weisend auf den Sinn der Höhenfeuer zü besonderen Zeiten des Jahres, ging der Redner auf die Bedeutung dieser Ueberlieferungen für unsere neue Zeit ein. Wiederbesinnung auf Volk und Heimat, Abkehr von der einseitigen Bevorzugung fremder Bildungs- tdeale sind erstrebenswerte Ziele im heutigen Staat. Nach dem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang des Horst-Wesfel-Liedes schlugen prasselnd von
allen Setten die Fakekn in die verglimmenden Flammen.
Zu fröhlichem Beisammensein fand man sich spä- ter im Kaisersaal und den angrenzenden Räumen des Nassauerbaues ein, wo unter den Klängen der Krofdorfer Kapelle das Tanzbein geschwungen wurde. Punkt 12 Uhr stieg zur Begrüßung des 1 Mai das Mailied.
Höhenfeuer der Hitler-Iugend des Llnterbanns 1/116.
In der Nacht zum 1. Mai brannte, wie überall im Reich, das Höhenfeuer der HI. vor dem Bismarckturm auf der Hardt, um hierdurch symbolhaft Volksgemeinschaft und Reichseinheit, erneut zu bekennen. In schweigendem Marsche rückten die Kolonnen (etwa 350 Jungen) zum Feuerplatz, um dort in einem Rechteck Aufstellung zu nehmen, Turm und Flanken postiert von Fackelträgern.
Ein Fanfarenruf verkündete den Beginn der eindrucksvollen Feier. Nach einem Lied des Unterbannsingkreises ergriff
Unterbannführer S. Clarins
das Wort zu einer kurzen Ansprache: ein millionenfacher Schwur aller jungen deutschen Herzen, die in der heutigen Nacht überall an den Feuerstätten im Reich sich fänden, möge verkünden, daß deutsche Jugend sich wieder zurückgefunden habe zu den Urquellen des deutschen Volkstums. Die deutsche Jugend bekenne sich wieder zur nationalen Ehre, zur Treue gegenüber Volk, Vaterland und dem Führer, und sie sei gewillt, den Weg zu gehen, der ihr als Erbe von der deutschen Geschichte auferlegt wurde. Nach langer Zeit der Schmach und Entehrung, wo kein Ende der deutschen Not ab^u- sehen war, wo es schien, als seien die langen Jahre ruhmvoller deutscher Geschichte umsonst gewesen und der große Name des Volkes ausgelöscht in der Geschichte für ewige Zeiten, hätten deutsche Männer trotz Niedergang und Verzweiflung den Glauben an die deutsche Zukunft bewahrt. Deutsche Jugend, die sich Idealismus und Liebe zum Vaterland rettete, habe sich unter die Fahnen des Führers geschart und sich eingereiht in die Front mit der Bereitschaft, alles herzugeben und zu opfern. Opfer und Entbehrungen seien es auch, die der Weg in die deutsche Zukunft verlange. Mit uns aber seien die Heldengestalten einer ruhmreichen Vergangenheit, der unbekannte Soldat des Weltkrieges und all die Hunderte unserer Brüder, die gefallen sind im Kampf für eine bessere Zeit. Der Unterbannführer schloß seine Ausführungen mit der Aufforderung, den Holzstoß zu entzünden.
Lieder des Singkreises sowie ein Sprechchor drangen durch das Dunkel der Nacht, bis die Flamme langsam von dem Holz Besitz ergriff. Bei hell aufloderndem Feuer erklang das gemeinsame Lied „Siehst du im Osteti das Morgenrot", worauf ein Sprecher vom Wollen und Denken der deutschen Jugend kündete. Nach dem Kommando „Stillgestanden!" verlas Bann-Organisationsleiter W. Hanke
das Manifest
des Reichsjugendführers.
f „fiameraben, Kameradinnen!
