Ausgabe 
26.2.1910
 
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Vüchertlsch.

beigegeben sind,

Redaktion! K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, « Lange, Gteben»

Kreuzrütkel.

In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben a, d d, eeeeeeee, g g g g, i1 iii, 11, n nnnnnnnnn n, o o, s s, 11, u u u u, w w der­art einzritragen, daß die wage- rechten und senkrechten Reihe» gleichlautend folgendes ergeben!

1. Asiatisches Reich.

2. Schmackhafte Fische,

3, Einen Badeort,

Müsirnd ist, wirb Heute uiomaub mehr gfauben ober vecterbigenl, toienn auch hin und wieder von Leuten bie Rebe ist, die hmrbert Iaihre alt geworben sind, und sich fast nie ordentlich gewaschen! Oben. Tas Schwein selbst ist nach einer fachnrömuschün An- schnnung^ viv i.nLancet" zum Ausdruck kommt, von Natur ein sauberes und nickst ein schmutziges Tier Wenn cs sich int Schmutze wälzt, so verfolgt es damit bie Absicht, ferne Haut zu reinigen, und wenn es diesen Znn-ck nicht erreicht, so liegt es Nicht an ihm Zunächst wirb sein Aussehen damit nicht gebessert, aoer der anfangs anhaftende Schmutz fällt, nachdem er getvoMet ist ab und nimmt gewisse Nnreiulichkeiten von der Haut desSchwem-es!

Auflösung in nächster Nummer,

Auflösung des LvgogripN in voriger Nummer: Soda, Sofa.

Vermachter.

* Das saubere Sch w o in. Das Schwein wirb in unserer Gesinnung und Sprache fast noch ungerechter behandelt als der Esel. Ob man den Esel für dumm ober klug halten will, kaust jedem überlässen bleiben. Wenn aber das Schwein als abschrecken­des Urbild schmutziger Getvöhnimgen tagtäglich hundertmal ins Feld geführt wird, so hat wahrscheinlich niemmtb anders diq Schuld daran als der Mensch selbst. Es hat wie eine vollkommen neue und deshalb höchst überraschende Entdeckung gewirkt, als

m'1 ^Beleidigt.Du bist Schusteckhr'liug nicht wahr?" .Erlaoben Se man! Ick nenne mir BKontär der FusMektei-- chmgsknnst."

Aus bcm Seelenleben höherer Tiere von Dr. Alexander Sokolowsky, zoolog. Assistent in Karl Hagenbecks Tierpark in Stellingen. Mit 10 Knustbeilagen von Tiermaler W. Heubach in München. Mk. 1, Leipzig, Verlag von Tbeodor Tho m a s. Der vorliegende Band erscheiist in geschmackvoller Ausstattung als dritte Buchbeiiage zurNatur", Zeitschrist der

Nicht, einen literarischen Salon einzurichten und eine feinere I Deutschen Naturivissenschaltlichen Gesellichast. Ter bekaunw Ver- ' . L..- ", --------- I 5nj|-ei. die Beobachtungen der höheren Tiere in der Freihest

ein, da der veränderte Aulenthai', der Tiere, wie ihn die Gefangen­schaft mit sich bringt, das Heransreisteu aus dein Zusammenhang mit der Natur, die Entziehung der Tiere vom Kampf ums Dasem, Veränderungen mit sich bringen, die mächtig auf die Tierseele em- wirken- Aii der Hand zahlreicher Beispiele wird geschildert, tute sich bei den verschiedensten höheren Tierarten in der Gesangcnichast eine Anhänglichkeit an ihre Wärter, ja sogar eine Seelengemem- schalt zwischen Tier nnb Aieusch herausbildet. Wir können un Rahntctt dieser Besprechung nicht näher atü das anregend ge­schriebene Buch eittgeheit, dem 10 schön ausgeführte Kunstverlagen

sah dem goldschimmernden fRcigen zu und zog sich nm 9 Uhr Mik seinem Hofstaat zurück. Das letzte große Fest des Kaiser­reichs fand statt nach der Taufe des Königs von Rom, der Kaiser durchschritt mit großem Gefolge die Säle, in denen sich die Eingeladeneil drängten. Er ging so rasch, daß alle, die ihm folgten, selbst die Kaiserin, laufen mußten, ivas der Würde und Anmut einigen Abbruch tat, aber das glätt«

