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Funkgesan-ie -es deutschen Volkes Stimmenwirrwarr im Aether. privates Ikundfunkneh über ganz Deutschland Oie unkörperliche Polizei.

Don Max Lenz.

Krüherverfolgt-jehtgeför-ert

Zehn Jahre lang haben die Rundfuntama- teure um ihre Anerkennung kämpfen müssen. Zehn Jahre hat man ihnen die Sendeerlaubnis ver­weigert, und erst das neue Deutschland hat ihnen die Tore der Welt weit geöffnet. Vor wenigen Mo­naten begann der Umbau, man kann schon beinahe fagen: der Neubau des Arnateuroerbandes, und bereits jetzt hat derDeutsche Amateur - Sende-Dien st" mit seinen 19 Landesgruppen seine Mitgliederzahl verdreifachen können. Und wird sie noch mehr erhöhen, wenn er die neuer- dinas von ihm abgehaltenen Kurse, wie beabsichtigt, auch auf die Jugend ausdehnt.

Früher war das Amateurfenden eigentlich ver­boten. Man hat es trotzdem aus Begeisterung zur Sache gepflegt: bei der Laschheit der damaligen Be­hörden durfte man es wohl wagen. Und der Ama­teur ist es ja auch gewesen, der die Kurzwelle erst praktisch ausgewertet und ihre grenzenlosen Möglichkeiten richtig erkannt hat. Aber dennoch hat man ihn immer behindert, und erst jetzt sind die Fesseln gefallen.

Doch nur die Fesseln der Technik. Für die Arbeit selbst ist neuerdings strenge Zucht die Hauptbedin­gung. Senden darf nur, wer die Erlaubnis dazu besitzt; die Erlaubnis erhält nur, wer zwei Prü­fungen besteht und durch seine Person zu Be­denken keinen Anlaß gibt. Außerdem muß man sich genau den Anordnungen fügen, ein Zwang, der für den heutigen Menschen allerdings keine allzu große Last bedeutet. Im übrigen ist man jedoch freier und unbehinderter als früher.

Gründliche Ausbildung ist Vorbedingung.

Gründliche Ausbildung ist Vorbedingung. Man muß in der Lage sein, sich selbst einen Kurz­wellenempfänger bauen zu können; wer wenig Geld hat, benötigt dazu sechzig Mark, andere wenden wieder mehrere hundert Mark dafür auf. In Kur­sen, zu denen jetzt auch die Jugend zugelassen werden soll, unterrichtet man die Anwärter, sie müssen sowohl im Senden wie im Aufnehmen voll­kommen ausgebildet sein. Sie müssen die internatio­nalen Verkehrsvorschriften beherrschen, dürfen sich nicht durch Abkürzungen der Luftzeichen in Ver­legenheit bringen lassen, müssen zur Führung eines Logbuches fähig sein, in das sie alle Erfahrungen einzutragen haben. Sie müssen es ferner dazu brin­gen, in der Minute mindestens sechzig Buchstaben zu funken und wenn sie dann noch einige der Vereinsbedingungen erfüllen, werden sie als würdig angesehen, in den DASD. ausgenommen und damit gewissermaßenbie autorisierten Vertreter Deutsch­lands im Reich der kurzen Wellen" zu werden.

Sie haben sich stets dieser Auszeichnung bewußt zu sein, sie müssen immer dessen eingedenk sein, daß das Ohr der ganzen Welt sie hören kann, müssen ihre Station in tadellosem Zustand halten und dürfen andere nicht behindern. Wer es wagte, die Grenzen des Erlaubten zu überschreiten und mehren den Aecher zu senden, als postalisch gestat­tet ist, mehr also als technische Mitteilungen über Empfang usw., sagen wir zum Beispiel:Ich möchte gerne wissen, wie es bei Ihnen aussieht" und ähnliche private Nachrichten, der liefe Gefahr, es teuer bezahlen zu müssen. Nicht nur, daß die Post ihm eine große Rechnung über das drahtlose Gespräch zuschicken würde, er kann und wird auch meist obendrein noch gerichtlich zur Verantwortung gezogen. Ja, es haben sogar manche Heißsporne be­reits hinter Gittern ihre Leichtfertigkeit büßen müs­sen, die sie glauben ließ, sie brauchten sich den Vor­schriften nicht anzupassen.

Polizei -er Lust.

