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-hat, sind, in erster Linie die Arier. Ztvvr war schon vor den! Ariern die aus Asien eingewanderte (alpine) Bevölkerung vor­handen, welche von jenen teilweise ausgerottet, teilweise ver- knechtet und in die mitteleuropäische Gebirgskette zurückgedrängt wurde und über welche die hereindringenden und eroberudenl Arier in verschiedenen Schichten sich lagerten. Doch tritt diese alpine Rasse in kultureller Beziehung jenen gegenüber zurück und vermag sich mit ihnen an geistiger Produktivität nicht zu vergleichen. Wer sind nun diese Arier? ,

Bis vor kurzem noch war man geneigt, die Heimat der Jndo- germanen oder Arier in den.asiatischen Hochlanden zu suchen, bis neuerdings eine mächtige wissenschaftlicha Strömung unter Führung der Anthropologen Penka und Wilser hervorgetreten ist, welche die Heimat unserer Urureltern nicht tut Inneren Asiens, sondern int Norden Europas selbst annimmt und welche neuerdings Beweise aus Beweise häuft, um sie endgültig daselbst festzustellen. Und nicht ohne Erfolg.Das unausbleibliche Hinwelken der weißen Wenschcn in Indien, welches an den eingewanderten englischen Familien beobachtet wird und welchem chie arischen Bestandteile der indischen Bevölkerung längst zum .Opfer gefallen sind, läßt darauf schließen, daß die asiatische Herkunft der Arier nichts ist als ein Märchen," sagt Otto Ammon in seinerGesellschafts­ordnung und ihre natürlichen Grundlagen". .Einzig und allein der in dem rauhen Klima.Nordeuropas unter Jagd, Krieg und ritterlichen Hebungen ausgewachsene Mensch bietet diejenigen An­lagen, welche die Zierde der Arier ausmachen, nämlich Kraft, Energie, Tapferkeit, Selbstgefühl, Wahrhaftigkeit, Mitleid mit Schwachen und echte Menschlichkeit, und darum haben wir die Urheimat der Arier in Nordeuropa zu suchen. In günstige Klimate verseht, mußten solche Stämme die herrlichsten Früchte zeitigen, ehe sie schließlich den Schädlichkeiten erlagen."

In diesen nördlichen Gegenden hätteit wir also von nun an die ursprüngliche Heimat der .arischen Massen zu suchen.Es sind nicht bloß verwandte Stänime, sondern es ist im Grunde dasselbe Volk, das.den größten Teil Europas und weite Gebiete in Asien teils, besiedelt, teils unterworfen und einer höheren Gcjiltnug zugeführt hat. Die dänische Halbinsel Jütland führt noch mit ganz geringfügiger Lautverschiebung den Namen ihres Stammlandes, des schwedischen Götaland (sprich Jötaland). In gänzlich unverschleierter Weise trägt die spanische Adelsfamilie Gutmait (Gothmann) ihre nordische Abkunft zur Schau. Aus Spanten stammt auch der Ausdruckblaues Blut". Der dort Ünsässige Gotcnadel wurde int Gegensah Mm dnukelhäuttgen Volke alsblattblütig" bezeichnet, da durch die lichte Körperhaut das Venenblut bläulich durchschimmerte" (Pösche, die Arier). Auda- lusien (Wandalusien) ist bekanntlich das Wandalenland, Cata- lonien das Land der Goten und Alanen. Etwas schwerer er­kennbar, aber doch nachweisbar ist der Name des zweiten nor­dischen Hauptstammes, der Schweden, bei Schwaben und Schwei- gern. Der Schweizer nennt, ganz wie der alte Göthe, seinen Vater Noch heuteAett". Und luemt wir weiter zurückgehen, so werden wir tinden, daß das gricchischeühhgaler" und das deutsche -Tochter" im Grunde noch immer dasselbe Wort ist, Agesilaos! ist Axel und Claudius ist Claus. Die SilbeAch" deutet in fast allen indogermanischen Sprachen auf Wasser hin: Acheron, Acke- loos (übertragen überhaupt für Wasser gebraucht), aquaAcha" vderAha" (dänisch-norwegisch das Wort fürBach"), bezeichnen denselben Begriff. Der ittdische Goll Ahi, Achilleus (der Sohn ettter Meeresgöttin!) und Aegir sind nahe Verwandte."

Dcrmncbtcs.

. .* UN d h a t derselbe .... In drei Wörtern zwet Verstoße, der eine gegen die Rtchtigkeit, der andere gegen dte Schönheit der Sprache. Den Schönheitsfehler das pa­pierenederselbe" statter" wollen wir heute nicht beson­ders hervorheben, wohl aber die falsche Umstellung des Satz- gegenstaudes nach »und"Inversion" Mnnen's die Gram- mattter. Im deutichen Aussagesatz Hal das Aussagewort (Prä- dtkat) stets die zweite Stelle inne, denn es gibt dem Satzgegen- stand, der die erste Stelle emzunehmen hat, erst Leben:Der Lehrer lobt den schuler. Soll das Aussagewort vorangestellt etwa betont werden, so mußes" als Vertreter des Satzgegen­standes davorgesetzt werden:Es lobt der Lehrer den Schüler " Beim Fragesatze aber steht das iAussagetvort, weil es den Hanpt- ton trügt, stets an erster Stelle:Lobt der Lehrer den Schüler?" Ebenso steht es vor dem Satzgegenstand, wenn ein Umstands­wort oder das Ochekt den Satz beginnt:Gestern lobte der Lehrer . . .; den guten Schüler lobt der Lehrer", und in dem Hauptsätze, der auf einen Nebensatz folgt:Wenn er feinen Fleiß merkt, lobt der Lehrer . . .". Das sind ganz einfache, über auch unumstößliche Regeln des deutschen Satzbaues', gegen dte aber ttod). immer und allenthalben gesündigt wird, ioeil man meint, unserund" könne die Bedeutungund daher" o ä haben, was aber nicht der,Fall ist. Einige Beispiele: 1. Der Dieb ist durch das- Fenster eingesticgen und hat derselbe sich dabei einer Strickleiter bedient. 2. Der Prinz ist gestern hier ein- petrosfen und fand auf der Straße trotz der Dunkelheit lerne begeisterte Kundgebung statt. 3. Die Majestäten trafen zur Er­

