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Unterhaltungsbeilage zum Giehener Anzeiger
Jahrgang (950
Herbstgefühl.
Bon Martin Greif.
Wie ferne Tritte hörst du's schallen. Doch weit umher ist nichts zu sehn. Als wie die Blätter träumend fallen Und rauschend mit dem Wind verwehn. Es dringt hervor wie leise Klagen, Die immer neuem Schmerz entstehn, Wie Wehruf aus entfchwund'nen Tagen, Wie stetes Kommen und Vergehen.
Du hörst, wie durch der Bäume Gipfel Die Stunden unaufhaltsam gehn. Der Nebel regnet in die Wipfel, Du weinst und kannst es nicht verstehn.
Der schwarze Prinz.
Von Hermann Linden.
Jeden Abend, wenn die Sonne wie eine sterbende Rakete hinter dem Lido ins Unsichtbare versank, wenn die Dunkelheit Schatten über die Gesichter warf, fuhr mit langsamen Ruderstößen eine merkwürdige Gondel durch die von Fahrzeugen aller Art oollgedrängten Lagunen. Liese Gondel war ohne Zierat, es flatterten keine seidenen Wimpel an ihrer Kabine, es tönte niemals die Musik eines Instruments oder der Ton eines Liedes aus ihr: schwarz und lautlos glitt sie durch den Trubel.
Dennoch gehörte sie einem Aristokraten und keinem Totengräber.
Ganz Venedig wußte, daß in dieser Gondel der Prinz Remi Galante spazierenfuhr, obwohl noch niemals der Vorhang der Kabine von der Hand seines Insassen zurückgeschoben worden war und der Prinz, heraustretend, sich gezeigt hätte. Man kannte den Gondelier, das war Pietro, der einzige Diener des Prinzen.
Unbelästigt, von keinem Wort der Ironie, von keinem boshaften Lächeln, aber von vielen teilnahmsvollen Augen verfolgt, kreuzte die schwarze Gondel jeden Abend zwei Stunden auf den Gewässern.
Der Mann, der im Innern der Kabine durch die kleinen ovalen Glassenster den zauberischen Abendanblick seiner Heimatstadt genoß, war ein großer, schlanker, gutgewachsener Mensch von etwa dreißig Jahren. Er war ein außerordentlich schöner Mann. Seine Gesichtszüge waren edel wie die Linien einer antiken Gemme. Starkes schwarzes lockiges haar bot einen seltsamen Kontrast zu der geisterhaften Blässe seiner haut. Die Mundwinkel waren von häufiger Melancholie etwas schief nach unten verzogen, ein Umstand, der dem Gesicht etwas Krankhaftes gab, ohne es zu verzerren. Dieser Mann war der Prinz Remi Galante, ein Mensch, der nach Rang, Reichtum und persönlicher Schönheit berufen gewesen wäre, zu glänzen, zu bezaubern und zu verführen wie Generationen vor ihm Gasanova, indes mar er nichts als ein Individuum voller Marotten, ein Mensch, der an jener Krankheit zu leiden schien, für die man den Ausdruck Schwermut erfunden hat.
Remi Galante, den die Venezianer fast kaum zu Gesicht bekamen, da er nur selten in Gesellschaften ging, genoß jene Volkstümlichkeit, deren Wurzel Mitleid ist und die schönen Kranken sehr oft zuteil wird. Da man ihn noch niemals in Farben gesehen hatte, immer nur schwarz gekleidet, nannte man ihn kurzweg den „Schwarzen Prinzen" und ließ ihn leben, wie er lebte, ohne Diel' Kritik, in Bücher und Sonnenuntergänge vertieft; ein Sonderling war er, ein Geheimnisbelasteter, den die Venezianer nicht begriffen und nicht begreifen konnten, ihrer Tradition, ihrem Temperament und ihrer Lebensfreude nach. Die Frauen Venedigs schüttelten mitleidig ihre schönen Kopfe über ihren seltsamen Mitbürger, dessen Leben niemals das Gerücht von fiiebesaffären um- Ishnob, für sie war er ein männliches Rätsel, da er sich nicht verachte in sie, in sie, die Venezianerinnen, denen die Welt huldigte, feit Man sie verewigt hatte. Dennoch liefen die feurigen Augen mancher »gnorina über das bleiche leidenfchastslose Antlitz des Prinzen, wenn er zuweilen in einem ihrer Säle erschien, höflich, wortkarg und unbegreiflich. Diese Blicke endeten in Seufzern, ausnahmslos.
.An jenem Abend, der Anlaß gibt zu dieser Erzählung, saß der minz wie meistens im Turmzimmer seines kleinen Palastes. Dieses Gemach, in schwarze Seide gekleidet, von mittlerer Größe, dreieckig ge- fout, enthielt nichts als eine scharlachrote Ehaiselongue, einen kleinen, treisrunden Marmortisch und zwei hochlehnige Stühle. An der breitesten ^er drei Wände befand sich ein hohes schmales Fenster, das, rechtwinklig beginnend, oben in eine Wölbung verlief. Es führte auf de» Canale Brande.
Die Kerzen, die auf dem Tisch standen, brannten nicht.
1 m einzige Beleuchtungsschimmer, der das Gemach matt erhellte, ”ac der rötliche Schein der Portalfackeln, der durch das Fenster drang.
