Kür den Büchertisch.
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Deutsche Erzähler
Allerlei praktische Bücher
Politik und Geschichte
volle Waffe im Befreiungskampf verbreitet werden
über den Gemüsebau aneignen.
— C. Benedek: Anglers ABC. Ein Handbuch für die einfache Angelei. Mit vielen Zeichnungen des Verfassers. Verlag der Grünen Post, Berlin. - (232) — Das kleine Anglerbuch wendet sich an den Anfänger und beschrankt sich in allen Kapiteln auf das Wesentliche und Praktische der einfachen Angelei. Der Verfasser be- schreibt das Angelgerät, erklärt, warum gerade dieser Haken und jene Schnur verwendet werden muß, bestimmt nicht, daß zum Angeln dieses Fisches jener Köder zu nehmen ist, sondern sagt, warum der Analer, der Erfolg haben will die gegebenen Richtlinien beachten soll. Eigene Zeichnungen des Verfassers erläutern alles.
— Das Gelbe E i n m a ch b u ch. Don Elly Petersen. 2. Auflage. 120 Seiten mit 50 Bildern. (Verlag Knorr & Hirth G. m. b. H., München) Kartoniert 1,95 RM. - (274) — Frau Petersen will die Hausfrauen und die erwerbstätigen Frauen zum Einkochen ermuntern. Sie zeigt, wie man dabei Zeit und Geld spart. Sie gibt Hilfsmittel an Hand, die nicht viel kosten oder sich in jedem Haus- halt vorfinden. Sie zeigt, wie man die ganze Ar- beit nur so nebenbei machen kann. Mit Humor bringt sie uns die notwendigen Handgriffe und Kunstgriffe bei, und im Plauderton fliegen uns alle Weisheiten der hohen Einmachkunft zu. Dann folgen 30Ö bewährte Rezepte für alle Arten von Gelees und Marmeladen, für das Einwecken von Früchten und die Bereitung von Fruchtsäften, für Gemüse, Pilze, Kräuter, Gurken und andere schone 1 Dinge. Die moderne Diät ist dabei nicht vergessen^
Tausend erreicht, ein nicht alltäglicher Bucherfolg! Zu dieser Neuauflage, die als Jubiläumsausgabe erscheint, hat der Verfasser eine besondere Einleitung „Erfüllte Prophezeiungen" geschrieben, m der er zeigt, wie feine Vorhersagen, die er vor wenigen Jahren nieoerschrieb, zum Teil heute schon. Wirklichkeit geworden sind. In der Macht der Drei" zeigt Dominik die zum Bruderkrieg rüstenden Gegner England und Amerika. Drei Menschen gelingt es, durch ihre geniale Erfindung, dank der ihnen alle Vorgänge sichtbar sind und dierhnen die Energie des Weltraums nutzbar macht, ine Mechanik des Krieges zum Stillstand zu bringen. Ein äußerst reizvolles Thema spannend gestaltet!
Gestalten und Situationen zu kennzeichnen.
Trampier : Der Unfriede
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arbettet ttar den deutschen Rechtsstandpunkt her sich auf den Dorfriedensvertrag grun- j4 0!*' n J2 gezeigt, wie nur unter ungeheuer- U Rechts das Diktat von Verhüll« ^siandekommen konnte. Sorgfältige Aus- ttnnm t neuen, zum Teil farbigen Karten- uÄnb anderem Bildmaterial find weitere Dor- lkiMN Und Eerem Schulen, in der
^itler-Iug-end^ in "der Arbeitsfront ^und in allen kultur- und wehrpolitrschen Verbänden als wert-
eue Stellung durch richtige Be- Voraussetzungen und Möglichkeiten, " (u schreiben. Mit Muster- vcMF1^... Jürtejer. 62 Seiten.
