Nr. 177 Erstes Blatt
184. Jahrgang
Mittwoch,!. August 1954
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Der Deutsche AunSfunk zum Tage des Kriegsbeginns.
Berlin, 31. Juli. (DNB.) Am 2. August jährt sich zum zwanzigsten Male der Tag des Kriegsausbruches. Der Deutsche Rundfunk übertragt aus diesem Anlaß in der Zeit von 19 bis 19.35 Uhr Ausschnitte aus der großen Friedensrede des Neichsminifters Heß, gehalten am 8. Juli d. I. m Königsberg und gerichtet an die Frontsoldaten aller Länder.
Die Henkenhagener Bluttat vor Gericht.
Stettin, 31. Juli (DNB.) Vor dem Stettiner Sondergericht begann am Dienstag der Prozeß gegen den Stahlhelmmann Ernst K u m m r o w aus Quetzin, der angefchuldigt ist, den SA.- Sturmführer Moltzahn aus henkenhagen nach der Sonnwendfeier am 23. Juni aus politischen Gründen getötet zu haben. Der Angeklagte, der 49 Jahre alt ist, den Krieg mitgemacht hat, verwundet und ausgezeichnet worden ist, gehört dem Stahlhelm feit 1932 an.
Bei der Schilderung der Tat erklärte er, daß er am 23. Juni die Sonnenwendfeier als Zuschauer besucht habe. Rach der Feier sei Moltzahn an ihn herangekommen, habe ihn wegen eines Dorfklatsches zur Rede gestellt und dann mit der Faust auf ihn eingeschlagen. Kummrow habe zur Abwehr seinen Stock erhoben, doch sei ihm dieser von Moltzahn entrissen worden. Im gleichen Augenblick seien mehrere SA.-Männer auf ihn eingedrungen. Er habe sich, um sich zu schützen, gegen den Körper Moltzahns gestemmt und ihn mit beiden Händen umklammert. Moltzahn habe seinen Dolch gezogen, den er, Kummrow, ihm jedoch entwinden konnte. Beide seien dann zu Fall gekommen. Er habe nicht die Absicht gehabt zu stechen und könne sich nicht erklären, wie Moltzahn die Verwundung erhalten habe.
Moltzahn dagegen hat bei seiner Vernehmung im Krankenhaus ausgesagt, daß politische Gründe die Ursache des Streites gewesen seien.
In der Nachmittagssitzung wurden einige Tatzeugen vernommen, aus deren Aussagen sich jedoch der Vorgang kaum einwandfrei klarstellen ließ. Wer zuerst angegriffai hatte, darüber gehen die Meinungen der Zeugen stark auseinander.
In der Mittwochsitzung soll Gruppenführer Friedrich vernommen werden.
Das Befinden des Reichspräsidenten.
Englands Abkehr „vom Pfad des Friedens".
Ernste Besorgnis.
Reu deck, 31. Juli. (DRV.) 9.50 Uhr vormit- tags. Der Herr Reichspräsident, der feit einigen Monaten an einer Dlafenerfran- kung leidet, hatte in Rcudeck wesentliche Erholung gefunden. 3n völliger geistiger Arische und erfreu- ; sicher körperlicher Verfassung erledigte er feine D.enstoblicgenheiten und war noch gestern in der ' Lage, Vorträge entgegenzunehmen. Line leichte körperliche Schwäche, die seit einigen Tagen sich be- nritbar machte, hat jedoch in dieser Rächt zuge- nommen. Vei dem hohen Alter des Herrn General- feldmarfchalls ist daher ernste Sorge begründet. Die behandelnden Aerzte sind in Reudeck anwesend; fortlaufende Berichterstattung wird folgen.
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Reudeck, 31. Juli. (DRV.) Der Herr Reichs- Präsident nahm am Vormittag einen ZUorgen- im' iß außerhalb des Beltes zu sich, hierbei war er voller Teilnahme für seine Umgebung. Rach Rückkehr in das Bett setzte ein ruhiger Schlaf ein. Fieder ist nicht vorhanden, puls kräftig, zahlenmäßig erhöht.
gez. Prof. Sauerbruch mit Dr. krauß, Dr. A d a m, Prof. Kaufmann.
