Zrzrlren.
Von Emil Ludwig?) Palermo.
zeihuna für den Abfall zu Heinrich zu erwirken. Vielleicht auch, hnÄ tnnhrfdieiTilidietß ift, Quf OlTiftiften (^eutxil^
^en die. Mses ahnmd, das kostbare Pfand als Sichtung gegen jede Gewalttat des Kaisers in Händen b^en Wollten jedenfalls bereitete Tankred seiner Tante einen Empfang, wie sie ihn sich nacht L konnte und gestaltete ihr den unfr-rwllllgen Aufent-
balt in der Heimat so schön, als es ihm möglich war. .
^ Hllnllch dm immer noch ohne Leibeserben War und, um ferne Ausbrüche aufrechterhalten zu können, jede Mißdeutung der Ab- wesenheir seiner Gemahlin fo rasch wie wvglich beseitigen mußte, hatte den Papst um Vermittlung zwecks AüEendung der .Karserrn bä Tankred gebeten. Lind das plnfahlrche geschah: Tankred lleß sie abreifeir gegen jede anders Bürgschaft als rhr Versprechen, d^n Heimweg über Rom zu nehmen und durch päpstliche Vermittlung den Frieden zwischen ihm und dem Kaiser, also die Anereennung des bestehenden Zustandes, zu erwirken. Er war gutgläubig wD edel genug, zu erwarten, daß eine wirklich großmütige Handlung die entsprechende Gegenhandlung auslösen, müsse. Sein früher ^.od im Jahre 1194 — kurz nach dem Tode seines alteften Sohnes, des Kronprinzen Boger — hat es ihm erspart, die ftirchterliche Enttäuschung zu erleben, welche seine Güte ernten sollte: Konstanze reiste, ohne Rom zu berühren, auf kürzestem Weg nach Deutschland zurirck
Erst im Jahre 1194, kurz nach Tankreds Lod (Februar 94) 'fanb Heinrich nach der Herstellung des Friedens mit Heinrich deni Lowen die Möglichkeit, den im Jahve 91 gescheiterten Heereszug zu wiederholen und bis zum äußersten Erfolg durchzufühven.
(Schluß folgt.)
Corso.
Spanisch würde ich sie nennen, diese Stadt, zuweilen arabisch, selten italienisch. Das spüren sie selber: deshalb wollen sie dre Sizilianer Autonomie. Wer nach Rom Palermo wiedersreht, suhlt, warum zwar der Römer sich dieser Insel versichern will, die er nie besuchst warum aber die Insel, deren Kapital meist nach England reist, nut Rom nichts zu tun haben mag. Denn Palermo la Felice, stolzer uno viel schöner als Reapel, hoch und kühn, doch Heller als Genua, gartenreich, doch sauberer als Florenz, ist selbst vom Meeresstrande nicht überredet worden, ein Phantasma zu werden wie Venedig. Keine Stadt Italiens fragt weniger nach dem Fremden, hier wird er weder verwöhnt noch übervorteilst
Sie sind eben ein Viertel Spanier, ein Viertel Sarazenen, em Viertel Araber und nur ein Viertel Italiener, um von den übrigen Prozenten dieser interessanten Blutmischung in einzelnen Sizilien zu schweigen. jie gvo^e Komödianten hervorbringen, mit
denen sie ganz Italien anführen, könnten sie auch Straßmisanger haben. Doch dies ist kein nobles Meller, die lassen sie sich aus Reapel kommen, warten zu Hunderten um den eingewanderten Da-
*) Der bei Ernst Rowohlt, Berlin, mit schönen Bildern erschienenen Reuauflage des reizvollen Reifebuches »Am Mittelmeer entnommen.
jazzv herum, der auf der Drehorgel steht und feine Couplets eher spricht als singt, als Ladro mehr gekleidet als geboren; abends zE er fick aut an denn der Corso hat ihm viel zugeworfen, und speist wie im ^Film. Auch handelt kaum ein Kutscher, Schuhputzer um den Preis er nimmt, was man angemessen gab.