Kart. 1 RM. Hamburg, 1934. Hanseatische Verlagsanstalt. — (84) — Gerade in diesen Tagen des wirtschaftlichen Aufstieges wird die ausgezeichnete Anleitung weiten Kreisen willkommen sein. Der Verfasser will an Beispielen all jene Dinge aufzeigen. die einer richtigen Bewerbung erst das Gesicht und die Ueberzeugung geben. Diele Jo genannte Kleinigkeiten, denen man kaum Beachtung schenkt, werden hier als entscheidend erkannt Man entschließe sich nie zur gedankenlosen Ab chrift dieser Musterbeispiele. Gerade die Eigenleistung, die der Verfasser anregen will, gibt einer Bewerbung erst den Charakter. Die vorliegende Schrift verlangt deshalb auch als erste Notwendigkeit einer erfolgversprechenden Bewerbung die klare Erkenntnis des Wertes und der Leistungsfähigkeit des Be- I werbers und gibt eine Anleitung, kurz und treffend fi62n m t^S^b^tTau-“meTn Gemüsegar-1 Dinge. Die moderne Drat i|t oacei mcpr oergene ten Eine nützliche Unterweisung. Insel-Verlag zu und auch Rohköstler kommen auf ihre Rechnung. Leipzig. Jnsel-Bücherei Nr. 456. — (295) — Mäh-'
Volkswirtschaft.
— Dr. Karl C. Thalheim, a. o. Professor der Volkswirtschaftslehre an der Handels-Hochschule Leipzig: Die Weltwirtschaft. (Wirt- scha tslehre 5.) Reclams Unioersal-Bibliothek Nr. 7232. — (217) — Gegenstand dieses Heftes sind diejenigen Wirtschaftsvorgänge, die über die Gren- zen einer Volkswirtschaft hinausgehen. Thalheim schildert zunächst das Wesen der Weltwirtschaft, das er als das Streben nach Arbeitsteilung, Ergänzung und Ausgleich zwischen den einzelnen Volkswirt- schäften charakterisiert, und gibt dann einen großzügigen Ueberblick über ihre Entwicklung, aus Dem der gewaltige Aufstieg der internationalen Wirt- schaftsbeziehungen in der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1914 und ihr jäher Absturz durch Weltkrieg und Weltwirtschaftskrise sehr deut- lich werden. Die folgenden Abschnitte behandeln gesondert die einzelnen Hauptgebiete der Weltwirt- schäft, nämlich Welthandel und Weltverkehr, die menschlichen Wanderungen und die Kapitalanlage im Auslande, in ihren Erscheinungsformen, ihrer Entwicklung und ihrer Auswirkungen.
— Geschichte der wirtschaftlichen Lehrmeinungen und wirts chas ts • politischen Systeme. (Mit zwei Darstel- langen.) Ein Leitfaden von Dr. Horst Wagen- f ü h r , a. o. Professor an der Universität Erlangen. (Wirtschaftslehre 6.) Reclams-Universal-Bibllother Nr 7233. — (218) — Von den großen griechischen Philosophen bis zur Hitler-Regierung läßt dieses Buch das wirtschaftliche Ideengut von mehr als zwei Jahrtausenden an unserem Auge ooruberziehen. Die Grundlinien der nationalokonomlschen Dogmengeschichte und der wirtschaftspolitischen Strömungen werden klar aufgezeigt. Ein Lexikon wirtschaftlicher Gelehrsamkeit mit wertvollen Literaturhlnwelsen! In einem letzten Kapitel stellt der Verfasser Forschung und Lehre der jüngsten Zeit zusammen und läßt als praktische Auswirkungen die wirt- schaftspolitischen Strömungen folgen, lieber den Liberalismus, Kathedersozialismus, Revisionismus und den Kommunismus gelangt er zum Faschismus und Nationalsozialismus. Hier findet das ganze Werk seine Krönung und Rechtfertigung: die brennendsten Tagesfragen und Wirtschaftsmeinun- gen sind hier in das ideengeschichtliche Werk eingefügt.
