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Mr wollen, meine deutschen Volksgenossen und Genossinnen, die Sie in dieser Stunde in den Zehntausenden unserer Städte, Marktflecken und Dörfer den 1. Mai mitfeiern, aber auch nicht vergessen, dessen zu gedenken, der uns durch ein ganzes Jahr unsere Arbeit so erfolgreich ge­deihen lieh, und wollen ihn bitten, auch für die kommende Zelt unserem Volk feinen Segen nicht zu versagen, vor allem möchte die Vorsehung unsere sehnlicher Hoffnung in Erfüllung gehen lassen, dah un­sere deutschen Menschen sich immer mehr zusamwenfinden in gegenseitiger Nachsicht und in gegenseitigem Ver­st e h e n, um endlich das Ziel zu erreichen, für das unser Volk feit Jahrtausenden kämpfte, viele Generationen litten und Millionen sterben muhten. Lin freies deutsches Volk in einem starken Deutschen Reichel

chaft überhaupt und meinte doch immernurdie ine Seite. Und nur so konnte es geschehen,

des deutschen Bauern und der Geist muh mit I ihnen einen unlösbareu Bund bilden, so wie wir seit anderthalb Jahrzehnten dies predigten und propagierten. (Lang anhaltende Beifalls­kundgebungen.) Und so sind wir an diesem Tage nicht nur zur Feier der deutschen Arbeit, son­dern damit auch eines neuen deutschen Menschen zusammengetreten, wir wollen an diesem Tage den Ruhm jener Millionen­armee milfeiern, die als unbekannte und namenlose Soldaten der Arbeit im Schweihe ihres Angesichts getreulich mithelfen, in Stadt und Land, auf dem Acker, in der Fabrik und in der Werkstatt, die Güter zu s ch a f f e n, die unser Volk mit Recht in die Reihe der Kulturnationen der Welt hineinheben und in Lhren bestehen lassen. Und es ist des­halb auch unser Wille, dah an diesem Tage für alle Zukunft das ganze deutsche Volk sich auf seine Gemeinsamkeit besinnt und über alle sonstigen Zwistigkeiten hinweg immer wieder erneut die Hände in innerer Er­kenntnis zum gemeinsamen Bunde reicht, den

wir deutsche Volksgemeinschaft nennen.

Wir wollen aber diesen Tag auch nicht vorüber­gehen lassen, ohne erneut in voller Einmütigkeit vor der ganzen Welt das gemeinsame Lebensrecht von uns allen zu vertreten. (Erneute Beifallskundgebun­gen) Das deutsche Volk hat, angefangen von seinem ehrwürdigen Reichspräsidenten bis zu jedem Ar­beiter und jedem Bauern, nur einen einzigen Wunsch, durch seine Arbeit nach seinem Willen glücklich und selig zu werden. Es kennt keine Rache und wünscht keine Eroberun­gen, es möchte jedem Volke die Hand zur Verständigung und zur Versöhnung reichen. Allein es wird auch ewig unbeirrbar sein eigenes Lebensrecht verteidigen und gegen jedermann in Schutz nehmen. Es wird vor allem niemals Verzicht darauf leisten, ein Volk mit gleichen R e ch t e n zu sein, so­wie es auch jederzeit gewillt ist, für d i e Erhal­tung des Friedens und der Wohlfahrt auf dieser Welt nicht geringere Opfer zu bringen als andere Nationen sie zu bringen ebenfalls bereit

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Oer Dank an -en Führer

Eine abendliche Schlußkundgebung im Lustgarten.

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daß man den treuesten Helfer nicht nur vergaß, -indem am Ende auch verlor. Wenn Sie das Abzeichen des heutigen Festes das ein deut­scher Künstler uns geschaffen hat besehen, dann dU es ihnen folgendes sagen: Sichel und Hammer nd einst die Symbole des deutschen Bauern und lies deutschen Arbeiters gewesen. Hochmut und Un- i.ernunft eines bürgerlichen Zeitalters haben diese Lymbole preisgegeben und verloren. Jüdisch-inter- r ationale Literaten stahlen endlich die Werkzeuge Ichaffender Menschen und waren nahe daran, deren Dräger endgültig ihren Plänen und Zielen zu nterwerfen. Der nationalsozialistische Staat wird liiese unselige Entwicklung überwinden.

Der Hammer wird wieder zum Symbol des deutschen Arbeiters und die Sichel zum Zeichen |

körperliche Arbeit leisten, zwingen, die kör­perliche Arbeit kennen zu lernen, um damit das Verständnis zu finden für jene Volksgenofsen, die auf dem Acker oder irgend­wo in der Fabrik oder Werkstatt stehen. Wir wollen in ihnen sinnfällig den Hochmut a b t ö t e n , mit dem leider so viele Intellektu­elle auf die Handarbeit herabsehen zu müssen glauben und wollen, allerdings umgekehrt bei ihnen, auch das Selb ft vertrauen ft ä r k e n durch das Bewußtsein, ebenfalls kör­perliche Arbeit leisten zu können. Darüber hin­aus aber wollen wir dadurch zur Verflän- digung der einzelnen klaffen bei­tragen, um das Band der Volksgemeinschaft zu verstärken. Wir wollen, daß sie sich gegen­seitig Tennenlernen, um so allmählich die na­türlichsten Grundlagen einer wirklich inneren

Volksgemeinschaft zu finden.

