Arbeitsdienst - Arbeitsdank - Arbeitsfront
Sie Einschränkung der Sperlingsplage
Vorsehung geben muß und daß, wenn ich jetzt, ehe ich das Schicksal erleide, im Bewußtsein des Todes nur einen Hauch von Undankbarkeit gegen Gott oder em Murren in der Seele trüge, ich nicht wert sein würde, für das Vaterland zu streiten/
Nationalsozialismus werden an diesem Erinnerungstage die Kirchen die Fahnen des alten und des neuen Reiches zeigen.
Rat.-Soz. Kriegsopferversorgung.
Donnerstag, 2. August, abends 8.30 Uhr, Mitgliederversammlung im Caf6 Leib, Walltorstraße.
Erscheinen ist Pflicht.
Moll, Ortsgruppenobmann.
Saartreuekundgebung in Koblenz.
aller im Arbeitsdienst geschaffenen hohen Werte, ließ die Führer als Träger einer neuen Arbeitswertung im nationalsozialistischen Staate zuerst und in geschlossener Einmütigkeit die Mitgliedschaft des Arbeitsdank erwerben.
Heber die Arb^lfronk ist der Arbeitsdank zu einer festen Vereinbarung mit der Deutschen Angestelltenschaft gekommen, die gerade den gehobeneren Kräften unter den Arbeitsmännern von großem Segen sein wird.
Die Industrie sieht ein, daß der Arbeitsdienst sowohl in materieller, wie in ideeller Beziehung ihr eine kaum absehbare Vorleistung bietet, und daß diese Vorleistung durch den Arbeitsdank noch erweitert wird, indem in Vereinbarung mit der Industrie der junge Arbeitsmann richtig und seinen Fähigkeiten entsprechend in den Arbeitsprozeß ein« gesetzt und gegebenenfalls geschult und umgeschult wird.
In dieser Vorleistung liegt aber auch der Dank, den der Arbeitsmann dem Arbeitsdienst für seine innere und äußere Wertsteigerung schuldet und die sich daraus ergebende Verpflichtung, das Erleben des Arbeitsdienstes hinauszutragen in die Betriebe, in die Wirtschaft. Dort soll er seinen Arbeitskame« raden ein
Vorbild im Dienste an der Arbeit und somit im Dienste am Volke
sein. Dienst am Volk zu leisten ist die persönliche Verpflichtung eines jeden Arbeitsmannes, der aus dem Arbeitsdienst ausscheidet und im Rahmen der Deutschen Arbeitsfront am Aufbau des Dritten Reiches tätig mitwirkt.
Hessischen Regierung mit sofortiger W^kung "zum ™°i?crr m\öcm Amtssitz in Friedberg als des Notars Jockel ernannt.
Abendkonzert des Stadttheater- ^iVCA5-'am-?onner3ta9' Aus dem h/r % ^rbUJ° ®irb uns geschrieben: Infolge b . Spielzeit muß das Orchester
heute dort tätig sein und wird das Promenadenkonzert auf Donnerstag von 20 bis 21 Uhr verlegt. Vortragsfolge: Gasparone-Marsch; Ouvertüre zur Operette „Banditenstreiche", Suppö; Kaiserwalzer
h ü u ber Landesuniversität. Von der Universität Gießen wird uns mltgeteilt: Der planmäßige ao. Professor an unserer Universität Dr. jur. Eduard Bötticher hat den ?.n ergangenen Ruf als persönlicher Ordinarius jur. Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht an die
5, Gesundheitslehre 2, Religion und Philosophie 2, Staatswissenschaft 15, Sport 2 Bände. Nach auswärts kamen 3 Bände.
