Ausgabe 
11.5.1934
 
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Erlebnisse mit Schlangen.

rührten ihre Finger den kalten Schlangenleib, und nach Frauen» art gab sie ihrem Schreck sogleich durch Helles Aufkretschen Au^ druck. Der Lärm liefe den Hauptmann auffahren, der gerade bet Kaffee, Toast unö Eiern mit Schinken saß, und die arme er« schreckte Schlange mußte dran glauben.

Die nächste Woche kam und ging. Der Hauptmann rüstet sich eben zur Bockjagd auf der Nachüarfarm, ergreift seinen einen Reitstiefel und führt mit Fuß und Bein hinein, da stoßen feine Hetzen auf ein weiches nachgiebiges Etwas. Heraus mit dem Fuß, den Stiefel umdrehen und auf den Boden stoßen ist eins. Schau mal einer an! Da sällt eine junge und gänzlich erschrockene Kobra von etwa fünfzig Zentimeter Länge heraus. Nicht genug damit. Am gleichen Tage er ritt im strammen Trab über einen schma­len Fußpsad durch den Busch um einen guten Stand vor den Treibern zu suchen - erhielt er von einer Baumschlange einen heftigen Schlag über Kopf und Brust. Das Reptil war offenbar gerade im Begriff gewesen, sich in den hängenden Zweigen auf einen Baum an der andern Pfadseite zu schwingen.

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Ein höchst schneidiger Kerl ist einer unserer europäischen Schlangenfänger. Eines Tages vertraute er mir seinen Kummer an, er könne keine Nacht mehr schlafen, da sei eine Schlange, die ihmschwer zu schaffen" mache, eine große schwarze Ringhals­kobra, die am Fuße einer bestimmten abschüssigen Sandbank in einem Loch hause. Der Hang sei zu steil, als daß er, L>mith, durch plötzliches Zuspringen die Schlange überrumpeln könne. Es sei eine richtige Sanddüne, auf der nur oben Straucher wuchsen, während der Hang selbst nur spärlich mit borstigen Grasern be­wachsen sei, wie man sie überall an der Sandkuste findet. Un- zählige Versuche hatte Smith schon gemacht, die Schlange zu fangen, aber alles Mühen war umsonst. Nach langem Ueber- leaen heckte er schließend einen so verwegenen Angriffsplan aus, daß es schier unglaublich klingt. Aber er führte ihn aus.

Geräuschlos im Gebüsch vordringend hat er die Schlange er­späht, die, halb aus ihrem Loch hervorgekrochen, daliegt. Nun wählt er einen weiten Umweg und kommt schließlich oben auf dem Gipfel der Düne an, und zwar an,der Stelle genau ober­halb des Schlangenlochs. Er überzeugt sich, daß das Reptil noch aenau so daliegt es sind etwa achtzehn Meter zwischen ihnen - setzt sich spreizt die Beine und rutscht ab. In Windeseile geht es' in gerader Richtung ans die Schlange äu. Unten angekommen, springt er hastig auf die Füße. Aber wo ist die Schlange? Er wollte sie doch greifen, ehe sie ihm davonkommen konnte. Wie er sich so hin- und herwendet, spürt er em Gewicht an seiner^Jacke, blickt an sich hinunter und sieht die Schlange an seinem ^acken- sanm baumeln, wo sie sich im Stoff festgebissen hat. Es ist die! Art dieses Reptils, da wo es einmal zugepackt hat, nicht loszulassen, sondern die Kiefer unerbittlich festgeklemmt zu halten. __

Smith erschien am nächsten Morgen als glücklicher Mann mit seiner Beute im Muieum und bekam seine zehn Schilling.

Einmal aber wurde auch er bös gebissen. Nach einem erfolg­reichen Tag bummelte er heim und hatte einen baumwollenen Kissenbezug voll Schlangen über der Schulter hangen, als eine der Puffottern durch den Stoff hindurchbiß und ihm beide Fange ins Fleisch bohrte. Er hastete zur nächsten Straße, l^ß sich von einem vorüberkommenden Auto aufnehmen und zur Behandlung zu mir bringen.

Die Gchusterkugel.

Roman von Hans Franck.

(Fortsetzung.) «Nachdruck verboten.)

Als sie Gust besorgt an ihrem Sofalager sitzen sah- "ahm sie seine Hand, drückte einen Kutz darauf und flüsterte:Ich habe dir

Ein ganz klein wenig nicht d^r Rede wert.

Es war nicht recht von Mir, Gust. Vergib.

Vergeben ist nicht nötig, Nikelchen. , ,

"sßie kann ich wieder gutmachen, was ich dir getan habe?

,,Freu dich mit mir." . u

Gust, irgendwo freu ich mich wie du.

Das ist es ja, das ist das einzige, was ich gegen dich zu sagen habe das einzige! wodurch du mir das Leben schwer machst schwe« rer als nötig: Irgendwo freust du dich. Aber man sieht es nicht, man hört es nicht Man weitz: die Freude ,st da, die Mitfreude. Aber ich habe an ihr keinen Teil." /y

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nur anzusehen brauchte, um mit ihm lachen zu müssen. Wo ist es. dieses geliebte Rikelchen?" u

"Ns wi?arm"warem als die Sorge bei uns aus und ein ging, alsich vergeblich auf Kunden warten mußte, als ich mich mit meiner Mutter herumzuschlagen hatte, bist du «uf meinen Schoß aebüvit hast deine Arme um meinen Nacken gelegt, hast Mich geküßt,'hast dummes Zeug geredet, hast gelacht, w/Ee Grund bis ich mitlachen mußte, auch dann, wenn ich eigentlich Grund zum Weinen hatte."

"Nun aber,"wo^ie Sorge nicht den Mut hat, bei uns anzu- klovfen noch viel weniger bei uns einzutreten, nun wo du alles < < p f'nnnft mng bu begehrst, wo ich bereit Bin, dir jeden Wunsch ?u erfüllem'wo du di7°zweit'reichst7 Frau in der Stadt bist wo Str tnprttt hu nernünftia Tüätft, t)Otn 9J?oic|CTt äutn 9l6ctib H'I JS Ä dn dich «6 »ic ml« M-m-r, »»»

Von F. W. Fitz Simons. '

Der Verfasser, der den berühmten Schlangenpark von Port Elizabeth in Südafrika geschaffen hat, ist einer der besten Kenner der dortigen Schlangenwelt. Seme Erfahrungen hat er jetzt in einem außerordentlich spau- nenden Buch dargestellt, das soeben unter dem Titel Schlangen" im Verlag I. Engelhorns ©tuttgait,

erschienen ist. Wir bringen daraus die Schilderung einiger abenteuerlichen Erlebnisse.

farmet ?or den Verwüstungen dieser Nager schützten. Dennoch batte der unternehmende Hauptmann wenigstens em ^ahr lang eine reckst Ungemütliche Zeit durznmachen. Durchschnittlich wurde B ä&m WSL ästäs

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Ä S?« ««» M« grunzenden Schweine ungeduldig der Abendfutterung harren.

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