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■tooW Wveckkch -getan -haben, wenn er gesund -getoefetr -wäre. Jedenfalls tarn 6ä8 -ganze Armenhaus -m Aufregung -über i>ie -Erlebnisse SsS Betvaters, -und als Der-Gend.-rr: davon -sttckhr. beschloß «x. aal Mchmannsch -wreder -einmal -recht -scharf -acht zu geben, .,
Diese aber spann -ruhig ihre Walle und verkaufte mepr -KoMchmnel als .jemals. Gleichmütig «woicherte M aus »eti Landstraßen »Herum, und wenn die :3imgen sh in ter tbr -vertiefen and „Hexe" rieten. dann zuckte 'sie nur die Achseln.
(Lchluß folgt)
MbKMSKLt.
Bon.J.a-ko-b Bvfßth-a-r-H L
-.Frischen Muts yarangsschritte«, Ist der Weg auch raüh und '.hart: Rein gestrebt -und -brav gestritten., Treu gelebt und stolz gelitten, Das ist gute Lebensatt.
Der Tornado.
Von ©r, W. P e pst l -r r.
Mit Tornado, eiMm Mort, das auS- dem-.Spansschen.stammt, -bezeichnet man eine bestimmte Art von WirbÄstürmen -von außer- vrdsntlicher Gewalt, die eine Eigentümlichkeit der Vereinigten Staaten sind, aber doch auch gelegentlich -in anderen Gsgendea -Ser Erde austreten, Ein Tornado ist ein Luftwirbel mit einer fettkrecht, oder geneigt zur Erdoberfläche .stehenden Achse. Der Ärsprungsort 'liegt meist in der Region der Gewitterwolken oder vielleicht noch -höher, von wo sich ein rwirbelader, .saugender Woktetttrichter allmählich .zur Erde - herabsenkt uiib mit .einet Geschwindigkeit von 40 bis -60 -Km. pro .Stunde meist - mit -der vorherrschenden Windrichtung aus Südwesten fortbewegt and •oft in gerader Richtung Strecken von mehrerer, hundert -Kilo- -mstern zuriicklegt.
Der Durchmesser dieser Lustwirbel ist sehr klein, verglichen ■mit dem der großen -atmosphärischen.0turmtt>irbet. die wir auf den täglichen Wetterkarten sehen, denn er beträgt rmr 202 bis 400 Meter! -in Ausnahmefällen, tote bei dem lebten Tornado in Illinois kann der Durchmesser auch ein bis zwei -Kilometer betragen. Die Tornados treten oft in Gruppen auf, oder es folgen auf einen Wirbel in kurzen Zeitabständen mehrere. Die Gewalt dieser Wirbel ist außerordentlich.. Wo der Wirbelschlmtch •zur Erde herabsteigt und über.das Land fegt, richtet er die-furchtbarsten Verwüstungen an. Die-infolge der Wirbelbewegung im Innern, des Trichters herrschende 'starte Erniedrigung des -Luftdruckes bewirkt, daß auf der Bahn des Wirbels ganze Gebäude auseinandergesprengt -werden, so daß in den Berichten über die Verheerungen der Tornados die Wirkungen sehr treffend mit denen einer Dynamitexplosion verglichen werden. Infolge der nach aufwärts gerichteten saugenden Wirkung werden die Gegenstände. Wagen ,ja ganze Blockhäuser,-in das innere Gebiet des Wirbels -gezogen und dann mit großer Gewalt in spiralförmiger Bewegung auswärts gerissen, wobei sie zurtrümmeri werden. Die Trümmer werden im zentralen Teil gegen das obere Ende der Tornadowalke gehoben und fallen wieder zur Erde herab. Gelegentlich find auch schon Tiere -und Menschen hoch -in die Luft geschlendert und weiter entfernt wieder abgefetzt worden.