Denn heule, am Vorabend des Tages, da das deutsche Volk in Einheit und Geschlossenheit den Tag der Arbeit festlich begeht, die Hitler-Jugend auf den höhen im Land buch
tende Feuer entzündet, dann sollen diese Feuer brennen als flammendes Zeichen einer geeinten unb einigen Jugend. Diese Jugend überwand in sich die Unterschiede nach Besitz, Klasse und Konfession. Sie stellt nicht mehr die Frage nach Herkunft und Geldbeutel; sie mißt nur noch nach Charakter und Leistung. Sie kennt keine Grenzen als die zwischen T r e u en und Treulosen, zwischen Tapferen und Feigen und keinen Adel als den AdelderArbeit. Sie bekennt sich an ihren leuchtenden Holzstößen aufs neue zu dem Geist der Einfachheit und Schlichtheit, der die Bewegung Adolf Hillers groß und siegreich gemacht hat, und zu ihrer Aufgabe als Deutsche Arbeiterjugend: Kämpfer zu fein für Ehre und Freiheit des deutschen schaffenden Menschen! Leuchtet weil über deutsches Land, Maifeuer der HI.» flammende Symbole einer jungen Generation, die in harten Jahren des Ringens um ihr Volk selbst hart und ernst geworden ist und die selbst brennt im Dienste der großen Pflicht, der sie gehorcht, der Arbeit an Deutschland. Den wenigen, die den weg zur Fahne der HI. noch nicht fanden, seid Ruf und Fanal, daß sie die Reihen schließen und daß unser Sehnen Tal werde:
ein Führer, ein Volk, eine Jugend!
Hierauf gedachte der Unterbann bei verlöschendem Feuer der drei Totenheere, der Soldaten des großen Krieges, der Soldaten Adolf Hitlers und der jungen Kämpfer der Hitler-Jugend. Es folgte die Verlesung der Namen der 21 jungen Kämpfer, die gefallen sind im Kampfe um Deutschlands Erneuerung. Nach 2 Minuten Schweigen als Ehrung für die toten Kameraden beschlossen Fanfarenklänge und Trommelwirbel, sowie das Lied der HI. die Feierstunde.
Unter flott gespielten Märschen des Musikguges erfolgte der Rückmarsch in die Stadt.
Morgenfeier der Fugend.
Nach dem Weckruf rückte gestern früh das junge Deutschland — Hitlerjugend, Jungvolk, BdM. und die Schulen — mit Fahnen und Wimpeln, mit flotter Marschmusik und frohen Liedern hinaus zum Festplatz, um dort die Morgenfeier der Jugend zu begehen. Es waren lange Kolonnen, die da mit dem ganzen begeisterten Schwung der Jugend marschierten, und die durch ihr prächtiges Auftreten die Herzen der Erwachsenen erfreuten. Auf dem Festplatz wurden die Fahnen und Wimpel vor der Rednerbühne postiert, während sich das junge Volk auf dem Festplatzgelände im warmen Morgensonnenschein lagerte. Um 8.45 Uhr war alles wie befohlen zur Stelle. Dann begann die Feierstunde, der auch viele Erwachsene beiwohnten.
Die Vereidigung der VerlrauensrAe.
Die nach dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit in den Betrieben gebildeten Vertrauensräte wurden im Laufe des gestrigen Vormittags in den Betrieben auf ihre gesetzlichen Pflichten vereidigt.
Im Gießener Anzeiger fand diese Feier in der Mittagsstunde in Gegenwart der gesamten Gefolgschaft des Betriebsführers statt.
Der Betriebsführer R. Lange erinnerte in feiner Ansprache zunächst daran, daß das deutsche Volk zum zweiten Male im Zeichen des Nationalsozialismus den deutschen Feiertag des 1. Mai be- gehe. Sodann wies er auf das an diesem Tage in Kraft getretene Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit und dessen Bedeutung für die Betriebe und die deutsche Volksgemeinschaft hin. Hierauf nahm er die gesetzmäßige Vereidigung der in ordnungsmäßiger Wahl bestimmten Vertrauensmänner unseres Betriebes und ihrer Stellvertreter vor, nachdem er auf den tiefen Inhalt dieser Verpflichtung aufmerksam gemacht hatte. Im Anschluß an die Vereidigung brachte der Betriebsführer dreimalige, freudig aufgenommene Sieg-Heil-Rufe auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler aus.
