mobil. Na, was
rantwortlich: Or. Han ZT hyr io t. — Druck undDerlag: Brüh l'scheUniversitäts.Buch-undStein druckerei, D. Lange,Gießen.
hundert bringen, etwas vertrauen.
„Rund siebzig, lieber Stevens. Und noch immer sagen Sie dazu?"
„Wenn Sie so fortmachen, können Sie's leicht auf Herr Repetent."
„Gott soll mich bewahren. Aber ich will Ihnen
Wissen Sie, was das Geheimnis meines Wohlbefindens ist?" . „Nun, Herr Repetent?"
„Mein heiteres Temperament, lieber Stevens. Es ist das Lebens- eiixir, das mich alten Knaben jung erhält. Ich empfehle Ihnen das Rezept."
„Das haben Sie von der Naiur mitbekommen. Das kann man sich nicht verschreiben lassen."
„Schon recht. Man kann sich aber vornehmen, die Dinge des Lebens nicht tragischer zu nehmen, als sie sind. Im Grunde ist's nur der Wille, der uns regiert. Na — Sie trinken doch ein Glas Wein mit mir?"
Edi nahm dankend an. Der Repetent entkorkte eine Flasche Rheinwein und füllte die Gläser. Edi stieß mit dem Jubilar an.
„A propos, lieber Stevens, haben Sie Nachricht von München?"
„Jawohl. Sie werden jedenfalls morgen kommen. Wenn Sie's interessiert — hier haben Sie Pauls Brief."
Der Repetent überflog die erste Seite, die zweite schien ihn länger zu fesseln. „Das klingt ja ganz pathetisch," sagte er und las: „Wir wollen Dich wie einen lieben Bruder hegen und pflegen, wir kehren mit dein Gelöbnis zurück, niemals zu vergessen, daß wir Deine ewigen Schuldner sind."
„Und da werden Sie nicht rot?" scherzte der Repetent.
„Beinahe,", sagte Edi gepreßt und erhob sich. „Herr Repetent, wollen Sie mir einen Gefallen tun?"
„Gern, lieber Freund."
„Bitte geben Sie Paul morgen diesen Schlüssel. Und hier den Zettel mit allerlei geschäftlichen Notizen."
„Ja — ich? Und Sie, lieber Stevens?"
„Ich gehe noch diesen Abend fort."
Der Repetent war ganz betreten.
„Stevens, das ist ein übereilter Schritt."
„Nein, Herr Repetent, er ist wohl überlegt."
„Ja, beim Zeus, wohin wollen Sie denn?"
„lieber See."
„Was soll denn das Haus Martinius ohne Sie ansangen ■ '
„Jeder ist zu ersehen, Herr Repetent.",
„Nein, lieber Stevens, da bereiten Sie mir eine arge Enttäuschung." „Wie meinen Sie das?"
„Ich habe Sie all die Jahre für ein« Art Jünger von mir gehalten." „Ich habe Sie immer sehr hoch geschäht, Herr Repetent."
„Das weiß ich. Und darum hören Sie, was ein alter, erfahrener Mann Ihnen sagt. Sie sind eine mir verwandte Natur. Durch und durch Idealist. Unsereiner geht unverstanden durch die Welt Wir gehen mit vollen Segeln in See, das Land der Glückseligkeit zu entdecken, ein Wirbelorkan schleudert uns auf den Grund. Aber seltsam! Der Idealismus ist schließlich wieder der Rettungsgürtel, der uns aus Untiefen zum Licht emporträgt. Sie werden wir von Station zu Station gehetzt. Die Fackel glüht weiter. Ueberall verfolgt uns dasselbe widrig« Geschick. Da bleibt uns Idealisten — so paradox es auch klingen mag — nichts übrig, als uns zur Philosophie der Wurschtigkeit durchzuringen. Aus dieser Höhe, junger Freund, stehe ich. Jetzt seien Sie ein Mann und folgen Sie mir."
„Herr Repetent," versetzt Edi bescheiden, „Sie sind ein Gelehrter von großem Wissen. Sie haben den Schlüssel zu vielen Türen, die mir zeitlebens verschlossen sind. Ich bin nur ein schlichter Kaufmann. Wo Sie stehen, da geht mir. der Atem aus, darum lassen Sie mich in meiner Einfalt, wie ich bin. Mein Entschluß ist unabänderlich. Hier ist mein es Bleibens nicht!"
„Steht's so," sagte der Repetent, „dann darf ich Sie nicht halten, dann muß geschieden sein."
Er neigte sein Glas dem Edis entgegen, die Kristalle berührten sich und die Luft durchzitterte ein feiner, wehmütiger Klang." ’
Gegen Abend begleitete der Repetent Edi Stevens auf den Bahnhof hinaus. Der Hamburger Schellzug brauste in die Halle. Edi stieg ein. Ein letzter Händedruck, ein letzter Gruß. Der Zugführer gab das Signal, und die Lokomotive zog an.
