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(Müller), 2 Briefträgern, 2 UnteÄedrenstrten bei der Br ef-- xxpedition rind 1 Briefexpedrtor (Hagenbusch), dem Hmtschmm (Genz), 1 Packer und 1 Posthalter (Drescher) berder Expedrtton der fahrenden Posten. 2. Alzey mrt 1 Postexpeditor (Co n adr) und L Poststallmeister (Erckmann). 3, Bmgm mrt 1 Postver­walter (Brentano), 1 Briefträger wrd, 1 Poftstallmersrer (G,io-- mont). 4. Kastel mit 1 Postexpeditor (Dosch) und l PostschN er (Genz). 5. Guntersblum mit 1 Postexpeditor (Baumann). 6. Rieder-Ingelheim , mit 1 Postexpeditor Weizel) und 1 Post- halterei (Frau Poststallmeister Göckle). 7. Riederolm inrt 1 Post- erveditor (Wolff) und 1 Poststallmeister (Meyer). 8. Oppenheim mit t Postexpeditor (Aßmann). 9 Wörrstadt mit 1 Postexpeditor (Kamp) 10. Worms mit 1 Postmeister (Lang), 4 Postsckretar Meurer), 1 Briefträger und 1 Poststallmeister (Euler).

flh: Posten waren im Großherzogtum damals vorhanden:

I in Rheinhessen: a) Fahrende Posten. Von Atainz nach Frantfurt (über Kastel), nach Kobleiiz (über Nieder-Jngelheim, Bingen), nach Saarbrüchen (über Alzey, Niederolm, Wörrstadt), nach-Worms und Straßburg (über Oppenheim); ferner von Bmgen nach Kreuznach (im Anschluß an den Postwagen von Koblenz) und von Kastel nach Wiesbaden und Enis, b Reitende Posten. Von Mainz irach Paris auf zwei Kursen (entweder über Wörrstadt, Alzey, Kirchheim, Zweibrücken, Saarbrücken usw. oder über Brngen wrd Kreuznach); ferner von Mainz nach Straßburg (über Oppen­heim, Guntersblum, Worms), irach Koblenz, Köln (über Brngen) und nach Wiesbaden (über Kastel).,

II in Starkenburg: a) Diligencen. Von Darmstadt und Osfeiibach nach Frankfurt, b) Fahrende Posten. Von Darmstadt nach Heidelberg, Stuttgart (über Bickenbach, Heppenheim). c) Rei­tende Posten. Von Darmstadt nach Heidelberg, Stuttgart, nach Mainz (über Großgerau), nach Worms (über Oppenheim), nach Sel-genstadt (über Babenhausen) und von Erbach nach Heppenheim (über Fürth und Reichelsheim), sowie von Offenbach nach Augs­burg (über Seligenstadt).

III. in Oberhessen: a) Fahrende Posten. Von Gießen nach Massel, nach Frankfurt (über Buhbach, Friedberg), nach Wetzlar Und Koblenz und nach Fulda (über Grüuberg, Romrod, Alsfeld wid Lauterbach), b) Reitende Posten. Von Gießen nach Kassel/ nach Koblenz und nach Lauterbach auf dem gleichen Kurse wie die fahrenden Posten, nach Gladenbach und Battenberg und von Friedberg nach Hanau. Auf dem Kurse Gießen-Gladenbach und Battenberg, sowie Gießen-Hungen-Nidda verkehrte statt der Reit­post monatlich einmal der sogenannte Geldkarren, der nur Gelder Und Pakete nach und von Gießen, aber keine Personen beförderte.: c) Botenposten. Bon Lauterbach iiach Fulda und Schlitz, von Alsfeld nach Neukirchen und von Gedern irach Nidda.

