-n gesagt ist eineorga- i Wesenselemente der deut-

verloren

Das Jahr 44 war da. Da bot ihm beim Luperkalienfest im Februar lein junger Verehrer Mark Anton vor allem Volk die Konigskrone an. Es war eine verabredete Komödie; auch für Klaque war geforgt. Die Krone bestand aus einer weißen, mit Laub durchflochtenen Bmde. Die Klaaue rief Beifall, aber das Volk schwieg; man wartete: das Volk schwieg immer noch und blieb stumm. Da verzichtete Cäsar; er lehnte die Krone ab. Die Wirkung aber war nicht günstig. . .

Schon vor etwa fünfzehn Jahren, als Pompejus in Macht war, gab es in Rom Verschwörung; man wollte damals Pompejus m der Senats- sitzung erstechen. Jetzt bildete sich eine Verschwörung gegen Casar, und sie war ernsthafter und gefährlicher. Es waren mehr als sechzig Senatoren, Männer von zum Teil edelster Herkunft und hervorragender Geistes­bildung, darunter auch Brutus, der Philosoph, der junge,Freund Ciceros, der Neffe Catos, Brutus, der Sohn jener klugen Servilia, deren intimer Hausfreund Cäsar gewesen. Brutus war Prätor, sein Amtsstuhl stand in der Gerichtshalle; eines Tages fand er an feinem Amtsstuhl die Aufschrift. Brutus, schläfst du?"

Die Tat war auf die Iden des März angesetzt, den 15. des Monats. Allerlei böse Vorzeichen warnten den Herrscher. Aber er verachtete sie. Cäsar trug seine Verachtung allen Aberglaubens stets zur Schau. Seme einzige Schwäche war, daß er, wenn er reifte und den Wagen bestieg, dabei einen Zauberspruch dreimal aufsagte. Das kam daher, weil er ein­mal mit einem Wagen zusammengebrochen war. Jetzt geschah es, daß am Tage vor dem 15. März ein kleiner Vogel, den man denkleinen König ober Zaunkönig nannte, in den Senatssaal flog und da von anderen Vögeln totgebissen wurde. Welche Vorbedeutung! Schlimmer noch, daß Calpurnia, seiner Gattin, in der letzten Nacht träumte, daß Casar in

Am Morgen fühlte Cäsar sich unpäßlich (er kränkelte jetzt oster) und zauderte auf Andringen Calpurnias ernstlich in die Senatssitzung, die er selbst anberaumt hatte, zu gehen. Der Senat war schon versammelt; die Mörder warteten lange aus ihn, umsonst. Ein bleicher Schreck befiel sie. Gelang die Tot heute nicht, so mußte alles ruchbar werden. Es war etwa elf Uhr vormittags; das Warten war unerträglich. Einer der Senatoren wurde abgeschickt, Cäsar zu holen. Da entschloß sich Cäsar; er tarn wirk­lich In seiner Hand trug er einen eben eingetroffenen Brief, der ihm den ganzen Mordplan enthüllen sollte. Aber er verschob es, ihn aufzu- tnacben. Unterwegs bemerkte Cäsar einen Wahrsager (Haruspex), der ihn kürzlich vor den Iden des März gewarnt hatte. Cäsar rief ihn lachend an: Heute sind ja die Iden, und ich lebe noch!" Der andere erwiderte ernst: Die Iden sind da, aber noch nicht vorüber."

Vor dem Sitzungssaal fand Cäsar die Dpferbtener, die schon Tiere ge­schlachtet hatten; er wollte vor der Sitzung erst opfern. Aber es war schon zu spät geworden; er unterließ es und betrat sogleich den Saal, der mit des Pompejus gewaltigem Standbild geschmückt war. Alles en;ob sich. Cäsar setzte sich,'die Senatoren aber blieben stehen, vor ihm, hinter ihm. Einer, mit Namen Tullius Cimber, wirft sich auf die Knie und bittet Cäsar, in ungestümem Ton für seinen Bruder, der im Exil, um Rückkehr und Straferlaß. Cäsar weigert sich und beginnt zu schelten. Da zerrt Cimber mit beiden Händen an seiner Toga. Das war für den Mord das verabredete Signal. Casca stößt nach Cäsars Hals.Verrückter Mensch,

'M.»« ihm mit Befremden zu undRomriuiMedwe-urn

Fürsorge ulgAusgode der Promnziolverwoltung

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bie verantwortungslose Monarchie, bas Tyrannentum. In

Senat entmündigt, bie Volksversammlung ihrer souveränen Rechte beraubt. Eine annehmbare StaatsDerfafiung 3u nirfit wäre jetzt noch Zeit dazu gerne en, daß das geschah. Statt oejjen dachte er an neuen Kriigfman sah, daß er schon wieder, und zwar gegen Persien, gegen bie Parther rüstete. Unb die Enttäuschung, die Dntruuung wuchs Daran, daß Hallunken wie Mamurra, begünstigt, em -^aultie.- ttAber und Spediteur Ventidius Bassus zum Senator befördert wurde an derartiges mar man schon gewöhnt. Schlimmer war, doß Kleopatra nach Rom kam. Die ägyptische Königin entfaltete ihren Prunk in oer republikanischen Stadt (man glaubt das Haus aufgefunden M haben, m dem sie damals residierte), und Gajar hatte sie prüfen; Casar huldigte ihr. Ja, er hatte von ihr einen Sohn, den manKaisanon (den Mmm- turkaiser, das kleine Kaiserchen) nannte. Vor dem Tempel oer Benus, den Cäsar baute, empfing er zeremoniell die Senatoren und stand, alsJie tarnen, nicht von seinem Thronsessel auf. Das war ägyptischer Königes i, uni) man empfand bas als Kränkung, als Entehrung, als Schmach.