Gemeinsam cwurde dann der erste Vers des Horst- Wessel-Liedes und des Deutschland-Liedes gesungen. Zum Schlüsse überreichte der Betriebsführer dem Betriebszellenobmann einen namhaften Geldbetrag, der für die Bewirtung arbeitsloser Berufskameraden und wirtschaftlich schwächerer Mitarbeiter gelegentlich des Volksfestes am Abend bestimmt war.
Betriebszellenobmann T h i e r f e l d t sprach dann kurz über die Würde und Bedeutung des Feiertages der nationalen Arbeit, zog einen Vergleich mit dem gleichen Feiertag des Vorjahres, und [teilte dabei als besonders bedeutungsvoll für den diesjährigen Feiertag die Vereidigung der Vertrauensmänner heraus. Sodann wies er auf die hohe Verpflichtung des Gemeinschaftsgedankens auch in den Betrieben hin und unterstrich dabei die Notwendigkeit, das nationalsozialistische Gedankengut überall in den Betrieben ständig auszubreiten und au vertiefen. Zum Schluß forderte er von allen Arbeitskameraden, stets den Gedanken der Gesamtheit im Wirken im Betriebe lebendig und richtunggebend sein zu lassen, damit auf diese Weise der oberste nationalsozialistische Grundsatz verwirklicht wird: Gemeinnutz vor Eigennutz!
Oer Festzug.
Kurz nach der Mittagswende des gestrigen Festtags, während von den Türmen der Kirchen feierliches Geläute ertönte, begann in allen Teilen der Stadt der Anmarsch der Festzugteilnehmer in langen Kolonnen zu den Aufstellungsplätzen. Der Festanzug der Deutschen Arbeitsfront trat dabei erstmalig in großer Anzahl in Erscheinung. In den Aufstellungsstraßen in der Nähe vom Oswalds- garten wurden Die Gruppen immer mehr und mehr zu langen Säulen, obwohl in Sechserreihen marschiert wurde. Dazwischen standen zahlreiche Festwagen. Am Ausgangspunkt des Zuges, Oswalds- garten, nahm der Betrieb auch immer größere Formen an, je näher der Zeitpunkt des Abmarsches kam. Sehr eindrucksvoll war der Anmarsch der Reichswehr, die unter klingendem Spiel von der Neustadt her herankam. Trotz des viel größeren Umfanges des Zuges als im Vorjahre vollzog sich der gesamte Aufmarsch in ausgezeichneter Ordnung und ohne Reibungen: das Verdienst hierfür gebührt der sorgfältigen Organisation des Aufmarsches, für die der stellv. Kreisleiter Hopfenmüller als Leiter verantwortlich zeichnete, ferner dessen Mitarbeitern in der Aufmarschleitung, aber auch der trefflichen Disziplin innerhalb der Kolonnen.
