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sondern daß man die Forderungen des National­sozialismus klar erkennen müsse.

Nach dem Mittagessen hielt der politische Schu­lungsleiter bei der.-Standarte 116 Truppführer B. E. v. Graeoe ein Referat über:Die Praxis der politischen Schulung innerhalb der studentischen Kameradschaftser- z ie h u n g". Truppführer von Graeve führte u. a. ungefähr folgendes aus: Die Problematik der poli­tischen Schulung liege sehr tief. Der rassenmäßige Erbteil könne im Menschen durch Schulung geför­dert werden. Vor 4 bis 5 Jahren hätte jeder Stu­dent noch erklären können, ich kann machen und denken was ich will. Heute fei «dies durch das Aus­leseverfahren nicht mehr möglich. Die Studenten seien alle SA.-Männer und müßten den Staat mit all seinen Forderungen anerkennen. Es müsse im­mer daran gedacht werden, daß der nationalsozia­listische Staat noch in der Formung begriffen ist. Zuerst müsse das Aussterben der gegenwärtigen Miesmacher noch abgewartet werden. Zur politi­schen Schulung gehöre Charakter. Zu dem Charak­ter müsse dann noch Können und Wissen treten. Die politische Schulung in der Studentenschaft müsse für das ganze Semester vorher festgelegt werden, damit der Student das Gefühl nicht bekommt, als ob mit ihm Experimente gemacht würden. Neben der Be­trachtung und Besprechung von Männern aus der Geschichte, müsse die praktische Nutzanwendung für die Gegenwart gefunden werden.

Kreisbetriebszellenobmann Pg. Wagner- Gie­ßen sprach dann zu dem Thema:Erziehung der studentischen Kameradschaften durch Mitarbeit in PO., NSBO., Kraft durch Freude usw." Pg. Wagner fand tref­fende Worte zu dem echten praktischen Sozialismus.

zu verschaffen. Zum Schlüsse sprach Direktor Grebe noch von der studentischen Kameradschaftsförderung, die durch das deutsche Studentenwerk im Zu« sammenhang mit der Errichtung der studenten« schaftlichen Kameradschaftshäuser ins Leben gerufen worden sei.

Der Führer der Gießener Studentenschaft cand. jur. Heinz Jürgen Adam referierte über:Ka­meradschaftserziehung und Fachschaf» t e n". Die Fachschaftsarbeit solle die organisch« Fortsetzung der Kameradschaftsarbeit sein und den Studenten wissenschaftlich zum Einsatz bringen. Diese Arbeit komme allerdings erst bei Studenten höheren Semesters in Frage.

Am Nachmittag fand unter Leitung von Paul Seipp die Schlußsitzung statt, bei der in lebhafter Aussprache die Dorträge kritisiert und manche nütz­liche neue Vorschläge für künftige Arbeit und Lager gemacht wurden.

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das Reifezeugnis einer Bildungsanstalt mit, der Fachschulstudent dagegen die Reife aus seiner Praxis. Der Redner streifte kurz die Zustände, die heute noch an verschiedenen Fachschulen herrschten; dies läge meistens daran, daß die Direktoren nicht das erforderliche Verständnis zur Zusammenarbeit aufbrächten. In der Studentenschaftsarbeit müsse der Fachschüler von dem Hochschüler noch etwas lernen. Nur sei die nötige Freizeit an den Fach­schulen sehr gering. Daher sei es auch sehr schwer, die neuen Erziehungsformen an der Fachschule in demselben Maße, wie an einer Hochschule durch­zuführen. Er konnte mit Befriedigung feststellen, daß eine gemeinsame Arbeit zwischen der Hoch­schulstudentenschaft und der Fachschulstudentenschaft schon im Gange ist.

An diesen Vortrag schloß sich ein Referat des Direktors des Gießener Studentenhauses Friedrich Grebe an, der über:Die wirtschaftliche Seite der studentischen Kamerad­schaftserziehung und die Beteili­gung der Studentenwerke" sprach. Seinem Vortrag entnehmen wir folgendes: Der Aufgaben­kreis der Kameradschaftserziehung habe Studenten­schaft und Studentenwerke zu engster Zusammen­arbeit gebracht. Die Teilung der Aufgabe in eine politische und eine wirtschaftliche habe sich außer­ordentlich günstig ausgewirkt. Die Bearbeitung und Durchführung aller wirtschaftlichen Fragen, welche mit der Führung eines Kameradschaftshauses Zu­sammenhängen, sei der langjährigen Erfahrung der Wirtschaftskörper anvertraut worden. Aus dem Vortrag ergab sich, daß es trotzdem für den Führer des Kameradschaftshauses notwendig fei, sich einen Ueberblick über die mit feiner Amtsführung zu­sammenhängenden wirtschaftlichen Notwendigkeiten

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Er freue sich, daß nun die Grenzen zwischen Stu­denten und Arbeiter endgültig gefallen seien und der Klassenhaß vorüber fei. Es sei zu begrüßen, daß der heutige Student zu den Kameraden von der Arbeitsfront komme und fick mit ihnen über die verschiedensten Fragen unterhalte. Der heutige Ar­beiter stehe nicht mehr dem Studenten ablehnend gegenüber, sondern durch den gemeinsamen SA.- Dienst ständen sie fick heute als Kameraden gegen­über. Der Student solle nur ruhig einmal in die einzelnen Betriebe gehen, damit ihm der Arbeiter mit Stolz seine Leistungen zeigen könne. Auch sei schöne Zusammenarbeit mit den verschiedenen Or­ganisationen möglich, nur müsse man sich auf der gemeinsamen Basis finden: alles zum Wohle un­seres deutschen Volkes!

Am Spätnachmittag marschierten die Lagerteil­nehmer unter der Führung von Oberscharführer Schuster von der Burg Gleiberg nach der Stadt Gießen. Im Gießener Studentenhaus wurde, nach­dem verschiedene Sehenswürdigkeiten der Stadt be­sichtigt waren, das leckere Abendbrot aus der Küche des Studentenkochs Kiesel eingenommen. Der Abend war jedem Lagerteilnehmer zur eigenen Verfügung freigelassen. Gegen Mitternacht brachte ein Omnibus die Studenten wieder wohlbehalten zur Burg.

Am Montag.

Am Montagmorgen wurden die Vorträge fortge­führt. Als erster Redner sprach Kamerad cand. Dipl.- Jng. Fritz W a l ch e r (Darmstadt) über das Thema: Kameradschaftserziehung und Fach­schule n". Er betonte, daß zunächst die Grenzen zwischen Hochschulstudenten und Fachschulstudenten ganz fallen müßten. Der Hochschulstudent bringe

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