Sie sind provinziell. Obwohl eine halbe Million hier, lebt, wovon jeder sich als Haupt einer königlichen, unabhängigen Mittelimerinsä fühlt, wirken Straßen, Anzüge, Zeitungen, Militärs wie w <zlorenz. Corso gehaltener, vornehmer als in Reapel, doch Ä^anter als U« Rom. Dabei hat jedes Fenster einen spanischeiiDalkonaberselten stehen schöne Frauen darauf. Rach innen ist alles Wu^e. Doppel- Höfe, in die man schwerer blicken und treten kann als Aom, obwohl man doch südlicher ist; Cafes weniger und mit weniger Strahenspitzmst, Empfang bei Eingeborenen zuerst formal, spater herzlich. (Graz e, proiwsore Chmtedoro.^ naü> Süßigkeiten verkaufen jeder Ecke, immer ersten Ranges, und dichter als selbst im Orient dränaen sich hier die Männer daran, als ob es Zigaretten waren. Während alles andere spät öffnet und zeitig schließt, sind inefe fabelhaften Cremetempel sechzehn Stunden offen.
Spanisch das heißt auch monarchistisch Rom hat beuiah^ keine Denkmäler von Fürsten, und bie Päpste '^ven in deii beiden Grab^ kirchen. Außer dem neuen weitz-goldenen Monstrum, dessen. tontgl^^ Pserdeschwanz den Rekord unseres wilhelminischen rmtet
Maentlich nur jener Kaiser in Bronze auf einer römischen MWa, der auch nur durch Zusall aufs Kapitol kam denn "ianhielt tiefen großen Heiden Marc Aurel für einen allerchristlichen KonstaichMÄ. In Palermo stolzieren, genau im Zentrum, an den Quattro Canll, wo sich die Corsi schneiden, vier Könige zwischen ie einer Ja^eszeit und einer Heiligen, also standesgemäß, aus den Corso hinaus.
Ein bißchen auswärts aber blickt ein anderer auf das GüvinE nieder; es ist beinah unbekannt, dies herrliMte Denkmal em« stehenden Mannes. Denn wer kennt Livolsi, der um 1630 gotz und damit in eine Reihe trat mit den großen ^^nern die ihm E anderthalb Jahrhunderte vorausgingen. Es ist Karl v m grün« Bronze, klein, aber er sieht freitote eine 2fahfe, der Mode feiner Sage, auf den Spazierstock
Wie deutsche Fürsten, nicht affektierst wie» Kunst ^»»ndlich Sttaüe xu stehen pflegen, sondern leicht, hochmütig, selbstv 1 w, wte kin WelLn M'nicht wie ein König im Gymna Ei geteM wird. Dies ist weit mehr als nur der nonchalante Ätelstokrat, d^ll das reaktionäre Genie, der Erbe zweier Reiche. Das ist ^utyeW
ff CÄ i® fe Häuter erlauben der Straße, durchzulaufen. Schmal hebt s^ We Fläche zwischen, ihren Mauerschatten auf, doch je naher man kommt, um so tiefer sinkt diese Flache.
Das ist das blaue Meer.
Das Grab des Kaisers.
Aber am Ende erhebt sich ein Dom und man glaubst plötzlich ^ Dambera zu stehen oder in Canterbury: Spitzbogen Strebepfeil«, nordische Türme Walt« of the Mill hat ihn gebaut, ein englischer Bischof Magisches Wechselspiel von Rord und Sud, zu ‘tem j gewollten Segen einer eigenen komplereb. der sizilianischen xuuu 8U 8R^ch.,,tsckland kommt mir der Einfall kaum, Kaisergräber M suchen auch bietet Speyer nur halben Genuß
^e mehr ich mich von Deutschland entferne, um so kostbarer lockt Mche Seltenheit Mein erster Weg am Morgen füyrt zum Dome. Wmide^ llch miorgan cher Kolossus. Jst^s nicht, als hätten die fiebm S°h« Tancreds von Hauteville - ober waren es acht - die erstrni glück- lichen Rormannen im Süden, ihre Schnsucht m ®cstalt Vieler !H Dogen hierhergebracht auf ihren Phantastischen
zückende ParaLxte. diese Bogen der Saint-Chapelle diese Pfeller von Reims und Köln gegen das blaue StEmgewolbe auss cm
