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Der Wald war zu Ende, die Straße tat sich auf. Zwei Menschen sahen sich in die Augen, und diese Augen leuchteten von Dank und Zuversicht, von Lebenswillen und von tiefer Erkenntnis.
Dann trennten sie sich mit einem starken Druck der Hände.
Aus dem Wald, den er mit langen Sprüngen gestürmt hatte, ging Jürgen Altrogg langsam zurück. Nachdenklich beglich er seine Rechnung, ließ seinen Wagen an und fuhr langsam den Weg zurück, in die Stadt, zu den Menschen. Und war eigentlich doch derselbe Mensch wie gestern, und doch ein anderer; fühlte das ganz stark, lächelte schmerzlich und zart und war davon beglückt.
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Fest der Pfingsten.
Bon A. H. Hoffmann von Fallersleben.
Wieder ist das Fest der Pfingsten, Wieder naht der Liebe Geist, Der dem Aermsten, dem Geringsten, Allen tröstend sich erweist.
Blumen blühen allerorten. Und den holden Blumen gleich Kündet mit der Liebe Worten Er das neue Himmelreich.
Laßt uns Mai'n und Sträuße pflücken Nach der Väter schönem Brauch!
Laßt uns Haus und Türen schmücken, Aber unsere Herzen auch!
Denn der Geist der Liebe kehret Nur in reine Herzen ein, Da nur weilet er und lehret, Gottes Kinder hier zu sein.
Goethes Gondel.
Eine Pfingstgeschichte von Munkepunke.
Glocken läuten von allen Kirchen und Klöstern Venedigs das Pfingstfest ein. Die Muse Klio schreibt in die Chronik der Weltgeschichte den 5. Juni 1740.
Der stattliche Dreißiger, der da mit gewichtigem Stock, in Puder- periicke, im braunen Damastrock gemächlich die Mereeria herabschritt, versuchte vergeblich seine schnuppernden Nasenflügel wider den Parfümgeruch zu bändigen, der ihn aus jedem zweiten Laden ansprang. Sein Magen, der noch krank war von Palmolano, wo wegen der Pest eine achtundzwanzigtägige Quarantäne innegehalten werden mußte, schien wieder revoltieren zu wollen — ihm, dem Doktor der beiden Rechte Johann Kaspar Goethe, Sohn eines Damenschneiders und Mitbesitzers des Gast- hoses „Zum Weidenhof an der Zeil" zu Frankfurt a. M. Es würde feine erste und einzige italienische Reise bleiben. Wie hatte er doch heute Morgen dem hochedelgeborenen, gelahrten, insonders hochgeehrten Secre- iarius des Feldmarschalls Grafen Friedrich Heinrich von Seckendorf nach Graz geschrieben: „Und ich wundere mich, da es doch allen Reisenden gleich wie mir ergangen und noch ergehet, daß man denen Italienern ihre alten Mauern, worauf sie sich jo viel einbilden, nicht lässet, und davor Frankreich, England, Holland und Niedersachsen alleine besuchet. Die Tmtschen sowohl, Engländer als Franzosen, sind in dieses Land recht bezaubert. Man bringt nichts mehr mit nach Hause als einen Kopf voller Curiosideten, vor welche man insgesamt, wenn man sie in seiner Satter« stadt auf den Markt tragen sollte, nicht zwey baare Heller bekäme" — Erkenntnis aus Rom, Erkenntnis aus Venedig mitgenommen.
Das Menschengewimmel um ihn verwirrte ihn. Eben mochte man ihm beinahe den Huk unter dem Arm weggestohen haben. Schreiende Farben aus allen Läden fuhren giftig auf ihn los. Was wußten die von dem schönen Feste der Pfingsten, das eigentlich nur in Deutschland zu feiern war — zwischen aller fleißigen Erlernung des Reichsgerichtsverfahrens 9»r bei dem Reichskammergericht zu Wetzlar, dem Reichstage zu Regensburg und dem Reichshofrat in Wien waren diese festlichen Tage gewesen, hier in der Mereeria tollte sich der Pöbel, begnügte sich mit kindischem Staunen; Pfingsten und die Bedeutung dieses Tages war ihm verweht wie ein paar Stunden vorher der Weihrauch im üppigsten Orientstil von Son Marco. Verlangen abzureisen packte ihn. Er würde sich in der Beamtenaristokratie Frankfurts ein Ehrenamt ohne Besoldung und ohne die Imst übliche Kugelwahl zu erwerben wissen oder, wenn sich dem Widerstände entgegenstellen sollten, mußte ein Brief genügen, ihn zu „Jhro Römisch Kaiserlichen Majestät Würcklichem Rache" zu ernennen. Dennoch tonnte er jetzt nicht der Versuchung widerstehen, wieder an ein buntes Schaufenster zu treten und davor einer der vielen Gaffer zu sein.
