandelte Richard Zeller mit dem Bürgermeister. Es kam zu einem Abschluß. Am Abend saß Feller dann Fritz Farn- über m Öß^en fIeiner' bescheidener Wohnung gegen-
„Ich beginne also noch in diesem Frühjahr mit dem Bau. Ich freue mich, daß meine Frau mit hierher will. Beinah wollte ich ihr das einsame ^eben nicht zumuten. Aber sie fährt leidenschaftlich gern Auto und meint, daß sie ja da sehr schnell mit mir zu irgendeiner Veranstaltung fahren kann. Und so kommen wir also. Dann sind Sie selbstverständlich öfter einmal unser Gast."
„Sehr freundlich, Herr Feller. Ich weiß aber nicht, ob ich diese gütige Gastfreundschaft allzusehr ausnutzen werde."
Fritz Farnhorst bemerkte es recht gut, wie sein Gegenüber heimlich aufatmete.
Litt Richard Feller bereits in seiner Ehe? Und wäre es nicht besser, er wüßte alles? Aber dazu besaß er, Farnhorst, kein Recht, diesem Manne etwas aus der Vergangenheit zu erzählen. Es lag auch für ihn keine Veranlassung vor. Ganz ab- gesehen davon daß er Doris Feller nie ihres schützenden Hafens berauben würde. Denn für diese tfrau mar es doch am besten, sie lebte unter dem Schutze eines ehrenwerten Mannes. Aber das Her- fp°rhJ?en Fra" nach hier bedeutete für ihn raenh Xn« n^°sigkeit. Denn Doris wollte irgend etwas. Vielleicht war es nur die Angst, daß Jin mtnrt erda?Len k°unte; wahrscheinlich wollte sie haft schweigem Aber es war auch möglich,
nphni?»6 6 $r2U' D?m Schicksal wieder in die Höhe gehoben, reich und verwöhnt, jetzt irgend etwas brauchte, um sich die Langeweile zu vertreiben.
dem sein, wie es wollte. Für ihn war hier kein Bleiben mehr, wenn Doris hierher kam. Dann mußte er gehen. Denn welche Rolle spielte er m den Augen seiner beiden Chefs, wenn die Vergangenheit doch einmal durchsickerte. Mußte sich
104,2 Personen gegen 99,9 im Jahre 1925.
In Rheinhessen wohnen nach den neuen Ergebnissen 420 916 Personen. Davon sind 202 320 männlichen Geschlechts. 1925 betrug die Einwohnerzahl Rheinhessens 394 217, wovon 188 890 männlichen Geschlechts waren. Die Gesamtzunahme betrug 26 699 oder 6,8 v. H. An dieser Zunahme sind die männlichen Personen mit 13 430 oder 7,1 v. H. beteiligt, die weiblichen dagegen nur mit 6,5 v. H. Auf einen qkm kommen in Rheinhessen nun 299,5 Personen; im Jahre 1925 waren es 280,6. Danach ist Rheinhessen immer noch d i e dicht- besiedelste Provinz Hessens.
Die einzelnen Kreise Hessens zeigen folgende Bevölkerungszahlen: Bensheim 78 919, Darmstadt 154 537, Dieburg 68 102, Erbach 49 968, Groß-Gerau 69 948, Heppenheim 59 000, Offenbach 185 038,
Alsfeld 39157, Bübingen 44 648, Friedberg 93 481, Gießen 105 621, Lauterbach 30945,
Schotten 28 768,
Alzey 43 951, Singen 47 821, Mainz 175 632, Oppenheim 49 568, Worms 103 944.
Hessen-Nassau. -
Die Provinz Hessen-Nassau, die am 1. Januar eine Fläche von 16 844,76 Quadratkilometer umfaßte, hat 2 584 828 Einwohner. Davon gehören 1 252 998 dem männlichen Geschlechte an. Am 16. Juni 1925 betrug die Gesamteinwohnerzahl 2 475 064. so daß zwischen 1925 und 1933 ein Zugang von 109 764, also 4,4 v. H. zu verzeichnen ist. Die männlichen Personen haben seit 1925 um 60 352 d. h. um 5,1 v. H. zugenommen, während die weiblichen Personen nur um 3,9 v. H. zugenommen haben.