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“""S h, SÄ <=n« m.6?.«m« dieses kalten, kalkig renovierten Innern, zur Linken in die Kap der Hohenstaufen einzubiegen; wie mnen deutschen Pckger giey mtd} Flledllchs'de?°Größten''Purpursarg ist der erste, von ihm feM gezeichnet, schöner, reifer, reicher als der seines Großvater ,oer dahinter stehst Doch der ist ergreifender aus mn Paarsp°rphyrquadern nach oben aufgebaut fchlicht, auf wechen Fußen. Daim Heinnch und Konstanze von Aragon, Friedrichs erste Gatlln. Doch oie Seele allein bei dem einen. „ ,.„x unter
Erstaunliche Wiederholung, daß unter HvHenstaufen und um Hohenzollern jedesmal nur ein Genre war, und beide Male wev es Friedrich II. Der schönste, der tapferste unter dm deutschen Kalle zugleich der modernste, Denker und Kämpfen Dichter, K S« Philosoph, Abenteurer der Seele und Antichrist, drerma und Vater von zwei Dutzend natürlichen Kindern, deren zwischen Jerusalem und Flandern geboren sind und deren K Friedrichs Blut um den Erdball trugen, als Ware es s ulkest Dieser Astrolog, Träumer und Forscher, die,er Genießer und »M dessen wahre Geschichte noch feine Feder schrieb, etwas wie Lim doch im Mittelalter, etwas tote Goethe, doch um W°, Mger man es sagen — Glückliche, well « des Lebens lleberfluß .na nicht davon trunken ward: großes Vorbild Sizlliens, kaiserl ,
Vielleicht ist nichts der Hoffnung ähnlicher als eine Küste im Morgenlichte der dein Schiff sich nähert. Verspricht sie nM mehr jene, die du an einem dunklen Abend verließest? Verspricht sie nicht mehr, als sie je halten kann?
Rasch und mit beschwingtem Willen strebte Heute früh der Dampfer nach Palermo, und wie der Blick bie leicht verschwommenen ßuuen des Berges faßt, die der Morgennebel zu besiegen sucht, wie dann Ducht und Kap, Tal und Höhe sich leise Nären, spricht das hoffende Herz: Möchten wir doch niemals landen! Immer dem holden Morgen- bilde zueilen, das in gelagerter Bläue vor uns schwebt, em magisches Versprechen! Oder auf einen jener beiden alten Segler verseht werden, die sich vor uns anschicken, mit bedächtiger Schnelle hinauszugleiten, immer weiter, Herren und Diener des Windes, germgschagig auf unseren Rauch herüberblickend, den bas Gehirn des intelligenten Tieres erfunden hat, um des Windes zu fpotten.
Dennoch mag ich auch diese weißen Walfische gern, mit ihren großen, schrägen Flossen; und wenn sie leise zittern von ihrer eigenen bezähmten Kraft, erinnern fie an Männer vor Frauen. Eine Rächt hatte es uns behütet, das tapfere Schiff, um uns aus Reapels grauenhaftem Getümmel, aus Schmutz und Betrug in diese helle, reinere Küste zu führen. Wieder hörte ich — nach sechs Jahren binnen.an- bischer Gefangenschaft — die Freiheit des Meeres an die Eisenwand der Kabine rauschen, wieder wechselten Licht und Schatten auf der weihen Decke über mir — nur das Gebrüll von dreihundert Reapler Studenten, die die Rächt zerstampften, bis fie Midlich auf Deck umfielen, trug Prätentionen und Rarrheiten des festen ^andes bis hier heraus. Taub gegen alles, außer gegen ihre eigne, ziemliche tumbe Jugend, glaubten fie, sich abends als Patrioten zu geoatoen, weit sie ihre bunten Mützen zu immer neuem „Aiaha!" schwenkten.
Plötzlich, morgens, fängt der Horizont an, sich Zu drehen, langsam biegt das Schiff südwestlich ein — und mit einem Mate steigt eilte Stadt, bequem gelagert zwischen den Kaps, aus dem Morgennebel. Die Kuppel mit dem Glockenturm sucht der erste Blick, unter der das Grab des Kaisers ruhen mutz, dessen Porphyrsarg ich hier vor beinah zwanzig Jahren schimmern sah. Aber ein Riefenschornstein schiebt sich vor, alle Pietät verscheuchend, und die barocke Linie des allzu berühmten Monte Pellegrino, der uns enttäuscht wie fast alle jene „Veduten", die unseren Vätern Italien bedeuteten.
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