Nummer 81
Zwei Tage zuvor hatte der Doge einen Sohn bekommen und aus diesem Anlaß ein dreitägiges Fest gegeben für ganz Venedig, dessen letzte und lauteste Stunden soeben gekommen waren. Der Prinz, mit allen Zeichen eines nervösen und überreizten Menschen, betrat durch die einzige Tür den Raum. Er trug einen schwarzen Pyjama. An solchen Tagen öffentlicher Lust geriet er stets in leidende Erregung. Er bemerkte, daß das Fenster geöffnet war und wollte es schließen. In diesem Augenblick fuhr ein langer Zug von Gondeln über den Canale, eine ausgelassene Streichmusik, sowie das Helle Getriller vieler durcheinander lachenden Weiber erfüllte den Raum. Steif und gefesselt stand der Prinz am Fenster, ohne es zu schließen. Er flüsterte: „Es ist nichts. Nichts, wie immer nichts! Haben meine Knie gezittert? Es fiel ihnen nicht ein, zu zittern! Wie lange noch hält mich die Hexe zum Narren? Gestern tarn die Tochter Ganalottos aus dem Kloster. Sie soll die schönsten Schultern in Venedig haben. Dozza hat es sofort gesehen. Er muß es wissen. Er ist ein Maler. Haben meine Knie gezittert vor Guiletta? Es fiel, ihnen nicht ein, zu zittern."
Der Diener Pietro trat ein und überreichte dem Prinzen einen Brief.
Langsam, in der Bewegungsart eines gelangweilten Herrn, öffnete der Prinz den Umschlag und las — etwas deklamatorisch: Der Marchese ... beehrt sich ... zum Souper und Tanz ... für morgen abend in seinen Palast zu bitten. Der Marchese sowie alle guten Herren und schönen Damen der besten Familien unserer Stadt bitten den Prinzen, ausnahmsweise einmal feiner komischen Marotte zu entsagen, stets in schwarzem Kostüm zu erscheinen. Er erscheine endlich einmal, wie es einem Manne seiner Jugend, seines Ranges und nicht zuletzt seiner Schönheit zukommt — ein lachender Kavalier!
Der Prinz drehte den Brief zwischen seinen Fingern. Pietro war längst verschwunden. Er erwartete keine Antwort auf solche Briefe, die jeden Tag tarnen, bündelweise. Der Prinz trat wieder an das Fenster. Es war noch immer offen. Leise und zittrig stieg die Musik der Gondelgitarren zu ihm empor.
Cs war eine schmerzliche Melodie, die des Prinzen Ohr erreichte, und sie tat seiner Seele wohl.
Er schloß das Fenster, um sie gedämpfter zu hören.
In diesem Augenblick, als er sich in einen der beiden hochlehnigen Stühle setzen wollte, erreichte ein Lachen sein Ohr. Es war das Lachen einer einzelnen Frauenstimme. Dieses Lachen wurde immer lauter, heller, strahlender, es schien von einer unendlichen Dauer und hatte im Klang etwas, was man ätherisch zu nennen pflegt. Der Prinz stand auf und horchte wie ein Verzauberter. Seine Knie begannen zu zittern. Dann prang er mit einem Satz ans Fenster, einen Stuhl umwerfend, er prang so, als ob er fürchtete, das Lachen könnte ihm entfliehen. Er riß iie Flügel auseinander, horchte noch einmal einen Augenblick lang und chrie dann mit einer geradezu gellenden Stimme in den schmalen Hof hinunter, der das Haus von der Lagune trennte: „Pietro — Pietro — das Lachen — Pietro! — Hast du das Lachen gehört? — Dort, das Lachen — Herrgott, das Lachen. — Dort — da fährt sie, die Gondel — Ihr nach — ihr nach — Pietro, das Lachen — Sie fährt weg — das Lachen fährt weg — Pietro — sie ist schon unter der Brücke — Pietro — tausend Sire, wenn du die Signorina bringst!!!"
Bebend mit allen Nerven stand der Prinz am Fenster. Sein Blick hing an den beiden Gondeln, deren letzte Pietro mit großer Schnelligkeit vorwärtstrieb. Einige Minuten, nachdem die Gondel Pietros hinter einer Lagunenbrücke verschwunden war, kam sie wieder zum Vorschein. Hinter dem Diener saß eine vollkommen in Weiß gekleidete Frau. Als der Prinz beide erblickte, stieß er einen Seufzer aus, dessen Farbe und Tiefe unbeschreiblich war. Darauf verließ er das Zimmer.
Kurz darauf trat eine Dame in das Turmzimmer ein. Sie war goldblond, hatte ein junges, energisches Gesicht. Ganz in Weiß gekleidet. Sie sah sich um in dem verlassenen Raum: „Das ist echtes Venedig. Rätsel über Rätsel. Ein alter Diener, Geheimnisse, Fackeln, dieses einsame Haus! Wie rasch man hier leichtsinnig wird! Folgt einem wildfremden Ruf. Was ist denn das für ein Zimmer? Drei Wände, keine einzige Sampel Ich bin neugierig auf diesen Hamlet, der hier nisten soll. Sehr gespannt!"
Sie ging an die Tür und horchte die Treppe hinunter. Kein Saut war zu hören. Erstaunt sagte sie: „Hat man je so etwas erlebt? Wird man beschworen, hierher zu kommen, und kein Mensch ist im Haus. Selbst der Alte ist fpurlos verschwunden. Nettes Abenteuer scheint das zu werden!"
Gin Geräusch veranlaßte sie, sich herumzudrehen. Vor ihr stand der Prinz, einen großen Kronleuchter mit zehn Kerzen in der Hand, den er langsam auf den Tisch niederstellte.
Mit dem Prinzen war eine sichtliche Veränderung vorgegangen, die nicht nur an dem hellen Straßenanzug zu erkennen war, den er jetzt trug. Beide Menschen sahen sich einige Sekunden sprachlos an. Des Prinzen Gesicht war glatt, gefaßt und ohne Ausdruck von Trauer.
Montag, den 2v. Moder