** Reineclauden als Einmachfrucht. In den nächsten Tagen erscheinen auf unseren Märkten wieder die köstlichen Einmachfrüchte, die süßen, wohlschmeckenden Reineclauden. Sie eignen sich in hartreifem Zustand sowohl zum Einmachen wie auch in vosireifem Zustand zur Marmeladebereitung. Trotz der Trockenheit sind die Früchte sehr schön entwickelt und außerordentlich süß, weshalb die kluge Hausfrau von jeher mit Vorliebe Reineclauden einkocht. Eine gute Verwertung der Reineclauden liegt durchaus im Interesse von Erzeuger und Verbraucher, da dem Obstzüchter damit Betriebsmittel zufließen, der Verbraucher sich aber eine köstliche Obstart für die Wintermonate sichert. Bei dem natürlichen hohen Zuckergehalt der Reineclaudenfrüchte ist der Bedarf an Zucker äußerst gering. Deshalb, deutsche Hausfrauen, bevorzugt die einheimischen saftigen und süßen deutschen Reineclauden.
Die Deutsche Arbeitsfront hat durch ihren Schatzmeister die Anweisung erteilt, daß „trotz der bestehenden Aufnahmesperre Volksgenossen, die aus dem Arbeitsdienst entlassen werden, in die Deutsche Arbeitsfront ausgenommen werden können." Damit ist dem Arbeitsmann, der selbstlos und uneigennützig für Volk und Heimat arbeitete, der Weg zu jener großen und vorbildlichen Organisation geebnet, die jedem am Aufbau des Dritten Reiches schaffenden deutschen Menschen erfaßt.
Diese Maßnahme bedeutet für den jungen Arbeitskameraden nicht nur eine Anerkennung für die geleistete Arbeit im Dienste am Volke, sondern liegt wohl auch zum großen Teil begründet in der Tatsache, daß der Arbeitsmann durch das Erleben des Arbeitsdienstes, durch das Erleben des Nationalsozialismus der Tat, wie kaum ein anderer junger deutscher Volksgenosse geeignet ist, Kämpfer in den
Reihen der Deutschen Arbeitsfront zu fein; denn der Arbeitsdienst ist die Erziehungsstätte der deutschen Jugend und somit die Pflegestätte nationalsozialistischen Gedankengutes.
» ist daher eine der dringendsten Aufgaben des Arbeitsdank, der im vergangenen Jahre unter dem Ehrenpräsidium des Reichsarbeitsführers, Staatssekretär Konstantin Hier!, gegründet wurde, dafür zu sorgen, daß die ausscheidenden Arbeits- manner nicht wieder in die Erwerbs- lofigkeit zurückgestoßen werden. Die Sorge um die Zukunft des Arbeitsmannes und die daraus erwachsende Verantwortung vor der ganzen Nation, die begründet liegt in der Erhaltung
r . , - •••*•/* nur die liebe Schuljugend sorgt
ourch freundliche Spenden in Form von Brotrin- oen und fortgeworfenen Frühstücksbroten für die notmenöige Nahrung, sondern auch viele Erwach- >ene beteiligen sich gedankenlos an der Erhaltung Ueberzahl von Sperlingen. Die Spahenplage besteht daher nach wie vor und wirkt sich noch umso fühlbarer aus, als der Spatz feine frühere Hauptnahrungsquelle, den Pferdedung, zu ersetzen sucht burch umso ärgere Plünderungen von Garten und 6el0. Außerdem vertreibt er viele nützliche Vögel durch sein besonders zänkisches Wesen. 1
' der Tertius-Sand. Eine große Segel»
- S 3U ^hen. Einige Enten streichen
[ f®r?m-bTnt 3U kentern. In das
BL®In\9C[aufe(£' 'n bas Gerispel der kleinen Wellen und das ferne Geklingel des Seegefieders JKEL Uhnfer£r Schrotflinte. Die Segelflotte drüben Met die Anker und segelt aufwärts ins Blaue.
waren Möwen. Eine Armee silberweißer Mö- r®fen' ™n.?crr Lupe der Kimmluft in der Vergleichs- losen Werte so hübsch ins Große gespiegelt."
