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Unterhaltungsbeilage zum Giehener Anzeiger
Jahrgang 1950 Montag, den 2. Juni Nummer 43
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Verwnnschenheit in einem nächtlichen Zimmer.
Von Diemar Moering.
Längst in der rußigen Lampe das Oel versott. Und der Nacht Schweigsamer Engel blind wandelte durch das seufzende Haus. Mit mir im Dunkel die Eule nur goldäugig wacht, Und mit ängstlichem Flügel schlagend die Fledermaus.
Längst erlosch in der schmerzlichen Kammer der Träume glühende Spur. Schatten nur an getünchter Wand — aus der Zeit
Eines vergangenen Lebens vielleicht — flattern welk. Und der Uhr Leiser Schritt schwankend verweht in di« Ewigkeit.
Wo ist der Tag, da ich fand mich im Glücke des brausenden Lichts? Wo das Jahr, da ich kindlich den raunenden Winden gelauscht?
Ach, jede Stunde trieb müde dahin ins entgötterte Nichts: Klagender Strom, der ins Vergessene rauscht.
Wer denn weiß es, aus welchem Dunkel er kam und wohin es ihn führt? D wie ernst ist die Nacht, die den Sinnenden rätselvoll birgt!
Bleich - eine wächserne Maske - glänzt Mond vor des Fensters Geviert, Darin silbern die Spinne ihr magisches Zaubernetz wirkt.
Seele, Verstoßene! O wie lang du schon heimatlos irrst! Herz, o wie pochst du uralt und von Schwermut bereift! lieber mir, grau auf des Daches zerbrochenem First Traurig der Vogel der Einsamkeit pfeift —.
Oie Keltengräber.
Von Andre Baron Foelckersam.
Eines Abends, als wir vor unserem Zett am Feuer liegen, sagt Sepp: „Weißt du, wollen wir heute nacht auf den Höhlenberg steigen und einmal gründlich die Kettengräber untersuchen, ich schwöre darauf, daß es dort allerhand Krüge, Speere, goldene Spangen und anderen nützlichen Kram gibt."
„Und der Apfelreis, Sepp! Wir wollen doch heute Apfelreis machen. Außerdem hat uns ja der alte Mann neulich im Walde erzählt, daß es bloß Steinhaufen sind, die man vor fünfzig Jahren beim Aufforsten des Waldes aufgeschüttet hat."
„Ach, Nicks, daß du auch diesem Idioten glaubst! Es ist wirklich ein trauriges Zeichen für dein« Altertumskenntnisse."
„Und dann nachts, Sepp, warum gerade nachts?"
„Weil man so etwas immer nachts tut."
„Auch die Altertumsforscher, Sepp?"
Sepp spuckt verächtlich aus: „Hast du Angst?"
„Also gut, gehen wir. Nur, weißt du ... unser Zett ist schrecklich schwer zu finden, aber wenn uns zum Beispiel unser letztes Geld geklaut wird?"
„Wir vergraben es unter der großen Eiche."
„Unter der Eiche! Sepp, du bist wirklich naiv! Da suchen sie natürttch zuerst nach, dann nehme ich es lieber mit."
„Und Rita?"
„Du willst fie die ganze Nacht allein lassen, Sepp? Sie stirbt ja vor Angst!"
So machen wir uns also alle drei auf den Weg. Ich stecke den Rest unseres Vermögens ein, Sepp einen Lichtstumpf und Streichhölzer, Rita ^huten wir an die Kette, damit sie uns nicht auf dem Berge verloren« 3°ht. Dann ziehen wir los.
. Cs ist stockfinster. Dunkle Wolken verdecken die Sterne. Am Fuße
Dohlenbergs, wo der Wald schwarz wie Tinte ist vor lauter Tannen £ Dichten, zündet Sepp das Licht an. Der Wind löscht es jeden Augen- k5 a“5- Wir stolpern über Wurzeln und Steine, Rita zerrt an der c P. v® 'ft ganz still geworden und bellt gar nicht mehr. Ich denke mit In an unser Zett und an den Apfelreis. Sepp hat auch immer 10 gottverlassene Ideen!
fik-r „ Ä du noch, wie der Weg zu den Kettengräbern war? ienh ,, . m Höhlenberg gibt es so schrecklich viel Weg«! Ich wette tau«
<R.LCin<®' bQfi wir schon auf einem falschen sind."
taum LPr a . f>°rt nicht mal hin und klettert so schnell, daß ich mit Rita Tilgen kann.
bauerns ren" doch nicht so, Sepp! Du hast es leicht. Rita verwickelt sich uetnb um meine Füße."
Wir klettern einige hundert Meter schweigend über das Geröll. Ab und zu flucht Sepp, wenn er mit dem bloßen Fuß aus einen spitzen Stein tritt.