Dazu gibt es ja eine Polizei der Lust. Jeder, dafür eigens ausgebildete Beamte, mit allen Appa­raten bestens vertraut, vermag die Luft abzustrei­fen, um nach unerlaubten Sendern zu jahnden. (Die genehmigten Sender sind ihnen ja bekannt.) Vom Reichspostzentralamt in Tempelhof werden sämtliche erreichbaren Telegraphensender der Welt aufgespürt, und wenn einer der staatlichen oder gar privaten Sender die ihm gesetzten Gren­zen des Wellenbandes überschreitet, funkt die Poli­zei dazwischen. Helsen Verwarnungen nicht, wird innerhalb Deutschlands durch die Aufsichtsbehörden das Nötige veranlaßt; mit ausländischen Stationen tritt man entweder unmittelbar oder über das Auswärtige Amt in Verbindung. Aber Gottlob, das

Verhältnis zu allen in- und ausländischen Behörden ist derart, daß es nur eines Hinweises bedarf, um Seitensprünge" abzustellen. Lediglich innerhalb Deutschlands mußte manchmal eingeschritten werden. Karlenverbmdung mit aller Wett Aber im großen und ganzen klappt es, besonders jetzt, wo die Schwarzsender merken, daß mit den Behörden nicht zu spaßen ist. Jeder zugelassene Amateur erhält seine eigene OL-Nummer, jeder sein persönliches Rufzeichen. Damit beginnt er seine Nachrichten, damit antwortet er. Und wenn er nun irgend jemanden aus irgend einer fernen Gegend, sei es aus Frankreich oder Rußland, sei es gar vom Mississippi oder vom Kongo, von den Philippinen oder aus Kanada oder von sonst irgendwo, erwischt hat, dann bescheinigt er durch die Luft die Art der Ausnahme. Sehr höflich. Drei Minuten lang wird öleVisitenkarte" abgegeben, ebensolange die Be- Sung. Und überdies wird noch eine Karte aus- t, die, ohne besondere Portokosten, über den eigenen Verband dem Verband der anderen Länder, also fomit den anderen Amateuren zugeht. Aus diese Weise gewinnt man sich Freunde in aller Welt; dar­aus erwächst dann oft der Wunsch, sich wieder ein­mal zu hören und einen Brieswechsel miteinander zu führen; erst zögernd, Allgemeines behandelnd, bis man den unbekannten Menschen in der Fremde erkannt zu haben glaubt, dann Genaueres, Persön­licheres, Aufklärung über die Vorgänge in Deutsch­land, Ansturm gegen die Greuelhetze. Auf die­sem Wege ist schon manche segensreiche Aufklärungs­arbeit geleistet worden. Daß aber daraufhin Ehen geschlossen wurden, gehört ins Reich der Fabel. Wie überhaupt Frauen sich selten als Kurzwellenama­teure zu betätigen pflegen.

cqd4 was ist das?

Könnte man einmal gleichgültig, ob am Tage oder in der Nacht, denn es wird immer gesendet, schon wegen der Zeitunterschiede alles auffangen, was gerade in der Luft durchgefunkt wird, man könnte glauben das Jüngste Gericht sei angebrochen. Ein Heulen, Krächzen, ein heilloses Gezwit­scher auf dem kurzen Band, das für den Amateur­dienst zur Verfügung steht, dann wachsende Deut­lichkeit, kurze und lange Zeichen, Punkte und Striche: Morse! Seltsam beginnt es: cq-cq-cq-... an alle. Drei Minuten lang. Dann folgt das Rufzeichen, ein Deutscher würde senden: d 4 und die Nummer seiner Station. Antwort K kommen Sie. Kurze Mittei­lung über die Güte des Empfangs, der Lautstärke usw. Verabschiedung. Der Höfliche sendet noch: f b - fine Business, es war eine fabelhafte Sache. Kein Wort mehr, denn sonst: siehe oben, es wäre schon eine persönliche Mitteilung.

Doch das geschieht nicht etwa in allen möglichen Sprachen der Welt. Wohin würde das auch führen! Die Amerikaner haben einen internationalen Code aufgestellt, halb englisch, halb andere Laute und so gibt es ein Esperanto der Luft: allen ver­ständlich, den Deutschen wie den Indern, den Ame­rikanern wie den Chinesen, den Dänen wie den Afrikanern, den Russen wie den Australiern.