„Welch herrliches Gondelmodell! O und da und dort noch eines, immer Mächtiger! Die Schiffsschnäbel aus Eisen, starr und kühn in siegreicher Form — die Ferri! Dann auf den Gondeln die Kabinen, die Felzi, mit irüner oder roter Seide ausgeschlagen, mit Spitzen und Stickereien ner» Art Und bann erst die Laternen, Meisterwerke barocker Holzschneide- tonst oder auch solche der Eisenschmiede! Des alten Dogentums krieghafte Jtob eroderische Vergangenheit wahrte hier ihre Tradition durch alle uainiüen der Nobili. Gestern hatte er so die Galeeren-Fanale des Fran- "^ro Morosini il Peloponnesiaco bewundert — aber schon vor fünf» •e9n Jahren war der Peloponnes wieder an die Türken verloren ge= r’’9'n und dann kam der Frieden von Passarowitz, vielleicht Venedigs J*®* aIIen Ruhmes — wer macht das wissen! Doch dieses herrliche ondelmodell — es würde nicht billig sein und vielleicht gehörte es für jn schon nach ein paar Jahren zu den „Curiosideten", auf dem
* "er Heimatstadt kaum für einen Heller an den Mann zu bringen, ,.. * .. J-in Knabe würde einmal damit spielen, ein Sproß der wohl bald x!,,®™wnben Familie. Abends gab es dann viel des Erzählens von
i m curiofen Venedig, von seinen verfallenden Palästen, von dem
abendlichen Leben auf der Piazza und im „Triumphterenden Venedigs wie Floriano Francesconi fein Cafe benannte, das dennoch allgemein nur das „Florian" hieß, wo es den besten Sorbet der Welt zu schlürfen gab, von den Lichtern des farbigsten Sonnenunterganges auf der Lagune, von der Gondelfahrt auf dem großen Kanal und durch die engen Calli, unter deren Brückenwölbung der Gondoliere sich sehr zll bücken hatte, seinen Kopf heil durchzubringen, von Gesang und Feuerwerk und Karneval und Maskeraden und Theaterspielen. Die Plautus-Lustspielimitation des Ludooico Ariosto freilich, „La Cassaria", die der Marquis Scipion Maffei im Theatro San Giovanni Grisostomo nächster Tage inszenieren würde, konnte man sich wohl schenken. Literarisches Phantom schön klingender Verse, dank der Gnade des Herzogs Alfons von Ferrara! Dieses Gondelmodell dagegen — Herr Johann Kaspar Goethe konnte sich nicht mehr der Versuchung erwehren, in den Laden eintreten zu müssen.
Gerade als er es gekauft hatte, kam die Post mit den neuesten Zei- tungen aus Deutschland. Der König Friedrich Wilhelm von Preußen am 31. Mai gestorben? Ein Mann von fünf Fuß und sechs Zoll, zweihundertsiebzig Pfund schwer, der Schöpfer des preußischen Heeres. Sein Sohn, der junge Fritz, fein Nachfolger — fein Wort an die Generäle der Berliner Garnison: „Ich hoffe, Sie werden mir beistehen, die starke Armee zu erhalten, die Sie meinem Vater haben bilden helfen." Starke Armeen — sie bedeuteten immer Krieg. Heimat! Du mein Frankfurt am Main!
