Jahrgang <931

Montag, -en 2. März

Nummer <8

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Dieser Brillant gehörte dem erhabenen Mohini Padischah, einem in

London und in seinem Heimatland» Eleaan/» bekannten L imil 'J2un Imüa >«i> früh«.. äh».. mit ci.

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Schließlich, als wir schon hinter Aden waren, schien er sich der all­gemeinen Meinung anzuschließen, und indem er den Straußenwärter bei­seite nahm, schlug er vor, er wolle ihm seine fünf Tiere abkaufen. Das gab am nächsten Morgen beim Frühstück eine nette Auseinandersetzung. Der Wärter erklärte, er könne nicht über die ihm anvertrauten Vögel verfügen, und nichts brachte ihn dazu, sie zu verkaufen; aber wie es scheint, erzählte er Padischah, daß ein Eurasier, ein gewisser Potter, sie ihm schon hätte abkaufen wollen; Padischah beeilte sich, uns mitzuteilen, was er von diesem Potter dachte. Ich glaube indessen, die meisten von uns waren der Ansicht, Potter hätte großen Scharfblick bewiesen, und ich erinnere mich als ich erfuhr, besagter Potter hätte während unseres Aufenthalts in Aden wegen des Vogelkaufs nach London telegraphiert daß ich mich Dummkopf titulierte, weil ich eine so schöne Gelegenheit nicht wahrgenommen hatte.

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Götter verfluchte angesichts von zwei Matrosen und dem Straußenwärter, die alle drei wie verrückt lachten. Schließlich ist es eine merkwürdige Art, ein Schmuckstück zu verlieren. Da der Wärter im Augenblick des Dieb­stahls nicht zugegen gewesen war, wußte er nicht, welcher Vogel ihn begangen hatte. Infolgedessen war der Brillant tatsächlich verloren. Um die Wahrheit zu sagen, regte es mich nicht übermäßig auf, denn dieser Hindu schwatzte uns schon zu lange die Ohren voll mit seinem Brillanten. Auf einem Schiff verbreitet sich eine solche Geschichte wie ein Lauf­feuer. Eine Viertelstunde war von nichts anderem die Rede. Padischah vergrub sich mit seiner schlechten Laune zutiefst in seiner Kabine. Beim Diner schmollte er an einem kleinen Tisch in Gesellschaft von zwei an­deren Hindus; der Kapitän neckte ihn etwas, und Padischah nahm es ihm gewaltig übel. Dann, sich zu mir wendend, vertraute er mir im Flüster­ton an, daß er die Vögel nicht kaufen, aber seinen Brillanten wieder haben wolle. Er verlangte als britischer Staatsangehöriger behandelt zu werden, wie es ihm zustand. Sein Brillant mußte, koste es was es wolle, wiedergefunden werden; das war etwas, wovon et niemals abgehen würde. Im Notfall würde er sich an das Oberhaus wenden.

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Oer verschwundene Brillant.

Von H. G. W e l l s.

Wir haben eben über Preise gesprochen, die für Vögel erzielt werden können; nun, ich war einmal dabei, als für einen Strauß dreihundert Pfund bezahlt wurden", sagte der Tierpräparator, der seiner unsteten Jugendzeit gedachte. Er sah mich über seine Brillengläser an.Und ich habe gesehen, wie man einen andern nicht für vierhundert Pfund hergab! Nein, es waren ganz gewöhnliche Strauße und ich möchte sagen, daß sie nicht besonders aussahen wegen der Lebensweise, bje sie bei uns an Bord aushalten mußten. Es war auch nicht weiter schwierig, sich welche zu ver­schaffen. Nur muß ich Ihnen sagen, daß einer von den fünf Straußen einen Brillanten verschluckt hatte.

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werd ich erschauernd vor mir selber stehn: Mag solche Gnade sich an mir erfüllen, mag solches Wunder denn durch mich geschehn. Und abermals werd' ich verstoßen scheinen die Blüten fallen, und die Frucht ist fern doch, wollten wir den neuen Mond beweinen er schwillt heran und wird zum schönsten Stern. Die gleiche Himmelskraft und Wundergüte wird auch an mir sich zeigen, ewig treu: Die Frucht schmückt mich so herrlich wie die Blüte, ich steh erschauernd ewig jung und neu.