’ »» V?? s""/" Watten marschieren Regimenter : entPn^Ä^s'schern, Brachvögeln und Schwarzkopf. 2?n/lcr von der Garde der Reiher.
Si?.!n h»r ^4.^. herauf, wir wenden zurück, der Sirup der Quicksande lauert hier und da. Wir gehen die Flutkante entlang, im Müll aus Tana
N°!chen, Kork, Holzgesplitt-r und Muschelschalen nach Bernstein stochernd.
In den Dünen finden sich die flachen in den der Seeschwalben und Tü- re; , 9 n b.te grun-grauen, braun qesprenkel- ten Eier zu zweien und dreien. Die kleinen Piev- eonne'Tin’f .gliedert -ms Licht, wenn dis Sonne scheint, sie ducken sich unter den horten Mn^n'I-, esnC-?raUnc Federballs, vom ewig rie- uberweht, jiepen erbärmlich, von den bnnhe'ft; Jef<Utfert mit Leckerbissen aus den Prielen Und nicht lange, so laufen sie davon,
Jm Süden vor dem dicken Seeräuberturm au fprUthirt quaI~en d-e Säulen der großen Damp- fiomhlr» »m Sce kommend, hinauf strebend nach die in °berx Nordost,eekanal ober
oie in See gehen und in die weite Welt. bonnerMnnL Jc“ori,en- Bie Brandung
S°ndnsb ?s?? ®'r wühlen uns durch das
fenbesfflXh'." enf9esm. Es ist ein to-
fnnh 5 sm trtL" c m<y viel weniger als in Wester- Die fpfh?r !*P en in ben Mumenden Strudeln.
^n schwarzgrünen Wogen heben sich drau- stu Sen8r,?6' r:c kommen, ducken sich, fau.
hpassen den Schwung ab, springen L^ift^imhnnh" l^et\ -fragen, halb zerschmettert. Ss ist unbändig, em tolles Vergnügen. Bis auf die Abe^^he^^^ blauschleimigen Glockenquallen, netten. ^Vorzügen Mädchen, und zwar die brü-
Als es windstill war, zwei Tage lang bei zu« ?Cßann bie See zu leuchten. Nun auch leuchteten die Feuer rings sehr hell, Neu- mnrlesrn^.Ud)tf(liffe' Helgoland, Tertius, Büsum, rn-i-r °r Mitternacht. Wir planschten in den flachen ^nsprüht von Feuerwerk, umwölkt n leuchtenden Seifenflocken, milde Funken in den Haaren, umgeben von astralen Hüllen, über und flirt Un5' verzaubert, von Sternenhimmeln um-
Der Boden dieser Kästen muß, sobald sie mit Brut besetzt sind, zum Fallen gebracht werden können, so daß das Nest mit den halbflüggen Jungen aus den Kästen herausfällt und die Jungtiere schmerz, los getötet werden können. Die im Handel an- gebotenen tönernen Sperlingsnester werden oft nur in durchaus ungenügendem Maße von den Vögeln angenommen, so daß sie für diese Zwecke nicht be- sonders empfohlen werden können. Anders steht es mit Nistkästen neuerer Art mit leicht aufklapp, barem Boden, die eigentlich für nützliche Vögel aus. gehängt werden und bei denen man auch das Ge- nist leicht herausziehen kann, wenn etwa Sper- linge ihr Heim in diesen Nistkästen aufschlaqen sollten.
Zum Abschuß
am geeignetsten sind Wintertage mit Neuschnee, weil dann alles für die Vögel Genießbare zunächst für sie verschwunden ist und der Nahrungsmangel sie um so eifriger die Gutshöfe und die Nähe menschlicher Wohnungen aufsuchen läßt. Wer nun im Besitze der polizeilichen Abschußerlaubnis ist, streut zum Zwecke des Sperlingsabschusses von einem Schützenversteck aus in gerader Linie ein« gequellte Haferkörner ■ und Heusamen auf den Schnee und gibt, am besten liegend aufgelegt, über diese Linie ab und zu einen Schrotschuß ab, sobald ich auf ihr hinreichend viele Sperlinge eingefunden haben. Es fallen dann immer gleich viele Spatzen auf einen Schuß. Es darf aber nur dann geschossen werden, wenn die Futterlinie auch tatsächlich nur von Sperlingen besetzt ist, so daß nicht andere Vögel mit zu Schaden kommen.