Die sogleich nach der Besitznahme der neuen Landesteile Mit Taxis eingeleiteten Verhandlungen fanden ihren Abschluß durch den am 31. März 1818 vom Großherzoge vollzogenen, am 1. April des gleichen Jahres in Kraft getretenen zweiten Postlehnsvertrag. Dieser enthielt im ivesentlichen die gleichen Bestimmungen tvie der erste Postlehnsvertrag von 1807. Neu hinzu traten folgende Vereinbarungen: Für den Fall des Aussterbens der Familie des Fürsten Karl Alexander von Thurn und Taxis wurde die Würde des Erb-Land-Postmeisters auch dem Fürsten Maximilian von Thurn und Taxis unddessen standesmüßiger, männlicher Des- cendenz" übertragen. Ferner wurde die allgemeine Landes-Porto­taxe nunmehr auch auf die überrheinische Provinz ausgedehnt, und tm 8 3 die Ersatzpflichtder im Umfange der Fürstlich Thurn Und Taxisschen Post-Verwaltung entkommenen oder beschädigten Gegenstände, falls deren Verlust oder Schaden nicht durch un- dbtvendbare Gewalt veranlaßt sei", dem Erb-Land-Postmeister lauferlegt. Diesem war jedoch der Rückgriffan jeden schuldbaren oder fahrläßigen Ofsicianten oder sonstigen. Beteiligten Vorbe­halten" und gestattet,den Postdienst durch angemessene Kautions­leistungen von Seiten der Postbeamten tind Postbediensteten mög­lichst sicher zu stellen". Durch § 16 wurde schließlich bestimmt, daß alle bei den Posten angestellten Personen, so lange sie ihre, Pflicht gehörig erfüllen, in ihren Stellen bleiben und lebenslänglich ihre, festgesetzte Besoldung und rechtmäßigen Emolumente genießen" sollten.

^Fortsetzung folgt.)

VerMrtzehtes.

* Schweigen ist Gold. Eine ergötzliche Geschichte von einem Richter, der im Vollgefühl seiner Würde mit Vorliebe im Gerichtssaal große Reden hielt, erzählt eine Pariser Zeitschrift. Ein Zeuge sollte verhört werden.Ant­worten Sie mit Ja oder Nein," begann der Richter;der Gerichtshof kümmert sich nicht um das, ivas sie glauben, ihn kümmern nur Tatsachen. Auch ich glaubte heute Morgen, meine Uhr in die Westentasche gesteckt zu haben, aber in Wirklichkeit habe ich sie auf meinem Nachttische liegen lassen. Wir wollen hier nur Tatsachen, nicht Mei­nungen hören. Der Zeuge blieb stumm wie ei ick Fisch, der Prozeß war schnell erledigt, und zufrieden ging der Richter

nach Hause.Du scheinst ja schlimm in Verlegenheit ge­wesen zu sein, empfängt ihn seine Frau,wieso hast dst denn deine Uhr vergessen? Nicht weniger als vier Leute sind jetzt schon hintereinander hier gewesen, um sie abzu­holen."' Ein furchtbarer Verdacht erhellt den Geist des redseligen Mannes:Du hast sie doch nicht mitgegeben?" Aber natürlich, dem ersten, der kam, er sagte noch aus­drücklich, du ließest mir mitteilen, die Uhr wäre auf deinem' Nachttisch liegen geblieben." Bei der nächsten Verhandlung! war der Richter sehr schweigsam. ...