Punkt 14 Uhr erfolgte der Abmarsch vom Oswalds- garten aus. An der Spitze schritt eine Abteilung SS. unter dem Kommando des SS.-Sturmführers Hainbach. Dann folgten die Reichswehrkapelle, die Ehrenkompagnie unserer Garni- s p n unter dem Kommando des Kompagniechefs Hauptmann von Her ff und zwei weitere Reichswehr
züge unter den Oberleutnants Raufer und Höbe!. Daran schloß sich dann die Gruppe 1 „Bertiebe und Arbeite r." In der Mitte dieser Gruppe marschierte die Kapelle der SA.-Standarte 116 mit Spielmannszug voraus, unter dem Kommando des Standartenadjutanten Sturmbannführers M ü n t e r die Ehrenkompagnie der SA. mit den Sturmfahnen. Dann kam der Schluß der Gruppe 1. Hinter der Kapelle des SA.-Reservesturmbannes 1/116 schritten die Gruppe 2 „Handel, Hand- werk und Gewerbe", sowie die Gruppe 3 „Behörden (mit Unive rf i t ä t)". Der Kapelle der HI. mit Spielmannszug und der Ehrenkompanie der HI. Dem den Fahnen unter dem Kommando des Adjutanten Rühl folgte die Gruppe 4 ..Freie Berufe und Angestellte". Sodann sah man den Spielmannszug des Jungvolks, die Ehrenkompanie des Jungvolks unter dem Kommando des Jungbannführers Grether Fahnenabteilungen vom ID. und vomBDM., anschließend die Gruppe 5 „Landstan d". Der S t a hl- hel m k a p el l e folgten als Gruppe 6 die Fahnengruppen zu je drei Mann der Vereine. Den Abschluß des Festzugs bildeten die Fahnengruppen der Politischen Organisationen und eine Abteilung S S. Die Sanitätskolon ne vom Roten Kreuz war zur Hilfeleistung bei Unglücksfällen über den ganzen Zug aerteilt.
Der Marsch des Festzuges ging vom Os- waldsgarten aus durch folgende Straßen: Horst- Wessel-Wall, Seltersweg, Neuenweg, Neuen Bäue, Gartenstraße, Ludwigsplatz, Kaiserallee zum Trieb.
Die Bürgersteige der Marschstraßen waren von großen Menschenmassen, in der Mehrzahl Frauen, ältere Mitbürger und Auswärtige, besetzt, die dem Festzug herzliche Sympathie entgegenbrachten.
Der Festzug bot neben dem erfreulichen Anblick flott marschierender Kolonnen eine ganze Reihe schöner und origineller Einzelbilder. Wir können hier aus naheliegenden Gründen natürlich keine vollzählige Registrierung geben. Reichsbahn, Post und die großen Betriebe waren wiederum, wie im Vorjahre, sehr stark vertreten. Von den Festwagen war zunächst die große qualmende Zigarre als Symbol der Zigarrenfabrikation in unserer engeren Heimat bemerkenswert. Eine originelle „Lokomotive" mit Wagen wies auf die Ferienreise-Organi- fation der NS. „Kraft durch Freude" hin. Mit den Worten „Wir bauen die Stadtrandsiedlung" wurde auf einem Wagen das in Kürze beginnende Stadtrandsiedlungswerk „Selbsthilfe und Siedlung" angekündigt. Das Theater erinnerte durch einen Wagen daran, daß „deutsche Kunst dem deutschen Volke" gehört. Ein Wagen mit dem Buchdrucker- Wahlspruch „Gott grüß' die Kunst" brachte das gra- phische Gewerbe in Erinnerung. Die Schreiner hatten, wie im Vorjahre, wieder den Hobel als Sinnbild herausgestellt, dem sie an ihrem Festwagen das Wort beifügten „Alles hobelt wieder. Deutsch wie wir, soll unsere Arbeit fein." Das Gastwirtsgewerbe verkündete von seinem Wagen kurz und bündig und werbend „Wir erwarten Gäste". Der Kutscherverein brachte sich mit einem charakteristischen Wagen in Erinnerung, das Schneiderinnen
handwerk ließ zwei junge Mädels mit einer riest- gen Schere aufmarfchieren. Die Gärtner zeigten einen prächtig hergerichteten Blumenwagen, der allenthalben volle Anerkennung fand. Die Schlofseff ließen zwei mächtige Schlüssel chrer Gruppe vorantragen. Sehr fein und sinnig war der Festwagen der Forstmänner mit dem Motto: „Der Wald ein Segen, wo Gott ihn auch schuf." Die Reichspost zeigte zwei geschmückte Wagen, von denen der erste die Aufschriften trug „Arbeit adelt" und „Für Arbeit, Frieden und Ehre", während der andere einen Hinweis auf die Arbeit der Telegraphenbauabteilung bot. In der Gruppe der Universität sahen die Fahnenabordnungen der studentischen Korporativ- nen in vollem Wichs prächtig aus. Originell war eine Gruppe von Landarbeiterinnen, die in Holzschuhen fürbaß zogen; recht schön und sinnig waren auch mehrere Wagen aus der Arbeit des Bauerntums, bei denen Egge und anderes Werkzeug des Landmannes, ein Wagen Heu und ein Wagen mit Feldarbeitergruppen besondere Erwähnung verdienen. Reizend war die Wagendeputation aus Annerod, die in wirkungsvoller Weise den „^Innererer Honingk", nämlich die Pflaumenmusherstellung und als weiteren geschätzten Stoss unseres freundlichen Nachbardorfes den Aeppelwein auf einem Sonderwagen in Erinnerung brachte. Zusammenfassend fei noch vermerkt, «daß auch die zahlreichen Fahnengruppen dem Zuge ein farbenfrohes Bild gaben, nicht minder auch die verschiedenen Arten der Sportvertretungen, ferner einige Ausschnitte aus dem Trachtenwesen.
