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Und bleib' debei. Ich hält' ja gern noch gelebt, ich halt noch allerlei vor. 1 Nu hab' ich mich demit abgefunden, daß ich sterben muß. Am End tut s
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ja auch nötig, daß eins dem andern Platz macht. Das ts emal Naturgesetz.
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Helt und koketten Hingebung bewegt sich die Rbkvkudams Im „Stockek» chnh", doch auf der Strahe gleicht sie, mit den breiten Flügelsalten ihres Nanteau, einem großen, unsicher schwankenden Vogel und kommt auf einen zierlichen Stock gestützt, weit nach vorn gebückt, nur langsam und mit Anstrengung vorwärts. Trotzdem läßt die Frau lange nicht von diesem unbequemen Marterwerkzeug.
Aber endlich stirbt auch die in bunten Stickereien und funkelnden Edel- teinen prangenden Kaprice des Stöckelschuhes dahin. An Stelle der heiteren Farbigkeit der Schuhe beginnt im 18. Jahrhundert das blanke Schwarz der Wichse zu treten. Schon seit dem 10. Jahrhundert hatte man die Schuhe mit Wachs und Fett behandelt, mit schwarzen Farbsteinen gefärbt; jetzt wird die blanke Wichse modern. Ungezwungene, zweckmäßige Formen des Schuhes treten in der Zeit auf, da Rousjeaus Evangelium der Natur überall Verehrer findet. Um 1790 ist der Modeschuh ein leichter, offener Pantoffel; die Herzogin von Uork, die wegen ihres schönen Fußes berühmt war, soll ihn eingeführt haben. Die Revolution nimmt ihn begeistert auf. Der Schuh wird nun ganz flach; er hat keinen Absatz, eine Sohle, „so leicht wie ein Blumenblatt", keine Schnalle. Und aus dieser Schlichtheit geht er dann im 19. Jahrhundert zu neuen Formen hervor, die doch nur wieder die alten sind, sich zwischen den ewigen Gegensätzen der Schuhmode bewegen, zwischen hohen Absätzen und ganz flacher Sohle, zwischen spitzem und breitem Vorderteil, zwischen Stöckelschuh und Pantoffel, zwischen Kranichschnabel und Ochsenmaul!
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Bei den Frommen drüben in Herleshausen, dachte der Melcher, war seine Frau gut ausgehoben. Die würden ihr zur Seite stehen. Der Gedanke aber, daß sein Kind dienen sollte, erpreßte ihm Tränen. Es war das erstemal, daß die Annegret ihren Vater weinen sah.
Am andern Morgen wurde der Doktor aus Landorf gerufen. Der untersuchte den Kranken und stellte einen Schlaganfall fest. Die Herzschwäche vertraute er der Annegret, scheine ihm bedenklich
Im Lause des Tages bot der Schiwwerkäsper ferne Drenste an. Er wollte ein Gesahnt über dem Melcher sprechen. Dieser ließ ihn nicht vor. Dagegen nahm er den Besuch des Pfarrers an.
Der geistliche Herr erkundigte sich zuerst nach dem Befinden des Kranken und lenkte dann mit aller Vorsicht das Gespräch auf das religiöse Gebiet hinüber. Von Gott, sprach er, könne man nicht groß genug denken. Gott sei weiser und liebevoller, als man zu hoffen wage. Jeglicher, der sich ihm aufrichtigen Herzens nahe, dürfe seiner Gnade sicher sem Wer seiner Schwächen und Mängel recht innewerde, erfasse damit schon Gottes Gnadenhand, wie der Psalmist singe: „Denn keiner wird zuschanden, der dein harret o Herr!" Gott bedeute das ewige Leben. Nichts anderes sei des Menschen Sterben, als ein Aufgehen im Strom der göttlichen Liebe.
Der Melcher folgte den Worten des Pfarrers mit großer Aufmerksamkeit. Daraus entgegnete er: _ r
Herr Parrer, Sie sollen bedankt sein! Sie dürfen mir das weiter net"übelnehmen. 'ich hab' mein Lebtag mein' Glauben für mich gehabt.
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Mittag.
Von Theodor Fontane.
Am Waldessäume träumt die Föhre, Am Himmel weihe Wölkchen nur;
Es ist fo still, daß ich sie höre, Die tiefe Stille der Natur.
Rings Sonnenschein auf Wies' und Wegen, Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach, Und doch, es klingt, als ström' ein Regen Leif tönend auf das Blätterdach.
Oie pariser.
Roman von Alfred Bock.
(Schluß.)