Zärtlich, wie wenn er ein Symbol in Händen hielte, brachte der Doktor Goethe sein Gondelmodell in den Gasthof; er wußte nicht zu sagen, wieso er es jetzt und all die Jahre hernach wie ein Symbol betrachtete. Erst als ihm neun Jahre später in der Ehe mit Katharina Elisabeth, des Schultheißen Textor siebenzehnjähriger Tochter, der Sohn Johann Wolfgang geboren wurde, da es dem erwachsenden Knaben hoch angerechnet war, wenn er einmal mit diesem schönen Gondelmodell spielen durfte, als er dann gar fein erstes Märchen „Der neue Paris" schrieb, enthüllten sich nebelhaft auch für den von Natur lehrhaften, lakonischen, Bilder und Bücher sammelnden Vater die verschiedensten Symbole, von denen das Gondelmodell vielleicht das unwichtigste war, Spielzeug an jenem Abend, da der junge Dichter fein erstes Märchen also begann: „Mir träumte neulich, in der Nacht vor Pfingstsonntag, als stünde ich vor einem Spiegel ..." Zum erstenmal schloß sich hier psingst- lich ein Kreis, der sich dann noch einmal öffnete, als der Sohn, 1790, acht Jahre nach dem Tode des Paters, auf feiner zweiten italienischen Reise nach Venedig kam, hier aus Sehnsucht nach feiner Christiane und feinem häuslichen Liebesglück feine venetianifchen Epigramme schrieb, darunter jenes:
„Diese Gondel vergleich ich der sanft einschaukelnden Wiege, Und das Kästchen darauf scheint ein geräumiger Sarg.
Recht so! Zwischen Sarg und Wiege — wir schwanken und schweben Auf dem großen Kanal träumend ins Leben dahin."
Das war also die Jnselstadt, die er zum erstenmal, aus der Brenta in die Lagunen einfahrend, am 28. September 1786 betreten und besucht hatte, um dann schon wenig später dieses Bekenntnis feinem Herzog brieflich von Venedig aus zu geben: „Uebrigens muh ich im Vertrauen gestehn, daß meiner Liebe für Italien durch diese Reise ein tätlicher Stotz versetzt wird. Nicht daß mirs in irgendeinem Sinne übel gegangen wäre — wie wollte es auch? — aber die erste Blüte der Neigung und Neugierde ist abgefallen ..." Pfingst war inzwischen einem neuen Ostern gewichen. Eine andere Blüte brach auf: Christiane...
Oie schwarze Spinne.
Erzählung von Jeremias G o 11 h e l f.
(Fortsetzung.)
Das Geschrei der armen Tiere war auch zum Schlosse gedrungen, und bald tarnen ihm auch Hirten nach, verkündend, daß ihr Vieh gefalle» von den giftigen Tieren, und in immer höherem Zorne vernahm der von Stoffeln, wie Herde um Herde verloren gegangen, vernahm, welchen Pacht man mit dem Grünen gehabt, wie man ihn zum zweiten Male betrogen, und wie die Spinnen ähnlich seien, wie Kinder der Mutter, der Spinne in der Lindauerin Gesicht, die mit dem Grünen den Bund gemacht, alleine, und nie rechten Bericht darüber gegeben. Da ritt der von Stoffeln in grimmem Zorn den Berg hinauf und donnerte die Armen an, daß er nicht um ihretwillen Herde und Herde verlieren wolle; was er geschädigt worden, müßten sie ersetzen, und was sie versprochen, das mühten sie halten, was sie freiwillig getan, das müßten sie tragen. Schaden leiden ihretwegen wolle er nicht, oder leide er, so müßten sie ihn büßen tausendfältig. Sie könnten sich vorsehen. So redete er zu ihnen, unbekümmert um das, was er ihnen zumutete, und daß er sie dazu getrieben, fiel ihm nicht bei, nur was sie getan, rechnete er ihnen zu.
Den meisten schon war es aufgedämmert, daß die Spinnen ehte Plage des Bösen seien, eine Mahnung, den Pacht zu halten, und daß Christine Näheres darum wissen müßte, ihnen nicht alles gejagt hätte, was sie mit dem Grünen verhandelt. Nun zitterten sie wieder vor dem Grünen, lachten feiner nicht mehr, zitterten vor ihrem weltlichen Herrn; wenn sie diese befriebigten, was sagte der geistliche Herr dazu, erlaubte er es, und hätte dann der keine Buße für sie? So in der Angst versammelten sich die Angesehensten in einsamer Scheuer, und Christtne muhte kommen und klaren Bescheid geben, was sie eigentlich verhandelt.
Christine kam, verwildert, rachedurstig, aufs neue von der wachsenden Spinne gefoltert.
Ms sie das Zagen der Männer sah und keine Weiber, da erzählte sie punktum, was ihr begegnet: wie der Grüne sie schnell beim Worte genommen und ihr zum Pfände einen Kuh gegeben, den sie nicht mti>r geachtet als andere. Wie ihr jetzt auf selbigem Fleck die Spinne gewachsen sei unter Höllenpein vom Augenblick an, als man das erste Kind getauft. Wie die Spinne, eben als man das zweite Kind getauft und den Grünen genarrt, unter Höllenwehen die Spinnen geboren tn


