wieder knien, und sie

meinem Nacken, weil

Bauche.

innen ist er ganz voll jetzt ist mir alles egal,

Oben knallten sie, und ich muh jetzt springen.

Was soll ich Ihnen sagen,

Er bleibt stocksteis stehen, verstehe tzar nichts w^r, ich

Oer Tausendfuß.

Von Joachim R i n g e l n a tz.

Der Mensch braucht ohne sich zu sputen Zum Kilometer zwölf Minuten.

Die Wanderratte läuft so weit In ungefähr derselben Zeit. Da nun genannte Wanderratte Bis dato stets vier Beine hatte, Wie schnell läuft da ein Tausendfuß? Ich weiß es wirklich nicht. Weißt du's?

Eie zappelt nur.

Inzwischen zieht Ali dem Tiger die Haut ab, Heu, und da denk' ich, mich laust der Hanuman, und fresse den Tiger auf.

Es war sehr altes Heu, aber besser als nichts.

Sie striegeln das Mädchen ab, und ich muh steigen auf und Ali gibt das Tigerfell hinauf.

Es riecht nicht ein bißchen, ganz verrückt.

Ich lause nach Hause, und Ali wackelt auf

Dauschänzli sind cs Immer die gleichen Angler, die hier ihre Leidenschaft abreagieren; die Gedeckte Brücke brauchst du nicht zu photographieren, denn anständiger als auf den vorhandenen Ansichtskarten gelingt dir s taUUnb Gottsried Keller? Hast du genügend über die Drahtseilbahn gestaunt, die da in der Nähe des Hauptbahnhofs rump und ftump mitten durch ein gewöhnliches Mietshaus wackelt - haft du das italienische Viertel (gleich­falls in Bahnhofsnähe) genießerisch durchschlendert hast du zum zwan­zigsten Ma! deine Augen in die Auslagen der Bahnhofstraße grasen geschickt hast du dich von den naiven Beleuchtungseffekten in den Kinos erholt dann frage dich zurecht nach demGoldenen Winkel , nach der alten Zunftstraße nebst ihren reichhaltigen Antiqultaten-Laden, nach dem Rindermarkt und seinen Blumen-Erkerlis, nach der Chorgasse, nach der oberen Kirchgasse und nach demThaleck" am Zeltweg. Und schließlich darfst du sogar in Kellers Schriften schmökern. Es wird dir em Gewinn fürs ohnehin immer schaler werdende Leben sein.

er springt n i ch t!I

und nun ist mir das alles zu dumm, ich springe darauf los und hau ihm eins an

sondern was er nicht sagt.

Also keine Tigerjagd.

Warum sagt er das dann aber?

Ich wundere mich.

Ich setzte Ali auf meinen Nacken, und wir gehen zum Palast.

Kommt der Radscha und der Shikari, der Jäger, und kommt ein Mäd­chen mit einer Haut wie Quark.

Quark ist gut, aber viel Quark macht Bauchdonnern, das weih ich.

Biel Heu ist besser.

Also ich knie, und der Radscha Hilst dem Mädchen hinaus und steigt nach und dann der Shikari, und alle drei haben Feuerstöcke.

Also doch Tigerjagd.

Warum lügt Ali?

Ich laufe aus der Stadt, in den Wald, der Riemen kitzelt ekelhaft an meinem Bauch.

Es geht durch Röhricht und an Morast vorbei, wundervollem Morast.

Aber mit der Haudah auf dem Rücken kann man sich nicht wälzen, außerdem piekt dann Ali mit dem Lenk-Stachel.

Menschen haben eben keinen Sinn für Waschen.

Oben wird geredet.

Das Quark-Mädchen kann nicht stillsitzen, sie hat vielleicht zuviel ge- sressen oder sie hat Angst vor dem Gestreiften.

Dabei riecht es gar nicht nach Tiger.

Also was ist los?

Treiber sind auch keine da heute.

Komische Jagd.

Ich muß lachen, und Ali piekt mich.

Ich schiele hinauf. Ali blinzelt, und das Mädchen wäscht sich ihren lächerlich kleinen Rüssel mit weißem Staub, es sieht komisch aus.