Er begehrte Milch zu trinken. Die Annegret brachte ihm eine Tasse. Die leerte er auf einen Zug. Darauf hieß er alle hinausgehen, er fei müde, er wolle schlafen.
Nach einer Weile schlich sich die Annegret wieder herein und hörte ruhige Atemzüge. Dennoch beschloß sie, bei dem Vater zu wachen.
Um Mitternacht stöhnte der Melcher laut. Die Annegret sprang auf. Er klagte über Atemnot und über schmerzhaftes Ziehen im Nacken. Seine Glieder feien wie abgestorben. Mit einem langen Blick schaute er seine
Tochter an. „ _ ,
„Alleweil hat's geschellt", sagte er. „Glaubst du, ich war angsterlich? O nee. Ebbes** drückt mich. Wann ich net mehr da sein, was soll's mit euch geben?"
„Ich glaub' als, du hast fremd' Luft geschluckt***, Vaters wollte ihn die Annegret beruhigen, „das wird sich schon wieder machen."
Er schüttelte den Kopf und wiederholte:
„Was soll's mit euch geben?"
Da sprach die Annegret frei heraus:
„Wann dir was passieren sollt', was Gott verhüt', zieht die Mutter zu ihrer Schwester nach Herleshausen, ich such' mir ein' Dienst in der
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Ausschnitt, besten eine Langseite in einige Laschen mit Schlitzlöchern zer- ceilt war, während die andere mit Reihen von hübschen Stern- und sonstigen Mustern durchbrochen und mit Riemen besetzt war. Es ist der Typus des allen germanischen Stämmen gemeinsamen Bundschuhs, wie er wiederholt in Torfmooren aufgesunden, bei dem die Riemen durch die gegenüberliegenden Laschen gezogen und über dem Spann mit vielfachen Verschlingungen zusammengeknüpft werden. So einfach diese Fußbekleidung auch war, gestattete sie doch mancherlei Schmuck in bunter Färbung und Vergoldung, in eingepreßten oder eingeschnittenen Ornamenten. „Die Tracht der Franken", berichtete der .Mönch von St. Gallen', „bestand in Schuhen, die außen mit Gold geschmückt und mit drei Ellen langen Schnüren versehen waren."
Mit dem Geist des Rittertums und der beginnenden Gotik drang die Liebe zum Schlanken, zum Spitzigen in die Tracht ein und gestaltete auch den Schuh von Grund aus um. Wer war es, der die Welt mit den „Sch n a b e l s ch u h e n" beglückte? Die Legende kündigt von dem Grafen Fulko von Anjou, der ums Jahr 1087 lebte und ein wackerer Held und güttcr war Seine große Anfechtung aber bestand darin, daß er mißgestaltete Füße hatte, und um nun seine „Frostballen" oder besonders riesige Hühneraugen zu verbergen, ließ er sich lange, vorn ganz spitze Schuhe machen. Der ganze Modestil drängte freilich auf diese Mode hin. «Degen Ende des 11. Jahrhunderts tauchte sie unter dem üppigen norman- mischen Adel auf und wurde von ihnen nach England gebracht. Ein Dandy Boni Hofe des anglonormannischen Königs Wilhelms des Roten, Rod- tertus, kam zuerst auf den ingeniösen Einfall, die langen Schnäbel mit Werg auszufüllen und wie ein Widder Horn zu krümmen, weshalb er den Beinamen „Der Gehörnte" erhielt. Diese tolle Erfindung verbreitete Isich im ganzen westlichen Europa. Die „Pigaschen" (picaciae), die gleich Skorpioncnjchwänzen aus den Schuhen herausstachen, galten als besonderes Abzeichen von Ehrenhaftigkeit und Männlichkeit. In Deutschland sanden sie zunächst nur wenig Ausnahme; hier erfreute man sich an hohen geknöpften Stiefeln aus rotem oder violettem Korduanleder, wie sie auf len Miniaturen des „Hortus deliciarum“ die Gestalt der Putzsucht trägt, an leichten Sommerschuhen aus buntem Stoff mit farbigen Spitzen und an warmen Winterschuhen mit Pelzverbrämung. Erst als gegen Ende les 13. Jahrhunderts die vorher kurze Zeit aufgegebenen „Kranichschnabel" wieder, diesmal von Polen aus, ihren Siegeszug durch die Kulturwelt hielten, huldigte man auch in Deutschland diesen sog. „Krackauern", lie die Franzsen „Poulaines" nannten. Nun gehörte es bald zum guten Ion, die Spitzen der Schuhe oder der strumpfartigen besohlten „Beinlinge" um mehrere Zoll über die Zehen hinaus zu verlängern. Im 14. Jahrhundert regelten Verordnungen die Länge des Schuhschnabels bei den einzelnen Ständen. Die Schuhe strahlten in bunten Farben und zwar jeber in einer verschiedenen, der eine grün, der andere rot usw. Bald hingen die Schnäbel schlaff herunter und schlenkerten beim Gehen grotesk umher, bald waren sie durch Fischbein steif gemacht, mit einer klingelnden Schelle bekrönt, gezaddelt oder durch ein zierliches Kettchen am Knie befestigt und so in einer schönen Krümmung festgehalten.
