ihm sorglich ehren Mantel um utnö rieb Wm forrt nassen Kvsü mit einem Tuche ab. Erkälten durste der Herr Pfarrer ftch nicht.

2m Triumph brachten die herrischen Leut vor Einbruch der Dämmerung auf ihren zwei Wagen den Ertrag eines Joches Weizen heim, sie hatten ihre Wette gewonnen.

Und es gab Pallatschinke«, Hub der Richter konnte sich vor Staunen nicht fassen, er trug diesen Schnittern den beiten Wem auf, den er im Keller Hatte. Rachbarn kamen zu Besuch, um zu erfahren, wie es gegangen. Am Margen dachten sie, es gäbe am Abend ein gwtz' Gelachter, aber damit war es nichts. Und der Schwarzwald bauer kam nicht.

Aber er zahlte am nächsten Sonntag im Grasten Wir^haus, vereint mit dem Richter, alles, was gegessen und getrun^n wurde. .ftnd sie hatten ihre Wette gern verloren, sagten sre, he waren stolz auf ihre herrischen Seist besonders auf ihren Murrer. Sie Hielten sogar Reden auf ihn. HiW endlich antwortete der Pfarrer. Es sei Vorn nicht um das Bier des Richters gewesen und nicht um die Backhühner des Schtvarzwalübauern, sagte er, sondern um den Beweis, daß jeder gesunde Men ich rmt ernrgM -Verstand sich in der Landwirtschaft betätigen könne. Aber wrM ihr. liebe Lent', warum wir die Wette gewonnen hab«i £ W wir alle von Bauern abstammen. Ich bin ein Bcmernsv'hn uns Habe noch als Student in allem rnitgehvlfen. llnb meine Schnitter werden auch nicht weit her sein, sind ja alle unsere Landsleute. And ich Hab' euch auch beweisen wollen, datz trot alte, einfache Wirtschaft unserer Ellern gar nicht so, schlecht wie sie jetzt gemacht wird. Ihr pflügt rmt Maschinen, chr sät mit Maschinen, ihr mäht und drescht mit Maschinen. In Gottes Aameni Aber ich bitt euch, tiergeBt die alte Weise chchtganz. Ein rechter Dauer muh sich selber Helfen können. Jry «chlietze. Ihr habt gesehen, was die herrischen Leut' können wenn es einen Spatz gilt. Ruft sie. wenn ihr sie im Ernst einmal bvauchM solltet, wovor aber Gott uns bewahre« möge.

And der Erzähler Mietzt also: Diese schalkhafte Geschichte Hat sich Amw 1913 begeben in einem schwäbischen ®otfe Se£ Banats, zur Zeit, als die serbische Frage schon brannte. And sie schien ihm wert, in heutig«- Zeit mitgeteilt za werden.

Die Rätsel Äes WinrerMKsK.

Don Franz Wichmann.