Man hat berechnet, .daß im äußeren Teil des Mrbeltrichters Sie Windgeschwindigkeit 100 bis 150 Meter pro Sekunde betragen kann, was dem ungeheuren Winddruck von ungefähr 1230 bis 2800 Kilogramm pro Quadratmeter entspricht. Be- «ücksichtigt man, daß bei schweren europäischen Stürmen an der Erdoberfläche höchstens 30 bis 40 Sekundenmeter Geschwindigkeit, oder Winddrücke von 102 bis 200 Kilogramm erreicht werden, wobei schon schwere Verwüstungen an Häusern und Wäldern angerichtet werden, fo kann man sich ungefähr eine Vorstellung von der -un.geh-euren Gewalt der Tornados machen. Die Verwüstungen erstrecken sich über nur aus eure schmäle Bahn von ca. 300 Meter Durchmesser, außerhalb deren nicht die geringsten Wirkungen zu spüren 'sind.
Zum Schutze gegen die verheerenden Wirkungen der Tornados baut man in manchen Gegenden der Vereinigten Staaten wo sie -besonders häufig sind, sogenannte Tormrdckkelker. eine Art Unterstand, in welcher die Hausbewohner beim Herannahen des Wirbels sich retten. Der materielle Schaden, den die Tornados in Nordamerika anrichten, ist sehr groß und wurde schon vor 20 Jahren auf vier Millionen Dollar pro Jahr geschäht. .Er ist heute, nachdem das Land stärker bebaut und besiedelt ist, sicher -noch viel größer. Der Tornado in St. Louis am 27. Mai 1896, um nur ein Beispiel zu «Wähnen, verursachte allem einen Schaden von .12 Millionen Dollar und tötete -über 300 Menschen. Der materielle Schaden beim letzten Jllmois- tornado, der auf einer 300 Kilometer langen Bahn ganze Städte M", Dörfer.vernichtete, ist sicher noch- viel größer gewesen. Anr häufigsten-treten die Tornados in den mittleren Staaten Nord
amerikas auf. -besonders -in den Landschaften -in dem ‘breiten Tale des Missouri -und Mississippi, z. B in Texas, Illinois •Kansas. Alabama, Missouri -und Dhio. -Nu den Dfistaaten;trete« .sie sehr 'selten auf -und nie im Felsengebirge und den Staate» am -Pazifischen Dzean. Man kann in den Staaten, wo Oie Tor- uados am Häufigsten sind, -fast alle Jahre auf einen von vrr- -hssrende" Wirkung rechnen. Die Monate, in denen -sie an; -häufigsten ‘sind, sind April vis Juni, also dieselbe Jahreszeit die auch die ‘Gewitter und Hagelstürme ^bevorzugen. Die 'bevon sugten Tagesstunden lregen auf dem Nachmittag und zwür •aus vier bis sechs Ahr, also -wiederum .ungefähr in Heber, lemfiimtnimg -mit -dem Auftreten der Gewitter -.und Hagelschläge.
Die Tornados entstehen mit Vorliebe aut der Südostiew von Tiefdruckgebieten, Die über dem unteren Misfissippiiele .erscheinen. -Auf der Front Dieser Tiefdruckgebiete wird die warme, toafserdampfreiche schift vom Golf -von'Mexiko nordwärts angz- 'fangt, während auf Dec Rückseite .des Tiefs -kalte, polare Lui,, massen entlang dem Seifengebirge südwärts;strömen. In feem Grenzgebiet Der warmen -tropischen und -kalten polaren -LuWrö« entstehen. Die Tornados. Die Sturmenergie -schöpf! Der WiM aus-Sen großen Temperatur-unterfchieden der -polaren.und ÜM. torialen Luftmassen. Die mit großer Bewegungsenergie ein- brechende Polarluft hebt die warme Duft empor, 'wobei die dynamische Abkühlung der letzteren zu energischen, schweren Wolken- bildungen Veranlass uiig gibt Welche besonderen Bedingung^ gerade die.örtliche Entstehung des Wirbelschlauches Ksgünstigen, -ist allerdings im einzelnen -noch nicht ganz klar. Es äst afa -sicher- daß besonders große Te-mperaturgegensätze zweier enz .aneinati6ergcengenbet -und -überenranderdrä-ngender vustström. -vorhanden fein müssen,- diese Bedingungen find offenbar mit gelegentlich erfüllt .da sonst die Tornados, Die glücklicherweist feiten find, viel häufiger sein müßten. Die Tatsache, daß der Wirbelschlauch sich aus schweren -Gewitterwolken, entwickelt und Daß sehr oft Hagel dabei fällt, decktet darauf hin, daß die Hagrl- Aldung unter ähnlichen Umständen vor -sich geht. Die bei Gewittern gelegentlich von hohen Bergen beobachteten turmattige» Hagelwolken sind mit den Tornados sicher verwandt und man 'kann sich vorstellen, daß der Wirbeltrichter eines solchen Hagel- -turmes unter noch nicht näher bekannten Bedingungen sich abwärts unter die Gewitterwolke und bis zur Erdoberfläche enb wickelt. Die Entstehung eines Tornados wird -man erst dann genau feststellen -können, wenn es einmal durch Zufall gelingt, mit den modernen aerologischen Methoden der Drachen- und Bällonaufsttege im Augenblick -und genau am Ort der Bildung eines Tornados Beobachtungen zu machen. Das dürfte bei de; Seltenheit der Naturerscheinung .ein großer Zufall fein, aber -bei den zahlreichen aerologischen Forschungsftationen, die Heute Nordamerika besitzt, liegt es nicht außerhalb des Bereiches -er Möglichkeit.