Der Repetent sah dem davonrolleuden Zuge nach, bis der letzte Wagen seinen Blicken entrückt war. Dann wandte er sich zum Gehen und sprach unter Tränen vor sich hin:
„Ich verliere am meisten an ihm, Er roar in vieler Beziehung mein anderes Ich. Nun steuert er aufs Ungewisse hinaus, schlägt am Mississippi oder Missouri sein Wigwam auf. Wird's ihm glücken? Fast fürchte ich -7 nein. Hab's an mir selbst erfahren müssen. Es ist ein ehernes Gesetz, datz die Idealisten Schiffbruch leiden."
Peppi weinte still vor sich hin. Paul aber sagte: „Edi, du bist der beste Mensch, der selbstloseste Freund!"
Tags darauf begab sich Peppi zu ihrer Mutter nach München. Edis Haushalt löste sich auf. Die Leute steckten die Köpfe zusammen und munkelten allerlei. Den zudringlich Fragenden antwortete Edi: „Meine Frau ist auf Besuch bei ihrer Mutter, aber sie kommt bald zurück." Als dann die Scheidungsklage publik wurde, bewahrte er seine sichere Haltung. „Was kümmert mich das Urteil der Welt," sagte er sich, „wenn ich vor meinem Gewissen bestehen kann." Auch sein Verkehr mit dem jungen Chef blieb herzlich und ungezwungen. Nach Jahresfrist aber konnte die Chronik der Stadt wiederum von einem interessanten Fall Akt nehmen: Paul und Peppi waren in München ein Paar geworden. —
Der Repetent beging in großer Rüstigkeit die Feier seines siebzigsten Namenstages. Edi stieg in das Giebelstübchen seines alten Freundes und Gönners hinauf und brachte seine Glückwünsche dar.
sich kein wärmeres Gefühl für ihn regen wollte? Er war doch so furchtbar anspruchslos. Sollte sie sich zu Schmeichelworten unb Liebkosungen zwingen? Das ging gegen ihre Natur. Wenn sie's recht bedachte, jetzt bereute sie's, daß sie sich von dem alten Herrn hatte zureden lassen. Sie hatte Edi genommen, um versorgt zu sein. Das sagt man als Madck)en so leicht hin. Und als Frau kam's einem doch sehr hart an, tagem, tagaus jemand um sich zu haben, den man nicht so von Grund aus gern haben konnte. Der Chef war gestorben. Er hatte sie in der letzten Zeit mit feinet Uebellaune und Grobheit geradezii verfolgt. Dem Schwerkranken durfte man das nicht anrechnen. Sein Tod war ihr doch nahegegangen. S!e hatte der Beerdigung beigewohnt unb war zwei Tage dem Geschäft fernqeblieben. So hatte es Edi gewünscht. Aber warum nur? Vielleicht weil b’t Herr Paul dagewesen war? Hatte ihm wohl jemand etwas zugeflüstert unb plagte ihn gar bie Eifersucht? Ach, dazu sollte er keine Ursache haben. Vorbei war vorbei. Nun mußte sie den Herrn Paul ja doch bald Wiedersehen, wenn er die Prinzipalschaft antrat. Und ein bangirohes Gefühl beschlich sie. Sie durste unter ihm arbeiten, durfte seine Stimme hören und iyn anschauen — nur manchmal — ganz verstohlen. Gewiß war er in England sehr hübsch unb elegant geworden. Ihre Gedanken beschäftigten sich unablässig mit ihm. Die Zukunft dünkte ihr auf einmal weniger düster. Das Leben gewann eine neuen Reiz für sie, unb ihr Herz bebte, da sie vernahm, er habe sich in London nun endgültig frei gemacht und werde in kürzester Frist zurückerwartet--
In der Frühe eines Sonntags stand.Edi Stevens auf dem Kontor seinem jungen Chef gegenüber und erstattete ihm umständlich über die Geschäftslage Bericht. Paul hörte aufmerksam zu. Daraus legte ihm Edi die Geschäftsbücher vor, und Paul überzeugte sich, daß die regelmäßigen Eintragungen auf die verschiedenen Konti ordungsmäßig vollzogen waren. . ....
„Du hast doch von dem Kassenbuch Einsicht zu nehmen, jagte Edi, unb setzte etwas leiser hinzu: „Peppi hat die Kasse geführt, sie wird selbst Rechnung ablegen." , , , .