Nach den Ergebnissen der letzten Zählung kommen auf ein Quadratkilometer in der Provinz Hessen-Nassau 153,4 Personen gegenüber 146,9 im Jahre 1925.
NSLD., Kreis Gießen.
vetr.: Schülerzeitschrift „hilf mit".
Im Rahmen der Reichstagung des NSLB. in Frankfurt a. M. findet am Samstag, 4. August, um 15.30 Uhr in Frankfurt a. M., Moltke-Allee, Be- rufsschule III, eine Sondertagung der Sachbearbeiter für „Hilf mit" statt. Die Bezirkssachbearbeiter und Ortsgruppenvertrauensleute sind hierzu herzlichst eingeladen.
Der Kreissachbearbeiter: Heller.
Kreisleitung der NSDAP. — Abteilung Rundfunk.
Anläßlich der Funkausstelluna in Berlin wird nochmals darauf hingewiesen, oaß alle Anträge bis spätestens am 5. August 1934 eingereicht und die Beträge eingezahlt sind. Spätere Anmeldun- gen können nicht mehr berücksichtigt werden. Die Bestellbogen sind bei den jeweiligen Ortsgruppen, Funkwarten oder auf der Kreisleitung, Abteilung Rundfunk, wo nähere Auskunft erteilt wird, zu erhalten. Die Sprechstunden sind täglich von 4.30 bis 5.30 Uhr auf der Kreisleitung, Ludwiastraße, Abteilung Rundfunk.
Reichsoerband deutscher Rundfunkhörer (RdR., DRFV.) der Kreisgruppe Gießen:
B l a ck e r t, Geschäftsführer.
Aufruf an alle Parteigenossen und ehemaligen Hitlerjungen.
Das G a u p r e s s e a m t gibt bekannt:
Parteigenossen, ehemalige Angehörige der Hitler- Jugend! Anläßlich des Gebietsaufmarsches der Hitler-Jugend, dem „Tag der 100 000", veranstaltet die HI. eine Großausstellung, die am 19. August im Haus der Moden auf dem Festhallengelände eröffnet werden soll. Diese Ausstellung unter dem Leitwort „Kampf und Sieg der HI." soll den Besuchern Gelegenheit geben, den Ausbau der HI. im Gebiet Hessen-Nassau zu verfolgen. Um nun diese Veranstaltung auf eine vollkommene Höhe Zu stellen, werden Parteigenossen und Hitler-Jungen ersucht, alle Gegenstände, die für diese Ausstellung wertvoll sein können, umgehend an die Shifma^ teitung der Hitler-Jugend, Frankfurt, Seilerstr. 36,
Auf Oswaldsgarten ist vor einigen Tagen ei» kleine Stadt erstanden, die man mit Recht eie Märchenstadt nennen darf. Sie besteht wie an Nande unseres Alltags und wir, die wir sie b* suchen können, sind nur Gäste in diesem Reiche, bei einen kleinen Staat für sich darstellt. Uebcrol herrscht, das fällt zunächst sehr aus, peinliche Drit nung. Alles ist schmuck, sauber geschmackvoll, süM Ein Rundgang Lurch i>ie Straßen dieser kleiner Stadt zeigt uns Las Rathaus, und Las Standesamt die Post und Verkaufsgeschäfte, zeigt uns die Wch- Häuser, die alle prächtig eingerichtet sind und öt- Besuchern der Stadt durch große Fenster EinW gestatten. Zierliche Möbel, eigens angefertigt, füllen die Räume, Gardinen verschaffen den Liliputwod» nungen einen heimelichen Eindruck, es fehlt nidt an Komfort, bei dem auch eine moderne BaLeanlac« Zur Selbstverständlichkeit gehört. Und die ßilipi taner selbst sind lustig und guter Dinge, sie unterhalten sich mit Len Besuchern der Stadt, erzähle:, von ihrem Leben in diesem kleinen Reiche, sprech?', davon, wie gut es ihnen selbst gefällt und wie s« überall herzlich aufgenommen werden. Wie oft bi'., det sich, wenn, wie es des öfteren vorkommt, köl-- perlich ganz besonders große Menschen in der Stal!! ZU Besuch weilen, ein Kreis um Lie Gegensätze, bi« nun ganz besonders drastisch wirken. Da gibt w dann manche luftige angeregte Unterhaltung, dir- oft solange dauert, bis Las Zeichen zum Beginn der Zirkusvorstellung gegeben wird.