Die Luft ist angefüllt von derartigen Hin- und Hermeldungen. Man braucht nur eine Stunde an seinem Empfänger zu sitzen und könnte, bei einiger­maßen günstigen Luftoerhältnissen, gut rund 30 bis 40 Stationen antasten, mit drei oder vieren in Ver­bindung treten. Will man dann noch, wie es eigent­lich Pflicht ist, alles Aufgefangene bestätigen, so hat man genügend zu tun und allmonatlich gehen auf diese Weise allein aus Deutschland 10 000 bis 15000 Karten in alle Welt, neue Freunde für uns werbend.

Natürlich muß man sich gedulden, bis eine Ant­wort einläuft. Aus europäischen Ländern dauert es immerhin vier bis fünf Wochen, aus Ueberfee fast ebensoviel Monate. Allein, das kann die Begeiste­rung nicht eindämmen, im Gegenteil: die Beteili­gung wächst ständig. Und das ist gut so, denn erstens kann es nichts schaden, wenn Deutschland, wie die meisten der übrigen Länder, einen möglichst gro­ßen Kreis von zuverlässigen Amateur- sendern und -empfängern hat, und zweitens ist jede neue Verbindung mit dem Ausland nur zu begrüßen. Dann wird vielleicht aus der einen Sprache, der man sich heute allerdings bloß in der Luft bedient, eine einzige Sprache des Gewissens, die da verkündet: Frieden auf der Erde und Ein­tracht zwischen allen Völkern. Denn das ist schließ­lich neben dem Technischen der Zweck, den diedeut­schen Funkgesandten" zu erfüllen haben.

Wirtschafi.

* D l e Reichsrichtzahl für d i e Lebens- Ha l tu n g s k o st e n im April. Die Reichsricht­zahl für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und fonftiger Bedarf) stellt sich für den Durchschnitt des Monats April auf 120,6 (1913/14 = 100); sie ist im ganzen gegenüber dem Vormonat unver­ändert geblieben. Die Richtzahl für Ernährung hat sich um 0,2 v. H. auf 113,7 v. H. erhöht; dies ist hauptsächlich auf das jahreszeitliche Anziehen der Preise für Gemüse im Durchschnitt des letzten Mo­nats zurückzuführen. Die Richtzahl für Bekleidung ist um 0,5 v. H. auf 114,7 gestiegen. Dagegen ist die Richtzahl für Heizung und Beleuchtung um 0,8 v. H. auf 135,2 und die Richtzahl für densonstigen Be­darf" um 0,1 v. H. auf 157,7 zurückgegangen. Die Richtzahl für Wohnung ist mit 121,3 unverändert geblieben.

* Ziehung der Auslosungsrechte der Anleihe-Ablösungsschuld. Die 9. öffent­liche Ziehung der Auslosungsrechte der Anleihe-Ab­lösungsschuld des Deutschen Reiches findet am 4. Juni statt.

* Allgemeine Meldepflicht für u n - edle Metalle. Auf Grund einer Anordnung der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle müssen alle Betriebsinhaber oder -leiter, Kommunen und öffent­lich-rechtliche Körperschaften sowie Privatpersonen unverzüglich, spätestens bis zum 3. Mai, der lieber« wachungsftelle für unedle Metalle, Berlin, ihre An­schrift bekanntgeben, sofern sie Aluminium, Anti­mon, Blei, Chrom, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Molybdän, Nickel, Quecksilber, Silizium, Vanadium gewinnen, verarbeiten oder auf Lager haben.

Frankfurter Börse.

Mitlagsbörse: uneinheitlich.

Frankfurt, a. M., 30. April. Die Börse unter­schied sich am Ultimo nicht von der Bewegung der vorangegangenen Tage: äußerst kleine Umsätze und ein uneinheitliches Kursbild, das zumeist von den Zufällen der Ordereingänge bestimmt war. Zurück­haltung herrschte wegen der Transfer-Verhand­lungen, obwohl diese Angelegenheit mit ziemlicher Zuversicht verfolgt wird. In diesem Zusammenhang sind die festen Kurse der deutschen Bonds an den Auslandsbörsen zu beachten.