2n dieser harten Zeit wird's einem deutlich: Gar manches hat das Tier vor der Krone der Schöpfung voraus. So auch den Winterschlaf.Ein Ziel aufs innigste zu wünschen," möchte man mit Hamlet rufen. Ja, wenn man diese herbe Wintersnot mit allen ihren Sorgen durchschlafen könntel Am dann im Frühjahr tote das Tier dis Tafel der Aatur vom Schöpfer neu gedeckt zu finden! Sv einfach sieht sich das an, und doch ist's ein kompli­ziertes Ding um den rätselhaften Scheintod in der Tierwelt. Schon der Anfang ist dunkel. Wodurch entsteht der Winterschlaf? Schläfert das Sier sich durch die Kraft seines Willens selbst ein? Das heißt, enthält es sich freiwillig der Nahrung. um dadurch allmählich zu ermatten? Oder ist es der Einfluß der Kalte, der das Leben langsam erstarren läßt? Wahrscheinlich wirkt beides zusammen, nachdem eine Umwandlung im Wesen des Tieres schon im Herbste den Boden bereitet hat. Die Temperatur des Mutes hat allmählich so abgenvmmen, dab sie jetzt ohne Schaden auf 2 Grad Wärme zurückgehen kann. 3m Sommer wäre das der Tod. Ebenso tote die Verringerung 6er Atemzüge von 60TO bis auf 38 in der Minute, der Herzschläge von 200 and mehr auf kaum ein Fünftel. Zugleich- stumpfen alle Verven ab, Rüge und Ohr versagen ihren Dienst, einzig das Rückenmark behält seine Reizbarkeit. Warmblütige Geschöpfe erwachen, wenn über­mäßige Kälte den schwachen Rest ihres Ledens bedroht, um sich ein wärmeres Versteck zu suchen. Insekten, Fische, Frösche trotzen dem Tode, auch wenn ihr Mut gefriert. Rur darf dieser Zustand nicht allzu lange Muern. Sonst tauscht der Schlaf mit feinem Bruder Tod die Rolle. Sine Erwärmung von wenigen Minuten genügt, sie ins Leben zurückzurufen, wie auch ihr Winterschlaf fast plötzlich beginnt. Daher das verwunderliche Auftauchen von Muckenschwärmen an schönen, warmen Wintertagen und ihr ebenso rasches Wieberverschwinden. Ob Fische schlafen, hat die Wissenschaft bis heute noch nicht feststellen Wimen. Dagegen weist man, datz manche von ihnen einen Winterschlaf halten. So Aale und Karpfen, die längere Zeit scheintvd tief im Schlamm eingewühlt liegen. Durch das Eis hindurch hat man sie in diesem Zustand gefangen. Ist allen diesen schwächer gearteten Tieren der Winterschlaf ein notwendiger Schutz zur Erhaltung der Gat­tung, so scheint er dagegen bet manchen anderen nur eine Laune der Natur zu sein. Denn wozu bedürfen warmblütige Säuge­tiere, tote Bär, Dachs, Hamster, Murmeltier und Siebenschläfer,

die ein dichter Pelz schützt und die sich in ihren Bauen reichlich mit Rahrnngsmitteln verproviantieren, eines solchen Schuhes? Höchstens um sicher auszukommen und sich das Leben möglichst bequem zu machen. So scheint denn ihr Winterschlaf auch keine todähnliche Erstarrung zu sein, sondern nur ein tiefes Ausruhen zum Zweck verminderter Rahrungsaufnahme. Das beweist nm besten die Tatsache, dah sie ihr dumpfes Hindämmern bisweilen unterbrechen, um etwas zu fressen und zu trinken, oder gar wie Bär und Dachs, um Junge zur Welt zu bringen.

Dem Bogel hat die Natur den Winterschlaf versagt. Dafür lieh sie ihm Schwingen, der Gefahr des Frostes zu entfliehen. Nicht so frei den fliegenden Saugetieren, den Handflüglern. Bei ihrem typischsten Dertreter, unserer heimischen Fledermaus, kann man am leichtesten die Rätsel und Wunder des Winterschlafes beobachten. Wie ein Kerze verbrennt sie ihr im Sommer an­gesetztes Fett und hält sich damit am Leben. Fest in ihren warmen Flugmantel eingehüllt hängt sie, mit den Hinterfühen ein­gehakt und den Kopf nach unten, völlig erstarrt da, in einer Lage, die ebenso seltsam ist wie die wundersame Rückkehr neuen Lebens. Zuerst rührt sich der Puls wieder, langsam, in Pausen von Se­kunden. Ein dem Schnurren der Katze ähnliches Geräusch be­gleitet die Erwärmung des Körpers, der schließlich bei stürmischem Puttschkag ganz Heist wird. Dann räuspert sich der Schläfer, macht eine schwache Bewegung und beginnt mit noch geschlossener Flughaut tastend herumzukriechen. Offenbar berühren sich in &3fn dunklen Rätseln des Winterschlafes Tier und Pflanze am nächste«. Beide weckt aus ihrem dumpfen Hinvegetieren die er­lösende, belebende Wärme. Wie eine Erinnerung an solche Zu- stäiche klingen auch in der Seele des Menschen beseligende Früh­lings gefuhle nach.