— Samstag, SonntagimAuto. Band Frankfurt — Wiesbaden — Mainz. 40 Rundtouren für Kraftfahrer von einhalb bis drei Tagen. Von Dr. Simon. Mit 40 farbigen Fahrtenskizzen, 27 Städtedurchfahrtsplänen, drei lieber- sichtskarten und vielen Bildern. Verlag Knorr & Hirth G. m. b. H., München. — (304) — Dieser Führer nennt 40 der schönsten Autorundfahrten von Frankfurt, Wiesbaden und Mainz ausgehend in vier Gruppen von einhalb bis drei Tagen Dauer. Der Nachdruck liegt dabei auf dem Wort Rundfahrten. Niemals wird also auf einer Tour der gleiche Punkt zweimal berührt. Der knappe Text zu jeder Rundfahrt gibt, neben eindeutig klarer Fahrtanweisung, ein erschöpfendes Bild aller landschaftlichen und kulturellen Sehens- Würdigkeiten. Seitlich neben dem Text sind genaue
Erst die durch Generationen überlieferte Sage laßt den Menschen, der um die geheimnisvollen Kräfte des Bodens weiß, die Natur erobern.
— Felix Riemkasten: Ein Kind lebt in die Welthinei n. Neue Geschichten aus dem Leben des Kindes Mananne. Mit vielen Zeichnun- aen von Felix Albrecht. Brunnen-Verlag, Will, Aschoff, Berlin SW 68. - (286) - 1028. erschien der erste Band der Geschichte aus dem glückseligen Leben des Kindes Mananne, und seitdem hat das Buch („Alle Tage Gloria") viele neue Freunde unb Freundinnen gesunden. Nun ist der zweite Band erschienen. Riemkasten hat sich das 93ergnu- aen gemacht, dem Hineinleben seiner kleinen Tochter Marianne in die Welt lauschend zu folgen. In mc len kleinen Geschichten sind viele kleine Zuge aufbe- wahrt worden.^ Dati, Mütti und das Kmd, und um sie herum das Leben, wie es wirklich ist, nicht übersteigert, nirgendwo versüßt, immer nur erschaut
renb man sonst gewohnt ist, in der Insel-Bücherei Werken der Dichtung, Kunst und Geistesgeschlchte zu begegnen, erhalten wir hier ein praktisches Buch über den nüchternsten Teil des Gartens, den Gemüsebau. Aber ist er wirklich nüchtern? Gewiß nicht für den Leser dieses Buches, das mit vollkommener Sachkenntnis, zugleich aber auch mit viel Humor und einer bezaubernden Leichtigkeit geschrieben ist. Selbst der Laie, der weder Puffbohnen noch Perlzwiebeln ober Flaschenkürbisse pflanzen, weder mit Kompost noch mit Blattläusen zu tun haben will, wird doch das Buch als eine höchst unterhaltsame Plauderei lesen — der Gartenfreund aber, dem es um diese Dinge ernst ist, wird erst recht sein Vergnügen an der anmutigen Belehrung haben und noch viel Neues lernen. Besonders praktisch ist eine Tabelle „für Eilige"; sie können sich hier mit einem Griff und Blick das Notwendigste
und weise, aber diebisch amüsiert abgezeichnet. In „Alle Tage Gloria" war das Kind nach klein, im zweiten Buche ist es schon „groß", schon 4, 5 und bald 6 Jahre alt und hat schon eine eigene Schere. Man denke!Jn dieser Art find Kindergeschichten (für Eltern) noch nie geschrieben worden. Für Eltern und Großeltern, für alle, bei denen so ein kleines Quack die Gegend mit Lärm erfüllt, sind diese Ge- schichten mitsamt ihren vortrefflichen Bildern eine sicher willkommene Gabe.
— Hans Dominik: Die Macht der Drei. Roman aus Dem Jahre 1955. 358 Seiten. Mit 10 Bildern. Verlag Scherl, Berlin SW. — (209) — Dominiks Roman hat jetzt das 100.
Alte und neue Gedichte.