Kreisletter Klosiermann spricht.
Nachdem der riesige Festzug vollkommen auf dem Festplatzgelände angefommen war und die Menschenmassen sich auf dem Platze und auf der angrenzenden Wiese gelagert hatten, nahm die Kundgebung mit dem feierlichen Einbringen der Sturmfahnen der SA. und der Fahnen Der PO. ihren Anfang.
Von der Rednerbühne vor den riesigen Aufbauten mit den Symbolen der Bewegung sprach Kreisleiter und Kreisdirektor Klo st ermann durch das Mikrophon zu der aufmerksam lauschenden riesigen Menschenmenge. Er sagte folgendes:
Deutsche Frauen, deutsche Männer!
Als vor Jahren Parteien in Deutschland den 1. Mai als eine Parteikundgebung aufzoaen, als man in den Reihen der demonstrierenden Arbeiter die verbissenen Gesichter sah, da mußte man protestieren dagegen, daß ein Tag, Der seit Jahrhunderten als Feiertag Des Deutschen Volkes galt, in dieser Art und Weise mißbraucht wurde, daß man den Tag dazu benutzte, Das Volk auseinanderzureißen und es in Gruppen und Parteien zu zerspalten, um dadurch für s i ch politische Geschäfte a u machen. Damals schon erklärten wir Nationalsozialisten: Wir werden einmal Den 1. Mai zum Feiertag Des ganzen deutschen Volkes machen und werden als das tragende Fundament hineinpflanzen den Gedanken Der Volksgemeinschaft, Den Gedanken der unverbrüchlichen Treue des Volkes zu sich selbst, wir werden hineinpflanzen das Bewußtsein, das jeder in Deutschland haben muß: Ich allein bin nichts, bie Oe« samtheit ist alles !
Und so erleben wir heule einen Tag von imponierender Größe und Wucht, wenn früher einige Millionen marschierten, dann sind es heute 20, 30, ja 40 und 60 Millionen Menschen, die nur für ein einziges Symbol demonstrieren: für Deutschland! Und weiter ist zu sagen, daß die Arbeiter, die jahrzehntelang im anderen Lager standen, sich heute mit innerer Wärme der Ausschmückung ihrer Häuser und ihrer Arbeitsplätze hingeben. Es ist grandios, wie heute das ganze Volk aufsteht in dem einzigen Willen: wir müssen Zusammenhalten, wir müssen zusammenstehen, wir müssen unser Schicksal selbst schmieden! Ls ist für uns ein Gefühl der tiefsten inneren Befriedigung, daß es uns gelungen ist, in dem 14jährigen Kampfe diese Menschen zu uns und damit z u Deutschland zu bringen.