In dieser Hochblüte des „Kranichschnabels", im 15. Jahrhundert, tritt nun der Damenschuh selbständiger hervor. Zunächst war die weibliche Fußbekleidung von der männlichen nicht verschieden gewesen. Die Frauen hatten gar kein Interesse an der Verschönerung des Schuhs, denn er war unter den weiten Gewändern nicht zu sehen; es galt für einen argen Verstoß gegen die Sitte, den Fuß zu zeigen. In der Epoche der Minnesinger, da man die Schönheit der Frauen mit offenen Sinnen ju schauen, zu preisen anfing, ward das anders. Die Grazie eines schlanken Schuhes, eines feinen Knöchels entzückte die Männer, die als Ideal einen kleinen, ober hoch gebogenen Fuß aufstellten; die Höhlung unten in der Fußsohle sollte so groß sein, daß ein Zeisig darin Platz haben konnte. Die Kunst des Schuhmachers war daher hoch begehrt, eo richteten sich denn in gleicher Weise gegen beide Geschlechter die Verbote und Strafpredigten gegen die Schuhschnäbel, die im 14. und 15. Jahrhundert im strengsten und im klagendsten Ton laut wurden.
Da die Mode nun einmal das Umschlagen von einem Extrem m das andere liebt, so ließ sie ziemlich plötzlich, gegen Ende des 15. Jahrhunderts, an Stelle des Kranichschnabels den breiten „fcntenidjnabel i , dem dann die plumpen ungefügen Vorderkappen an den fogenannten »Kuh- oder O ch s e n m ä u l e r n", aud; $ärentlauen genannt folgten. Zu der ungebunden freien Epoche der Renaissance paßte nicht mehr d groteske, den Fuß einschnürende Kranichschnabel; man wollte sich ungenie^ und bequem bewegen können in dieser wett ausschreitenden grobiamsch zügellosen Aera. Als Schmuck brachte der kecke Landknechtssinn wie in der ganzen Kleidung, farbig unterbauschte Schlitze in Aufnahme, die bunt aus dem Leder hervorquollen. Das Symbol der reiterlustigen Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde dann der Schaftstiefel der z eleganten Manschette umgeschlagen war, um die Eder bei vornehmen Herren ein graziöses Gewirr von Spitzen, Tnll und Band sich g - G die Damen garnierten ihre Schuhe mit Spitzen und l. ßen aus dem geschlitzten Leder Samt und Seide hervorleuchten, ab er balb erfanden Is sich einen neuen Triumph der Schuhmode: den hohen Ab,atz, H - „ "mV Unterjät^ aus Holz waren zuerst bei den UnteZck)uhen^der Kranichschnäbel, den sogenannten „Trippen , aufgetrete . Absatz behielten solche dicken Sohlen an den Pantoffeln bei. Aber der hohe Absatz erscheint in der Mode erst häufiger in der zweiten Halste des 16. Jahr hunderts. Der Wunsch, ihrer Länge eine Elle zuzusetzen, li.ß die 6 uen nachdem die hornartigen Riesenfrisuren erschöpft waren den Versuch von unten her" wagen. Die schöne, aber kleine Gabrwlle d Estrees soll °w ersten Einlagen in den Schuhen getragen Hadem ^ie s tz evheben
Jahrhundert immer hoher, immer schmaler, "umer fp tz , f ( sich um 1650 3 bis 4 Zoll über die Erde und Pc2 [ "' n |n r" auffallenden Rot. Dieser „Stöckelschuh" ist e>n mysteriöses «ur ™ert-^u d-sien Herstellung der Schuster sich mit dem Absatzmacher vere, g . Schmuck dient zunächst die breite Bandrosette »std dann d.e rst nur den Abbes eingeräumte Schnalle, die immer großer und kostbarer, wiro le Heiner und niedriger der Schuh ist. Mit einer entzückenden Unbeholfen