— Mirko Ielusich: Deutsche Heldendichtung. Ein Jahrtausend deutscher Geschichte in Liedern. Dom Nibelungenlied dis zur Dichtung der nationalen Revolution. Mit 16 Abbildungen in Kupfertiefdruck. Verlag Das neue Deutschland in Leipzig. — (235) — Jelusich vereinigt in diesem Buch das schönste Gut ewiger deutscher Helden- poesie. Ein Jahrtausend deutscher Geschichte wird in seinen hehrsten Taten und Schöpfungen unmittelbar lebendig. Nach eine Einleitung des Herausgebers beginnt die Anthologie mit einigen prachtvollen Teilen aus den ältesten deutschen Heldendichtungen: Hildebrandslied, Heliand, Waltharilied, Nibelungenlied, Gudrunlied, und aus Wolfram, Gottfried von Straßburg und Walther von der Dogelweide. lieber die Reformationszeit führt die Sammlung zum 17. Jahrhundert und bringt u. a. einige der schönsten Soldaten- und Landsknechtlieder aus dem Dreißigjährigen Kriege. Aus dem 18. Jahrhundert sind neben Gedichten von Klopstock, Ramler, Cramer vor allem der junge Schiller und andere Dichter des Sturmes und Dranges gebracht worden. Besonders reichhaltig ist die Heldendichtung der deutschen Frei- heitskriege vertreten. Die Romantik und das „Junge Deutschland" geben zahlreiche Beiträge. Das Zeitalter Bismarcks wird durch Fontane, C.F. Meyer, Storm, Richard Wagner, Liliencron u. a. gekennzeichnet. Aus der Weltkriegsdichtung: Gedichte von Dehmel, Rudolf Alexander Schröder, Binding, Lersch, Blunck, Kolbenheyer, Brües, Ina Seidel, Münchhausen und George repräsentieren sie. Zuletzt folgt die Dichtung der deutschen Erhebung mit Dietrich Eckart, Rudolf Heß Baldur von Schirach, H.J.Nierentz, Robert
Hohlbaum u. v. a. _
— Hermann Hesse: Dom Baum des Lebens. Ausgewählte Gedichte. Jnsel-Derlag zu Leipzig. Jnsel-Bucherei Nr. 454. — (296) - Her- mann Hesse bietet in diesem Bändchen eine Aus- wähl aus der lyrischen Ernte seines Lebens, von den frühen Gedichten bis zu den Derfen „Besinnung" (1933), die bisher nur in einem kleinen Privatdruck Vorlagen. Mit Freude und stiller Wehmut zugleich begegnet man hier wieder dem romantischen Träumer der Jünglingsjahre, dem Sänger volksliedhafter Töne, von dem manches schlichte Lied längst in den Besitz des Volkes eingegangen ist. Daneben stehen die schönen Bekenntnisse einer strengen Manneszeit, und so bietet der Band das Selbstbildnis eines Dichters, dessen ernste Zuge durch Anmut und Weisheit geadelt werden. Das kleine, reizvoll ausgestattete Buch wird allen Freunden des Dichters ein willkommener Begleiter sein und denen, die Hesse vielleicht nur als Erzähler kennen, auch den Lyriker lieb und vertraut machen.
— Hans Friedrich Blunck: Fru Holle un de Mönk. Hoch- und plattdeutsche Balladen. (Die kleine Bücherei, 31) Albert Langen, Georg Müller, München 1934. — (229) — Die innige Der- bundenheit mit Der niederdeutschen Landschaft, deren Sagengestalten und Märchenwesen, Unholde und Geister von unter und über der Erde und dem Meere, geheimnisvoll verlockend und schreckhaft aufsteigen, — und die hohe sprachliche Kunst des Dichters finden hier ihren sinnfälligen Ausdruck. Don des Dichters Zauberstab angerührt, erwachen die Gestalten der Märchen und Sagen zu wirklich-unwirklichem Leben: Frau Holle, Herr Oluf, der Ritter Lembek; und der namenlose Sänger, der vor dem Ungarkönig das Lied von Der Corvinusfchlacht singt.