Der Fang
Gedanken
eines Kriegsfreiwilligen.
Von Carl Walbrach.
Heute nachmittag war ich im Wald. Das ist nichts besonderes, wie ich überhaupt nichts besonderes zu erzählen habe. Ich hatte mich auf mein gutes frfJnn gesetzt, das mich samt meinem Rucksack ft^on manchen Kilometer durch deutsche Gaue ae- ^9en hat; fo an die geheimnisdunklen Maare ^ei Z°un m der Eifel und durch das Moseltal wo ich p/"^-V^"Moselfahrt" noch einmal las wett es mir ähnlich zu Mute war.
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tpÄW° ^it geschlossenen Augen den sel- her 3HeftrnUhörtP UPtC Unb auf bas Summen
Hnf{pne f n mag. Vergangenheit und Gegenwart mit3Uhammen; 9JZenfd)en der verschiedensten 2lrt, mit denen man einmal zusammengefuhrt wor- ben mar, begannen wieder zu leben, ob sie gfeich fn Ä" anle ®rbe verlassen haben. Und so erstanden auch die wieder zum Leben wurden wieder Wirklichkeit, deren Gröber in Frankreich unb Belgien em schwarzes Kreuz schmückt. $ in^nnln7raAroar ‘5 mieber als junger (Stubent in Jena. Auch tm Sommer-Semester 1914 schien bie Sonne. Und sie schien uns so zukunftsfroh daß wir in unserem Uebermut fragten- was kostet d,e Welk? Mit lachendem Gesicht9w°nb7rt°n wir mit c.nem Freund auf die Leuchtenburq oder mit unferem Madel im Forst oder auf den Fuchsturm 23on Politik verstanden wir nichts und Zeitunaen lasen wir selten So fuhr wie -in Blitz aus lonnb LiL^chung-derKriL ~ bie
erfolgt mit Hilfe eine» Schlagnetzes, bestehend aus einem halbkreisförmigen Bügel mit etwa 1,50 Meter Durchmesser, das lose mit einem engmaschigen Netz bespannt ist. Dieses Netz wird an der geraden Kante im Boden mit Holzhaken befestigt und im Scheitelpunkt mit einer Schnur versehen, die durch eine am Boden befindliche Eisenöse gezogen wird und als Fangschnur dient. Dieses Netz wird am besten sv aufgestellt, daß es fängisch gestellt an einer Mauer lehnt und dort mit unausgedroschenem Ge- treibe maskiert wird. Auf die Fangfläche werden Körner mit Pferdedung geworfen, und nach Gewöhnung der Tiere an diesen Futterplatz erfolgt dann unvermutet mit kräftigem Ruck der Fang, von dem nur die Weibchen zu töten, die Männchen aber wieder freizulassen sind, damit ihr Ueberschuß weiteres erfolgreiches Brüten der übriggebliebenen Weibchen verhindert. Weiterhin sind aber auch noch eine Anzahl brauchbarer Sperlingsfallen verschiede- ner Art im Handel erhältlich. Mit einer solchen Falle hat die Hauptstelle für Pflanzenschutz in Dresden in wenigen Wochen auf ihrem Versuchs- selbe über 900 Spatzen gefangen. Ueber zuverlässige amtlich erprobte Geräte zur Sperlingsvertilgung gibt gegen Einsendung des einfachen Briefportos" kostenlos Auskunft die Hauptstelle für Pflanzen- Mutz bei der Landesbauernschaft, Hauptabteilung II, Gießen, Senckenbergftraße 17 (Telephon 2021), ober bte Bezirksstelle für Pflanzenschutz bei den Landwirtschaftsämtern ober ben landwirtschaftlichen
Wenn man von der Verwendung von Giften, burch die nicht nur andere Vögel, sondern auch Menschen und Nutztiere gefährdet werden können, absteht, so kommen für eine fühlbare Einschränkung der durch unsere eigene Schuld im Uebermaße sich vermehrenden Sperlinge die folgenden Maß- nahmen in Frage:
1. das Zerstören der Nester zur Brutzeit,
2-der Abschuß mit polizeilicher Erlaubnis,
3. der Fang in besonderen Sperlingsfallen.