„Siehst du etwas Weißes schimmern", sagte er, „das ist der Hauptweg, der zum Gasthof führt, hier ist neulich einer ermordet worden."
Wir stolpern, klettern, kriechen auf allen Vieren. Kleine Steine rollen hell in die Tiefe. Wir geben uns die Hand, ziehen einander abwechselnd herauf.
Plötzlich kneift mich Sepp in den Arnr: „Hast du gehört. Nickst
„Ja", flüsterte ich, und hatte den Atem an.
Wir rühren uns nicht und lauschen. Sttlle.
„Sepp, weißt du, ich bin dafür, wir kehren um."
Sepp aber lacht plötzlich ganz laut und dumm und schreit tntt dtttt! tiefen Stimme: „Hallo, wer da?
Nichts rührt sich.
„Also los!" sagt Sepp, „es ist sicher ein Waldhüter, der hinter di« Bäume getreten ist, um uns vorübergehen zu lassen. Er will sehens wer sich nachts in den Wäldern herumtreibt.
„Wenn es nicht so verflucht dunkel wäre, Sepp! Wege« Rita, mtc ist es ja egal."
„Komisch, daß sie nicht bellt"
„Sie wird schon ihre Gründe haben, Sepp. Sie zittert an alle« Gliedern und will nicht wettergehen. Ritas wegen würde ich es für richtiger hatten, wir kehren um."
„Und die Kettengräber, Nicks? Mit dir kann man auch nie etwas Anständiges unternehmen! Gib sie mir."
„Nein, laß schon."
Sepp schleicht voraus, ich folge mit Rita. Wir gehen an de« Säumen vorüber, hinter denen wir die Schritte hörten. Nichts rührt sich.
„Vielleicht war es ein Reh?" sagt Sepp.
„Ein Reh, Sepp, ich weiß, daß es teins war."
Wie gehen weiter, die Ohren gespannt wie Fledermäuse. Links vom Wege schimmert eine große Fläche, eine Waldlichtung.
Plötzlich, am Ende der Lichtung, knackende Zweige. Jemand läuft. Als wir stehen bleiben, bleibt der andere auch stehen.
„Sepp, ist das vielleicht auch ein Reh?"
„Ach was, hol ihn der Teufel! Es ist wohl ein dämlicher Förster Los, weiter!"
„Daß wir unser Geld nicht unter der Eiche vergraben haben! Und nicht mal ein Messer haben wir mit. Wirklich, Sepp, ich kann doch nicht immer an alles denken!"
Sepp aber hört gar nicht zu und rennt weiter, gerade auf die Lichtung. Ich mit Rita hinterher. Diesmal will sie wirklich nicht mehr weitergehen.
„Sepp, ein Förster versteckt sich nicht hinter Bäumen! Und wenn der Kerl herauskommt?"
„Dann springe ich ihm an die Kehle. Das sicherste ist, gleich die Kehle durchbeißen."
„Das ist bei der Dunkelheit leichter gesagt, als getan, Sepp!“ Wir gehen ziemlich flott an den Bäumen vorüber.
Plötzlich lacht Sepp ganz laut, ein so gräuliches Lachen, daß es mich falt überläuft; er ist verrückt geworden! So was passiert manchmal ganz plötzlich, ich habe davon gelesen. Kein Wunder ist es bei ihm, mit feinen verrückten Ideen.
„Sepp, bitte, hör doch auf!"
Aber Sepp lacht immer weiter, daß es schaurig und dumpf in den Bergen widerhallt.
„Sepp, ich flehe dich an, so hör doch auf, was ist mit dir?“
„Man muß den Kerlen Angst einjagen, Nicks."
„Du glaubst, sie haben schlechte Absichten?"
Anstatt einer Antwort nimmt mich Sepp unter den Arm und macht Riesenschritte.
„Wenn wir nach Hause kommen", sagt er mit der Stimme einer alten Kinderfrau, „machen mir Apfelreis."
„Ach Sepp, der Apfelreis! Dir fällt so was auch immer im passendsten Moment ein."
Plötzlich bleib Sepp mit einem Ruck stehen, daß ich fast umfalle.
„Sepp, wieder?"
„Hörst du nichts hinter uns flüstern?"
„Ach Sepp, diese verdammten, elenden Kettengräber! Wären wir doch in unserem Zelt!"
„Geh zur Seite, Nicks", sagt Sepp wütend, „mein Herz klopft so, daß ich nichts hören kann! — Verflucht, sie kommen uns nach! Wollen wir umkehren und den Kerlen entgegengehen?"
„Und Rita? Wenn uns roa? passiert, bleibt sie allein, ganz allein auf der Welt! Du denkst nie an andere, Sepp, so einen Egoisten habe ich noch nie gesehen!"