— Joachim Ringelnatz: GeDichte, Gedichte von Einstmals und Heute. 95 Seiten. Rowohlt, Berlin, 1934. — (280) — In diesem Bändchen, das dem Schauspieler Paul Wegener gewidmet ist, versammelt Ringelnatz alte und neue Proben seiner abseitigen und kauzig Der- spielten Poeterei; man findet hier also die wahrhaft besoffenen Gesänge des wüsten Seefahrers 1 Kuttel Daddeldu wie die verrückten Turngedichte und die Kinderlieder. Ringelnatz ist unberechenbar in seinen Grimassen und seinen Vorstellungen; er chreibt sehnsüchtig gereimte Briefe an die ferne Geliebte und besingt eine Pellkartoffel mit gleicher Inbrunst wie „den Briefmart" ober die Nagelfeile. Gelegentlich erinnert eine Wendung von ferne an die barocke, in überraschenden Einfällen aufblitzende Komik Christian Morgensterns, ohne freilich je dem überlegenen und oft tiefsinnigen Humor m dessen Erfindungen und Gestalten ebenbürtig zu fein.
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— Karl Busemann: Die Ruckgliede- । rung der Saar. Wirtschaftliche Hoffnungen und ; Notwendigkeiten. Kartoniert 1 Mk. Societäts-Ver- lag Frankfurt a. M. — (268) — Die Schilderungen : beginnen mit der notwendigen Erneuerung der Kohlengruben. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie auf der Saarkohle künftig eine Eneraiewirt- chaft erstehen kann, die mit der Fernkraft, und Ferngasversorgung des Deutschen Reichs in Gemeinschaft arbeitet. Die künftigen Absatzfragen der Glas- und feinkeramischen Industrie des Saargebiets beschließen die Reihe der Schlüsselindustrien ür die die Saar vom Reich Verständnis erwartet. Aber auch der gewerbliche Mittelstand an der Saar hat seine besonderen RückglieDerungssorgen Daß die Saar in ihrem Nahrungsmittelverbrauch auf Zufuhren von außerhalb angewiesen ist und daß hier die Saarlandwirtschaft sowie die bäuerlichen Randgebiete, die sich um das Saarbecken lagern nach der Rückgliederung auf vermehrten Absatz rechnen dürfen, wird ebenfalls vermerk Schließlich wird in großen Zügen ein Arbettsbeschaffungs- programm für Die Saar entwickelt, Das b'S zur Rückgliederung möglichst fpatenferhg sein soll, und es wird das Für und Wider eines Saar-Pfalz- Kanals, der die Saar mit dem Rhein verbinden soll, im einzelnen beleuchtet. Zum Schluß wird die Frage Der wirtschaftlichen Rückgliederung der Saar in den größeren Zusammenhang der deittsch-franzo- sischen Wirtschaftsbeziehungen gestellt. Den sachlichen Ausführungen ist ein "Bekenntnis zur Heimat" des Saarländers Johannes Kirfchweng vorangestellt, in dem versucht wird, Die geographische und kulturelle Lage und Verflechtung des Saargebiets deutlich zu machen. «<<<», A h _
— Fr. W. von Qertzen: Alle soder Nichts. (Polens Freiheitskampf in 125 fahren.) kartoniert 5,— RM. Will). Gottl. Korn Verlag, Breslau - (269) - Die Geschichte der Staatenlosigkeit Polens ist die Geschichte des Kampfes der polnischen Nation um ihre nationale Freiheit; sie ist, als Ganzes gesehen, Die Geschichte einer Na- tionalibee schlechthin. Die Schlacht von Macleiowice in Der Das Kriegsglück Kosciuszkos enDe e, beDeutet historisch Das EnDe Des Königreichs Polen. Gleich- zeitig aber ist sie Die Geburtsstunde Der Unbedingt- beit Des neuen polnischen Nationalismus. Alles oder Nichts das blieb auch im Unglück Die Demse Kosciuszkos. Es ist Die Tragik der polnischen Er- Hebungen von 1830 und 1863, daß sie die Ära ft zu dieser aussichtslos scheinenden Radikalität nicht mehr aufbrachten. Erst 3ofef Pilsudski hat sich den Grund- saß des Alles oder Nichts wieder restlos zu eigen gemacht und ihm, allen Widerständen zum Trotz zum Siege verhalfen. Die Unbedingtheit, a fast religiöse Glut des polnischen Nationalismus ift nur Ä SU nerftetan. Mit 'Hk -nuN-n
wir uns vertraut machen, um der Ehrlichkeit aner Auseinandersetzung willen. Hier hat Oertzens Buch eine politische Mission zu erfüllen.
