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ttt beit Garte» zu fueiteit. Mr Kater bemerkte bald, btt ft dies ■fljff die Sperlinge große Anzirhungskvafk auMbte; jedesmal, wenn Bvotkrumen ausgswvrfen wurden, verbarg! er sW in der Nähe Guter einem Busch und unternahm mehr oder minder glückliche Angriffe auf die Vögel. Eiites Tages Mürben die Krumen erst mit Abend ausgewarfcn, in der Nacht fiel Schnee und mit nächsten Morgen war das Vogelfutter unter einer Schneedecke begraben. Zn seinem Erstaunen konnte der Hausherr beobachten, tote sein schöner schwarzer Kater voll Eifer den Schnee beiseite schaufelte. Stück um Stück grub das Tier die Krumen heraus, legte sie sorgsam! auf die Schneedecke und schlich daun zu seinem Busche, wo er sich tote gewohnt auf die Lauer legte. Im Laufe des Winters hatte man noch oft Gelegenheit, den Kater zu beobachten, Wie er die Köder für die Sperlinge auf diese Weise stets sorgsam bereit legte. Mit Welcher Schlauheit ost F-üchse Fallenstellern ihre Streiche spwlen, bestätigen zahlreiche Erfahrungen. Dr. Rae hat bei seinen Jagden auf Polarfüchse in dieser Hinsicht verblüffende Erfahrungen machen müssen. Bitt der Zeit lernten die Füchse den Mechanismus der Fallen kennen und Wüßten stets der Gefahr zu entgehen. Schließlich ersann Dr. Rae eine neue Falle: er stellte ein Gewehr mit Schrotladung auf, dessen Drücker durch eine lange, unter dem Schnee verborgene Schnur mit dem Köder verbunden war. Das erstemal ging ein Fuchs in die Falle und erschoß sich sozusagen selbst; aber er-blieb auch der einzige. Die Füchse fanden sofort einen AuÄvdg, sich die Beute ohne Gefahr zu verschaffen. Entweder zernagten sie die Schnur ober sie gruben sich durch Schnee und Erde eine Art Kanal zu dem Köder, so daß sie in dieser Versenkung verborgen, gegen den Schuß gesichert Waren. Nach den Schilderungen von Potoelsen, die später durch Dr. Henderson bestätigt wurden, wissen die Mäuse von Island durch regelrechte Schiffahrten Flüsse zu überqueren. Zehn bis zdvKf Mäuse tun sich zusammen, schleppen mit vereinten Kräften ein genügend großes Holzstück zum Wasser und vertrauen sich .auf diesem Fahrzeug furchtlos den Fluten au, Wobei sie mit den Schwänzen steuern. Ja bisweilen verfertigens sich, Tiere regelrechte Instrumente, um! bestimmte Absichten zu erreichen. G. E. Peal beobachtete mit Erstaunen, rote einer seiner jungen Elefanten trockene Bambusstauden ans den Hecken zog. Der Glesant prüfte einige Bambusstäm'Me, bis er einen geeigneten gefunden hatte, zerbrach ihn mit der Vorderpfote und nahm das Bambusstück in den Rüssel. Dann hob er das eine Vorderbein Und kratzte sich mit dem Holz stück sozusagen in der Achselhöhle. Welche Absicht er dabei verfolgte, wurde dem Beobachter klar, -M er schließlich einen großen Blutegel zur Erde fällen sah. In einem anderen Falle, in einer Jahreszeit, da die Stechmücken die Weßmten seh. plagten, ging der Dickhäuter in den Busch, riß sich eine große vielblättrige Stande los, entfernte sorgsam alle Blätter bis auf einen Büschel an der Spitze und hatte nun ein Instrument gewonnen, mit dem er die Mücken verjagte.
Vermischtes.
* Di« gesundheitliche Bedeutung des Zuckers.
?? «Ucker ein «ausgezeichnetes Mittel zur Muskelkräftigung P* W eurer Reihe von Jahren bekannt. Er vvrdienitj deshalb einen hervorragenden Platz bei der Ernährung der arbeitenden Masse, der Sportsleute, Touristen und Soldaten. Dr Gradmrscu hat vor kurzem bei Personen, die 20 Stunden gefastet gatten, den Grad der Ermüdung der Muskeln festgestellt und gefunden,, daß durch die Verabreichung von nur 25 Gramm Zucker dtz' .Zujammienziehungen der Muskeln viel kräftiger werden und die Ermüdung viel später eintritt.