Der Radscha freut sich.

Da schreit der ShikariTiger! Tiger!" und das ist ganz einfach idiotisch, denn der Wind kommt von vorn und von rechts und es riecht noch immer nicht nach Tiger.

Aber oben ist Getrampel, und der Radscha trompetet, und das Mäd­chen trompetet, und Ali gibt das Schwenkzeichen an meinem rechten Ohr.

Ich schwenke also rechts und dann habe ich ein Gesicht gemacht wie ein Baboon, ein Pavian, denn da stand ein Tiger und roch nicht.

Ich bekomme Doppelfressen, der Radscha besucht mich im Stall mit dem Shikari, sie lachen alle und der Radscha sagt:Wenn er das Heu nicht gefressen hätte, würde Miß Green gemerkt haben, daß der T,ger ausgestopft war."

Und der Shikari (agt: ,

Ich habe ihr gesagt, sie hat aufs Blatt getroffen, Hoheit. Sie war sehr zufrieden, Hoheit. Und was für ein Glück, daß Poo-Kawa sie in den Morast geworfen hat sie hätte es sonst doch noch gemerkt, daß wir ihr keinen lebendigen Gestreiften vorgesetzt haben."

Sie lachen alle wieder und der Radscha sagt:

Es war die einzige Möglichkeit. Ich habe die Verantwortung für sie.

Und er streicht mir den Rüssel.

Ihr seht, es stimmt, daß es was zu bedeuten hat, wenn einen der vordere Riemen am Bauch kitzelt.

Aber nun möchte ich wirklich wissen: Was hat das eigentlich alles bedeutet?!

Oie blödsinnige Tigerjagd.

Erzählung des indischen Elesanten Poo Kawa.

Bon Ludwig v. Wohl.

ein bißchen angesault, wie ich es besonders liebe.

Als Ali, mein Mahout (Lenker), zu mir in den Stall kam und mir die Haudah (Tragsattel) sestschnallte, kitzelte mich der vordere Riemen

an meinem Bauche. , , .

Das hat immer etwas zu bedeuten, schon meine Großmutter hat das gesagt und dann war der Tag auch danach.

Also Ali sagtTigerjagd" und kneift ein Auge zu.

Wenn Ali ein Auge zukneift, heißt das, er meint nicht, was er (agt,

den Kopf und er fliegt weit weg, zweimal so west, wie ich lang bin, so leicht ift er

geht weiß ich, ich bin sehr krank, eine Tante von mir hat auch lauter solchen Unsinn gesehen und mit Tigern gekämpft, die nicht da waren und wir standen um sie herum und lachten, aber dann fiel sie um und starb, und ich hatte es ja gleich gewußt, daß etwas passieren wurde, als mich der Riemen am Bauch kitzelte. ,,

Also ich sehe nichts mehr, ich trompete und schwenke aus meinem eigenen Sinn und laufe zum Tiger und trample sehr.

Er liegt ganz still, sein Bauch geht auf und was ist brin?

Heu!

Trockenes Heu!

Ein Tiger, der Heu frißt! 0

Ich war so baff, daß ich eine ganze Weile nicht merke, daß Ali mich piekt wie verrückt. ..

Dann muß ich knien, und alle springen heraus, und ich seh mich um, und das Mädchen ist vorhin, als ich schwenkte, aus der Haudah gefallen und steckt in meinem schönen schwarzen Morast und läuft mit den Beinen in der Luft herum. , . , .

Der Radscha trompetet Ali, er soll dem Tiger das Fell abziehen, und er und der Shikari laufen zum Morast und holen das Mädchen heraus, das sogar zu dumm ist, sich richtig zu wälzen.

Das war an einem Tag, an dem das Heu etwas feucht war, und schon angesault, wie ich es besonders liebe. .

Roch nicht !

Also ich denke, hab' ich keinen Rüssel im Gesicht oder träume ich, aber selbst im Traum gibt es keinen Tiger, der nicht riecht.