Aue die genannten Maßnahmen dürfen jedoch nur von zuverlässigen Personen ausgeführt werden und Nicht etwa von Halbwüchsigen, Kindern oder von Personen, welche die Vogelarten nicht genau unterscheiden können.
Don der Ortsgruppe Gießen des Bundes der Saarvereine wird uns geschrieben:
Am 25. und 26. August findet in Koblenz eine Treuekundgebung des Saarvolks statt, zu der der Herr Reichskanzler Adolf Hitler, die Parteileitung der NSDAP., führende Persönlichkeiten der Reichsregierung, sowie das diplomatische Korps ihr Erscheinen zugesagt haben. Auch die Ortsgruppe Gießen des Bundes der Sadrvereine wird an dieser Kundgebung teilnehmen. Nichtsaardeutsche Volksgenossen sind zu dieser Kundgebung herzlich eingeladen und können dabei ihre Verbundenheit mit dem Saarvolk bekunden. Die Reichsbahn gibt 75 Prozent Fahrtermäßiaung, so daß die Fahrt von hier nach Koblenz und zurück ungefähr 2,40 Mark kosten wird. Es ist somit jedem Volksgenossen möglich, an dieser Feier teilzunehmen. Der Saarverein Gießen beabsichtigt, einen Sonderzug mit dem Ausgangspunkt Friedberg über Gießen nach Koblenz gehen zu lassen. Deshalb deutscher Volksgenosse geht an dich die Mahnung, an dieser Feierstunde teilzunehmen, dem Saarvolk zu zeigen, daß du dich innig mit ihm verbunden fühlst. Wie sagt der Dichter:
„Vergiß des Saarlands Treue nicht, Du Deutscher: dies gilt deine Pflicht! In Not und Sorge wohlbewahrt Hat sich das Saarland deutsche Art. Noch legt der Fremdling seine Hand Mit Eisenschwere auf dies Land, Das mannhaft kämpft und mannhaft ringt, Bis ihm die Siegespalme winkt: Daß deutscher Grund hier unversehrt Zum Mutterlande wiederkehrt.
Du Deutscher, dies gilt deine Pflicht Vergiß des Saarlands Treue nicht!"
Gleichzeitig gibt die Ortsgruppe Gießen bekannt, daß der Männergesangverein Völklingen am 4. und 5. August Gast des Saarvereins Wetzlar ist und dort eine Saartreuekundgebung stattfindet. Die Ortsgruppe Gießen nimmt an dieser Kundgebung teil und fährt am 4. August gegen 19.30 Uhr vorn Eaft Burgerhof mit einem Omnibus nach Wetzlar. Nichtmitglieder und auch Nichtsaardeutsche sind dazu herzlich eingeladen und können sich in eine Einzeichnungsliste, die im Bürgerhof offenliegt, einzeichnen.
Vornotizen.
«•L .^^sjafenber für Mittwoch: > Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Kleiner Mann was i nun.' <
von Strauß; Fantasie aus der Oper „Rigoletto", Verdi; Potpourri aus der Operette „Die luftige Witwe", Lehar. Leitung: Konzertmeister Kerzis - n i k.
** Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben, daß das Gastspiel der Fratellinis, bzw. die Veranstaltung der Varietö-Abende durch das Stadttheater getätigt wurde und die beiden Organisationen NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" und NS.-Kulturgemeinde als Mitveranstalter zeichneten. Unserem gestrigen Bericht sei dies hiermit nachgetragen. — Die gestrige zweite Veranstaltung des Darietö-Abends war wiederum sehr gut besucht und brachte den Künstlern einen verdienten zweiten großen Erfolg.
** Oeff entliehe Bückerhalle. Im Juli wurden 1043 Bände ausgeliehen. Davon kamen auf Literaturgeschichte!, Zeitschriften 22, Gedichte und Dramen 4, Erzählende Literatur 726, Jugendschriften 112, Länder- und Völkerkunde 52, Kulturgeschichte 7, Geschichte unb Biographien 70, Kunstgeschichte 10, Naturwissenschaft und Technologie 11, Heer- und Seewesen 2, Haus- und Landwirtschaft
Das sind nun 20 Jahre her. 20 Jahre waren früher eine lange Zeit; heute sind sie — für uns — nidjt viel. Denn je näher die Wiederkehr des Tages kommt an dem überall in Deutschland der nüch- terne Anschlag hing: „Der 2. August ist der erste Mobilmachungstag", um so mehr fühlen wir, daß unjer Leben in den jenen Tagen folgenden Jahren |o ungeheuer intensiv war, daß alles, was nachher vur relative Bedeutung für uns hat. Denn: „Die Griechen schreibt der als kriegsfreiwilliger Leutnant der R. gefallene Otto Braun einmal, „wußten um den wahren Wert, wenn Aischylos es hoher erachtete bei Marathon mitgefochten zu haben als em Dichter zu fein".
mir °ls Deutsche ein doppeltes QJIucf erlebt haben: nur waren so alt und so jung, p o wir als Kriegsfreiwillige ins Heer eintreten Formten, unö: mir sind lebend aus dem Kriege nplr1fh9er*rt Q1? Deutsche — sage ich, denn unser persönliches Leben hat, ob uns das bewußt ist oder nicht irgendwie einen Bruch bekommen, den nichts mehr zukitten kann. Man hat fast den Gin« Drucf, als lebten wir eine Art Doppelleben: ein bürgerliches Dasein und im Geheimen noch das Leben des Kriegsfreiwilligen. Die älter waren als ®’ro und schon im Beruf standen, kehrten 1919 zu tbrer Arbeitsstätte und in ihr Vorkriegsleben zu- unh' °ber tasteten und suchten und hofften und glaubten und warteten. Wir haben in jenen Jahren des Werdens gelernt, auf alles und nichts zu vertrauen, wenn es unser persönliches Leben benr9D9Pi.H*n Deutschland aber, an das ewige Reich der Deutschen glauben wir heute und immerdar.
Häuter uns ist eine neue Generation zum Marsch ngetreten. Vorläufig aber leben die Krieasfrei- roiüigen noch. Auch wenn sie größtenteils im 23er« X leben weil es nicht Ihre Art ist, sich be- merkbar zu machen oder sich gar vorzudrängen. ®^°1pX3U überhaupt von diesen Dingen reden? Wir werden weiter im Verborgenen leben- aber
SereU «haft fT* übeT™«OT. Senn di- WLM-N-ZOL 9'"' für die zum Symbol der Opferbereitschaft gewordenen Sturmer von Langemarck roie für uns Überlebenden Freiwilligen, weil es etwas anderes ist, freiwillig Soldat im Kriege zu werden aus innerem Drang als auf die Gestellungsorder zu i w°rten: bedenkt, daß jeder, der in den Kamvf
hmauszieht, im voraus fein Leben in die Hand der i
h. r..v,- un uie Von Or. W. Tempel, Gießen.
Unw-rsttat Heidelberg 3um 1. Dttober 1934 ange- W-r etwa glaubte, daß der zunehmend- Ersatz Das ISÄ Me^ln
Einsame Nordsee-Insel.