Eine Sonderbewegung hatten weiterhin Schiff­fahrtswerte, die in Nachwirkung der Bilanzver- öffentlkchung matt blieben; Norddeutscher Lloyd bis 2,50 v. H., Hapag bis 1,40 v. H. schwächer. Farben­industrie trotz der günstigen Ausführungen über die Geschäftslage ruhig und 0,50 v. H. leichter; die übrigen Chemiewerte blieben durchweg behauptet. Elektroaktien lagen uneinheitlich, Schuckert und Sie­mens nur knapp gehalten, Licht und Kraft 1,13 v. H. schwächer, dagegen Gesfürel 1,25 v. H. fester. Mon­tanwerte blieben fest, dabei gewannen Mannes­mann 0,75 v. H., Klöckner 1,40 v. H., Harpener 0,50 v. H., Ilse Genuß 1 v. H., Phönix und Stahlverein waren kaum verändert. Im übrigen lagen die Aktienmärkte sehr still, Junghans gewannen 0,75 v. H., Allg. Lokal und Kraft 0,50 v. H., Aschaffen­burger Zellstoff verloren 0,75 v. H.

Der Rentenmarkt hatte eine sehr ruhige Entwick­lung. Neubesitz wieder um 20 Pfennig auf 17,70 ermäßigt, Altbesitz und späte Schuldbücher behauptet, Stahlverein-Bonds 0,13 v. H. freundlicher. Reichs­mark-Obligationen etwa 0,25 v. H. niedriger. Von Auslandsrenten gingen Anatolierr Eisenbahn um 0,25 v. H. auf 29,60 v. H. zurück.

Jrn Verlaufe hielt die Geschäftsstille auf allen Marktgebieten weitgehendst an und das Kursbild war kaum verändert. Schiffahrtswerte waren jedoch kräftig erholt und zwgr Norddeutscher Lloyd von 25,50 auf 27,25, Hapag von 23,65 auf 24,75 v. H. Farbenindustrie lagen 0,25 bis 0,50 höher. Die später zur Notiz gekommenen Werte lagen bei kleinen Ab­weichungen uneinheitlich, fest waren Metallgesellschaft mit plus 1,50 v. H. Freioerkehr: Neue Wayß & Freitag 74,50 (73), Pokorny 57 bis 57,50 (56), Aölerwerke 41 bis 41,50 (unv.)

Abendbörfe gefchäftslos.

An der Abendbörfe entwickelte sich angesichts der Unterbrechung des Verkehrs durch den Tag der Nationalen Arbeit nur sehr geringes Geschäft, zu­mal neben Aufträgen der Bankkundschaft auch An­regungen jeder Art fehlten. Indessen war die Grund­stimmung nicht unfreundlich, und bei Börseneröff­nung nannte man fast allgemein 0,25 bis 0,50 v. H. höhere Kurses Im Verlaufe war die Geschäftslosig­keit noch ausgeprägter und infolgedessen neigten die Kurse eher zum Nachgeben. So beispielsweise Far­benindustrie, die zunächst 0,50 v. H. anzogen, später aber auf 138,25 v. H. wichen. Im übrigen lagen die Schlußkurse gegen den Berliner Schluß uneinheit­lich bei allerdings minimalen Abweichungen.

Am Rentenmarkt notierten Neubesitzanleihe bei kleinem Umsatz um 15 Pf. höher, wogegen Altbesitz­

anleihe 0,25 v. H. und späte Reichsschuldbuchforde- rungen ca 0,13 v. H. nachließen.

Biehmarkt in Hungen.

# Sj u n g e n,. 30. April. Beim heutigen Rind­vieh- und Schweinemarkt wurden 495 Ferkel, 7 Kühe, 5 Rinder und 2 Jungrinder auf- getrieben. An Preisen wurden erzielt für sechs bis sieben Wochen alte Ferkel 16 bis 18 Mark, acht bis neun Wochen alte 19 bis 21 Mark, zehn bis zwölf Wochen alte 21 bis 25 Mark das Stück. Der Handel war gut; es verblieb wenig Ueberstand.

Mainzer Schlachtviehmarkt.

Mainz, 30. April. Auftrieb: 33 Ochsen, 21 Bul­len, 359 Kühe oder Färsen, 286 Kälber, 739 Schweine. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendge­wicht in Mark: Ochsen al) 31 bis 34, b2) 25 bis 29; Bullen c) 20 bis 27; Kühe a) 25 bis 29, b)

18 bis 24, c) 14 bis 17; Färsen a) 28 bis 35, b)

25 bis 27; Kälber b) 36 bis 46, c) 29 bis 35, d)

20 bis 27; Schweine b) 38 bis 42, c) 36 bis 42,

d) 34 bis 40. Marktverlauf: Rinder und Kälber träge, ausverkauft. Schweine ruhig, Ueberstand.