— Karl Bartz: Die Deutschen vor Paris (Die Marneschlacht). Mit 9 karten im Text Broschiert 2,30 Mark. Brunnen-Verlag, Willi Bischoff, Berlin SW 68. - (240) - „Wo liegt Pans?" „Dahier, dahier!" „Den Junger Drauf! , Das nehmen wir!" Nach dieser Welse des alten Liedes ging es 1814 und 1871, nach dieser Weise wäre es auch 1914 in Sturm gegangen, Anfang September, als unsere Truppen schon den Pariser Eiffelturm vor sich sahen, nachdem sie ms zu 80 , v । Kilometer am Tage — ausgeglüht, Durchgescheuert,
macht sie es schwer ... —. Kllometer am ftetigen Kämpfen hinter
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fdjtoffenen Bootsbaue» Lor- bas Segettoot ®.e&.W Deutsches Siegerin". Auf die em „schnelleren Schiss erfüllt kett und Btto r i 8 . dastehende Leistung
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ihrer schicksalhaften Verbundenheit. Um den Kamps Don Vaterlandsliebe ^rgela, 'r ^Lebenslust', zweier Generationen gegen gewaltige Natur- Unfähigkeit und s rglch , $o'(.
traft des Moores geht es. Der Vater, der Warphof ein Maskenball auf Dem W J' ‘ 1 Mächte bauer, unterliegt im Ringen mit dem SumpfMoor Brandt t)at mit offenem Blick Manner a>
das alljährlich feine Opfer an Mensch und Xter ble.f€ö Schauspiels ^gehalten Scho g
fordert Der große Plan der Trockenlegung unb ' in feinem Werk die hmiergrunoe w Kultivierung mißlingt und damit das Lebenswerk I bischer Ereignisse .Konferenzen, d^ G des Moorhofbauern, für das er mit der zähen einem friedlosen ^rdte g wirkungs-
Beharrlichkeit des Friesen kamp te: Die Natur lafit' Lfibt Rolf BranDt Das Gefühl für Die Wirrung sich nichts abtrosiern Sein Sohn ooll-nb-t b°. W«k » ter Sprache unb w°ch bannt treffend rcrtt hi» hur* fflonorntionen überlieferte Sage laßt unh Situationen zu rennzeuynen.
— Rudolf G. Dinding: SanktGeorgs Stellvertreter. 70 Seiten. Hütten und Coe- ning Verlag, Frankfurt a. M., 1934. — (291) — Diese Erzählung, welche bisher nur m einem Sam- melbande zugänglich war, erscheint nun äls selb- ständiges Bändchen in der gleichen anmutigen Aus- ftattung wie „Der General" von Schaeffer, Den wir kürzlich hier empfohlen Haden: eine Geschichte, die io wie sie ist, kaum von einem andern hätte er- fonnen und geschrieben werden können als eben von felnbing, dessen Wesenheit und Denkungsart Darin auf eine vollkommene und liebenswerte Art gespiegelt scheint. Eine Geschichte, spielend zwischen Himmel und Erde, vor Gottes Thron und an den sonnigen Ufern des Rheins, halb Legende und halb ritterliches Idyll, getragen ganz von Dem männ- lichen Geiste, von Der adligen und herrenmäßigen Haltung des Dichters, dabei nicht ohne eine zuver- sichtliche Heiterkeit. Hier wird erzählt, wie der Hei- lige und Ritter Sankt Georg, welcher als Oberster die Heerscharen der himmlischen Reiterei befehligt, von Gott Dem Herrn Urlaub erbittet, um eine Zeit- lang wieder auf Erden zu wandeln; und wie ein deutscher Rittmeister am Rhein, der einst als alter Afrikaner gegen Die Hottentotten zu Felde zog, als Stellvertreter Des Heiligen Georg ausersehen, vom Tode abberufen und vor Gottes Thron geführt wird. Das ist schon alles, nicht eben viel an „Handlung" im herkömmlichen Sinn, aber innerlich ver- wandt Der „Reitvorischrift" und den „Spiegel- gesprächen", obwohl die Erzählung auf den ersten Blick mit beiden wenig gemein hat; auch an Die Moselfahrt" könnte sich mancher erinnert füllen, weil hier wie Dort das unverwechselbare Gesicht.............