Meter einnehmen, werden Frankfurt Las Gepräge einer belagerten Stadt geben. Das Lager des Jung- oolks im Huthpark wird von einem Teil schon am 29. August bezogen. Es soll ein Musterlager der 1500 Pimpfe werden. Am Abend des 1. September — es sind dann 50 000 Pimpfe geworden — steigt dort die große Abendveranstaltung des Jungvolks, eine Gemeinschaftsdarbietung von unerhörter Wirkung.
Und Las zweite Lager?
Das ist im Ostpark, nach genauem Bauplan angelegt. Ebenfalls für 50 000. Gerade Straßen, deren jede einen defonderen Namen tragen wird, ziehen hindurch. Die breiteste, zehn Meter mißt sie, führt, umsäumt von HI.-Fahnen, zum Kommandoturm, von wo aus Las ganze Lager übersehen und dirigiert werden kann. Vom Kommandozelt führen Fernsprechleitungen zu den Helten der Oberbann- führer zur Befehlsdurchgabe, lleberall bemerkt man dann noch die Sanitätszelte, die mit Ambulanzen und allem nötigen Material reich versehen sind, um für alle Zwischenfälle, Lie ein so umfassendes Lager mit sich bringen kann, gewappnet zu sein. Wach- zelte, Proviantzelte, Postzelte, ein großes Pressezelt usw. usw. — eine ganze Stadt vor der Stadt wird aus dem Boden gestampft.
Die hessen-nassauischen Kreise, soweit sie in unserem Gebiet besonders interessieren, verzeichnen folgende Einwohnerzahlen: Marburg Stkr. 28 439, Marburg Lkr. 64 563, Kreis Biedenkopf 38 888, Dillkreis 62 501 und Kreis Wetzlar 86 065.
Auf ihrer großen Reife traf sie Richard Feller. ®r,£9eJteI lhr m seiner bestimmten, ein bißchen hochfahrenden Weise. Und so war sie eben feine Frau geworden. Es war kein himmelstürmendes Glück aber auf seiner Seite mochte immerhin viel Verliebtheit mitgesprochen haben. Und sie hatte ihn ja wirklich auch gern. Großzügig war er immer menn es sich um ihre persönlichen Wünsche handelte' Daß sie seinen Eltern nicht gefiel, wußte sie und erfüllte sie mit ärgerlichem Trotz. Von der Vergangenheit ihres Vaters und auch der ihrigen hatten sie keine Ahnung. Das wäre wahrscheinlich Wasser auf die Muhl- der beiden Alten gewesem au“nb "UN tauchte dieser Fritz Farnhorst plötzlich
Sie hatte sich mit dem alten Haß wappnen wollen und kannte es doch nicht. Ja, und was hatte er ,hr eigentlich getan? Er hatte sie damals mit du jenem 2IbtturientenbaU genommen, als er wußte bafc sie gern hinwollte. Und dann hatte ihn Mar Blasken beiseite genommen, hatte ihn ganz gehörig zurechtgeruckt. Ja, und dann hatte Farnhorst sie und ihre Mutter eben gebeten, das Fest zu verlassen.
Das war alles!
Max SÄ M b°fÜr 9ei,Q6‘!