Der nationalsozialistische Staat ist entschlossen, die neue deutsche Volksgemeinschaft zu bilden. Er wird dieses Ziel sie aus den Augen verlieren und wird s, wenn «uch langsam, so doch sicher erreichen, j Die gigantischen Organisationen unserer Bewegung, ' ihre politischen Einrichtungen sowohl wie die Or- ganisationen der SA. und SS., der Aufbau unserer Arbeitsfront genau so wie die Staatsorganisationen ;unseres Heeres, sie sind nationale und g e - ellschaftliche Schmelztiegel, in denen :ben doch allmählich ein neuer deutscher Mensch herangebildet wird. Die deutsche Awgen d wächst in einer anderen Welt heran und wird erst recht mithelfen, einst eine andere Welt zu bil- ' en. Gläubigen Herzens und starken Sinns soll diese Äugend einst ein besseres Glied der Geschlechterkette unseres Volkes sein, als wir selbst es waren und eute vielleicht fein können. Der Nationale Festtag des 1. Mai, den wir heute in ganz Deutschland feiern, hat in diesem Programm der 1 Neubildung unseres Volkes aber eine besondere und . ewaltige Bedeutung. Wir alle reden von der menschlichen Kultur und den persönlichen Leistun- en, aber nur die wenigsten sehen darin das E r- ebnis einer gemeinsamen Arbeit von Zeist und körperlicher Kraft. Nur zu shr hat man sich im Laufe der Jahrhunderte an- «ewöhnt, vom Unternehmer zu reden, vom Künstler, : om Bauherrn, die Techniker zu preisen und die

Ingenieure zu loben, die Architekten zu bewundern, !ne Chemiker und Physiker mit Staunen in ihrer Arbeit zu verfolgen, den Arbeiter aber hat man meist vergessen. Man redete von der deutschen Wis- Lnschaft, dem deutschen Handwerk, der deutschen Wirt-

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unserer Zeit hat uns über alles, was ehedem Men­schen deutschen Schicksals trennen konnte, hinaus |

Bei den letzten Worten des Führers erhoben sich Ine Massen auf den Tribünen wie ein Mann. Zwei Millionen reckten den Arm zum Schwur in die Höhe und sangen voll tiefer Ergriffenheit das Lied laer nationalsozialistischen Revolution, das Lied des Sturmsoldaten horst Wessel. Unter dem begeisterten Subd der Menge verließ dann der Führer mit seiner Begleitung das Feld. Die Aeichswehrkapelle spielte den Großen Zapfenstreich: i ?d) bete an die Macht der Liebe. Das Deutschland­lied folgte. Die abschließenden Worte sprach hier- tmf Staatsrat Schuhmann, der alle Wünsche \ m dem Ruf zusammenfaßte: Unserem Volk und 1 Vaterland, unserem Führer und Reichskanzler ein | lreifaches Sieg-Heil!

Dann begann der Abmarsch der Ehrenbatail- Ixme, an der Spitze die fünf Musikkorps der Reichs­wehr, die über die Flughafen- und Berliner Straße isach dem Lustgarten ihren Weg nahmen.

Den Abschluß des Berliner Festprogramms bil-

des Menschen nach Charakter und Lei- st u n g hat allenthalben im privaten und öffent­lichen Leben Platz gegriffen. Das neue Gefühl

gelehrt, daß nur im zweckbestimmten Zusam­menwirken aller nationalen Kräfte

KeichsmimflerGoebbels verkünde! hcn national« preis für Vuch und Film.

Euringer, der Träger des Stefan-Seorge-preises. Der FilmFlüchtlinge^ erhält den Filmpreis.

Oie Festsitzung

der Reichskulturkammer.

Das Parkett und sämtliche Ränge der Staats- t per unter den Linden waren voll besetzt. Lm den beiden ersten Parkettreihen hatten die Minister und Staatssekretäre Platz ge- rsrnmcn, im ersten Rang die B 0 t s ch a f t e r u n d ( esandten fast aller in Berlin vertretenen aus- t artigen Mächte mit ihren Damen. Erschienen r.aren ferner die Präsidenten und Präsidialmit- gneder der Einzelkammern der Reichskulturkammer, Vertreter der Reichswehr, der SA., der NSDAP., b* in Berlin zu Besuch weilenden polnischen und südslawischen Journalisten. Punkt 14 Uhr erschien b:r Führer in Begleitung des Präsidenten der S»ichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, ixr Vorhang öffnet sich.. Auf der Buhne ist em tninberooUer Hain von weißen und roten Blumen Lnb sattem Grün erstanden. Im Hintergrund auf k'ldgelbem Grunde ein riesengroßes Abzeichen des rationalen Feiertags. Nach dem einleitenden Vor­tag des Staatsopernorchesters bestieg Reichsrnmister 5ir. Goebbels das Rednerpult zu einer längeren --ede, in der er u. a. folgendes ausführte:

Ueber dem großen Aufbauwerk des national «ILialistifchen Staates steht das Wort des Führers: -2ie müssen sich gegenseitig wieder ach - tis n lernen, der Arbeiter der Sttrn den Ar- t?iter der Faust und umgekehrt. Denn keiner be- fiünbe ohne den anderen. Aus ihnen beiden wird sch wieder einmal herauskristallisieren der neue b«ulf4)6 MöNsch." Was damals noch Ahnung

unseres Volkes die furchtbare Krise, die über Deutschland und die ganze Welt hereingebrochen ist, gewendet werden kann.

Es ist deshalb kein Zufall, daß gerade am 1. Mai in einer Feierstunde, die mitten zwischen den großen Volksdemonstrationen liegt, das gei­stige Deutschland zusammentritt, um seiner Verbundenheit mit dem Nationalsozialismus, seinem Führer und Gestalter Ausdruck zu geben und in seinem Beisein d i e künstlerischen Werke der vergangenen Jahre zu ehren, die über die Produktion des Tages hinaus am stärksten dem Geist der neuen Zeit Form und Ge­stalt geben. Denn so wahr und richtig es sein mag, daß Oie Kunst ihre Stoffe souverän aus allen Zeiten nimmt, so wahr und richtig ist es, daß sie in der Formgebung und geistigen Durchdringung ihrer Stoffe an die Zeit und an die von ihr gegebenen Wertmesser gebunden ist. Und das gerade unterscheidet den künstlerisch schaffenden Menschen vom unkünstlerischen, daß er die Gnade besitzt, Stoff, Gei st und Form einen Guß hineinzugießen und in dieser

bete die große Schlußkundgebung im Lust­garten. hier war die StabswacheGö­ring" in drei Gliedern angetreten. Gegen 18 Uhr marschierte von der Kaiser-Wilhelm-Straße die Berliner SA. auf. Gleich danach trafen Formatio­nen des Flugsportverbandes ein. Vom Tempelhofer Feld kam Reichswehr, Arbeitsdienst- formation und Feldjägerkorps. Rings um die auf­marschierenden Organisationen drängte sich eine tausendköpfige Menge, sogar die Dächer der um­liegenden Gebäude waren besetzt. Unter den Ehren- gäften auf der Schloßrampe bemerkte man den Reichsarbeitsminister Seldte, Staatssekretär hier! und den Generalinspektor der Reichsautobahnen Dr. Tod t. Ministerpräsident Göring hielt die Rede, die mit stürmischem Beifall ausgenommen wurde. Göring schritt hierauf die Fronten der Reichswehr und der Polizei ab, die vor dem Mini­sterpräsidenten präsentierten. Damit hatte der 1. Mai einen würdigen Abschluß gefunden.

und' Wunsch war, ist heute bereits Wirklichkeit geworden. Die volksaufspaltenden Gegensätze zwischen Faust und Stirn, zwischen Hand und Kopf, sind überwunden und eine neue Wertung

DER STAAT DER

ARBEIT

? UND DES

/ FRIEDENS

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Bekanntmachung.

Nachtrag

zur Gebührenordnung für die Benutzung der städtischen Kanäle in Gießen.

Die Gebührenordnung über die Benutzung der städtischen Kanäle in Gießen vom 19. April 1924/ 1. April 1933 wird auf Beschluß des Stadtrates vom 29. März 1934 und mit Genehmigung des hes­sischen Staatsministeriums (Ministerialabteilung 1b) vom 16. April 1934 zu Nr. StM. Ib 20 615 wie folgt geändert:

§ 1-

Der § 1 Abs. 1 erhält folgende Fassung:

Die jährliche Gebühr beträgt 1 Rpf. für jeden Quadratmeter grundbuchmäßigen Flächeninhaltes der angeschlossenen Liegenschaften und 0,70 RM. für 1000 RM. des Brandversicherungswertes der darauf befindlichen Gebäude.

§ 2

Dieser Nachtrag zur Gebührenordnung tritt mit Wirkung vom 1. April 1934 ab in Kraft.

Gießen, den 26. Avril 1934.

Bürgermeisterei Gießen.

Z.V.: gez. Dr. Hamm, Bürgermeister.

Geschäfts-Drucksachen gX'iX"

Briefumschläge Postkarten

bei Brühl. SchulstraBe 7 Geschäftskartea

UttüchUekanntmachung für den Kreis Wetzlar.

Tuberkulose-Auskunfts- und Jürforgestelle.

Die Fürsorgesprechstunden im Monat Mai finden statt: 2631C

Freitag, den 4., 11., 18. und 25. Wai 1934, von tz bis 12 Uhr vormittags.