Soweit ich greife, ist die Welt lebendig und ist von einer tiefen Glut durchbebt, solange nur im Innern, treu beständig, der Stern des Lebens auf und nieder schwebt.

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^7l.cDllly i iw rs uer onuuntenganoier kur Den Preis von Hundert­funfundsiebzig Pfund, und gerade in dem Augenblick, als der Hammer fiel, schrie Padischah hundertachtzig Pfund wenigstens behauptete es Potter. Auf jeden Fall gehörte es jetzt dem Händler, und als man es ihm übergeben hatte, bewaffnete er sich mit einem Gewehr und schoß es tot. Potter gebärdete sich wie ein Irrsinniger und erhob Einspruch, weil dies dem Verkauf der vier andern schaden würde, und was Padischah anlangt, so brauche ich Ihnen wohl nicht erst zu sagen, daß er sich wie ein richtiger Strohkopf benahm.

Der kleine Händler beklagte sich nicht übermäßig wegen seines Miß­geschicks er hatte keinen Brillanten in dem Strauß gesunden aber Potter wollte den Verkauf nicht fortsetzen, bevor ausdrücklich abgemacht sei, daß künftig die Vögel ihren Käufern erst übergeben werden könnten, wenn die Versteigerung vollständig beendet wäre. Da die Diskussion sich ins Unendliche zu ziehen drohte, vertagte man die Angelegenheit bis zum nächsten Morgen. Beim Diner ging es wieder los, und ich versichere Ihnen, es herrschte ziemliche Aufregung; aber zum Schluß behielt Potter die Oberhand, da niemand ihm bestreiten konnte, daß er seine Strauße besser verkaufen würde, wenn er sie bis zuletzt zurückbehielt. Der alte

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In Suez meinte Padischah richtige Tränen, als er erfuhr, Potter fei Besitzer der Strauße geworden, und bot ihm umgehend für die fünf zwei­hundertfünfzig Pfund, was zweihundert Prozent des Betrages oorfteUte, die Potter für sie bezahlt hatte. Potter entgegnete, er würde für keinen Preis auch nur eine ejnzige Feder abgeben, und er beabsichtigte, sie nach­einander umzubringen, bis er den Brillanten gefunden hätte; später zeigte er sich zugänglicher. Dieser Potter war ein wilder Spieler und hatte eine besondere Art mit den Karten umzugehen; ich glaube infolgedessen, daß er in dieser Angelegenheit nur das Mittel zu einem großen Schlag sah. Sicher ist, daß er wie zum Scherz vorschlug, die Vögeln einzeln zu versteigern, jeden an einen anderen Käufer, zu einem Erftgebot von achtzig Pfund pro Tier, wobei er für sich das Recht beanspruchte, einen zurückzubehalten, um selbst sein Glück zu versuchen.

Ich muß Ihnen sagen, daß der Brillant, von dem ich Ihnen erzähle, sehr großen Wert hatte (ein kleiner Edelsteinhändler, der mit uns reifte, hatte ihn auf drei- bis viertausend Pfund geschätzt), und der Gedanke, um die Strauße zu spielen, wurde mit allgemeiner Begeisterung ciufgenom-

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-er Straußenwärter zu den beschränkten Menschen, ch ist, ihnen einen neuen Gedanken einzuhämmern, mckig, den Vögeln ein Abführmittel zu geben, wie geraten wurde. Er hatte Auftrag, sie auf eine be­reu, und er würde seine Stelle verlieren, wenn er immte Art ernährte. Dieser Padischah war, wie die t richtiger Krakehler und sprach von nichts ge- jel mit Beschlag zu belegen und einen Prozeß an» r ein alter Herr, der einen Anwaltssohn in London was von einem Vogel verschluckt wäre, würde ganz ' Bestandteil dieses Vogels, und der einzige Aus- äre, Schadenersatz zu verlangen; aber der Gegner 'and der Fahrlässigkeit erheben. Er könne keinerlei gegenüber in Anspruch nehmen, der ihm nicht ge- ngen verstörten Padischah um so mehr, weil die Ansicht als richtig bezeichenten. Kein Mann des i» iw> n»»~-b. um das Problem zu lösen, so daß jeder be­hauptete, sich am besten darauf zu verstehen.

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Unterhaltungsbeilage zum Lietzener Anzeiger