Der hatte ein regelrechtes Verhältnis mit ihr gehabt! Gut, daß statt feiner jetzt dieser schweigsame ernste, anständige Fritz Farnhorst hier ausgetaucht
?^ken hättte nicht geschwiegen! Der hätte beftimmt!^5 öie ^gen geöffnet. Der
2Iber Farnhorst würde schweigen! Gott fei Dank' Sie wollte diesen schützenden Hafen h>er nicht so schnell wieder verlassen. Die Fellers spielten gesell- schaftl'ch.eine Rolle, und sie schwärmte'doch für Festlichkeiten. Und sie selbst wollte umschwärmt und gefeiert werden.
Aber merkwürdig, was für ein schöner, breitschultriger Mensch der ehemalige schmale, lang aufgeschossene Oberprimaner geworden war! Dieser Fritz Farnhorst!
Als Farnhorst sich später verabschiedete, drückte sie seine Hand. Aber sie spürte keinen Druck der seinen. Da erfüllte sie ein krankhafter Zorn. Mit vöse funkelnden Augen sah sie ihm nach.
Der alte Kommerzienrat Feller aber sagte später als sie allein waren, zu feiner Frau:
von Bremen). Kosten 42 Mark. Anmeldung bis 6. August.
11. bis 19. August: Hamburg — Seefahrt „Monte Olivia". (Fahrtziel vorbehalten.) Teilnehmerzahl beschränkt! Kosten 50 Mark. Anmeldung bis 4. August.
11. bis 21. August: Danzig. (Zugfahrt bis Stettin und zurück. Stettin—Danzig mit Dampfer "Der Deutsche" und sechstägiger Aufenthalt in Danzig; dort Hafen-, Stadtbesichtigung, Fahrt nach der Marienburg. Quartierorte Zoppot, Glettkau, Brosen.) Teilnehmerzahl beschränkt. Kosten 52 Mark. Anmeldung bis 4. August.
18. bis 26. August: Erzgebirge. (Zielstation Neuhausen, Seiffen, Heidelberg, das unseren Urlaubern in guter Erinnerung behaltene Spielzeugland am Schwartenberg.) Kosten 30 Mark. Anmeldung bis 10. August.
18. bis 26. August: Schleswig-Holstein. (Ziel Seebad Büsum, St. Peter, Ading, mit gemeinsamer Fahrt nach Helgoland. Bei der Rückfahrt Aufenthalt in Hildesheim.) Kosten 40 Mark. Anmeldung bis 10. August.
25. August bis 2. September: Allgäu. (Ziel- statwn ist Füssen-Schwangau, die bayrischen Königs- schlösser.) Kosten 30 Mark. Anmeldung bis 16. Aug.
1- bis 11. September: Samländische Küste, Ostpreußen. (Zielstation ist Königsberg, Unterbringung der Urlauber in Zittau, Cranz, Rossitten usw. Auf der An- und Rückfahrt ist Gelegenheit zum Besuch von Marienburg und Königsberg gegeben.) Kosten 52 Mark. Anmeldung bis 22. August.
Sämtliche Anmeldungen für den Kreis Gießen bei der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Schanzenstraße 18, Zimmer 10; für den Kreis Alsfeld bei der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Alsfeld, Kreisbetriebszellenabteilung.
t märe. Aber er glaubte daran nicht mehr. Doris hatte ihm so merkwürdige Blicke zugeworfen.
Farnhorst schüttelte die unliebsamen Gedanken ab. Er hatte sich vorläufig zu der Klarheit durch- ’ gerungen:
"Ach muß abwarten. Eine übereilte Tat ist nicht ' hl>r" 6ei 65 aud) nur wein Fortgehen von
Weihnachten war die Villa eingerichtet. Und er roar am Heiligabend trotzdem ganz allein, weil Richard Feller mit seiner Frau bei seinen Eltern war. Der Kommerzienrat fühlte sich gar nicht wohl und konnte nicht nach Salheim reifen. Seine Frau ließ ihn nicht allein, und so wurde das Weihnachts- fest, das man erst in der neuen Villa in Salheim batte feiern wollen, eben nun wieder daheim in der Fellerchen Wohnung gefeiert.