Von Hans Leip.
Trischen ist eine Schlickinsel, ein jungfräuliches üano, das sich im Stromschatten der Elbmündung zwischen Flut und Ebbe entwickelte, Rundung ansetzte und fest und prall wurde. Sieben Seemeilen vor den dithmarscher Küstekögen, auf der Höhe von Neuwerk etwa, das jenseits des großen Fahrwassers alter, härter, aber auch nicht größer daliegt. Man fahrt anderthalb Stunden mit einer Barkasse übers Wattwasser, das Festland sackt achter die Kimm, nr/ric leI laucht auf, ein fadendünner Strich am Westhorizont. Dann wird der Anker geworfen an einer Stelle, wo gewöhnlich ein paar Fischerboote hegen, Storfischer aus Altenwärder. Sie lieaen hinter „Busch", sagen sie, aber es ist nur Sand zu leben, m einiger Entfernung. Und die Insel von einem roten Darf), einem Windmotor und der Baake überragt, ist noch endlos weit weg und nichts als em grüner Deichstrich. Aber der ganze Sand gehört eigentlich mit dazu und heißt Buschsand. Die Landung ist höchst malerisch. Von der Barkasse klettert man in das Beiboot und wird an Land geroriggt, an dies noch kaum geborene Land von öem nicht sicher ist, ob es in dieser Form über« baupt am Leden bleibt. Ganz heran kommt man loroiefo nicht mit dem Boot. Wenn man Glück bat fommt em Wagen fern über den unendlichen Sand' wie em Insekt kriecht er heran, wird groß, un- jeimhcb groß und fahrt ohne zu zaudern ins Was« |er und an das Beiboot heran, und man klimmt empor unb es wird eingeladen. Oder aber man 3iebt das Nötige ab und krempelt das Uebriae auf, vertraut sich der Küsile und Nässe an und ge« romnt so den festen Boden. Und noch eine halbe ?" e 9uten Tempos, dann überschreitet man die berP3nfeblC5 $ei$es' errei^t bas grasgrüne Rund ^u9B!Fnh?anbtrn. ben breiten Strand nach Norden zu Endlos breiten sich die Sünde zwischen den KehePdp?^ Stundenlang pressen unsere Füße die frw». b T^ren ins Watt. Wir bauen eine Fa« aus bem5fnTreibboI^unb Dusch- Tief blüht Büsum ffUp%;^m folgen Dunst, über der flaschengrünen 1 Seekimm weiß und rötlich in den schwärzlich-blauen As"-?« Abhang gepinselt. Westlich gleißt die Spim Anfihn6? 9roßen Sandbank, eine große, gradlinige!!
Darauf. Sie lchwankeu m bst warmen, sirrenden!
Die Vernichtung der Brut durch Tlestzerstörung gelingt am leichtesten durch das Auchängen tauben« schlagabnlicher Nistkästen unter den Dachtraufen.
Großes Jugendgericht Gießen
Ein junger Mann aus Glauberg schlug im Verlaufe von Famttienzwistigkeiten seinem im gleickM k U5«.ro^nenben Onkel mit einer Hacke derart au\ Öen Kopf, daß der Monn an den schweren Verletzungen einige Zeit später im Krankenhaus zu Fried« berg verstarb. Das Gericht verurteilte den Jünq- ung zu einem Jahr drei Monaten Ge« 1 angn i s unter Anrechnung van zwei Monaten verbüßter Untersuchungshaft. Für sechs Monate gewahrte das Gericht dem Angeklagten mit fünf- jabriger Probezeit bedingten Strafaufschub. Strafmildernd kam in Betracht, daß der Verstorbene den Angeklagten schwer gereizt hatte.
Sprechstunden der Redaktion.
11.ro bie 12.30 Uhr. 16 bie 17 Uhr. Samelag nachmittag geschlossen.