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Reudeck, 31. Juli. (DRV.) (17.15 Uhr.) Im Zustand des Herrn Reichspräsidenten ist keine Verschlechterung eingelreten. Zu Mittag erfolgte eine geringe Rahrungsaufnahme. Kein Fieber. Puls zufriedenstellend..
Für die behandelnden Aerzte:
gez. Prof. Sauerbruch.
Der Befund von leute früh.
Reudeck, 1. Aug. (DRB. Funkspruch.) 8.30 U h r vormittags. Trotz ruhiger Rächt nimmt die Schwäche zu. Der Herr Reichspräsident ist bei klarem Bewußtsein und fieberfrei. P s schwächer.
Für die behandelnden Aerzte:
gez. Prof. Sauerbruch.
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Mit grenzenloser Liebe und in tiefster Verehrung, wie auch mit herzlichster Anteilnahme blickt das gesamte deutsche Volk angesichts der schweren Erkrankung des Herrn Reichspräsidenten und Gene- ralfeldmarschalls nach Neudeck zu der hehren Gestalt, die für alle Deutschen Inbegriff bester deutscher Art und vorbildlichster Hingabe an Volk und Vaterland ist. Die aufrichtigsten Wünsche des gesamten Volkes gelten bei dieser schweren Erkrankung dem Herrn Reichspräsidenten, und die Bitte zu dem Allmächtigen ist allgemein, daß er unserem Volke dieses kostbare Leben noch einmal retten und noch für längere Zeit erhalten möge, damit der Feldmarfchall und Reichspräsident mit seinem in treuer Gefolgschaft hinter ihm marschierenden deutschen Volke gemeinsam den Tag erleben kann, an dem die Wolken über Deutschland sich verziehen und eine lichte Zukunft sich uns öffnet.
Der Führer fliegt nach Aendeck.
Berlin, 1. Aug. (DRB.-Drahlmeldung.) Der Reichskanzler Adolf Hiller Hal sich heule um 10.15 Uhr mit dem Flugzeug nach Reudeck begeben.
Dänische Anteilnahme.
Kopenhagen, 1. Aug. (DNV.-Funkspruch.) Die Nachrichten über die Besorgnis um das Befinden des Reichspräsidenten von Hindenburg stehen in Dänemark im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. In ausführlichen Meldungen der Berliner Berichterstatter wird der tiefe Eindruck geschildert, den die Nachricht aus Neudeck in Berlin gemacht hat. In einem Artikel der „Berlingske Tidende" heißt es u. a.: Er ist Deutschlands gewaltiger alter Mann, der nie gegen sein festfundamentiertes, grundehrliches, durchexerziertes deutsches Gewissen handelte. Er ist selbst die Inkarnation des großen deutschen Volkes.
Der Chef des Stabes an die SA.
Berlin, 31. Juli. (DRB.) Der Chef des Stabes Luhe hat folgenden Tagesbefehl an die SA. erlassen:
Am 1. 21 uguft ist der SA.-Urtaub zu Ende. RUt diesem Tage seht der volle Dienst- betrieb wieder ein; gleichzeitig entfallen alle mit dem Urlaub zusammenhängenden Einschränkungen, z. B. bezüglich der Arbeit in den Stäben, des Tragens des Dienstanzuges ufro.
Damit tritt die SA. in unserem Volk wieder voll in Erscheinung, um sich ihrer Aufgabe mit Entschlossenheit in vorderster Front hinzugeben, allerdings in einem anderen Sinn, als das in den
Baldwins Wort von der „Rheingrenze Englands".