Können Vogel fefffrier en?

Hebet die Bedrohungen der Böge! durch atmosphärische Kräfte, wie z. B. Hitze, Blitzschlag, Sturm, Regen, Hagel und Kälte, ist schon von a(terSl5er viel geschrieben morden. Alte Chroniken berichten nicht selten von so strengen Wintern, das) die Vögel vor Kälte tot aus der Luft 'herabsieten. H. Krohn- Hamburg führt nun in der «Ornithologischen Monatsschrift" diese alten Heberlieferungen auf das gebotene Mast von WaHr- schllnlichkeit zurück. Kro'An kommt dabei zu dem Schlaft, Last die Möglichkeit eines Festfrierens der Vögel aus dem Eise nutzt besteht. Vögel können sich innerhalb allerkürzester Zeit, um nicht zu sagen innerhalb von Minuten, aus eisigen Lufthöhen in tropische Gluthitze herablasfen. Man-che Vögel können auch beträchtliche Kälte ertragen. So verlassen ja zahlreiche Vögel ihre Heimat, wie bas u. a. Swen Hedin für Tibet mehrfach fest» stellt, überhaupt nicht, sondern trotzen grimmigster und lang- anhaltender Kälte. .Auch ist bekannt, dast ungezählte nordische Vögel (See) in dein unsere Küsten zuweilen umschließenden Treibeisgürtel ohne Gefährdung durch Festfrieren manchmal wochenlang ihr Wesen treiben, tote man denn auch Möwen, über Stunden aus der Eisdecke liegend, ru'hen sieht. Alles dies beweist, dast, der Vogel vielen Kältegraden genügenden Widerstand zu leisten vermag. Das Gefieder und die dieses ost frei Säuberungen durchwühlenden ober streifenden Ständer 6er Wasservögel sind ausreichend geölt, damit kein Wasser daran haften and die überhaupt hohe Bbutwärme der Vögel tut wohl ihr übriges, Kälte abzuwenden. So wird mithin nur dasjenige Tier, dessen Konstitution feine normale, das also krank ist, sestsneren können, nicht aber das gesunde; denn diese Möglichkeit würde geradezu zur Vernichtung alles dessen süh.en müssen, was sich der Wirkung ausgesprochener Kältozoven <mssetzte. Auch schon in unferm weit gelinderen Gebiet müßte zeitwMig ein großer Abgang in besagter Art sich leicht fest stellen lassen, was aber nicht ge­schieht. Eine ganz andere Sache scheint aber das Einfrieren des Gefieders zu sein, welches, wie aus manchen Beobachtung«» geschlossen werden muh. bei fouchtem Frost Wetter (Rebel, Glatt­eis) eintreten soll. Sv, wie der Atem oArr der Regen unted solchen Umständen als Eiskruste aus bärtigen Gesichtern sich bildet, mögen dieselben Ursachen, namentlich im trockenen Gefieder von Landvögeln, ebenfalls gelegentlich Eisbildungen Hervorrufen und die Bewegungsfreiheit des Tieres in dem Grade aufhefren, dast die Kälte den Tod Herbeiführt. Derartige Beobochlungen wurden sehr häufig im Riesengebirge gemacht, hier scheint Glatteis- Witterung unter den Zugvögeln erschreckend hohe Verluste zu verursachen, so datz Krohn diese Gegend knlt Recht als eine zuzeiten geradezudurchschlagend funktionierende Dogelfalle" be­zeichnet.

Schrtftlellung' August Goetz. Druck und Verlag der Brühl'schen Hniv,-Bnch- und Steindruckerei, R. Lauge, «Kiesten.