So hat die Partei diesen Tag zum nationalen Feiertag erhoben. Die Partei gibt ihm das Gepräge, und Die Partei wird darüber zu wachen und Dafür zu sorgen haben, Daß die Grundlage Dieses Tages immer dieselbe bleibt. Wir bemon- strieren für einen Staat Der nationalen Ehre unb ber sozialistischen Berechtig- feit, unb beshalb richten wir immer roieber ben Ruf an bie Millionen Schaffenben in Deutschlanb: Heraus aus ben Häusern, bemonftriert für euren Staat, erkämpft euch bas, wofür ihr jahrzehntelang umsonst gearbeitet habt,
kämpft für einen Staat der sozialistischen Gerechtigkeit.
Gewiß hat jeder von uns einen mehr ober weniger großen Schweinehunb in sich, fieute aber gilt es für jeden Arbeiter unb jeben Betriebsführer, an sich selb st zu arbeiten, um bem Ibeal b e s Führers nachzueifern unb zu versuchen, es zu erringen. Arbeitet an euch selbst, werft die Schlacken ab, benkt immer an bas große gemeinsame Ziel, bas Deutschlanb heißt!
Wir stehen heute mieberum mit Befriebigung am 1. Mai bes Dritten Reiches, bem nationalen Feiertag ber Arbeit im Reiche Abolf Hitlers, unb wir bekennen freubig, baß wir stolz finb auf bas, was bisher geleistet worben ist. Wir wissen aber auch, beutsche Arbeiter, baß ihr heute noch nicht alles bas habt, worauf ihr Anspruch erheben müßt. Wir wissen auch, baß wir uns nach ber Decke strecken müssen, unb wir wissen auch, baß noch viele zu betreuen sinb. Aber es gilt, bie Kraft ber Nation weiterhin zusammenzufassen, bann werben wir über emem Jahre mieberum ein gutes Stück weiter sein. So wie wir heute tiefen l.Mai feiern, so soll es sem irn nächsten Jahre, in fünf, in zehn, in fünfzig, hunbert Jahren usw. Die Grunblagen tiefes Staates sollen immer in bem Bewußtsein unb in bem Mauben bestehen, bie wir gelegt haben: Alles für Deutschlanb! Das Werk, bas wir geschaffen haben, ist gewaltig. Kaurn baß man es selbst schon recht begreifen kann.
Uebetall wohin wir schauen, ist Aufstieg, freudige Erhebung, Glaube, Vertrauen an unsere wiedergewonnene eigene Kraft. Dieses Der- trauen und dieser Glaube müssen uns für alle Zukunft erhalten bleiben! Legt die Widerwärtigkeiten des kleinlichen Alltags ab! Fügt euch zusammen in eine Front der Kameradschaft.
des Kampfes für ein besseres, für ein großes Deutschland!
Wir wissen, baß wir nur bann bes Führers Wunsch erfüllen, wenn wir immer voll unb ganz bereit sinb, ihm nachzustreben. 60 Millionen be» monftrieren heute für Arbeit, Ehre und F r i e b e n, unb bas ist bie stärkste Waffe, bie wir ber Welt gegenüber haben. Die Welt wirb nicht versuchen, gegen biefe gemeinsame Front für Arbeit, Ehre unb Frieben anzugehen, unb mag bie Welt auch noch so sehr in Waffen starren. Was mir haben und was unser Höchstes ist, das ist die wiedererwachte Volksgemeinschaft, die Volksverbundenheit, ber gemeinsame G e - danke an das große Deutschland.
Wenn wir beute hier freudig zusammen sind, Dürfen wir nicht vergessen, daß nur ein Mann dieses Werk schuf, der die Psyche des Arbeiters am besten kannte, da er selbst in seiner Jugend ein Handarbeiter war, und daß er sein Hiel nur erreichen konnte, mit unerhörter Zähigkeit und eisernem Willen. So wollen wir heute ben Tag der Arbeit feiern und daran denken, daß jeder, der an seinem Platze seine Arbeit in richtiger und freudiger Weise erfüllt, ein wertvolles Glied im deutschen Volks- körper ist, daß wir aber auch beharrlich sein müssen wie der Führer und dafür sorgen müssen daß unser Wille gestählt wird für das, was noch kommen mag. Dieser Kampfeswille muß dem deutschen Volke für immer erhalten werden. Wir haben den Weg frei z u machen für eine bessere deutsche Zukunft, und wir müssen danach trachten, daß wir vor der deutschen Jugend, die jetzt geschult wird, um uns einmal abzulösen, ehrenvoll bestehen können.