Die Unterhausrede des stellvertretenden Premierministers Baldwin ist von der französischen Presse mit lebhaftem Beifall auf- gsnommcn worden. Anders tonnte es auch gar nicht sein. Denn Baldwin hat mit seiner Redewendung von der „Grenze Englands am R h e i n" doch nur dir enge englisch-französische Z u sammenarbeit unterstrichen, die kürzlich erst durch die Reisen der Generalstabs- chefs eine ziemlich eindeutige Beleuchtung erhielt. Man mag sich nun darüber streiten, ob Baldwins Rheingrenze die insgeheim abgeschlossene Militärallianz bestätigt, oder ob Macdonalds Urlaubsoertreter auf den Locarno- o ertrag mit seinen militärischen Verpflichtungen für England anspielen wollte. Man muß schon auf das Rankenwerk, die Unterhausdebatte selbst, achten. Und hier ist doch ziemlich offen von der angeblichen „deutschen Aufrüstung in der Luft" gesprochen worden. Baldwin hat zwar eine reservierte Haltung einzunehmen versucht, aber ernsthaft hat er sich von dem haltlosen Gerede über deutsche Geheimrü st ungen nicht distanziert. So gesehen bekommen die Ausführungen Baldwins ihr eigenes Gesicht. Das hat denn auch einer Londoner Zeitung Anlaß gegeben, ganz erschrocken auszurufen, ob angesichts des großen Aktionsradius der modernen Flugzeuge demnächst die Grenzen Englands bis an die Elbe, die Oder oder gar an die Wolga verlegt werden sollten. Deutschfreundlich ist diese Zeitung nicht, es gefallt ihr nur nicht, daß sich England jetzt in dieser Form in den Dienst des französischen Sicherheitsbedürfnisses stellt und damit seine „splendid isolation" aufgibt.
Ernste Wvrie an Baldwin.
Londo n, 31. Juli. (DNB.) Baldwins gestrige Unterhausrede über die Luftaufrüstungs- Politik und die von Simon zugunsten dieser Politik angeführten Beweisgründe finden in der heutigen Abendpresse wenig Anklang.
Das Abendblatt „Star" fragt, wo der mögliche Feind st ehe, und entnimmt den Andeutungen Baldwins und Simons, daß Deutschland darunter gemeint gewesen sei. Das Blatt bemerkt dazu, Simon bürfe keine Anwürfe gegen angebliche deutsche Luftrüstungen erheben, außer wenn er Beweise dafür besitze. Tatsache sei, daß ich die britische Regierung vom Pfad des Friedens zu dem Pfad gekehrt habe, der unvermeidlich zum Kriege führe.
„E v e n i n g Standard" wirft der Regierung vor, mit zwei Stimmen zu sprechen. Der Locarnopakt, für dessen Durchführung die britische Regierung jetzt angeblich ihre Flugmacht erhöhe, fei auf der Voraussetzung begründet, daß er die Abrüstung fördern werde. Frankreich habe jedoch feine Rüstungen vermehrt, statt sie zu vermindern. u .
Eoening News" wirft der Regierung vor allem vor, daß sie die Luftstreitkräfte nicht genügend
vergrößere.
Zufriedenheit in Paris.
Paris, 1. August (DNB. Funkspruch). Die französische Presse zeigt sich sehr zufried e n über die Aeußerung Baldwins, Englands Luftschutzgrenze liege am
Der „ Matin " hebt hervor, daß F r a nkr ei ch nie England das Recht zur Aufrüstung bestritten habe — obwohl umgekehrt die Engländer an den Rüstungen Frankreichs Kritik geübt hatten — und erklärt, die Franzosen hätten stets gewußt daß die englischen Rüstungen nicht gegen Frankreich gerich- tet seien. Die Franzosen glaubten, daß em starkes England für den Frieden sorge. Es sei eben o wahr und offen, wie klug von B a r t h o u gewesen, den Engländern bei seinem Besuch in London dem Sinne nach zu sagen:
Wir Franzosen verlangen von euch Engländern nicht, daß ihr uns helfen sollt, sondern wir oer
langen nur, daß ihr bereit seid, euch zu verteidigen.
„Petit Parisien" erklärt, die englische Haltung falle in Europa immer mehr ins Gewicht. Dies fei zu begrüßen, denn es müsse sich in einer immer engeren Annäherung Englands und Frankreichs zur Verteidigung der Gerechtigkeit und des Rechts und zur Aufrechterhaltung und Organisierung des Friedens auswirken.
„Republique" hofft, daß
von England die Unabhängigkeit Frankreichs demnächst ebenso als Doktrin anerkannt werde, wie schon feit langem die Unabhängigkeit und Reutralität der Riederlande von England als
Doktrin angesehen werde.