Unb Fritz Farnhorst faß am Weihnachtsabend ganz allein in feiner kleinen Wohnung. Auf dein Tisch stand ein Tannenbäumchen. Im Ofen prasselte em Feuer. Unter sich hörte er die Kinder Weih' nachtslieder fingen. Nebenan fangen sie auch. Dort wohnte Werkmeister Dittrich mit feiner jungen, hübschen Frau. Sie hatten erst vor drei Wochen LeÄch^ 8e^a*ten‘ Waren überglücklich, die zwei „Um.'h" war es ruhig. Ganz still und feierlich. Und im Baum knisterte es, und der Duft der Tanne vermischte sich mit dem Geruch eines trop« senden Lichts. *
Sie alte Frau Mahnte war fort. Sie hatte, wie alle Tage, hier Ordnung gemacht, hatte gelüstet, ^ohl/n aus dem Keller geholt. Sie hatte ihr Weih' nachtsgeschenk in Empfang genommen und war hochbeglückt damit fortgegangen.
Weihnacht!
Heilige Nacht!
Draußen lag der Schnee ganz dick. Und klar und hell war die Winternacht.
Farnhorst trat ans Fenster. Sah hinaus.
Ob er nun noch ein Stück spazierenging? Ein netter Spaziergang, ganz allein in der Weihnachts« naajt, das war schon immer eine Liebhaberei von ihm gewesen.
Weilchen stand er noch unschlüssig da, dann er an- Als er den Kleiderschrank öffnete, djette er. Was sich doch da alles gufammenfanb, roenn man erst verdiente! Wirklich! Sogar ein roarm mit Pelz gefütterter Mantel gehörte mit azu und sollte ihm jetzt gute Dienste leisten. Bald stand er fertig angezogen da.
Sie Lichter noch schnell loschen! So! Fertig!
-.Guten Abend, Herr Softor!"
öreunblid) grüßend ging Frau Müllner an ihm ooruber. Sie trug einen Kord mit Aepfeln und einen mit Holz.
(Fortsetzung folgt.)
Kann man sich das alles einmal ansehen?
Natürlich! Kommen Sie nur und überzeugen tz.-, sich von der Diszipliniertheit, Ordnung und Sau!»8 feit eines HJ.-Zeltlagers der Gemeinschaft £ 100 000. 7 '
Sas werde ich nicht versäumen. Und selbsti»? stündlich bin ich mit allen meinen Bekannten r» „Tag der 100 000" in Frankfurt a. M. bei der lerjugend. Heil Hitter!
Herl Hitler!
Borsicht beim Kauf einer Leihbiblioth«:
Sie Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsmi?!.' steriurns für Volksaufklärung und Propaaa^ teilt mit: ö
3n letzter Zeit mehren sich die Fälle, wo buis Zeitungsinferate und durch JmmobilienhänM Leihbüchereien zum Kauf angeboten werden. Geschäftsstelle Frankfurt a. M. der Fachschaft Leihbücherei teilt dazu mit, daß äußerste Vorsicht bat>‘ geboten ist. Bei den zum Verkauf stehenden & schäften handelt es sich meistens um solche, bene die polizeiliche Schließung droht, und die noch ra|. aus diesem Grunde verkauft werden sollen. wird besonders darauf aufmerksam gemacht, bgs von den Inhabern einer Leihbücherei unbebir-T der Nachweis der Eignung für diesen Berus § bracht werden muß, da nur der in jeder Hinssß einwandfreie Volksgenosse Vermittler von Kultm gut sein kann. Es ist daher in jedem Falle inwendig, sich vor dem Kauf einer Leihbücherei W der Geschäftsstelle der Fachschaft Leihbücherei: zirksobmann Paul Roder, Frankfurt a. M Hohenzollernstraße 4—8, zu erkundigen. Siefe Wch rung ist um so notwendiger, als nur dadurch d® hütet werden kann, daß Mitmenschen ihre Ie^.: Ersparnisse verlieren, die sie eigentlich zum (Eruier: einer Existenz anlegen wollten.