* Die schwierige Kunst, i m § u t z u küsse n. Die Geschichte lehrt uns, daß alle großen Umwälzungen sich in der Stille vollziehen, und daher ist es auch nicht verwunderlich, daß die neueste Wandlung in der Kunst des Küssens bisher nur Wenigen klar zum Bewußtsein gekoinmen ist. Die neue Kunst des Kusses geht weder aus einen dunklen Zuiall, noch au? den Ehrgeiz irgend eines Reformators zurück, sie ist wie alle wirklichen Umwandlungen aus einer Notwendigkeit heraus erwachsen, und ein neues lehr­reiches Beispiel von dem, was Herbert Spencer, der große Philo­soph, dieAnpassung der Handlungen an das 3iet" nannte. Die mächtigen, weit ausladenden Damenhüte, die nun seit zwei Jahren die Mode beschert, mußten notgedrungen dazu führen, in der edlen Kunst des Kusses eine neue Technik zu entwickeln. Dem galante» Herrn der Schöpfung mag aus der Ferne gesehen der moderne breite Frauenhut mit seinem halbmeterbreiten Rande wie eine ver­klärende Gloriole erscheinen, wenn er aber nähertritt, verwandelt sich dieser lichte Heiligenschein in einen gesährlicheir Schutzwall mit scharfen Rändern, der zudem noch durch spitze Hutnadeln verteidigt ivird und eine fast unüberwindliche Abwehr gegen den Kuß be­deutet. Aber die Männer sind tapier, sie überwinden zur Not tmch dieses Hindernis, und sie haben es ja auch nicht allzu schwer, wenn sie sich nur entschließen, den Kops recht schief zu halten und sich genügend zu bücken, um unter den Hutrand eindringen zu können. Aber wie umständlich das auch sein mag, es bedeutet gar nichts im Vergleich mit jener Summe von Geschicklichkeit, Mut, Geduld und Zielbewußtsein, die vonnöten sind, wenn zwei moderne Frauen im Hute sich küssen wollen. Doch die Schlauheit des schönen Ge­schlechtes hat auch dieses Rätsel zu lösen verstanden, hat eine neue Technik des Kusses entwickelt, die zwar jede Leidenschaftlichkeit aus- schließt, aber letzten Endes doch zum Ziele führen kann. Ein Londoner Frauenverehrer gibt eine amüsante Schilderung des Ver- sahrens. Vorsichtig treten die beiden Partner einander gegenüber. Der Kopf wird leicht zurückgeneigt, so daß die beiden mächtigen Ränder der Hüte in gleicher Fläche einander gegenüberliegen. Und nun beginnt der eigentlich schwierige Teil der Zeremonie, der Augenblick, da Kaltblütigkeit, Selbstbeherrschung, Geschicklichkeit und ein gutes Augenmaß entscheidend sind. Langsam, ganz langsam nähern sich die beiden Gesichter; alles kommt darauf an, daß die Hutränder an keinem Punkte aneinander stoßen. Wenn der Zwischen­raum zwischen ihnen dann ganz klein geworden ist und nur noch nach Millimetern zählt, wenn die Tageshelle zwischen den Hüte» verschwindet und einem trauliche» Halbdunkel weicht, dann ist der Augenblick gekommen, da es gilt, die Lippen zum Kusse zu schürzen und so weit als möglich vorwärts in den Weltenramn zu strecken. Sind die beiden Damen, die einander die Zärtlichkeit eines Kusses erweisen wollen, geschickt und erfahren, so wird in weitaus den meisten Fällen die Vereinigung der Lippen sich ermöglichen lassen. Aber die Operation ist danüt noch nicht beendet, eine kleine hastige Bewegung, ein Ausgleiten kann das Ganze in Frage stellen. In der Tat ist die Lösung nach vollzogenem Kusse kacun weniger schwie­rig, als das Vorspiel. Auch hier ist die größte Sorgfalt geboten. Zuerst werden die vorgestreckten Lippen wieder eingezogen, dann nimmt man langsam, ganz langsam das Gesicht zurück; nun erst darf man wagen, den Kopf wieder vorwärts zu beugen und die normale Haltung einzunehmen. Das Ganze erfordert natürlich nicht nur Talent, sondern auch Fleiß und Hebung. Wenn zwei Damen, die es vorher an beit nötigen Hebungen haben fehlen lassen, sich aufs Geratewohl küssen wollen, so ist eine Katastrophe so gut >vie unvermeidbar, knirschend werden die Hüte aneinander geschlagen, die Frisur wird emporgerissen und eine hastige Flucht ins Haus wird die Folge sein, wo dann mit vieler Mühe die ungerichteten Verwüstungen wieder ausgebessert werden müssen.

* Ra also!Du sollst von mir behauptet haben, ich wäre ein Rindvieh ersten Ranges !"Bitte sehr; vom ersten Range war gar keine Rede!"

VerfteSratsel.

Man suche ein Sprichwort, dessen einzelne Silben in folgeirden Wörtern versteckt sind, wie die Silbean'1 inWanderer".

Edelstein Kaffeebohnen Augenärzte Kriegerverein Reisetasche Zundererz Opernsänger Teekanne Vielhufer ~ Geldbörse Assessor Handarbeit Heinrich Botenfrau. Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung der Schach-Ausgabe in voriger Nummer?

Weiß. ' Schwarz.

1. Dg2 a8 Beliebig.

2. D ob. 8 f und Matt.

Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Hniversitäts-Buch- und Steindruckereh R. Lange, Gieß«»