In einem solchen Falle wäre ein englisch-französischer Bündnisvertrag überflüssig. Der Frieden in Europa wäre dann für lange gesichert.
Bis Ende Oktober vertagt.
London, 1. August (DNB.) Die beiden Häuser des Parlaments wurden gestern bis zum 3 0. Oktober vertagt. Wenn es das öffentliche Interesse einmal erfordern sollte, wird eine frühere Einberufung stattfinden. — Baldwin wird am 8. August nach Aix-les-Bains abreifen.
Abschluß der englisch-italienischen Ilottenbesprechungen.
London, 31. Juli. (DNB.) Wie Reuter erfährt, sind die englisch-italienischen Besprechungen über die Flottenfrage nach einem umfassenden Austausch der gegenseitigen Meinungen abgeschlossen worden. Der italienische Vertreter B i s c i a wurde über die Ergebnisse der früheren Londoner Besprechungen unterrichtet. Er wird demnächst nach Rom zurückkehren.
„Bomben auf London!"
Das Herz des britischen Weltreiches läßt sich nicht verteidigen.
Von unserem C.-Äerichterstaiter.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) London, 29. Juli 1934.
Gott sei Dank, daß diese Woche vorüber ist! Nacht für Nacht wurde die Riesenstadt aus dem Schlaf geweckt — Nacht für Nacht dröhnte das unheimliche Propellergeräusch in die Schlafräume, blitzten die Scheinwerfer gleich Flammengarben am Himmel und beleuchteten die „feindlichen" Flugzeuge, die die Hauptstadt des britischen Weltreiches fast eine ganze Woche hindurch „angriffen".
Es waren glücklicherweise nur Hebungen, die über London abgehalten wurden. Glücklicherweise! Denn von der Themsestadt wäre offenbar wenig übrig geblieben — hätten die 196 Maschinen der „Südland"-Flotte scharfe Bomben geworfen. Aber der Eindruck auf die Bevölkerung war fast der gleiche — als seien die unheilvollen Erinnerungen an die Zeit vor zwanzig Jahren plötzlich wieder Wirklichkeit geworden, als hätten die Warner, die auf die Möglichkeit einer Wiederholung des „August 1914" in einer ähnlichen weltpolitischen Konstellation hinwiesen, den Teufel an die Wand, oder vielmehr an den Himmel gemalt. Tausende, Hunderttausende wurden von dem Beginn dieser Luftübungen völlig überrascht — trotzdem „es" in der Zeitung gestanden hatte und obendrein durch den Rundfunk bekanntgegeben worden war.
Es ist Abend; einer der heißen Londoner Abende dieses Sommers, an dem alles, was irgendwie die Möglichkeit hat, im St.-James- oder Hydepark liegt, oder gar die Flucht aus der Stadt ergriffen hat. Nur das Parlament ist genötigt, noch Ueber- ftunben zu machen. Lord Lon d o nd er y verteidigt im Oberhaus feine Vorlage über die Erhöhung der englischen Luftmacht um 50 v. H. ihres jetzigen Bestandes — und „nebenan" im Unterhaus hält ein Abgeordneter der Labour-Party eine flammende Protestrede gegen die Aufrüstung zum Krieg: Niemals mehr werde die Welt im Zeichen einer solchen „Unkultur" stehen, niemals wieder würden die gesitteten Völker es zulassen, daß der Wahnsinn wieder über der Welt triumphiere, — und währenddessen dröhnt von draußen ein dumpfer Krach, surren die Propeller von zweihundert Kriegsflugzeugen, unterbricht der Kriegslärm selbst die Rede gegen den Krieg. Die Sitzungen werden unterbrochen, die Abgeordneten stürzen an die Fenster, auf die Straßen gleich den zahllosen anderen Einwohnern der Stadt, die nicht recht wissen, wie ihnen eigentlich zu Mut sein soll. Bei den einen regelrechtes Entsetzen. Das „Zeppelin-Fieber", das längst schon vergessen schien, lebt wieder auf, und Erinnerungen werden wieder wach und diskutiert: „Wissen Sie noch damals die Nacht
vom ...?!" Bei den anderen, der Jugend vor allem, die noch nicht so schreckliche Erinnerungen hat, überwiegt jedoch das sportliche Interesse. „Südland schafft es! Die Nordland-Verteidiger sind schlapp! So — jetzt wäre das Luftfahrtministerium in die Luft gegangen. Ah ...! Seht Ihr, jetzt sind sie in den Scheinwerfern. Wetten, daß sie nicht mehr herauskommen ...?!"
Aber die meisten waren doch recht beunruhigt. Und es hat Tausende von Londonern gegeben, die in diesen Nächten kein Auge zugetan, keinen Schlaf gefunden haben. Ader die Sorge in den unausgeruhten Gesichtern verdoppelte 'sich, als man am Morgen im „Kriegsbericht" las, welches Ergebnis diese „Angriffe" gehabt hatten. Von zehn Versuchen, der Stadt und den gesetzten Zielen nahe- zukommen, waren nicht weniger als sieben erfolgreich. Hätte das Gewitter der beiden nächsten Nächte die friedensmäßigen Hebungen nicht stark behindert, das Gesamtergebnis wäre noch eindeutiger gewesen. Immerhin hat dieser größte Luftangriff, den man bisher inszeniert hat, die aufregende Erkenntnis gebracht: London, das Herz des britischen Weltreiches, läßt sich gegen einen unvorhergesehenen Luftangriff nicht verteidigen. Obwohl der Abwehrapparat, dessen Erprobung ja das Hauptziel dieser Hebungen war, bis ins kleinste seit Wochen durchorganisiert und das freiwillige Hilfspersonal sorgfältig geschult worden war. Obwohl Tag und Stunde des „Ueberfalls" genau bekannt waren, obwohl London also kriegsmäßig vorbereitet war, — hätten die Angreifer im Ernstfälle eine Katastrophe angerichtet, deren Ausmaß kaum abzuschätzen ist. Die Westindiadocks: ein brennender Trümmerhaufen. Die Imperial Chemical Industries explodiert, vom Erdboden wegrasiert. Und ebenso die anderen „lebenswichtigen" Ziele der Angreifer tödlich getroffen — die Stadt am Tage danach ohne Gas, ohne Strom — ja vielleicht ohne Wasser. Und wodurch ist das möglich gewesen?
Die Flakgeschütze haben sich nicht rechtzeitig auf den Gegner einschießen können — die Flugzeuge waren am Ziel, bevor die Abwehrflieger wirksam eingreifen konnten. Dabei war die Gruppe „Süd- land" in so dicht geschlossenen Formationen anmarschiert, wie man es bisher noch nie ausprobiert hat und wie es im Kriege allerdings wohl auch kaum der Fall gewesen wäre.
War die Schießausbildung so mangelhaft und die Sicht wirklich so schlecht — oder überwog nicht vielleicht doch das Interesse, das vom Luftfahrtminister bis herab zum letzten Flugzeugführer die
Urlaubsverfügungen der nunmehr beseitigten Verräter zum Ausdruck kam. Die SA. lebt un muß zurück zu dem alten Kurs, der sie groß und stark werden lieh unb von dem sie künstlich 8e8en Ihren ro.l en abgelenk» wurde. Schlichtheit. vorbildliche Haltung in und außer Dienst. Verbundenheit mil Volk und Bewegung sind die Grundiahe der SA in denen fie sich mit dem Führer “
und die fie jum krafluollen. unzerbrechlichen Instrument in feinet Hund machen.
Es lebe der Führer, es lebe Deutschland.
Der Lhes des Stabes: Luhe.
AnordnungdesSiellverireiers des Führers.
R - r l i n 1 Aug. (DNB.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht folgende An o Des
Socrtreters des Führers Rudolf Heß:
In Ergänzung meiner Verfügung 31/33 vom 15Dezember W33, erschienen im Verordnungsblatt der Reichsleitung der NSDAP., Folge 62 vom 31 Dezember 1933, bestimme ich daß die Regierenden Bürgermeister und die Senatoren der Freien