öffnungsfeier Punkt 12 Uhr aus dem Festplatz ein und läutete^ alle Glocken. 4. Die Geschworenen bejahten die Schuldfragö und lautete das Urteil auf ein Jahr Zuchthaus. 5. Der Salmen- fang ist in den letzten, Tagen sehr ergiebig gewesen und wurde gestern wieder eine große Aitzahl derfelbett (!) zum Verkauf ge­bracht. 6. Die Pferoe (!)chaben sich um 4 Uhr auf dem Sammel­platz einzufinden und hat der Besitzer die Ankunft seines Pferdes bei Herrn N. N. anznuteldenl. 7. Wir haben Ihre Bestellung erhalten und wird dieselbe bestens effektuiert (!) werden. 8. Den Vorsitzende eröffnete die Versammlung ,und wurde das Protokoll, verlesen. 9. Der Vorsitzende schloß die Versammlung und forderte sodann Bürgermeister Z. (was hier nicht etwa Wenfall ist, wiel man meinen sollte, sondern Werfall!) zum Verlassen des Saales auf. 10. Für ein größeres Gut wird ein Hirt gesucht. Der Mann muß verheiratet sein und muß die Fran mit melken/ 11. Der Schwerverletzte wurde nach Hause gebracht und schwebte sein Leben lang in Gefahr. 12. Von Dienstag auf Mittwoch hält das Regiment eine größere Nachtübung ab. Mittwoch erhält dasselbe (!) feldmäßige Verpflegung und wird auf dem Geländej geschlachtet nud abgekocht (in Deutschland, .nicht etwa in Afrika!). Dieses letzte Beispiel matt könnte Hunderte zusammenstellen zeigt so recht deutlich, wohin dieser Fehler führen kaitn. Aber das liebet ist leider sehr weit verbreitet, selbst üt Erlassen und Dankschreiben u. bergt, aus der kaiserlichen Kanzlei ist die Um­stellung immer wieder zu finden; und jedesmal, wenn der Reichs­tag einberufen wird, laufen beim Sprachverein Klagen und Bitten ein, unter Hinweis auf den Fehler in dieser Verordnung! gegen das Hebet neuerdings anzukämpfen. , Sie tautet ja immer noch:Der Reichstag wird berufen, am .... in Berlin zu- sammenzutreten, und beauftragen Wir den Reichskanzler mit den zu diesem Zwecke nötigen Vorbereitungen." Schriftsteller, die sorgsam auf ihren Stil achten, vermeiden diese Umstellung oder Inversion, besonders weil sie so häufig zu lächerlichen oder häßlichen Verdrehungen des Sinnes iührt; bei Lessing z. B. ist sie überhaupt nicht zu finden. Was klingt besser:Wir haben Ihre Bestellung erhalten und tvird dieselbe bestens effek- tuiert werden" ober:Wir haben Ihre Bestellung erhalte!» und werden sie bestens ausführen"? (Man beachte die Ver­meidung des überflüssigen Fremdwortes und des abscheulichen dieselbe"!). Dem jungen Mädchen, das der Freundin mit- teilt:Ich habe meine erste Balleinladung erhalten uird ist meine Freude über dieselbe lehr groß", kaitn man nur den Rütl wiederholen, den der junge Goethe seiner Schwester Kornelie gab/ wenn sie in ihren Briefen eine Neigung zur Umstellung ver-i riet:Streiche dasund", setze davor einen Punkt und beginne! einen neuen Satz!" Also:Ich habe meine erste Balleinladung erhalten. Meine Freude darüber ist sehr groß." Wenn jeder diese Vorsicht gebrauchte, dann wurden alle diese undeutschan Fügungen glücklich vermieden und die armen Soldaten des xten Regiments wären weder geschlachtet noch abgekocht Worben,

HumoriMches.

* I m Di l e t t a n t e n k v n ze r t.. . . Warum sinb Sie denn nicht erbost über den schlechten Gesang bieses Herrn?" Ich . . . ich sing' nachher auch was . . ."

* I m LiteratencafchWas ist bte Vorbedinguug für die Aufnahme in Ihren Modernen Literaturkalender?"'Drei­malige erfolglose Pfändung."

* De r Optimist.Haben Sie sich die Nummer von dem Auto, das Sie überfahren hat, gemerkt?"Jawohl."Na, und was haben Sie denn da getan?"Ich hab' sie in die Lotterie gesetzt."

* T r e ffeu d. Zwei Geschäftsleute hatten einen Handel miteinander abgeschlossen, als ber eine noch zwei kleine Punkte einzuschalten forderte, worauf sich der andere nicht einlassen wollte. Die Sache kam zum Prozeß. Als ein Witzbold von dem Rechts­streit hörte, sagte er:Wenn auf den Handel noch zwei Punkte! kommen, wird immerHändel" daraus."

Bilderrätsel.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Versteckrätsets in voriger Nummer: Wer befehlen iv i l!, muß gehorchen lernen.

Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindrnckerei, R. Lange, Gießen.