er je;

ch der Jagdpartie Wege nach Serie,

meinte. Aber ihr Herz schlug doch vor Glück. Auf dem

einem Zipfel Stiefelschaft.

Tigerjagd vor neunzig Jahren.

Von Oberst a. D. Kleinhans, Gietzen.

hersallen! Dös halt der Stärkste nit aus." Er greift nach der Generalschabracke und zieht seinen Rohrstock aus dem Ein Kreuz hat man schon mit dem Weiberzeug!--

Geliebten nur nicht verlor.

Am Nachmittage kniete Elisabeth Brand noch einmal vor der Ma­donna. Ehe sie ging, steckte sie aus einen der eisernen Dorne eine schöne, goldgehöhte Opferkerze, die wie ihr eigenes Herz leuchtete und brannte und alles kleine Geflacker ringsum überstrahlte. Auf daß die Himjnels- fönigin ihr den Geliebten erhalte und beschütze im Kriege. Um feine Siebe bangte sie nicht mehr.

(Fortsetzung folgt.)

Dorrn Winter nimmer. Was willst denn überhaupt von ihm?"

Wieder trifft ihn ein zorniger Blitz. Der Husar zuckt mit der Schul­ter und putzt gleichmütig weiter. Wie die großartig tut? Was wirds denn schon anderes sein als ein Stubenkatzerl?

Elisabeth Brand überlegt. Sie kann ihn doch nicht fragen, ob er weih, daß der Leutnant von Rabenau auf dem Spielberg sitzt. Aber dann versucht sie es doch:Kennt Er den Herrn Leutnant von Rabenau?" .

Freilich kenn i ihn." Er reibt mit einem Ledertuch über die Kinn- kette. Dann aber stutzt er und wendet den Kopf. Ob das am End die Wachszieherische ist? Die Geschichte mit den Lebzelten hat ihn der ,Kaunitz" erzählt. Der hat sie vom Burschen des Rabenau.

Die Lisl fragt beklommen:Und weiß Er, wo der Herr Leutnant jetzt ist?"

Der is schon am Dienstag fort. Nach Schlesien Aufs Schloß vom Grafen Hartenberg hab i g'hört."

Elisabeth Brand unterdrückt ein Jauchzen. Auf dem Spielberg ist er also nicht. Aber dann traten ihr doch die Tränen in die Augen. Denn nach Schlesien, das heißt in den Krieg! Sie nickt einen raschen Dank

und geht.

Der Husar blickt ihr kopfschüttelnd nach. Hat er's also sitzen lassen! Er hat Verständnis dafür. Erst vor drei Wochen hat er dem Rabenau, der ihn im Auftrag des Generals fragte, ob er nicht für ein paar Tage in die Heimat wolle, zur Antwort gegeben:Bitt g'horsamst nein, Herr Leutnant! Drei Dörfer harna im Tal. Und in an jeden hab i a Madl sitzen, die no norm vorigen Urlaub an Buben von mir hat. Wann die inj J* X M C A f t . M t A X f. A f i S AM (t A OT t t AI t (V M A AI f) Vt A

Die Lisl , ......

Spielberg saß er nicht, und warum er nicht gekommen war, wußte sie auch. Nicht einmal ein Wort des Abschieds konnte er schreiben, so plötz­lich hatte er reiten müssen! Das war bei den Soldaten nicht anders. Daß er wieder in Sen Krieg ging und sie ihn vor dem Winter nicht wiedersehen würde, war hart. Aber sie wollte es tragen. Wenn sie den

Wo sind die Stunden ...

Von Christian Hofmann von Hofmannswal da u. Wo sind die Stunden Der süßen Zeit, Da ich zuerst empfunden, Wie deine Lieblichkeit Mich dir verbunden?

Sie sind verrauscht, es bleibet doch dabei, Daß alle Lust vergänglich sei.

Ich schwamm in Freude, Der Liebe Hand

Spann mir ein Kleid von Seide;

Das Blatt hat sich gewandt, Ich geh im Leide, Ich wein' jetzund, daß Lieb' und Sonnenschein Stets voller Angst und Wolken sein.

Beim Wiederdurchblättern eines in meinem Besitz befindlichen Buches , Reise um bie Welt 1844 bis 1847" fandich die Beschreibung einer Tigerjagd in der Gegend nördlich von Delhi m Vorderindien. Sie verdient wiedererzählt zu werden, da es wohl nur wenigen Deutschen in der damaligen Zeit vergönnt gewesen ist, in einer fol4) .W}}, .S mit allen Mitteln für die Jagdausubung ve^^uen Jagdgesellschaft zu jagen. Das Buch, das 1864 erschien und sich jetzt wohlnur m wenigen Händen besinden wird, wurde meinem Vater vom Verfasser, Carl Graf von Görtz, einem großen Pserdesreund und passtoniertem Reit-»- im Frühjahr 1864 überreicht, als mein Vater als kurhesstscher Osnzier als Gast in Schlitz ein schwer zu reitendes Pferd des Grajen vor den im Schloßpark versammelten Herrschaften einwandfrei vorrttt und dafür ungeteilte Anerkennung fand.

In einem Abschnitt des Buches wird geschildert, wie Gras Görtz von Holländisch-Jndien kommend, in Madras landete und dann durch die große Halbinsel in weitem nach Norden schwingenden Bogen, wobei auch ttes in die Bergwelt des Himalaja vorgedrungen wurde, zog um in Bombay wieder das Schiff zu besteigen. Auf diesem Wege hatte er durch seine Beziehungen als oberhessischer Standesherr Gelegenheit, eine Einladung in das Jagdlager des Oberbefehlshabers der anglo-indischen Armee, Lord G o u g h, zu erhalten, die er auch annahm. Im Folgenden lasse ich den Grafen erzählen und bin überzeugt, daß jeder Leser Ge­fallen an dem interessanten Bericht haben wird.

Das Lager des Oberfehlshabers der anglo-indischen Armee, Lord Gough, stand gerade bei Seheranpore, und ich wünschte sehr, dem alten Helden meine Verehrung zu bezeigen; ich sandte also an (einen Adju­tanten, Major Bates, für den ich Empfehlungen hatte, meinen Brief, erfuhr aber zu meinem Bedauern, daß die ganze Gesellschaft auf Tiger­jagd ausgezogen fei. Desto freudiger war meine Ueberrajcfjung, als noch abends spät eine Einladung an mich gelangte, mich der Jagdpartie anzuschließen. Am nächsten Morgen war ich auf dem Wege nach Serie, wo die Jagdgesellschaft übernachtet hatte. Der Ort war 18 englische Meilen entfernt, und schon in der Nacht hatten meine Freunde mir ein Relais von Reitpferden gelegt. Drei gute Pferde brachten mich in kaum zwei Stunden ans Ziel, welches ich noch vor dem Frühstück der Gesellschaft erreichte. Die Gesellschaft im Lager bestand aus acht Jägern, Lord Gough, seinen drei Adjutanten, zwei höheren Zivilbeamten aus Seharunpore, einem geistlichen Herrn, der es mit St. Hubertus hielt, u-iki meiner Wenigkeit, deren jeder ein Zelt für sich hatte. Außerdem stand ein Gesellschaftszelt zur Verfügung. Mit größter Artigkeit hatte man mein Zelt mit allem nötigen Bedarf ausgeftaitet. Hinter den Zelt- reihen der Sahibs aber war ein Gewirr von kleineren Zelten, Militär-

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,v,ar nirgends, Schneckerl." Er legt den Sattel über einen Holz­bock',' wirft die Schabracke über einen Querbalken und hängt das Zaum­zeug an einen Haken im Türstock.

Aber irgendwo muh er doch wohnen."

, Muh er gar nicht ... Wir reiten nämlich heut ab. Er holt das Putz­zeug aus seiner roten Husarenhose.Heut früh um sechs is er mit dem Wagen vorausg'fahren. Um zwei soll ich ihm die Pferd' nach Kagran bringen." Er spuckt in eine kleine Schachte), rührt mit der Bürste darin herum und beginnt mit Hingebung das Zaumzeug zu wichsen.

3a, kommt er denn gar nicht mehr nach Wien zurück?' fragt die

Domkantorei wohnhaft gewesene Komtesse Hartenberg abgereift war, l £Bragoner(eintäufe eingestellt hatte und auch der Leuinant vom Regiment de Signe nicht mehr aus dem «tephansplatz zu sehen Damit waren für Katharina Bielgratt-rin tue verwerflichen B - üebunaen zwischen dem Offizier und dem Komtessel erwiesen. Sie empfand es als eine besondere Tücke des Schicksals, sich gerade jetz über die Schlechtigkeit der Menschen nicht genügend verbreiten zu tÖnffür Elisabeth Brand aber war es ein Glück. Da sie nun selbst alle Einkäufe sür die Küche besorgen mußte, brauchte sie nicht erst über eine Ausrede nachzudenken, wie sie sich für die Stunde, die der Bestich beim General in Anspruch nehmen mochte, frei machen konnte. Schon um neun Uhr morgens eilte sie zur Wohnung bes j)abit. Arn linken Arm trug sie den Marktkorb, aus dem ein Kahlkopf, Suppengemuse und adbe Ruben, ein Laib Butter und ein Fischschwanz heroorjahen. Vor dem kleinen Schaufenster eines Goldschmieds ordnete sie noch rasch eine Locke und rüÄi die Haube zurecht. Daß eine bei den Mannsbildern um so mehr erreicht, je hübscher sie ist, wußte sie schon. Wurde auch be einem General nicht anders sein. Aber dann fürchtete sie sich doch Wah­rend sie das von zwei grauen Sandsteingöttern flankierte Tor des kleinen Palais durchschritt, in dessen oberstem Stockwerk mit der Aussicht auf das kaum breimannbreite Gäßchen der General wohnte, schlug ihr Herz noch heftiger als damals, als sie die Kerzeln zur Kaiserin rüg.

Als sie gerade den Treppenaufgang erreicht, der ,n die Torsahrt einmündet, kommt ihr von oben, mit einer Pfeife im Mund, die Lager­kappe schief überm Ohr, ein Husar entgegen. Er ist ohne Rock, hat nur Hemd, Hose und Tjchismen an und trägt Sattel und Zaumzeug. Aleil ihm die Generalsschabracke die Sicht verdeckt, bemerkt er dar Madel nicht gleich. Erst, als, sie ihn fragt, ob der General von Hadik hier wohne, schielt er hinter Decke und Zaumzeug hervor, bleibt stehen, nimmt die Pfeife aus dem Mund, zwinkert ihr zu und sagt:Bist du abe<$inQb3orniger Blick trifft das nach Stall, Leder und Bartwichse riechende Mannsbild. Sie wiederholt die Frage, ob der General hier logiere? ' , . ,, ...

fiat hier logiert!: Beleidigt wendet er sich ab und geht auf bie große, offene Glastüre zu, die den kleinen, dämmrigen Hof von der Torfahrt trennt.

Elisabeth Brand läuft neben ihm her. Erst als er den Hof über­quert hat und vor der dampfenden Stalltüre stehen bleibt, durch die die Spatzen zu ihrem Frühstück flattern, wagt sie es wieder:Und wo wohnt

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poften, Kochplätzen ber Eingeborenen, der Stand für 50 Elefanten, 20 Kamele, Pferde und Hunde; 300 bis 400 Eingeborene jedes Ranges, von dem wohlgenährten Beamten des Kriegsdeparteinents an, ber die zum Troß des Heeres gehörigen Elefanten unter sich hatte, bis zum letzten Diener hinab, bildeten unser Gefolge. Um 7 Uhr stand man auf, zog sich gemächlich an und spazierte bann im Freien; gewöhnlich hatte ich dann meinen Spaß an ber Menge ber Eingeborenen, welche an jebem unserer Haltepunkte sich um die Zelte der zwei Zivilbeamten scharten, teils um ihre Ehrerbietung zu bezeigen, teils um die Gerechtig­keit anzurufen, oder wohl gar deren Schwere auf schuldigem Haupte zu empfinden; namentlich wurde an einem Morgen eine ganze Bande Spitzbuben mit einer erklecklichen Anzahl Jahre Zuchthausstrafe so im Vorbeigehen bedacht. Lord Gough pflegte gegen 9 Uhr zu erscheinen, und nun ging es zum Frühstück, das in dem großen Zelt in tadellosem Stil aufgetischt war. Dann wurden bie Elefanten bestiegen, und noch hatten wir dem Lager nicht den Rücken gedreht, als in unglaublicher Schnelle die Zelte abgebrochen, auf Kamele und Elefanten geloben wür­ben, und ber ganze Troß auf geradem Wege vorwärts ging, um die Zeltstadt für den Abend etwa 10 bis 15 englische Meilen weiter aufzu­schlagen. Nach der Jagd zogen wir mit Sonnenuntergang nach dem neu aufgeschlagenen Lager, meist in ber Nähe eines Ortes, oft in tiefer Wilbnis, unb fanden hier genau dieselbe kleine Stadt mit derselben Ordnung der Zelte wieder und nicht nur jede Wohnung, sondern jeden Stuhl, ja jede Haarbürste genau auf bcmklben Platz, an dem wir am Morgen alles verlassen. Man zog sich zum Elsen an, unb selbst in ber Wilbnis ist, da bie weiße Jacke burch das Wetter nicht legitimiert war, ber Frack inbispenfabel am englischen Tische; nun folgte ein voll-

iw 3 hi-Geiii an s; die «ijneebei io inten partien, Kraz b rattern »euer S) iia igen größten Rtinind; Vir. hoi Wljnl

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