... * ? d t1« S« d e s H a a r-e s. Ju langjährigen Studien
und Versuchen hat sich ein französtzchet Mediziner, Dr. Gnekpa', mit der Hygiene des Haares beschäftigt und sich insbesondere mit ber Ursache des Ergrauens der Haare und mit der Kahlköpfigkeit
Die ErgMiisse, zu denen ihn seine Forschungen geführt haben veröffentlicht der Gelehrte letzt in bet Revue und tritt Olmnt den Medizinern entgegen, die das Ergrauen der Haare
Mikrobmr znruchüHren, die den Farbstoff töten. An der Hand zahlreicher Beispiele beweist Dr. Guelpa, daß die vielempfohlenen antiseptischen Waschungen, die Anwrnduug alkoholhaltiger Haar- toässer, kurz die gesamte Haarpflege, die überall geübt wird, ihrem Zwecke widersprechen nnd die Farblosigkeit und das Ausfallen der Haare ttt gefährlichem Maße steigern. Diese häufigen Waschungen lllt° i- B. auch die Ursache dafür, daß das Haar des Mannes in bei- Regel früher ergraut, wie das Haar der Fran. Die Fran pflegt im allgemeinen ihr Haar seltener zu Waschen und erhält damit .der Kopfhaut und den Haaren jene fettigen Bestandteile, die eine wesentliche Lebensbedingung für gesunde Haare sind. Anßervrdmt- rEui /utevessant ist Dr. .Guelpas Hinweis auf die ungleich kürzere Haltbarkeit der Farbe, bei den Barthaaren im vergleich zu den! Kopfhaaren. Man wird in den meisten Fällen beobachten, daß
kurz nach denk Ergrauen ter Kopfhaare auch die Barthaare ihre Farbe verlieren, der Zeitabstand beträgt in der Regel nur wenige Jahre. Da die Barthaavc! erst mit beginnendem Mannesalter! wachsen und daher rund zwanzig Jähre jünger sind, als die Kopfhaare, ist ihre gesunde Lebenskraft und die Dauer ihrer Farbe also viel geringer als die der Kopfhaare. Der französische Gelehrte! erklärt dies durch die häufigen Seisenwaschuugen, denen die Barthaare ausgesetzt sind; das Gesicht Wird täglich zumindest einmal, wenn nicht noch öfter gewaschen, während mir wenige Männer täglich eine ganze Kopftoaschung vornehmen. Hiermit erklärt sich auch die Erscheinung, daß. in vielen Fällen die Augenbrauen zuerst zu ergrauen beginnen. Die! häufigen Reibungen rauben den Fettgehalt; ein Vergleich mit dem Tierreich bestätigt diese Beobachtung^ man Wirb stets finden, daß das Fell der Pferde zuerst an« der /Stell« ergraut, toi» durch das Geschirr Reibungen verursacht werten. Tas Gleiche beobachtet..man bei allen Tieren; stets ergraut das Haar zuerst an den Pfoten und au ter Schnauzt, also an den Stellen, die die meisten Reibungen erfahren. Jt dieser Hinsicht ist die eng anliegende Form der männlichen Kopf- bekteidung der Haarfarbe und der Dauer des Haarwuchses ungleich gefährlicher, als die weibliche Kopfbedeckung, di« niemals das Haar von ter Lust so stark abschlicßt, keinen so starken Truck ausübt und insbesondere die SchlKfengegönd freiläßt. Auch big männliche Mode, das Haar kurz geschnitten zu tragen, befördert das frühe Ergrauen und den Haarausfall; die langen Haar« der Frack werden der Absi«cht der Natur gerecht, die die Kopfhaut als einen empfindlichen Teil des menschlichen Körpers gegen alle Gefahren« besonders schützt und damit alle Störungen rät den Geweben unb* Drüsen fernhält. Dr. GuelPaS Forschungen gipfeln in einer neuert Hygiene des Haares, die die antiseptischen Waschungen bis auf Wenige, besondere Fälle fast völlig ansschaltet, dagegen die Behandlung des Haares mit fetthaltigen Substanzen und insbesondere häufige Köpfmassageu anrät. Tie Furcht vor starken Kopfmassagen! ist unbegründet; viele Leiite fürchten diese Massagen, Weil Haav dabei verloren geht, aber die' dabei ausfallenden .Haare sind! bereits krank und Würden so Wie so noch kurzer Zeit ausfallM Zahlreiche Versuche haben gezeigt, daß für jedes' ausgerissene Haap stets .ein neues, stärkeres gesundes nachwächst, während die von! selbst ausfallenden Haare nur durch schwächere ersetzt werten, die bald 'wieder ausfallen und so schließlich zur Kahlköpfigkeit führen.
* Eine neuartige Entschuldigung für zu schnelles Fahren brachte ein Automobilist in Kingston vor, ter sich wegen« der Ueberschreitung ter Geschwindigkeitsgrenze zn verantwortet hatte. Er erklärte, eine beträchtliche Strecke hinter einem anderen! Krastwägen hcrgefahren zu sein, das so üble fünfte von sich gegeben habe, daß er es nicht länger hätte ertragen können, llirt dem' schlechten Geruch zu entgehen, sei er darauf eine kurze Strocks schneller gefahren, aber leider gerade an einem Punkt, WO sich eine Polizeifalle befand. Merkwürdigerweise erkannte der Gerichts!-' Hof diefs Entschuldigung an, ein Fall, deck sich so selten ereignet/ daß er besondere Erwähnung verdient. Gewöhnlich muß der! Autler in England zahlen, Wenn ein Schutzmann sagt, die Ge- schw'indigkeit habe 25 'Meilen betragen, selbst wenn der Waget nachweislich nicht in der Lage ist, mit einer größeren Geschwmdig«-! feit als 12 Meilen in ter Stunde zu fahren.
* Käser ite!nho f Hüte. Unteroffizier: „Also Hofschaw fpieler sind Sie ? Schön! Aber trotzdem im'mler proper an treten, rate ich Ihnen! Lninpazivagabundus Wirb, nicht gespielt bei W!N
Rätsel.
Ich komme zu euch alle Tage, 's freut sich wollt jeder, das; ich da. Ich vielen Segen bei mir trage, Dies lange schon die Menschheit sah. 's war große Weisheit, als mir setzte Ter Herr der Schöpfung meinen Ort, Schon viele dadurch er ergötzte, Er ist fürwahr ein guter Golt.
Er schickt mich treulich Sommer, Winter, Im Herbst und Frühling, allezeit. Auch habe ich viel heitre Kinder, Gar manches davon dich erfreut.
Ich rüstete zu neuem Lause mich neulich, Habe viel im Sinn, Nun mußt du mir auch sagen freilich, Hast du erraten, wer ich bin. E. I.
Auslösung in nächster Nummer.
^Auflösung des Leiterrätsels in voriger Nummert F N R I E T I I E
ERNST D Z
REIMS
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CATCH H E
Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießern


