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An Wilhelm Hartlaub.
Von Eduard Mörike.
Durchs Fenster schien der helle Mond herein; Du sähest am Klavier im Dämmerschein, Versankst im Traumgewühl der Melodien, Ich folgte dir an schwarzen Gründen hin, Wo der Gesang versteckter Quellen klang. Gleich Kinderstimmen, die der Wind verschlang.
Doch plötzlich war dein Spiel wie umgewandt, Nur blauer Himmel schien noch ausgespannt, Ein jeder Ton ein lang' gehaltenes Schweigen Da fing das Firmament sich an zu neigen, Und jäh daran herab der Sterne selig Heer Glitt rieselnd in ein goldig Nebelmeer, Bis Tropf' um Tropfen hell darin zerging, Die alte Nacht den öden Raum umfing!
Und als du neu ein fröhlich Leben wecktest, Die Finsternis mit jungem Lichte schrecktest, War ich schon weit hinweg mit Sinn und Ohr, Zuletzt warst du es selbst, in dem ich mich verlor; Mein Herz durchzuckt' mit eins ein Freudenstrahl: Dein ganzer Wert erschien mir auf einmal.
So wunderbar empfand ich es, so neu, Dah noch bestehe Freundeslieb' und Treu'! Daß uns so sichrer Gegenwart Genuß Zusammenhält in Lebensübersluß!
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Ich sah dein hingesenktes Angesicht
Im Schatten halb und halb im klaren Licht; Du ahntest nicht, wie mir der Busen schwoll, Wie mir das Auge brennend überquoll.
Du endigtest — ich schwieg. — Ach, warum ist doch eben ^Dem höchsten Glück kein Laut des Danks gegeben?
[Da tritt dein Töchterchen mit Licht herein: Ein ländlich Mahl versammelt groß und klein. Vom nahen Kirchturm schallt das Nachtgeläut, Verklingend so des Tages Lieblichkeit.
Oie Geschichte vom kleinen Born.
Nach einer Sage erzählt von Hedwig For st reute r.
War einmal ein Mann, dem hatten die Frauen übel mitgespielt. Sie mlachten und hänselten ihn, weil er einen langsamen Kopf besah und es lustige Reden ungeschickt erwiderte. Was half es, dah ihm die rechten introorten hinterher einfielen? Dann hatten ihm die Mädchen längst den Mitten gewandt. Sie taten es mit Kichern und Achselzucken, aber warteten d«h, daß er ihnen nachkam und zu reden begann. Denn er war ein großer, |riöner Mensch mit treuherzigen Augen, und das unerfahrenste Ding schlte, daß der Günther wohl langsam von Wort und Handeln sei, aber Werlässig und echt wie Gold.
Von solchen Gedanken spürte der Mann nichts; er hörte nur den Spott iib das Lachen und ärgerte sich. Im Grunde gefielen ihm die Mädchen richt gut, und er hätte gern einmal so ein flinkes, fchmiegsames Ding in Im Arm genommen, aber stets begann ein Köpfezufammenstecken und fiüftern, wenn er nur in eine Stube trat. Darüber wuchs fo ein Zorn in rit an, daß er gelobte, niemals eine Frau zu nehmen. Immer grimmiger t,d) er allem aus, was lange Röcke und aufgesteckte Zöpfe trug. Gab es imn auf der weiten Welt nirgends einen Ort ohne Weiber?
Er wanderte umher als Gärtnerbursche, trat hier bei einem Herrn ein iib dort, und überall gab man ihm gern Lohn und Unterkunft, aber die Mädchen trieben ihn bald wieder fort.
Also schnürte er immer wieder sein Bündel und wanderte. Sah er knmal einen dicken, zufriedenen Wirt in den Gasthäusern, so freute er ss) und meinte: den ärgert keine Ehefrau, sonst hätte er nicht so vergnügte äugen und so einen behaglichen Bauch. — Stand dann aber doch eine liirtin hinter dem Schanktisch, so schmeckte ihm das Bier wie eitel Galle, ui b er stieß im Fortgehen wie aus Ungeschick seinen Krug um, damit die {rau die Mühe des Bückens hatte.
Schalt man hinter ihm drein, so lachte er nur und schritt eiliger aus. wer einen Ort ohne Frauen und Mädchen sand er nicht. Selbst wo nur i5,ei. drei Gehöfte einsam auf weitem Feld standen, auckte ein weißes S'Pfturfi zu den Stolltüren heraus oder ein bunter Rocksaum flatterte her eiligen Füßen. Eine helle Stimme fragte den Wanderer nach dem ’tiofjer und Wohin. Dann ging er brummend weiter, anstatt Rede zu iGen und einen Trunk zu nehmen oder für eines halben Tages Arbeit Km ein Nachtlager zu bitten. . r ,
Seine Wangen fielen ein von den seltenen Mahlzeiten, der Filz saß -!s glanzlosen Haaren, und unordentlich hingen die Kleider an ihm. Mch einer wüsten Nacht im Freien, die ihm in wirren Träumen ganze ft'ihen von Mädchen spöttisch tanzend zeiate, nach diesen Stunden Kumpfen Auffahrens nut noch buntöferem Entschlummern fand er an einer r 'rahalde ein roh gezimmertes einsames Haus, neben einer ungefaßten oielle. Vor der Tür hockte ein Mann, finster und bärtig, den stoof tief a die Schultern gezogen. Die Hütte stand offen und zeigte einen solchen twt derb zusammengeschlagenen Hausrats, Streu für die Ziege und a^lässig aufgeschichteter Holzvorräte, daß Günther nach einem Blick ^.ißte: hier herrscht keine Frau! . _
So trat er näher und ließ sich durch den unfreundlichen Gruß nicht i Ütchrecken.
vor Mittag hatte der Bärtige den Günther als Knecht a»mietet, jr ® nun ging es an ein Arbeiten und Schaffen, bis um das Haus ein
Gärtchen prangte, die Quelle mit Steinen sauber gefaßt war uni) das Holz in Stapem vor der Hütte stand, anstatt wie vorher in der Stube die Hälfte des Raumes einzunehmen.
Aber wie sich Herr und Knecht gerade recht freuten an dem neuen Besitztum, kam schon das erste Mädchen den Berg herab und schlug vor der Berwandlung der Hütte fröhlich lachend die Hände zusammen. Sie schien nicht zu merken, daß die Männer sinstere Blicke zu ihr warfen und bat um einen Trunk aus dem neugefaßten Born. Als die Unhöflichen nicht antworteten, kniete sie nieder, um selbst zu schöpfen und sah im Niederbeugen ihr Bild und das des zugewanderten Mannes im Wasser. Er sah recht unwirsch aus, und das Lachen kam sie von neuem an, aber zugleich bemerkte sie auch, wie stattlich er war, und da blieb sie befangen mitten in ihrem Gelächter stecken. Günther wunderte sich darüber, doch ihre mutwilligen Augen hatten ihn schon zu sehr in Hitze gebracht — er wetterte und schalt, sie solle nur heimgehen und da weiter lachen, hier halte sie nur ernsthafte Männer von der Arbeit ab, und er begann, mit wildern Eifer Holz zu hacken. Dabei holte er fo mächtig aus und trieb die Axt mit solcher Gewalt in das Holz, daß dem Mädchen angst wurde vor dieser Heftigkeit. Sie sputete sich, fortzukommen. Im Gehen aber wandte sie noch einmal den Kopf und sah den Mann stehen, wie er ihr nachblickte, die Hand an der Axt, dach nicht mehr so finster wie vorher.
Da faßte sie wieder der Uebermut, und sie warf eine Kußhand zurück, um dann schnell die Halde hinabzulaufen.
Der Herr des Hauses schüttelte den Kopf, und Günther murrte vor sich hin, aber beiden war es nicht ganz ernst mit dem Widerstand. Das Mädchen hatte helle Augen, Kraushaar, das in einem einzigen Flimmern um ihren Kopf stand, und die Bänder des Hutes flatterten im Fortlaufen hinter ihm drein wie sanftes Locken.
Die Männer schalten über die aufdringliche junge Person und mußten doch heimlich an diese Augen und das Bänderflattern denken.
Von nun an arbeitete Günther noch eifriger, selbst mittags, wenn dis Sonne heiß auf die Halde niederbrannte, gönnte er sich keine Ruhe Zuweilen flieg er sogar um diese Zeit ein Stück den Berg hinauf und ging unter den Lärchen der Westseite hin und her, als habe er da etwas verloren. Aber er wußte selbst nicht, was dies fein könnte. Bis eines Tages ein bunter Rock durch die Stämme schimmerte und zwei Zöpfe flogen. Da blieb er nicht etwa stehen, weil er nun das Vermißte gefunden hatte; er rannte zu Tal, zornig wie Rübezahl, daß die Erde unter feinen Füßen rutschte und bröckelte und das Gesträuch abknickte, wo er vor- Überkam.