Frankfurter Schlachtviehrnarkt.

Frankfurt a. M., 30. April. Auftrieb:-Rinder insgesamt 1186 (gegen 1198 am letzten Montags­markt), darunter befanden sich 401 Ochsen, 101 Bul­len, 365 Kühe und 319 Färsen. Kälber 620 (608), Schafe 24 (20), darunter 19 (16) Hümmel, Schweine 3736 (3700). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebend­gewicht in Mark: Ochsen al) 36, b) 34 bis 35, c) 31 bis 33, d) 27 bis 30; Bullen a) 32, b) 30 bis 31, c) 28 bis 29, d) 25 bis 27; Kühe a) 29 bis 30, b) 26 bis 28. c) 21 bis 25, d) 14 bis 20; Färsen a) 35, b) 33 bis 34, c) 30 bis 32, d) 26 bis 29; Kälber a) 49 bis 50, b) 46 bis 48, c) 39 dis 45, d) 25 bis 38; Lämmer und Hämmel bl) Stallmasthämmel 36 bis 38; Schafe nicht notiert; Schweine al) 50, a2) 40 bis 44, b) 40 bis 44, c)

40 bis 43, d) 38 bis 42, e) 36 bis 41, gl) fette

Specksauen 37 bis 38, g2) andere Sauen 32 bis 36.

Fleifchgroßmarkt. Beschickung: 631 Viertel Rindfleisch, 18 ganze Kälber, 1 Schaf, 200 Schweine­hälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 53 bis 58, II 49 bis 53, Büllenfleifch 48 bis 54, Kuhfleisch II 38 bis 46, III 30 bis 36, Kalbfleisch II 70 bis 80, III 6-5 bis 70, Hammelfleisch 75, Schweinefleisch I 60 bis 66. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes lebhaft.

Frankfurter (Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 30. April. Die Gesamt- ftimmung des Marktes blieb ruhig. Weizen, Gerste und Weizenmehl lagen bei unveränderten Preisen sehr still, dagegen war Roggen bei knapperem An­gebot gefragt und 1 Mark höher, und Hafer konnte sich sogar um 3,50 Mark befestigen. In Roggen­mehl erfolgten trotz erhöhter Forderungen kleine Abschlüsse. Der Futtermittelmarkt lag wesentlich stiller, und hier und da bröckelten die Preise auch etwas ab, fester waren noch Soyaschrot und Trockenschnitzel. Weizen 203, Roggen 174, Sommer­gerste 170 bis 172,50, Hafer 165 bis 167,50, Wei­zenmehl Spez. 0 mit Austaufchweizen 29,70 bis 30,25, da, ohne 28,20 bis 28,75, Roggenmehl 0 bis 60 v. H. 24,25 bis 24,75, do. füdd. Spez. 0 24,75, Weizenkleie 10,80, Weizenfuttermehl 11,70, Roggen- kleie 11,20, Soyaschrot 15,50 bis 15,65, Palm- kuchen 13,95 bis 14,10, Treber 14,10, Erdnußkuchen 16,40 bis 16,55, Trockenschnitzel 10,25, Heu 6, Wei­zen- und Roggenstroh drahtgepreßt ober gebündelt 2.

Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegen unver­ändert 2,85 Mark per 50 Kilogramm bei Waggon- bezug.

Das ist -as Zeichen -er (Sportflieger!

Jeder kann es tragen, der Mitglied einer Flieger-Ortsgruppe ist. Aktive Mitglieder zahlen 1, Mk.» fördernde Mitglieder 2, Mk. monatlich.

Jeder deutsche Volksgenosse helfe den Sportfliegern durch Beitritt zur Fl leger-Ortsgruppe!

Anmeldungen an Oberingenieur Kurz, Gießen, Bureau der AEG., Wernerwall.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. Retchsbankdtskom 4 v. H._

Franksun a. 2)1.

Äerlin

Schluß- für»

Schlußk. Abend, börse

Schluß- furd

Schlußk. Mittag. börse

Datum

28.4.

30.4

28-4.

30.4-

% Deutsche ReichSanlethe v. 1927

95,75

95,5

95,9

95,9

6% e^em.7% Dt. Reichsanl. v. 1929

99,0

99,9

100

100

6Vi% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablül.-Schuld mit

91,4

91,65

91,75

91

AuSlos.»Rechten ............

J6.13

95

96

17,9

95,25

17,45

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte......

6% ehem.8% Hess. DolkSNaat 1929

17,9

17,6

irückzahlb. 103%)...........

93

93

93,2

93,2

6% Hess, ßanbeflban! Darmstadt

«Sold R. 12...............

91,25

91,25

90,25

91,25

6%% Hess. ßandeS^ypotheken- bank Darmstadt ßlqui........

90,5

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

94,5

94,5

Deutsche Komm. Eammelabl. An.

leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

6%»'hem. 8% Franks. Hyo.»V«nk

Goldpfe. 15 unkündbar bi» 1935

95

95,25

95

95

91,5

91,5

_

% ehem. 7% Frank,. Hyp.-Bank

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

91,5

91,5

W1% ehem. <y,% Franks. Hyp^ Sank-ßiqu^Pfandbriefe......

90,13

90

»K% ehem. 4y,% Rheinische

Hyp.-Bank-ßiqu.-Goldpfe.....

91,75

92

6% ehem. 8% Pr. ßandeSpsand»

brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19

% enem. 7% Pr. ßandeSpsand-

brtefanstalt, Pfandbriefe R. 10

94,25

94,25

94,25

94,25

94

94

94

94

Steuergutich. Verrechnungskurs ..

97,9

97,9

97,9

97,9

*% Oesterretchifche Goldrente....

4,20% Oesterretchifche ©U6pm>ntr

22,5

1,15

22,75

1,15

23

1,15

1,2

4% Ungarische Goldrente .......

7,4

7,25

7,65 7

7,75

7,5

7,55

4% Ungarische Staatsreute v. 1910

4Yi% desgl. von 1913 .........

6% abgest. Goldmexikaner von 99

7,3

7,2

7,5

7,3

8,4

8,5

8,65

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anletbe

6,65

6,65

6,5

6,6

Serie 1................

6,6

6,65

«

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend» börse

Schluß- furd

Schlußk. Mittag, börse

Datum

28.4-

30-4.

28-4-

30.4*

4% Detfll. Serie 11 .............

6,65

6,65

6,7

6,7

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

4,25

4,2

4N%Rumän.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente ..

7

3,65

7

3,9

7,3

3,8

L%% Anatolier ............

29,85

29,65

30

29,75

vomdurg-Amertka-Pakel ..... o

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

25

24

23,5

23,65

Hansa-Dampfschifs.........o

Norddeutscher ßloyd .........o

Ö.® für Verkehrswesen Akt. .. 0

28,25

66

66,5

27,5

66.25

27

66,75

Berliner Handelsgesellschaft ... 4

85,5

85,25

85,5

85,5

Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DtScoato»

44,25

42,5

44,25

42,5

Gesellschaft................ o

Dresdner Bank............ n

RetchSbank ..... 12

56,5

61

148,25

55,75

60,5

56,5

61

148,65

55,75

' 60,5

148

fl-a.®.................. 0

ZA-LieferungSgesells'chast... 6

Luht und Kraft -

Selten & Guilleaume

Schuckert L Co «

25,25

129

98,5

104,4

56,9

98,5

25

129

99,5

104

56,65

25,13

129

98,5

104,25

56,5

98,65

90,75

24,5

128,75

99,5

103,75

55

98,75

Siemens« Halske.

Mmtunato......V.V.V.Vto

92

134,25

91,5

134

92,4

134,5

117,65

91,9

134,13

118

Buderus ..............

Deutsche Grddl......V.V.V.7 4

Gelsenkirchener.......... * 0

72,25

113

63,75

74

113,5

63,5

72,25

112,65

63,5

73,75

113,5

63,5

fcoefd). LiIen-küj^Nei,ess^'' £

Ilse Bergbau .

ylfe Bergbau Genüsse....... «

90

138

112

90

113

90

73,5

138

112,75

90,75

74

137

112,65

Mannesmann-Rdbre» 0

63,5

66

65

66,65

63,4

66,25

64

66,4

Frankfurt a. M.