In diesem Augenblick trat Peppi ein. Sie war sehr bleich, man sah, daß sie sich Gewalt antat, unbefangen zu erscheinen. Sie ging auf Paul zu, ihre Blicke begeaneten sich unb ein Funke sprang aus ihrem Auge in das seine über. Da wußte er, daß ihr Herz noch für ihn schlug, und die alte Leidenschaft brach wieder bei ihm durch. Er streckte ihr die Hönde entgegen. Ihr aber stürzten bie' Tränen aus den Augen, sie wandte sich ab, und die Beileidsbezeugung unterblieb, die sie Paul noch schuldig war.
„Dis jetzt weiß sie nichts", richtete Edi an Paul das Wort. „Es ist Zeit, daß ich spreche."
„Wie du denkst", sagte Paul. Der Ton seiner Stimme klang unjichec.
Da richtete sich Edi höher auf, in seinen Mienen drückte sich eine ruhige Entschlossenheit aus, bie alte Schüchternheit schien von ihm gewichen und er sprach:
„Ich hab' etwas auf dem Herzen. Und weil wir gerad' seibdriit beisammen sind, macht' ich's herunter haben. Eigentlich gilt bir's, Peppi. Guck, der alte Herr hat fortgemußt. Er ist aus der alten Schul' gewesen. Ein kernhafter Mann! Der ging seinen Weg für sich, hat nicht nach rechts und links geschaut. Just wie er sich's ausgerechnet hat, mußi's immer kommen. Und im Geschäft hat er keinen Spaß verstanden. Das wissen wir. Er war der Herr, und wir waren halt die Diener, wie recht und billig. Unterschied muß jein in der Welt. Aber nun könnt's doch mal vorkommen, daß ein Mädchen im Geschäft ist. Und das Mädchen gesällt dem Sohn von unserm Herrn. Der spricht zu seinem Vater: Die und keine andere. Dem alten Herrn will das nicht in den Kopf und er meint, er müßt's durchsetzen, daß er seinen Sohn davon abbringt. Er schickt ihn also weit fort. Zwei Jahre soll er sich prüfen. Brennt's bann noch, soll er sie wirklich haben. Ich möcht' dem alten Herrn gewiß nichts Uebles nachreden. Er hat sich das auf seine Weis' zurechtgelegt, daß er die zwei Jahre eben nicht hat abwarten wollen. Damals sind wir zusammengekommen, du und ich, Peppi. Und der.junge Herr hat's nicht verwinden können, daß er dich nicht, gekriegt hat, und hat sich gegrämt und ist ganz fortgeblieben von daheim."
Mit wachsender Erregung war Peppi den Worten Edis gefolgt. In ihren Zügen malte sich Staunen unb Freude.
„Ach Gott, Herr Paul," rief sie, ihrer nicht mehr mächtig, „ist benn das möglich?"
„Ja, Peppi," versetzte Paul bewegt, „es ist die lautere Wahrheit."
„Ich weiß wohl," fuhr Edi fort, „dir hat er allerwegen im Sinn gelegen, der Paul. Freilich hast du's niederzwingen wollen, hast Ja und Amen gesagt, wie int mich nehmen sollt'st. Aber das Herz läßt sich nicht kommandieren. Das schlagt seinen Takt für sich. Ich hab's bald herausgehabt, Peppi, daß wir nicht zueinander passen. Bei uns war kein Hader und kein Gezänk, und doch war's immer wolkig, die Sonne hat nicht recht durchkommen wollen. Du hast ein gutes Gemüt und - hast viel hinuntergeschluckt. Aber warum denn sich so hinquälen sein Leben lang? Bei Zeit muß man den Schaden reparieren. Siehst du, der Paul und du, ihr gehört zusammen. Wenn ich's recht betracht', bin ich zwischen euch gedrängt worden, weiß selbst nicht wie. Ja, da ist noch nichts verloren. Wir sind uns gar nicht feind, Peppi. Aber 's ist halt am besten, wir gehen wieder auseinander. Das gibst du mir doch zu?"
Wie entgeistert stand Peppi da. Paul ging unruhig auf und ab, als kämpfe er mit einem Entschluß.
„Ihr seid 'n bißchen perplex", sagte Edi lächelnd. „Aber einmal nu-.ßt's doch klar werden zwischen uns drei. Paul, komm doch 'mal her. Und du, Peppi! Was tut ihr denn so fremd? Ihr seid euch doch noch gut?"
„Ja", klang es leise von beider Lippen, aber sie standen wie gebannt, als ob sie Edis Hochherzigkeit in Fesseln geschlagen, als ob sie das Opfer nicht annehmen dürsten, das ihnen sein Edelmut bot. Da ergriff Cdi ihre Hände und legte sie zusammen.
„Ihr ahnt ja gar nicht, wie leicht mir jetzt ist. Der Stein auf der Brust hält' mich erdrückt. Gott sei Dank, daß ich meines Lebens wieder froh werden farm!
Mrgai
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