Ich hab das nur ein einziges Mal erlebt, wie es ist, wenn man nichts riecht, das war, als ich ein halbes Dutzend Hornissen im Rüssel gehabt hatte, verflucht sei der Tag.

Aber bas mit ben Hornissen merkt man, und diesmal waren da keine Hornissen, da war nur leerer Kopf und Ohrenklappen und Nichtverstehen.

* werfe den Rüssel hoch, denn der Gestreifte

Kranichschnabel urd Ochsenmaul.

Eine historische Plauderei vom Schuh.

Von Dr. Friedrich S p r e« n.

Kranichschnabel und Ochsenmaul! mit diesen beiden Namen bezeich­nete das 15. Jahrhundert die größten Gegensätze der Schuhform, die gegen Ende dieses Säkulums eine kurze Zeit sich ben Rang streitig machten, bis bas breiteOchsenmaul" den so lange hindurch angebetetenKranich­schnabel" völlig unter das altmodische Gerümpel verdrängte. Und liegen in diesen beiden Worten nicht auch in der Gegenwart die Gegensätze der Schuhmoden beschlossen? Hier derAmerikanische Schuh" mit seinem breiten Vorderteil, dort die immer wieder auftauchende und sich behaup­tende schlanke spitze Schuhform! Aber nicht mehr ist der Schuh wie einst ein reich geschmücktes Symbol, verklärt von Poesie und Sitte. Nicht mehr bringt man, wie vor Zeiten der Germane, den Schuh als treues Unter» pfänd eines innigen Verlöbnisses der Geliebten dar, nicht mehr ziert er bas Wappenschilb eines alten Rittergeschlechtes als Zeichen von Recht und Eigentum, wird der altväterische Bundschuh zum sinnfälligen Aus­druck einer gewaltigen sozialen Bewegung, wie der Bauernkriege uer Reformationszeit. Nicht mehr trinkt der Sängerin Treuen" den Wem aus dem Pantoffel seiner Barne. Wahrlich, im Schuh, der uns ein so nüchternes und rein praktisches Werkzeug dünkt, spiegeln sich in einer interessantenFroschperspektive" Geilt und Geschmack der Zeiten, wenn auch freilich nicht selten in wunderlicher Verzerrung und Verirrung.

Der erste Mensch die Dichter meinen, es sei eine Frau gewesen der sich zum Schutz gegen Dornen, Steine und heißen Sand ein Stua Tierleder unter die nackten Sohlen band, ist von der poetischen Legende verherrlicht worden. Die Sandale entstand jedenfalls aus dieser Urform bes Schuhs; sie ist in ber Gestalt dergekrümmten Sandale", deren nach außen vorn umgebogene Sohle auch den Zehen Schuh gewährte, bei allen Kulturvölkern des Altertums vorhanden. Daneben erscheinen schon bei den Aegyptern Schuhe und Stiefel, grün gefärbt, mit zierlich geschnittenen Schnürriemen, auf den Sohlen mit Figuren bemalt. Auch im Alten Testa­ment finden wir die Freude an den schönen Schuhen deutlich ausgeprägt. Das Ansehen, das bei Griechen und Römern die Schuhmacher besaßen,, läßt auf eine gleiche Hochschätzung schließen. Die Hellenen kannten bereits Schuhmoden, bei denen luxuriöse Schmuckformen, Arabesken, Sticke-^ reien, Spangen, Kameen.usw. die Fußbekleidung verziehrten. Im allgeme'-» nen aber blieb doch im Altertum die einfach natürliche Sandale, die d>e- edle Gestalt des Fußes, bas feine Spiel ber Muskeln zu bewundert erlaubte, vorherrschend. .

Im Gegensatz zu solch geläuterten Formen bes Kulturmenschen stan» ber Schuh" bes Barbaren, der dem Römer fremdartig und fonberbaf erschien. Der früheste germanische Schuh, der uns erhalten ist. stammt aus vorrömischer Zeit und fand sich an einer Leiche, die aus dem Torfgrund der ostfriesischen Gemeinde Etzel gehoben wurde. Dieser aus einem einzigen Lederstück geschnittene Schuh hatte auf dem Spann einen