So bauten roir in biefer Stunde bem Führer, der uns dieses Fest der nationalen Arbeit geschenkt hat, und wir versprechen ihm, wie schon so oft und wie wir es immer tun werden: Wir wollen sein ein einiges Volk, wir wollen dem Führer die Treue halten, denn dann halten wir sie Deutschland! Deutsches Volk, Tritt gefaßt! Adolf Hitler führt uns, fürDeutschland in die Zukunft hinein! Heil dem Führer!
Mit großer Begeisterung stimmte die riesige Menschenmenge in die dreimaligen Heilrufe auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler ein. Brausend erklang sodann über den weiten Platz der aemeinsame Gesang der ersten Verse des Deutschland-Liedes und des Horst-Wessel-Liedes.
Anschließend hörte die Menge mit gespannter Aufmerksamkeit und mit sichtlich starker innerer Anteilnahme
die Rede des Führers auf dem Tempelhofer Feld in Berlin, die durch die gute Lautsprecheranlage allenthalben voll verständlich war. Nach dem Schluß der Rede des Füh- rers wurde gemeinsam der erste Vers des Horst- Wessel - Liedes gesungen. Damit fand die Kund- gebung ihren Abschluß. Die Reichswehr, die SA. und die HI. rückten dann, geleitet von großen Menschenmengen, in straffem Schritt und Tritt ab, während sich die Menge überallhin zerstreute.
Volksfest am Abend.
In den Abendstunden fanden in allen Lokalen der Stadt frohgestimmte Volksfeste der Betriebe und Arbeitsgemeinschaften statt, die ben Teilnehmern überall einen schönen Ausklang des Tages brachten.
Rundfunkprogramm.
Mittwoch, 2. Mal.
6.05 Uhr: Gymnastik. 7.10: Frühkonzert. „Wenn's Mailüfterl weht" (Schallplatten). 8.25 bis 8.45: Gymnastik. 10.10: Schulfunk. „Der Niederrhein." 10.45: Praktische Ratschläge für Küche unb Haus. 11: Werbekonzert. 11.50: Sozialbienst. 12: Mittagskonzert I. 13.20: Mittagskonzert II. 14: Mittagskonzert III. 14.30: 3 mal 15 Minuten aus bem Senbergebiet. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Anton- Dvorak-Stunbe. Das Leipziger Sinfonie-Orchester. 17: Volksmusik. 17.30: „Das Arbeitsamt in ber Arbeitsschlacht." Ein Dreigespräch zwischen Fritz Hehler von ber Kreisleitung in Mainz, Dr. Mörschel unb W. Altenheimer vom Arbeitsamt Mainz. 17.50: Stunbe ber Jugenb. Deutsches Volksgut im ßanb an ber Saar. 18.20: ,Kann ber Film volkserzieherisch wirken?" Vortrag von Eberharb Schulz. 18.35: Junge beutsche Dichtung: Polly Höfler. 18.50: Griff ins Heute. 19: Unterhaltungskonzert. Gespielt vom Rundfunkorchester. 19.30: Der Intendant spricht. 19.40: Unterhaltungskonzert. 20.10: Reichs- sendung: Unsere Saar. Den Weg frei zur Verständigung! 20.30: „Robinson soll nicht sterben." Ein Stück in drei Akten von Friedrich Forster; Musik von Paul Cornelius. 22.40: „Morgen wollen wir heiraten..." Von Versprach unb Hochzeit- machen nach altem hessischen Brauch. 23: Nachtmusik. 24 bis 1: Nachtmustt.