Serlin

Schluß- kurS

Schlußk. Abend­börse

Schluß- turs

Schlußk. Mittag. börse

Datum

28-4-

30.4.

28.4.

30.4.

Marisfelder Bergbau ..

....... 0

70,5

70

70,5

70,25

Sokswerke..........

....... 0

95,9

95,4

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen

.......0

..... 10

50,5

216

50,5

50,5

218

50,65

215

Rheinstahl.........

.......0

91

91,5

91,25

91,75

Bereinigte Stahlwerke.

.......0

43

42,75

43

42,65

Otavi DHnen .......

.......0

I4,5

14,5

14,65

14

Kaliwerke Aschersleben.

.......5

108^5

108

109,5

107,75

Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth

.......6

.....1Yi

109,75

109

109,5

139

140,4

3- G. Farden-Jndustrte

.......7

138,25

138,25

138,25

138,4

Scheide anstall........

.......9

183

183

Goldschmidt ........

.......0

62,13

61,5

62,25

62

RütgerSwerke ........

.......0

55,5

54,75

55,25

54,9

Metallgesellschafi......

.......0

81

82,5

81,5

82

Philipp Holzmann ...

.......0

69,5

69

69

69,25

Zementwerk Heidelberg Lementwerk Karlstadt..

......0

.......0

101

101,25

Schultheis Patzenhofer

.......0

_

_

104,65

104,5

8Hu (Allgemeine Kunstseide) .. 0

61,25

61

61,25

61,13

Bemberg...........

.......0

65

95,5

65,13

65,5

Zellstoff Waldhos .....

.......0

48,5

48,75

48,5

48,5

Zellstoss Aschaffenburg

....... 0

41,75

40,5

40,13

40,13

Dessauer Gas ........

.......7

123,75

124

Daimler Motoren.....

.......0

46,75

46,25

46,65

48,5

Deutsche ßinoleum ....

....... 0

56,65

57

56,75

Oren stein & Koppel ...

.......0

65,9

95,4

Leonhard Tietz .......

.......0

19,25

18,5

19

18,75

Thade ...............

.......10

159,5

157

159

15713

Lttumulatoren-Fabrik.

.......0

171,5

170,5

17?

lontWBummi

....... 0

144,5

143,13

142,5

143

Gritzner.............

....... 0

25

25

Mainkraftwerke Höchst 4

72,25

Süddeutscher Zucker ..

169

170

17o1

168,25

Lombardzinsfuß 5 v H

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M

28. April

30-Apr -

Amtliche Notierung

Amtliche Rotienina

Selb

Ärie>

Geld

1 Brie

Helsingfo«..

5,644

5,656

5,649

5,661

Wien.......

47,20

47,30

47,20

10,38

47,30

Prag.......

10,38

10,40

10^40

Budapest ...

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

169,53

3,053

169,87

Holland ....

169,38

169,72

Oslo.......

64,19

- 64,31

57,16

64,24

57,09

64,36

57,21

Kopenhagen.

57,04

Stockholm...

65,88

66,02

65,93

66,07

London .....

12,775

12,805

12,785

12,865

Buenos Aires

0,593

0,597

0,593

0,597

Neu York ....

2,490

2,494

2,491

2,495

Brüssel.....

58,46

58,58

58,46

58,58

Italien.....

21,29

21,33

21,29

21,33

Paris ......

16,50

16,54

16,50

16,54

81,13

Schwetz .... Spanien.... Danzig.....

Japan......

81,02 34,23

81,66 0,754 0,214

81,18

34,29 81,82 0,756 0,216

80,97 34,23

81,66 0,755 0,214

34,29 81,82 0,757

0,216

Rio de Jan. .

Jugoslawien.

Linabo» ....

5,664

11,64

5,676

11,66

5,664

11,65

5,676

11,67

Banknoten.

Serlin, 30.April

Geld

Edel -

Amerikanische Noten.

2,443

2,463

Belgische Noten..............

58,30

58,54

Dänische Noten .................

57,04

57'26

Englische Noten .................

12,74

12,80

Französische Noten...............

16,46

16,52

Holländische Noten...............

169,11

169,79

Italienische Noten................

21,22

21,30

Norwegische Noten ..............

64,07

64 33

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten.............

Schwedische Noten...............

65,77

66,03

Schweizer Noten.................

Spanische Note».................

80,79

81,11

Ungarische Note»

34,23