Märchenstadt und Zirkus Liliput.
VU,üiei>ieMW.
Vornan von Gert Rothberg.
Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.)
Richard Feller von ihm dann nicht heimlich verlacht fühlen?
..Wie alt sind Sie eigentlich jetzt, lieber Farn-
„Jch werde im Mai sechsmwzwanzig Jahre alt, Herr Feller."
„Schones Alter. Braut haben Sie nicht? Ich dachte nur, wir hätten dann hier einen netten geselligen Verkehr einrichten können."
„Ich habe niemand."
„Ja — jung sind Sie noch. Aber doch nicht zu jung. Und glauben Sie nicht auch, daß Ihnen ein kleiner, fröhlicher Kamerad mehr Frohsinn geben könnte?"
„Sicherlich würde es so sein. Aber ich würde nur aus einer, großen, starken Liebe heraus heiraten Und da mir bisher keine Frau begegnet ist, die für mich in Frage käme, so bin ich eben allein."
„Sie Richtige wird schon noch kommen!" scherzte Feller. Aber der scherzhafte Ton klang gemacht.
Farnhorst lächelte verbindlich.
hoffe es auch, daß ich nicht immer zum Alleinsein verurteilt sein werde."
Sann sprachen die Herren über geschäftliche Singe.
Ser Bau entwickelte sich im Frühjahr sehr schnell Ser Architekt war sehr tüchtig, und Richard Feller hatte seine Freude an dem Hause. Im Herbst wurde es bezogen. Sie Steinbrüche waren weit aus- gebreitet. Neue Arbeiter waren eingestellt worden. L "§ie bleiben auf jeden Fall hier, lieber ,Farn- horst Sie wissen ja über alles Bescheid, und die Arbeiter halten große Stücke auf Sie. Das ist mir sehr lieb, solch eine Mittelsperson für etwaige Streitfragen zu haben!" hatte Richard Feller erst neulich gesagt. 1
„Ich bleibe!"
r batte Farnhorst es gesagt. Wie gegen sich selbst war es gerichtet. Was ging ihn die Frau an? Er hatte bewiesen, daß er etwas konnte Und er wollte auch bei feiner Arbeit bleiben.
Dann wieder kamen doch die Vorwürfe.
Richard Feller wußte nichts!
Völlig ahnungslos liebte er die blonde Frau die ihm alles verschwiegen hatte. Feller mochte seine Frau herzlich Heben; vorurteilsfrei war er aber nicht, das wußte Fritz Farnhorst.
konnte st- denn für dos Vergehen ihres Baters?, dachte er bann wieder
m .fonnte fte nichts. Gewiß nicht. Aber ihr ■ Zerhaltms mit Blasken? Und Feller würde das i - Aben Direktor Langers, die Tatsache, daß er I im Gefängnis gesessen, der Tochter eben doch anrechnen.
©ine ©fje zerstört man nicht. Wenn die Frau es für gut befand, ihre Ehe auf verschleierten Dingen autsubauen, was geht es dann mich an? i
Gedanken folterten ihn. Hätte er wenigstens ' geroufjt, daß die Fellersche Ehe restlos glücklich
abzuliefern. Wertvoll sind u. a. alte Kampf-I sahnen und Wimpel der HI., Plakate, Schriften, die Zeugnis geben von den einstigen I Kampftagen der Hitler-Jugend, Abzeichen und Wimpel sowie Kleidungsstücke und ganze Uniformen von Jugendbünden, die nach dem 30. Januar 1933 in die Hitler-Jugend überführt wurden. Des weiteren Zeitungsausschnitte, die über Veranstaltungen und Aufmärsche der HI. aus früheren Jahren berichten. Berichte über Gründungen von HJ.-Ortsgruppen, die sich anfänglich auf drei bis vier Jungen aufbauten, sich dann aber stärker entwickelten und schließlich zu ihrer heutigen Größe anwuchsen.