Cäsar aber fühlte sich vollkommen sicher. Die Anhänger des Pompe­jus hatte er schließlich alle in ©naben aufgenommen, ja, zu Remtern be- förbert, mit Schenkungen nicht gespart; °r hatte die medergeworfenen Statuen des Pompejus wieder aufgeridjtet. Er bildete sich ern, durch an­dauernde Liebenswürdigkeit bie grollenden Männer wirklich versöhnt zu haben: als ob dazu Geld und Worte genügten. Sem Hirn war im Rmsich, feine Menschenkenntnis verlieh ihn vollständig. So oft er auf die Gaße trat, hörte er das Juchhe, den unbeschreiblichen Jubel des Janhagels. Das genügte ihm. Er fühlte nur eine eigene Größe. Nichts ist so bezeichnend, als daß er sich jetzt in Rom selbst als Gott verehren, daß er sich Altäre er­richten ließ; auch bas hatte er in Aegypten gelernt. Kem Romer hatte bas vor ihm getan. Er hatte ben Maßstab für sich unb bie Menschen

Tj. «»« t'ÄÄS und Bestimmung der wahrhaften-treffen sind. Da nennt jemand lungen, irrige ^rsetzu^, allüberall anMreffen 1« i

seine Arbeit eineernsthafte Komod.e ^of^ng für das heitere Drama auf den manche Augen all- auf eine H N g l Worten: Erneue» blicken, bezeichnet bas Ziel se>ner « h ) verwirrender

rung der deM-hen , P a^Momvdie !Welch ^em ^vabezu bas Pleonasmus das Erste! -°enn oer e L schlechthin, so doch un-

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Inna Wie aber sieht bas allermeiste besten aus, was sich heute K n nennt? Der Ausgangspunkt: greul'chste Unnutur; em S«v,^da M Welt unb Leben nicht bas mmbeste zu f§pffen 90t D 'yet

eine blöbe eine lachmuskelaitackierenbe Fiktion fürs Ifjeater f.

-Ä» sra 's. »«s ein abstruses Etwas zustande, ein Mißgedilde aus Unnatur, Dum h, unb Tolpatschiqkeit, aus Theaterherkommen, Naivität unb Zirner ) bas - zu einem Berg gehäuft, durch den sich ^dermann hindurch ^st n muß quer vor dem Lande des echten Humors liegt. D an I . unerfreulichen, diese bitteren Tatsachen nicht vergeßen, wenn man em Werk das den Namen Komödie verdient, beurteilen und überfeine Mängel und seine Irrtümer hinaus den Weg zurBesserung ^eit stände zeigen will. Als Ausgangspunkt bleibt mit Nachdruck, mir höherem noch als für die Tragödie, für dre Komodie zu f o .fjeiftidiung Nicht: Literatur. Als Mittel: vollkommene Bindung, Deremheitu f)U^ des Jdeengemähen und des Gestalilichen, von denen eines alIem; anderen, nur durch das andere °ls Kunstfaktor ist. Un r Schluß mit der Dummheit als entscheidendem Bestandteil der K dienhandlung! So wundervoll, so ergiebig die Herzensemfalt als ©eg stand künstlerischer Gestaltung sein kann, so unerträglich, so veraiie^ ^

I 'unergiebig ist in der wahrhaften Komödie Hirn chwund als Vorau

Komödie.

Von Hans Franck.

DeuÄcbe Komödie- hört man, sieht man herum: es scheint kaum eine Frage zu geben, welche die kunstempfänglichen Gemüter «r gleichem Matze bewegt. Immer und immer wieder begegnet °mem Dramatiker bie Aufforderung __ vom Publikum, vom Kritiker, vom Theaterleiter,

khnlüditia" leidenschaftlich hervorgestoßen doch endlich einmal eine wirtliche Endlich eine deutsche Komödie, zu schreiben. Faßt man aber ein wenig nach, scheut man sich nicht, festatfen, unb bas allerorten a mtreffenbe Verlangen genau zu betrachten, so hait man seyr Dato ein auiaetricbenes qualliges Etwas in Händen, das jeder greifbaren Substanz ermangelt In mehr als neunzig von hundert Fallen verlangt man nam- lidi Witz statt Humor, denkt man an bas nur die Bauchmuskeln erseh - ternde Lachen statt an herzbewegendes Lächeln; will man Sc^vank, Si - tire Lustsviel Vaudeville, Operette, Plauderei, alles mögliche nu me3!/ to?ne Z ^rofeTmetoWe' tolÄUtt-Z wel^' möbie jene, welche behaupten, nicht mehr ohne sie, existieren zu können,

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Richtung ber_tSetafü*t«i tetJ^eleHe eJße l g^ baß wir unsere 'S lie| »erobmln"'

was tust du?" ruft Cäsar und wehrt sich mit seinem Metalyriffell Es batte nur eine leichte Wunde gegeben. Da entblößten alle dis Waffen. Umionft versucht er, sich vom Sessel zu erheben. Dolche zucken, wohin er bfÄk d e chn überall auch ins Gesicht, in die Augen treffen. Brutus stieß ihm die Waffe in die Schamgegend. Cäsar seufzte nur und verhüllte sem Z t kein Wort weiter (das Wortauch du, mein Sohn Brutus ist unecht)'- aber um die Fuße ordnete er noch sterbend sein Oeroanb, bamit er tüfht unschön baliege. Alles stob auseinander. Einsam lag der Gewal­tige im leeren Saat zu des Pompejus Füßen, von breiundzwanzig ®um den bedeckt. Aber nur eine Wunde, ein Stich in die Brust, war tödlich gewesen.