Geselligkeit zu pflegen, wie dies noch die Frauen des Direk- toires vermochten. Als die spätere Großherzogin von Flo­renz, Elisa Bacciochi, einen solchen Salon zu grünben suchte, stritt man sich zunächst weidlich über die Wahl erner Ber- einstracht und kam schließlich auf ein Kvstüm, in dem griechi­sche, römische und alttestamentarische Erinnerungen ver­eint waren, kurz allesaußer dem guten Geschmack." Aller Glanz des Gesellschaftslebens ströntte in dem einen Mittel­punkt des kaiserlichen Hofes zusammen, dessen Feste mit würdiger, wenn auch etwas aufdringlicher Pracht ausge­stattet ivaren. Die Maler David und Jsabey brachten eine geschmackvolle Note in die Kostüme und Aufzüge. Der Kaiser war der einzige, der die neue goldgestickte Hoftracht nach den ersten Empfängen wieder ablegte und auch, auf den: Parkett als einfacher Soldat erschien; sottst mußten die waffen- ergrautcn Marschälle ebenso ivie die jungen Offiziere sich zu den kleinen Schuhen, weißseideneir Hosen mit Strümpfen und gesticktem Frack bequemen. Während die alten Krieger tote geborgt aussahen", machten die frischen Leutnants so gute Jigitr ivie früher die Kavaliere von Versailles. Die iÄnladrmgskarten zu. den großen Hofbällen wurden in ver­schiedenen Farben ausgegeben. Jede FarVe berechtigte zum Eintritt in einen bestimmten Saal. Rasch hielt der Kaiser Cercle unter bett Damen, tanzte höchstens eine Quadrille,

«. w »Ägi'ttysK I US® ANS zaubernd, das dritte Mal zerstreut und kalt, em viertes I

Mal ließ er die Gelehrten und Künstler überhaupt nicht zusammen kommen. Das Theater begünstigte er, weil er darin ein wichtiges Mittel zur Erweckuttg der Begetstet.mtg und zur Beeinflussung der Menge sah. -Seit 1803 bildeten auch Oper und Komödie einen wichtigen Mittelpunkt ge­selliger Zusammenkünfte. Die berühmten offentttchen Opernballe nahmen am 25. Februar 1800 ihren Anfang Dort vereinigten sich in phantastischen Maskenkostümen Welt

Kaiser mn den öieitint i. i kaiserttcben Hof Würde I nicht als {ein LebenSelement nötig hat, stmbem auch in stubover fern bleiben mußten. Um 'etnem ka seUtchen Hof ^vuroe $ j l|nb Umgebung durchaus gut nnb vielleicht sogar besser und Glanz zu verleihen, erstrebte Napoleon eme grandiose I gefec'i(1| Seitbent erscheint es auch nicht mehr iwhtfenNi, daß Wiederbelebung all der Pracht und Ordnung, ivie sie der- I t)?v vergleich mit einem Schweine stall unter allen UmstSud«« einst unter den legitimen Herrschern Brauch gewesen. Die I tinen Ausdruck tiefster Herabsetzung für irgendeine Behausung ober Fragen der Etikette wurden mit höchster Wichtigkeit be-, I eilKn Wvhuraum bedeutet. Doch das ist für den Landwirt im tändelt; man suchte in der Bibliothek von St. Cloud den I wesentliche» vielleicht eine Kostenfrage. Immerhin läßt sich sehr gewaltigen Band hervor, in dem Ludwig XIV. alle Hof- viel dazu tun, bett Zustand, der Schwemestälte und damit beti

l^Äch-njchm- u imj«nchst Mit .» d-, H-!

gezogen, um ^hre Erinnerungen an die alte^Ho^rdnung ^^heitsMegL sehr zu betonen. An dem Wusig gehörten Satz, Mitzuteilen, und Napoleon berjentte sich nut Dalleyrand m ja Schmutz warm HM, mag vielleicht etwas fern. Daß Schmutz die Erzählungen der einstigen Zofe, behandelte alle lieber- « - - - - * ,

bleibsel aus der Zeit toter Majestät als große Kostbarkeiten. Prunkvolle Feste wurden mit Hilfe des Malers Jsabey ver­anstaltet. Josefine mußte sich als Kaiserin,pon. ihren frühe- ...

ten Freundinnen zurückziMen nnd Zich mit hocharistokratt- I jchcmung, die letzt un

^-schWDvsdckMen umgeben. Sie war aber nicht imstande, sich -^"wirklich zum geistigen Mittelpunkt des Hofes zu machen, sondern das Gefühl ihrer Würde und Macht entlud sich in seltsamen Einfällen und Lannen. In einem Werk über die Ueppigkeit der römischen Dekadenz fand sie z. B. eine Beschreibung luxuriöser Gastmähler und wollte nun ihren Damen ein Diner ä la Heliogabal geben. Der Koch mußte im jardiu des plantes die seltensten Vögel, ja sogar einen Strauß und Papageien requirieren und bei den Händlern Nachtigallen zusammenkanfen, um den Damen der Kaiserin die Sensation antiker Gerichte zu verschaffen. Aber die Speisen schmeckten schlecht, die EnMrnschung über das Damendiiier erregte Spott und Josefine mußte den Zorn des Kaisers auf sich nehmen, dessen Lieblingspapagei ihrem gesellschaftlich-antiken Ehrgeiz zum Opfer gefallen war. Auch den anderen führenden Damen der Gesellschaft gelang es