Das Mädchen lief ihm nach, denn sie glaubte, im kleinen Berghause müsse ein Unglück geschehen sein, und als der Mann eben mit dem Aermel den Schweiß von der Stirn wischte, kam sie auch schon an, heftig atmend und mit so hochgeröteten Backen, daß sie hübscher aussah als das erstemal.
Sie schaute sich um, da war alles still und sriedlich um das Haus! Blumen blühten, Bienen flogen, der Born plätscherte, und der Herr des Häuschens saß unter der Tür.
Vorwurfsvoll blickte das Mädchen zu Günther auf. „So em Schreck! Ich dachte, hier sei jemand ein Leid geschehen. Was jagt ihr doch so wild einher, wenn es nirgends brennt?"
Der Mann zuckte die Achseln. Wer hatte das Mädchen geheißen, sich über ihn zu erschrecken oder ihm gar nachzulaufen? Merkte sie nicht, daß man sie hier nicht brauchen konnte?
Sein Schweigen schien sie nicht zu berühren; sie kühlte die Hande am. Born und ging dann in den schmalen Gartenwegen umher, bewunderte die neu gesetzten Bäume und das Beek mit jungem Gemüse. An ihn richtete sie ihre Worte gar nicht, nur immer an den Hausherrn, der mit seiner harten eingerosteten Stimme antwortete, den Kopf seltsam zwischen den^Schultern bewegte und ganz lebhaft wurde. Günther wußte nicht, weshalb ihn das von neuem ärgerte, er ging ins Haus und schlug die Tür hinter sich zu.
Von nun an war's aus mit der Ruhe um den kleinen Hof. Das Mädchen mußte geplaudert haben, denn immer öfter kamen Leute die Halde herab und machten sich vor der Hütte zu schaffen. Die einen fragten nach den fremden Kräutern im Garten, die Günther von seinen Wanderfahrten mitgebracht hatte, die anderen begehrten einen Trunk oder fragten auch nur nach dem Weg. Vor allem die Frauen hatten es mit dem Fragen -u tun. Sie wußten immer einen neuen Haken ihrer Rede einzuschlagen, so karg die Männer Auskunft gaben, und die beiden Sonderlinge fanden erst Frieden als sie sich stumm und blöde stellten und nur mit Gebärden und Kopfschütteln antworteten. Da ließen die müßigen Besucherinnen langsam ab, am Zaun zu lehnen und freundliche Augen zu machen. Denn niemand will gern einen blöden Mann haben. Und wenn er mit den Händen noch so geschickt ist und ein kleines Paradies hervorzaubert wo vorher Wildnis war. Kommt er auch breit und kräftig daher, em Blöder steht halb neben dem Tier: man graut sich vor ihm.
Eine nur lachte, wenn die Leute von dem wunderlichen Paradies am Berge erzählten. Und im Spätsommer, als der Mond hoch stand, nahm sie einen Krug, Wasser zu holen aus dem Born. Sie war inzwischen em paarmal mit anderen Mädchen dagewesen und hatte ihren Krug gefüllt, belustigt durch das Schweigen der Männer und ihre heuchlerischen Grimassen wenn von Unbelehrbaren noch die eine ober andere Frage zu '^Dem Mädchen konnte der Günther nichts weiß machen; sie wußte daß er sie gern sah, so brummig und böse er tat. Aber sie war des Wartens nun müde und gedachte, ihren letzten Trumpf auszuspielen.
Als der Mond über den Berg sah, klinkte sie die Pforte auf und kam leise den Garten hinab, denn sie wollte ausspähen, ob der Hauswirt nicht um den Weg sei — ihn konnte sie entbehren zu ihrem Vorhaben.
Der Platz unter der Tür war leer, ein Licht schimmerte aus der Stube. So ging sie zum Born, füllte den Krug und leerte ihn wieder mit wohl- berechnetem. leisem Plätschern, bis Schritte hinter wr knirschten. Da nahm sie das Geiäß auf wie zu eiligem Fortgehen, erreichte die Pforte, knickte aber nach wenigen Schritten mit Jammerlauten in sich zusammen.
Die Tritte hinter ihr verstummten, doch wie sie dringlicher rief, tarn