Daß die Tornados gerade in den Vereinigter. Staaten und besonders in -den Staaten östlich des Felsengebirges häufig auf- treten,^ ist sehr charakteristisch. In dem breiten Mtsfauri- Mississ-ippital, in -dem keine west-östlich streichenden. Gebirge den Luftaustausch behindern, treffen sich dir warmen äquatorialen Luftströme mit den kalten polaren, die aus Britisch- Nordamerika und Kanada südwärts Vordringen. Dadurch kommen gelegentlich außerordentlich große Temperaturunterschiede in -begrenztem Räume zustande. An. der Berührungsfläche Der -polaren und tropischen, Luft entstehen die Tornados. Diese orographifchm EigeiMmlichkeiten des nordamerikanischen Kontttrentes sind in 'letzter Lime daran Schuld, baß sich in den Bereinigten Staaten die WitteruMsünderungen viel rascher und schroffer abspielen als in Europa. Die große-Sturmhäufigkeit, der rasche Wechsel von Wärme- und Kältewellen, die berüchtigten Rorthers uni Blizzards und auch die Tornados sind klimatische Eigentüm- lichkeiten, die in dem orographischen Aufbau Des Kontinentes begründet sind.
Daß -in Europa Tornados sehr selten und dann auch schwächer entwickelt sind, als in Amerika, ist ebenfalls durch du Orographie Europas bedingt. Die polaren Luftmassen. die aus dem Räume zwilchen Grönland und Spitzbergen vorstoßen, fließen, bevor sie Mitteleuropa erreichen, auf große Entfernung über die warmen Golfstromwasfer, wo sie Wärme aufvebm-n. Andererseits verhindern die westöstlich streichenden Alben und Phi-enäen Den ungestörten Zufluß warmer äquatorialer Lüft nach Norden. Infolge dieser Verhältnisse können sich so außerordentliche Dem- peraturg-egensätze über Europa nicht entwickeln, wie es in Amerika der Fall ist. Aehnltcher Entstehung wie die Tornados, sind die auch in Europa gelegentlich auftretenden Srombei* und Wettersaulen. Es sind ebenfalls Wirbel mit vertikaler Achse, &ie 60^9(14) bei Gewittern und Böen sich bilde?!, und aüf ihrer 75'351; Verwüstungen anrichten, die in einzelnen Fällen denen .der Tornados wenig -.nachgeben. In der Rheinebene, die sich im Sommer gelegentlich stark erwärmt, find schon wiederholt Weitersäulen aufgetreten, die schtveven Schaden - an .Häufern und Waldern ang-erichtgt haben. So hat -eine Windhose im September 1924 in .-Lahr und seiner Umgebung schweren Schaden verursacht.
<s*riffteituna: Dr. Jriekn- WiV. Lange. - Druck und Verlag der Brübl'kLe^lniv.-Buch. und Stekidruckerei, R. Lanae. Gteßev