einer Deutschen Landschaft dem Erzählten öarbe, | ^rtsi ”un^ Entfernungsangaben angebracht. Ganz Stimmung und eigentümlichen Charakter verieiyl. neuarti ^„d Die jeDer Tour beigegebenen zweifar- < . m • r Digen Kartenskizzen: Steigung unD Gefälle, Ent-
— Friedrich Gnese. Die letzte, Garde, j^nnngen zwischen Den wichtigsten Orten unD mar- Novellen. Buchausstattung von Hans Meid, Berlin. fflnte tzanDschafts- unD StäDtebilDer sinD Übersicht- Carl Schünemann, Verlag, Bremen. — (övö) .- lich eingezeichnet. Sehr willkommen sinD auch Die Die Worte Vaterland, Fremdland, FemdlanD, DW 27 StäDteDurchfahrtspläne, Die Drei Uebersichtskar- es in diesem Buche, sind wie Drei Strome Der erste unb bi6 vielen trefflichen Photos. Die Auswahl
trägt die Menschen selber; der zweite, mit fremden Touren ist sehr reichhaltig unb führt in die
Schiffen befrachtet, läßt feine Wog«n beliebtesten Ausflugsziele und Landschaften m
Ufern DorüberB(eikn; der dritte br.cht brüllend über meiteren umtreife. . .. _
das Ufer unb zerstört ungeschütztes Land. Aber jeder _ ^eue -lc;;uliy - Der drei Ströme mündet irgenDwo im Meer, und m e r & u n g Voraussetzun Meer liegt eine Insel, Die tragt eine daumumfriede e ^ssere Bewerbungsbriefe zr Kirche unb einen Platz mit s emernen Kreuzen das ^len. Von Alfred G ist das Land der Väter. Dieses Bild ist em Schlus- ---- -
fei für die Kriegsgeschichten, die hier vereinigt sind Wie eine Sturzflut kommt der Krieg heran und zerstört Land unb Menschen, ohne stböch die Insel, Das ewige Land der Väter, und das heißt, ohne Bild gesprochen, den eigentlichen Wesenskern des Volkes, anzugreifen. Alles ist erzählt in bem Ton, in bem bie Alten auf dem Lande Erinnerungen roiebergeben, unb berührt uns halb wie Sage ober Märchen, halb wie harter, mitleidsloser Bericht.
Josef Mühlberger: Die Knaben und her Fluß. Erzählung. 157'Seiten. Im Insel-Verlag zu Leipzig, 1934. — (285) löir haben bereits in Der Besprechung Des letzten In- sVlschiffes" auf den Namen des fungen fudeten- deuftchen Autors aufmerksam gemacht, der als e n Abkömmling salzburgischer Protestanten 1903! »n Trautenau geboren wurde unb nun vom Insel ^ver lag mit zwei Büchern in bie Literatur eingefuDrt unb ber Oeffentlichkeit vorgestellt wirb:. mit Diefer Erzählung unb mit einem "Wallenstein 'Drama, welches beim Wettbewerb um bas diesjährige Festspiel in Eger preisgekrönt wurde. Man hat die Erzählung eine tragische Idylle genannt, unb bieje Bezeichnung trifft wohl auch am ehesten bas eigentümliche Wesen ber schlichten Geschichte d»e davon handelt, wie die starke und leidenschaftliche Freundschaft zweier Knaben durch ein Mädchen, das sie beide lieben, zerstört wird. Der heiße Atem eines jungen Gefühls, bas sich aus einer heillosen Der- wirrung nicht zu lösen vermag, unb bie aus eigener Anschauung fließenbe Schilberung ber heimatlichen Lanbschast machen den herben Reiz dieses Buches aus über bem als Motto Rilkes frühe Verse aus Dem „Larenopfer" stehen könnten: „Mich rührt so sehr böhmischen Volkes Weise, schleicht sie ins Herz sich leise, macht sie es schwer . V


